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Das Leiden in Texas nimmt während der andauernden Harvey-Flutkatastrophe keine Ende: Während zehntausende Häuser von Houston bis Beaumont an der Grenze zu Louisiana immer noch unter Wasser stehen, beginnen die ersten Begräbnisse der bisher 49 Todesopfers des Horror-Sturmes. In der 120.000-Einwohnerstadt Beaumont gibt es weiterhin kein Trinkwasser, Zehntausende sind geflüchtet.

Herzzerreißende Momente spielten sich ab, als die “Harvey-Flüchtlinge” erstmals in ihre zerstörten Zuhause zurückkehrten. Larry und Suzette Cade standen vor ihrem Haus in Houston, sie hielten Hände und weinten bitterlich, berichtete die “New York Times”: “Ich fühle mich so leer und traurig”, sagte er: “Wir haben alles verloren”.

Julie Jewitt versuchte stark zu bleiben, nachdem sie ihr geflutetes Haus im Westen der Sechs-Millionen-Metropole inspiziert hatte: “Es geht immer irgendwie wieder”, sagt sie: “Das wichtigste ist das eigen Leben”. Dann wischt sie sich doch die Tränen weg.

Die Situation in den Flutzonen blieb auch am Wochenende dramatisch: In einer Chemiefabrik “Arkema” in Crosby explodierten neuerlich zwo LKWs mit Chemikalien, orange Stichflammen schossen hoch, schwarzer Rauch wehte aus der Fabrik.

Durch das kontrollierte Ablassen der Wassermassen aus zwei vollen Reservoirs könnten 20.000 Häuser in West-Houston noch zwei Wochen lang unter Wasser stehen, ein Albtraum ohne Ende für die Flutopfer. Harvey zerstörte mehr als 120.000 Gebäude.

US-Präsident Donald Trump will, dass der Kongress 7,8 Milliarden Dollar als erste Nothilfe genehmigt. Trump besuchte am Samstag neuerlich die Krisenregion: Sein erster Trip am Dienstag wurde zum Flop, als Gattin Melania mit Stöckelschuhen antanzte…