# 30. Mai: Rihannas sexy Comeback

Zuerst schlug sie ihr Ex-Boyfriend Chris Brown halb tot. Dann kam sie kaum von ihm los. Doch jetzt stürmt Popqueen Rihanna mit ihrem neuen Video die Charts.
Los Angeles. Welche Bilder zum Comeback der Barbados-Sängerin Rihanna (21): Ihr durchtrainierter Körper in ein tief ausgeschnittenes, knapp unter den Po abschließendes Kleid gesteckt, umklammert sie im neuen Video “Paranoid” an der Seite der Raplegende Kanye West das Mikro mit schwarzen Handschuhen. Bei einem Strip entblößt sie halb die Brüste. Doch neben erotischen Reizen spart sie nicht an Seitenhieben: In einem Auto ist sie mit einem, bedrohlich wirkenden Mann in einer dunklen Seitengasse zu sehen.
„Völlig ausgerastet“. Die Anspielung gilt Chris Brown (20), der sie im Februar in einem Sportwagen krankenhausreif prügelte. Damalige Bilder betörten nicht, sie schockierten: Auf einem Polizeifoto ist Rihannas Antlitz verschwollen, ihre Lippen aufgeschlagen, blutverkrustet. Der R&B-Star hatte ihr ins Gesicht geschlagen, sie gebissen und gewürgt. “Er rastete völlig aus”, so Ermittler. Die Anklage: Schwere Körperverletzung. Es drohen zehn Jahre Haft.
Rihannas Neustart ist umso erstaunlicher, als sie zunächst von Prügel-Brown nicht loszukommen schien: Der hatte ein “Versöhnungswochenende” in Miami organisiert, sogar Heiratsgerüchte kursierten. Der erzürnte Vater, Ronald Fenty, redete ihr ins Gewissen. “Sie wird sich für Frauen mit ähnlichen Schicksal in aller Welt einsetzen”, sah er eine neue Aufgabe. Doch dann tauchten auch noch Nacktbilder am Internet auf. Brown dementiert, hinter der Aktion zu stecken. Ob es wirklich Rihanna war, ließ sich nicht klären. Anwälte killten die Skandalbilder.
Neuer Mann? Ihren zulangenden Ex-Freund abgeschüttelt startet Rihanna voll durch: Mit dem neuen Video will sie ihre Karriere ankurbeln, die ihr bisher 35 Millionen Dollar bescherte. Auch einen Neuen könnte sie haben: Zuletzt wurde sie turtelnd mit Kanada-Rapper Aubrey “Drake” Graham (22) gesehen. Eine Hürde muss Rihanna jedoch noch nehmen: In drei Wochen soll sie im Brown-Prozess als Kronzeugin aussagen, der Horror dieser Nacht nochmals ausgerollt werden.

# 30. Mai: Kims Rakete

Nordkoreas Diktator Kim Jong-Il will eine Rakten testen, die das US-Territorium erreichen könnte. Die USA drohen mit militärischer Vergeltung.
Washington. US-Spionagesatelliten entdeckten den Transport einer neuen Langstreckenrakete aus einer Militärfabrik per Bahn zu Abschussrampen in der Basis Musudan-Ni. Die endgültigen Startvorbereitungen könnten zwei Wochen dauern, so südkoreanische Agenturen. „Der Zeitpunkt des geplanten Starts wäre gleich der nächste Schlag in den Magengrube der Weltgemeinschaft“, so Beobachter: Am 16. Juni empfängt US-Präsident Barack Obama seinen südkoreanischen Amtskollegen Lee Myung-bak. Gleichzeitig soll in diesen Tagen eine scharfe UN-Resolution verabschiedet werden.
„Nicht zusehen“. Erstmals gab es seitens der USA verhaltene Drohungen militärischer Vergeltung. „Wir werden nicht zusehen”, donnerte Pentagon-Chef Robert Gates, „wie Nordkorea Kapazitäten für Zerstörungen in Asien und bei uns schafft“. In Südkoreas stationierte US-Truppen wurden bereits in Alarmbereitschaft versetzt, F-22-Kampfbomber nach Japan verlegt. Kim scheint außer Kontrolle: Er ließ eine Atombombe testen und sieben Raketen abfeuern. Unverhohlen drohte Pjöngjang mit Krieg. Gates sah durch das nukleares Zündeln „Vorboten einer dunklen Zukunft“, doch noch keine direkte Bedrohung.
Alaska im Visier. Der neuerlich vor dem Test stehende Raketen-Typ könnte mit einer Reichweite von 6.700 Kilometer mit Alaska das US-Territorium erreichen. „Wir sehen gut Chancen, die Rakete neutralisieren zu können”, so ein US-General, der den Raketen-Schutzschild übersieht.

# 30. Mai: Neue Folter-Fotos in Abu Ghraib-Skandal

Washington. Die Debatte um neue, gräuliche Folterfotos aus US-Gefängnissen im Irak und Afghanistan eskaliert weiter: US-Präsident Barack Obama will 400 Fotos – die Exzesse vor allem im notorischen Irakknast Abu Ghraib dokumentieren – unter Verschluss halten. Doch ein US-Webdienst enthüllt nun: Auf einem Bild sei ein US-Soldat zu sehen, wie er Oralsex von einer Gefangenen erhält. Die schaurigen Fotos zeigten, so Insider, Vergewaltigungen, sexuelle Übergriffe und Sodomie in allen Facetten.
Horrorfotos. Immer neue Bilder gelangen in den Umlauf: Ein nackter, mit Lehm beschmierter Iraker muss in dramatischer Körperhaltung posieren, einem andere wurde ein Plastikteil in den Anus eingeführt. In einer Zelle ist praktisch der gesamte Boden mit Blut überflutet. Dabei hatte Obamas Sprecher zuletzt Reports in einem Britenblatt heftig dementiert, wonach die Geheimbilder Vergewaltigungsszenen zeigen.

# 28. Mai: HOLLYWOOD-STORIES

Film-Traumpaar Angelina Jolie (33) und Brad Pitt (45) paradierten zwar in aller Pracht rote Teppiche beim Filmfestival in Cannes hinunter, berührten sich bei Parties. Fast krampfhaft versuchten sie die jüngsten Trennungsgerüchte wegzuturteln. War alles nur Show?
Denn Amerikas Tabloids tischten trotz der Brangelina-PR-Offensive neue peinliche Details eines eskalierenden Beziehungsdramas auf. Es geht weiterhin um „Hollywoods berühmtestes Dreieck“ mit Brads Ex Jennifer Aniston (40).
„Ich oder sie!“ Nachdem ein „Geheimtreffen“ der beiden Ex-Eheleute (verheiratet zwischen 2000 und 2005) am Drehset in New York Angie in Rage versetzte, soll sie ihn jetzt beim spätnächtlichen Telefonat mit Jen erwischt haben. Die Kids Maddox (7), Pax (5), Zahara (4), Shiloh (3) sowie die Twins Knox und Vivienne waren, so das Magazin Star, bereits im Bett in der Villa bei New York, als sie nach Dreharbeiten für den Film Salt nach Hause kam. „Relax, Jen, alles wird OK“, hörte sie Brad in der Küche. Es kam zum wüsten Streit, so Insider: „Sie oder ich!“ drohte Jolie. Er schoss zurück: „Du redest auch mit den Verflossenen – warum kann ich das nicht auch?“
SMS-Flut. Doch wenn es nicht nur die Anrufe wären: Pitt und Aniston sollen sich mit SMS überhäufen. Einige davon hätte Jolie entdeckt, als Brad in der Dusche war, heißt es: Darin hätte er angedeutet, dass seine Beziehung „in der Krise“ sei. Jolie zertrümmerte das Handy am Fliesenboden. Jolies größte Sorge: Pitt dreht im Sommer in Kalifornien seinen neuen Streifen Moneyball, während sie in Südfrankreich mit der Kinderschar ausspannt. Ist es Jens Chance? Gelegenheit macht Diebe, heißt es bekanntlich.
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Mit dem Oscar in der Tasche setzt die spanische Filmsirene Penelope Cruz (35) ihren erstaunlichen Höhenflug fort: Beim Festival in Cannes präsentierte sie ihren jüngsten, cineastischen Coup. Der vom spanischen Meisterregisseur Pedro Almodovar (Volver) auf die Leinwand gezauberte Beziehungsdrama Broken Embraces überzeugte die Kritiker.
Der nächste Hit der spanischen Beauty, die im TV als rasende Ärzten im Wüstenthriller Sahara fesselt, folgt in Kürze: Im Musical Nine – einer mit Nicole Kidman, Daniel Day-Lewis oder Judi Dench – starbeladenen Verfilmung von Federico Fellinis 8 1/2 betört sie derart mit erotischen „Burlesque“-Tanzeinlagen, dass selbst Strapsenqueen Dita von Teese neidisch werden würde.
Der Akt war „schmerzhaft“, erzählte sie der Daily News, gar geweint hätte sie. Überraschend: Zum physischen käme am Drehset auch seelisches Ungemach. „Ich fühle mich nach wie vor unsicher vor der Kamera“, gesteht Cruz.
Zum Hoch in der Karriere gesellt sich eine stabile Romanze im Privatleben: Zuletzt gab es sogar Heiratsgerüchte mit Landsmann und Schauspieler-Kollegen Javier Bardem (40). Der soll – inspiriert als Festgast der romantischen Traumhochzeit von Salma Hayek in Venedig – auf Knien um ihre Hand angehalten haben.
Trotzdem: Unsicher scheint Cruz auch mitunter im wirklichen Leben. Als sie vor einer Cannes-Party erfuhr, dass auch ihr Ex Orlando Bloom (32) mit seiner Modelfreundin Miranda Kerr (26) antanzen sollte, sagte sie kurzerhand ab. Sie sei „erkrankt“, richtete sie den verdutzen Organisatoren aus.

Fast war es still geworden um Hotelerbin Paris Hilton (28). Es war die Ruhe vor dem Sturm: Zuerst sorgten Heiratsgerüchte mit Baseball-Burschi Doug Reinhardt (23) für Aufregung. Jetzt führt Hiltons Ansage zu Heiterkeit in der Branche, wonach sie nur Pulp-Fiction-Kultregisseur Quentin Tarantino zurück zum Film holen könne. Tarantino, dessen Inglourious Basterds dem Österreicher Christoph Waltz einen Cannes-Preis brachte, würde als einziger Regisseur zulassen, „dass ich sein kann wie ich bin“. Vor echter Schauspielerei graut ihr: Ihr Film The Hottie & the Nottie räumte bloß „Goldenen Himbeeren“ ab. Dazu sorgt ihr peinliches Dauerbalzen mit Doug für Szene-Unmut: Die beiden Armourtollen sollen sogar in Cannes von einer Yacht geflogen sein, nachdem sie am Klo beim Sex erwischt wurden.

Keine Ruhe im chaotischem Liebesleben Jennifer Anistons (40): Während sie Ex Brad Pitt SMS aufs Handy funkt, will ihr Ex-Lover John Mayer (31) sie wieder zurück haben. Eine Bekannte enthüllte, dass er über den Bruch der Beziehung nicht hinwegkomme. Vielleicht gibt es Hoffnung: Jen soll noch immer seine alten Nachrichten am Anrufbeantworter abhören.

