Gestohlene Hillary-E-Mails: Russen-Hacker folgten Trumps Aufruf


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Sie verstanden die Aufforderung – und machten sich gleich ans Werk. 

Die Anklage von FBI-Sonderermittler Bob Mueller gegen 12 russische Geheimdienstoffiziere wegen der Hacker-Attacken gegen die Demokraten und die Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton während der US-Wahl 2016 ist bereits an Hammer. Doch ein Detail der hochbrisanten Anklageschriften sticht besonders hervor: Die Russen-Hacker schienen regelrecht Trumps Befehlen zu folgen.

Während des Demokraten-Parteitages hatte Trump am 27. Juli 2016 wegen der Affäre der angeblich verschollenen Hillary-E-Mails Moskau um Hilfe gebeten. „Russland, wenn ihr zuhört“, dröhnte er bei einer Ansprache vom Rednerpult: „Ich hoffe, ihr findet die 30.000 fehlenden E-Mails!“

Trump meinte dann, dass es von der US-Presse dafür eine Belohnung geben würde.

Im Feuersturm nach den skandalösen Aussagen hatte Trump zunächst beteuert, dass er nur einen Witz gemacht hätte. 

Wie auch immer: Seit der Präsentation der Anklageschriften am Freitag in einer dramatischen Pressekonferenz von Vize-Justizminister Rod Rosenstein ist nun jedoch bekannt, dass sich die Russen sofort ans Werk gemacht hatten. Nur Stunden nach Trumps Kommentaren versuchten die Hacker des Militärgeheimdienstes GRU  in Server einzubrechen, darunter jene mit den E-Mail-Konten von Hillarys Stab.

Alles ein Zufall, dürfte Team Trump jetzt sagen, wie in Washington erwartet wird. Aufgrund der Faktenlage erscheint diese Argumentation mehr als fragwürdig.

Eines steht jedenfalls fest: Die „Kremlgate“-Ermittlungen, die Trump ständig als „Hexenjagd“ heruntermacht, sind neuerlich Top-Thema. Und das Stunden vor dem geplanten Trump-Treffen mit Kreml-Chef Wladimir Putin in Helsinki am Montag. Die oppositionellen Demokraten verlangen bereits eine Absage des Gipfels wegen der Hacker-Anklagen gegen Moskau.

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