# 31. Dzemeber: Was ist noch da, Mr. Madoff?

Für Mega-Betrüger Madoff lief Deadline ab, alle Vermögenswerte bekanntzugeben.
New York. Darunter sind Einlagen seiner Broker-Firma – aber auch Traumhäuser in New York und Florida, sowie teure Gemälde. Erstmals werde nun sichtbar, so Experten, „was eigentlich noch da ist“. Nur 28 Millionen Dollar waren zuletzt sichergestellt worden. Geprellte Anleger dürften aus den Ruinen von Barnard Madoffs einstigem Finanzimperiums nur einen „winzigen Bruchteil“ zurückerhalten.
Staatsübernahme? Mehr Geld könnte aus einem Versicherungsfonds kommen, der 500.000 Dollar pro Anleger auszahlen kann. Massiv getroffen hat es offenbar die Wiener Medici-Bank: Nach möglichen Verlusten von über 2,1 Milliarden Dollar droht eine Staatsübernahme. Es wäre die erste in Madoffs globalem Finanzsturm. Neue Opfer werden auch aus Hollywood vermeldet: Filmstar Kevin Bacon hat alle Ersparnisse verloren, so Medien.

# 31. Dezember: Not so sweet Caroline

New York. Die mögliche Kür der JFK-Tochter Caroline Kennedy als Senatorin wackelt. Sie sollte Hillary Clinton nachfolgen, die ins Außenamt wechselt. Doch nach einer Pannen-Serie distanzieren sich nun sogar Alliierte. Bei einer Erkundungstour aufs Land wurde sie als „Prinzessin“ verspottet. Nun lieferte sie in Interviews vage Allgemeinplätze statt konkreter Positionen. Die Phrase „Wissen Sie“ verwendete sie bis zu 200 Mal. Amerika ist in einer Umfrage gespalten: 51 Prozent glauben, sie hätte das Zeug zur Senatorin – 49 Prozent nicht.

# 30. Dezember: Obama als Mediensensation

Superstar-Präsident Barack Obama zeigt sich oft irritiert über die Dauerbelagerung der Medien: Doch die Welt ist süchtig nach Obama-News.
Honolulu. Trotz aller Entspannung beim Urlaub in Hawaii platzte Obama fast der Kragen: Als beim Abschlag am Golfplatz die Kameraauslöser dutzender Fotografen surrten, schnappte er: „Wie viele Bilder braucht ihr davon?“ Und als Obama Sandwiches für seine Töchter bestellte, hänselte er einen Details in einen Notizblock kritzelnden Reporter: „Das brauchst du nicht alles aufschreiben…”
Medien-Sensation. Obama sollte sich nicht zu wundern: Er ist, so eine Studie des US-Institut Global Language Monitor, die Mediensensation des Jahrhunderts. Die „Obamamania“ in Zeitungen, TV-Sendern, Magazinen und im Internet stellte selbst den Terror-Horror des 11. September (2.998 Tote) oder die Tsunami-Katastrophe (229.866 Tote) vor vier Jahren in den Schatten. „Obama ist beispiellos“, so Studienautor Paul Payack zur Agentur Reuters: „Er hat die Welt gefesselt“. 250 Millionen Mal sei weltweit über den „schwarzen Kennedy“ berichtet worden.
Keine Privatsphäre. Obamas historischer Triumph am 4. November sorgte für einen wahren Medientaumel. Andere Großereignisse zum Beginn des 21. Jahrhunderts verkamen verglichen fast zu Randnotizen – darunter die Olympischen Spiele in Peking, die Börsenbeben, Killer-Hurrikan Katrina oder der Papst-Tod. Gewöhnen an seine Strahlkraft muss sich offenbar nur mehr Obama selbst: Er beklagte zuletzt den „Verlust der Privatsphäre” im US-TV.

# 30. Dezember: Oma Palin

18-Jährige Palin-Tochter Bristol bringt Sohn Tripp zur Welt. Geheiratet wird 2009.
Anchorage. Alaska-Gouverneurin Sarah Palin schaffte es heuer zwar nicht zur Vizepräsidentin – dafür wurde sie nun Oma: Bristol, die erst 18-jährige Tochter der als „Supermutti“ an der Seite des Republikaner-Kandidaten John McCain 2008 für Furore sorgenden Palin, brachte Sohn Tripp mit 3,3 Kilo zur Welt. Bristols Schwangerschaft und Beziehung mit dem gleichaltrigen Eishockeyspieler Levi Johnston entfachte einen Mediensturm: Denn die streng religiöse Palin wetterte gegen Sexunterricht in Schulen und will lieber aufs Predigen von Enthaltsamkeit setzen. Das Teenager-Paar will 2009 heiraten. Doch zur Belastung für Palins Politambitionen dürfte auch die Mutter des Bräutigams werden: Sherry Johnston wurde zuletzt wegen Drogenmissbrauchs belangt.

# 30. Dezember: Bush-ed!

Washington. Die letzte Offensive zum Zurechtbiegen des Erbes von US-Präsidenten George Bush (62) hilft nicht: „Bush ist der schlechteste Präsident aller Zeiten“, fällten 109 Historiker ein vernichtendes Urteil. Dabei hatte der unpopuläre Bush auf eine späte Rehabilitierung durch die Geschichtsschreibung gehofft. Vergebens: „Kaum wer ist im Umgang mit Krisen im Innern und Äußeren so dramatisch gescheitert“, zitiert selbst der rechte Weekly Standard Geschichtsschreiber.

# 28. Dezember: Wie hält sich Obama fit?

Honolulu. Der in 22 Tagen zum US-Präsidenten Nr. 44 eingeschworene Obama wird nicht nur als Politiker bewundert. Spektakuläre „Oben-ohne“-Fotos seines gestählten Körperbaus aus dem Urlaubsdomizil in Hawaii belegten: Obama ist auch ein Vorbild in Fitness – und gesunder Ernährung. Wie James Bond sehe der 47-Jährige aus, schwärmte die New York Post.
Stemmt 90 Kilo. Wie hält sich Obama fit? Selbst während seines zwölftägigen Weihnachtsurlaubes am Traumstrand Kailua hielt er sein striktes Programm in der Kraftkammer ein: 45 Minuten vor dem Frühstück, inklusive Hantel- und Gewichtheben (90 Kilo schaffte er), Tretfahrrad oder ein paar Körbe mit seinem um 20 Jahre jüngeren Assistenten Reggie. Seine Idealdiät garantiert eine 83-Zentimeter-Taille: Obama isst Fisch statt Fleisch, trinkt Wasser statt Soda, liebt Sashimi, aber auch Spinat und Brokkoli.
Blackout. Obamas Urlaub erhielt zuletzt eine besondere Note: Wegen eines inselweiten Blackouts tappten die Obamas stundenlang im Dunkeln. Die Bodyguards reagierten panisch. Doch Stunden später besuchte Obama mit den Töchter Malia (10) und Sasha (7) entspannt eine Delfin-Show.

# 27. Dezember: Obama – Mann des Jahres!

Er kam aus dem Nichts – doch verzauberte die USA mit dem Ruf nach Wandel, seinen Visionen eines neuen Amerika – und als besonnener Kopf in Krisenzeiten. Während Obama in Hawaii ausspannt, rätselt die Welt: Kann er die Supermacht aus dem Morast führen?
Niemand will US-Präsident Nr. 44, Barack Obama (47), seinen Weihnachtsurlaub im Pazifik-Paradies Hawaii verübeln: Am 20. Jänner 2009 tritt er vor einer erwarteten Rekordmenge von vier Millionen Menschen in der US-Kapitale Washington eine wahre „Mission Impossible“ an. Vorgänger George W. Bush hat einen historischen Scherbenhaufen hinterlassen: Die USA ist im Irak und Afghanistan in gleich zwei Kriege verwickelt. Die Staatsverschuldung ist auf 10.611 Milliarden Dollar explodiert, der Aktienindex Dow Jones schmierte fast 40 Prozent ab. 1,2 Millionen Jobs gingen in den letzten drei Monaten verloren, Millionen dürften beim Abgleiten der US-Wirtschaft in die schlimmste Rezession seit der Great Depression folgen. „Wem soll angesichts dieser gewaltigen Herausforderungen nicht gegönnt werden“, so TV-Kommentator Chuck Todd, “nochmals ein paar Tage die Füße in den lauwarmen Pazifik hängen zu lassen”.
Am 20. Jänner startet mit der „Party des Jahrhunderts“ in Washington die Obama-Ära: Vier Millionen werden auf den Straßen erwartet, Amerikas größte Stars auf den Bällen – und eine Armada an Sicherheitskräften in Position sein.
Die Hotels der US-Hauptstadt D. C. sind seit Wochen ausgebucht, Flüge ebenso: Panisch brüten Behörden, wie die mit 490.000 Einwohnern nur mittelgroße Stadt den Ansturm von bis zu vier Millionen Fans zur Amtseinführung von Barack Obama überstehen soll. Groß sind die Herausforderungen auch an die Sicherheitskräfte zum Schutz Obamas: 17.000 Soldaten und 9.000 Cops werden eingesetzt. Gewaltig ist dazu der Ansturm auf die Inaugurations-Bälle: Bis zu 50.000 Dollar kosten die Karten, wo Obama und „First Lady“ Michelle auf die A-Liste aus Politik, Wirtschaft und Showbiz treffen. Die Obamas wollen bei vier der insgesamt zehn zu ihren Ehren gehaltenen Feiern teilnehmen. Der Spagat: „Wie wird die Balance zwischen überschwänglichem Pomp und den Rezessionssorgen der Nation gehalten“, so der Sender Fox.
Schlichter Tux. Obama trägt daher einen schlichten Tuxedo um 895 Dollar, wurde verlautet. Michelle, für die ein Modemagazin sogar die weltbesten Designer für Entwürfe bemühte, soll noch über der Wahl ihres Ballkleides brüten. Unter den angesagten Topstars: Musikgrößen von Barbara Streisand, Sting, Seal bis Hip-Hop-Queen Beyonce Knowles, dazu Hollywood-Stars von Spike Lee, Anne Hathaway bis Maggie Gyllenhaal. „Alle wollen bei nichts weniger als einer historischen Sternstunde Amerikas dabei sein“, so Szenekenner.
Zugfahrt. Das politische Programm der Megafeier beginnt bereits zwei Tage vor der Amtsübernahme in Philadelphia. Obama und seine Vize Joe Biden wollen dann in D. C. mit dem Zug eintreffen, auch ein Zeichen, dass fortan ein neuer, „klimafreundlicherer Wind“ weht, freuten sich bereits Ökogruppen. Am Dienstag, dem 20. Jänner, wird Obama an der Seite seiner Gattin und den Töchtern Sasha und Malia offiziell als 44. US-Präsident an den Weststufen des Kapitols vereidigt. Er hält dabei die eine Hand auf die Bibel. Er wählte symbolträchtig jene aus, mit der Abraham Lincoln einst eingeschworen wurde. Ganz reibungsfrei liefen die Vorbereitungen jedoch nicht: Schwulengruppen protestierten gegen die Teilnahme des Homo-Hassers Rick Warren als Pastor.