Im Film Die Blaue Lagune verführte sie als barbusige 15-Jährige ihren Robinson Crusoe – doch Sex im wirklichen Leben hatte Starmodel Brooke Shields (43) erst mit 22 Jahren, wie sie jetzt enthüllte. Der Grund ist noch kurioser: Wegen angeblicher Gewichtsprobleme hätte sie ihren Körper nicht akzeptiert – und das wiederum zu ihrem späten „sexuellen Erwachen“ beigetragen.

# 27. Mai: Mike Tysons Tochter gestorben

Ex-Box-Champion Mike Tyson ließ die lebenserhaltenden Maschinen abstellen.
Phoenix. Die Vierjährige hatte in Tysons Villa in Phoenix (Arizona) mit einer Fitnesslaufmaschine gespielt, während ihr Bruder TV sah und ihre Mutter das Haus putzte. Ein herabhängendes Kabel wickelte sich um ihren Hals. „Wie eine Schlinge“, so die Polizei, wurde es zur tödlichen Falle. Sie starb, ohne das Bewusstsein wiederzuerlangen.
„Keine Worte“. Tyson, der an ihrem Krankenbett verweilte, ließ die lebenserhaltenden Geräte abschalten. „Es gibt keine Worte, diesen tragischen Verlust zu beschreiben“, so seine Reaktion. Tyson (42) wollte gerade seine Leben „in Ordnung bringen“, wie er sagte. 1986 wurde er Schwergewichts-Boxweltmeister. Doch seine Karriere war von Vergewaltigung bis zum Abbeißen des Ohres eines Ring-Gegners von Skandalen überschattet.

# 27. Mai: Kalifornien-Gericht schmettert Homo-Ehe ab

Aufruhr in Kalifornien nach dem Richterspruch, wonach Homo-Ehen verboten bleiben.
San Franzisko. Mit sechs zu einer Stimme schmetterte Kaliforniens Höchstgericht die Klage ab, wonach ein im Vorjahr per Volksabstimmung erzwungenes Verbot gleichgeschlechtlicher Ehen „verfassungswidrig“ sei. Obwohl die 18.000, vor dem Bann geschlossenen Ehen gültig blieben, ist es ein schwerer Rückschlag für die Schwulenbewegung. „Schande! Schande!“, wurde skandiert. „Jahrzehnte nach Martin Luther King müssen wir immer noch um die Bürgerrechte von Minderheiten kämpfen”, zürnte ein Demonstrant. In einem für 2010 geplanten, neuen Referendum soll das Verbot ausgehebelt werden. In fünf US-Staaten ist bisher die Homoehe erlaubt.

# 26. Mai: Gibson „Octodad“

Es ist offiziell: Megastar Mel Gibson (53) wird „Octo-Dad”, Achtlingsvater. Der Lethal-Weapon-Star bestätige bei Latetalker Jay Leno, dass seine neue Russenfreundin Oksana Grigorieva (39) tatsächlich schwanger ist. Mit Ex Robyn hat Gibson sieben Kinder: Hannah (29), Edward und Christian (beide 27), William (23), Louis (21), Milo (19) und Thomas (10). Gerade wickelt er mit deren Mutter Robyn nach 28 Ehejahren die teuerste Scheidung der Hollywood-Geschichte ab. Streitwert: Eine Milliarde Dollar.
Reiner Tisch. Der wegen Suffexzessen und Antisemitismusvorwürfen umstrittene Australier machte auf Lenos Couch – relaxed, rasiert, in Jeans und gestärktem Hemd – in einem fröhlichen Schlagabtausch reinen Tisch: „Ja, Oksana ist schwanger“. Leno: „Na, das macht dann 28 Kinder, oder?“ Gibson: „Bleiben wir bei acht – ich bin Octo-Mel!“. Das Publikum bog sich bei der Anspielung auf „Octomum” (Achtlingsmutter) Nadya Suleman.
„Ehe vermurkst“. Gibson gab auch erstmals Auskunft zum Ehecrash mit Robyn (52): Bereits seit drei Jahren wäre das Paar getrennte Wege gegangen. „Solche Dinge passieren“, so Gibson: „Es ist eine unglückliche, traurige Situation“. Und weiter: „Sie ist eine bewundernswerte Frau — und wir haben die Kinder zusammen“. Sie seien Freude, beteuert Gibson. Der tiefkatholische Star, der eine Kirche bauen ließ, wo Messen in Latein gelesen werden, nahm die Schuld auf sich: „Ich habe meine Ehe ziemlich vermurkst…“.
Tiraden. Die vorläufige Trennung erfolgte, als Gibson im Juli 2006 volltrunken Polizisten mit antisemitischen Tiraden eindeckte. Endgültig platzte ihr der Kragen, als Paparazzi ihn im Nahkampf mit Oksana am Costa-Rica-Strand erwischten. Mels Neue, die er offiziell bei einer Premiere jüngst präsentiert, bringt ein Kind mit Ex-Bond Timothy Dalton in die Patchwork-Familie.

# 25. Mai: Heiratet Hilton?

Sie hüpfte durch Discotanzflächen rund um die Welt, hatte so viele Schoßhündchen wie Karrieren (Film, TV, Autorin, Parfum-Produzentin) wie Boyfriends (Jason Shaw, Nick Carter, Paris Latsis, Stavros Niarchos oder Benji Madden). Dazu gab es Skandale in Serie: Der verfilmte Beschlaf mit Rick Salomon wurde zum Porno-Hit. Sie landete im Knast wegen Trunkenheit am Steuer. Doch wird die berühmteste und notorischste Hotel-Erbin der Welt, Paris Hilton (28), jetzt endlich erwachsen?
Die Gerüchte verdichten sich, dass das Society-Sternchen ihren neuen Boyfriend, Baseballspieler und TV-Mimen Doug Reinhardt (23), in Kürze ehelichen könnte. Ihr Liebesaffäre ist vehement und öffentlich: Beim Filmfestival in Cannes betörte sie ihn mit einem Balztanz. Dann flogen sie wegen Sex am Klo von einer Privatjacht-Party. Sonst knutscht sich das Paar seit fünf Monaten ungeachtet von Örtlichkeit und Angebrachtheit ab. Doug startete eine Prügelei in Miami, als ein DJ ihre Musikwünsche missachtete. Sie nennt ihn „ihren sexy Boy“.
Jetzt geht Reinhardt in die Offensive: „Ich werde um ihre Hand anhalten“, erzählte er den Britenblatt The Mail on Sunday: „Ich kann aber noch nicht sagen, wann – da ich die Überraschung nicht verderben will“. Insider fügen an, dass Reinhardt, Star in der TV-Serie The Hills, bereits mehrmals angekündigt hat, ihr einen hochkarätigen Ehering anzustecken zu wollen. Es wäre Hiltons Verlobung Nummer Zwei: Bereits 2003 hatte sie das Model Jason Shaw heiraten wollen.
Als möglicher Termin wird der Sommer genannt. Szenebeobachter rotieren bereits: Mit Hiltons globalem und schillernden Freundeskreis könnte es die Society-Hochzeit des Jahres werden. Ob sie ihren einstigen Walzer-Partner beim Wiener Opernball, Baumeister Richard Lugner, auch einlädt, wird jedoch bezweifelt.

# 23. Mai: Bildungsministerin Schmied beeindruckt von US-Schule

Unterrichtsministerin Claudia Schmied will in Österreich Vorzeigeschulen gründen, ähnlich der Elite-Highschoolbei New York, die sie beim jüngsten US-Trip begeisterte.
New York. Keine demonstrierenden Schüler, keine sich querlegenden Gewerkschaften, kein knausriger Finanzminister. Unterrichtsministerin Claudia Schmied (50) konnte bei einer Fact-Finding-Mission nach New York nach dem jüngsten Spießrutenlauf mal durchatmen. „Schon toll so ein Tapetenwechsel“, schaut sie auf die Skyline New Yorks. Schmied nützt die Inspiration Amerikas für neue Pläne: Sie will in allen Bundesländern „Schulen der Exzellenz“ für Kinder ab 14 Jahren schaffen, geht sie gegenüber ÖSTERREICH in die Offensive.
„Strahlkraft“. Schmieds Vision: Schulen mit den besten und motiviertesten Lehrer, die ganztags werken. Der Direktor soll „totale Personalhoheit“ und modernste Ausstattung erhalten. Jede der neuen Eliteschulen soll Ausbildungsschwerpunkte haben: Umwelt, Gesundheit, Sprachen, Tourismus oder Sport. Eine eng Kooperation mit der Privatwirtschaft ist gewünscht. Schmied: „Die Strahlkraft dieser Schulen wird mein bestes Argument für eine breitere Bildungsreform sein“ (siehe rechts). Und die Lehrergewerkschaft? „Ich habe für so einen Schulversuch alle Befugnisse“, sagt sie.
Vorbild USA. Die Idee kam Schmied bei einer Tour durch die „Bergen County Academies“ Highschool, einer öffentlichen Schule bei New York. Dort traute sie ihren Augen nicht. Ein Roboter begrüßte sie. Von den 1.000 Schülern schaffen es 100 Prozent (!) an die Uni. Im Stammzellenlabor erzählt der von der Eliteuni Cornell abgeworbene Lehrer über Schülerstudien, die in Wissenschaftsmagazinen publiziert werden. Kochen lernen die Kids vom Ex-Chef des Waldorf-Nobelhotels. Ein Übungsspital mit sprechenden Plastikpuppen gibt es, oder einen Trading Floor mit Kursen in Echtzeit. „Unserer Schüler sollen strahlen“, sagt Direktor Daniel Jaye. Schmied fasziniert: „Hier ziehen alle an einem Strang – bei uns graben sich beide Seiten in ihren Rollen als Lehrer und Schüler ein“.

# 23. Mai: Dollar wankt

Washington. Alarm unter Währungshändlern über den US-Dollar: Die Weltleitwährung ist auf Talfahrt, Freitag durchbrach der Euro gegenüber dem Dollar die 1,40-Marke – der schwächste Wert seit Jänner. Investoren sind nervös, dass sich die USA, einst ein als unverwundbar erscheinender Gigant, beim Schuldenmachen im Kampf gegen die Rezession überhebt: Mit 1,8 Billionen Dollar könnte das Budget-Defizit im laufenden Fiskaljahr auf über 13 Prozent des BIP explodieren.
Wackelt AAA? Angst herrscht auch, dass Amerika seine exzellente Tripple-A-Kreditwürdigkeit verlieren könnte. Die Ratings-Agentur Standard & Poor‘s hatte bereits Großbritannien vor einem solchen Schicksal gewarnt. Top-Investor Bill Gross fügt an: „Das kann auch in den USA passieren“. Finanzminister Tim Geithner versuchte zu beruhigen: Die Megadefizite seien nur „kurzfristig“.

