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Die Demokraten werden weiterhin von einer der schlimmsten Krisen ihrer Parteigeschichte erschüttert: Enthüllt wurde, dass Hillary Clinton aufgrund eines Geheimdeals schon vor ihrem Sieg bei den Primaries Mitspracherecht bei den Parteigeschäften erhielt – und Rivalen Bernie Sanders dadurch der Sieg “gestohlen” worden wäre, wie viele seiner Anhänger glauben.

Haarsträubende Enthüllungen hatte davor Ex-Parteichefin Donna Brazil geliefert: Clinton hätte laut einem Memo sogar Geld aus der Parteiklasse abgezweigt und de facto die Kontrolle übernommen, lange vor der Nominierung.

Brazil schreibt auch, dass sie nach dem Schwächeanfall von Clinton bei der 9/11-Gedenkfeier im September des Vorjahres allen ernstes in Erwägung gezogen hätte, die Ex-Außenministerin durch Vize Joe Biden als Spitzenkandidatin zu ersetzen.

Sie hielt den ganzen Clinton-Wahlkampf für “anämisch”, ein “Gestank des Versagens” wäre über der Operation gehangen.

Brazil schreckte dann jedoch vor dem radikalen Schritt zurück, da sie die Chancen auf die erste Frau im Oval Office nicht zunichtemachen wollte.

Die neue Runde an “Clinton-Skandalen” trifft die nach dem Trump-Sieg demoralisierten “Dems” zum ungünstigsten Zeitpunkt: Gerade wollte die Partei ihr Haus im Ordnung bringen für ein erhofftes Comeback bei den “Midterm”-Wahlen 2018.