# 26. Dezember: Der Santa-Killer

Los Angeles. Nie wären die Nachbarn in dem biederen Vorort der Kalifornien-Metropole Los Angeles auf die Idee gekommen, dass was nicht stimme könnte. Sie sehen Bruce Jeffrey Pardo (45) aus seinem Haus kommen: Wie jedes Jahr wolle er bei der Mette in der Holy Redeemer-Katholikenkirche aushelfen, sagt er. Dazu erinnerten sich alle hier noch an die „nette Familie“, als Pardo mit Frau Sylvia (43) und ihren drei Kids den Hund äußerln führte.
„Knock! Knock!“ Doch die Ehe war längst in einem Rosenkrieg zerbrochen. Seinen Job verlor er obendrein. Pardo hatte an diesem Heiligen Abend, 23:30 Uhr Ortszeit, ganz andere Pläne. „Knock, Knock!“ Bei den Schwiegereltern, wo Verwandte und Freunde ausgelassen Weihnachten feiern, klopft er an. Er trägt nun ein „Santa Claus“-Kostüm, eine Mütze mit Quaste, rote Robe. Eine wie ein Geschenk verpackte Schachtel hält er unter dem Arm. Ein achtjähriges Mädchen öffnet ahnungslos: Der Killer-Santa schießt ihr mit einer halbautomatischen Pistole ins Gesicht. Unter Schmerz- und Panikschreien verwandelt sich die fröhliche Party in ein Ort des Grauens: Pardo ballert wahllos auf Gäste. Acht Menschen sterben insgesamt. Ein 16-jähriges Mädchen wird in den Rücken getroffen. Einige hechten unter Tische, andere brechen im Kugelhagel zusammen. Eine Frau springt in Todesangst aus dem zweiten Stock. Partygäste retten sich zu Nachbarn: “Schüsse!!”, melden sie per 911-Notruf das Massaker.
Inferno. Der Minuten später am Tatort im Suburb Cavino eintreffenden Polizei bieten sich apokalyptische Bilder: In der Geschenkschachtel war er ein Flammenwerfer versteckt, mit dem Pardo das Haus in Brand setzte. Überlebende sitzen in Autos: Zitternd, weinend, ihre Kinder umarmend. 80 Feuerwehrleute mussten zunächst hilflos zusehen: „Es war anfangs zu gefährlich zum Löschen”, so Polizeichef Kim Raney.
Netter Typ. Der Killer exekutiert offenbar auch das Hauptziel seiner blutigen Mission: Verkohlt werden seine Ex-Frau und deren Eltern in der Asche gefunden. Pardo nimmt sich später im Haus seines Bruders das Leben. „Bruce?“, kann es eine Kirchgängerin nicht fassen: “Er war der netteste Typ, den man sich vorstellen kann“.

# 24. Dezember: HOLLYWOOD-GOSSIP

2008 war das Jahr der schönen Hollywood-Frauen. So urteilt zumindest das US-Magazin People: Das Feld führt Angelina Jolie (33) an mit einer Golden Globes-Nominierungen als verzweifelte 1928-Mum im Thriller Changeling, Dazu gesellen sich die klassischen Hollywood-Schönheiten Cate Blanchett (39) und Kate Winslet (33) in zwei Oscar-Favoriten: Blanchet turtelt mit Brad Pitt – und Winslet ist erstmals wieder seit Titanic im Liebesspiel mit Leonardo DiCaprio (34) zu bewundern. Skandalen gingen beide Traumfrauen aus dem Weg, urteilte People: Blanchett führt etwa eine für Hollywood rekordverdächtige Elf-Jahre-Ehe. Dazu räumte Reese Witherspoon mit der Weihnachtskomödie Four Christmases die Kinokassen leer. Jolies Glück vervollständigte dei Globes-Nominierung von Göttergatten Pitt (45) als rückwärts Alternder in The Curious Case of Benjamin Button. Das Brangelina-Glamourpaar lachte trotz mehrmaligem Totschreiben ihrer Romanze auch 2008 zuletzt: Zuletzt gab es sogar Ehegerüchte und Spekulationen über noch weitere Aditionen zur sechsköpfigen Multikulti-Kinderschar. Für die Fotos der Twins Knox und Vivienne kassierten sie 14 Millionen Dollar. Klar ins Rampenlicht drängte sich Pitt-Ex Jennifer Aniston (39): Immerhin schaffte sie es aufs People-Cover. Doch ihre jüngsten Nacktfotos für GQ sorgten für Häme. Das Urteil von Amerikas Society-Reportern: „Sie wollte Brad zeigen, dass sie den besseren Body hat als die vielgebärende Jolie“.

Im Jahr 2008 wurden Superstar Jennifer Lopez (39) und Schlagersänger Marc Anthony (40) noch als Traumpaar gefeiert – besonders als stolze Eltern der zehnmonatigen Zwillinge Max und Emme. Folgt 2009 jedoch die Scheidung? Der Boulevard rotiert, nachdem sich beide solo – und ohne Eheringe zeigten. JLo winkte ungeniert ohne den Achtkarat-Diamantenklunker bei einer Filmpremiere herum. Und Anthony flirtete in Nightclubs in New York und Las Vegas mit Scharen junger Frauen. „Es war fast grauslich“, so ein Zeuge zum Magazin US Weekly. Der Frost in der Vierjahresehe soll bei Thanksgiving begonnen haben. Nur ein paar Worte hätten sie gewechselt, sie mit einer Grimasse den Tisch verlassen. Was ist passiert? Anthony sei ein „Control Freak“ so Insider. Sie würde sich – trotz Mutterfreuden – in der 1,2 Millionen-Dollar-Villa in Long Island „langweilen“. Dazu ist ihre Karriere kollabiert: 2001 schaffte sie Rang Eins an den Kinokassen und der Musikhitparade in einer Woche. Doch ihr letzter Film 2006 war ein Rohrkrepierer. Sollte sich das Paar trennen, droht ein Rosenkrieg um die Twins.

Einst wechselte sie ihre Männer so häufig, wie sie zum immer neuen Starrollen verpflichtet wurde. Doch heuer schien die langbeinige Blondine Cameron Diaz (36) am Weg zum ultimativen Familienglück: Mit dem Britenmodell Paul Sculfor (38) fand sie das „perfect Match“, so Intouch euphorisch. Sie habe sich Hals über Kopf in ihn verliebt, so Insider. Zuletzt wurden sie heftig turtelnd bei einem Spaziergang durch das winterliche New Yorker West Village gesichtet. Nun soll es ans Babykriegen gehen: Sie wolle, so Freunde, nicht die Chance verpassen, eine Familie zu gründen. Sie hätte jedoch lange auf den richtigen gewartet: „Nun will sie ein Baby mit dem Mann, den sie liebt“.

# 23. Dezember: Beach-Boy Obama

Honolulu. Dank dreister Paparazzi erhielt Amerika einen einzigartigen Einblick auf die nächste Präsidentenfamilie – in Strandkleidung: Barack Obama spazierte entspannt und ohne T-Shirt, sein Oberkörper perfekt gestählt, aus dem Luxus-Ferienhaus am Hawaii-Traumstrand Kailua. First Lady Michelle ist im Badeanzug zu sehen, einen grell-bunten Sarong um die Hüften gewickelt, Tochter Sasha (7) läuft im Bikini überglücklich zum Strand.
JFK-Vergleiche. Prompt drängten sich wieder Vergleiche mit John F. Kennedy auf, der ebenfalls einst in Badehose für Furore sorgte. Diskutiert werden aber auch die Sicherheitsmaßnahmen: Während Obamas Bodyguards allen Reportern den Zutritt zum Strand vor Obamas Ferienvilla verwehrten, kam ein Paparazzi, das Tele unter einem Hawaiihemd „versteckt“, bis auf 30 Meter heran. „Das Secret Service störte das Fotografieren nicht“, so Fotoagentur-Chef Frank Griffin.
Ärgernis? Könnten die Amerikaner Obama das Ausspannen bei 26 Grad unter der Tropensonne verübeln – während sie in der brutalsten Kältewelle seit Jahren frieren? „Obama besucht in Hawaii seinen Geburtsort“, winkt TV-Kommentator Chuck Todd ab. Dazu nahm er an einer Trauerfeier seiner verstorbenen Oma Anne Durham teil.

# 22. Dezember: Schock über Madoff-Pleite

New York. Zum jüngsten Opfer wurde die Schweizer UBS, die 1,4 Milliarden Dollar versenkte. In der Hedgefonds-Branche herrscht Panik: Nachdem Schwergewichter wie die Greenwich Group 7,5 Milliarden Dollar versenkten droht eine „Massenflucht von Anlegern“, so die New York Post. Der Schock unter Investoren sitzt tief, auch in Österreich: Hier hatte etwa die Wiener Medici Bank mit der Herald-Fondsserie 2,1 Milliarden Dollar bei Madoff veranlagt.
„Bernies Tricks“. Mittelsmänner hätten über die lukrativen Fonds des Wallstreet-Gurus geschwärmt, so die New York Times über „Bernies Tricks“ beim weltweiten Milliardensammeln: Eigentlich seien die für Neuanleger geschlossen, sagte die, doch es gebe da „Möglichkeiten“. Geldmanager folgten blindlings. Schweizer Banker seien regelrecht zu Madoff nach New York gepilgert: Für die wäre er der „Wizard of Oz“ gewesen. Die Affäre ist längst auch ein Sexskandal: Die „Feds“ prüfen, welche Rolle Madoffs Nichte spielte, die einen Prüfer der US-Börsenaufsicht SEC verführte. (bah)

# 22. Dezember: Arnie for President?

Los Angeles. „Ja, absolut würde er gerne Präsident werden“, überraschte der Kalifornien-Gouverneur in einem Interview für das CBS-TV-Magazin 60 Minutes. Doch er räumte ein: „Dafür müsste zuvor die Verfassung geändert werden“. Arnie argumentierte, dass er immer nach den „höchsten, eigentlich unmöglich zu erreichenden“ Zielen strebte: „Dann bist du immer hungrig, trachtest danach, höher zu klettern“. Doch eine Initiative, per Verfassungsänderungen auch im Ausland Geborenen wie Arnie die Kandidatur für das Oval Office zu erlauben, verlief 2004 im Sand.
Holzhanteln. Schwarzenegger verblüffte in dem Interview auch mit dem Eingeständnis, bei Dreharbeiten als Hollywood-Muskelprotz geschwindelt zu haben: „Ich erinnere mich an die Szene aus Stay Hungry, wo ich Gewichte mit 225 Pfund heben hätte sollen“, so Arnie: „Natürlich waren da nur 50 Pfund drauf – du bringst dich für die Kamera ja nicht um…“ Die Gewichtsringe wären aus Holz gewesen, fügte er lachend an. Ob er die Fantasiewelten Hollywoods auch in den Gouverneurspalast mitbrachte, wollte er nicht sagen. Aber: „Leute denken, dass sich das Showbusiness bloß auf Hollywood beschränkt – doch selbst Ronald Reagan sagte, dass er es als Politiker ohne seinem Schauspieltraining schwer gehabt hätte“. Arnies Träume vom Oval Office sind verständlich: Gerade brütet er wegen dem Budget-GAU, wo bis 2010 ein Loch im Kalifornien-Etat von 42 Milliarden Dollar klaffen könnte, ob bis zu 20.000 Beamten gefeuert werden müssen.