# 23. Mai: Arnie geht in Pleitesumpf unter

Als forscher „Governator“ war Schwarzenegger angetreten, um Kalifornien umzukrempeln. Doch nach viele Beinahepleiten ist die Bilanz getrübt.
Es ist die Stunde der Wahrheit in Kalifornien. Diesmal, herrschte Gouverneur Arnold Schwarzenegger (61), werde es bei der Schließung des neuen Budgetloches von 21,8 Milliarden Dollar keine „Tricks, faulen Kompromisse oder neues Schuldenmachen geben“. Gnadenlos wie der Terminator zückte er den Rotstift: 928.000 Kinder verlieren die Krankenversicherung, 5.000 Beamte den Job, Unis und Schulen Milliarden an Geldern.
Pleitegefahr. Der Riesenstaat Kalifornien (38 Millionen Einwohner, mit 1,7 Billionen BIP achtgrößte Volkswirtschaft der Erde) steht neuerlich vor der Pleite. Von Arnie per Volksabstimmung anvisierte, langfristige Budgetreformen scheiterten: Die Wähler schmetterten alles von Steuererhöhung bis Umschichtungen innerhalb der Etats ab. „Ich habe den Willen des Volks laut und klar verstanden“, blieb ihm bloß öffentliche Zerknirschtheit. Zwar spenden dem Ex-Bodybuilder und Filmstar Experten Trost: „Kalifornien ist praktisch unregierbar!“ Von einem Lehrbeispiel, „wie direkte Demokratie auch scheitern kann“, schrieb die New York Times. Denn alles muss dort per Referendum goutiert werden. Komödiant Bill Maher spitzte zu: „Wir wünschen uns stets die tollsten Sachen – doch wollen dafür nicht blechen“.
Absturz. Doch der Volkszorn trifft Arnie: Ein Hollywood-Happy-End seiner Politlaufbahn rückt in weite Ferne. Laut Field-Umfrage stürzten seine Popularitätswerte auf 33 Prozent ab. 18 Monate bleiben ihm noch bis zu seinem Abtritt aus dem Gouverneurspalast in Sacramento. Wenig Zeit, sein Politerbe noch zu retten. Noch dazu, wenn unpopuläre Maßnahmen gegen die Budgetmisere alles überraschten. Die Ironie: Die Budget-Misere 2003 – als unter Vorgänger Gray Davis ein 42-Milliarden-Loch klaffte – spülte ihn ins Amt. Die leeren Staatskassen ruinieren jetzt das Finale der Arnie-Ära.
Klimaschützer. Es war eine Achterbahnfahrt zwischen Triumphen und Waterloos: Nach der Weltsensation der „Recall“-Wahl 2003 wurde er dank einer donnernden Rede beim Bush-Parteitag zu Amerikas Politsuperstar. Sogar eine Verfassungsänderung wurde diskutiert, um den in Österreich Geborenen den Kampf um das Oval Office zu erlauben. Legendär bleibt Arnie als engagierter Einsatzleiter bei Kaliforniens Feuerinfernos und als Vorreiter beim Klimaschutz. Doch eigentlich hatte er Kalifornien total umkrempeln wollen: „Ich kam hierher, um zu reparieren, was kaputt war“, sagt er. Doch viel früher hätte er seine Popularität einsetzen sollen, „um den Bürgern reinen Wein einzuschenken“, nörgelte die L.A. Times.
Was macht Arnie nach seinem Abtritt im Jänner 2011? „Nachdem er sich mit US-Präsident Barack Obama versteht, könnte er doch noch einen Platz im Regierungsteam ergattern“, spekulieren Beobachter. Oder er kehrt ins Filmgeschäft zurück: Sly Stalone (62) habe gezeigt, dass auch alte Actionhelden eine Chance haben.

# 22. Mai: Michael J. Foxs Bestseller

Es schien ein ganz normaler Morgen für Hollywood-Star Michael J. Fox (47). Körperlich mit 162 Zentimetern Körpergröße kleingewachsen hatte er es mit Charisma, Good Looks und harter Arbeit an die Spitze der Filmindustrie geschafft: Drei Episoden von “Back to the Future” füllten Kinokassen, “The Secret of My Success” wurde zum Klassiker unter romantischen Komödien. Doch da wachte er auf im Jahr 1990 in seiner Villa in Florida. Eigenartig schien dieses eigenartigen Zwicken in seinem kleinen Finger. Kaum konnte er sich vorstellen, dass das komische Kribbeln der Vorbote zu einer devastierenden Diagnose war: Parkinson-Krankheit, im Alter von 29 Jahren.
Fox ist das prominenteste Opfer eines grausamen, richtig niederträchtigen Leidens: Die Kommunikation zwischen Gehirn und Nervenzellen wird mit zunehmender Intensität gestört. Beeinträchtigt sind zuerst Muskelbewegungen oder das Sprechen. Am Ende wird der Körper abgeschaltet. Jetzt hat Fox sein Drama in der Bio “Always Looking Up: The Adventures of an Incurable Optimist” (Verlag: Hyperion, 288 Seiten) festgehalten. Amerika zeigte sich bewegt: Seit Wochen rangiert der Bestseller unter den Top-Zehn der “New York Times”-Liste.
“Es ist ironisch”, nimmt der glücklich mit Tracy Pollan (48) verheiratete Vater von vier Kindern – Sam (19), Schuyler, Aquinnah (beide 14) und Esme (7) – Bezug auf die ersten Symptome im kleinen Finger: “Der ist jetzt der einzige, der stillhält – während der Rest meines Körpers außer Kontrolle ist”. Sein Köper habe bloß Frieden, schreibt Fox in einem Stil, der kein Mitleid weckt, sondern zum Schmunzeln anregt, wenn er schlafe: “Geringe Gehirnaktivität heißt, dass wenige Neutronen auf die Nervenzellen schießen – in meinem Fall eher danebenschießen.” Das Drama beginne bereits, bevor er selbst richtig munter werde: “Ich bin noch im Dämmerzustand, doch mein Körper hat bereits Befehle erhalten, sich zu verrenken, zu verdrehen und zu verwinden”.
Fox ist dazu Advokat Nr. 1 bei der Jagd nach einer Heiltherapie: Seine “Michael J. Fox Foundation for Parkinson´s Research” pumpt mehr Geld in die Forschung als jede andere Privatstiftung. Er setzt sich vehement für die Freigabe der Stammzellenforschung ein – und wurde dadurch im letztjährigen Präsidentschaftswahlkampf zur Zielscheibe der Religiösen Rechten. Die Genugtuung kam, als er mit zwei Millionen in D.C. den Amtsschwur von Barack Obama erlebte. Der macht prompt Hoffnung: Fortan darf mit Stammzellen experimentiert werden, die für Fox einzige Chance, die Krankheit zu besiegen.
Der Hollywoodstar ließ sich nie unterkriegen vom täglichen Amoklauf seiner Nervenzellen. Er führt aus, dass er optimistischer, zufriedener und glücklicher ist als jemals zuvor. “Wenn meine Kinder nach der Schule nach Hause kommen, ist der glücklichste Moment des Tages”, sagt er: Seine Familie gebe ihm so viel mehr, “als Parkinsons jemals von ihm nehmen kann”.
Fox breitet seine Odyssee fesselnd, witzig und berührend aus: Er beschreibt den Kampf gegen Alkoholismus und Arbeitswut, erzählt skurrile Anekdoten über berühmte Freunde. Doch nicht loszulassen ist das Buch, wenn er täglichen Herausforderungen festhält: “Ich erspare euch Details meines Klobesuchs”, schreibt er: “Nur eines: Mit Parkinsons ist es sinnvoll, die Klobrille nach oben zu klappen”. Dann die nächste Herausforderung, die Zahnpasta auf die Bürste zu drücken: “Ich führe sie mit beiden Händen in den Mund, eine Kraft wird entfesselt, als lasse man bei einer Steinschleuder los”. Schließlich beschreibt er, wie er die Bürste wieder aus dem Mund bekommt: “Das sieht aus, wie würde ich einem Angreifer das Messer entreißen”.

# 21. Mai: Die Terror-Tölpel von New York

Alarmstimmung in den USA: Lokale Extremisten wollten Synagogen sprengen und Militärflieger abschießen. Doch das FBI hatte die Zelle unterwandert.
New York. Im Visier der Islam-Extremisten standen eine Synagoge und ein jüdisches Kommunalzentrum in der Bronx sowie eine Militäreinrichtung. Vier zum Islam konvertierte Afroamerikaner aus Newburgh nahe New York City wurden festgenommen, als sie – wie sie glaubten – Sprengsätze in Position brachten. Doch FBI und New-York-Polizei hatten die Terror-Zelle seit über einem Jahr überwacht, ein Informant sie infiltriert. Statt C-4-Plastiksprengstoff stellte der Maulwurf Bombenattrappen bereit. Die Falle schnappte zu.
Stinger-Raketen. Danach wollten die Terroristen am Stewart-Airport mit einer „Stinger“-Rakete, ebenfalls eine Attrappe, eine Militärmaschine abschießen. Jetzt schrillen die Alarmglocken über in US-Vorstädten heranwachsende, durch Osama Bin Ladens Al-Kaida-Terrornetz inspirierte Extremisten.
Wut. James Cromitie, Onta Williams, David Williams und Laguerre Payen hatten sich arabische Kampfnamen zugelegt und ihrer Wut gegen Juden und die in arabischen Staaten „mordende US-Armee“ freien Lauf gelassen: „Ich hasse diese verdammten Judenschweine“, sagte einer. Während sich die Behörden in New York für die Verhinderung der „schlimmsten Attacke seit dem 11. September“ feiern lassen, bezweifeln Terrorexperten die Fähigkeiten der Möchtegern-Jihadisten: Cromitie behauptete etwa, dass seine Eltern in einem „früheren Leben“ in Afghanistan wohnten. Dennoch: New York bleibt Terrorziel Nr. 1. Viele Komplotte flogen nach dem Jumboterror gegen die Twin Towers (3.000 Tote) auf, darunter die Brooklyn-Brücke.

# 20. Mai: Arnie im Schleudern

Gouverneur Arnold Schwarzenegger wollte Kalifornien vor der ständigen Finanzmisere retten. Doch Wähler erteilten ihm jetzt eine Abfuhr.
Sacramento. Zwischen Triumph und Niederlage lagen für Schwarzenegger nur Stunden: Zuerst übernahm US-Präsident Barack Obama seine kühnen Ideen zur drastischen Reduzierung der Autoabgase. Doch dann verwehrten ihm die Wähler in einer Volksabstimmung Notgesetze zur Stabilisierung des Staatsfinanzen.
Loch im Etat. Arnie bleibt sein wichtigstes Wahlversprechen schuldig: Bei den „Recall“-Wahlen 2003 stürmte er mit einem Besen das Kapitol in Sacramento, um den „finanziellen Sauhaufen auszumisten“. Jetzt muss Arnie wieder ein 21-Milliarden-Dollar-Loch im Etat mit unpopulären Maßnahmen stopfen: 5.000 Beamte sollen gefeuert, 19.000 Häftlinge freigelassen und zwei Milliarden im Schulbereich gespart werden. Dabei wollte er in den 20 verbleibenden Amtsmonaten am Polit-Erbe feilen.
Zurück ins Kino? Was macht Arnie nach seinem Abtritt? Er könnte probieren, als Senator die Politlaufbahn fortsetzen – oder ins Filmgeschäft zurückkehren. Doch im Charakterfach, sind Kenner skeptisch, floppt Arnie, und als Actionheld ist er zu alt: „Deshalb wurde er damals ja auch Politiker“.

