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Wie kaum ein anderes Land verkörpern die USA den Casinotraum. Im Land des Pokerns und des Glücksspiels gibt es mit der Metropole Las Vegas nicht nur das Glücksspielmekka schlechthin, sondern es gibt eine gesamte Popkultur um das Nachtleben in der Millionenstadt in der Wüste Nevadas.

Denkt man an amerikanische Casinos, hat man Glamour im Kopf, wie man es aus Filmen wie Casino oder der Ocean’s-Trilogie kennt. Es gibt aber auch eine andere Seite, eine etwas weniger optimistische, glamouröse Seite der Medaille, insbesondere wenn man sich vor Augen führt, wie auch das Internet das Glücksspiel verändert hat.

Glückspiel in den USA heute

Quelle: Pixabay

In 23 der 50 Bundesstaaten ist das Glücksspiel legal und damit auch der Betrieb von Casinos. Insgesamt konnten US-Spielbanken im Jahr 2015 rund 40 Milliarden US-Dollar Umsatz erwirtschaften, wie eine Studie der Universität von Nevada Las Vegas aus dem Juni 2016 zeigt. Obgleich die Entwicklung positiv erscheint, denn im Jahr 2006 waren es beispielsweise nur 35,4 Millionen US-Dollar und man meinen könnte, das Business floriere, so trügt der Schein doch. Umsätze und Profite der einzelnen Spielbanken sind rückläufig, was sich insbesondere auch innerhalb der Kernmetropolen zeigt.

In Las Vegas manifestiert sich dies an der starken Diskrepanz zwischen dem nördlichen und südlichen Bereich des Las Vegas Strips. So berichtet auch Sam Massaro, der in 2. Generation einen Souvenirladen im nördlichen Teil betreibt – das Las Vegas Review-Journal berichtete – wie die Berg- und Talfahrt direkt spürbar wird. Durch stockende Beton-Rohbauten hat sich der florierende Ausbau der Stadt verlangsamt und während ein paar hundert Meter weiter südlich das Leben und damit auch die Laufkundschaft floriert und auch den kleinen Läden um die großen Casino-Resorts zu guten Umsätzen verhilft, muss Sam um jeden Kunden buhlen, sein Sortiment anpassen und um seine Ersparnisse bangen. Hitzeperioden wie zuletzt im Juni 2016, bei denen es in der Metropole an die 48°C wurde, und der befürchtete Trump-Crash, der an der Wall Street bevorstehen könnte, befeuern die Sorgen zusätzlich.

Die oben erwähnten steigenden Gesamtumsätze der Branche sind lediglich darauf zurückzuführen, dass mit Ohio, Maryland und Kansas weitere Bundesstaaten das Glücksspiel legalisierten. Vergleicht man die Umsätze der Spielbanken in Nevada alleine, sieht man schnell, dass sich auch hier ein rückläufiger Trend zeigt. So sank der Umsatz von rund 12,6 Milliarden US-Dollar 2006 auf rund 11,69 Milliarden US-Dollar im Jahr 2016.

Ursachenforschung

Natürlich, einerseits profitieren Online-Casinos vom Ambiente, der Casino-Popkultur, die sich im Laufe der Zeit aus dem amerikanischen Traum, den Darstellungen in Film und Fernsehen und in der Literatur entwickelt hat und bilden einen Haupt-Erfolgspfeiler, den Menschen seit Jahrzehnten in den Bann zieht. Das Casino von heute ist – wie auch das Online-Casino Betway in seiner Exkursion feststellt – maßgeblich aus der großen Bedeutung in der Popkultur und der Faszination der Menschen erwachsen, die es in seinen Bann zieht. Dennoch hat das Internet auch zu einer großen Veränderung der traditionellen Glücksspielkultur geführt. Heute hat man in einer ständig wachsenden Anzahl an Online-Casinos Zugriff auf eine schier endlos große Zahl an Spielen, die teilweise sogar von Live-Dealern begleitet werden. Die Spiele sind sofort zugänglich und große Entwickler wie Microgaming sorgen ständig für neue Innovationen im Bereich der Spielentwicklung, wozu mittlerweile auch virtuelle Spielrunden mit realen Personen in 3D und Live gehören.