# 21. Dezember: Flug nach nirgendwo

Denver. 112 Flugpassagiere entgingen am Flughafen in Denver um Haaresbreite einer Katastrophe: Continental Airlines-Flug Nr. 1404 startete um 18:16 Uhr Ortszeit, Samstag, als der Boeing-737-Jet von der Startpiste abkam und in eine Graben schlitterte.
Wie Horrorfilm. Der Jumbo fing Feuer. Alle Passagiere entkamen in einer Blitzevakuierung dem Inferno: 38 erlitten Verletzungen, zwei schweben in Lebensgefahr. „Es war eine Szene wie aus einem Horrorfilm“, so ein Feuerwehrsprecher: „Passagiere taumelten aus der brennenden Maschine, irrten verwirrt herum“.
Die Ursache des Unfalls ist ungeklärt. „Wir sind kaum abgehoben“, so ein Passagier zur Lokalzeitung Denver Post: „Es krachte mehrmals, die Kabine füllte sich mit Rauch“. Die Evakuierung verlief blitzschnell: „Ich floh auf die Tragfläche“, so ein weiterer Passagier: „Ich hatte Angst, die Tanks würden jederzeit explodieren“.

# 20. Dezember: Abrechnung der Größe 47

Es hätte Bushs Triumphzug durch die Kriegszonen werden sollen: Doch ein Schuhwerfer in Bagdad vermasselte die PR-Show. Und wurde zur globalen Kultfigur.
Bagdad. Jahrelang berichtete Montassar Al-Saidi (29) von der Front des Irak-Bürgerkrieges. Für die TV-Station Al-Baghdadia recherchierte der mutige Reporter im blutigsten Bagdad-Bezirk, dem Schiitenslum Sadr City. Oft über 100 Leichen blieben nach Gewalttaten pro Tag in den Gassen Bagdads zurück, viele grotesk verstümmelt. Einmal wurde Al-Saidi selbst von Geheimdienstkräften entführt und drei Tage festgehalten. Doch sein Hass richtete sich auf die US-Besatzungsmacht, so sein Bruder Dargham: „Er hat furchtbare Gräuel gesehen – und er machte die US-GIs dafür verantwortlich“. Vor allem die grauenhaften Luftschläge zur „Rückeroberung“ von Sadr City letztes Frühjahr hätten ihn “traumatisiert”.
Hass explodiert. Ob er die Rache langfristig geplant hat, als er mit 50 Kollegen auf den Auftritt von US-Präsident George Bush in Bagdad wartete, ist ungeklärt. Als Bush jedoch im Rahmen seiner Abschiedstour die Erfolge im Irak zu preisen begann, detonierten Jahre an aufgestautem Hass. Zuerst flog der rechte Schuh: „Das ist dein Abschiedskuss, du Hund!“, brüllte Al-Saidi. Besohlung Nr. 2 der Übergröße 47 folgte: „Mörder der Iraker! Mörder unserer Kinder!“ Bush amüsierte sich in Interviews, was der Typ eigentlich für „Probleme“ habe. US-Medien diskutierten über Sicherheitslücken bei der Präsidentenbewachung – und sogar über Bushs „gute Reflexe“ beim Ducken.
„Schuhe der Freiheit“. Völlig übersehen wurde: Al-Saidi hatte mit seiner Schuhattacke Millionen rund um die Welt aus dem Herzen gesprochen. Durch den symbolhaften Eklat zum Ende der Bush-Ära erinnerte er die Welt nochmals an den Horror des Krieges: Hunderttausende Iraker starben, 4.209 US-Soldaten. Prompt wurde Al-Saidi vor allem in der arabischen Welt zum Helden, seine geschleuderte Besohlung „Schuhe der Freiheit“: Tausende demonstrierten von Bagdad bis Kairo, fuchtelten mit alten Schuhen als neues Symbol des Antiamerikanismus. Der Bagdader Schuhwurf ist längst ein Kult: Videospiele tauchten am Internet binnen Stunden auf. Via der Netzwerk-Internetsite Facebook hatte Al-Saidi über Nacht 8.467 „Freunde“. Ein Ägypter bot seine 20-jährige Tochter als Ehefrau an. Beim türkischen Hersteller des nun weltberühmten Schuhwerks trafen 300.000 Bestellungen ein.
Folter. Aber auch die Wut kocht, da der Reporter in Haft misshandelt wurde: „Sie haben ihm die Rippen gebrochen und einen Arm“, klagt sein Bruder. Al-Saidis Entschuldigung und Gnadengesuch werden als durch Folter erpresst erachtet. Seine Fans fragen: „Welche Freiheit hat Buch dem Irak wirklich gebracht?

# 20. Dezember: Multikulti-Team

Washington. US-Präsident Nr. 44, Barack Obama, hat sein Kabinett im Rekordtempo von sechs Wochen komplettiert. Es ist die bunteste Truppe aller Zeiten: Vier Frauen, vier Afroamerikaner, zwei Hispanics dienen im dem Multikulti-Team. Dazu berief Obama als Zeichen der Überparteilichkeit auch zwei Republikaner. Ultimativer Star ist Frauen-Ikone und Ex-Rivalin Hillary Clinton als Amerikas künftige Chefdiplomatin. Für Aufsehen sorgte dazu Nobelpreisträger Steven Chu als die Klimapolitik bestimmender Energieminister. Nach der Vervollständigung seiner Mannschaft hob Obama in Richtung Hawaii ab: Ein letzter Urlaub vor dem Amtsantritt.

# 20. Dezember: HOLLYWOOD-GOSSIP

Hollywoods größter Star, Angelina Jolie (33), kann im Moment nichts wirklich verkehrt machen: Mit ihrer führenden Rolle in dem in Österreichs Kinos am 23. Jänner startenden Thriller Changeling („Der fremde Sohn“) kassierte sie eine Nominierung für die Golden Globes, dem wichtigsten Oscar-Barometer. Dass auch Göttergatte Brad Pitt (44) aufgestellt wurde, sorgt im Brangelina-Clan für zusätzliche Adventstimmung. Mit Traumgagen von 15 Millionen Dollar etwa für die Komixverfilmung Wanted schaffte sie es auf Rang Eins der Gehaltsliste des Branchenblatts Hollywood Reporter. Und ihre Rivalin, Pitt-Ex Jennifer Aniston (39), scheint so verzweifelt, dass sie sich im Magazin GQ zum bloßen Aufsehenerregen nackt ablichten ließ. Auch Jolies Privatleben steht wieder im Brennpunkt – vor allem Spekulationen über weiteren Nachwuchs. Jolie hatte in Interviews klargestellt, dass trotz ihrer sechsköpfigen Multikulti-Kinderschar keinesfalls Schluss sein soll: „Ich will mehr Kinder“, sagte sie. Doch wann? Zuerst zoomten Paparazzi mit ihren Teleobjektiven auf einen angeblich bereits sichtbaren „Baby Bump“, Beweis einer Schwangerschaft. Nun tauchen jedoch Details einer minutiösen Planung für 2009 als weiteres „Bayb Jahr“ auf. Jolie unterziehe sich bei ihrem Star-Gynäkologen Fruchtbarkeitsbehandlungen, so US-Tabloids. Das Ziel: Ein weiteres paar Zwillinge, die Kinder Nr. 7 und 8.

Angelina Jolie besticht in ihrer Rolle einer Mutter in der True Story aus dem Jahr 1928: Nach der Entführung und Rückkehr ihres Sohnes stellt sie fest, dass der Junge nicht ihr Sohn ist, sondern ein anderer, der sich bloß als ihr Kind ausgibt. Als sie die Behörden damit konfrontiert landet sie in der Klappsmühle. Der von Clint Eastwood gedrehte Thriller sorgte in den USA für Traumkritiken und gilt als Oscar-Fixstarter.

Als Hitler-Attentäter Stauffenberg kämpft Tom Cruise (46) im am Christtag in den USA anlaufenden Streifen Valkyrie („Operation Walküre“) in Naziuniform um sein Comeback. Der Nazithriller erhielt gute Kritiken. Doch ob das Hitler-Thema ausgerechnet zu Weihnachten die US-Kinokassen klingeln lässt, bezweifeln Experten. Trotz Cruises entfesselter PR-Offensive wo er nach früheren Auszuckern nun um eine Imagekorrektur kämpft. Seine Rolle als Attentäter, der als Vater von vier Kindern dennoch sein Leben riskiert, ging ihm unter die Haut: „Als Vater kann ich mir vorstellen, wie qualvoll diese Entscheidung gewesen sein muss“, so Cruise zu TV-Austria. Apropos Vater: Kryptisch gibt sich Cruise, wann er mit Gattin Katie Holmes (29) ein Geschwisterchen für Suri (2) angehen will. Umso mehr schwärmte er über Suris Wortschatz: Ein „Ich liebe dich, Dadda“ und er sei geschmolzen.

Als Bondgirl wurde sie berühmt – doch ihr Liebesleben blieb auf der Strecke: Als MI6-Agentin mit dem appetitlichen Codenamen Strawberry Fields verwöhnte Briten-Jungstar Gemma Arterton (22) 007 in jüngsten Quantum-Bondhit. Doch ihre Romanze mit dem spanischen Stuntman Eduardo Munoz (19) ist kaputt. Das junge Paar hatte sich verliebt bei Dreharbeiten in Marokko, als er ihr für Prince of Persia das Reiten beibrachte. Doch durch Artertons plötzlichen Ruhm als Shooting Star in der Filmszene zerbrach die Romanze. Gemma lernte: Erfolg hat seinen Preis.

# 19. Dezember: Snow in Vegas

Las Vegas. Immer kuriosere Wetterkapriolen in den USA: Zuerst wurde die Wüsten-Kasinostadt Las Vegas nach dem schwersten Schneesturm seit 30 Jahren mit einer 15 Zentimeter hohen Schneedecke lahmgelegt. Dann verirrten sich Schneeflocken bis in die Pazifik-Promi-Enklave Malibu. Jetzt setzt der extrem frühe und brutale Winterbeginn in den USA weitere Metropolen außer Gefecht: Nach Einsetzen eines Schnee- und Eissturms waren Autofahrer in Chicago gewarnt worden, ihre Wagen in der Garage zu lassen. Auch für New York war der erste Schneesturm vorhergesagt worden. Die Bilanz der Kältewelle: 22 Tote.

# 19. Dezember: Bills Liste…

New York. Die Liste ist 2.922 Seiten lang, enthält 200.000 Namen – und bieten Sprengstoff für die Nominierung von Hillary Clinton als neue US-Außenministerin: Gatte Bill Clinton hat jetzt seine Spenderliste für sein Hilfswerk Clinton Foundation offengelegt. Total 500 Millionen sammelte Clinton, ein erheblicher Teil kam von Ölscheichs: Saudiarabien ließ 25 Millionen springen, Kuwait, Katar und der Oman gaben je fünf Millionen. Die könnten sich Einfluss erkauft haben, so Experten: „Die rufen lieber bei Bill als Hillary an“. Kurios: Auch Ex-Formel-1-Weltmeister Michael Schuhmacher spendete 25 Millionen.