# 20. Mai: HOLLYWOOD-STORIES

Drastisch könnte der Sprung von Catherine Zeta-Jones (39) vom-Sexsymbol zu Charakterdarstellerin ausfallen: Die gerade im TV zu bewundernde, betörende Kriminalistin im Blockbusterfilm Ocean´s Twelve will die Interner-Sängersensation Susan Boyle (48) verkörpern. Sie wollte die Filmrechte kaufen.
Karriere stottert. Der Plan ist die jüngste Merkwürdigkeit in der einst Oscar-gekrönten (Chicago), doch jetzt stotternden Karriere: Im der romantischen Komödie The Rebound spielt sie eine New Yorker Single-Mum, die sich in ihren jüngeren Nachbarn verliebt. Nett, doch verzweifelt suchen die Produzenten noch nach einer US-Vertriebsfirma. Ebenso eher skurrile scheinen ihre geplanten Rollen als Kleopatra oder Frau des Malgenies Salvador Dali.
Familienidylle. Offenbar ist ihr die intakte Familienidylle wichtiger, so Beobachter. In einer Märchenhochzeit im New York Plaza-Prunkhotel 2000 heiratete sie den exakt 25 Jahre älteren Filmstar Michael Douglas (64). Ihr erstes Baby, Dylan, war bereits drei Monate alt. Tochter Carys kam drei Jahre später. Douglas sagte zuletzt, dass er seiner vielweibernde Vergangenheit abschwören musste. „Versprich, dass ich die einzige bin“, sagte sie. Das Resultat: Ein skandalfreies Hollywood-Powerduo, mit 200 Millionen Dollar auf der Bank. Zeta liebt schon früher ältere Männer: In den Neunzigern, so ein jüngstes Skandalbuch, hätte sie fast den Produzenten Jon Peters (64) geehelicht. Doch der bekam nach der Anreise des halben Familienclans aus Wales „kalte Füße“.
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Blondinen-Beauty Cameron Diaz (36) ist im Bann der Liebe. Zwar nicht im wirklichen Leben: Denn die Beziehung zu Model-Boyfriend Paul Sculfor ist kaputt. Es geht eher um die Bewerbung ihres neuen Films My Sister´s Keeper: „Es geht hier um die Liebe, alle Formen der Liebe – und dem Gegenteil, gebrochenen Herzen“, plaudert sie als neues Vogue-Covergirl. Aus beiden könne man viel lernen, fügt sie an. Diaz gibt auch zu, dass ihre Zeit als Sexsymbole zu Ende geht. „Ich nehme mutigere Rollen an“, sagt sie. Und sie will Vorbild sein: Am Schönheits- und Jugendwahn festzuhalten, so Diaz, sei ein Fehler: „Das schränkt das Potential von Frauen ein”. Lange dürfte sie nach dem Sculfor-Breakup nicht alleine bleiben: Prompt wurde sie beim Lunch mit Musiker-Schwerenöter Adam Levine gesichtet.

Über ein Geschwisterchen für die süße Suri (3), Tochter von Katie Holmes (30) und Tom Cruise (46), war schon lange spekuliert worden. Jetzt könnten es zwei werden. Das Paar rede nur über den Plan für Zwillinge, berichten Freunde. Sie erwägen sogar In-Vitro-Befruchtungen. Der Grund: Katie wolle keine zwei Schwangerschaften ertragen.
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Nicht gerade wie in Sex and the City, doch ebenso romantisch: Cynthia Nixon (43), alias Miranda in der TV-Kultserie und im Film, verlobte sich mit ihrer Freundin, der Ökoaktivistin Christine Marinoni. Bei einem Fest für Schwulenrechte in New York verkündete sie den kommenden Marsch zum Traualtar. Nixon hat mit einer Ex-Partnerin zwei Kinder.

# 19. Mai: Obama will saubere Autos

US-Präsident Barack Obama drängt jetzt die Autoindustrie auf eine „grüne Zukunft“.
Washington. Der Benzinverbrauch soll drastisch gesenkt und strenge Obergrenzen für Auspuffgase eingeführt werden. „Im Jahr 2016 könnte der Fuhrpark um 40 Prozent sauberer und Treibstoff sparender sein als heute“, so die New York Times. Ökogruppen jubelten: Obama signalisierte, dass Amerika beim Kampf gegen den Klima-GAU ernst macht.
Arnie als Vorreiter. Der US-Erdölverbrauch könnte um fünf Prozent pro Jahr sinken. Im Detail: Der Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxid soll von 210 Gramm pro Kilometer auf 150 gesenkt werden (in der EU müssen die CO2-Abgase bis 2015 auf 120 Gramm sinken). Dazu werden in sieben Jahren nur mehr Autos mit einem Benzinverbrauch von 6,6 Liter pro 100 Kilometer zugelassen. Heute säuft die US-KFZ-Flotte im Schnitt 9,2 Liter. SUV-Benzinfresser dürften verschwinden. Eine neue Generation an Hybrid- und Elektroautos sieht das Wall Street Journal.
Es ist ein Triumph für Kaliforniens Arnold Schwarzenegger. Der kämpfte seit Jahren für diese Standards. Stolz durfte er neben Obama stehen.

# 18. April: Obama trifft Mr. N

Israels rechter Premier Netanyahu wollte US-Präsident Obama auf Luftschläge gegen den Iran einschwören. Einen Palästinenserstaat lehnt er ab.
Washington. Israel habe Pläne für Luftschläge gegen Irans Nuklearanlagen fix und fertig an Tisch liegen, wurde zuletzt berichtet. Irans Hardliner Mahmud Ahmadinedschad treibt dazu sein Atomprogramm zügig voran: 7.000 Zentrifugen zur Urananreicherung wurden in Betrieb genommen. Das Ziel, so Experten: Der Bau von Atombomben.
Ultimatum. „Ein nuklearer Iran ist eine Bedrohung für Israels Existenz“, warnte Sicherheitsberater Uzi Arad. Sogar ein Ultimatum gibt es: Kann die Welt Teheran bis August vom Konfrontationskurs nicht abbringen, könnte Israels Luftwaffe losschlagen.
Doch Barack Obama will dem Israel-Premier militärische Alleingänge ausreden. Diplomatie sie „die beste Option“, sagte er zu Newsweek. Dazu will Obama den stagnierenden Nahostfriedensprozess ankurbeln, vor allem die Etablierung eines Palästineserstaates – den Benjamin Netanyahu bisher ablehnt.
Neuer Krieg? Jordaniens König Abdullah II warnte beide: Gibt es heuer keine Fortschritte drohe im nächsten Jahr ein neuer Nahost-Krieg. Netanyahu hofft, dass sein Obama-Treffen besser verläuft als jenes mit Bill Clinton 1996. Da hatte er Clinton mit Besserwisserei derart genervt, dass der „laut fluchend“, so die New York Times, das Gespräch verließ.

# 16. Mai: Obamas Guantanamo-Blamage

US-Präsident Barack Obama bleibt zwar populär. Doch wegen der Fortführung der Guantanamo-Bay-Tribunale gerät er ins Visier der Linken.
Washington. Fix ist jetzt, dass Obama die umstrittenen Militärtribunale wieder aufnimmt. Vier Monate lang sollen zwar die Rechte der Terror-Häftlinge ausgeweitet werden – doch dann gut 20 der noch 241 Inhaftierten von Militärs abgeurteilt werden. „Nur so können wir unser Land schützen, während wir unsere Wert aufrecht erhalten“, so Obama.
Sollten die Häftlinge vor regulären US-Gerichten landen, befürchtet er, könnten Beweismittel wegen der Folterpraktiken ungültig sein. Das Schreckensszenario: Ein Freispruch mangels an Beweisen der Rädelsführer des 11. September (3.000 Tote), Khalid Shaikh Mohammed und Abu Zubaydah. Amnesty-Menschenrechtler protestierten: Obama breche sein Wahlversprechen und setze den Kurs von Vorgänger George Bush fort, so ein Sprecher.
Gräuelfotos. Ähnlich Obamas Dilemma bei der Aufarbeitung von Bushs Folterskandalen. Zuerst setzte er auf Transparenz, als er Memos mit grimmigen Details über das Quälen von Häftlingen mit Schlafentzug, Waterboarding oder gar Insekten freigab. Damit bot er der Opposition eine Angriffsfläche: Der Geheimdienst CIA, der die Brutalo-Verhöre durchführte, sei entblößt, wetterte Ex-Vize Dick Cheney, die „nationale Sicherheit“ bedroht. Prompt ruderte Obama bei der versprochenen Freigabe weiterer 2.000 Gräuelfotos aus Amerikas Kriegsgefängnissen – vor allem den notorischen Abu Ghraib im Irak – zurück: Er will jetzt die von der US-Bürgerrechtsgruppe ACLU verlangte Freigabe unterbinden.
Image-GAU. Obama argumentiert: Die Fotos würden einen neuen Image-GAU im arabischen Raum provozieren und seine Reparatur-Anstrengungen torpedieren. Am 4. Juni plant er in Kairo eine große Rede an Moslems. „Auch hier wird am Bush-Kurs festgehalten“, schäumte jedoch ein ACLU-Anwalt.
Einige Bilder sickern bereits durch. Das australische SBS-TV publizierte neue Horrorfotos aus Abu Ghraib: Wieder nackte Häftlinge mit Kapuzen, von Stockbetten hängend, mit Hunden gequält. Die Debatte zeigt Obama die gravierenden Unterschiede zwischen Wahlkampf und Regieren, so die New York Times: Pragmatismus weiche Idealismus.

