# 30. April: Obama boxt Budget durch

Washington. Am 100. Tag im Oval Office machte der Kongress US-Präsident Barack Obama ein besonderes Geschenk: Das mit 3,5 Billionen Dollar gewaltige Budget wurde von beiden Kammern abgesegnet. Für Obama ein Meilenstein: Der Etat dient als Blaupause für seine ehrgeizige „Change“-Agenda – inklusive einer Totalreform des Gesundheitswesens, strikten Klimaschutzgesetzen sowie einer Bildungsoffensive. Die Republikaner stimmten dagegen, kritisierten: Das Budget-Defizit würde heuer auf 1,2 Billionen Dollar explodieren, die gesamte US-Staatsverschuldung bis zum Jahr 2014 auf 17 Billionen klettern. Doch Obama jubelte: Das Budget sei das Fundamente für „Amerikas künftige Prosperität“.

# 30. April: Hollywood-Stories

Fast scheint es, Hollywoodstar Demi Moore (46) hätte den ultimativen Jungbrunnen gefunden: Moore – die jetzt wieder im ORF zu bestaunen ist – sieht kaum älter aus als ihre 20-jährige Tochter Rumer, die mit zwei weiteren Kindern aus Ehe Eins mit Film-Raufbold Bruce Willis (54) stammt. Ihr jetziger Gatte Ashton Kutcher ist gerade mal 31 Jahre alt. Dazu verwendet sie junge Internet-Technologie á la Twitter intensiver als viele Teenager: Zuletzt sorgte sie für Headlines, als sie einer Lebensmüden in einem Online-Chat den Suizid ausredete und die Behörden informierte.
Dazu scheint Demi, die die Kinoleinwände in den Neunzigern mit Filmen wie “Striptease”, “Indecent Proposal” oder “Ghost” dominierte und als erste Actrice zehn Millionen Dollar pro Rolle kassierte, den recht kindischen Scherzen ihre Toyboy-Gatten jugendlich aufgeschlossen gegenüber zu stehen: Der hatte zuletzt ein Bild ihres Hintern via Twitter ins Internet gestellt, wo sie gerade im Bikini seinen Smoking “dampfte”.
Doch die ewige Schönheit ihren Preis: 400.000 Dollar hätte sie für kosmetische Operationen ausgegeben, schrieb das Britenblatt “Daily Mail” einst. Die Rundumerneuerung umfasste Fettabsaugung, Brustimplantate, chemische Gesichtsschälung, Knieoperationen und das Zähneweissen per Laser. Dokumentiert sind auch ihre Entschlackungskuren samt Blutegel-Therapie. Kürzlich absolvierte sie eine in Österreich.
Dennoch klagt Moore: “Mit über 40 ist es in Hollywood schwer, eine Rolle zu kriegen”. Obwohl ihr Bikini-Body in “Charlie´s Angels” für Furore sorgte: Sie musste sich mit der Rolle der Bösewichtin begnügen, während die Angels jüngere Kolleginnen spielten. Daher setzt sie jetzt aufs Charakterfach wie den heuer erscheinenden Thriller “Bunraku” oder das Suburb-Drama “The Joneses”. Vorbildlich ist Demis Beziehung zu Ex Willis: Sie kam zur Hochzeit, als der Vaters ihrer drei Kinder das Model Emma Heming (30) auf der Karibiktrauminsel Turks & Caicos ehelichte. Das Gruppenfoto mit Kindern und neuen Ehepartnern zeigt die perfekte Holllywood-Patchwork-Familie.

In den Musikcharts ist Beyoncé Knowles (27) längst ein Superstar. Jetzt sorgt sie auch als Kinokassenmagnet für Furore: Mit dem Beziehungsthriller Obsessed, wo ihr Filmgatte, Britenstar Idris Elba (36), verführt wird, sorgte sie mit Platz Eins im US-Boxoffice für einen Sensationserfolg: 28,5 Millionen Dollar brachte der Filmhit am Wochenende ein. Folgt nach dem beruflichen auch ein Coup an der Privatfront? Prompt zum ersten Jahrestag ihrer Ehe zu Rapper Jay-Z (39) eskalierten Gerüchte, wonach Nachwuchs am Weg sei – besonders nachdem sie in Obsessed eine rührende Mutter spielt. Die Mutterrolle hätte sie jedoch eher abgeschreckt, erklärte sie MTV: „Mein Gott, dachte ich mir, das ist ja eine Menge Arbeit“. Sie fokussiert vorerst weiter auf die Karriere. Alles was sie angreift wird zu Gold: Sie räumte Musikcharts ab, heimste als Dreamgirls-Darstellerin zwei Golden Globes ein, wirbt für Weltmarken von Tommy Hilfinger bis L´Oréal. 315 Millionen Dollar soll sie schwer sein. Ganz enttäuschen wollte sie Fans süßer Starkids nicht: „Natürlich will ich Kinder – doch nicht gleich“.

Nach außen wirken sie wie das perfekte Hollywood-Traumpaar: Ben Affleck (36) und Jennifer Garner, stolze Eltern zweier Töchter, sie brilliert in Ghosts of Girlfriends Past, er in State of Play. Umso größer der Schock: Beide wurden jetzt bei der Sextherapie gesichtet. Sie soll angeblich um Tipps gefragt haben, wie sie ihr Sexleben „auffrischen“ könnten.

Nach dem Breakup mit John Mayer dreht sich das Liebesleben von Jennifer Aniston (40) im Kreis: Sie soll ihrer alten Liebe, dem schottischen Film-Muskelprotz Gerard Butler (39), in den Schoß gefallen sein. Schon während des Toronto-Filmfest 2008 sollen sie eine „heiße Affäre“ gehabt haben. Jetzt geht Jen aufs Ganze: Sie will Butler sogar als Kostar in einem ihrer Filmprojekte.

# 30. April: The Incredible Brüno

Mit der TV-Satire “The Ali G Show” wurde Sacha Baron Cohen (37) zum Kult, als quer durch die USA tölpelnder, kasachischer TV-Reporter, Antisemit und Supermatcho “Borat” zur Weltsensation. 123 Millionen Dollar spielte die geniale Film-Blödelei ein. Jetzt strebt er als schwuler, überdrehter, Nazisprüche klopfender Modereporter aus Österreich “Brüno” mit schockierendem Reality-Klaumauk den nächsten Coup an: Am 10. Juli landet Brüno in den Kinos. Amerika steht Kopf: “Entertainment Weekly” nahm den Film sogar in seine Liste an Sommer-Blockbuster auf. Es warte “ein Großangriff auf die Lachmuskulatur”, so das Magazin.
Österreich hingegen droht eine so brutale Verunglimpfung, wie sie Kasachstan bei Borat erlebte. Wie schlimm wird das Austria-Bashing? Bekannt bisher: Bruno, der als Tollpatsch die Agatha Ruiz de la Prada-Show bei den Mailänder Modewochen ins Chaos stürzt und gefeuert wird, geht nach Hollywood. Er wolle der berühmteste Österreicher “seit Adolf Hitler” werden, so der erste Tiefschlag. Ins Visier gerät auch der ORF: Auf Brünos Reporter-Mikro prangt die Aufschrift ÖJRF, Österreichischer Jungenrundfunk. Der saloppe Umgang mit Nazi-Gräuel ist eine weitere Trademark: Als er ein schwarzes Baby adoptieren will, beschreibt er eine absurde Filmszene, die er drehen wolle: Darin soll ein Kind ein als Juden verkleidetes Dreijähriges in einer Scheibtruhe zu einer Gaskammer schieben.
Das Filmstudio “Universal” hält die Spannung aufrecht, gut getimed wird neues Material freigegeben: Drei Szenen wurden jüngst bei einem Filmfestival gezeigt, der Trailer und zuletzt der Filmposter veröffentlicht, wo Brüno mit gelber Lederhose und gelben Hut in einer Sound-of-Music-ähnlichen Blumenweise posiert. Das Internet glüht mit Diskussionen über absurde Highlights: Wie er bei der Nationalgarde mit einem Dolce-Cabana-Gürtel trainiert, wie er seinen Boyfriend vor Rednecks abknutscht – oder einen sichtlich irritierten Arnie mit einem Mikrofon “überfällt”.
Nach dem Sensationserfolg mit Borat ist der Britenstar, der in New York mit der Schauspielerin Isla Fisher (33) und Kleinkind-Tochter Olive lebt, ein Phänomen. Brüno kostete mit 42 Millionen Dollar fast so viel wie ein Blockbuster. Doch durch die enorme Popularität wurde das Austricksen Unbedarfter schwer. Elf Scheinfirmen spannen ein Netz, mit Opfer wie den Kongressabgeordneten Ron Paul zu täuschen. Doch Cohen übertrieb diesmal: Wegen wüster Sexszenen verhängte die US-Filmbehörde Jugendverbot. Prompt mussten die schlimmsten Szene entfernt werden.

# 29. April: SJ Parker leiht sich Mama

Selbst in der an kuriose und bizarre Geschichten gewöhnten Unterhaltungspresse schlug die Story wie eine Bombe ein: Sarah Jessica Parker (44) und ihr Gatte Matthew Broderick (47) erwarten Zwillinge – die von einem Leihmutter ausgetragen werden. Die Twins werden im Sommer erwartet. PR-Vertreter bestätigten. Parker, die mit der Kult-TV-Serie Sex and the City, kurz SATC, und einer Kinoversion weltberühmt wurde, hat einen Sohn, den sechs Jahre alten James. Der Bub war von Parker selbst zur Welt gebracht worden.
Familiendrama. Es muss sich in der Familie ein kleines Drama abgespielt haben: „Sie haben wirklich jahrelang alles versucht, James ein Geschwisterchen zu schenken“, wird ein Freund im Magazin Entertainment Weekly zitiert: „Es klappte einfach nicht mehr“. Der Grund könnte das fortgeschrittene Alter der New Yorker Starblondine sein, so Experten. Und, so der Insider weiter: „Das Engagieren einer Leihmutter schien für sie der letzte Ausweg – die geeignetste Alternative, ihre Familie zu vergrößern“.
Embroy eingepflanzt. Bei der Praxis wird eine künstliche Befruchtung mit der DNA beider Partner durchgeführt und der Fötus in die Mutter implantiert – oder lediglich das Sperma des Mannes verwendet und das Ei der Leihmutter. Parker und Broderick, ein preisgekrönter Schauspieler, wollten zu viele Details nicht verraten: Doch es wird angenommen, dass Parker auch genetisch die Mutter ist. Das Entstehen von Zwillingen kommt bei In-Vitro-Fertilisation recht häufig vor. Zuletzt sorgte die spektakuläre Geburt von Achtlingen durch die als „Octomum“ berühmte Kalifornierin Nadya Suleman für Aufregung. In einigen Staaten ist das Einpflanzen von Embryos sogar untersagt.
Wer die Leihmutter ist, wird streng geheim gehalten. Und wie viel das Paar für den „Job“ bezahlte ebenso. Im Schnitt kosten neun Monate Schwangerschaft plus Geburt 30.000 Dollar – die gesamte Prozedur samt Einpflanzungen kostet zwischen 45.000 und 60.000.
Trennungsgerüchte? Mit den News der neuen Twins konnte das Paar zumindest kürzlichen Scheidungsgerüchten kontern: „Moving out“ (Ausgezogen) titelte Anfang Jänner das Tabloid Star Magazine über einer wutentbrannt durch die Straße New Yorks stampfenden Parker. Der angebliche Grund des Ehekrachs: Boderick soll eine Affäre mit einer jüngeren Frau gehabt haben. Zu diesem Zeitpunkt soll sie angeblich bereits Immobilienmakler kontaktiert haben, um eine eigene Wohnung zu suchen.
Nach dem vorläufigen Happy End an der Privatfront kann sich Parker jetzt wieder voll auf ihre Kinokarriere konzentrieren: Gerade dreht sie die romantische Komödie Did You Hear About the Morgans. Und die Dreharbeiten für den zweiten Kinoteil des Sex and the City-Blockbusters beginnen bereits im Sommer (siehe links). Wie sehr ihr die Zwillinge da in die Quere kommen, bleibt abzuwarten. Denn trotz Leihmutter: Windeln wechseln muss sie selbst.

# 29. April: Obama 100

Den 100-Tage-Meilenstein erreicht, ist US-Präsident Barack Obama populärer denn je. Selbst Schnitzer können seiner Beliebtheit wenig anhaben.
Washington. Nicht dass Obama bei seiner Pressekonferenz zum Bilanzziehen keine knallharte Fragen der Reporter parieren musste: Seine zögerliche Reaktion auf den Ausbruch der Schweinegrippe etwa, der ersten Krise seiner Amtszeit. Oder das Auslösen einer Panik in New York durch den Tiefflug eines seiner Präsidentenjumbos für ein Foto, ein 320.000 Dollar teurer Stunt, autorisiert von seinem „Militärdirektor“ im Weißen Haus.
Traumwerte. Doch Pannen werden Obama verziehen, Amerikas neuer Präsidentenstar bleibt nach der ersten Feuertaufe im Oval Office weiter populär: Als Politiker mögen ihn über 60 Prozent, als Person fast 90 Prozent, so das Wall Street Journal.
Familienalbum. Es überzeugt nicht nur seine Politik – vom forschen Einschreiten beim Kampf gegen die Megawirtschaftskrise bis zur Abkehr der USA von der Folter. Amerika hat sich angesichts des Stromes berührender Bilder aus dem Weißen Haus in die junge Präsidentenfamilie mit der noch populäreren First Lady Michelle, den Kids Sasha (7) und Malia (10) sowie Wasserhündin Bo verliebt wie einst in die Kennedys. 300 Bilder seines privaten Fotoalbums veröffentlichte er jetzt via dem Internetdienst Flickr.

