Kalifornien-Inferno: „Hurrikan-Winde“ treiben Flammenhöllen an


Inferno
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Das Feuersturm-Inferno in Südkalifornien dauert an: Mehrere Waldbrände zerstören Häuser, zwingen mehr als 100.000 Menschen zur Flucht und verhüllen die Pazifikküste von L.A. bis Ventura in ätzenden Rauch.

Donnerstag standen die Zeichen neuerlich auf Sturm: Durch die auffrischenden Santa-Aaa-Winde waren Windböen in Hurrikan-Stärke prognostiziert.

Zuletzt hatten die Flammenhöllen die Millionenmetropole Los Angeles erreicht. Betroffen war vor allem der Nobel-Bezirk “Bel Air”. Inmitten protziger Millionenvillen tobte am Mittwoch ein Höllensturm los.

500 Feuerwehrleute konnten mit der Hilfe über rauchverhangenen Boulevards knatternden Löschhelikoptern das Feuer weitgehend eindämmen.

Gebäude in Schutt und Asche

15 Gebäude brannten in Bel Air ab oder wurden beschädigt, darunter der der Weinhof von Medienmogul Rupert Murdoch.

Wegen extrem hoher Feuergefahr und andauernden Löscharbeiten waren Donnerstag 256 Schulen in L.A. geschlossen. Die University of California machte ihren Campus dicht.

Die Krise ist längst nicht vorbei: Auf Millionen Smartphones in Südkalifornien blinkten Warnungen: “Feueralarm! Bleiben Sie wachsam! Folgen sie den Anweisungen der Behörden!”

Die größte Brandkatastrophe seit dem Inferno im Nappa Valley (58 Tote) wurde angefacht von den berüchtigten “Santa Ana”-Winden: Trockene, heiße Luft rast da die Berghänge hinunter. Erwartet wurde neuerlich Böen von 128 km/h. Bei solchen Windstärken können Feuerwehrleute nur hilflos zusehen, wenn der Sturm die Flammenwalzen vorantreibt.

Riesenfeuer wütet weiter

In der Stadt Ventura, dem “Ground Zero” der Feuerinfernos, wurden ganze Suburbs ein Raub der Flammen: 150 Gebäude brannten ab.

Von Häusern blieben nur mehr die Grundfesten, dazwischen verkohltes Mobiliar, Kleider, Fotos. Und ausgebrannte Autowracks. Davor stehen weinende Menschen.

Der größte Brand, das “Thomas Fire”, zerstörte eine Fläche von 364 Quadratkilometer. Das Feuer wütet weiter außer Kontrolle.

Auch Tiere wurden zu Opfern: Dutzende Pferde kam um, als die Ranch “Rancho Padilla” abbrannte, die verkohlten Kadaver lagen im zerstörten Stall. TV-Reporterin Kristine Lazar vom Sender CBS2 half auf einer anderen Farm kurzerhand bei der Evakuierung mit.

Kalifornien-Gouverneur Jerry Brown rief den Notstand aus: Zuletzt raste ein weiter Waldbrand auf die Stadt Ojai: 7000 Menschen flohen.

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