Nach tödlichem Vulkanausbruch in Guatemala: Noch fast 200 Vermisste


Vulkan
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Der Berg des Feuers kommt in Guatemala nicht zur Ruhe.

Nach dem explosiven Ausbruch am Sonntag kam es jetzt zu einer neuerlichen Eruption. Einsatzkräfte, die in der völlig zerstörten Ortschaft San Miguel Los Lotes nach Überlebenden und Leichen gesucht hatten, mussten die Arbeiten prompt abbrechen.

Es gab wilde Szenen einer panischen Flucht. Mit Trillerpfeifen wurde Alarm geschlagen, Helfer brüllten: “Rennt! Schnell! Alle raus!” 

Von den Flanken des 3.700 Meter hohen “Volcan de Fugea” rasten neue Aschewolken. Weitere Schäden oder Todesopfer wurden jedoch bisher nicht gemeldet. Die Behörden evakuierten aber weitere Dörfer.

Laut der Guatemala-Katastrophenbehörde “Conred” ist die Opferbilanz auf 75 Tote geklettert, 192 Menschen sind noch vermisst. Es wird befürchtet, dass sie unter Staub- und Lava-Massen begraben sind. 

Die Bergung der Toten geht nur langsam voran: Die Lava, die mit 1000 Grad die steilen Hänge des Vulkans hinunter gerast war, ist immer noch extrem heiß. Bei Suchtrupps schmolzen die Schuhe, als sie sich auf einen mit Asche bedeckten, erstarrten Lavastrom nahe des Ortes Alotenango vorwagten.

Dort kamen 16 Feuerwehrleute um, als sie eine Gruppe an Kindern retteten. Der Ort der Leichen konnte zwar mit einer Drohne aufgespürt werden, doch ihre Kameraden können nicht zu der Stelle vordringen.

Inmitten des Grauens, der Trauer und des Leides gibt es auch Momente der Hoffnung: Ein Feuerwehrmann fand in den Ruinen den Hund “Rambo”: Der Mischling hatte verbrannte Pfoten und schien traumarisiert, doch konnte gerettet werden. In dem Haus war eine vierköpfige Familie gestorben. 

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