# 27. April: Neues Klima

Mit 100 Tagen im Amt macht sich US-Präsident Barack Obama an den Kampf gegen die Erderwärmung. Er setzt dabei auf den CO2-Handel.
Washington. Im Außenamt seiner Chefdiplomatin Hillary Clinton tagen Umweltminister der 17 größten Industrienationen. Das Ziel: Beratungen über ein neues internationales Klimaschutzabkommen, wenn das Kyoto-Protokoll 2012 ausläuft. Ein erster Durchbruch bei den strittigsten Fragen soll beim G8-Gipfel in Italien im Juni erreicht, das finale Paket beim UN-Klimagipfel im dänischen Kopenhagen im Dezember beschlossen werden.
USA an Bord. Die USA sind unter Obama beim globalen Kampf gegen den Klima-GAU wieder an Bord. Die Energie- und Klimapolitik hat sogar für Obama oberste Priorität: Mit Todd Stern wurde ein speziellen Klima-Emissär ernannt. Ein Profi: Im Jahr 1997 war Stern Chefverhandler des Kyoto-Abkommens. In Obamas Budget sind 15 Milliarden Dollar zum Start des Handels mit Kohlendioxid-Ausstößen vorgesehen: Der könnte Klimasündern ab 2012 jährlich 80 Milliarden Dollar kosten. Die sollen in alternative Energieträger investiert werden. Kraftwerks- und Industrie-Lobbyisten wetterten prompt gegen eine ruinöse „CO2-Steuer“.
Streit um CO2-Handel. Im 787-Milliarden-Dollar-Konjunkturpaket zählten saubere Energieträger „zu den Top-Gewinnern“, so die New York Times: Investiert wird in Wärmedämmung, ein effizienteres Stromnetz, Wind- und Solar-Energie. Doch Obamas Hürden auf internationaler Ebene liegen hoch: Um bis zu 40 Prozent sollten Ausstöße bis 2020 reduziert werden, so die UNO, ein für die USA „unerreichbares Ziel“, so Experten. Dazu kommt Kritik von Klimagruppen: Obama setze zu sehr auf den CO2-Handel, um so Reduktionsziele zu verwässern.

# 27. April: H1N1-Panik

Die Szenen, die sich Ende der Woche in der “St. Francis Preparatory”-Highschool in New York abspielten, glichen einem Hollywood-Horrorfilm: Schüler überschwemmten das Ärztezimmer, “zuerst ein paar, dann ein dutzend, und immer mehr, sie husteten unkontrolliert, stützten sich mit hohem Fieber an die Wände”, so eine Zeugin: “Schwestern schrieen wild durcheinander – es war das totale Chaos”. Bei bisher acht der insgesamt 200 Erkrankten wurde offiziell die Schweinegrippe diagnostiziert. “Noch ausstehende Ergebnisse werden viele weitere Fälle bestätigen”, so ein Rathaussprecher. Die Schüler waren gerade von einem Ferientrip aus Mexiko zurückgekehrt.
Jetzt ist New York das “Ground Zero” beim US-Kampf gegen das Killervirus H1N1: Der Großteil der totalen 20 US-Fälle wurden hier registriert. Bürgermeister Michael Bloomberg warnte: “Wenn sie sich krank fühlen, gehen sie um Himmels willen nicht nach draußen”. Ärzte rieten besorgten Menschen bereits das Tragen von Mundschutzmasken an. Die US-Regierung rief den “nationalen Gesundheitsnotstand” aus. Doch Präsident Barack Obama versuchet gleichzeitig, zu beruhigen: Es gäbe “keinen Grund zur Panik”, sagte er.

# 27. April: Brangelina fürchtet Bodyguard

Hypernervös reagiert Hollywoods Traumpaar Angelina Jolie (33) und Brad Pitt (45) über das geplante Skandalbuch eines ihrer Ex-Body-Guards, dem britischen Ex-Elitesoldaten Mickey Brett. Eigentlich fast panisch: Das Starduo “Brangelina” fällt über Brett her “wie die Profikiller im Film Mr. and Mrs. Smith”, schrieb die New York Daily News: Sie hetzten einen der aggressivsten Anwälte Hollywoods, Marty Singer, auf Brett los. Der rattert jedem Journalisten, der sich dem Thema nähren will, ein Litanei vergangener Vergehen und “Verbrechen” des Bodyguards herunter.
Die Wucht der Gegenattacke ist nicht verwunderlich: Brett, der früher auch Sandra Bullock, Tom Cruise, Nicole Kidman, Sly Stallone und Richard Gere bewachte, wollte, so durchgesickerte Details, erstaunliche, intimste Details aus dem mit sechs Kids turbulenten Haushalt der Filmmegastar auftischen:
# Angelina würde Brad gerne mal mit “Kostümen” betören, die eher an glatte Sadamaso-Spiele erinnern. Dazu seien im Schlafgemach des Paares Sexspielzeuge im Einsatz.
# Besonders brisant: Jolie hätte alle Tricks am Set des Filmes Mr. and Mrs. Smith angewandt, um Pitt zu verführen und seine damalige Ehe mit Jennifer Aniston (40) zu “beenden”, behauptet Brett in einem explosiven Konzeptpapier, mit dem er Verleger finden hatte wollen. Jolie und Pitt hatten stets vehement abgestritten, dass Jolie für seine Scheidung hauptverantwortlich sei.
# Und noch schlimmer: Jolie habe regelmäßig Lesbenaffären mit einer “berühmten Sängerin”, wenn Pitt unterwegs bei Filmarbeiten sei. “Brett organisierte mindestens 20 solcher Treffen in verschiedenen Hotels während Brad arbeitete”, war einer seiner Sprecher im US-Magazin InTouch zitiert worden.
Doch jetzt startet das Paar mit der Hilfe des Brutalo-Anwaltes Singer zur massiven Gegenoffensive: Bodyguard Brett sei ein “pathologischer Lügner”, wütete Singer, eigentlich mehr Gangster als verlässlicher Sicherheitsmann. In die USA könne er nicht mehr einreisen wegen regelmäßiger Verstöße gegen Einwanderungsgesetze, so Singer: Er habe seine Vergangenheit als Mitglied der britischen Elite-SAS-Einheit “frei erfunden”, insgesamt sei gegen ihn wegen elf Verbrechen – darunter sogar Mord – ermittelt worden. In Namibia schlug er 2006 einen Restaurantbesitzer nieder und fiel mit rassistischen Tiraden auf. Nach der Gegenattacke, mit der sicher Schadenersatzforderungen in Millionenhöhe verknüpft sind, gilt die Publikation des Tell-All-Buches als unwahrscheinlich. Denn die Attacken zeigen bereits Wirkung: Der einst plaudernde Brett behauptet jetzt plötzlich, das zirkulierte Buch-Konzept mit den explosiven Details “niemals autorisiert zu haben”.
Nicht ausgeschlossen wären natürlich, so Experten in Los Angeles, intime Details doch noch an Tabloids oder TV-Stationen zu verhökern. Und das ist das Letzte, was Brangelina jetzt brauchen – in einer Zeit, wo ohnehin Trennungsgerüchte allerorten kursieren.

# 26. April: Virus am Vormarsch

Elf bestätigte Fälle in Kalifornien, Texas und Kansas gibt es in den USA bisher insgesamt. Die Opfer sind im Alter zwischen neun und 50 Jahren. Acht Tests in einer New Yorker Highschool kamen ebenfalls vorläufig positiv zurück, eine Bestätigung war am Sonntag erwartet worden. Anzunehmen ist: Die Epidemie hat New York erreicht. 200 Schüler klagten insgesamt über Grippesymptome, darunter Halsschmerzen, Kopfweh, Fieber und Übelkeit. Einige kamen gerade von einem Trip in Mexiko zurück. Das Virus, Code H1N1, breitet sich offenbar rapide aus: Verwandte der Schüler wurden ebenfalls krank. Getestet wird auch in einer Kinderkrippe in der Bronx, wo 30 Kids krank sind. “Schweinegrippen-Panik”, titelte das Massenblatt New York Post. Spitäler wurden in Alarmzustand versetzt: Sie bereiten sich auf einen Massenansturm vor. Die Stadtverwaltung versuchte eine totale Panik zu verhindern. Sie appellierten: “Gehen sie nur bei schweren Symptomen ins Spital”.
In den US-Großflughäfen laufen bereits strikte Alarmpläne: In der Kalifornien-Kapitale Sacramento trägt das Personal Handschuhe, Mundschutzmasken wurden massenweise bereitgestellt. Fieber wird bei auffälligen Passagieren aber noch nicht gemessen.

# 25. April: New York fürchte Killervirus

Alarmstimmung nach dem Übergreifen des Ausbruchs der Schweinegrippe von Mexiko in die USA. Droht eine weltweite Grippe-Pandemie?
Washington. In Kalifornien, wo sechs der acht bestätigten US-Fälle der Killer-Grippe bestätigt sind, rief Gouverneur Arnold Schwarzenegger „Code Red“ für die Gesundheitsbehörden aus: Spitäler sollen örtliche Ausbrüche melden und Verbreitungsmuster beobachten. Sogar über die Schließung der Grenze zu Mexiko, wo es bisher 68 Tote gibt, wurde diskutiert.
„Outbreak“. Stunden später kam ein neuer Alarm aus New York: 75 Schüler in einer Highschool im Stadtteil Queens klagten über Grippesymptome – Husten, Fieber, Kopfweh. „Outbreak“, titelte ein Internet-Nachrichtenportal nach dem Hollywood-Thriller, wo ein Killervirus die Menschheit bedroht. Im White House hielt US-Präsident Barack Obama Krisensetzungen ab. Virologen der Weltgesundheitsbehörde WHO werken fieberhaft: Die DNA muss entschlüsselt, Impfstoffe und Behandlungsmethoden gefunden werden.
Tödlicher Mix. Warum wird derart panisch reagiert? „Der Erreger ist eine Mixtur aus Schweine-, Vögel- und Menschenvirus“, so Richard Bresser, Direktor der US-Seuchenbehörde CDC: „Wir sind besorgt“. Vor allem: Das Virus ist offenbar mutiert, springt von Mensch zu Mensch. Eine rapide Verbreitung weitab der Schweinefarmen ist deshalb möglich. Gegen jedes neue Virus habe der Mensch „kaum Abwehrkräfte”, so Experten. Im Klartext: Der Erreger, eine Mutation des H1N1-Virus, könnte eine globale Pandemie auslösen. Die „Spanische Grippe“ 1918 raffte 50 Millionen hinweg. Wie damals ist das Virus am letalsten bei jüngeren Menschen. Zuletzt galt eher die Vogelgrippe als Kandidat für einen Seuchen-GAU.
Angst in Mexiko. Die 22-Millionen-Metropole Mexiko City kam zum Erliegen: Schulen, Bibliotheken und Museen sind geschlossen. 1.000 Patienten werden in Spitälern betreut. Bürger wagen sich nur mehr mit Mundschutz nach draußen.

# 24. April: Rice ok-te Folter

Washington. Eskalation im „Gunatanomo Bay“-Folterskandal: Ex-Außenministerin Condoleezza Rice gab bereits im Juli 2002 grünes Licht für das „Waterboarding“ (wo das Ertrinken simuliert wird) Top-Terroristen Abu Subaida., so ein Kongress-Report. Subaida, ein Planer der Terrorattacke des 11. September, war in diesem Monat gleich 83 der Tortur unterzogen worden. Das Pentagon gab zusätzlich 2.000 Fotos frei, die Brutalität an Häftlingen auch in anderen US-Lagern zeigen. Der Druck auf Barack Obama steigt, gegen Top-Bush-Leute ermitteln zu lassen.

# 23. April: Hollywood-Stories

So wunderschön Britenstar Keira (24), deren Aristokraten-Dramas Die Herzogin seit Freitag im Kino läuft, ist, so scharf ist ihre Zunge: „Es gibt keine starken Typen mehr“, rechnet sie jetzt mit Hollywoods Männern ab: „Nur mehr Bürschchen“. Das einzigen, was ihr an der Softie-Welle gefalle: „Ich mag weinende Männer, die echte Gefühle zeigen“.
Kontroversielle Aussagen sind Knightleys Spezialität: Einmal beschwert sie sich, wie die Unterhaltungspresse Stars „entmenschlicht“, dann wehrt sie sich mit Millionenklagen gegen Gerüche, sie sie magersüchtig – nachdem sie am Roten Teppich mehr Knochen als Kurven präsentierte. Zuletzt rechnete sie auch noch mit dem Internet ab: Sie hasse Twitter und Facebook, wo Menschen nur mehr ihre Zeit mit sinnlosen Quatsch verplempern.
Der Karriere der in London lebenden Actrice taten die verbalen Ausritte keinen Abbruch: Entdeckt im Film Bend it like Beckham, betörte sie in Pirates of the Caribbean. Für den starken Auftritt in Pride & Prejudice brachte ihre eine Oscar-Nominierung ein. 2007 scheffelte sie 32 Millionen Dollar, das Männermagazin FHM kührte sie zur “Sexiest Woman in the World“, Ihren Boyfriend, Rupert Friend (27) beruhigtet sie: „Ich könnte niemals Sexaffären mit Filmpartner haben”, sagte sie. Ob er ihr das abkauft ist fraglich: Schließlich haben sich die beiden selbst am Filmset verliebt. Das wäre natürlich die Ausnahme gewesen.

