Trump im Schleudern: Präsident gesteht einen „Versprecher“ bei Putin-Auftritt ein


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Trump versuchte mit einer Schwadronade das Helsinki-Debakel zu kaschieren: Er verkündete historische Erfolge bei seiner Krawall-Tour durch Europa auf breiter Front: Er hätte einen Geldsegen für die NATO erreicht, ein tolles Tee-Treffen mit der Queen gehabt und vor allem „ein großartiges Ergebnis“ beim Meeting mit Kreml-Herrscher Wladimir Putin erzielt.

Das alles wäre von der Presse nur nicht korrekt dargestellt worden… 

Trump behauptete dann, er hätte sich bei der Pressekonferenz versprochen. Bei einem der peinlichsten Sätze sagte Trump bezüglich der Frage, ob Moskau für die Cyber-Attacke gegen die US-Wahl 2016 verantwortlich wäre: „Ich sehe keinen Grund, warum Russland das machen sollte“. Trump behauptet jetzt, dass er sagen wollte: „Ich sehe keinen Grund, warum Russland das NICHT machen sollte“.

Dann verteidigte er die angeblichen Errungenschaften des Helsinki-Gipfels: Er hätte mit Putin bei dem zwei Stunden langem Privatgespräch über Syrien, den Iran oder die Atomabrüstung geredet. 

Durch die neue Kooperation mit Russland könnten „Millionen Menschenleben“ gerettet werden. Niemand freilich wird jemals erfahren, was bei dem Vieraugengespräch (anwesend waren nur zwei Dolmetscher) tatsächlich besprochen wurde.

Und Fragen waren bei der Stellungnahme vor Kongress-Republikanern am Tag nach dem Fiasko nicht erlaubt.

Trump ruderte vor allem auch wegen seines in Helsinki zur Schau gestellten Misstrauen gegenüber den eigenen Geheimdienste zurück. Er habe sehr wohl vollstes Vertrauen in den Sicherheits-Apparatus, wollte der Präsident klarstellen:

Und er sagte, dass Russland wohl hinter den Hacker-Angriffen stecken könnte. Wie auch andere, fügte Trump an, wie schon so oft davor.

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