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Amerika hält den Atem beim Aufprall eines der gefährlichsten Wirbelstürme seit “Sandy” 2012, der New York verwüstete. Für die Golfküste ist es der erste schwere Treffer seit dem “Katrina-Horrorjahr” 2005.

Hurrikan Harvey intensivierte sich in einen lebensgefährlichen “Kat-4”-Sturm mit Winden von 209 km/h. Harvey hatte Freitagabend die Texas-Küste nahe Corpus Christi mit röhrenden Windböen erreicht. In Texas wurde der Notstand ausgerufen.

Zehntausende sind auf der Flucht vor einer mehr als drei Meter hohen Sturmflut, jener “Wasserwand”, die der gewaltige Wirbelsturm vor sich herschiebt.

Die Behörden übertrafen sich mit Warnungen: Harvey wurde als “Monster” bezeichnet, Einwohner würden “sich ihr ganzes Leben an diesen Sturm erinnern”, sagte der Meteorologe Greg Waller.

Der Bürgermeister von Corpus Christi rief Bürger, die sich Evakuierungsanordnungen widersetzen, dazu auf, ihre Sozialversicherungsnummern auf den Arm zu schreiben – damit im schlimmsten Fall die Leichen schneller identifiziert werden können. Corpus Christi glich vor dem Eintreffen des Wirbelsturmes einer Geisterstadt. In Supermärkten wurden die Regale leergeräumt, als sich Einwohner mit den nötigsten Lebensmitteln eindeckten.

Mit den nun extremen Winden werden beim Durchzug massive Verwüstungen befürchtet. Gleichzeitig drohte eine wahre Sintflut: Harvey soll eine Kehrtwende machen und langsam weiter nach Houston ziehen – Rekordregenmengen sind vorhergesagt.

Die Überschwemmungen könnten 160 Kilometer weit ins Landesinnere reichen. Texas-Gouverneur Greg Abbott warnte von einer “furchtbaren Katastrophe”.