Bekanntlich wechselt Baywatch-Busenwunder Pamela Anderson (41) ihre Lover so oft wie Silikon-Experten. Den Rocker Tommy Lee, mit dem sie zwei Kids hat, heiratete sie gleich zweimal. Mit Model Marcus Schenkenberg und dem Sänger Kid Rock war sie verlobt. Doch nun hat die Skandalnudel – deren Hepatitis-C-Erkrankung sowie ein Pornovideo einst für Aufregung sorgten – offenbar genug von Celebrity-Boys: Glücklich wurde sie zuletzt mit dem einfachen Elektriker Jamie Padgett (42) am Strand bei Malibu gesichtet. „Sie ist verliebter als jemals zuvor“, zitiert das Magazin US Weekly Bekannte. Nach vier Monaten seien sie sogar bereits zusammengezogen, Pams Buben wohnen ebenfalls in der Villa. Was ihr so an Mr. Elektriker gefällt? Er sei der „einfachste, gerade gestrickteste und netteste Mann, den man sich vorstellen kann“, so Insider. Viele hören bereits Hochzeitsglocken. Denn sie setze eindeutige Zeichen: „Jedesmal, wenn sie mit einem weißen Bikini herumläuft, heiratet sie“, schrieb der britische Daily Telegraph.
Herbert Bauernebel
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Was hatte es nicht für garstige Gerüchte gegeben über Hollywoods Traumpaar Angelina Jolie (33) und Brad Pitt (45): Sie hätte ihn aus dem Ehebett geworfen, die Scheidung drohe. Doch jetzt tauchten sie plötzlich, sichtlich verliebt bei einer romantischen Radtour auf. Und auch Baby-Gerüchte gibt es. Der Star berichtete: Sie sei wieder schwanger!

Was gibt es schöneres als in einer Drehpause mit seinem Boyfriend herumzuknitschen? Harry-Potter-Beauty Emma Watson (19) nützte jetzt die Unterbrechung der Filmarbeiten in Schottland für den letzten Blockbuster aus der Zaubererserie, um sich an den Prinz-William-Look-Alike Jay Barrymore (25) zu werfen. Die Beziehung erlebte mehrere Brüche und Versöhnungen.

# 20. April: Waterboarders

Schockierende Details gibt es aus den gerade veröffentlichen Folterakten der CIA: Demnach wurden zwei Al-Kaida-Planer der Terror-Attacke des 11. September (3.000 Tote) 266 Mal der Folterpraktik des “Waterboarding” unterzogen. Der Häftling denkt dabei, zu ertrinken. Chefplaner Khalid Shaikh Mohammed kam im März 2003 183 mal dran, der “Logistiker” Abu Zubaydah wurde im August 2002 83 mal gefoltert. Die Zahlen waren in Fußnoten zuletzt freigegebener Memos gefunden worden, die Anwälte von Ex-Präsident George Bush anfertigten: Sie zeigen nicht nur, wie massiv die USA folterte. Sie widersprechen auch früherer Propaganda der Bush-Krieger: Wie ein Vogel hätte Zubaydah gesungen “nach nur 35 Sekunden Waterboarding”, war einst geprahlt worden. Das Gegenteil scheint der Fall: “Sehr effektiv können die Foltertaktiken nicht gewesen sein”, schrieb jener US-Blogger, der die brisanten Information entdeckte. US-Präsident Barack Obama gerät durch die Enthüllungen unter Druck: Gegen seine Entscheidung, keine der Folterknechte vor Gericht zu stellten, hagelte es Proteste.

# 20. April: Bo Obama

Jetzt wird die Mutter von Bo Obama, dem berühmtesten Hundes der Welt, enthüllt: Sie heißt „Penny“ und lebt bei Hundezüchtern in Texas.
Washington. Der Hund hat schwarz gekräuselte Haare, weiße Schnauze, ein schmuckes Halsband. „Penny“ ist ein portugiesischer Wasserhund, vier Jahre alt. Sie würde nicht weiter auffallen. Hätte sie nicht einen äußerst berühmten Sohn: „Bo“, der neue Hund der Präsidentenfamilie von Barack Obama. Die deutsche BILD hat jetzt die Mutter des berühmtesten Hundes der Erde in deren Heimat, dem Texas-Nest Boyd, besucht. „Bo kam am 9. Oktober als einer von zehn Welpen zur Welt”, erzählt da Züchter Arthur Stern.
„Süß sah er aus“. Zwei weiße Vorderpfoten hat er. „Ein süßes Tier“, erinnert sich Stern. Obama kämpft da gerade ums Oval Office. Am Abend des Wahltriumphes löst er neben der allgemeinen auch eine Hunde-Euphorie aus. Vor 300.000 Fans verspricht er seinen Töchtern Sasha (7) und Malia (10): „Weil ihr den Wahlkampf so tapfer ertragen habt, schenke ich euch einen Hund ”.
Die Welt rätselt. Bei den Sterns klingelt das Telefon: Vicky, die befreundete Gattin von US-Senator Ted Kennedy, erkundigt sich, ob sie einen passenden Hund für einen „sehr prominenten Bekannten“ hätten. Die Kennedys sind Wasserhunde-Fans: Einen von Bos Geschwistern nehmen sie als dritten Hund gleich mit.
Geheimmission. Sie haben den Obamas die seltene Rasse (50.000 Tiere in den USA) empfohlen: Die Hunde sind herzig, treu, aufgeweckt – und haaren nicht, wichtig, da Malia allergisch ist. Doch Bo wurde zunächst um 2.000 Dollar von jemand anderen gekauft, „Charlie“ getauft – jedoch retourniert. Der Weg zur „Präsidentenkarriere“ war frei: Im Jänner brachte ihm Kennedys Hundetrainerin, Dawn Sylvia, Manieren bei: Rasch war Bo stubenrein, folgte Kommandos. „In einer Geheimoperation wurde er ins White House geflogen“, so Züchter Stern. Er muss Liebe auf den ersten Blick gewesen sein. Zu Ostern wurde der neue „First Dog“ präsentiert, Und die Mamma? Die führt Stern durch den Garten. Sie hat keine Ahnung, welche Karriere ihr Sohn machte.

# 19. April: Proteste gegen den Iran wegen US-Reporterin

New York. Gerade wollte US-Präsident Barack Obama einen neuen, diplomatischen Kurs gegen über dem Iran einschlagen, kontert der Mullahstaat mit einem schockierenden Affront: In einem eintägigen Prozess hinter verschlossenen Türen wurde die US-Journalistin Roxana Saberi (31) zu acht Jahren Kerker verurteilt. Das Verfahren wird als „Farce“ bezeichnet. Die hübsche Korrespondentin mit dem türkisblauen Kopftuch, die 1997 zu Miss North Dakota gekrönt wurde, war äußerst beliebt mit ihren TV-Beträgen über den Iran für die britische BBC. Seit sechs Jahren lebt die US-Iranerin in Teheran, schickte Reports auch an die US-Radiostation NPR. Dazu schrieb sie an einem Buch.
„Üble Tricks“. Dann klopfte die Polizei an die Türe: Sie wurde wegen angeblicher „Arbeit ohne Presseerlaubnis“ verhaftet. De Verhörexperten wandten üble Tricks an, rangen ihr ein falsches Geständnis ab. Plötzlich wurde sie der „Spionage für die USA“ bezichtigt. Ein Anklage, auf die mit die Todesstrafe steht. „Sie hatten sie ausgetrickst”, klagt ihr Vater Reza: „Sie sagten: Unterschreibe das und wir lassen dich gehen“. Saberis Anwalt kündigte eine Berufung an. Die Eingekerkerte will laut ihrer Familie einen Hungerstreik beginnen. Ihr Vater: „Sie ist schon so schwach, ihr Leben ist in Gefahr“.
Während sie seit drei Monaten bereits im berüchtigten Ewin-Gefängnis in Teheran schmort, rangen US-Regierung und Hilfsgruppen um ihre Freilassung.
Obama bitter. Obama zeigte sich „zutiefst enttäuscht“ über den Schandprozess. Der Fall Saberi, der in den US-Medien eine Welle der Empörung auslöste, ist ein Rückschlag für seinen Kuschelkurs gegenüber Teheran. Die hatte schon zuvor mit Schlägen in den Magengrube reagiert: Im Atomstreit bejubelte Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad zuletzt die Inbetriebnahme von 7.000 Zentrifugen zur Urananreicherung.

# 18. April: Phillips is home

Geisel-Kaptän Richard Phillips erhielt jetzt seinen ordentlichen Heldenempfang.
Burlington. Phillips gab sich bei der Ankunft in seinem Heimatstaat Vermont, wo er Frau, Tochter und Sohn überglücklich in die Arme fiel, bescheiden: „Ich bin kein Held, die Soldaten, die mich befreiten sind Helden“, sagte er. Phillips war nach vier Tagen Geiselhaft in einem Rettungsboot befreit worden. Scharfschützen der Navy SEALs töteten drei Piraten per Kopfschuss. Phillips wurde als Held gefeiert, da er sich nach dem Piratensturm auf den Frachter Maersk Alabama selbstlos als Geisel anbot, um seine 19-köpfige Crew zu retten. Der sympathische Kapitän, der über sein erstes große Medieninterview verhandelt, kann sich glücklich schätzen: Über 250 Geiseln halten die Piraten am Horn von Afrika.

# 18. April: Tauwetter mit Kuba

Port-Of-Spain. Obama rief am Amerikagipfel mit 36 Nationen auf der Karibik-Insel Trinidad einen kompletten „Neubeginn“ mit Kuba auf. „Ich weiß, dass es nicht leicht wird, Jahrzehnte des Misstrauens zu überkommen“, gab er zu. Doch: „Ein neuer Tag wird kommen”. Seit der KP-Revolutionär Fidel Castro 1962 die Macht auf dem Inselstaat (elf Millionen Einwohner) übernahm, herrscht Eiszeit mit der Supermacht bloß 60 Kilometer nördlich. Die Krise um Sowjetraketen testete John F. Kennedy und führt fast zum nuklearen Weltkrieg. Bush selbst hielt an der restriktiven Politik, gefordert von rechten Exilkubanern, eisern fest. Kuba leidet am Wirtschaftsembargo durch den Riesennachbarn massiv.
Reisen erleichtert. Obamas Politik ist völlig konträr: Er lockerte die Reisebeschränkungen, sowie Restriktionen beim Geldtransfer. Raúl Castro, der nach der Erkrankung seines Bruders Fidel jetzt Kuba führt, signalisierte Gesprächsbereitschaft: Nichts solle bei künftigen Gesprächen mehr tabu sein, so Castro.
Folter. Erstmals wolle Kuba auch über Menschenrechte reden, um die es schlimm bestellt ist. Kubas Regime habe eine „effiziente Maschinerie der Repression“ geschaffen, schreibt Human Rights Watch: Politische Gegner und Journalisten landen in Kerkern, werden gefoltert. Das Internet verdammte Castro als „Seuche“, verbot den Besitz von Computer. Skeptiker sehen daher eher „rhetorische Manöver“, wie die Washington Post schreibt, als einen echten Schwenk der Castro-Brüder. Begeistert reagierte ein anderer US-Gegner: Venezuelas Hugo Chavez begrüßte Obama herzlich, und wollte gleich „sein Freund“ sein.

# 18. April: Und noch ein Klümchen

Nach dem Schock um den Herzanfall ihres Vaters kommen nun freudige Nachrichten aus dem Klum-Haushalt: Sie ist im vierten Monat schwanger.
Los Angeles. Die Laufstegattraktion Heid Klum (35), die zuletzt mit den TV-Shows Project Runway und Germany´s Next Top Model für Quoten sorgte, war die brodelnde Gerüchteküche offenbar zu viel geworden: Über komische Umstandskleider bei Auftritten in ihrer TV-Shows wurde gelästert, Offensichtliches wolle sie da kaschieren.
Schließlich bestätigte sie gegenüber dem US-Magazin People ihre vierte Schwangerschaft. Gar nicht zurückhalten konnte sich Soulsänger-Gatte Seal (46). Bei einem Konzertauftritt in New Yorks Radio City Hall platze es förmlich aus ihm heraus: „Ihr wisst ja, dass alle über Heidis Schwangerschaft spekulieren“, rief er in die jubelnde Menge: „Es stimmt! Heidi und ich bekommen wieder ein Babv!“
Babyboom. Die strahlende Schwangere klatschte nahebei mit den Kids Henry (3) und Johan (2), die sie mit Seal hat, sowie Tochter Leni (4) aus der Beziehung mit Formel-Eins-Mogul Flavio Briatore (59). Zuvor war die coole Patchwork-Familie beim Bummeln durch den Big Apple gesehen worden: „Die sehen so toll aus, dass sie ruhig mehr davon haben kann“, so ein Fotograf.
Klum musste zuletzt um das Leben ihres Vaters Günther (64) – der als nimmermüder Manager half, sie zum Star zu machen – bangen: Der erholt sich nach einem Schlaganfall.
Der Babyboom im Klumhaus sorgte für bereits für Scherze in Hollywood: „Sie wolle wohl Nadya Suleman Konkurrenz machen“, ätzte ein Entertainment-Blog, eine Anspielung auf „Octomum“, die mit ihren 14 Kids für Aufregung sorgt.
Noch mehr Kinder. Zuletzt hatte Klum eingestanden, dass sie von den Kindern nicht genug bekommen kann – und das vierte nicht unbedingt das letzte sein muss: „Ich fühle überhaupt nicht, dass es zu viel wird“, sagte sie in einem Interview. Das nötige Kleingeld hat sie für das Projekt Großfamilie: Klums soll 14 Millionen Dollar pro Jahr scheffeln.

