Alltag Amoklauf…


Massaker
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Ian Long, 28, hatte mit einer Glock (Kaliber 0,45) die Countrybar „Borderline Bar and Grill“ in Thousand Oaks betreten, zuerst auf Wächter und dann auf Gäste, die meisten Studenten, das Feuer eröffnet.
Der Amokläufer, der sich selbst das Leben nahm, litt nach seiner „Tour“ in Afghanistan an posttraumatischen Stress, erst im April hatten Polizisten und ein Psychologe nach ihm in seiner Wohnung gesehen, nachdem Nachbarn wildes Krachen gehört hatten. Die Beamten jedoch entschieden, dass es keine ausreichenden Gründe für eine Einlieferung geben würde.
Seine Nachbarn und seine Mutter Coleen lebten in ständiger Angst, dass er sich selbst oder anderen was antun könnte.
Long war zwischen 2008 und 2013 bei den „Marines“, als Maschinengewehrschütze, er erhielt für seinen Kriegseinsatz zehn Orden und Abzeichen. Doch es gab auch Probleme: Einmal musste er zum Rapport wegen Ladendiebstahls.
Danach studierte er eine Weile, doch gab auf: Ex-Kommilitonen beschrieben ihn als „Fiesling“ und Einzelgänger. Oft hätte er alleine in der Garage getanzt. Mit einer Glock mit übergroßem Magazin (27 Patronen) tötete er elf Bar-Besucher und den Cop Ron Helus (†54).
Das Motiv ist noch unklar.
Unter den Toten des jüngsten US-Massakers befindet sich Alaina Housley, 18, die Nichte von Adam Housley and seiner Aktrice-Frau Tamera Mowry-Housley („Sister, sister“). Adam, ein ehemaliger „Fox News“-News-Korrespondent, hatte verzweifelt in der Nacht die Spitäler abgeklappert, nachdem der Kontakt abgebrochen war. Ihr iPhone und ihre iWatch hatten als letzten Aufenthaltsort den Tatort gezeigt.
Der Teenager hatte an der „Pepperdine University“ studiert und mit Freunden an dem Abend in der Bar gefeiert. Zwei Freundinnen gelangt die Flucht durch ein Fenster.
Als Cody Coffman sein Zuhause verließ, ermahnte ihn sein Vater: Kein Alk am Steuer! Dann sagte er: „Ich liebe dich!“ Das waren die letzten Worte. Der Vater, Jason, brach vor laufenden Kameras unter Tränen zusammen  und rührte die ganze Welt:  „Gott, es ist so hart, ich vermisse ihn so sehr“, weinte er.
Der Tod von Justin Meek, 23, wurde von seiner Uni bestätigt. Ein Opfer, Telemachus Orfanos, hatte das Las Vegas-Massaker im Vorjahr überlebt – nicht aber das Blutbad am Mittwoch. Er war 27.
Alltag Amoklauf, so lässt sich die Lage in den USA fast schon zusammenfassen.
Es gab zahlreiche Helden während des Blutbads: Matt Wennerstrom hatte 20 bis 25 Menschen bei der Flucht durch ein Fenster geholfen während des Massakers. „Ich hatte keine Angst, mich zu opfern“, sagte er.
Das Massaker ist auf einem Video festgehalten.

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