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AmerikaReport bringt das “Irma-Tagebuch” von US-Korrespondenten Herbert Bauernebel, der vom Countdown zum Jahrhundert-Hurrikan ab sofort live aus Miami berichtet. 

Der Sturmtag hat in Miami begonnen.

Rekord-Wirbelsturm Irma wird zwar keinen Volltreffer hier landen. Doch die Metropole rechnet mit Winden in Hurrikan-stärke die Nacht auf Sonntag über.

Die ersten Regenbänder peitschen im Morgengrauen durch die Skyscraper in Downtown Miami. Es blitzt und donnert. Die Palmen schwanken wild in den Windböen. Die Böen sind selbst 16 Stunden vor dem Vorbeiziehen des Auges von Irma beachtlich: Am Airport werden 72 km/h gemessen, so das Lokal-TV.

Im Hotel, in dem ich während das Sturmes ausharren werde, wird die Haupteingangstüre gerade mit Wellblechplatten verschlossen. Das 30 Stockwerke hohe Gebäude ist nur mehr über einen Seiteneingang zugänglich. Am Höhepunkt des Sturmes und während der Flut werden hier Überschwemmungen erwartet.

An der Kaimauer zum “South Channel”, der Meeresbucht vor Downtown, schwappen die Wellen bereits fast bis zur Straße. Der Wind heult durch die leeren Straßen, am Gehsteig liegen abgebrochene Palmwedel.

Der Jahrhundertsturm hat begonnen, es wird ein langer Tag und eine noch längere Nacht werden.