Fällt jetzt sogar „Fox News“ Donald Trump in den Rücken?


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Einer der größten Stars des von Kritikern als Trumps „State TV“ verspotteten Senders, Tucker Carlson, beschreibt den in seinen Sendungen stets so heldenhaft charakterisiertem Oberbefehlshaber als „hoffnungslos überforderte Dumpfbacke“, der seine wichtigsten Wahlversprechen nicht einhalten konnte. 

Zu Tuckers plötzlichem Anfall von erfrischender Ehrlichkeit kam es in einem Interview mit dem Schweizer Blatt „Die Weltwoche“, vielleicht dachte er auch, seine ätzende Trump-Kritik würde es nicht zurück über den Atlantik schaffen und bloß in den Schweizer Alpentälern hallen.

Natürlich aber sorgen seine Bemerkungen längst für Aufregung unter Trump-Getreuen der rechten Medienszene. „Seine Hauptversprechen waren, dass er die Mauer baut, die Gruppe Planed Parenthood kaltstellt und Obamacare aufhebt – er hat aber nichts dergleichen getan“, lästere Carlson über Trumps Flops gegenüber Weltwoche-Korrespondenten Urs Gehringer.

Trump würde nicht verstehen, wie das politische System funktioniert und er zeige kein Interesse, irgendwas dazuzulernen. Und weiter Klartext: „Er weiß sehr wenig über den Gesetzgebungsprozess, hat nichts dazugelernt, hat Leute rund um sich, die nichts zustande bringen, er selbst verweigert, zuzupacken, also ist es meistens seine Schuld, dass er diese Dinge nicht erreicht hat“.

Wow. Das sollte der stramme Fox-Mann – der Kritiker des Präsidenten, die genau das seit Jahren sagen, als linke Lulus durch die Reißwolf dreht – mal auf seinem Trump-Sender sagen. 

Oder vielleicht plant er ja schon seinen Absprung zum liberalen Konkurrenz-Sender MSNBC…  

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