„Beto-mania“ in Texas: Hat der „neue Kennedy“ der Demokraten eine Chance?


O'Rourke
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Ein Name fällt immer wieder als möglicher neuer Hoffnungsträger der nach dem Hillary-Debakel demoralisiertem Demokraten: Beto O’Rourke (46).

Der Kongress-Abgeordnete aus El Paso fordert den erzkonservativen Senator Ted Cruz (R ) heraus. Er kämpft leidenschaftlich um eine Sensation: Bei einem Sieg bei den Midterm-Wahlen wäre der dynamische Außenseiter mit der Aura der Kennedys der erste demokratische Senator im konservativen US-Staat Texas seit 1994.

Der Geschäftsmann hat im Wahlkampf alle Bezirke des „Lone Star State“ besucht, hielt mitreißende Reden vor tausenden, meist jungen Anhängern. Ein Hauch von „Beto-mania“ machte sich breit, Vergleiche wurden auch gezogen mit dem Aufstieg von Barack Obama.

Der Demokrat wirkt eloquent und hip, er redet mitreißend über die für Liberale wichtigen Themen. Bald dirigierte er ein Heer an Freiwilligen und sammelte 38,1 Millionen an Spenden (Juli – September), meist kleinere Beträge von einfachen Bürgern.

Eine Weile schien die mögliche größte Wahlsensation des Jahres in Griffweite, doch zuletzt fiel der Demokrat in einer CNN-Umfrage mit 45 zu 52 Prozent deutlich hinter Cruz zurück.

Er schien deshalb bei der TV-Debatte am Dienstag wenig zu verlieren zu haben, als er seinen Republikaner-Rivalen mit dem alten Trump-Spitznamen „Lying Ted“ (Lügner-Ted) angriff. Ob er das Rennen mit solchen Untergriffen doch noch in einen Thriller verwandeln kann, bleibt abzuwarten.

Doch selbst bei einer Niederlage werden O’Rourke beste Chancen eingeräumt bei den Demokraten-Vorwahlen 2020 zur Kür des Präsidentschaftskandidaten.

Vielleicht fordert er am Ende Trump selbst heraus: Der Präsident jedenfalls machte den Shooting-Star der „Dems“ bereits als „Weichei“ herunter, ein Zeichen, dass er sich auf ein mögliches Duell vorbereitet.  

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