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Es tickt der Countdown zur Freigabe der letzten geheimen JFK-Akten über die Ermordung von US-Präsidenten John F. Kennedy.

Am Donnerstag läuft eine im Jahr 1992 vom Kongress verhängte Sperrfrist zur Freigabe der letzten “Top Secret”-Dokumente über das Attentat am 22. November 1963 in Dallas ab. Präsident Donald Trump hatte der Freigabe von 3000 Seiten am Wochenende zugestimmt.

Für Anhänger von Verschwörungstheorien ist die Veröffentlichung wie Weihnachten: Sie erhoffen sich Hinweise, dass sich doch finstere Kräfte gegen den hochpopulären Präsidenten verschworen hätten  damals.

Offiziell soll laut dem Abschlussbericht einer Senats-Kommission, dem soggenanten “Warren Report”, der Attentäter Lee Harvey Oswald alleine gehandelt haben. Daran glauben aber die wenigsten Anhänger von Verschwörungstheorien.

Was sind die am häufigsten erwähnten “Conspiracy”-Theorien? Viele glauben, dass es neben Oswald einen zweiten Schützen gegeben habe. Für andere wäre Oswald nur ein Instrument dunkler Hintermänner gewesen.

Als mögliche Auftraggeber werden da genannt der US-Geheimdienst CIA, russische Geheimdienste oder die Mafia.

Der Höhepunkt des Conspiracy-Wahnsinns war Anfang der Neunziger erreichst, als der Film JFK von Starregisseur Oliver Stone für Aufsehen sorgte. Wegen den heftigen Debatten damals sah sich der Kongress veranlasst, die letzten Dokumente freizugeben – mit eben der 25-jährigen Sperrfrist, die diese Woche abläuft.

Was steht eigentlich drinnen in den JFK-Akten? Die 3000 Seiten stammen Großteils aus den “Files”, die die CIA und das FBI über Oswald angelegt hatten. Es könnten etwa Details enthalten sein, was die CIA über Lee Harvey Oswald wusste, bevor er JFK tötete.

Es könnte aus den Unterlagen hervorgehen, dass der Geheimdienst etwa über die Besuche des Killers in den sowjetischen und kubanischen Botschaften in Mexico City wenige Wochen vor dem Attentat Bescheid gewusst hat.

Bei Verschwörungsanhängern gelten die Akten als Art “heiliger Gral”. Doch Experten und Historiker erwarten kaum, dass wirklich noch sensationelles in den Unterlagen zu finden ist.