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Harvey, einer der verheerendsten Wirbelstürme der US-Geschichte, krachte östlich von Houston neuerlich gegen die Küste – sintflutartiger Regen sorgte für neue lebensgefährliche Fluten in Port Arthur. Dort wurden sogar die Notunterkünfte überschwemmt.

Die Situation in der versunkenen Millionenstadt Houston ist weiter dramatisch: Eine Fläche so groß wie das Stadtgebiet von New York ist überschwemmt, 13.000 Menschen wurden aus gefluteten Häusern gerettet – viele von heldenhaften Bürgern mit Privatbooten. 200.000 Menschen haben kein Zuhause, im Convention Center drängen sich zehntausend Obdachlose, viele schlafen am Boden.

Die Opferbilanz in Texas kletterte auf 30 Tote.

Horrorstorys wurden bekannt: In den Fluten wurde ein dreijähriges Mädchen am ganzen Körper zitternd gefunden, das sich an ihre ertrunkene Mutter klammerte. Sechs Mitglieder einer Familie, darunter vier Kinder, ertranken bei der Flucht in einem Auto.

Harvey löste die größte gemessene Niederschlagsmenge in den USA jemals aus: Nahe Houston gab es 1320 Millimeter Niederschlag, doppelt so viel wie in einem Jahr in Wien.

Der Regen ist in Houston zwar vorbei, aber der Texas-Metropole stehen noch bittere Stunde bevor: Es wird befürchtet, dass weitere Leichen entdeckt werden. Es grassiert auch die Angst vor Plünderungen – eine Ausgangssperre wurde verhängt.