Nordosten Amerikas tiefgefroren: Kältewelle fordert erste Todesopfer


Kältewelle
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Die grimmig Kältewelle im Osten der USA hält Millionen Menschen im eisigen Würgegriff – und für das Silvesterwochenende ist sogar noch extremerer Frost vorhergesagt.

Für Regionen der US-Staaten Ohio, Pennsylvania und New York, die bereits unter einer Rekord-Schneedecke begraben sind, wurden währenddessen weitere Schneefälle für die Nacht von Freitag auf Samstag vorhergesagt.

Der Notstand wurde ausgerufen.

Ground Zero des „Snowmageddons“ ist Erie, wo über Weihnachten 165 Zentimeter Schnee fielen. Die Stadt mit 100.000 Einwohnern kam praktisch zum Erliegen. Jetzt sollen dort weitere 26 Zentimeter an Neuschnee fallen.

Lebensgefährlicher „Wind Chill“

Doch ebenso gefährlich ist die klirrende Kälte – die durch den eisigen Nordwind mitunter lebensgefährlich wird. Aus dem Mittleren Westen werden gefühlte Temperaturen von -37 C gemeldet. Bei den sogenannten “Wind Chill”-Werten ist die Wirkung des Windes hinzugerechnet.

Bei solcher Kälte kann es zu Erfrierungen bereits binnen zehn Minuten kommen. In New York erwachten die Bewohner Donnerstagmorgen zu Wind-Chill-Temperaturen von -18 Grad.

Das extreme Wetter führt zu fast schaurig schönen Phänomenen: Vor der Skyline von Chicago ist der Lake Michigan komplett zugefroren. In Minnesota wurde aus einem Wasserfall eine Einwand – und in New York verwandelte die klirrende Kälte einen Springbrunnen in eine bizarre Eisskulptur.

Obdachloser erfroren

Tragisch ist aber auch: Die extreme Kältewelle fordert erste Todesopfer. In Cincinnati erfror ein Obdachloser, in Kansas starben vier Frauen bei einem Verkehrsunfall.

Für die Silvester-Feier am Times Square In New York werden sich die erwarteten zwei Millionen Besucher warm anziehen müssen: Für Mitternacht, wenn die fallende Kristallkugel des neue Jahr einläutet, sollen die gefühlten Temperaturen  bei minus 20 Grad liegen.

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