# 17. April: CIA-Folterer

Washington. Ein Sturm der Entrüstung schwappt über die USA nach der Veröffentlichung interner Memos, die Folterpraktiken im Terrorknast Guantanamo und geheimen CIA-Gefängnissen detailliert beschreiben. Die grausigen Dokumente waren von Anwälten des damaligen US-Präsidenten George W. Bush angefertigt worden. Sie sollten den Folterknechten den Weg für die nach internationalem Recht verbotenen Verhörpraktiken ebnen.
Folterpraktiken. Unter den Gefolterten befanden sich die Al-Kaida-Rädelsführer der Attacke gegen das World Trade Center am 11. September 2001, Abu Zubaida sowie Khalid Schaikh Mohammed. Mit bizarrer Rechtsakrobatik wurden in den jetzt vom Bush-Nachfolger Barack Obama freigegebenen Memos einerseits die 14 gewaltsamen Verhörpraktiken autorisiert. Doch stets kamen die Bush-Anwälte zum Schluss: „Es ist keine Folter“. „Lachhaft”, so US-Medien, angesichts der grimmigen Details: Da wurde ein Al-Kaida-Terrorist mit Insekten in eine Box gepfercht, da er Angst vor ihnen hatte. Erlaubt war „Waterboarding“, wo das Ertrinken simuliert wird, das Stoßen der Häftlinge gegen Wände („Walling“ im Verhörjargon), das Überschütten mit drei Grad kaltem Wasser. Gefangene in Bushs “Krieg gegen den Terror” wurden entkleidet, ihnen der Schlaf geraubt.
Keine Prozesse. Es gibt aber auch Kritik an Obama: Der hatte zwar die Memos freigegeben. Doch eine Strafverfolgung der Folterer und ihrer Vorgesetzten wurde ausgeschlossen. „Die müssen zur Verantwortung gezogen werden“, wetterte der liberale TV-Moderator Keith Olbermann: „Obama drückt sich davor“.

# 16. April: Millionen mit Büchern

Washington. Wer sagt, dass sich mit dem Bücherschreiben nur schwer verdienen lässt? US-Präsident Barack Obama scheffelte mit seinen beiden Bestseller-Bios Dreams from My Father und The Audacity of Hope Millionen, wie die jetzt veröffentlichte Steuererklärung zeigt: Exakt 2.656.902 Dollar nahm Obama im Jahr 2008 ein, sein Senatorengehalt von 140.000 Dollar macht dabei nur einen Bruchteil aus. Den Löwenanteil spülten Tantiemen der Bestseller – um die sich im Präsidentschaftswahlkampf die ganze Welt riss – in die Obama-Kasse. Im Jahr 2007 hatte er mit denen sogar 4,1 Millionen verdient. 855.323 Dollar zahlten Obama an Steuern. 6,5 Prozent des Einkommens spendete er an insgesamt 37 Wohltätigkeitsorganisationen.

# 16. April: Hollywood-Stories

Vielleicht liegt es am Oscar in der Tasche, warum die im Streifen Vicky Christina Barcelona preisgekrönte Spanien-Beauty Penélope Cruz (34) so gelassen agiert. „Ich habe keine Angst vor dem Altwerden“, erzählte sie sichtlich relaxed dem britischen Cosmopolitan. Sie werde es genießen und auf jegliche Panik verzichten, sollten sich Falten oder graue Haare in ihr Antlitz verirren. Sie kramt bei der Suche nach Vergleichen sogar in der Filmlegendenkiste: „Sophia Loren ist 74 Jahre alt – und sie sieht fantastisch aus“, so Cruz, die im ORF im Wüsten-Thriller Sahara zu bestaunen ist. Und sie stellt klar: Schönheitsoperationen werden für sie Tabu sein!
Cruz ist am Zenit ihrer Karriere, hat ihren Akzent und alle Vorurteile in der harten Filmmetropole L.A. überwunden: Die spanische Vogue feierte sie in der aktuellen Ausgabe mit einer opulenten Fotostrecke. Sie kassiert mehrere Millionen Dollar pro Film, 1,6 Millionen waren es allein für Sahara. Gerade dreht sie am Drama Nine an der Seite von Daniel Day-Lewis (51), das im November in die Kinos kommen soll. Auch der 50iger-Streifen Broken Promises sorgt für heftigen Gesprächsstoff in Europa. 2010 ist Rain in Spain geplant, den Legende Harvey Weinstein produziert.
In ihrer Beziehung mit Landsmann, Film- und Oscar-Preisträger-Kollegen Javier Bardem (40) sei sie wieder „glücklich”, berichten Freunde. Den Streit über die verpatzten Pläne, ein ganzes Jahr lang zugunsten ihrer Romanze leiser zu treten, hat das Paar offenbar überwunden: Zuletzt wurden sie in einem italienischen Restaurant in Madrid heftig turtelnd gesichtet. Er überhäufte sie mit Liebkosung. Sogar das Klicken der Paparazzikameras war ihnen egal. Die stabile Romanze ist für sie eine willkommene Abwechslung nach dem Theater während ihren Beziehung mit Tom Cruise (46) oder mit Sahara-Kostar Matthew McConaughey (39). Umso erstaunlicher scheint, wenn Traumfrau Cruz zugibt: „Ich bin eigentlich recht unsicher”, sagte sie: „Auch über mein Aussehen”.

Die Teen-Queen Miley Cyrus muss sich richtig himmlisch fühlen: Die 16-Jährige Tochter des Country-Sängers Billy Ray Cyrus ist verliebt – und landete einen Riesenhit an der Kinokasse. Die Filmversion der populären TV-Serie Hannah Montana räumte am Eröffnungswochenende gewaltige 34 Millionen Dollar ab, stürzte selbst die heißen Boliden aus dem Thriller Fast & Furious vom Sockel. Liiert ist die Sängerin weiter mit dem ebenfalls singenden Unterhosenmodel Justin Gaston (20). „Er ist ein guter Christ“, verwies Miley jedoch zuletzt auf das spirituelle und weniger das körperliche. Dazu dürfte sie recht eifersüchtig sein: Im Kino hielt sie ihm die Augen zu als Sexbombe Scarlett Johansson (24) ans Werk ging. Verwirrung stiftete jedoch ein Lunch mit Ex Nick Jonas. Prompt wurde spekuliert: Flammt die Liebe wieder auf?

Das Traumpaar Angelina Jolie (33) und Brad Pitt (45) sorgt für Aufsehen: Trotz bereits sechs Kindern jetteten sie kürzlich nach Manila, um die mögliche Adoption eines Kindes für ihre Regenbogenfamilie vorzubereiten. Ärger gibt es an einer anderen Front: Als Jolie im Pelz gesichtet wurden, protestierten Tierschützer. Doch sie entwarnte: Es war nur ein Kunstpelz.

Sie betört als dralle Blondine nach ihrem Comeback wieder in der TV-Hitserie Beverly Hills 90210. Doch Tori Spelling (35) soll auch eine dunkle Seite haben, wird jetzt in einem Skandalbuch enthüllt: Nachdem sie erfuhr, schwanger mit dem zweiten Baby zu sein, soll sie einen Voodoo-Hohepriester besucht haben, steht im gerade veröffentlichten Buch Mommywood.

# 16. April: Hillary gegen Piraten

Washington. US-Außenministerin Hillary Clinton legt detaillierte Pläne vor, wie die Piratenplage am Horn von Afrika bekämpft werden soll. „Die Attacken müssen gestoppt – und die Täter vor Gericht gebracht werden“, donnerte sie. In einer Krisensitzung mit Pentagon und Justizministerium soll die Offensive koordiniert werden . Die diskutierten Maßnahmen: Der Regierung in Somalia soll geholfen werden, gegen Piratenbasen vorzugehen. Die Profite der Piraten will die USA dazu einfrieren, ein exakteres System zur Schiffsregistrierung etablieren, um Rettungsaktionen besser koordinieren zu können – sowie Firmen ächten, die sich mit den Piraten auf Geschäfte einlassen. Experten sind skeptisch: Das Problem sei nur in Somalia selbst zu lösen. Doch nach dem Debakel von Mogadischu schreckt die USA vor Einsätzen dort zurück.

# 15. April: Geiseldrama

Jetzt bereitet Amerika den Helden des Piratendramas einen gebührenden Empfang.
Washington. Die Chartermaschine mit der gesamten 19-köpfigen Crew landete – aus Mombasa, Kenia, kommend – auf der Andrews Airforce Base, dem „Präsidenten-Flughafen“ nahe Washingtons, den auch Barack Obama benützt. Der größte Star unter ihnen: Kapitän Richard Phillips (53), der sich beim Sturm der Piraten selbstlos aufgab und fünf Tage lang bei Bruthitze als Geisel von vier jungen Seeräubern in einem Rettungsboot festgehalten wurde. Scharfschützen der Elitetruppe Navy SEALs töteten die Geiselnehmer mit Kopfschützen.
Kampf gegen Piraten. Aber auch Phillips Mannschaft wird in den USA gefeiert: Sie konnten nach der Attacke auf den 17.000-Tonnen-Frachter Maersk Alabama die Piraten nach stundenlangen Gefechten in die Flucht schlagen. Am Flughafen warteten die Familienmitglieder, die in dem nervenzerfetzenden Drama mitzitterten. Phillips Frau Andrea (51) hatte der Kriegsmarine für die Befreiung gedankt: „Das sind die wahren Helden“, sagte sie.

# 15. April: Gibson lässt sich scheiden

Das Foto hatte die teuerste Hollywood-Scheidung aller Zeiten ausgelöst: Lethal-Weapon-Filmstar Mel Gibson (53) am Traumstrand in Costa Rica, eng umschlungen mit einer kurvigen Blondine, der Russensängerin Oksana Pochepa (24). Sie war der Grund, warum Gibsons Frau Robyn (52) nach 28 Ehejahren und sieben Kindern ihm die Scheidungspapiere um die Ohren knallte. Das Privatvermögen des Australiers: Eine Milliarde Dollar. Ohne existierenden Ehevertrag hat Robyn Anspruch auf die Hälfte. Zwar hätte das Paar bereits seit 2006 getrennt gelebt – nachdem Gibson als Alkofahrer und Antisemit Hollywood erzürnte.
Doch an Scheidung glaubt der erzkonservative Katholik, der Messen in Latein lesen liest, nicht. Dann kam die Russin: Mehrmals hatte sie Gibson am Set zu Filmarbeiten besucht, berichtet “Entertainment Tonight”. Jetzt nach dem Scheidungsdrama sieht sexy Oksana – die bereits im Alter von 13 Jahren die russische Hitparade stürmte – die Bahn freigeräumt: “Für mich ist es sehr ernst”, erzählte sie dem Britenblatt “The Sun”: “Ich hoffe, dass unsere Beziehung sehr innig wird und lange dauert”, fügte sie an. Zuerst hatte es im Hype der US-Medien eine peinliche Verwechslung gegeben: Als Gibson-Geliebte wurde fälschlicherweise die verheiratete Pianistin Oksana Kolesnikowa (31) geoutet. Die ist wegen dem ausgelösten Paparazzi-Sturm wütend: “Ich weiß nicht, wie solche Fehler passieren können”, schnaubte sie. In Hollywood wird inzwischen der Scheidung des Jahres entgegengefiebert: Robyn könnte die Oksana-Affäre in aller Öffentlichkeit breittreten, befürchtet sein Camp. Bereits ist von weiteren Affären die Rede.

# 14. April: Krugman unplugged

Wirtschaftsguru und Nobelpreisträger Paul Krugman (56) ist ein Mann der klaren Worte. Und die findet er jetzt auch zur Position Österreichs in der ökonomischen Megakrise. “Die Lage dort ist beängstigend”, sagt Krugman bei einem Medienauftritt in New York zu ÖSTERREICH: “Das Land ist für mich ein Kandidat für einen möglichen Staatsbankrott”. Der Grund für die düstere Rhetorik: Austro-Banken haben in Osteuropa Kredite im Ausmaß von über 60 Prozent des Bruttosozial offen, so eine jüngste Studie. Mit 19,5 Prozent ist der Anteil an Kreditgeschäften im nun hoch riskanten Osten der größte unter allen EU-Staaten.
Eine tickende Zeitbombe für das kleine Österreich, hatten vor allem deutsche Medien, Ratings Agenturen und Finanzanalysten gewarnt. Krugman wird noch deutlicher: Der Glaube, dass reiche, westliche Länder nicht pleite gehen können, “hat bereits Island widerlegt”. Brisant sei die Situation auch in Irland, wo das Platzen der Immobilienblase finanzielle Verheerung hinterließ. Österreich wäre dann sein “dritter Kandidat” für eine mögliche Fnanzkatastrophe. Krugman: “Ich hoffe, dass internationale Finanzinstitutionen hier im Ernstfall das Schlimmste verhindern können”.
Die Rückzahlung außenstehender Kredite aus Osteuropa – wo bereist Ungarn und die Ukraine nur mit Hilfe des Internationalen Währungsfonds eine Staatspleite abwenden konnten – steht und fällt, ob die Krise dort weiter eskaliert. Doch auch hier klingt die Einschätzung von Krugman, der in New York seinen jüngsten Bestseller “Die neue Weltwirtschaftskrise” propagierte, alarmierend: Die Situation dort sei brenzliger als selbst in der Asien-Finanzkrise 1997, die damals die Weltwirtschaft schwer erschütterte. Die Vergleiche seien dazu frappant, so Krugman: “Was in Osteuropa heute passiert ist fast spiegelbildlich zu den Problemen in Asien damals”. Vor allem: Heute wie damals konnten die Staaten die Bindung zu starken Währungen, damals US-Dollar, heute der Euro, nicht mehr aufrecht erhalten. Landeswährungen purzelten.
Krugman schien während des Auftritts so von der Möglichkeit einer Staatspleite Österreich fasziniert, dass er das Thema gleich nochmals – freiwillig – anschnitt: Ein möglicher Aufschwung nach der Horrorrezession könnte durch plötzliche Katastrophen, “wie einem Bankrott Österreichs”, torpediert werden, sagte er. Trotz jüngst optimistischer Töne seitens des US-Präsidenten Barack Obama und einem US-Aktienanstieg um 20 Prozent bleibt Krugman vorerst bei seinen düsteren Prognosen: Amerika, aber vor allem Europa, stelle viel zu wenig Geld zum Ankurbeln der Wirtschaft bereit. Gefordert wären mutigere Schritte: Vor allem mehr Nationalisierungen desolater Banken und kräftigere Konjunkturpakete. Der Absturz sei sogar gewaltiger als zu Beginn der Great Depression in den Dreißigern, so Krugman. Dennoch: Damals kollabierte 1931 auch noch das Weltfinanzsystem. Das konnte diesmal abgewendet werden. Pessimistisch ist der Wirtschaftsexperte auch an der Arbeitsmarktfront: Selbst wenn etwa die US-Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte aufhört zu schrumpfen könnte die Arbeitslosigkeit das ganze nächste Jahr noch weiter steigen.

