Beging Donald Trump gerade Hochverrat bei der bizarren Putin-Pressekonferenz?  


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Donald Trump erklärt sich zum Sieger nach dem Putin-Gipfel – doch eher war es ein kolossales Eigentor.

Der US-Präsident behauptetet nach einem 2:10 Stunden langem Treffen mit Wladimir Putin (mit nur zwei Dolmetschern anwesend), dass die schlechten Beziehungen mit Russland, die es „noch vor vier Stunden gab“, so Trump, nun beendet wären.

Das Gespräch im Präsidentenpalast von Helsinki wäre „sehr gut verlaufen“, strahlte Trump fast.

Der US-Präsident beteuerte, dass auch über Russlands Cyber-Attacken geredet worden sei. Doch Trump wiederholte in einer Pressekonferenz, was er schon vorher in die Welt twitterte: Er richtete seine Vorwürfe hauptsächlich gegen die USA und Vorgänger Barack Obama.

Putin wiederholte, dass Russland nichts zu tun hätte mit dem Hacking.

Dann fügte der Kreml-Chef gnädigerweise hinzu, dass Moskau bei den Ermittlungen des FBI kooperieren wolle.

Skandalös: Trump fiel dann vor aller Welt seinen eigenen Geheimdiensten in den Rücken, die alle Russland als Drahtzieher der Hacker-Attacken gegen die Demokraten während der 2016-Wahl nannten. „Ich sehe keinen Grund, warum Russland das gemacht haben könnte“, lautete Trumps skandalöseste Aussage während der Pressekonferenz.

Die Reaktoren auf Twitter waren prompt und heftig: Trump hätte „Hochverrat“ begangen, twittert Ex-CIA-Chef John Brennan. Es wurde von vielen ein Amtsenthebungsverfahren gefordert.

Der US-Präsident verbreitete auch neuerlich krude Verschwörungstheorien, wonach man doch endlich den Hillary-E-Mail-Server untersuchen solle (eine lange bei extrem rechten Medien kolportierte „Conspiracy“).        

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