# 16. Mai: Nicht ohne meine Tochter

Polizisten halfen einem US-Vater und dem FBI, Johanna (6) ihrer Mutter mitten in Österreich- zu entreißen. Jetzt lebt sie in der US-Einöde. Der Vater: „Das ist was sie will“.
Das Kind blickt neugierig aus dem Fenster. Der Vorhang wird zur Seite gezogen in dem etwas verwahrlost wirkenden Holzbau mitten im Wald nahe dem Nest Willis, US-Bundesstaat Virginia. Unten vor der Garageneinfahrt redet ihr Vater mit Reportern. Vielleicht denkt sich das Mädchen: Sind das die Leute, die mich wieder nach Österreich bringen – zu meiner Mamma? Johanna (6) ist zwischen die Räder eines transatlantischen Sorgerechtsstreits geraten. Der US-Vater Adam Morrison (41) hatte sie am 16. April – unter dramatischen Umständen wie bei einem Kidnapping unter Mithilfe von Polizisten und FBI-Agenten – von Österreich nach Amerika geholt. Der austro-amerikanischen Mutter Andrea Morrison (39) hatten zwar US-Gerichte das Sorgerecht entzogen – doch sie lebte, wie Gerichte hier bestätigten, völlig legal in Bad Ischl.
Ende der Welt. Jetzt ist das süße, blonde Mädchen, das seit einem Monat im letzten Winkel des bewaldeten Appalachen-Mittelgebirges in der tiefsten Provinz Virginias lebt, gefunden. Zu erreichen ist das Haus über eine halb weggespülte Schotterstraße. Äste des dichten Gestrüpp schleifen am Wagen. Die Suche dauerte fünf Stunden. Es gibt keine Adresse, kaum wer hier im Territorium paranoider Bürgerwehren will groß Auskunft geben. Die Abgeschiedenheit hat einen guten Grund, sagt Vater Adam gleich: „Wir wollen nicht gefunden werden…“.
Nicht nüchtern. Adam wirkt verwahrlost, steht hypernervös er vor der Garage. Wenn er raucht, zittern die Hände. Er ist hager, die Haare hängen ungewaschen in die Augen. Es ist kurz nach 14 Uhr, doch er wirkt nicht sonderlich nüchtern. Seine Augen sind blutunterlaufen, die Zähne braun. Von einer langjährigen Drogensucht erzählte Ex-Partnerin Andrea.
„Johanna geht es gut“, sagt er: „Hier zu leben ist genau, was sie will“. Gerade habe sie ein Playdate, ein Spieltreffen mit einer Freundin. Im Garten liegt kein Spielzeug. Übertriebene Ordnungswut ist dafür kaum verantwortlich: Der Garten ist übersät mit Utensilien.
Johann „flüchtet“. Können wir sie sehen? Mutter Andrea ist außer Sinnen vor Sorge. „Das kann ich nicht zulassen“, winkt er ab. Doch Johanna nimmt das Heft in die eigenen Hand: Sie hat offenbar ihre Bewacher im Haus abgeschüttelt, marschiert durch die Türe. Sie trägt eine rote, verwaschene Weste, schaut verängstigt drein. „Bring sie sofort wieder hinein“, herrscht Adam seine mögliche Freundin mit Dreadlocks und Fetzenjeans an. Johanna folgt ihr. Nochmals dreht sie sich um.
„Schickt Gewand“. Adam, mit dem Trauma des Kindes durch die jähe Trennung von der Mutter konfrontiert, gibt zu: Sie vermisse ihre Schwester Erika (3), „und ihre Mutter…“. Er selbst hat sie vor der Rückholung zuletzt im Babyalter gesehen. Doch er fasst sich, fügt trotzig an: „Sie kann ja herkommen“. Und dann fällt ihm noch was ein: „Sie könnte auch Gewand für die Kleine schicken…“
Wie ernährt er sie? Morrison betreibe eine Catering-Firma, sagt er. Wie gut die Geschäfte in einer Einöde gehen, wo Einwohner mehr Waffen in der Scheune als Zähne im Mund haben, ist unbekannt. Im nahen Dorf Meadows of Dan wäre die Schule, falls Johanna hier im Herbst in der ersten Klasse startet. Der Rest des Ortes: Tankstelle, US-Flagge, Postamt, Laden, Souvenier-Shop.
Anklage. Mutter Andrea, die im Alter von sechs Jahren mit ihre Wiener Mutter nach Detroit zog, sitzt fest. In den USA ist sie angeklagt wegen Kindesentführung durch ihre illegalen Abreise 2007 sowie (Aktenzahl 2:09-cr-20179). Der Vorwurf an Österreichs Behörden bleibt jedoch bestehen: Sie holten im Auftrag des Vaters Johanna aus dem Kindergarten ab. Sie ließen ihre Ausreise vor einer Entscheidung österreichischer Richter zu. Jetzt nach Durchsicht der Fotos fragt Andrea panisch: „Wieso hat sie geschwollenen Lippen, rote Flecken auf den Wangen? Schlägt er sie?“

# 15. Mai: HOLLYWOOD-STORIES

Deutschlands Duo Alex und Oscar setzen offenbar auf Sex, um den ersten Song-Contest-Titel seit 27 Jahren einzufahren, genauer auf die Striptese-Power des Ex-Lugner-Opernballgastes Dita Von Teese (36): Der Meisterin des erotischen Burlesque-Tanzes soll bei der Riesenshow in Moskau am Samstag den Song mit dem denkwürdigen Titel Miss Kiss Kiss Bang in Moskau „retten“, wie einige höhnten. „Ich hoffe wir gewinnen“, fiebert Van Teese, die neben ihren Stripeinlagen auch als Model und Schauspielerin Millionen scheffelt, aufgeregt mit. Auch sonst hat sie Grund zur Freude: Nach dem Ende ihrer Ehe 2007 zu Skandalmusiker Marylin Manson (40) ist sie jetzt wieder frisch verliebt: Sie hat sich sogar mit dem Fashiondesigner-Sohn, Louis-Marie de Castelbajac (25) fast einen Toyboy geangelt, so sie New York Post. Seine Freunde waren verblüfft. „Er ist ja noch ein Kid“, sagte einer. (bah)

Ist jetzt nach der Scheidung von Sean Penns Frau Robyn Wright der Weg frei für die Romanze des Oscar-Preisträgers mit der Star-Wars-Beauty Natalie Portman (27)? Seit sie erstmals am 17. März küssend gesichtet wurden, sollen sie ein inniges Paar sein, berichtet das Magazin Star. Sie stimuliere ihn wie keine Frau zuvor, so Freunde: „Auch mental und professionell“.

Nicht gerade Sex and the City-Material ist die Leihmutter, die für Sarah Jessica Parker (44) ihre Zwillinge austrägt. Es ist eine bisexuelle Rockerin, ihr Körper übersät mit Tatoos. Die laut Star-Magazine 26-Jährige Michelle Ross trägt die Parker-Twins in Ohio aus. Auf ihrer Facebook-Site schrieb sie: „Ich liebe rosarote Haare und schwarze Lederstiefel“.

Gerne macht sich Hollywood-Superstar Angelina Jolie (33) über den von Tabloids verbreiteten „Unsinn“ lustig. Das Lachen könnte ihr vergehen: Denn Reports über Trennungsgerüchte mit Traumpartner Brad Pitt (45) nehmen an Vehemenz zu. Zuerst war da die Story von Pitts Rausschmiss aus dem Schafgemach, nachdem er eine Nanny massierte.
Jetzt kommt noch eine brisanterer Facette hinzu: Brad soll es wieder zu seiner Ex, Jennifer Aniston (40), ziehen. Bisher hätte er sich an ihrer Schulter bloß über seine Wickel mit Jolie, die ihn am Set des Thrillers Mr. and Mrs. Smith verführte, ausgeweint. Doch Jen hofft auf mehr. „Ich liebe ihn“, stellte sie jüngst klar. Leicht war das Liebesglück für die als Traumfamilie gehuldigten „Brangelinas“ nie. Der Druck ständiger Paparazzibelagerung und das Tohuwabohu einer sechsköpfigen Kinderschar zehren am Nervenkostüm.
Trotz Reichtum birgt die Organisation einer Großfamilie gewaltige Strapazen – nicht nur wegen eines schrumpfenden Zeitangebots für traute Zweisamkeit. Pitts leibliche Kinder, die Zwillinge Knox und Vivienne (1), sowie Tochter Shiloh (2), sind „im nervenaufreibendsten Kleinkindalter“, so Psychologen. Die älteren, adoptierten, Maddox (7), Pax (5) und Zahara (4) stellen zusätzlich hohe Erwartungen. „Sie verkaufen die Familienidylle nach außen“, wie Beobachter auf den jüngsten Trip zum Supermarkt verweisen: „Doch der Alltag ist viel Chaos und wenig Romanze”.
Dazu kommen Zerwürfnisse bei beruflichen Prioritäten. Brad beschwerte sich kürzlich, dass seine Karriere versande. Zuletzt musste vor allem er sich um die Kinder kümmern. Seit Wochen steht Jolie für ihren neuen Thriller Salt in New York vor der Kamera. Als CIA-Agentin jagt sie Gangster. Dann kehrt sie todmüde in die Villa auf Long Island zurück. Dass sie launisch sein kann, haben Ex-Bodyguards beschrieben. Mitunter fliegen die Messer. Und: Hat sie ihre wilde Vergangenheit – wo in Kürze Starautor Andrew Morton neue Details von Selbstmordversuchen, Lesbenliebe bis Drogenexzessen enthüllen will – wirklich ganz hinter sich?
Für Stress haben sicher auch Kratzer an ihrem Starimage gesorgt: Nach hochnäsigem Herumstolzieren am Roten Teppich bei jüngsten Galas musste das Paar herbe Kritik einstecken.