Verschiebung der Kompetenzen

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Interessant ist diesbezüglich zu sehen, dass der Glücksspielumsatz der Casinos am Las Vegas Strip mit 34,24 % von Gesamtumsatz im Jahr 2016 deutlich unter dem lag, was die Casinos in Downtown mit Glücksspiel generierten (49,34 %). Im Vergleich: 1984 waren es noch 73 %. Diese Entwicklung zeigt deutlich, wie sich die Bedeutung der zusätzlichen Angebote verschieben, denn die allermeisten Besucher in den großen Casinos sind nur zum Zuschauen gekommen, nicht um selbst zu zocken.

Genau hier liegt auch die Kernkompetenz der stationären Casinos, denn hinsichtlich Vielfalt, Verfügbarkeit und Aktualität an Spielen können sie mit Online-Casinos schon lange nicht mehr mithalten. Wohl aber hinsichtlich des Erlebnisfaktors und des Ambientes, das Menschen auch heute noch mit der Casinokultur verbinden. Schaut man sich beispielsweise das Show- und Entertainment-Angebot des Caesars am Südboulevard in Las Vegas an, liest sich das wie das Programm eines Theaters, Vergnügungsparks und Showveranstalters zusammen. Das ist es, was die Besucher in ihren Bann zieht. Die Kombination aus Kultur, Erlebnis und Staunen in Verbindung mit dem Reiz des Glücksspiels. Nicht umsonst eröffnen ständig neue Casinos in allen Bundesstaaten der USA, in denen Glücksspiel legal ist.

So konnte selbst in Pennsylvania, wo Glücksspiel erst seit 2004 legal ist, innerhalb von nur 8 Jahren einen Umsatz von 3,16 Milliarden US-Dollar generieren – wie USA Today berichtete – (Vergleich Las Vegas 2012: 10,86 Milliarden Dollar) und damit New Jersey auf Platz 3 verweisen (3,05 Milliarden US-Dollar), wo Glücksspiel bereits seit 1976 legal betrieben werden kann.

Dies liegt daran, dass in Pennsylvania eine Vielzahl neuer, moderner, an die Bedürfnisse der Menschen ausgerichtete Casino-Resort-Komplexe entstanden, die auf eindrucksvolle Weise den Reiz und die Casino-Popkultur für die Menschen und deren Sehnsüchte zugänglich machten. So sind Casinos wie das Hollywood Casino am Penn National Race Cource nicht nur aufgrund seines Automaten-, Poker- und Blackjack-Angebotes so beliebt und gut besucht, sondern zu einem überwiegenden Teil auch wegen seines Entertainment- und Show-Angebotes, wodurch das gesamte Casinoerlebnis erst abgerundet wird.

Fazit

Glücksspiel in den USA – und damit meinen wir nicht das Wallstreet-Casino – gehört heute zur Kultur, zum American Lifestyle und dies wird sich auch in den kommenden Jahren sicherlich nicht abrupt ändern.

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In wieweit Online-Casinos im engeren Sinne als Konkurrenz für die Casino-Popkultur in Amerika anzusehen sind, ist fraglich. Vielmehr muss es den Casinos darum gehen, durch andere Angebote die Besucher in den Bann zu ziehen, die die Online-Welt so nicht bieten kann. Es mag sein, dass in einigen Jahren die Spieler selbst vermehrt zur VR-Brille greifen und die Black-Jack oder Roulette Runde Zuhause am PC genießen – dies ändert aber nichts an der Tatsache, dass das Casino als Erlebnis, als Auszeit in Verbindung mit Entertainment, Abenteuer und dem Ausleben eines Lebensgefühls in Verbindung gebracht wird und dafür geliebt wird. Die klassischen Spielbanken um die Ecke werden sicherlich nach und nach verschwinden, aber dies wird der Beliebtheit der großen Erlebnis-Paläste wie dem Bellagio, dem MGM Grand oder Caesars Palace sicherlich nicht schaden und keinen Abbruch tun.