# 18. Dezember: President cool

Washington. Mitten in den Countdown zur Amtseinführung Barack Obamas platzen vom US-Magazin Time veröffentlichte, neue Fotos, die den Politstar so lässig wie nie zeigen. Als 20-Jähriger Studenten, Spitzname „Barry“, posiert er mit Strohhut und genüsslich rauchend vor einer Kollegin. „Selbst damals war er schon ultracool“, so die New York Post.
Am 20. Jänner 2009 übernimmt nun Obama mit dem Schwur auf die Verfassung an den Weststiegen des Kapitols in Washington D.C. offiziell die Macht: Vier Millionen Menschen werden zur größten Party der US-Geschichte erwartet. Musikstars wie Aretha Franklin treten auf. Auf einem Ball- Reigen drängt sich Amerikas Who is Who. Kartenpreise: 50.000 Dollar.
Festung D.C.. Seinen Frack, „den ersten in 20 Jahren“, wie er scherzte, hat Obama schon ausgesucht: Einen schlichten Hart Schaffner Marx Tuxedo um 895 Dollar. Doch die größten Anstrengungen gelten der Bewachung des ersten Afroamerikaners im Oval Office: 11.000 Soldaten sowie 8.000 Polizisten und Secret-Service-Bodyguards verwandeln das Areal ums Weiße Haus in eine Festungen.
Starteam. Obama hat im Rekordtempo sein Kabinett, gespickt mit Stars wie Ex-Rivalin Hillary Clinton fast vervollständigt (siehe rechts). In Serien an Pressekonferenzen zeigt er Präsenz, präsentierte dazu er ein bis zu einer Billion Dollar teures Konjunkturprogramm. Laut Umfragen liegt seine Popularität bei 70 Prozent. Nur eine Gruppe hat er nun vergrämt: Die Wahl des evangelikalen Pastors Rick Warren zur Segnung der Feier provozierte Proteste unter Homosexuellen: Warren gilt als Verfechter eines Verbots aller Homoehen.

# 18. Dezember: Obamas 2008

Als Außenseiter ging Obama in den US-Wahlkampf: Dann besiegte er Hillary und McCain – und gab der Welt die Hoffnung auf Amerika zurück.
Washington. Da stand Barack Obama (47) vor 300.000 Menschen im Chicagoer Grant Park: Um 21:58 Uhr Ortszeit, Dienstag, der 4. November 2008, hatten die TV-Sender den Shootingstar zum ersten, ins Oval Office gewählten Afroamerikaner der US-Geschichte ausgerufen. Nun geht er lockeren Schrittes, flankiert von Gattin Michelle (44) und den Töchtern Mailia (10) und Sasha (7), die Bühne hinaus in das tosende Menschenmeer: „Sollte es jemanden geben, der an der Macht unserer Demokratie zweifelt – heute folgte eure Antwort!“ Die Hoffnung auf eine neue Ära durch den schwarzen Kennedy hielt die Welt tagelang im Bann.
Obamas Fans. Doch wie schaffte der in Hawaii geborene Multikulti-Politiker mit dem sperrigen Namen die größte Polit-Sensation aller Zeiten? Mit dem Ruf nach „Change“ und Visionen eines neuen Amerikas schuf der charismatischste Hoffnungsträger seit John F. Kennedy eine Massenbewegung: Die Mobilisierung seiner Heerscharen meist junger Fans ermöglichte den Sensationssieg gegen die Rivalin Hillary Clinton in den Primaries. Der Republikaner John McCain hatte ebenfalls keine Chance. Obama demonstrieret dazu mit kompetenten Auftritten in den TV-Duellen, dass er das Zeug zum Präsidenten hat. Doch was ihm schon damals „schlaflose Nächte bereitete”, waren nicht seine Siegeschancen, sondern die verheerte Supermacht zu übernehmen.

# 16. Dezember: Sweet Caroline?

New York. Amerika rückt seiner nächsten Politsensation näher: Der Einzug von Caroline Kennedy, Tochter der 1964 erschossenen Präsidentenlegende John F. Kennedy, in den Senat sei „beschlossene Sache“, so Insider. Kennedy wäre Nachfolgerin der ins Außenamt übersiedelnden Hillary Clinton als New-York-Senatorin – ein Sprungbrett für eigene Präsidentschaftsambitionen im Jahr 2016. Die JFK-Tochter, die sich während Barack Obamas Wahlkampf plötzlich für Politik begeisterte, hätte aggressives Lobbying für den Posten betrieben, heißt es. Doch wegen ihrer Unerfahrenheit gibt es auch Kritik: „Klar hat sie einen tollen Namen”, ätzte ein Lokalpolitiker: „Aber den hat auch Jennifer Lopez”.

# 15. Dezember: Operation Walküre

New York. Tom Cruises jüngster, mit Spannung erwarteter Blockbuster Operation Walküre über den Hitler-Attentäter Oberst Claus Schenk von Stauffenberg ist ein effizient umgesetzter Thriller, ein meist fesselnder Ritt, der die Hintergründe und das letztendliche Scheitern des Bombenattentates auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 in professioneller Hollywood-manier auf die Kinoleinwand bringt. Cruise spielt den zur Attentatszeit erst 36-jährigen, blaublütigen Offizier überzeugend, wenn auch ein wenig steril. Star-Producer Bryan Singer (X-Men) ließ die Geschichte mit aufwühlenden Szenen wiederauferstehen. Explosiv etwa, als Cruise bei bei einem Luftangriff an der Afrika-Front ein Auge, einen Arm und zwei Finger verliert.
Hürde. Die einzige Hürde für die Zuseher: Das Ende ist bekannt! Schwer ist es daher, den Film als jene von Cruise anvisierte, „tickende Zeitbombe“ zu erleben. Hitler überlebt die Explosion einer in einer Aktentasche platzierten, ziegelgroßen Sprengstoffmasse bei einer Besprechung. Drehbuchautor Christopher McQuarrie (The Usual Suspects) gelang es, die epische Verschwörungsgeschichte auf die wichtigsten Personen zu reduzieren und die Zeitabfolge kinogerecht zu komprimieren. Immerhin: Das Coup gegen Hitler umfasste 700 Personen, 200 wurde hingerichtet.
Nazigräuel. Die Story: Stauffenberg ist als pflichtbewusster Karriereoffizier angewidert vom Nazi-Horror. Charismatisch wird er zum Anführer einer Widerstandsbewegung, die Hitlers engsten Kreis penetrierte. Der Tod Hitlers ist zu wenig: Sein eigener Notplan Operation Walküre wird auf den Kopf gestellt: Im Glauben, Hitler wäre tot, lassen Stauffenberg & Co Armee-Reserveeinheiten Regierungsstellen besetzen. Bis sich der Führer zurückmeldet. Cruise braucht dringend eine Hit an den Kinokassen: Doch ob eine Nazi-Thriller zu Weinachten Massen anlockt, wird bezweifelt.

# 15. Dezember: Bagdader Schuhwurf

Bagdad. Die Schuhwürfe auf George Bush durch einen erzürnten TV-Reporter in Bagdad überschatten die Welttour des scheidenden US-Präsidenten. Im Irak ist der Schuhwerfer Montassar Al-Saidi, Reporter für die TV-Station Al-Baghdadia, zum Volkshelden geworden: Über einen „historischen Moment“ wurde gejubelt, der Bush zeigte, „was die Iraker wirklich von der US-Besatzung halten“. Tausende Menschen forderten die Freilassung Al-Saidis, der seit der Attacke im Gefängnis sitzt.
„Du Hund“. Wer ist der Mann, der Bushs Sünden mit dem Wurf eines Schuhes der Größe 47 ins Weltgedächtnis zurückrief? Jahrelang hatte Al-Saidi über die Gewaltorgien im blutigsten Bagdad-Bezirk, den Schiiten-Slum Sadr City mit zwei Millione Einwohnern, rapportiert. „Er muss dort unverstellbare Grausamkeit gesehen haben“, sagte NBC-Korrespondent Richard Engel. Am Höhepunkt der Gewaltorgie im Irak waren pro Tag über 100 Leichen in den Straßen zurückgeblieben. Deshalb rief Al-Saidi beim Schuhschleudern: „Das ist für die Witwen und Waisen“. Im Vorjahr war er selbst von Milizen entführt worden. Sein Bruder berichtete, dass ihn auch die US-Streitkräfte festhielten – und der Hass gegenüber den Amerikanern „in ihm kochte“. „Er muss ausgerastet sein“, so Engel. Und der Schuhwurf gilt im Irak als die schlimmste Beleidigung.

# 14. Dezember: Madoff III

New York. Von Tokio bis Palm Beach kalkulieren Banken, Hedgefonds oder betuchte Einzelinvestoren ihre Verluste durch das betrügerische Pyramidensystem von Wallstreet-Guru Bernard Madoff. Außerhalb der USA sollen sich die Verluste auf acht Milliarden Dollar belaufen, davon vier Milliarden allein in Genf, dem Schweizer Finanzplatz der Reichen.
Hedgefonds-Beben. Doch am größten ist das Beben in der Hedgfondsbranche: 7,3 Milliarden Dollar soll die Fairfield Greenwich Group verloren haben, 835 Millionen die vom Bank Austria-Mutterkonzern UniCredit betriebenen Pioneer Alternative Investments. In den USA erwischte es einfache Pensionisten ebenso wie Milliardäre: 400 Millionen soll Carl Shapiro, Gründer des Kaufhauses Kay Windsor, eingebüßt haben.
Es folgen blamable Enthüllungen über mangelnde Behördenkontrolle: Erst 2006 hatte Madoff seine Investments bei der US-Börsenaufsicht SEC angemeldet. Ein Insider informierte die schon 1999: „Madoff betreibe ein riesiges Pyramidenspiel“. Weiter Schaden droht Banken und Fondsfirmen nun bei der anrollenden Welle an Sammelklagen.

# 14. Dezember: Billionen-Mann

Washington. Obama plane nichts weniger als die „Mutter aller Konjunkturpakete“, staunten US-Medien. Die Summen sind erstaulich: Über 1.000 Milliarden Dollar an Steuermitteln sollen in zwei Jahren in den Wiederaufbau Amerikas investiert werden, mindestens 700 Milliarden davon im Jahr Eins der am 20. Jänner beginnenden Obama-Ära. Obama: Zwei Millionen Jobs sollen geschaffen werden.
Reparaturen. Während New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg das Programm euphorisch als „größtes nationales Infrastrukturprogramm seit dem Bau des Autobahnnetzes“ bezeichnet, sind viele Vorhaben alles andere als visionär. Zuerst gehe es mal um notdürftigste Reparaturen im Unterbau der desolaten Supermacht, listete die Washington Post eine recht banal klingende Wunschliste der US-Staaten auf: Oklahoma wolle die Leitplanken am Interstate 35 erneuern, New Jersey 88 Brücken lackieren.
„Nicht sexy“. Der Gesamtbedarf für das Beseitigen gröbster Mängel in Amerikas Infrastruktur: 1,6 Milliarden Dollar. Kleinprojekte würden bei der landesweiten Bauoffensive den Startschuss bilden. Ein Sprecher der Handelskammer gegenüber der Zeitung: „Es muss nicht sexy sein, sondern schnell Jobs schaffen”.
Schnellzug. Danach folge die Modernisierung der USA: 60 Milliarden will Obama über eine neue „Infrastruktur-Bank“ in Zukunftsprojekte wie Hochgeschwindigkeitszüge investieren. Dazu kommen Öko-Projekte, die Amerikas Klimabelastung bis 2020 auf das Niveau von 1990 drücken sollen. Obama will in Kürze Details vorlegen: Der Kongress könnte es noch vor seiner Amtsübernahme beschließen.