# 14. Mai: Das Leiden der Farrah

Zweieinhalb Jahre kämpfte Farrah Fawcett gegen Anal-Krebs. Jetzt liegt sie im Sterben, Die ausgestrahlte US-TV-Doku wurde zum unvergesslichen Zeitdokument.
Die Szenen sind herzzerreißend: Farrah Fawcett (62), einst Sex-Symbol in der Hitserie Charlies Angels vergräbt ihren Kopf in den Händen, weint bitterlich. Dann bekreuzigt sie sich, auf einer Bahre liegend –am Weg in eine Bestrahlungsmaschine, so groß wie ein Jumbo-Triebwerk. Oder kotzt in eine Schüssel.
„Hinterhältiger Feind“ Zwei Stunden lang lief die TV-Doku Farrah´s Story Freitag zur US-Primetime. Mit einer handgehaltenen Filmkamera war ihr zweieinhalb Jahre langer, heldenhafter Kampf gegen einen „hinterhältigen Feind“, wie sie den Krebs bezeichnete, festgehalten worden. Video-Tagebuch nannte der Sender NBC das Format. Die teils verwackelten Bilder waren so traurig, aufwühlend und persönlich, dass Millionen mitweinten Da fleht Farrah: „Ich will am Leben bleiben, ich bitte dich lieber Gott, im Ernst, es ist Zeit für ein Wunder!“
„Es tut so weh“ Es ist der 12. September 2006. Testresultate gäbe es zu besprechen, so ihr Doktor. Auf einem Röngtenbild ist ein Fleck sichtbar, ein Tumor. „Ich wünschte, dass alles gleich vorbei wäre mit mir“, sagt sie in einem Moment spontaner Resignation: „Es tut so weh“. Ihr Lebenspartner, Schauspieler Ryan O´Neal (68) legt den Arm um ihre Schulter.
Trauriger Tag. „So begann alles“, liest sie aus ihrem Tagebuch: „So ein furchtbar trauriger Tag. Niemals dachte ich, diese Worte, zu hören: Krebsartiger Tumor“. Doch sie will kämpfen. „Krebs ist hinterhältig – und hat nur ein Ziel: Leben zu zerstören“, so Farrah: „ Ich weiß, dass mein Leben irgendwann mal zu Ende sein wird, doch ich will nicht an dieser Krankheit sterben“. Sie zeigt auch Galgenhumor: „Bei all den Dingen, nach denen ich mich in meinem Leben sehne, war ein Doktor, der Analkrebs heilen kann, nicht mal an der millionsten Stelle“. Sie erduldet alles: Die Runden brutaler Chemo, das Ausfallen der berühmte Lockenpracht. „Wir steckten die Büschel in die Taschen“, so eine Freundin: „Sie sollte es nicht merken“.
Sechs Tumore. Der Krebs springt auf die Leber über. „Es ist dieser erbsengroße Tumor, der seine Mutantenzellen in meine Organ schickt“. Sechs Tumore wurden auf der Leber entdeckt. Farrah will Zeit gewinnen. Sie hofft auf einen medizinischen Durchbruch. „Die Alternative ist zu schlimm zu verdauen“, so O´Neal. Doch Ärzten in LA geht die Munition aus.
Experimente. Sie sucht Hilfe in Deutschland bei der Spezialistin Dr. Ursula Jacob in der Alpenpark-Klinik: Mit einer Experimentaloperation wird der ursprüngliche Tumor im Analbereich entfernt. Plötzlich Erfolg: Tests zeigen, dass der Bereich krebsfrei ist. Sie feiert mit Freunden und ihren Sohn Redmond (24). „Wir waren so glücklich, wir hatten plötzlich eine Chance“. Jetzt muss der Krebs in der Leber bekämpft werden. Wuchtige Roboterarme versetzen den Tumoren an der Leber hohe Strahlungsdosen. Die Schmerzen sind unerträglich. Sie schreit, stöhnt. „Mein Arzt nennt Krebszellen Terroristen“, sagt sie: „Es ist mein privater Krieg“. Jetzt werden die Tumore auch mit Laser bekämpft: Mit einer Nadel, der Laser an der Spitze, wird direkt in die Mitte des Tumors gestochen. „Es sind Schmerzen, die ich niemals kannte – ich vermisse mein Leben“, wirkt sie bereits erschöpft.
Neue Tumlore. Dazu wird ihr Krebskampf zur Mediensensation: Nun muss sie auch gegen die Paparazzi kämpfen. Doch denn erklären die Deutschen: Sie ist tumorfrei. Sie feiert mit einer Schneeballschlacht „Am schlimmsten sind die Testtage“, sagt O´Neal: „Wir halten die Luft an“. Prompt: Neue Tumore: An der Leber, im Analbereich. „Doch ich fühlte mich doch so gut“, sagt sie fassungslos. Sie bricht unter Tränen zusammen. Es ist die tragische Wende zum Ende. Sie trotzt: „Ich will nicht sterben“. Neue Operationen in Deutschland, ein Medizinversuch in L.A.. Die Harre fallen aus. Es beginnt die Phase des Abschiednehmens: Sohn Redmond, wegen Drogenbesitz in Haft, darf sie besuchen. Er legt sich mit Fußketten zu ihr ins Bett. Er weint: „Oh mein Gott“.

# 12. Mai: Jolie Pitt vor dem Aus?

Die Bombenenthüllung des Magazines Live & Style, wonach Superstar Brad Pitt (45) sich mit Ex Jennifer Aniston (40) zu Geheimtreffen verabrede und seine Ehe zu Filmgöttin Angelina Jolie (33) vor dem Ende stehen soll (ÖSTERREICH berichtete), führt zum Mediensturm. Jeder Aspekt der Mutter aller Unterhaltungsstories, dem Match der Filmladies um Brad, wird zerpflügt. Kein Wunder: „Brangelina“ sind die schillerndsten Stars Hollywoods. Das Interesse an ihrem turbulenten Leben mit der sechsköpfigen Multikulti-Kinderschar ist enorm. Die Fotos der Twins verkauften sie zum Rekordpreis von 14 Millionen Dollar.
Jolies Rage. Dazu verleiht das mögliche Liebescomeback von Aniston – der Brad von Jolie einst entrissen wurde – weitere Dramatik. Vor allem: Dass Brad eine von Aniston geschenkte Halskette nun oft und öffentlich trägt, soll Jolie „in Rage“ versetzt haben. Psychologen halten das zur Schau tragen des Schmucks als verstecktes Signal an Aniston. Weitere Details sickern durch: Es wäre nicht die erste Aufmerksamkeit gewesen, die Jen ihrem Ex-Gatten – den sie, wie sie einst selbst zugab, „immer noch liebt“ – zukommen ließ. Dabei sei sie vorsichtig: Die Geschenke werden entweder von Freunden übergeben oder an Pitts Produktionsfirma Plan B geschickt. Denn sollte sie Jolie entdecken, kracht es.
Damenduell. Im Visier natürlich auch das knallharte Damenduell: Dabei kopiere Aniston offenbar den Stil von Jolie, wie auf glühenden Internet-Blogs analysiert wird. Das Signal: Sie will ihr Konkurrenz machen. Zur Bedrohung wird Jen auch an der Karrierefront: Ihre Filme sind Hits. Zuletzt wollte sie, wie Jolie, auch Kinder adoptieren. Der Liebesthriller ist auch wegen der Kulisse perfekt: New York. Aniston dreht in Tribeca den Streifen The Baster, Jolie ein paar Blöcke entfernt Salt. Und Brad pendelt zwischen ihnen.

# 11. Mai: Saberi ist frei

Teheran. Hoffnung für die im Iran wegen „Spionage“ zu acht Jahren Haft verdonnerte US-iranische Journalistin Roxana Saberi (32). Nach fünfstündiger Anhörung im Berufungsverfahren zeigte sich der Anwalt der hübschen BBC-Korrespondentin optimistisch: „Ich denke, dass wir zu einem völlig neuen Urteil kommen“. Schon wird gehofft, dass Saberi bald frei kommen könnte. Der Schuldspruch war zum internationalen Skandal geworden: Per Eilverfahren hatten sie Richter des Mullah-Staates abgeurteilt. Mit üblen Tricks war ein Geständnis aus ihr herausgepresst worden. Nach vehementen Protesten durch US-Außenministerin Hillary Clinton versprach Teheran ein „faires Berufungsverfahren“.

# 11. Mai: Und dann kam Jen…

Mit den immer öfter kolportierten Gerüchten einer möglichen Trennung zwischen Hollywoods Traumpaar Nr. 1, Leinwand-Feschak Brad Pitt (45) und Filmgöttin Angelina Jolie (33), rotiert die US-Presse nun noch heftiger: Kehrt Pitt gar zu seiner Ex-Frau Jennifer Aniston (40) zurück? Vier Jahre lang waren die verheiratet, bevor Jolie ihn am Set des Thrillers Mr. and Mrs. Smith verführte. Doch beide hatten nach dem Bruch stets mehr Kontakt als er zugeben wollte. Wohl auch aus Rücksicht auf die für furienhafte Eifersuchtsanfälle gefürchtete und sogar im Messerwurf ausgebildete Jolie. Brad und Jen telefonierten, tauschten Emails und SMS aus.
Jetzt sei, berichtet das Magazin “InTouch”, Aniston für ihren Ex zur Schulter geworden, an der er sich ausweinen kann. Meist über Jolie: Er hätte ihr gebeichtet, so Freunde, dass die Liebe zu Jolie verflogen, das Klima frostig sei. Sie würden jeden Tag nehmen, wie er kommt. Pitt würde nur mehr aus Furcht, die Kids zu verlieren, mit der exzentrischen Filmdiva zusammenleben. Neben den leiblichen Kindern, den Zwillingen Knox und Vivienne (1), sowie Tochter Shiloh (2), bangt er vor allem um die adoptierten, Maddox (7), Pax (5) und Zahara (4). Die hat er persönlich nicht adoptiert. Sie sind nur unter Jolies Namen offiziell registriert.
Aniston steht mit Blockbuster-Filmen in Serie (Marley und Ich, Er Steht Einfach Nicht Auf Dich) am Zenit ihrer Schauspielerkarriere. Doch an der Liebesfront nichts als Frust: Zuletzt ging ihre Beziehung zu Barden John Mayer (31) in die Brüche. Brad ist für sie jetzt eine einmalige Chance, wird spekuliert. Sie selbst erklärte einst in einem Interview mit Vanity Fair: “Ich werde ihn immer lieben”. Und Insider: “Sie vermisst ihn gewaltig”. Offenbar sehnt sich auch Pitt, die Liebe zu Jolie abgekühlt, nach der vergleichsweisen einfachen Romanze mit Jen von damals. Zermürbend sie vor allem das ständige Leben im Rampenlicht der Paparazzi-Presse, deren Nr.-1-Objekt das Traumpaar “Brangelina” und die Kids sei: Für keine anderen Fotos gibt es mehr Bares.
Enthüllt wird auch, dass es kürzlich in New York zu einem Geheimtreffen zwischen Anistion und Pitt gekommen sein soll. Aniston dreht hier ihren neuen Film “The Baster” Pitt hat gemeinsam mit Jolie eine Prachtvilla auf Long Island gekauft, während Jolie ihren Thriller “Salt” dreht. Nicht schlecht staunten die Mitarbeiter am Set, als plötzlich Pitts schwarzer SUV vorfuhr. Er parkte am anderen Ende, weit weg von ihrem Trailer. Sie stieg zu ihm in den Wagen. Dann kurvten sie durch die City. Hohe Geheimhaltung war essentiell. “Fotos davon und Brad müsste sich wieder vor Angies fliegenden Messern ducken”, scherzten Brangelina-Wartcher. “Emotional, persönlich und tiefschürfend”, sei das Treffen gewesen, so Bekannte. Er hätte ihr gestanden, “alles versucht zu haben”. Doch die Beziehung mit Jolie sei praktisch “gescheitert”.
Dazu gibt es auch andere, verstecktere Anzeichen, dass die alte Liebe wieder auflebt: Heftig war spekuliert worden, von wem der auffällige Halsschmuck stammt, den er zuletzt oft trug. Erraten: Ein Geburtstagsgeschenk von Jen vom Dezember. Eine Psychologin: “Er signalisiert ihr: Ich bin frei!”

# 10. Mai: Spassvogel Obama

Washington. US-Präsident Barack Obama begeisterte beim jährlichen Galadinner des Pressekorps mit einer witzigen Performance. 2.700 Gäste, darunter Weltstars von Demi Moore bis Sting, lauschten, als er Top-Politiker wie die trainierten Oberarme von Gattin Michelle ins Visier nahm. „Der Saal kochte”, so US-Medien. Er berichtete, wie Hillary aus dem von der Schweinegrippe befallenen Mexiko zurückkam, ihm einen Kuss gab und sagte: „Da musst du auch hin“.
Tiefflug. Lustig machte sich Obama über den Tiefflug seines Präsidenten-Jumbos über Manhattan. „Sasha und Malia haben Hausarrest“, sagte er: „Ich stellte klar: Ihr könnt nicht einfach mit Air Force One zum Spaß nach New York fliegen!“ Dann kam Ex-Vize Dick Cheney an die Reihe: Der schreibe an seinen Memoiren. Titel: Wie man Freunde erschießt und Leute verhört – eine Anspielung auf den Jagdunfall und Folterpraktiken. Dann schien er über „First Dog“ Bo zu reden: Der sei „warmherzig und loyal“. Doch man müsse ihn an der kurzen Leine halten: „Zu oft bringt er sich selbst in Schwierigkeiten“. Dann: “Genug über Joe Biden”.