# 14. April: Gibsons teuer Scheidung

Gläubige in der ultraorthodoxen Katholikenkirche, die Hollywoodstar Mel Gibson (53) in Los Angeles gründete, dachten am Ostersonntag, dass etwas nicht ganz stimmt: Überraschend erschien er ohne Frau Robyn (52) zum Gottesdienst. Dann flüsterte Gibson, seit den Kinohits Lethal Weapon, Braveheart und Mad Max eine Kinoikone: „Sie hat die Scheidung eingereicht“. Robyn komplettierte den Knalleffekt mit offiziellen Scheidungspapieren: Nach 18 Jahren ist de Ehe kaputt. Hollywood steht Kopf: Es geht um sieben Kinder (!), der jüngste zehn Jahre alt, und eine Milliarde Dollar, dem Gesamtvermögen des Australiers. Es soll keinen Ehevertrag geben. Laut Kalifornien-Gesetz hätte Robyn Anspruch auf die Hälfte, satte 500 Millionen.
Offizieller Trennungsgrund: „Unüberbrückbare Meinungsverschiedenheiten“. Gibson gab an, dass das Paar seit dem 26. August 2006 praktisch getrennt lebte. Der Grund war damals seine Festnahme als Alkofahrer und eine Serie antisemitischer Tiraden. Doch das Fass zum Überlaufen gebracht haben soll eine mögliche Romanze zu Russensängerin Oksana: Beiden waren kürzlich am Strand in Costa Rica eng umschlungen fotografiert worden. Peinlich für Gibson: Er ist derart strikt katholisch, dass er Messen wie im 16. Jahrhunderts in Latein lesen liest. Und Katholiken ist die Scheidung bekanntlich verboten.

# 13. April: Phillips free

Washington. Scharfschützen der Elite-Truppe Navy SEALs hatten die drei Geiselnehmer getötet. Die Piraten schworen Rache: „Künftig töten wir unsere Geiseln gleich“, wird einer der Anführer zitiert. Immerhin: Die Piraten halten auf mehr als einem Dutzend gekaperter Schiffe 220 Menschen, darunter fünf Deutsche.
Drei Schüsse. Das Protokoll der Kommandoaktion: Nach einer Piratenattacke auf den Frachter Maersk Alabama hielten vier Gangster Phillips fünf Tage lang auf einem überdachten Rettungsboot. Drinnen: Kaum Platz, 37 Grad, wenig Nahrung. Als das antriebslose Boot in raue See geriet, nahm es der Zerstörer USS Bainbridge an ein Seil. Die Piraten verloren zusehends die Nerven, einer lief zu den Amerikanern über, so Zeugen. Da bietet sich den Scharfschützen, 27 Meter entfernt am Heck der Fregatte, plötzlich eine Chance. Es ist 19:19 Uhr Ortszeit, Ostersonntag. Durch ein Fenster im Rettungsboot sehen sie, wie ein Pirat sein AK-47-Sturmgewehr auf Phillips Rücken hält. Zwei steckten ihre Köpfe aus den Luken. Die SEALS drückten ab: Drei Schüsse, drei Treffer im Kopf.
Heldenempfang. Amerika jubelte über die Befreiung, Phillips erwartet ein Heldenempfang. Er hatte sich den Piraten selbst als Geisel angeboten, um seine Crew zu schützen. „Sein Mut ist ein Vorbild für alle”, lobte US-Präsident Barack Obama. Mit dem Coup bestand auch er seinen ersten internationalen Test.

Die SEALs, die Elitetruppe für spezielle Sonderkommandos der US-Kriegsmarine, gelten als die professionellsten Soldaten der Welt. Ihr Einsatzgebiet: Spezialoperationen, Undercover-Aufklärungsmissionen, Terroristenbekämpfung, unkonventionelle Kriegsführung, inklusive Sabotage. Aus Hollywood-Filmen bekannt sind vor allem die Angriffe durch schwer bewaffnete Taucher. Die SEALs entstanden 1943: Ihre ersten Missionen umfassten Sprengungen unter Wasser. Nur wenige schaffen heuet die strikten Aufnahmebedingungen.

# 13. April: Wuff!

Nichts hatten die Amerikaner so freudig entgegengefiebert wie der Präsentation des Obama-Hundes: Der sechs Monate alte „Bo“ ist fortan Amerikas „First Dog“.
Washington. Die Frage schien die USA mehr zu bewegen als selbst die Sorgen um die Horrorrezession: Wann kommt der Hund, den US-Präsident Barack Obama seinen Töchtern Sasha (7) und Malia (10) am Abend seines Wahltriumphes versprach? Das Rätsel ist gelüftet: Der „First Dog“ ist ein sechs Monate alter, Portugiesischer Wasserhund. Die Obama-Kinder nannten den drolligen, schwarz-weißen Vierbeiner, ein Männchen, „Bo“. Geholfen bei der Wahl hatte Senatoren-Freund Ted Kennedy. Der verwies auf die Zucht Amigo Portuguese Water Dog Kennels in Texas, von der Kennedy selbst drei Hunde bezog. Üblicher Kaufpreis: 2.000 Dollar.
Stubenrein. Der Hund war den Obamas bereits vor Wochen im White House gezeigt worden: „Alle hatten sich sofort in ihn verliebt“, schreibt die Washington Post. Und: „Jetzt ist das Tier eine nationale Celebrity“. Kein Wunder: „Bo ist ein aufgewecktes Tier“, erzählt der texanische Hundetrainer Arthur Stern. Die Herausforderungen für die Obama-Töchter seien groß: Äußerln führen, reinigen und dem Tier Sachen beibringen würde „sehr viel Zeit in Anspruch nehmen“. Dabei hatte der Hund bereits ein spezielles „Manieren-Training“ erhalten. Die Hunde, die Wasser lieben und von Fischern geschätzt werden, haben großes Temperament, gelten als „eigenwillig, stolz und unermüdlich“, so die offizielle Rassenbeschreibung.
First Pets. Die Umstellung wird gewaltig: Die früheren Besitzer, die den Hund nicht behalten konnten, hielten ihn in einem schlichten Haus. Nun trottet Bo durch die Korridore des 132 Zimmer großen Prachtbaus. Dazu hieß er früher „Charlie“. Die Amerikaner haben einen Faible für Präsidentenhaustiere: Clintons *Katze „Socks“ und der Labrador „Buddy“ wurden Berühmtheiten. Doch Tierschützer befürchten, dass der Hype um Obamas Wasserhund zu viele US-Bürger verleiten könnte, ebenfalls solche Hunde anzuschaffen. Das passierte zuletzt nach dem Film 101 Dalmatiner: Verzückte Kinogänger kauften die anspruchsvollen Tiere, doch waren oft überfordert. Viele landeten im Tierheim.

# 11. April: Piratenplage

Die USA setzt auf Verhandlungen. Zwei Kriegsschiffe sind vor Ort. Doch auch die Piraten machen mobil.
Washington. Im Geiseldrama um den nach der gescheiterten Kaperung des Frachters Maersk Alabama festgehaltenen Kapitän Richard Phillips verhandelt das FBI mit den Gangstern. Die Kriegsschiffe USS Bainbridge und Halyburton sichern gegen eine mögliche Piraten-Gegenoffensive. Phillips wird in einem 5,5 Meter langen Rettungsboot seit vier Tagen von vier Piraten festgehalten. Drinnen: 37 Grad, kein Klo. Ein Fluchtversuch scheiterte. Die Piraten drohen mit einer „Exekution“, fordern zwei Millionen Dollar Lösegeld. Die Seeräuber wollten den gekaperten deutschen Frachter Hansa Stavanger zu Hilfe holen. Doch sie fanden das Rettungsboot nicht und kehrten um.

# 11. April: Piratenchaos

Die jüngste Welle an Schiffsentführungen durch Somali-Piraten am Horn von Afrika wurde jetzt blutig: Beim Sturm durch ein französisches Sonderkommandos auf das gekaperte Segelboot “Tanit” starb der Franzose Floren Lemacon im Kugelhagel. Seine Frau Chloé, deren dreijähriger Sohn sowie zwei weitere Passagiere wurden befreit, vier Seeräuber erschossen. Die junge Familie hatte alle Warnungen ignoriert. Sie waren 24 Stunden lang von einem französischen Kampfhubschraubern eskortiert worden. “Symphatisch”, fand das Chloé in einem Tagebucheintrag. Präsident Nicolas Sarkozy will trotz der tödlichen Panne weiter “keine Kompromisse”, wie er sagte.
Im Geiseldrama um den nach der gescheiterten Kaperung des Frachters Maersk Alabama festgehaltenen Kapitän Richard Phillips setzt die US-Kriegsmarine noch auf Verhandlungen. Und Drohgebärden: Zum Zerstörer USS Bainbridge gesellte sich die Fregatte Halyburton. Phillips wird in einem 5,5 Meter langen Rettungsboot seit vier Tagen von vier Piraten festgehalten. Drinnen: 37 Grad, kein Klo. Bereits einmal wollte er flüchten. Die Piraten drohen: “Wir werden ihn töten”. Zwei Millionen Dollar Lösegeld werden gefordert.

# 11. April: Wuff

Erste Details über den Obama-Hund: Es ist ein Männchen, sechs Monate alt.
Washington. Wirtschaftskrise, Übersee-Kriege, Serienamokläufe sind in Amerika ein Sache. Der neue Hund der Obamas eine andere: „Jetzt zu den wirklich wichtigen Dingen“, scherzte US-Präsident Barack Obama stets, wenn ihn Reporter lieber zum „First Dog“ als todernsten Dingen befragen. Jetzt ist das Rätsel endlich gelöst: Beim Hund, den Obama am Abend seines Wahltriumphes letzten November seinen Töchtern Sasha (7) und Malia (10) versprach, handelt es sich um einen schwarzen, portugiesischen Wasserhund, berichtet der Webdienst TMZ. Ab Dienstag soll er in den Korridoren der US-Machtzentrale wedeln.
Kennedy half. Der Hund, ein Männchen, ist sechs Monate alt. Bei der Wahl half Senatorenfreund Ted Kennedy, stolzer Besitzer dreier Wasserhunde. Der neue beste Freund der Obamas stammt vom gleichen texanischen Züchter. Präsidentenhaustiere fasziniern Amerika: Berühmt wurden etwa Clintons Labrador „Buddy“ und seine Katze „Socks“.

# 10. April: Turn around?

Bankenprofite, Abebben der Kündigungswelle und starke Exporte geben Optimismus.
New York. Aufgeregt wird in den USA gefragt: Ist das Ende der Horror-Rezession in Sicht? Eine Flut von Indikatoren versetzte Wall Street in Euphorie. Der New Yorker Dow Jones schoss 3,14 Prozent nach oben. Zuerst überraschte die US-Bank Wells Fargo mit einem Riesenprofit im ersten Quartal von drei Milliarden Dollar. Dann lag die Zahl neuer Ansuchen auf Arbeitslosigkeit mit 660.000 leicht unter der Prognose, ein Signal, dass auch die Kündigungswelle durch US-Firmen abebben könnte.
Export-Boom. Der Handel prognostizierte starke Umsätze für den April, nachdem das Konsumentenvertrauen zurückkehrt. Dazu stiegen US-Exporte, erstmals seit sieben Monaten. Nach sechs Monaten eines nervenzerfetzenden Absturzes scheint nun erstmals „eine Talsohle in Sicht“, so Experten. Dennoch: Gewarnt wird, dass die Arbeitslosigkeit in den USA heuer noch über zehn Prozent erreichen werde. Auch die Erholung nach dem Mega-Crash werde langwierig. Und andere Analysten sehen überhaupt nur ein Zwischenhoch – vor der nächsten Talfahrt.