# 13. Dezember: Madoff II

New York. Panik herrscht nach dem Aufliegen der größten Finanzbetrugsaffäre aller Zeiten: Der verhaftete Wallstreet-Guru Bernard Madoff (70) dürfte bis zu 50 Milliarden Dollar in einem gigantischen Pyramiden-Betrugssystem vergeigt haben.
Geldhimmel. Madoffs Büro im berühmten „Lippenstiftgebäude“ wurde gestürmt von Anlegern. Eine „Finanz-Tsunami“ schwappt um die Welt:
# Madoff hatte vor allem in den Country Clubs von Palm Beach in Florida oder den Hamptons nahe New York die Millionen der Betuchten eingesammelt. „Bernie“, wie er hieß, hatte einen guten Ruf als Investoren-Legende. Die Eigentümer des New Yorker Baseballteams Mets könnten bis zu 300 Millionen Dollar verloren haben, 15 Milliarden unter Einzelanlegern in „den Geldhimmel aufgefahren sein“, so ein Experte. Viele in der High Society stehen vor dem Ruin.
# Für die Hedgefonds-Industrie ist der Madoff-Kollaps nichts weniger als ein Super-GAU: Bereits durch die Finanzkrise waren die Einlagen von zwei Billionen Dollar auf 1,5 Billionen gestürzt – jetzt könnte der Skandal zu einer Massenflucht an Anlegern führen. Betroffen sind auch Banken: In Österreich vertrieb die Bank Austria Fonds, wo 280 Millionen Dollar weg sein könnten. Beim von der Bank Medici ausgegebenen Herald USA könnte ein Milliarde verloren sein. In den USA bereiten geprellte Investoren bereits Sammelklagen vor.
Lob statt Zweifel. Der Fall illustriert auch mangelnde Aufsicht: Abends sperrte Madoff seine Bücher in den Safe. Niemand wurde stutzig, dass die „geheimen Anlagestrategie“ nur in fünf von 156 Monaten Verluste brachte. Statt Zweifel gab es Lob: „Bernie liefert hohe Renditen, Jahr für Jahr“, so die Fondmanagerin Nicola Horlic. Zu gut um wahr zu sein? Allerdings.

# 12. Dezember: Die Murdoch-Buchbombe

Unbestritten ist die Macht von Rupert Murdoch (77) als Herr des Medien-Imperiums “News Corporation”: 64.000 Mitarbeiter erwirtschaften einen Jah-resumsatz von 32,9 Milliarden Dollar. Murdochs aggressive TV-Sender wie der notorisch “Fox News Channel”, Kampfblätter wie die “New York Post” und Finanzdienste wie Dow Jones drücken der Welt von Sydney San Franzis-ko den rechten Stempel auf. Der Australier mit den tiefen Furchen im Ge-sicht ist für Liberale nichts anderes als der “Anti-Christ”, dessen skrupelloser Einsatz seiner Medienmacht das Demokratiegefüge ganzer Staaten untermi-niere.
“Dabei ist er als Mensch überraschend nett”, findet US-Starautor Michael Wolff nach zahllosen Interviews für seine explosive Murdoch-Bio “The Man Who Owns the News” (Verlag “Broadway”, 464 Seiten). Dazu zeichnet er das Bild eines fast bemitleidenswerten, schrulligen, alten Mannes, der mitunter unverständliches Zeugs murmelt, jeden Lunch – wie in einer “Monty Python-Komödie”, so Wolff – Grillhuhn, Gemüse und Diät-Coke bestellt. Und der so eitel ist, dass er sich seine Haare selbst färbt, “mit peinlichen Resultaten”, wie es sich der Autor nicht verkneifen kann. Und das bei einem Privatvermö-gen von 8,3 Milliarden Dollar.
Murdoch gewährte “Vanity Fair”-Autor Wolff, obwohl offensichtliches Mitglied der liberalen New Yorker Medienelite, uneingeschränkten Zugang. “Ich habe keine Ahnung warum”, rätselt der – während Murdoch es längst bereut ha-ben muss: Denn Wolffs Psychogramm eines “skrupellosen, ekelhaften und hinterhältigen Medien-Matcho ist alles andere als schmeichelhaft”, schrieb der Guardian. Unter den Enthüllungen:
# Murdoch wolle nicht ruhen, bis er die mächtige “New York Times”, das sich im Besitz des Sulzberger-Familienclans befindliche Flaggschiff des liberaleren Journalismus, übernommen habe. “Ich war dabei, als er fanatisch über den Geschäftszahlen brütete”, schreibt Wolff. Murdoch hatte vorexerziert, wie ein in ähnlich strukturiertem Familienbesitz gehaltenes Traditionsblatt gefressen werden kann: 2007 entriss er um 5,6 Milliarden Dollar das “Wall Street Jour-nals” der zerstrittenen Bancroft-Familie. Murdoch würde warten, bis die “Ti-mes”-Aktien weiter stürzen: “Dann will er angreifen”, so Wolff.
# Der “Fox News Channel” in den USA gehört zu Murdochs legendärsten – aber auch umstrittensten Erfolgsstories: Der stramme Patriotenkanal stürzte sich nach dem Terror-Horror von 9/11 auf Kriegsgegner und Nestbeschmut-zer – und verhalf “Kriegspräsidenten” George W. Bush praktisch im Allein-gang zur Wiederwahl. Doch Murdoch werde in seinen “alten Tagen modera-ter, sein Sichtweise sogar liberaler”, urteilt Wolff: Er wolle daher nicht, dass der Kanal des Image seines Imperiums durch “den lauten, vulgären, schreie-rischen Stil definiert, gar versaut”. Dazu verabscheue er – und diese Enthül-lung führt zu heftigen Kichern in der US-Medienszene – regelrecht den Qu-tenkönig des Senders, den widerlichen Hetzer Bill O´Reilly.
Doch so sehr sich der alternde Medienmacher diebisch freue über “dysfunk-tionalen Herausgeberfamilien” wie die Sulzbergers und Bancrofts, auf so wackligen Beinen stehe die Regelung seiner Nachfolge durch seine eigene schrecklich nette Familie. Teils süffisant vertieft sich der Autor in Murdochs legendäre Familiendrama aus drei Ehen und die daraus resultierenden sechs Kinder. Seine älteren Nachkommen, Tochter Prue (50), von Gemahlin Eins, einer australischen Stewardess, sowie drei weitere mit Gattin Anna Tory – Elisabeth (40), Lachlan (37) und James (36) – hätten je eine Stimme zur Bestimmung der Geschicke von “Newscorp”. Seine jüngeren mit der um 37 Jahre jüngeren Chinesin Wendi Deng als Gemahlin, Grace (7) und Choice (5), sind bisher nicht stimmberechtigt. Doch gegenüber Wolff lässt Murdoch die Bombe platzen: “Das kann sich leicht ändern, wenn sie erwachsen sind”. Damit wäre der Nachfolgekrieg perfekt.

# 12. Dezember: Bad Rummy

Ex-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ist, so ein brisanter Kongress-Report, mitverantwortlich für Amerikas schlimmsten Folterskandal: Den Misshandlungen im Irakgefängnis Abu Ghraib, dessen Gräuelfotos 2004 die Welt schockierten. “Rummy”, so der Spitzname von Bushs trotzigem Pentagon-Chef, hatte die Verantwortung stets den Folter-GIs selbst in die Schuhe geschoben – und über “einige faule Äpfel” lamentiert. Der Report des 25-köpfigen Streitkräfteausschusses des Senats stellt nun klar: Rumsfelds Autorisierung aggressiver Verhörmethoden im Anhaltelager für Al-Kaida-Terroristen in Guantanamo Bay, Kuba, hätte das Klima für die brutalen Folterorgien in Abu Ghraib “aufbereitet”. Und: Die Verantwortung liege bei der Militärführung, nicht einfachen Soldaten. Menschenrechtsgruppen haben nun Aufwind in ihrem Streben, Rummy den Prozess zu machen.

# 11. Dezember: Madoff I

DAmerika steht unter Schock über den größten Finanzbetrug seiner Geschichte: Der ehemalige Börsenfguru und Ex-Chef der Technologiebörse NASDAQ, Bernard Madoff, soll mit einem Finanz-Pyramidenspiel unvorstellbare 50 Milliarden Dollar verzockt haben. Donnerstag Abends holte in FBI-Agenten von seinem Luxusapartment an der New Yorker Upper East Side ab. Madoff, der Investments für Superreiche und institutionelle Investoren abwickelte, hatte zuvor seinen schockierten Mitarbeitern mitgeteilt: “Alle Geschäfte sind seit Jahren nichts anderes als eine einzige große Lüge”. Das System basierte auf dem Schneeball-Prinzip: Madoff zahlte fiktive Gewinne für bestehende Investoren mit dem Einlagen neuer Kunden aus. Der Kollaps erschütterte die New Yorker Finanzmärkte und führte zum Sturz des Dow Jones-Aktienindex zu Beginn des Handels Freitag morgen Ortszeit. Als bisher größter US-Betrug galt bisher der Kollaps des Energiehandelsriesen Enron 2001: Damals verschwanden 30,1 Milliarden aus den Bilanzen. Der Schwindel flog deshalb so lange nicht auf, da Madoff als Legende an der Wall Street einen hervorragenden Ruf genießt. Der 70-jährige startetet 1960 seine Investmentfirma mit bloß 5000 Dollar. Später schaffte er es zum Aufsichtsratschef des Nasdaq. In einem letzten Manöver wollte Madoff bis zu 300.000 Millionen an seine treuesten Mitarbeiter und seine Familie auszahlen. Die ermittelnden “Feds” kamen ihn mit der Verhaftung zuvor. Der Kollpas wird heftige Beben in der Finanzwelt hervorufen: Mit einem täglichen Handelsvolumen von 50 Millionen Aktien galt Madoffs Firma als 23. größter Player am Nasdaq. Wer genau die Opfer des Milliarden-Betrugs sind, wird noch ermittelt: Die Börsenaufsicht SEC führt zuletzt elf bis 25 Investoren an und bezifferte die Einlagen mit 17,2 Milliarden Dollar. Diese Angaben beruhen jedoch wohl auf falschen Zahlen. Madoff drohen bis zu 20 Jahre Haft.

