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Alles sei ein “Scherz”, in die Welt gesetzt von “schlechten Verlierern”, den Demokraten, höhnt Trump seit Monaten, gebetsmühlenartig.

Wer lacht jetzt noch? Mit Anklagen gegen Ex-Wahlkampfmanager Paul Manafort und einem Geschäftspartner, sowie dem Schuldspruch eines Ex-Politikberaters haben die Ermittlungen von FBI-Sonderfahnder Bob Mueller endgültig “Watergate”-Dimensionen erreicht.

Besonders explosiv ist die Rolle des ehemaligen Außenpolitik-Wahlkampfberaters George Papadopoulos, die bisher völlig unbekannt war: Der 30-Jährige hatte im Frühjahr 2016 nach Kontakten mit einem russischen Professor in London der Wahlkampf-Leitung berichtet, dass Moskau “Dreck gegen Hillary Clinton” habe, darunter tausende E-Mails.

Papadopoulos stellte in seinem Geständnis klar, dass Top-Wahlkampfmanager über seine Recherchen nach Hillary-Dreck aus Russland Bescheid gewusst und ihn sogar mit “Good Job”-Lob überschüttet hätten.

Die Bombenenthüllung kommt fast einer “Smoking Gun” gleich: Es scheint immer offensichtlicher, dass Team Trump mit Russland bei der Schlammschlacht gegen Hillary kollaboriert hatte.

Und noch schlimmer für Trump: Der Mann dürfte als möglicher Kronzeuge mit Muellers FBI-Agenten kooperieren.

Das Weiße Haus wirkt gelähmt und hilflos: Behauptet wird, Papadopoulos wäre “bloß ein bedeutungsloser Freiwilliger” gewesen, so Sprecherin Sarah Huckabee Sanders. Trump hatte vor dem schwärzesten Tag seiner Präsidentschaft mit wüsten Attacken gegen Hillary Clinton noch ablenken wollen. Nach dem Mueller-Doppelsalvo schwieg er.

Trump soll fast ohnmächtig vor Wut sein, so Insider. Seine Helfer hätten alle Hände voll zu tun, um ihn von unbedachten Attacken auf Mueller abzuhalten. Am Morgen seines Horrortages wäre Trump mutterseelenallein vor einem TV-Schirm gesessen und hätte sich mit grimmiger Mine durch die News-Kanäle geklickt. Stundenlang. Trump erschien deshalb erst knapp vor Mittag im Oval Office.

Vor allem die Papadopoulos-Enthüllungen sollen ihn komplett am kalten Fuß erwischt haben, so Insider.

Die Gefahr steigt, dass Trump der Geduldsfaden reißen könnte: Feuert er Mueller?