# 10. April: Piraten!

Der vor der Somaliküste gefangen gehaltene Amerikaner wollte davonschwimmen.
Washington. Weiter dramatischer Showdown zwischen der US-Kriegsmarine und Somali-Piraten am Horn von Afrika: Der als Geisel gehaltene Kapitän des 17.000-Tonnen-Frachters Maersk Alabama, Richard Phillips, soll zuletzt einen Fluchtversuch unternommen haben. Er sprang von dem 5,5 Meter langem Rettungsboot ins Wasser, die Piraten fischten ihn jedoch Minuten später wieder auf. Seit dem missglückten Sturm des Frachters am Mittwoch, hielten die Piraten Phillips als Faustpfand. Sie trotzten der US-Kriegsmarine, die neben dem Zerstörer USS Bainbridge weitere Schiffe zum Schauplatz des Geiseldramas entsandte. Experten des FBI verhandelten. „Wir haben keine Angst“, antworteten die Piraten via Funkspruch. (bah)
Doch sogar über einen „Diana-Moment“ jubelte die Britenpresse, als Michelle für Krebspatienten bei einem Klinikbesuch Geburtstagskerzen ausblies. Die Bilder einer sich fürsorglich um Kranke kümmernden Diana hatten einst den Mythos als „Prinzessin der Herzen“ begründet. „Michelle kombiniert so viele Vorzüge, dass sie alle überstrahlen könnte“, so US-Journalistin Avril Graham: „Sie ist nicht nur Modeikone, sondern als brillante Anwältin das Vorbild moderner Frauen“. Gastgeberin Sarah Brown bot ihr ein Starprogramm: Beim Dinner saß sie neben Harry-Potter-Bestsellerautorin J. K. Rowling. Doch das größte Paparazzi-Fotografenfest folgt in Strassburg: In der dortigen Kathedrale trifft Mrs. Obama auf Ex-Supermodell und Frankreichs Präsidentengattin Carla Bruni.

# 10. April: Hollywood-Stories

Im Arztkittel betörte Hollywood-Star Katherine Heigl (30) TV-Zuseher rund um die Welt. Nun ist Dr. Isobel „Izzie“ Stevens in der Hitserie Grey´s Anotomy als Girl aus der Wohnwagensiedlung, die mit 16 ein Baby kriegt und sich durch die Medizinuni kellnert auch im ORF zu bewundern (siehe unten). Die Serie machte die blondgelockte Beauty zum Hit. Doch selbst war sie mit der Rolle nicht immer glücklich: Zu wenig Potential für den Sprung in den Hollywood-Olymp generiere das Spitalsdrama, lamentierte sie. Vergeblich harrte sie auf das Einheimsen begehrter Emmy- oder Golden-Globe-Statuen. Sie wolle des Handtuch werfen, hieß es. Fans reagierten panisch. In der Serie wurde Dr. Izzie auch noch am Gehirn operiert.
Doch Heigls Zickenalarm verhallte. Schuld soll die Wirtschaftskrise sein, bloggen Insider: „Jeder Job ist jetzt gefragt, selbst für Hollywood-Stars“. Heigl ließ durchblicken, weitermachen zu wollen. Dennoch wisse sie nicht, „ob Izzie leben oder sterben wird“. Quotenträchtige Spannung ist nie ein Nachteil. Angesichts Heigls holpriger Kinokarriere kann ein solider Hauptjob in einer Hit-TV-Serie auch nicht schaden. Zurzeit dreht sie zwar die Action-Komödie Five Killers. Doch ausgerechnet mit Demi Moores Toyboy-Mann Ashton Kurcher (31) als Filmgatten: Der machte sich zuletzt mit Eskapaden am populären Internet-Chat-Forum Twitter so richtig lächerlich. Er veröffentlichte sogar ein Fotos von Demis Hintern, als sie im Bikini seinen Smoking dampfte. Der Luftikus ist für Heigl sicher schwer verdaulich. Sie macht sich lautstark für Feminismus stark – und löste eine heftige Kontroverse aus, als sie den Film Knocked Up, wo sie die Hauptrolle spielte, als „sexistisch“ verdammte.
Ruhiger als die Karriere verläuft Heigls Privatleben. Sie ist glücklich verheiratet mit dem Sänger Josh Kelley (29). Das Paar lebt geborgen in einer 2,5 Millionen Dollar teuren Villa im kalifornischen Los Feliz. Der eigene Nachwuchs scheint jedoch überfällig. Gleich nach der Heirat im Dezember 2007 hatte sie verkündet: „Ich will innerhalb eines Jahres eine Familie gründen“. Und das war vor 16 Monaten.

Besonders berühmt für ihre Kurven ist Filmschönheit Scarlett Johansson (24). Gerne zeigte sie her, dass sie Wert auf ein wenig mehr Fleisch legt als viele ihrer, vom Schlankheitswahn verfallenen Kolleginnen. Doch jetzt hat sie plötzlich Angst, wird berichtet, dass sie Rollen an jüngere Kolleginnen mit perfekteren Figuren verlieren könnte. Prompt speckte der Lost-in-Translation-Star sieben Kilo ab. Die Tricks verriet ihr Kollegin Gwyneth Paltrow (36), die zuletzt mehr mit ihrem Fitness- und Gesundheitswahn (Shampoo würde Kindern Krebs bringen, behauptete sie zuletzt) auffiel als ihrer Schauspielkunst. Beide Beauties sind Stars in Teil II des Hitfilms Iron Man. Jetzt schwitzen sie zusammen für neue, filmgerechte Traumfiguren. Scarlett hätte sich, so das Magazin Star, auch Paltrows Fitness-Trainerin Tracy Anderson, geborgt. Und: „Sie bleibt allen Kohlenhydraten fern!“. Es ist eine erstaunliche Kehrtwende: Gerade hatte sie noch in einem Interview die „Sucht Hollywoods nach dünnen Frauen“ bemängelt. Und erklärt: „Ich habe meinen eigenen Standard, wie ich aussehen will”. Damit ist es nun vorbei. H. Bauernebel

Nach all der harten Arbeit für ihre steile Filmkarriere hat die südafrikanische Filmschönheit Charlize Theron (33) ein völlig neues Ziel. „Ich bin bereit für ein Baby“, erzählt sie dem Magazin Marie Claire. Doch sie fügte hinzu, „sich deshalb nicht stressen zu lassen“. Ihre biologische Uhr könnte noch ein wenig weiterticken, sagte sie. Theron ist liiert mit Schauspieler Stuart Townsend (36).

# 10. April: DABA-Girls

Ein Traum schien für die beiden Frauen in Erfüllung gegangen zu sein. Attraktiv und 27 Jahre jung lebten sie nach dem Aufwachsen in Pittsburg und Kalifornien jetzt in der Traumstadt New York. Zum aufregenden Leben in der pulsierenden Metropole gesellten sich rasch tolle Jobs in der Fashion-Industrie. Doch vor allem: Die Freundinnen Megan Petrus und Laney Crowell angelten sich betuchte Banker, die an der Wall Street Geld scheffelten. “Zuerst war ja alles wie in einem Märchen”, erzählt Petrus: Am Abend ging es zu tollen Parties, logiert wurde im Luxusapartment mit Blick über die Manhattaner Skyline. Am Wochenende im Sommer ein Trip zur Strandenklave der Betuchten, den Hamptons. “Big Catch”, hießen solche Jungs im Jargon der New Yorker Dating-Szene.
Doch das Inferno der Börsenkollapses transformierte die Traummänner rasch in nervende Wracks: “Er arbeitete nur mehr”, erzählt Megan, “klebte an seinem Blackberry, hatte keine Zeit mehr für mich”. Den ganzen Tag im Büro, am Abend Treffen mit Klienten, vier Stunden Schlaf. Dann wieder alles von vorne. Als ihr Vater eine Herzattacke erlitt, kümmerte er sich lieber um einen deprimierten Arbeitskollegen. Die Beziehung zerbrach. Wie auch die von Laney: Ihr Freund, ein Immobilen-Investor, hätte sich plötzlich “komplett daneben benommen”, berichtete sie über die Beben an der Privatfront des großen Börsendramas: “Er konnte nicht mehr schlafen, über nichts anderes mehr reden als sein Job-Dilemma”.
Die Frauen schritten zur Selbsthilfe, starteten einen Internetblog (http://www.dabagirls.com) mit dem humorigen Titel “Dating A Banker Anonymous”, einer Art Hilfsgruppe nach dem Vorbild der Anonymen Alkoholiker, die Alkopfern beim Ausnüchtern helfen. Megan: “Uns war klar geworden, dass nicht wir schuld am Scheitern der Beziehungen sind – sondern die Wirtschaft”. Bald verfolgten sie selbst intensiv die Börsenkurse, um über eine möglich miese Stimmung ihrer Boyfriends zumindest vorgewarnt zu sein. Auf der Website wurden je nach Kursentwicklung Warnstufen eingeführt. An einem Tag, als der Dow 300 Punkte nach unten kippte, stand zu Lesen: “Vergesst das Dinner! Guter Abend mit Freundinnen Wäsche zu waschen…”
Es trudelten ähnliche Stories ein, die für Megan und Laney bestätigten: “Wir haben hier wohl in ein Wespennest gestoßen”. Da erzählte eine Christine, wie ihr Boyfriend nur mehr besoffen solo durch Lokale zog. Eine Dawn berichtete, wie ihr Freund nur mehr panisch darüber redete, dass er mit 35 Jahren “an einem Herzinfarkt sterben wird”.
Prompt luden die gefallenen Banker-Bräute, besser bekannt als “DABA Girls”, zu wöchentlichen Treffen, wo sie bei ein paar Drinks ihre Herzen ausschütteten. Doch für Megan und Laney wurde das Drama in ihrem Privatleben zum Sprungbrett. Nach einem Feature in der “New York Times” sind sie nationale Berühmtheiten. Sogar über einen Filmdeal soll verhandelt werden, heißt es. Die Idee: “Sex and the City”, bloß im Bankermilieu. Ihre Website erhält pro Monat inzwischen eine Million Besucher. “Wir sind jetzt Anlaufstelle für tausende Frauen rund um die Welt mit ähnlichen Problemen”, sagt Megan. “In gewissen Kreisen war es der Himmel auf Erden, sich einen reichen Wall-Street-Typen zu angeln, der dich mit einer fetten Kreditkarte in Ruhe lässt – während er seine Millionen-Deals an Land zieht”, schrieb die New York Times sarkastisch. Doch damit sei jetzt Schuss: Die bezahlten Stunden der Nannys für die Kinder sind reduziert, die Reservierungen im Speisetempel Masa spärlich. Das Blatt weiter: “Und die Kreditkarte? Storniert!” Am Daba-Blog lamentierte eine Broker-Frau zuletzt, erzählt Megan, dass sie ihr Mann nur mehr selten auf Trips mitnehme. Er hätte ihr erklärt, knapp bei Kasse zu sein. Sie überprüfte daraufhin panisch seine Bankkonto. Doch das Problem ist nicht nur das fehlende Bare: Die in der “Times” zitierte Psychologin Harriet Pappenheim, attestiert auch einen schweren Schlag gegen das einst unbändige Ego der Wall-Street-”Wunderkinder”, den sie dann “vermehrt an ihren Partnern und Kindern auslassen”.
Und der Sex? Aus den meisten Zuschriften gehe hervor, berichtet die brünette Megan, dass die Rezession auch das Sexleben der Finanzmetropole brutal zerrüttete: “Das ist meist das letzte, an das die geschlauchten Boys denken, und wenn, ist er nicht so gut wie früher”, sagt sie. Doch andere widersprachen: Für einige Broker ist es das einzige, nachdem sie sich nach einem grauenvollen Tag am Trading Floor sehnen.

# 9. April: Piraten-Angriff

Der Showdown zwischen Somali-Piraten und der US-Kriegsmarine fesselt Amerika. Es ist der erste Überfall auf ein US-Schiff seit 200 Jahren.
Washington. 230 Kilometer vor der somalischen Küste verhandelt die Crew des eingetroffenen Zerstörers USS Bainbridge, ausgestattet mit Cruise Missiles, Torpedos und Kampfhubschraubern, mit den Piraten: Die hielten den Kapitän des überfallenen Containerschiffes Maersk Alabama, Richard Phillips (53), in einem Rettungsboot als Geisel. Der Überfall war zur Blamage für die Seeräuber geworden. „Piratenlegende Blackbeard würde im Grab rotieren“, schrieb die New York Post. Die Angreifer wurden überrascht von der mit 21 Seeleuten zahlreichen Besatzung. Sie wussten nicht: Schiffe unter US-Flagge sind zu größeren Crews verpflichtet. Dazu gibt es oft Trainingskurse zur Selbstverteidigung.
„Helden“. Die Amerikaner, die als Helden gefeiert werden, überwältigten die Piraten. Zehn Stunden dauerte das Drama an Bord des Frachters, der Hilfsgüter nach Ostafrika transportierte. Sie nahmen sogar einen Piraten als Geisel. „Wir wollten einen Gefangenenaustausch“, so Maat Ken Quinn zu CNN: „Unsere Geisel gegen den Kapitän“. Doch Phillips bot in einem Akt der Selbstlosigkeit an, mit den Piraten das Schiff zu verlassen, um die Lage zu entschärfen.
Neue Offensive. Die Piraten standen im folgenden Geiseldrama mit dem Rücken zur Wand. Das Boot sei mit 5,5 Metern Länge „winzig“, sagte Joseph Murphy im US-TV, dessen Sohn das Kommando übernahm. Es mache bloß elf Stundenkilometer, Essen und Wasser sind knapp. Mit dem Kriegsschiff nahebei hätten „sie wenige Optionen”.
Nachdem durch massive Seepatrouillen die See am Horn von Afrika halbwegs sicher schien, schlagen Piraten jetzt südlich und fern von der Küste zu. Sechs Attacken gab es in den letzten Tagen, 66 dieses Jahr. Das Geschäft ist lukrativ: 150 Millionen Dollar scheffelten die Piraten mit Schiffsentführungen 2008. US-Außenministerin Hillary Clinton rief die Welt zur „Offensive” gegen die Piratenplage auf.

