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Im Wahlkampf spuckte Donald Trump noch große Töne gegen China: Die USA würde wegen des riesigen Handelsbilanzdefizits „vergewaltigt“ werden, donnerte er – jetzt aber ließ sich der US-Präsident beim Staatsbesuch in Peking von Chinas Xi Jinping einseifen. Xi hatte ihn davor mit Pomp und tanzenden Kindern umgarnt.

Plötzlich gab sich Raubein Trump streichelweich. Man könne Peking gar nicht vorwerfen, die USA über den Tisch gezogen zu haben, säuselte er. Und Xi überhaupt sei ein „toller Mann“. Statt Groll gab es Hochachtung. Ein Grund für Trumps Ouvertüren: Er braucht China, um im Showdown mit Nordkorea Diktator Kim Jong-un unter Druck setzen zu können.

Freitag ist am Rande des Apec-Gipfels in Vietnam ein Treffen mit Kreml-Chef Wladimir Putin geplant: Auch dabei soll “Raketenmann” Kim, wie Trump den Nordkorea-Führer verhöhnte, Top-Thema sein.