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Amerika steht vor der größten Hurrikan-Katastrophe seit Todessturm Katrina vor 12 Jahren.

Wirbelsturm Harvey hat sich in den letzten Stunden weiter verstärkt: Er wütet derzeit als Sturm der Kategorie 2 mit Winden von  177 Stundenkilometern.

Hervey soll nahe der texanischen Stadt Corpus Christi an die Küste prallen. Nach einer weiteren Intensivierung wird der Landgang Samstagmorgen mit verheerenden Windstärken von mehr als 200 km/h erwartet. Prognostiziert wurde eine Sturmflut von drei Metern, fünf Meter hohe Wellenbrecher werden wahrscheinlich über die Schutzwälle schwappen.

Zehntausende Menschen sind vor dem Monstersturm auf der Flucht. Der Bürgermeister von Corpus Christi, Joe McComb, warnte Anwohner im Küstenbereich: “Flüchten Sie! Ihr Leben ist in Gefahr!”

Als größte Gefahr jedoch wird – abgesehen von Windschäden und der Sturmflut – der erwartete, sintflutartige Regen erachtet: Harvey könnte nach dem Landgang eine Kehrtwende machen und langsam entlang der Küste zur Millionenstadt Houston ziehen.

Mit mehr als  700 Millimeter Niederschlag wird in einigen Bezirken gerechnet  – weite Teile von Texas stehen vor der schlimmsten Hochwasser-Katastrophe seit Tropensturm Allison im Jahr 2001 (40 Tote, 9 Mrd. Dollar Schaden).

Die Behörden warnen, dass in den Hochwasserfluten auch Gefahren durch Alligatoren drohen.

Hurrikan Harvey wird gleichzeitig zum ersten großen Test für Präsidenten Donald Trump für seine Führungsqualitäten während großer Umweltkatastrophen.

Gut in Erinnerung ist freilich das Versagen von George W. Bush während Katrina in 2005, als Hurrikan-Opfer im überfluteten New Orleans tagelang auf die Rettung warten mussten. Katrina hatte Bushs Präsidentschaft praktisch ruiniert.

Bei Trump gibt es bereits erste Indizien, dass der bisherige Chaos-Präsident die Gefahr des Sturmes nicht Ernst genug nimmt. Trump postete bisher lediglich auf Twitter ein altes Video aus dem Wahlkampf, das ihn gut gelaunt bei der Inspektion der Katastrophenschutzbehörde FEMA zeigt.