Kleinkind ballert zwei Dreijährige nieder: Keine Debatte über Waffenwahn


Waffenwahn
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Schrecklicher Unfall durch den Waffenwahn in den USA: In einer in einem privaten Zuhause nahe von Detroit (US-Staat Michigan) untergebrachten KITA hatte ein Kleinkind  mit einer entdeckten Schusswaffe das Feuer eröffnet – zwei Dreijährige wurden verletzt.

Wieder fragt sich eine fassungsloses Nation: Wie könnte das passieren?

Das Problem der Waffengewalt in den USA natürlich ist latent. Grauenhafte Massaker und entsetzliche Unfälle mit Kleinkindern sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Mehr als 300 Millionen Waffen sind im Umlauf. Der Waffenwahn in den USA basiert auf dem zweiten Zusatzartikel der US-Verfassung, der Amerikaner das Recht auf den Waffenbesitz garantiert.

Der Alltag ist jedoch seit Jahrzehnten pervers: Pro Jahr sterben mehr als 30.000 Menschen an Waffengewalt,  fast 100.000 Opfer werden verletzt.

Wegen der vielen Waffen in Häusern und Appartements kommt es immer öfter zu Unfällen, wenn Kinder ungesicherte Pistolen finden – wie jetzt eben in Detroit in der KITA.

Laut einer Studie sterben pro Jahr 1200 Kinder, damit ist der Tod durch Schusswaffen bereits die dritthäufigste Todesursache für Minderjährige in Amerika.

In diesem Klima dürfte selbst der krasse Vorfall in Detroit kaum eine nationale Debatte über Waffengewalt auslösen. Bisher spricht man lieber von einem tragischen Unfall.

US-Präsident Donald Trump hat sich im Wahlkampf und bisher im Amt als glühender Verfechter uneingeschränkten Rechte für den Waffenbesitz entpuppt.  Es wird nicht erwartet, dass es neue Initiativen des Weißen Hauses zur Einschränkung der Waffengewalt geben wird.

Es hört sich makaber an:  Mit so vielen Pistolen, Revolvern, Flinten und Sturmgewehren im Privatbesitz ist es nur ein Frage der Zeit, bis es zum nächsten Blutbad kommt.

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