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Bereits drei Tage vor dem erwarteten Eintreffen von Jahrhundert-Hurrikan “Irma” wurden in Südflorida in einigen Bezirken “Hurricane Watch”-Warnungen ausgerufen. Zehntausende Menschen sind auf der Flucht. Für die gesamte Inselkette der “Florida Keys” wurden zwingende Evakuierungs-Befehle erlassen, eine endlose Wagenkolonne wälzte sich über die einzige Straße als Fluchtroute zurück aufs Festland.

Die Behörden hatten dort wahrlich Angst und Schrecken verbreitet, um störrische Anrainer zum Abhauen zu bewegen: Es gebe kein einziges Gebäude, “in dem Menschen sicher sein werden während des Sturmes”, hieß es.

Mit dramatischen Worten rief auch der Bürgermeister der weltberühmten Urlauber-Destination “Miami South Beach” Touristen wie Einheimische zur Flucht auf. Irma sei ein “nuklearer Sturm”, tönte Bürgermeister Philip Levine, er sprach von “lebensgefährlichen Bedingungen – vor allem durch die Wassermassen, die der Horror-Hurrikan vor sich herschiebt. Die sogenannte Sturmflut könnte in West Palm Beach laut jüngsten Prognosen mehr als drei Meter betragen: Das würde in dem Küstenort verheerende Überschwemmungen auslösen.

Irma steuert gerade auf die Turks- und Caicosinseln, sowie die südlichen Bahamas zu. Dort herrscht Panik und Angst, dass der Rekord-Hurrikan mit Winden von nach wie vor 281 km/h auch hier alles ausradieren könnte – wie zuvor in St. Martin und Barbuda, wo 95 Prozent aller Gebäude zerstört oder beschädigt wurden.

Ein katastrophaler Volltreffer der Millionen-Metropole Miami durch den entfesselten Wirbelsturm wird immer wahrscheinlicher: Laut den neuen Daten des europäischen Wettermodells könnte Irmas Auge direkt über das Stadtgebiet ziehen. Die US-Berechnungen (“American Model”) sagen die Sturmbahn etwas östlicher voraus, aber ebenfalls ganz nahe an Downtown Miami.