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Die Entrüstung wächst in den USA über die andauernde Verweigerung von US-Präsidenten Donald Trump, den Neonazi-Terror von Charlottesville explizit zu verdammen.
Trump hatte in den Stunden nach der Gewaltorgie beim Aufmarsch von KKK- und Neonazi-Gruppen (3 Tote) „Gewalt und Bigotterie – auf vielen Seiten“ verurteilt. Das klang so, als würde er auch linken Gegendemonstranten einen Teil der Schuld in die Schuhe schieben.
Trotz wachsender Kritik – auch seitens der Republikaner – schweigt Trump dazu weiter. Das Weiße Haus verschickte am Sonntag eine Stellungnahme, in der festgehalten wird, dass der Präsident die Gewalt von Neonazi- und „White Supremacy“-Gruppen, sowie dem KKK verurteile. Doch keiner seiner Mitarbeiter wollte seinen Namen mit der Aussendung in Zusammenhang bringen, die Stellungnahme blieb anonym.
Weitere Entwicklungen
  • Der geschasste Kommunikationschef Anthony Scaramucci schloss sich dem Chor der Kritiker wegen Trumps Zurückhaltung beim Verdammen der rechten Gewalt an: Der Präsident hätte härtere Töne gegen die Neonazi-Übergriffe  in Charlottesville anschlagen sollen
  • “No Trump, no KKK, no fascist USA!”: Demos gegen Trump und Neonazis gab es in mehreren US-Metropolen – auch vor dem New Yorker Trump-Tower wurde demonstriert.
  • Droht “Bürgerkrieg”?  Neue Zusammenstöße zwischen Trump-Anhängern und Gegnern gab es in Seattle.
  • Die Rache des Internets an den Rechtsextremisten: Twitter-Nutzer begannen, die Rassisten in den Charlottesville-Fotos zu identifizieren – ein erster Neonazi verlor bereits seinen Job.
  • Flucht aus Charlottesville: Der Organisator des Aufmarsches der Rechtsextremisten wurde bei Pressekonferenz attackiert und musste flüchten.
  • Neonazi-Terrorist von Virginia verehrte Hitler: James Alex Fields, 20, tötete mit seinem Wagen während der Neonazi-Krawalle in Charlottesville eine 32-Jährige Rechtsgehilfin und verletzte 19 weitere Opfer. Laut seinem Ex-Lehrer hatte der ehemalige Soldaten-Anwärter im Geschichtsunterricht in Schularbeiten Hitler und vor allem die Wehrmacht bewundert.