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Seine Botschaften waren bei der großem Asienreise von Donald Trump oftmals verwirrend und konterkarierend, doch wenigstens schien der unberechenbare US-Präsident sonst halbwegs diszipliniert: Er verbreiterte sich vorerst selten auf Twitter, vermied improvisierte Pressekontakte.

“Doch dann kam das Wochenende”, lästerte jetzt die “New York Times”.

Der Oberkommandierende schien neuerlich entfesselt und kaum bei Sinnen, als er Sonntagmorgen (US-Zeit) in einer wüsten Twitter-Tirade neuerlich loslegte: Menschen, die die laufenden Untersuchungen im Skandal “Kremlgate” unterstützen, seien “Hasser” und “Idioten”, die ganze Russencausa wäre von der “krummen Hillary” und den “Dems” ausgebrütet worden, um sich für die Wahlniederlage zu rächen.

Damit würde eine “Neustart” in den Beziehungen zu Moskau verhindert werden, zürnte Trump.

Dann legte er gegen Nordkorea-Diktator Kim Jong-un los: Er könnte ihn ja als “klein und fett” bezeichnen, wenn er sich nicht zusammenreißen würde, twittert er.

Davor hatte Trump sich bei einem Gespräch mit dem Presse-Tross an Board von “Air Force One” lächerlich gemacht, als er erklärte, dass er Kreml-Chef Wladimir Putins Beteuerungen Glauben schenke, wonach Russland nichts mit den Cyber-Attacken gegen die US-Wahlen 2016 zu tun habe.

Es wird spekuliert, warum Trump einen Rückfall in seine selbstzerstörerischen Charakterzüge erlitt:

  • Zum einen könnte die verfrühte Heimkehr seiner Frau Melania, der ein moderierender Einfluss zugeschrieben wird, den schlummernden Jähzorn wiedererweckt haben.
  • Es kann aber auch sein, dass Trump wegen dem Dauer-Jetlag einfach todmüde und grantig ist.