Trumps Katrina? Humanitäre Katastrophe in Puerto Rico


Puerto Rico
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Die Lage in Puerto Rico ist nach Hurrikan Maria immer verzweifelter.

Auf der US-Karibikinsel drohen 3,5 Millionen Einwohner eine humanitäre Katastrophe: Es gibt keinen Strom, Verkehrswege sind blockiert, die Vorräte an Grundnahrungsmitteln und Trinkwasser gehen dem Ende zu.

Gouverneur Ricardo Rossello appellierte an US-Präsidenten Donald Trump, sofortige Hilfslieferungen auf den Weg zu machen. Ein Horror alleine die Szenen am Flughafen: Touristen und Einheimische warten in der brütenden Hitze seit Tagen auf Flüge aus dem Katastrophengebiet.

Laut Schätzungen hatte “Maria” fast 90 Prozent aller Anbauflächen ausradiert, auch Tierbestände auf Farmen sind dezimiert: “Es gibt bald kein Essen mehr hier”, sagte ein Bauer zur New York Times.

Auf gespenstischen Satelliten-Aufnahmen ist zu sehen, wie die verwüstete Insel wegen des fast totalen Blackouts völlig finster bleibt in der Nacht.

Weiterhin droht auch noch der komplette Einsturz eines Staudamms: 70.000 Menschen sind bedroht.

Trump jedoch hat die Lage in dem US-Territorium bisher total ignoriert und am Wochenende nur über NFL- und NBA-Spieler getwittert. In seinen ersten Postings über Puerto Rico ging es dann mehr um die jüngste Bankrott-Erklärung des Territoriums, anstatt bevorstehender Hilfsaktionen.

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