Belagerter Trump träumt bereits vom Ende des Mueller-Spuks Anfang September


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Seit einem Jahr genau ermittelt FBI-Sonderermittler Bob Mueller gegen US-Präsidenten Donald Trump wegen des Skandals “Kremlgate” über mögliche Verbindungen zwischen Trumps Wahlkampfteam und Moskau, sowie Justizbehinderung, vor allem wegen des Rauswurfs von FBI-Chef James Comey im Mai 2017.

Muellers Bilanz scheint am Jahrestag durchwachsen: Trump selbst wettert bei jeder Gelegenheit über die “größte Hexenjagd aller Zeiten”. Und noch öfter stellt er fest, dass es keine “Kollusion”, keine Absprachen mit Moskau jemals gegeben hätte. Ein “Scherz” sei das alles, zürnt der Oberkommandierende.

Doch vielen aus seinem Umfeld ist das Lachen vergangen: Denn Mueller hat bisher 13 Personen angeklagt, fünf haben sich bereits für schuldig befunden. Der knallharte FBI-Veteran bohrt in Trumps Finanzen, sammelt Indizien für eine Justizbehinderung und verfolgt Spuren zu windigen Russen.

Von einem “Smoking Gun”-Beweis, über den Trump stürzen könnte, ist allerdings bisher noch nichts bekannt geworden.

Trumps neuer, umstrittenerer Anwalt Rudy Giuliani versucht jetzt, ein rosigeres Bild zu zeichnen: Demnach hätte Mueller zugestimmt, die Untersuchungen mit einem engeren Fokus zügig zu Ende führen zu wollen.

Und es könnte in dreieinhalb Monaten, rund um den Labor Day Anfang September, eventuell bereits einen Schlussbericht geben, hofft Giuliani. Laut der konservativen Washington Times könnte es im Juli zur Einvernahme von Trump kommen, was der allerletzte Schritt bei den Untersuchungen wäre.

Doch selbst wenn der ehemalige Bürgermeister New Yorks recht behält mit seiner optimistischen Prognose bezüglich Muellers Fahrplan: Wie explosiv der Schlussbericht des FBI-Ermittlers ausfallen wird und ob ihn Trump politisch überleben wird, kann auch er nicht voraussagen.

Photo by Gage Skidmore

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