# 9. April: Bündchen!

Elfjährig verulkten sie ihre Klassenkameraden als Olive Oyl, die Vogelscheuchen-Freundin Popeyes. Immerhin überragte das Mädchen, 180 Zentimeter groß auch alle Jungen. Was für eine Geschichte vom hässlichen Entchen: Heute ist Gisele Bündchen (28) das mit 150 Millionen Dollar Privatvermögen (Forbes) reichste Supermodell des Planeten: Die Tochter zweier deutscher Einwanderer aus dem Kaff Horizontina in Brasilen stürmt die Cover der Modemagazine, ist das Gesicht von Nobelmarken á la Dior, Versace oder Dolce & Gabbana.
Traumhochzeit. Zuletzt sorgte sie mit der Traumhochzeit zu Footballstar Tom Brady (31) in Costa Rica für Aufsehen, und Kontroversen, als Bodyguards Paparazzi beschossen. „Ich weiß, ich habe meinen Traumpartner gefunden”, schwärmt Gisele über ihr Liebesglück im Interview mit Vanity Fair, wo sie sich in einer opulenten Fotoserie nackt im Bett wälzt. „Wenn ich schwach bin, ist er stark, und umgekehrt“, sagt sie: „Ich kann mich voll auf ihn verlassen“. Dabei gab es gleich zu Beginn Zoff. Bradys Ex, Modell Bridget Moynahan, gab bekannt, schwanger zu sein. „Ich dachte gerade, alles ist zu schön um wahr zu sein“, sagt sie: „Dann Bumm! Reality-Check!“.
„Mein Sohn!“ Jetzt ist John 19 Monate alt, und sie hat ihn voll ins Herz geschlossen. Vielleicht zu sehr. „Bloß weil ihn jemand anderer zur Welt brachte, heißt das nicht, dass er nicht mir gehört. Ich fühle, er ist mein Kind, 100 Prozent“, behauptet sie. Prompt protestierten Moynahans Freunde über das anmaßende Geschwätz.
Eigene Kids. Die Kritik muss Gisele geschmerzt haben: Höchste Integrität und Fleiß zählen zu ihren größten Tugenden: „Ich bin stolz, nie was getan zu haben, für das ich mich schämen muss“. Bändchen will auch eigene Kids, mehrere davon: „Ich wuchs mit fünf Schwestern auf und es war wundervoll, wie wir zusammenhielten“. Das Supermodell mit dem endlos langen Beinen, deren Romanze mit Titanic-Star Leonardo DiCaprio die Unterhaltungspresse einst rotieren ließ, möchte auch ein Kind adoptieren: „Wenn ich in Sao Paulo Kids Benzin schnüffeln sehe, weiß ich, dass ich helfen kann”.

# 7. April: Obamas Bilanz

Müde aber erleichtert über das gelungene Debüt am Weltparkett stieg US-Präsident Barack Obama nach seiner Ankunft in Washington D.C. aus dem Jumbo “Air Force One”: Obamas achttägige Tour durch fünf Staaten geriet zum Triumphzug. Er absolvierte drei Gipfel, parlierte mit 40 Staatschefs, rette er mit diplomatischem Geschick das G-20-Wirtschaftsreffen in London nach Wortgefechten zwischen den Präsidenten Frankreichs und Chinas, entschärfte das NATO-Gezänk um den neuen NATO-Generalsekretär Anders Rasmussen. In Prag träumte Obama vor einem Menschenmeer von einer “Welt ohne Atomwaffen”. Doch am signifikantesten wurde der Abstecher zum Finale in die Türkei: Wie wohl kein US-Präsident vor ihm streckte der Moslemwelt derart die Hand zur Versöhnung aus. Die für die USA zuletzt ungewohnten Bilder eines im Ausland umjubelten US-Präsidenten bescherten Obama auch mit 66 Prozent Zustimmung einen Popularitätsschub zu Hause.

# 5. April: Prag-Time

US-Präsident Barack Obama begeisterte beim Finale seiner Euro-Traumtour die Massen in Prag mit Visionen einer atomwaffenfreien Welt.
Wien. Es waren würdige Bilder für das Finale eines Triumphzuges, den Barack Obama quer durch Europa zog: Da stand er vor 30.000 Fans, die dicht gedrängten vor der prächtigen Prager Burg stundenlang auf den als „Weltpräsidenten“ gefeierten Starpolitiker gewartet hatten. Gattin Michelle, die Europas Herzen in den letzten sechs Tagen eroberte und am Abend nach Washington zu den Töchtern Malia (10) und Sasha (7) zurückeilte, winkte graziös an seiner Seite. Obama versprach nukleare Abrüstung, träumte sogar von „einer Welt ohne Atomwaffen“. Er räumte zwar ein, nicht „naiv“ zu sein und zu wissen, dass es eine Weile dauern könnte. Doch er ref auf, auch an das Unmögliche zu glauben, ganz nach seinem Leitmotto „Yes we can!“ (siehe rechts).
Geweckt um 4:30 Uhr. Beim Treffen mit den 27 EU-Vertretern, wo Obama auch erstmals auf Österreichs Kanzler Werner Faymann traf, präzisierte er seine ambitionierten Atompläne – ironischerweise Stunden nachdem Nordkorea seinen umstrittenen Satellitenstart exekutierte. Experten sehen darin eher einen Test für Langstrecken-Raketen, die auch Atomsprengköpfe transportieren könnten. Berater hatten Obama um 4:30 Uhr geweckt, um ihn über Nordkoreas Provokation zu informieren.
Abrüstung. Er werde fieberhaft daran arbeiten, versicherte er beim EU-Gipfel, die Atombomben-Arsenale zu reduzieren: „Die wurden angelegt im Kalten Krieg“, so Obama: „Der ist zwar Geschichte, doch sein nukleares Erbe bleibt bestehen“. Die Hauptgefahr: Al-Kaida-Terroristen könnten in Besitz von Atomwaffen gelangen „und massive Zerstörung verursachen“, warnte er. Gemeinsam mit Russland sollen je 1.500 Sprengköpfe vernichtet werden. Dazu will Obama die Bestände besser schützen lassen und den Schwarzmarkt bekämpfen.
Auf nach Ankara. Obama versprach auch, die USA werde an der Implementierung des Atomteststoppabkommens arbeiten. Der Vertrag wird im Kongress blockiert. Brisant gerieten die Gespräche mit EU-Partnern über den umstrittenen Raketenschirm: Obama stellte klar, dass die USA – solange es eine Bedrohung von Staaten wie dem Iran gäbe – weiterbauen wollten. Obama hat bei seiner Tour durch Europa nicht alles erreicht, wird bilanziert: Doch es gelang ihm ein Traum-Debüt auf der Weltbühne. Nach einem Abstecher in die Türkei kehrt er am Dienstag ins White House zurück. Zeit zum Erholen bleibt keine: Es wartet die Schlacht ums Budget.

# 4. April: Obamas Triumphzug

Die Premiere von Amerikas Starpräsidenten Barack Obama in Europa wurde zum Triumph: Gemeinsam mit Traumfrau Michelle erobert Obama die Herzen wie einst Kennedy.
Strassburg. Seit Barack Obama mit Traumgattin Michelle am Dienstag in London die Treppen seines Jumbos Air Force One strahlend herabstieg, liegt Europa im totalen Obama-Fieber: Tausende wachelten entlang der Reiserouten mit US-Flaggen. Millionen klebten bei Obamas Gipfel-Hüpfen zu den G-20-, NATO- und EU-Treffen fasziniert vor den TV-Geräten. Zeitungen wetteiferten um die schrillsten Superlativen. „Yes we can“-Poster zierten Europas Metropolen. „Obama ist an Weg, ein Weltpräsident zu werden“, so Newsweek-Kolumnist Richard Wolffe.
Autogramme. Es gab denkwürdige Momente, als er energisch zwischen die streitenden Präsidenten Frankreichs, Nocolas Sarklozy und Chinas. Hu Jintao fuhr und den Wirtschaftsgipfel rettete, berührende Augenblicke, als er, trotz leichter Grippe 200 Reporter mit Witz, Coolness, und Versiertheit bei den komplexesten Themen verzauberte – und komische Momente, als er zögerte, Frankreichs Supermodell-First-Lady Carla Bruni auf die Wange zu küssen.
Für viele der fast 40 getroffenen Staatschefs war Obama eine Sehenswürdigkeit: Indiens Premier Manmohan Singh bat sogar um ein Autogramm, andere rangelten um Erinnerungsfotos. Sarkozy geriet derart ins Schwärmen wie „vielleicht noch kein Franzose über einen US-Präsidenten“, so Kommentatoren. 4.000 Studenten jubelten Obama in einer Sportarena in Strassburg zu. Er überzeugte mit einer Offenheit, die als völlig undenkbar galt unter Vorgänger George W. Bush: „Amerika hat Fehler gemacht“, gab er zu, doch kritisierte auch den „latenten Anti-Amerikanismus“ in Europa. Dann rief er: „Amerika ändert sich, ich hoffe, ihr könnt es auch“.
Erste Bilanz. Auch die Bilanz am Politparkett kann sich sehen lassen:
# Beim G-20-Gipfel wurde der Kampf gegen die Mega-Wirtschaftskrise mit weiteren 1,1 Billionen Dollar sowie strikte Regeln für die Finanzmärkte beschlossen;
# Nach peinlichem Gezänk zu Beginn wurde auch der NATO-Gipfel zum Erfolg: Obama erhielt 5.000 neue Truppen für den Afghanistan-Krieg. Der Däne Anders Rasmussen wurde zum neuen Chef gewählt.
# Beim EU-Gipfel in Prag heute will Obama seine Visionen einer “Welt ohne Atomwaffen” ausrollen.
Wunderwaffe Michelle. Fast überstrahlt wurde Obama von Gattin Michelle, die sich als größere Geheimwaffe entpuppte als es selbst Jacqueline Kennedy für Legende JFK bei seiner Eurotour 1961 war. Mit mutigen, eleganten und bezaubernden Outfits zementierte die mit 180 Zenitmetern großgewachsene Advokatin ihren Ruf als Modeikone ein. Ihr tränenreicher Auftritt vor schwarzen Schülerinnen in London sorgte selbst im zynischen Europa für Träume nach einer neuen Welt.
Proteste. Das Heer der Demonstranten gegen Bankergier, Klima-GAU und Kriegführen hatte es schwer, in der Euphoriewelle – trotz wüster Schlachten in Londoner und Strassburg – gehört zu werden. Und während die Protestler unter Bush noch viel Sympathie in der Bevölkerung hatten, nimmt ihnen Obama jetzt den Wind aus den Segeln.

# 3. April: Obama als Gipfelstürmer

Jetzt erobert US-Präsident Barack Obama Frankreich und Deutschland. Beim NATO-Gipfel ringt er um mehr Truppen für eine Offensive im Afghanistankrieg.
Strassburg. Nach dem Erfolg beim G-20-Wirtschaftsgipfel hieß es bei Obamas Triumphzug durch Europa jetzt „Bonjour France“: Der Empfang durch Frankreichs Amtskollegen Nicolas Sarkozy schien jedoch überschattet vom Moment, dem Europas Paparazzi-Fotografen entgegenfieberten: Das Zusammentreffen zwischen Amerikas umjubelter First-Lady Michelle Obama und Frankreichs Élysée-Schönheit, Ex-Modell Carla Bruni. (siehe Story rechts). Die beiden Traumpaare küssten sich bem pompösen „Empfang für Könige“ (US-Medien) herzlich auf die Wange.
Jubel um Obama. Die Massen im Stadtkern jubelten frenetisch. Spontan schüttelte Obama die Hände einiger Fans, umarmte – zum Entsetzen seiner 200 mitgereisten Secret-Service-Bodyguards – eine Frau mit US-Flagge. Obama hatte Sarkozy bereits in London am Verhandlungstisch beim G-20-Treffen, wo 1,1 Billionen Dollar zur Bekämpfung der Horrorrezession beschlossen wurden, mit diplomatischen Geschick beeindruckt: Als ein hitziges Wortgefecht über Steueroasen zwischen Sarkozy und Chinas Hu Jintao den Gipfel fast zum Entgleisen brachte, holte Obama die Streithähne in eine Ecke zum Vieraugengespräch. Prompt folgte ein Kompromiss.
Kampf um Truppen. Sarkozy revanchierte sich 18 Stunden später vor der Weltpresse: „Ich habe volles Vertrauen in Obamas globale Leadership“, tönte der Franzose. Dazu unterstütze er die neue US-Strategie einer militärischen wie diplomatischen Offensive in Afghanistan. Das kommt Obama gelegen. Er musste vor dem heutigen NATO-Treffen zum 60. Geburtstag des 28-Staaten-Militärbündnisses gleich durchs nächste diplomatische Minenfeld: Während die USA 17.000 neue GIs gegen Taliban-Kämpfer und Al-Kaida-Terroristen in die Schlacht werfen, hagelt es von NATO-Staaten höfliche Absagen. Neben 48.250 US-Truppen kämpfen 31.400 NATO-Soldaten am Hindukusch.
„Wir brauchen starke Verbündete“, mahnte Oabma. Dazu entbrannte auch noch eine wildes Gezänk um den NATO-Vorsitz, nachdem die Türkei wegen der dänischen Mohammed-Karikaturen gegen den Dänen Anders Fogh Rasmussen wetterte. Amerika fordert ohnehin eine Totalreform: Die NATO soll fortan „schneller und beweglicher in Krisenherden einschreiten”, sagte Obama-Topberater James Jones.
Treffen mit „Angie“. Obama rang um die Rekrutierung neuer Feuerkraft in Afghanistan auch beim Blitzbesuch bei Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel in Baden-Baden. Doch statt Wehrmacht-Soldaten bot sie Obama klassische Musik bei einem Konzert im Kurhaus. Obwohl er nicht alle seiner Forderungen durchbringt, erhält Obama bisher Traumnoten für seine Premiere auf der Weltbühne: „Amerikas Reputation ist wiederhergestellt”, jubelten US-Blätter. In Strassburg wandte er sich direkt an die Bürger Europas, beantwortete in einer Sportarena vor Studenten auch eine völlig andere, brennende Frage:. „Wann kommt der Hund ins Weiße Haus?“, wollte eine Frau wissen. „Offenbar ist das die wichtigste Frage der Welt“, lachte Obama: „Ich kann beruhigen – sehr bald“.