# 9. Mai: Santa Barbara brennt

Trotz dem Einsatz von 3.500 Brandbekämpfern und 30 Löschfliegern ist der Brand im Traumort Santa Barbara nur 10 Prozent unter Kontrolle.
Santa Barbara. Die 3.455 Feuerwehrleute kämpften im Traumort Santa Barbara (Kalifornien) verzweifelt gegen eine acht Kilometer lange Feuerwalze. Die rückte de, Ortskern „nahe wie kein Feuer bevor“, sagte Einsatzleiter Andy Dimizio. Und: „Hier ist die Hölle ausgebrochen“. 30.500 Menschen sind auf der Flucht, in einer neuen Evakuierungszone halten sich 23.500 bereit.
Luftkrieg. Die Verheerung des seit vier Tagen wütenden Jesusita-Feuers geht schon jetzt die Analen der auch unter Hollywood-Promis von Nicolas Cage bis John Cleese hochpopulären Enklave an der Pazifik-Küsten ein: Eine Fläche von 33 Quadratkilometer ist verkohlt. Von 85 teils millionenteueren Prachtvillen blieben nur mehr rauchende Fundamente zurück. Gouverneur Arnold Schwarzenegger rief den Notstand aus und mobilisierte ein Armada für einen regelrechten Luftkrieg gegen das Inferno: 14 Löschflugzeuge, ein DC-10-Löschjumbo und 15 Helikopter fliegen Dauereinsätze.
Stars evakuiert. Stars bangen: TV-Talkdiva Oprah Winfrey berichtete in ihrer Show, dass ihr 50 Millionen Dollar Prachtkomplex bedroht sei, Supermodel Kathy Ireland berichte via dem Internetchat Twitter über ihre Flucht vor den Flammen. Besonders in der Nacht spielen sich apokalyptische Szenen ab: Die gefürchteten, nach Sonnenuntergang einsetzenden „Sundowner“-Winde blasen mit 90 Stundenkilometer aus den engen Canyons und lassen Glutnester wie „Bomben explodieren“, so ein Firefighter im Lokal-TV.
Flucht. Heiß „wie Schweißflammen“ seien die bis zu 35 Meter hohen, durch ausgedörrtes Gestrüpp rasenden Flammenwalzen. Die Polizei fuhr von Haus zu Haus, rief durchs Megafon: „Flüchtet! Sofort!“ Einige mussten dennoch regelrecht um ihr Leben rennen. Das Drama in Santa Barbara, wo auch wegen Brandstiftung ermittelt wird, ist ein früher und heftiger Auftakt der Feuersaison in dem US-Riesenstaat, die bis November andauert.

# 9. Mai: Farrah stirbt

Ihr Kopf ist kahl, sie wiegt nur mehr 39 Kilo, hat angeblich nur mehr „wenige Tage“ zu leben. Die Welt nimmt Abschied von einer Hollywood-Größe.
Los Angeles. Als einer von Charlie´s Angels wurde sie mit ihrer blonden Lockenpracht in den Achzigern zum begehrtesten Sexsymbol der Welt. Jetzt sind Farrah Fawcett (62) die blonden Haare ausgefallen. Sie liegt im Sterbebett, der Körper vom Krebs zerfressen: Mit Metastasen an Lunge und Leber hat sie keine Überlebenschancen. Si wiegt 39 Kilo. „Die Ärzte sagen, dass sie keine Schmerzen hat“, so Gatte Ryan O´Neal (69) zu People: „Die Behandlungen haben wir eingestellt”, weint er.
Letzte Züge. Nur mehr wenige Tage dürften ihr bleiben, bereitete die Familie die Welt auf den Tod das Stars vor. Fawcetts verzweifelter Kampf gegen den Krebs – der 2007mit der niederschmetternden Diagnose von Anal-Krebs begann – wurde von ihrem Gatten verfilmt. Die herzzereißende, zweistündige Doku Farrahs Story wird am Freitag auf NBC-TV ausgestrahlt (siehe rechts). „Sie wird es vielleicht nicht mehr erleben“, so Freunde.
Das grimmige Ritual des Abschiednehmen hat begonnen: Fawcetts Vater James (91) flog nach Los Angeles. Ihr Sohn Redmond O´Neal (24), der gerade eine Drogen-Haftstrafen absitzt, durfte zum Abschied für drei Stunden seine Zelle verlassen. Seine Haft hatten sie vor Farrah geheim gehalten.
Laserbestrahlung. Alles hat der Star versucht: Sechsmal flog sie nach Deutschland zur Spezialistin Dr. Ursula Jacob in der Alpenpark Klinik: Per Laserstrahlen wurde ein Tumor an der Leber attackiert. Zunächst mit Erfolg. „Sie konnte sogar wieder Tennis spielen“, so ihr Gatte. Doch mit jedem weiteren Trip wurde das Krankheitsbilder düsterer: „Krebs ist ein schrecklicher Feind“, sagt er: „Doch sie hat alles mit einer tapfer ertragen“.
Kein Grund zur Eitelkeit. Jetzt ist ihr Kopf komplett kahl, ihre weltberühmten Haare bewahrt der verzweifelte Ehemann er in einem Schrank auf, „irgendwo im Haus“. Egal sei das alles inwzischen, Eitelkeit gäbe es keine mehr. „Ich streiche ihr zärtlich über den kahlen Kopf, der jetzt so klein wirkt“, sagte er: „Ich denke mir, wie der so viele Haare halten konnte“.

# 8. Mai: Stresstest

Aufatmen in den USA über Ergebnisse der Banken-Stresstests – doch Kritik bleibt.
Washington. Die Resultate der Stresstests der 19 US-Topfinanzfirmen fielen weit optimistischer aus, als noch bei deren Ankündigung im Februar erwartet wurde: Zehn Banken müssen zwar ihre Bilanzen für das dem Stresstest zugrunde liegende Szenario einer US-Rezession von 3,3 Prozent und einer Arbeitslosigkeit von 10,3 Prozent mit der Kapitalzufuhr von 75 Milliarden Dollar verfestigen. Doch die Summen sind niedriger als noch kürzlich von Analysten prognostiziert.
Kritik. Die Kritik an den Tests selbst ebbt jedoch nicht ab: Die Banken hätten Druck auf den Prüfer, Finanzminister Timothy Geithner, ausgeübt. Erlaubt wurden Bilanztricks. Von einer Finanzkosmetik ist die Rede. Nobelpreisträger Paul Krugman bemängelte: Team Obama sei den Banken nicht energisch genug entgegengetreten. Die könnten dadurch ermutiget werden, bald wieder ihre „alten Spiele zu betreiben“. Durch das Anlegen fetter Geldreserven könnten dazu die Banken weiter knausrig bei der Kreditvergabe sein – zum Schaden der Wirtschaftserholung.

# 8. Mai: HOLLYWOOD-STORIES

Eigentlich müsste Hollywood-Superstar Halle Berry (42) die Paparazzi-Plage gewöhnt sein. Zuletzt waren jedoch die Mutterinstinkte stärker: Beim Shopping mit ihrer 13 Monate alten Tochter Nahla in Los Angeles trat sie Fotoreportern fuchtelnd und fluchend entgegen. Prompt ein Eigentor: Eine Fülle unvorteilhafter Bilder kursiertem Stunden später im Internet – samt hämischen Kommentaren und Zickenalarm. Cool blieb die supersüße Nahla: Sie kaute gelassen an Mamas Sonnenbrille.
Halle kann der vermieste Nachmittag egal sein. Denn die einzige schwarze Oscar-Gewinnerin (Monster s Ball) – die jetzt im ORF als „Bond Girl“ in der 007-Folge Stirb an einem anderen Tag zu bewundern ist – kann zur Zeit wenig verkehrt machen.
Das Magazin People kürte sie gerade wieder zu einer der schönsten Frauen des Planeten. Ihre Beziehung zum zehn Jahre jüngeren, kanadischen Supermodel Gabriel Aubry sei ein Traum, schwärmte sie: „Für mich ist es fast eine neue Erfahrung, in meinem Privatleben so glücklich zu sein“. Wegen zwei gescheiterter Ehen in den Neunzigern ließ sie den Traualtar gleich links liegen. „Das habe ich hinter mir”, erzählte sie Harper´s Bazaar: „Ich bin froh, dass Gabriel ebenso denkt“.
Auch die Filmkarriere der Beauty floriert bestens – trotz Überqueren der in Hollywood heiklen 40er-Altersmarke: Sie scheffelt als eine der höchstbezahltesten Schauspielerinnen Millionen pro Rolle. Heuer kommt das Drama Frankie and Alice ins Kino, für 2010 ist die Komödie Nappily Ever After geplant. Doch schriller sind die Spekulationen, dass Berry wieder eine Rolle in der X-Men-Bluckbuster-Serie einheimsen könnte: In den ersten beiden Folgen hatte sie als weißhaarige Mutantin „Storm“ Filmfans rund um die Welt betört. Jetzt träumte sie sogar, ihr Charakter Storm solle in weiteren Filmen zur Hauptfigur werden. „Wenn ich noch ins Kostüm passe“, räumte sie jedoch ein.
Aber vielleicht durchkreuzen freudigere Ereignisse ihre Filmambitionen: Zuletzt wurde ein Bayb-Bump geortet. Tabloids fragen: Ist sie wieder schwanger? Sie selbst schwärmte: „Ich will noch mehr Babies, allein das Gefühl, schwanger zu sein, ist herrlich“.

Vielleicht ist es für Hollywood-Blondine Jennifer Aniston (40) wirklich der letzte Ausweg, sich ihre Mutterträume zu erfüllen: Ihre Beziehung mit Barden John Mayer (31) zerbrach. Ihren Göttergatten Brad Pitt (45) hatte einst Todfeindin Angelina Jolie (33) gestohlen. Deshalb die Gerüchte: Adoptiert Aniston – deren Karriere mit den Blockbusters wie Marley & Ich gerade einen Turboschub erhielt – in Kürze ein Kind? Sie hätte bei einer Agentur in Kalifornien bereits den Papierkram erledigt, so das Tabloid Star. Eine Freundin: Jen gab dazu 250.000 Dollar für ein Kinderzimmer aus. Sie würde realisieren: Mit ihrem Hang zu kaputten Beziehungen, den sie gerade mit zehn gefrorenen Joghurts pro Tag „ertränkt“, dürfte sie selbst wohl nie schwanger werden. „Ihre Freundinnen haben alle Babies“, so eine Bekannte: „Sie sieht, wie glücklich die sind“.


Sie schaffte es, selbst den Serienschwerenöter Colin Farrell (32) zu betören: Der Miami-Vice-Star hat sich am Ondine-Drehset in Kostar Alicja Bachleda-Curus (25) verliebt. berichtet das US-Magazin Star. Beobachter wundern sich über die eigenartige Mixtur: Die Brave aus Polen im Gespann mit dem Bad Boy aus Dublin. Gegensätze ziehen sich bekanntlich an.

