Kim Jong-un hat beim Treffen mit Trump einen Startvorteil, der noch kaum diskutiert wurde


Kim
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Der Countdown zum Gipfel des Jahres zwischen US-Präsidenten Donald Trump und Nordkoreas Führer Kim Jong-un am 12. Juni in Singapur tickt. 

Und Kim scheint dabei einen Startvorteil zu haben, der bisher kaum erörtert wurde. Wie groß der sein könnte, weiß jeder, der zwischen Kontinenten reist. 

Genau: Der Jetlag! 

Während ich diesen Beitrag kurz nach 14 Uhr New Yorker Ortszeit schreibe, schlummern wohl die meisten Bewohner des südostasiatischen Stadtstaates nach 2 Uhr morgens. An der US-Ostküste beträgt die Zeitverschiebung mit Singapur 12 Stunden, es ist die Mutter aller Jetlags. 

Trump reist zwar mit Air Force One luxuriöser als die beste Business Class, doch das Umstellen der biologischen Uhr würde – folgt man der Faustregel ein Tag pro Stunde Zeitverschiebung – fast zwei Wochen dauern. 

Ich weiß nach mehreren Flügen vom New York nach Singapur, Kuala Lumpur und Thailand in der Vergangenheit, dass aus der ersten Woche des Aufenthalts wenige Erinnerungen blieben von einem eher Zombie-Haften Dasein. 

Kim Jong-Min hingegen muss bloß eine halbe Stunde verkraften.

Dass solche Faktoren einen Einfluss haben könne auf politische Geschehnisse, wurde bei der ersten TV-Debatte 2012 zwischen dem damaligen Amtsinhaber Barack Obama und Republikaner-Herausforderer Mitt Romney deutlich. Damals war es zwar nicht der Jetlag, sondern die 1600 Meter Seehöhe des Debattenortes in Denver. Die dünne Luft hätte zu Obamas matter Performance beigetragen, suchte sein Stab nach Ausreden. 

Gut für Amerika, dass Trump wegen seiner, von seinem oftmals alkoholisierten Ex-Leibarzt attestieren, einmaligen Konstitution und möglicher Lebenserwartung von 200 Jahren den Mega-Jetlag locker wegstecken wird…    

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