# 11. Dezember: No, Arnold!

Chicago. Der als möglicher Energieminister oder „Klima-Zar“ favorisierte Kalifornien-Gouverneur Arnold Schwarzenegger ist nun brutal übergangen worden: Der künftige Präsident Barack Obama kürt den Physik-Nobelpreisträger Steven Chu als Boss des für Klimafragen zentralen Energieministeriums. Die Ex-Chefin der US-Umweltbehörde EPA, Carol Browner, wurde „Energie-Zarin“ und die Karrierebeamtin Lisa Jackson erste schwarze EPA-Chefin.
Beleidigung. Arnie hatte zwar stets beteuert, seine Gouverneursamtszeit bis 2011 ausdienen zu wollen. Doch insgeheim hofft er, durch eine Starrolle als Klimaretter in Obamas Zukunftsteam der eskalierenden Budgetmisere seines bankrotten Heimstaates entrinnen zu können. Auf 41,8 Milliarden Dollar könnte das Defizit dort bis 2010 explodieren, so letzte Schätzungen. Trotz zuletzt freundlicher Telefonate könnte Arnie seine beleidigenden Kommentare über Obamas „hagere Statur“ im Wahlkampffinale um alle Chancen gebracht haben. Er brauche den Obama-Posten gar nicht, sagte Arnie zuletzt trotzig: „Ich werde meine Klimaideen selbst global propagieren“.

# 10. Dezember: Blago-Gate

Chicago. Nach dem Schock über den Korruptionsskandal von Illinois-Gouverneur Rod Blagojevich (52), der den Senatssitz des neuen Präsidenten Barack Obama um 500.000 Dollar verschachern wollte, wird aufgeregt diskutiert: Wie groß ist der Schaden für Obama? „Kein Wort“ hätte er mit „Blago“, wie der kriminelle Politiker genannt wird, über die Vergabe des Senatssitzes gewechselt, so Obama.
Sumpf. Doch der Skandal überschattet die Vorbereitungen zur Machtübernahme: Eigentlich wollte Obama nach einem Treffen mit Al Gore über die neue US-Klimapolitik reden. „Obama könnte in den Sumpf seines Heimatstaates gezogen werden“, so Politologen. Weitere peinliche Details drohen.

# 9. Dezember: 9/11-Scheich will Hinrichtung

Guantanamo Bay. Die plötzliche Absicht zum Geständnis des Rädelsführers des 11. September, Terrorscheich Chalid Mohammed, sowie vier Mitverschwörer stürzt Amerikas Kriegstribunal ins Chaos: „Verschwenden wir keine Zeit”, forderten die Terroristen das Tribunal heraus: Sie wollten als Märtyrer sterben. Die Militärrichter waren ratlos: Das Geständnis wurde auf Eis gelegt. Für den neuen Präsidenten Barack Obama wäre die Todesstarfen-Entscheidung ein erster Test über die weitere Gangart im Kampf gegen Al-Kaida.

# 9. Dezember: Jet vs. Suburb

San Diego. Der Tod kam ohne Vorwarnung nachdem ein Kampfjet der Type F/A-18D Hornet in einen Vorort im kalifornischen San Diego in ein Haus krachte: Im Inferno starben zwei Kinder, ihre Mutter und Großmutter. Der Pilot hatte sich zuvor aus der 57 Millionen Dollar teueren Überschallflieger per Schleudersitz retten können. „Die Erde zitterte wie bei einem Erdbeben“, so ein Nachbar: Der Crash passiert nahe der Militärbasis Miramar, dem Drehort des Hollywood-Fliegerhits Top Gun.

# 8. Dezember: HOLLYWOOD-GOSSIP

Jessica Alba (27) ist so im Glück, dass sie gleich zum zweiten Mal heiratet: Nach der Blitzhochzeit im Mai will Alba noch vor Weihnachten – gekleidet im exquisiten, 47.000 Dollar teuren Chanel-Kleid – den Ehebund mit Schauspielersohn Cash Warren (29) per pompöser Fete für Familie und Freunde komplettieren. Ihren Körper hat die Hollywood-Schönheit, neuerdings brünett, nach der Geburt von Baby Honor dafür in Rekordzeit in Schuss bebracht: Stolz präsentiert sie ihre Kurven im Club Campari´s 2009-Kalender, als hätte sie ihre Tochter vor fünf Jahren das Leben geschenkt – nicht fünf Monaten: Die mutterbedingt geschwollenen Brüste in ein weißes Top gezwängt, lässt sie als wahre Sexbombe wieder Männerherzen höher schlagen. „Normalerweise laufe ich jetzt eher herum in bequemen Sweaters, mein Baby im Arm“, erläuterte der Phantastic Four-Star die willkommene Abwechslung zum Windelwickeln. Sie fühlte sich „elegant“ und „sexy“, fuhr sie fort. Wie kehrte sie so schnell zu ihrer Traumfigur zurück? „Strenge Diät und ein striktes Fitnessprogramm“, so US-Experte Jo Levy: „Vielleicht hat sie ein Eiweißomlette und Früchte zum Frühstück, Salat zum Lunch und proteinhaltiges wie Fisch und Gemüse am Abend“. Alba hat auch sonst allen Grund zum Strahlen: Ihre Tochter Honor sei die „Liebe ihres Lebens“, schwärmte sie zuletzt: „Alles ist so süß, alles mache so viel Spaß“, inklusive „explosivem Dünnschiss“, wie sie lachend anfügte. Und nach einem kleinen, auch schwangerschaftsbedingten Durchhänger in ihrer Filmkarriere, wo sie heuer in bloß zwei Filmflops (Meet Bill, The Eye) mitwirkte, startet sie 2009 wieder voll durch: Im Streifen „An Invisible Sign of My Own“ will sie als Darstellerin einer komplexen Charakterrolle ihre Filmkarriere vertiefen. Sie bestand jedoch darauf, dass ihr Baby am Set dabei ist: „Ich ertrage es nicht, von ihr getrennt zu sein“.

Die Gerüchte um Baby Nr. 2 verdichten sich um Hollywoods Glamourpaar Tom Cruise (46) und Katie Holmes (29): Paparazzi richten ihre Linsen auf vermeintliche „Baby-Bumps“, gerätselt wird, warum sich Katie neulich so eloquent verhülle. Freunde sagen jedoch: Natürlich solle die süße Suri (2) bald ein Geschwisterchen erhalten. Doch es werde noch daran „gearbeitet“. Cruises Ex, Nicole Kidman (41), trachte inzwischen ebenfalls – bloß vier Monate nach der Geburt des Mädchens Sunday Rose – nach neuem Nachwuchs. „Ich hätte gerne mehr Kinder“, sagte sie. Diskutiert wird jedoch, ob Cruise und Kidman durch die Baby-Pläne ihre einst adoptierten Kinder Isabella (16) und Connor (13) nicht vernachlässigen.

In dem in Österreich anlaufenden Streifen „The Women“ verführt die Latino-Sexbombe Eva Mendes (34) als dralle Kosmetikverkäuferin den Gatten einer New Yorker Powerfrau. Doch in ihrem Privatleben legt sie Wert auf totale Treue: „Ich finde es sexy, einem Mann total zu gehören“, sagt sie. Künftige Boyfriends müssen Mendez ihre Monogamiebeteuerungen unwidersprochen abnehmen: „Eifersüchtige Männer kann nicht ausstehen“, stellt sie klar. So schwer es denen auch fallen wird: Besonders sexy räkelt sie sich bei Calvin Kleins BH-Werbung.

Immer unüberhörbarer werden die Gerüchte, wonach es in der Ehe von Superstar Gwyneth Paltrow (36) mit Coldplay-Sänger Chris Martin (31) zu Misstönen gekommen sei. „Sind Scheidungen ansteckend?“, ätzte das Tabloid Star. Denn die Oscar-Preisträgerin gilt als eine der besten Freundinnen der gerade geschiedenen Popikone Madonna. Sie turtle sogar mit einem äußerst betuchten, möglichen Nachfolger herum, heißt es: Der milliardenschwere Immobilienkönig Jeffrey Soffer (40) verwöhnte sie mit einem Privatjettrip zur Eröffnung des Fontainbleu-Kulthotels in Miami. Dann durchtanzte sie in London eine Nacht mit Branchenkollegen Jake Gyllenhaal und Reese Witherspoon. Von Gatten Martin fehlte bei beiden Anlässen jede Spur. Paltrow hatte zuletztihre Filmkarriere auf Sparflamme gehalten und alle Energie ins Großziehen ihrer beiden Kinder Apple (4) und Moses (2) gesteckt. Zu den Trennungsgerüchten gesellen sich nun auch mögliche neue Karrierepläne: Die sympathische Schönheit verhandle gerade über Rollen in Broadway-Theaterproduktionen, verlautete in New York. „Ich will unbedingt einmal ein Musical versuchen“, schwärmte sie.

Das Eingeständnis von X-Files-Star David Duchovny (48), dass er an Sexsucht leide und hinter Klinikmauern zur Entwöhnung antrete, hatte für weltweites Schmunzeln gesorgt. Doch der Entzug scheint geklappt zuhaben: Wie ein verliebter Teenager spazierte er mit Frau Tea Leoni (42) durch die Manhattener Upper East Side. Um 7,5 Millionen Dollar sollen sie dort gerade eine vierstöckige Maisonette erstanden haben, wo sie mit den Kids Miller (6) und West (9) hinsiedeln. „Die wirkten total verknallt“, erinnert sich ein Juwelier über das romantische Outing des Paares, das wegen Duchovnys bizarrer Pornosucht eigentlich getrennt lebt. Konkret sei der Süchtigen seiner sexy Tennislehrerin verfallen. Sie blieb ihm nichts schuldig und suchte bei Jolie-Exgatten Billy Bob Thornton Trost. Die leichte Entschärfung der Lage an der Privatfront scheint auch karrieerefördernd: Der Feschak mit dem Dackelblick startet wieder in Staffel Drei der TV-Hitserie Californication.

Hollywood liebt Fans – wenn sie nicht irre sind: Zum letzten Opfer eines Serienstalkers wurde nun TV-Seifenopern-Beauty Alyssa Milano (35). Milano musste mit einer gerichtlichen Verordnung gegen den irren Fan Jeff Turner vorgehen, einen 54-jährigen, laut Gerichtsakten „mental unstabilen Starstalker“ aus Santa Cruz, Kalifornien. Turners Eskapaden sind wahrlich Furcht einflößend: Zweimal habe er versucht, in das Haus des Italo-Amerikanerin einzubrechen. Dazu verfolgte er sie mit drohenden Anrufen und Briefen. „Es ist wie eine Sucht“, warnte Milanos Anwalt. Nachsatz: „Ich hoffe, es passiert nichts“. Eine Anhörung in dem bizarren Fall ist für Jänner anberaumt. Bekannt wurde dazu: Milano suchte auch Schutz für ihren Bruder und ihre Eltern.

Leiden nun auch Hollywoods Megastar unter der US-Häuserkrise? Zuerst schrieb Leonardo DiCaprio (34) seine Malibuvilla um neun Millionen Dollar zum Verkauf aus. Jetzt folgte Jennifer Lopez (39): Sie bietet ihre Prachvilla, 641 Quadratmeter im Stil „französisches Bauernhaus“, in Bel-Air um 8,5 Millonen an. Beiden wollen noch abcashen bevor der Markt kollabiert.