Fast erinnert die Szene an den Beginn des Kultfilms Der Teufel trägt Prada , als Beauty Anne Hathaway (26) mit Extrakilos unter dürren Models auffällt. Jetzt verhalf ihr Boyfriend Adam Shulman (28) im wirklichen Leben dazu: Er mäste sie mit derart köstlichen Essen, so InTouch, dass sie fünf Kilo zunahm. Grund für Alarm? Keineswegs. Es steht ihr gut, sagen alle.

# 7. Mai: Hillary trifft Russen

Eigentlich wollte US-Außenministerin Hillary Clinton bei ihrem Treffen in D.C. mit ihrem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow das von den USA anvisierte Tauwetter vorantrieben. Vor allem: Der 1991 geschlossene START-Vertrag über die Begrenzung der Nukleararsenale läuft aus. Zuletzt war eine weitere Reduktion von je 1.500 Sprengkämpfen anvisiert worden. Doch trotz allem gutem Willen – Lawrow trifft neben Hillary auch US-Präsident Barack Obama – dominiert wieder das Gezänk: Russland hat ein geplantes NATO-Treffen prompt abgesagt aus Protest gegen die Manöver der Militärallianz im Kaukasusstaat Georgien. Verärgert ist Moskau auch wegen einer Spionageaffäre, wo ein Russenagent US-Geheimnisse weiterreichte. Auch der Streit um den Raketenschirm in Osteuropa geht weiter.

# 6. Mai: Neues Gesicht

Ihr Gatte hatte ihr das Gesicht weggeschossen. Jetzt erhielt sie das einer Toten verpflanzt.
Washington. Ärzte sprachen von einem medizinischen Wunder, auch wenn das Resultat noch schockiert: Das neue Gesicht von Connie Culp (46), Amerikas erster Empfängerin eines kompletten Gesichtstransplantats, ist aufgedunsen, die Haut schlaff. Man versteht sie kaum.
Nerven wachsen. Doch es wird noch nachgebessert, versicherten Chirurgen, die am 10. Dezember in einer 22 Stunden langen Operation Culp das Gesicht einer Toten verpflanzten: Wenn sich die Durchblutung verbessert und die Nerven nachwachsen, soll das Gesicht „in Form gebracht werden“.
Im Vergleich zu vorher ist es schon jetzt ein gewaltiger Fortschritt, ein „Start in ein neues Leben“, so Culp.
Ihr Gatte hatte ihr 2004 ins Gesicht geschossen: Ihre Nase, ihr Kinn, ein Auge wurden weggeblasen, der Rest durchsiebt von hunderten Kugelfragmenten. Sie überlebte dank 30 Notoperationen, doch ihr Antlitz konnte nur mehr zu einer gräulich entstellten Fratze zusammengeflickt werden. Jetzt strahlte sie: „Ich habe wieder ein Nase“.

# 6. Mai: Kampf den Taliban

Obama drängte Pakistans und Afghanistans Führer zum Kampf gegen die Taliban.
Washington. Die Staaten Afghanistan oder Irak galten beim Amtsantritt von US-Präsident Barack Obama als größte, außenpolitischen Herausforderungen. Doch zu echtem Nervenflattern führt jetzt eher die Lage in Pakistan – wie bei Obamas Treffen mit Pakistans Staatschef Asif Ali Zardari und Afghanistans Hamid Karzai deutlich wurde: Vorrückende Taliban-Verbände stehen 100 Kilometer vor der Kapitale Islamabad. Zardaris Regierung ist ängstlich, zerstritten und unpopulär. Der Aufstand der ultrareligiösen Taliban wird bereits mit der iranischen Revolution 1979 verglichen, als die Mullahs die Macht übernahmen.
Atom-Arsenal. Der gewaltige Unterschied: Pakistan verfügt über ein Arsenal von bis zu 48 Nuklearsprengköpfen, die in die Hände der Taliban oder Osama Bin Ladens Terrornetz Al Kaida fallen könnten. Washington fordert den Kampf gegen die Taliban, doch Soldaten desertieren bereits. Der für die Region zuständige US-General David Petraeus warnte: Die USA könnte gezwungen werden, militärisch aktiv zu werden.

# 4. Mai: Hasselhoff drunk

Es wäre nicht der erste Sauf-Exzess des alkoholkranken, gefallenen Hollywoodstars David Hasselhoff (56) gewesen. Doch jetzt hätte ihm die Wodka-Sucht fast das Leben gekostet, berichtet die Website RadarOnline. Gefunden hatte ihn seine 16-Jährige Tochter Hayley Amber. Das erschütternde Video, wo die ihren sturzbetrunkenen, am Boden winselnden Vater anfleht, das Trinken zu lassen, ist noch gut in Erinnerung. Nun ist der Baywatch-Stars bewusstlos. Sie ruft panisch ihre Mutter an, Hasselhoffs Ex-Frau, Schauspielerin Pamela Bach. Ausgerechnet: Mit ihr führt er einen bitteren Rosenkrieg.
Schläge ins Gesicht. Haylay denkt an das schlimmste: „Sie schlug ihm ins Gesicht, damit er nicht ins Koma abgleitet“, so ein Insider. Im Spital Cedar´s-Sinai Medical Center wird ihm prompt der Magen ausgepumpt. Dramatisch: Ein Alkoholspiegel von 3,9 Promille, eine lebensbedrohende Dosis, sei festgestellt worden.
Tragisch ist der Abstieg des auch in Österreich und Deutschland hochpopulären Filmfeschak: Nach dem Erfolg bei den Serien Baywatch und Knight Rider sorgte er auch als Sänger für Furore. Er spielte auf, als sie Berliner Mauer 1989 fiel, stürmt auf Platz Eins der deutschen Musikcharts. Bis 2001 agierte er als Produzent weiterer Baywatch-Staffeln. Immerhin: Baywatch, auch dank der vollbusigen Pam Anderson (41), mit 1,1 Milliarden Zusehern die quotenträchtigste TV-Serie aller Zeiten. Zuletzt moderierte Hasselhoff die TV-Show America´s Got Talent.
Dementis. Wütende Dementis des Hasselhoff-Lagers folgten: Er habe bloß „ein paar zu viele gehabt“, so Freunde. Doch der Webdienst bleibt bei seiner Darstellung. Und legt nach. Zehn Mal wäre Hasselhoff in den letzten Jahren wegen ähnlicher Episoden im Spital gelandet. Ein Freund: „Wie oft, bevor er in der Suff umbringt?“

3. Mai: Madonna kämpft um Malawi-Baby

Dass es Popikone Madonna (50) mit den Plänen, das dreijährige Malawi-Mädchen Chifundo „Mercy“ James adoptieren zu wollen, immer noch ernst meint, versicherten Freunde: „Jede Minute des Tages betet sie um Gottes Hilfe“, schrieb ein Tabloid. Sie liegt da nicht falsch mit ihrer Einschätzung: Es kann wohl tatsächlich nur mehr ein Wunder helfen. Denn Madonnas Ansinnen, nach dem Buben David Banda (3) ein zweites Malawi-Kind zu adoptieren, geriet zum kompletten Fiasko: Als sie Mercy abholen wollte stolzierte sie im 2.000-Dollar-Kostüm unter dem Presse-Blitzlichtgewitter durch die Armensiedlungen des Afrikastaates. Ein lokaler Richter schmetterte ihr Ansuchen ab.
Vater meldet sich. Heute geht der Showdown Madonna vs. Malawi mit dem Beginn der Berufungsverhandlung in die nächste Runde. Doch gleich kam der nächste Tiefschlag: Mercys Vater, der Wachmann James Kambewa (24), hat in einem, im Britenblatt Daily Mail veröffentlichten Brief ums Sorgerecht angesucht. „Ich bin der Vater der dreijährigen, die Mercy Jones genannt wird“, kritzelte er auf ein liniertes Blatt Papier: „Ich bin Alleinerzieher, da ihre Mutter starb“. Das neue Ansuchen des leiblichen Vaters könnte Madonnas Adoptionsambitionen endgültig zunichte machen, so Experten. Denn die-Richter dürften materiellen Argumenten, wonach Mercy von Strohhütten in einen New Yorker 40-Millionen-Dollar-Palast übersiedeln würde, kaum zugänglich sein.
Moralpredikt. Eher den moralischen Bedenken: „Jemand der mit 50 halbnackt auf Bühnen herumturnt und sich mit jungen Männern vergnügt, kann keine gute Mutter sein“, so Kambewa. Mitten in der Blamage muss sich Madonna nun auch noch eine Moralpredigt ausgerechnet von einem Mann gefallen lassen, der seine schwangere Freundin einst sitzen ließ.

# 3. Mai: Gitmo ohne Ende?

Bricht US-Präsident Obama sein Versprechen, Guantanamo Bay zu schließen?
Washington. Bereits diese Woche könnten die umstrittenen Militärtribunale gegen einige der noch gehaltenen 241 Terror-Gefangenen fortgeführt werden, so die New York Times. Demnach sollen den Angeklagten lediglich mehr Rechtsmittel zugesprochen werden, die Tribunale jedoch weitergehen.
Proteste. Der mögliche Schritt provoziert einen Proteststurm von Menschenrechtsgruppen. Immerhin hatte US-Präsident Barack Obama angekündigt, das Terrorlager auf dem US-Stützpunkt in Kuba rasch zu schließen – und die Häftlinge ordentlichen US-Gerichten zuzuführen. Doch etwa die Drahtzieher des Terror-Horrors des 11. September (3.000 Tote), Khalid Sheikh Mohammed und Abu Zubaida, waren unter Vorgänger George Bush gefoltert wurden: 266 Mal wurden sie der Tortur des „Waterboarding“ unterzogen.
Letzter Ausweg? US-Gerichte würden ihre Geständnisse nicht anerkennen, so Experten. Und nachdem sie wohl nicht freigelassen werden können, erscheinen Tribunale als letzter Ausweg.

# 1. Mai: H1N1-Panik

Alarmstimmung im Weißen Haus, nachdem das H1N1-Virus der Mexikogrippe ins direkte Umfeld von US-Präsident Barack Obama vordrang. Ein Helfer hatte sich infiziert.
Washington. Angesteckt hatte sich ein für Obamas Energieminister Steven Chu werkender Bundesbeamter, Marc S. Griswold: Der Mann half bei den Vorbereitung des jüngsten Obama-Trips nach Mexiko. Er übertrug das Virus auch auf Familienmitglieder. Das Weiße Haus beteuerte eilig: Griswold flog nicht mit dem Präsidentenjumbo Air Force One mit. Und er wäre Obama nie so nahe wie die theoretische Ansteckungsgrenze von 1,8 Metern gekommen. Dennoch: Alle Mitglieder der Mexiko-Delegation wurden zum Virus-Test geschickt. Es ist nicht der erste Grippenalarm um Obama: In Mexiko City hatte er einem Mann die Hand geschüttelt, der am Folgetag an der Virusseuche verstarb. Das Virus ist in den USA am Vormarsch: 109 Fälle sind bestätigt, 300 Schulen wurden bisher geschlossen.