Familientrennungen: Trumps Verordnung führt zu noch mehr Chaos


Trump
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Präsident Donald Trump (72) hat zwar eine politische Kehrtwende vollzogen beim Skandal um Familientrennungen – doch das Chaos an der US-Grenze geht weiter. Mehr als 2500 Kinder wurden von ihren Eltern getrennt. Sie sind in 17 US-Staaten aufgeteilt. Die Regierung fühlt sich für die Vereinigung mit ihren Eltern nicht zuständig. 

Tausende Eltern suchen weiterhin ihre Kinder. Eine Anwältin, die Immigranten vertritt, erzählt, dass sie für einen Einwanderer aus Zentralamerika seit zwei Wochen seinen 12-Jährigen Sohn sucht: “Ohne Erfolg bisher”, sagt sie empört. Und: “Menschenrechte werden mit Füßen getreten”. 

Vor Ort in Südtexas ist das Drama nach wie vor spürbar: Im Ort McAllen marschieren Migranten aus Zentralamerika erschöpft aber erleichtert die Straße entlang. Sie wurden gerade aus dem “Detention Center” des US-Grenzschutzes entlassen und auf einer Bushaltestelle abgesetzt. Mitarbeiter einer katholischen Organisation bringen sie in eine Notunterkunft. Viele tragen Kleinkinder in den Armen, sie halten einen Umschlag mit ihren Dokumenten.

Sonst haben sie nichts. Wenigsten hatte diese Gruppe Glück: Sie durften ihre Kinder behalten. 

Trump hat mit seiner Exekutivverordnung fast für noch mehr Chaos gesorgt: Denn die Null-Toleranz-Politik wurde nicht aufgehoben: Jetzt sollen Eltern mit ihren Kindern festgesetzt werden, was gegen US-Gesetze verstößt, so Experten. Eine neue Klagewelle wird erwartet.

An der Grenze selbst ist es zumindest diese Tage ein wenig ruhiger: Wegen des hohen Flusspegels am Rio Grande nach schweren Unwettern in der Region kommen gerade wenige Einwanderer. Grenzer der “Border Patrol” sind dennoch in Alarmbereitschaft: Alle 500 Meter steht ein Patrouillenwagen,

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