Rezessionsängste, China-Deal-Zweifel: Börsen rasseln nach unten


Wall Street
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Vor Wochen noch hatte sich US-Präsident Donald Trump überschlagen mit Jubelmeldungen über die amerikanische Boom-Wirtshaft – jetzt grassieren plötzlich sogar Rezessionsängste.

Der Dow Jones krachte Dienstag um fast 800 Punkte in die Tiefe.

Die Börsianer befürchten eine Abkühlung der jüngst noch mit Turbo-Schub glühenden US-Ökonomie. Besonders die Aktien der Blue-Chip-Firma Caterpillar mussten schwere Verluste einstecken. Ein Blutbad gab es auch bei Aktienkursen im Banksektor.

Als Schreckgespenst wirkte dazu die Umkehrung der Zinsstrukturkurve, nachdem es jetzt höhere Erträge bei Drei-Jahre-Treasuries gibt als bei Staatsanleihen mit fünf Jahren Laufzeit.

Eine derartige Konstellation bei diesem Top-Finanzindikator, die erstmals seit zehn Jahren beobachtet wurde, gilt als Alarmsignale und Rezessionsvorbote.

Für Unruhe sorgte auch die Diskrepanz zwischen den Jubelmeldungen von Trump nach dem G20-China-Gipfel und den bisher kühl-distanzierten Schweigen in Peking über Details der angeblichen Fortschritte. Finanz-Analysten hatten Trumps Tweets davor sogar als „Fabrikationen“ oder „Übertreibungen“ abgekanzelt.

Trump selbst hatte mit einem Tweet Öl ins Feuer gegossen: „Ich bin ein Zoll-Mann“, verteidigte er die Einhebung von Strafzöllen.      

Photo by pixelgrey

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