# 3. April: Brüno

Mit der Freigabe des Filmtrailers sind letzte Zweifel ausgeräumt: Nach dem Filmhit “Borat” 2006 dürfte “Brüno”, der nächster Streich des britischen Kultkomikers Sacha Baron Cohan (37), zum Skandalfilm des Sommers werden. “Borat diente wohl nur dazu, um unsere Verteidigungskräfte zu schwächen”, schrieb “E! Online”: “Jetzt schlägt er uns mit Bruno richtig nieder!” Das erste Urteils nach dem Werbeklipp: Die Odyssee des Nazisprüche klopfenden, schwulen Reporter “Brüno” aus Austria sei “vulgär, profan und angriffig – doch Lachkrämpfe verursachend”.
Für Österreich droht ein Image-GAU ähnlich dem Kasachstans nach dem “Borat”-Verriss, als der antisemitische TV-Korrespondent von einem Fettnapf zum nächsten tölpelte. Bruno soll am 10. Juli auf die Menschheit losgelassen werden. Ob Cohen als besonderen PR-Gag zur Weltpremiere in Brunos fiktive Heimatstadt Wien reist, wollte sein Management auf ÖSTERREICH-Anfrage nicht ausschließen. Diesmal zittert aber auch die schwule Szene zittert: So extrem sei die Stereotypisierung, “dass ein leichtes Bangen spürbar ist”, so US-Blogger.
Durch teils drastischen öffentlichen Herumfummeln Brunos mit seinem Boyfriend vor verblüfften Einfaltspinseln in der tiefen US-Provinz abzieht, erteilte die Filmbehörde mit einem NC-17-Rating dem Film praktisch Jugendverbot. Am Internet muss zum Abspielen des Trailers sogar das Geburtsdatum eingeben werden. Der Reality-Klamauk wurde produziert mit einem Riesenbudget 42 Millionen Dollar: Wegen Cohens extrem hohen Bekanntheitsgrad musste er 12 Scheinfirmen gründen, um seine “Opfer” hinters Licht zu führen.
Inzwischen sorgt der Bruno-Trailer bereits für Furore: In der ersten Szene ist Bruno, extrem aufgetakelt, sich “total fabulos” fühlend, zu bestaunen, wie er die Modeschau in Milan ins totale Chaos stürzt. Rasch folgt der “Nahkampf” mit reichlich schwulenfeindlichen, strammen US-Bürgern, darunter Milizionären in voller Kampfmontur, Ausbildern in einem Trainingscamp der Nationalgarde, wo er eine Dolce-Cabana-Gürtel trägt. Dann adoptiert er eine schwarzes Baby, und erklärt: “Madonna hat eines, Angelina hat eines – jetzt hat auch Bruno eines”. In einer Talkschow vor Schwarzen erklärt er: “Das Baby heißt O.J., typisch Afrikanischer Name, oder?” Die folgend Tumulte sind wenig überraschend.

# 2. April: Michelle erobert Europa

Amerikas Glamour-First-Lady Michelle Obama überstrahlt den G-20-Gipfel in London: Sie wird zur meistbewundertsten Frau der Erde.
London. Ausgestattet mit einem recht jugendlichen, von ihrem New Yorker Lieblingsdesigners Jason Wu angefertigten Ensemble bezauberte Mrs. Obama an Tag Drei ihrer umjubelten London-Tour bei einem Trip ins „Royal Opera House“. Gemeinsam mit Staatschefsgattin des „First Wives Club“ lauschte sie einer Lesung der Harry-Potter-Kultautorin J. K. Rowling. Stündlich steigt rund um die Welt die Euphorie über die 1,80 Meter große, elegante wie brillante Obama-Gattin , getauft von der Presse „Mighty Michelle“ (Mächtige Michelle). Nachdem einst Diana als „Prinzessin des Volkes“ Geschichte schrieb, wurde Michelle jetzt zur „First Lady des Volkes“ gekürt.
„Fanatastisch attraktiv“. Als wandelnde Modeschau hat sie beim Reigen hochkarätiger Empfänge sogar der legendären Jackie Kennedy den Rang abgelaufen. Die Daily-Mail-Reporterin Anabel Cutler jubelt: „Sie hat zwar keinen perfekten Körper und kein perfektes Gesicht – doch sie ist fantastisch attraktiv“. Selbst die Queen war so beeindruckt, dass sie Michelle den Etikettenverstoß einer Berührung verzieh. Auffällig: Frankreichs Modell-First-Lady Carla Bruni fehlte in London. Sie wollte, heißt es, Michelle nicht die Show stehlen – oder unter die Räder geraten.

# 2. April: Krieg um Drogen

Mexiko Stadt. 16 Tote gab es an einem weiteren, blutigen Tag in Mexikos Krieg gegen Drogenkartelle: In der Provinz Chihuaha wurden dabei sechs Leichen entdeckt, die mit Kopfschüssen exekutiert wurden. Dann gleich der nächste grausiger Fund: Zwei Männer – durchsiebt von 35 Kugeln. Aus Furcht, die Gewalt könnte in die USA schwappen, genehmigte der Kongress 550 Millionen Dollar zur Grenzsicherung. Außenministerin Hillary Clinton gab zuletzt zu: Amerikas „Appetit auf Drogen” ist mitschuld.

# 2. April: Hollywood-Stories

Im Haushalt der Hollywood-Superstars Angelina Jolie (33) und Brad Pitt (45) fliegen die Fetzen – und das nicht nur wegen der tollenden, sechsköpfigen Multikulti-Kinderschar. Grund für die Eheprobleme: Angelina ist nach wie vor stinksauer über den Zwischenfall mit einem ihrer Kindermädchen, der Brad eine „Massage“ gab. Hilflos hatte er beteuert, dass er bloß „Verspannungen“ bei der kurvigen Nanny, die sich um die Babytwins Vivienne und Knox kümmert, beheben wollte. Gefruchtet hat es wenig. Zu missverständlich sei die Szene gewesen, wird berichtet: Die junge Frau wäre am Bett gelegen, als Jolie durch die Türspalte äugte. Brad müsse deshalb nun bereist seit Wochen auf der Couch schlafen. Und Jolie hätte ihm gedroht: „Rühr mich ja nicht an!“ Pitt soll sich mit dem neuen Schlafarrangement zähneknirschend abfinden: „Wenigstens muss er nicht jede Nacht ihre schäumende Wut ertragen“, so ein Insider. Die Situationen in der Beziehung sei so explosiv, erzählen weitere Zeugen, dass Jolies Bruder James Haven (35) in die Villa zog, um zu schlichten. In Touch titelte sogar bereits: „Der Bruch“. Demnach soll das zerrüttete Traumpaar nur mehr an einer geordneten Trennung werken, „um es für die Kinder nicht zu schmerzhaft zu machen“. Auch der Filmfeschak selbst soll die Nase voll haben, heißt es: Jolie habe ihn während der angelaufenen Dreharbeiten für den Thriller Salt oft in dem Kinder-Tollhaus zurückgelassen. Einziger Trost für Brangelina-Fans: Frühere Stories über Breakups hatten sich stets als unbegründet erwiesen..
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Hat Hotel-Blondine und Party-Hüpferin Paris Hilton (28) nach amorösen Frontalunfällen in Serie nun endlich den Richtigen gefunden? Seit Wochen schmust sie mit dem Baseballstar Doug Reinhardt (23) bei jeder Gelegenheit, nannte ihn ihren sexy Boy“, wollte zuletzt sogar ein Baby von ihm. Reinhardt selbst soll „Hals über Kopf“, so Freunde, in die Erbin verliebt sein, holte sich zuletzt als wackerer Beschützer bei einer Barschlägerei eine blutige Lippe. Sogar einen Verlobungsring habe er schon ausgewählt, heißt es. Doch einige Szenebeobachter halten das öffentliche Geturtel für zu übertrieben und gekünstelt: Ist gar alles ein PR-Gag, mit dem sich Hilton künstlich im Rampenlicht halten will? Denn außer den weltweiten Auftritten auf Disco-Tanzflächen verläuft ihre Film-, Musik- und Geschäftskarriere zusehends im Sand. Zuletzt erkannte sie nicht mal ein D.J.

Hollywood könnte ein neues, recht eigentümliches Paar haben: Zeugen sahen Oscarpreisträger Sean Penn (48) mit Star-Wars-Schönheit Natalie Portman (27). Zuerst wurden sie in einem L.A,-Hotel im Lift zu den Privaträumen erspäht, dann 45 Minuten später in einer Seitenstraße in liebestollen Posen. Peinlich für Penn: Er ist verheiratet mit Schauspielerin Robin Wright Penn.

# 1. Aoril: London-Time

Amerikas Starpräsident Barack Obama erobert London im Sturm. Doch er ringt auch mit den Tücken der Weltbühne: Kann er sich durchsetzen?
London. „Glauben Sie, dass Amerika Schuld ist an der Weltfinanzkrise”, eröffnete ein Reporter nonchalant Obamas Pressekonferenz mit Briten-Premier Gordon Brown. Der US-Präsident parierte trotz Jetlag elegant: Statt gegenseitiger Schuldzuweisungen sollte jetzt „an Lösungen gearbeitet werden“. Eine Hauch von Obamamania wehte durch die Gänge der legendären Premier-Residenz Downing Street 10: Das Personal klatschte, als er sich mit Brown zum Frühstücken zurückzog. „Völlig ungewöhnlich“, staunte der sonst kühle Guardian. Die glamouröse First Lady Michelle, die England in Diana-ähnliche Euphorie versetze (siehe Story rechts) besuchte mit Brown-Gattin Sarah im „Charing Cross“-Spital inzwischen Krebspatienten.
G20-Trouble. Der Talk mit Brown, der Obama als „Hoffnungsträger für die ganze Menschheit“ pries, galt noch als freundlichstes Treffen: Am G20-Gipfel zur Rettung der Weltwirtschaft heute prallt Obama bei seinen Forderungen, die Rezession mit noch gewaltigeren Konjunkturpaketen zu bekämpfen, auf massiven Widerstand. Frankreich-Präsident Nicolas Sarkozy legte mit Boykott-Drohungen fast einen „Bitzelanfall“ hin, wie US-Medien ätzten. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel warnt vor dem Schuldenmachen. „Die Bürger zahlen den Preis für mangelnde Kooperation – das ist die Lektion der Great Depression“, mahnte Obama eindringlich. Eine Nettozeit von nur acht Stunden bleibt den 20 Staatschefs für Beratungen. „Nicht viel, um die Geschicke der Menschheit in den nächsten Jahren zu bestimmen“, so US-TV-Reporter Brian Williams.
„Aprilscherz“. Tausende Demonstranten, die Londons Finanzbranche lautstark als „Aprilscherz“ verdammten, illustrierten die wachsende Wut der Bevölkerung. Brisant gerieten weitere Obama-Treffen: Mit Russlands Amtskollegen Dimitri Medwedew rang er um eine Reduktion der Atomarsenale um je 1.500 Sprengköpfe. Dann musste er den Vorstoß von Chinas Hu Jintao parieren, der die Ablöse des durch die Geldschwemme bei der Rezessionsbekämpfung aufgeweichten Dollar als Weltleitwährung fordert.
Flying Circus. Trotz jubelnden Massen in den Straßen, machte sich die Britenpresse über den „Flying Circus“ des gewaltigen Obama-Reisetrosses lustig: Ein Koch, vier Redenschreiber, 12 Teleprompter, 35 Vehikel und 200 Bodyguards wurden über den Atlantik verfrachtet. Sieben Millionen Dollar kostet die Transformation Londons in eine Festung. Für Verstimmung sorgte ein Faktenzettel zum Euro-Trip, der Großbritannien als „Insel im Atlantik, kleiner als Oregon“ beschrieb.
Zuletzt zogen sich die Obamas zum Plausch mit Queen Elizabeth II zurück. Serviert wurden Tee und Gurkenscheiben-Sandwiches. Die Queen, die nun bereits den 12. US-Präsidenten kennenlernt, soll „sehr aufgeregt“ gewesen sein. Auch sie hat das wohl das weltweite Obama-Fieber gepackt.

# 1. April: Michelle erobert London

Michelle Obamas Paralleltour sorgt fast für mehr Hype als die Treffen ihres Gatten: London hat das Fieber um die „neue Diana“ gepackt.
London. Als „Handtaschen-Gipfel“ war das Paralleltreffen der First Ladies am Rande des G20-Gipfel leicht sexistisch bezeichnet worden. Doch leicht könnte eine alle Weltretter zusammen überstrahlen: Der Hype um das Europa-Debüt von Amerikas First Lady Michelle Obama (45) sprengt alle Dimensionen. Der Wechsel ihrer Garderobe am Transatlantikflug in Air Force One von einem von Michael Kors geschaffenen Kleid zum gelben, von Jason Wu designten bei der Ankunft in London wurde aufgeregt diskutiert.
Schwanger? Die Frage, ob sie gar schwanger ist, überschattete kurz die Debatte um Vorstöße zur Rettung der Weltwirtschaft. Sie stellte klar, dass kein White-House-Baby am Weg sei. Spekuliert wurde auch, ob sie im ärmellosen Kleid mit der Queen Tee trinkt, wie vor 47 Jahren Jacqueline Kennedy – mit der Michelle so oft verglichen wird.