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Fieser geht es kaum: Trump missbraucht jetzt die Trauer seines Stabschefs über dessen gefallenen Sohn bei seiner Schlammschlacht gegen Obama.

Donald Trump legt im Streit um Anrufe bei Angehörigen gefallener Soldaten nach: Der US-Präsident hatte zunächst behauptet, seine Vorgänger Barack Obama, George W. Bush und Bill Clinton hätten – anders als er – auf Kondolenz-Anrufe bei sogenannten “Gold Star”-Familien verzichtet.

Die glatte Lüge provozierte heftige Dementis der Ex-Präsidenten und einen Shitstorm auf Twitter.

Doch der Oberkommandierende legt nach und liefert jetzt “Beweise” – und schlägt dabei noch tiefer unter der Gürtellinie zu: Man solle doch seinen Stabschef John Kelly fragen, ob er von Obama angerufen worden wäre, als sein Sohn starb, sagte Trump in einem “Fox News”-Interview.

Kellys Sohn Robert wurde 2010 von einer Landmine in Afghanistan getötet. Obama hatte zwar damals mit Kelly nicht telefoniert, so CNN, doch zahllose Anrufe zu anderen Opferfamilien getätigt und Angehörige getroffen.

Das Faktum, dass der Republikaner bei seinem neuerlichen Kleinkrieg das persönliche Trauma seines Top-Beraters für politische Zwecke missbraucht, wird als nächster Tiefpunkt der Trump-Präsidentschaft bewertet.

“Trump beutet Trauer seines Stabschefs für Schlammschlacht aus”, titelte die “HuffPost” treffend.