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Schock und Entsetzen in Amerika nach dem blutigsten Massaker der US-Geschichte: Ein Killer hatte vom 32. Stock des “Mandalay Bay Casino” in Las Vegas mit Maschinengewehren das Feuer auf die Besucher eines Musikfestivals an der „Vegas Strip”-Partymeile eröffnet. Mehr als 50 Menschen gingen tödlich getroffen im Kugelhagel zu Boden, 406 Opfer wurden verletzt.

Polizisten einer SWAT-Eliteeinheit stürmten das Hotel und fans den Schützen, der sich selbst erschossen hatte. Der Täter wurde als Stephen Paddock identifiziert, ein 64 Jahre alter Pensionist aus Nevada. Die Polizei verhörte auch seine Lebensgefährtin, Marilou Danley (62). Sie hielt sich außerhalb der USA auf, der Täter hatte ihren Personalausweis verwendet.

Völlig unklar war vorerst das Motiv für das Blutbad: Ein Terror-Anschlag jedoch gilt als unwahrscheinlich.

Das Protokoll des Massakers: 22.000 Menschen lauschen Sonntagabend den Auftritten zahlreicher Country-Bands beim “Route 91 Harfest Festival”.

Plötzlich Maschinengewehrfeuer.

Das durchdringende Geräusch hallt durch die Nacht: “Rattatatatata! Rattatatatata!” Viele denken zuerst an Feuerwerkskörper. “Doch dann gingen Menschen blutüberströmt zu Boden”, so ein Zeuge zu ABC-TV.

Country-Star Jason Aldean spielt noch ein Weile weiter. Dann brüllt jemand ins Mikrofon: “Geht in Deckung!” Doch die Konzertbesucher sitzen auf der freien Fläche vor der Bühne in der Falle: Sie stehen Schulter an Schulter, ein Opfer nach dem anderen geht im Kugelhagel zu Boden. Das Rattern des Maschinengewehrfeuers wird durchbrochen von panischen Rufen und Schreien der Getroffenen. US-Medien beschreiben den Tatort als “Killing Field”.

Die Panik erfasst die ganze Spielermetropole.

Helfer versuchen unterdessen verzweifelt, inmitten das Gemetzels Menschenleben zu retten. Verwundete werden mit Pickup-Trucks ins Spital gefahren. Zehn Minuten lang feuert der Killer, mehrmals lädt er nach. Die Polizei stürmt das Hotel, sprengt die Türe zum Zimmer des Schützen: “Breach! Breach! Breach!”, krächzt über den Polizeifunk. Paddock hatte sich davor jedoch bereits selbst erschossen.

Gefunden wird ein “ganzes Waffenarsenal”, so Sheriff Joseph Lombardo, darunter zehn Sturmgewehre.

Jetzt beginnt die Suche nach dem Motiv. Einig sind sich Experten vorerst nur: Das Blutbad war von langer Hand und penibel geplant worden.  Die Polizei durchsuchte die Wohnung des Killers, der im Ort Mesquite 130 Kilometer nordöstlich von Las Vegas lebte.