Rächt sich China an Kanada wegen Festnahme von Huawei-Managerin?


China
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Die Verhaftung der Finanzchefin des Tech-Giganten Huawei, Meng Wanzhou, durch Kanadas Behörden aufgrund eines US-Haftbefehls sorgte für eine Wutwelle in China. Meng wurde inzwischen aus der U-Haft gegen eine Millionen-Kaution entlassen, in ihrem Luxus-Haus in Vancouver begrüßte sie Besucher, die ihr Geschenke brachten. 

Es scheint kein Zufall, dass in China eine Welle an Verhaftungen von kanadischen Staatsbürgern anzulaufen scheint: Das chinesische Außenministerium bestätigt, dass bisher zwei Kanadier festgenommen wurden. Der fadenscheinig klingende Grund: Sie würden „die nationale Sicherheit Chinas“ gefährdet. 

Ein Opfer ist Michael Spavor (Foto), ein Entrepreneur, der Tours nach Nordkorea organisiert. Auch der ehemalige kanadische Diplomat Michael Kovrig wurde in Peking verhaftet. 

Es ist nicht das erste Mal, dass China eine solche Vergeltungstaktik wegen eines Disputs anwendet: 2014 wurde der Kanadier Keven Garratt verhaftet, er verschwand für 750 Tage wegen „Spionage“ in einem Internierungslager, bevor er abgeschoben wurde. Damals hatte Peking gegen die Verhaftung eines Spions in Kanada protestiert, der an die USA ausgeliefert wurde. 

Es scheint, als wäre Kanada neuerlich das Bauernopfer im Showdown zwischen Washington und Peking.    

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