Letzte Fragen über ihre sexuelle Orientierung hat nun Filmstar Anne Heche (39) mit fixen Tatsachen ausgeräumt: Die Ex-Freundin von Elen DeGeneris bestätigte, mit Boyfriend und ehemaligen Ko-Star in der TV-Soapie „Men in Trees“, James Tupper (43), ihr erstes Kind zu erwarten. Die beiden begannen zu Daten, als Heche noch mit Coley Laffon verheiratet war.

# 7. Dezember: OJ Squeezed

Las Vegas. Mit dem Doppelmord kam er davon, doch jetzt dürfte Ex-Footballstar O.J. Simpson wegen eines Einbruchs hinter dicken Gefängnismauern sein Leben beenden. Zu 33 Jahren verdonnerte die knallharte Nevada-Richterin Jackie Glass einen verzweifelt dreinschauenden Simpson. Die erste mögliche Chance zur frühzeitigen Entlassung ist in neun Jahren. Simpson wäre dann 70 Jahre alt.
Späte Gerechtigkeit. Im Prozess des Jahrhunderts war er am 3. Oktober 1995 wegen des Doppelmordes an seiner Frau Nicole und Freund Ron Goldman freigesprochen worden. Doch exakt 13 Jahre später folgte der Schuldspruch wegen „schwerem Raub“. Nun hatte Glass das Strafausmaß bestimmt. Simpson hatte gemeinsam mit ein paar befreundeten Gangster-Typen mit Pistolen bewaffnet 2007 ein Zimmer in einem Vegas-Hotel gestürmt und Gegenstände im Wert von 100.000 Dollar von zwei Sportandenken-Händlern geraubt. Simpson verteidigte sich unter Tränen: „Ich wollte niemanden weh tun“. Glass zeigte sich unbeeindruckt: „Sie sind entweder arrogant oder ignorant, oder beides“. Der Vater des getöteten Ron Goldman freute sich über späte Gerechtigkeit: „Endlich ist dieser Hurensohn hinter Gittern“.

# 6. Dezember: Hype um Obama

Dazu trumpft Obama mit Statur, Kompetenz und einem Kabinett mit Superstars auf. Die Welt fiebert der Krönung entgegen.
Washington. Die Euphorie über Barack Obama (47), Amerikas „schwarzen Kennedy“ ist ungebrochen: Vier Millionen wollen Obamas Krönung an den Stufen des US-Kapitols in Washington D.C. am 20. Jänner erleben – die größte Party, die die Supermacht je feierte. Seine bisherige Performance sorgt für Jubel: Im Rekordtempo etwa ernannte er ein als kompetent gepriesenes Kabinett. Und mit der Berufung eigenwilliger Ex-Rivalen wie Hillary Clinton zeigte er dazu Selbstvertrauen.
Zustimmung. 78 Prozent sind laut Gallup-Umfrage begeistert. In einem Interview mit ABCs TV-Diva Barbara Walters (siehe rechts) zeigt Obama mit Frau Michelle (44) an der Seite seine private und emotionelle Seite.

# 6. Dezember: Sweet Caroline

New York. Die US-Presse rotiert: Caroline Kennedy (51), Tochter der 1963 in Dallas erschossenen Präsidentenlegende John F. Kennedy, könnte in den Senat einziehen. Sie führe „intensive Gespräche“ mit New Yorks Gouverneur David Paterson, ob sie den Posten der ins US-Außenamt wechselnden Senatorin Hillary Clinton übernehmen könnte. Hillary muss den Sitz nach der Berufung als Amerikas Chefdiplomatin durch den neuen US-Präsidenten Barack Obama aufgeben. Ihre Nachfolge wird durch Paterson bestimmt.
„Sweet Caroline“. Kaum wer wie Caroline Kennedy hat einen derartigen Fixplatz im Herzen Amerikas: Als süße Blondine mit Rossschweif im White House inspirierte sie Popikone Neil Diamond zum Schlager „Sweet Caroline“. Stumm stand sie neben dem Sarg ihres Vaters.
Caroline galt – besonders nach dem Flugzeugabsturz ihres Bruders John im Sommer 1999 – stets als Geheimfavoritin des Clans für ein „Comeback der zweiten Generation“, so TV-Kommentator Chuck Todd: Lange scheute sie zurück. Die Aufbruchstimmung durch Obama Siegeszug weckte jedoch ihr Interesse an der großen Politik: Prompt half sie Obama bei der Vizewahl.
Unbeschädigt. „Ihr Kinder sind groß, sie strebt nach höherem“, so Robert Kennedy jr., Sohn des 1968 ermordeten RFK. Die Euphorie ist umso größer, als die sympathische Caroline die „am wenigsten durch die sonst typische Kennedy-Skandale” beschädigte Hoffnungsträgerin ist, so Todd. Nach einer Ernennung müsste ihr Sitz 2010 durch Wahlen bestätigt werden. „Alle Kennedys werden ihr dabei helfen“, ist Robert Kennedy von einem Sieg überzeugt. Der Senatssitz könnte leicht als Sprungbrett für den ultimativen Preis dienen, sie im Jahr 2016 für das Oval Office antreten: Es wäre die lang ersehnte Rückkehr der Kennedys ins White House – und gleichzeitig die Erfüllung des von Hillary vorbereiteten Traums einer Frau an der US-Spitze.

# 5. Dezember: Obamamobil

DWegen massiver Attentatsängste erhält Obama die sicherste US-Präsidenten-Limo aller Zeiten.
Washington. Das Projekt lief unter strikter Geheimhaltung. Doch jetzt sickerten erst Details der neuen Limo des attentatsgefährdetsten Präsidenten seit einer Generationen durch: Im „Obamamobil“ wurden sogar die Erfahrungen des Irakkrieges berücksichtigt. Am ersten Blick wirkt die Hochsicherheitskarosse wie das Gefährt des amtierenden Präsidenten George W. Bush – ein gepanzerter Cadillac.
Sprengfallen. Doch für Obama wurde aufgerüstet: Die Karosserie gleich einem Militärjeep, die Türen sie wuchtig wie in einem Jumbojet, die Gläser getönt, damit Scharfschützen nicht ihr Ziel fassen können. Der Wagen soll sogar Attacken mit Sprengfallen wie im Irak überstehen. Die Fenster lassen sich nicht öffnen: Nur der Fahrer kann einen Schlitz aufmachen – um Maut zu zahlen.
Eingebaut ist dazu jede Menge elektronisches Hightech, wie ein Gerät zur Störung „feindlicher Kommunikation“, so Experten. Angeschafft werden zwei der Superlimos: Zur Verwirrung wird nichts darauf hindeuten, in welcher der identen Karossen Obama sitzen wird.

# 3. Dezember: Arnie als Obamas Klima-Zar?

Philadelphia. Herzlich geriet das erste Treffen zwischen dem künftigen US-Präsidenten Barack Obama und Kalifornien-Gouverneur Arnold Schwarzenegger: Freundliche Worte, ein fester Händedruck. Dabei hatte Arnie noch vor fünf Wochen im Wahlkampf über Obamas „hagere Haxn“ gewitzelt. Jetzt brauchte er beim Krisentreffen gemeinsam mit Amtskollegen aus 48 US-Staaten rasche Hilfe: Die Rezession reißt ein Elf-Milliarden-Dollar-Loch in Kaliforniens Etat, die Zahlungsunfähigkeit droht.
Arnie forcierte beim Obama-Treffen den Ausbau der Infrastruktur wie Straßen, Schulen oder Nahverkehrsprojekten: „Damit können Jobs geschaffen und die Wirtschaft angekurbelt werden”.
Hantelheben. Doch Arnie könnte sich mit dem Einbringen kompetenter Ideen auch um einen Job in Obamas Star-Kabinett bemüht haben. Leute in seiner Umgebung dachten zunächst, er hätte mit den Obama-Schmähungen „alles Porzellan zerschlagen“. Doch bei einem jüngsten Telefonat leiteten lockere Scherze ein Tauwetter ein: Obama suchte etwa den Rat des Ex-Bodybulders beim Hantelheben. Dann übernahm Obama exakt die Ziele des kalifornischen Klimavorreiters: 20 Prozent weniger Kohlendioxidausstoß als 1990 bis 2020, Am ehesten, wird spekuliert, könnte Arnie eine Art „Klimazar“ werden, der intern koordiniert und international Amerikas neue Führungsrolle propagiert. Erste Zeichen setzt Arnie in Eigenregie: Im Jänner reist er zum Weltwirtschaftsforum nach Davos.

