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Der ekelhafte, von Donald Trump angezettelte Streit um Anrufe bei Angehörigen gefallener Soldaten eskaliert – und wir zum größten Image-Desaster von Trumps Amtszeit.

Jetzt wurde bekannt, welch eiskalten und herzlosen Ton der Präsident wählte, als er mit der Witwe des in einem Terror-Hinterhalt in Niger getöteten Elite-Soldaten David Johnson telefonierte. “Er wusste, auf was er sich da einlässt, als er Soldat wurde”, sagte Trump schnippisch zu Myeshia Johnson: “Es tut aber wahrscheinlich trotzdem weh…”, fügte er an, fast sarkastisch.

Den Skandalanruf enthüllte die Demokraten-Abgeordnete Frederica Wilson als Zeugin: “Das ist eine 24-Jährige, junge Frau, sechs Monate schwanger, jetzt alleine mit zwei weiteren Kindern”, sagte sie erzürnt. Myeshia hätte nach dem Telefonat bitterlich geweint, geschluchzt: “Er wusste nicht einmal seinen Namen”.

Trump streitet alles ab: Die Abgeordnete hätte das “alles erfunden”, twitterte er.

Doch wahr ist, dass sich Trump hier sein politisches Grab schaufelt – das Fiasko wächst stündlich:

  • Zuerst ignorierte er den Tod von vier US-Soldaten in Niger 12 Tage lang,
  • dann beschuldigte er Vorgänger Obama, Angehörige toter GIs nicht angerufen zu haben (eine Lüge),
  • schlachtete eiskalt den Tod des Sohnes seines Stabschefs John Kelly als “Beweis” aus –
  • und servierte dann am Telefon Witwe Myeshia Johnson eiskalt ab.

CNN brachte das Sakrileg auf den Punkt: “Trump macht mit gefallenen Soldaten Politik”.