# 2. Dezember: HOLLYWOOD-GOSSIP

Gerne präsentiert sich Hollywoodmum Angelina Jolie (33) als ausgeglichener Ruhepol inmitten des Chaos der Riesenfamilie. Doch hinter den Kulissen, so zumindest ein Bodyguard, fliegen die Fetzen – genauer gesagt die Messer: Oft blieben die „in der Wand stecken“, so der Insider. Hauptangriffsziel von Jolies Bitzelanfällen: Gatte Brad Pitt (44), besonders wenn Ex-Freundin Jennifer Aniston (39) wieder einmal am Telefon ist. Lebensgefährlich sei die Lage dennoch nicht, so der Guard: Jolie hätte die Kunst des Messerwurfs bei den Dreharbeiten zu Lara Croft erlernt. Für Zoff könnten auch Expansionspläne für den achtköpfigen „Brangelina“-Clan sorgen: Angie freue sich über das kolportierte Baby Nr. 7 – doch er wirke erschöpft.
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Geht die Skandalaffäre der auf Luxusjachten stets barbusig herumhängenden Briten-Mimin Sienna Miller (26) mit dem verheirateten Vierfachvater und Millionerben Balthazar Getty (33) weiter? Zuletzt wurde das Paar beim gemeinsamen Lunch in L.A. gesichtet, zuvor beim Äußerln von Millers Vierbeiner zeitig in der Früh – woraus Szene-Beobachter prompt schlossen, der fremdgehende Getty hätte die Nacht mit ihr verbracht. Noch im Vormonat hatte Sienna beteuert: „Es ist aus, ich bin single…“ Andere spekulieren jedoch, dass es sich bei den neuen Tet-a-Tets eher um „Rückfälle“ als um einen Neuauflage der umstrittenen Sex-Affäre handle.
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Die gelten als Spaniens Hollywood-Traumpaar schlechthin: Die kurvige „Vanilla Sky“-Actrice Penelope Cruz (34) und „Golden Globe“-Preisträger Javier Bardem (39). Doch nun krisele es, rotiert die spanische Gerüchteküche. Cruz sei verärgert, da Boyfriend Bardem die vereinbarte Auszeit zur Vertiefung ihre Romanze nicht ernst genug nimmt. Ein ganzes Jahr wollten sie bei ihrem „Sabbatical“ lieber turteln als Filme drehen. Nach anfänglichem Badevergnügen auf einer Privatinsel vor der Traumküste von Belize, packte Bardem die Arbeitswut: Längst werkt er in Barcelona an seinem nächsten Film „Biutiful“. Penelope hätte wegen dem ausgemachten Langzeit-Liebesurlaub hochkarätige Rollen abgelehnt, so laut Freunden ein weiterer Grund für ihren Groll: „Sie nahm das ganze ernster als er“. Cruz – die als Freundin von „Top Gun“ Tom Cruise einst die Tabloid-Covers dominierte – und Bardem sind seit August ein Paar. Auch Cruz steht nun bald wieder vor der Kamera – an der Seite von Nicole Kidman in (41) in „Nine“. Was aus noch ambitionierteren Plänen wird, bleibt abzuwarten: Cruz bewundere die bunte Kinderschar von Angelina Jolies (33) so sehr, dass sie selbst ein Kind aus Indien adoptieren wollte.
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Surfer-Kollegen hatten den privat am liebsten wellenreitenden „Sahara“-Star Matthew McConaughey (39) vor aufdringlichen Paparazzi am Strand von Malibu beschützt – jetzt verteidigt er seine Kumpel: „Ich kann verstehen, warum sie zulangten“, sagte er. Die Fotojäger, deren Kamaras bei der Prügelei im Pazifik landeten, hatten geklagt.
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Kann es die bereits 2001 wegen Ladendiebstahl verurteilte „Girl interrupted“-Actrice Winona Ryder (37) nicht lassen? Denn wieder sorgt das merkwürdige Verschwinden von diesmal Juwelen für Aufregung – und neue Ermittlungen der Polizei: Geborgter Schmuck für eine „Marie Clair“-Party in Madrid im Wert von 125.000 Dollar – darunter „Bulgari“-Diamanten-Kette – sei plötzlich unauffindbar. Ryder behauptet, die Klunker seien beim Abgeben im Hotelsafe „verschwunden“. Laut dem französischen Magazin „Voici“ suchen die Hotelbosse jedoch vergeblich nach dem Videoband der Überwachungskameras, das Ryders Version der Dinge untermauern hätte sollen.
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Ex-Pitt-Gattin Jennifer Aniston (39) liebt die Barszene des Big Apple, doch ist baldiges Kosmoschlürfen mit der Lokalmathadorin Sarah Jessica Parker (43) unwahrscheinlich. „Ich konnte Sex and the City nie leiden“, ätzte Aniston: Frauen kämen dort nur als stark rüber, „wenn sie einen Mann finden“. Parkers Konter in der Blondinen-Kollision: „Jens Kommentare sind lächerlich…“
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Zuerst Verlobungsgerüchte, dann Babywünsche: Die Romanze zwischen Victory Secret-Supermodell Miranda Kerr (25) und Hollywood-Herzensbrecher Orlando Bloom (31) heizt sich auf. Jüngste Reports aus Australien, wonach das Paar bereits verlobt sei, ließ sie zwar dementieren. Dafür äußerte Kerr deutlich den Wunsch, sich „niederlassen zu wollen“ und mit „dem Richtigen“ eine Familie zu gründen.
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A us und vorbei für die Ehe des Star der TV-Hitserie CSI, Marg Helgenberger (50). Sie soll sich von ihrem Gatten Alan Rosenberg (57) getrennt haben. „Nach 19 Jahren Ehe haben sich Marg und Alan entschieden, ihre Zeit getrennt voneinander zu verbringen“, so ein Sprecher gegenüber dem Magazin People. Und: „Ihre Liebe und der Respekt zueinander sind geblieben“, sowie auch ihre Verantwortlichkeiten gegenüber ihrem 18-Jährigen Sohn. Der Grund für die Trennung ist unbekannt. Rosenberg ist zugleich Präsident der 120.000 Mitglieder starken Schauspielergewerkschaft, die zuletzt mit Streik drohte. Er hat damit genug Ablenkung von seinen Privatprobleme

# 2. Dezember: Sorry?

Tschuldigung, Mr. Bush? Für das Kriegsdebakel im Irak, die mindestens 100.000 toten Iraker, 4.207 US-GIs, fast 30.000 Verkrüppelten? Tschuldigung? Für das Explodieren der US-Staatsschulden von 5,7 auf 10,5 Billionen? Für das komplette Verpennen der größten Finanzkrise seit der Great Depression, wo nun die ihre Jobs verlierenden Steuerzahler für 8,5 Milliarden Dollar an Finanzspritzen für die Wall-Street-Zocker geradestehen? Tschuldigung? Für das Zerstören des Rufs der wichtigsten Weltmacht durch Arroganz, Alleingänge und Folter? Sorry, Mr. Bush! Ein bissl Reue zeigen mit Dackelaugen in TV-Interviews werden die Erinnerungen und Folgen einer wahren Alptraum-Präsidentschaft nicht auslöschen. Bushs einziges Erbe sollte die Lektion sein: So ein vernagelter Einfaltspinsel darf nie wieder im Oval Office landen.

# 2. Dezember: Bush tut es leid…

Washington. Mit nur mehr 48 Tagen im Amt startet US-Präsident George W. Bush eine letzte Offensive – in eigener Reue. „Ich war nicht vorbereitet für den Krieg“, jammerte er gegenüber dem TV-Sender ABC. „Wir wurden am 11. September attackiert – und ich musste zurückschlagen“.
Fehler. Warum er dann Amerika in einen weiteren Krieg im Irak trieb? Der unpopulärste US-Präsident aller Zeiten bereute, dass er falschen Geheimdienstreports über Massenvernichtungswaffen aufgesessen sei. Das sei der „größte Fehler“ in seiner Amtszeit gewesen. Leid tue ihm auch, dass die US-Wirtschaft kollabierte: „Es ist unerfreulich, dass Menschen ihre Jobs verlieren”.

# 2. Dezember: Kalifornien ist pleite…

Los Angeles. Gouverneur Arnold Schwarzenegger stemmt sich verzweifelt gegen die Pleite Kaliforniens: Durch die US-Wirtschaftskrise könnte dem 38-Millionen-Einwohnerstaat im Februar, spätestens März das Geld ausgehen. Arnie rief den „fiskalischen Notstandes“ aus – und verdonnerte die Parlamentarier zu einer Krisensitzung. Sein Ruf: „Begrabt Ideologien, findet Lösungen“.
Budgetbombe. Kalifornien droht ein Defizit von 11,2 Milliarden Dollar, gar 28 Milliarden bis 2010. Druck wird auch auf den neuen US-Präsidenten Barack Obama ausgeübt: Arnie forderte, dass seine Pläne zur Wiederbelebung der Wirtschaft berücksichtigt werden müssen.

# 1. Dezember: Obamas „Team der besten Köpfe“

“President-elect” Barack Obama schart mit einem Team der “besten Köpfe” Washington-Insider, Kalte Krieger und populäre Gouverneure um sich. Kritik der Linken, wo der versprochene Wandel bleibe, begegnet er: “Der kommt von mir – ich gebe die Politik vor”. Vor allem in Amerikas Außen- und Sicherheitspolitik zeichnet sich ein kompletter Kurswechsel ab – trotz der “Eisernen Lady” Hillary im State Department, dem Ex-”Marine Corps”-General Jim Jones als Sicherheitsberater und dem Verbleib des Republikaners Robert Gates im Pentagon: Fortan soll vor allem das Abdriften von Staaten in komplette Anarchie (“Failed State”) verhindert werden, so die New York Times: Neue “Armeen” aus Diplomaten und Hilfsarbeitern, sollen in Krisenregionen entsandt werden. Perfekt in diese Strategie passt auch Obamas neue UN-Botschafterin Susan Rice: Seine ehemalige Außenpolitik-Beraterin befürwortet auch scharfe Maßnahmen zur Verhinderung von Völkermord. Mit der Aufwertung ihres Postens auf Kabinettsrang demonstriert Obama, wie wichtig künftig auch die Rolle der UNO sein wird. Insgesamt setzt Obama auf Erfahrung nicht Ideologie: Mit Janet Napolitano als Heimatschutzministerin und Bill Richardson als Handelsminister setzt er auf populäre, schlagkräftige Gouverneure, mit Justizminister Eric Holder auf einen Insider der Clinton-Ära und mit Timothy Geithner auf einen wie Obama erst 47-Jährigen “Wunderknaben”, der als Finanzminister die US-Wirtschaft retten soll.

# 1. Dezember: Hillary!

Wochenlang wurde spekuliert, jetzt ist es fix: Mit Hillary macht Obama seine Ex-Rivalin zur umjubelten Außenministerin.
Chicago. Sie stand im Rampenlicht der Weltpresse und strahlte: Um exakt 9.44 Uhr Ortszeit in Chicago begann gestern für Hillary Clinton der nächste Karriereschritt. Sie wird neue Außenministerin und somit Amerikas Chefdiplomatin an der Seite von Barack Obama – dem umjubeltsten US-Präsidenten seit John F. Kennedy. „Ich bin stolz, Hillary zu nominieren“, schwärmte Obama: „Sie ist eine Amerikanerin von außergewöhnlicher Statur – beliebt und geschätzt in der Welt.“ Hillarys Wahl unterstreiche sein Ziel, Amerikas Ruf wiederherzustellen – und ab sofort auf Diplomatie zu setzen. Und dann fügte er noch etwas salbungsvoll an: „Die Zeit für eine Neue Dämmerung in Amerikanischer Leadership ist gekommen“. Die US-Presse jubelte sofort: Es ist ein „Dreamteam“.
Rivalin. Bewundert wurde auch Obamas selbstbewusster Schritt, in einem „Team aus Rivalen“ auch eigenwillige Stars an seiner Seite zu dulden. Doch für Hillary, der „berühmtesten Frau der Erde“, hatte die gestrige Präsentation auch einen Wermutstropfen: Denn eigentlich kam nur Barack Obama zu Wort – Hillary selbst war bei der Präsentation seines Teams nur einer der Namen in seiner klingenden Liste der Kabinettsmitglieder. Und so durfte die neue Außenministerin nur kurz sagen: Sie freue sich auf eine „schwierige, doch aufregende Reise in eine neue Ära“, sei „stolz“ unter Obama „dienen“ zu können. Und: „Ich werde alles geben!“. Doch, so analysierten Experten wie der Historiker Michael Beschloss sofort: „Obama ist der Boss!“
Frauenidol. Der neue Posten ist für Hillary ein Höhepunkt einer Karriere, die die Welt seit Jahrzehnten in den Bann zieht – polarisierend als First Lady, gedemütigt als betrogene Ehefrau, wiederauferstanden mit ihrer Politkarriere als Senatorin und ihren energischen Vorwahlkampf um das White House, wo sie mit 18 Millionen Stimmen endgültig zum Frauenidol. wurde. Eine Welle der Euphorie war ihrer Kür vorausgegangen. Doch nun warten gleich mehrere schwierige Aufgaben auf sie. Die Liste der weltweiten Brandherde wird täglich länger: Nach dem Mumbai-Terror (188 Tote) eskalierte die Kriegsgefahr zwischen den Atomstaaten Indien und Pakistan. Vor Afrika lähmen Somali-Piraten die Schifffahrt – und in Bangkok droht ein Blutbad unter Demonstranten.
Allerdings: Beinahe hätte Gatte Bill auch Hillary die neue Starrolle vermasselt. „Ich werde alles tun, um ihr den Job zu ermöglichen“, sagte er im letzten Moment kleinlaut. Und legte seine globalen Millionendeals und 208.000 Spendernamen offen. Dennoch: Das notorische Clinton-Duo „Billary“ ist zurück, so die Kolumnistin Kristin Powers: Und Obamas größte Bange sei ein neuer Sexskandal des gelangweilten Bill.