31. Juli: Jobs-Sighting

Das erste Foto des Apple-Genies Steve Jobs seit Jänner befeuert den Aktienkurs.
Los Angeles. Steve Jobs wirkt auf dem Bild – angefertigt am Mittwoch vor der Apple-Zentrale in Kalifornien mit einem iPhone – weiter abgemagert und gealtert. Doch allein durch den „Lebensbeweis“ stieg die Aktie nach der Veröffentlichung auf der Promiwebsite TMZ um vier Dollar. Jobs war nach sechs Monate langem Krankenstand in die Chefetage zurückgekehrt. Er hatte auch ein neue Niere erhalten. Die Gerüchte über seine Erkrankung reichen von Bauchspeicheldrüsenkrebs bis Verdauungsstörungen.

# 31. Juli: Banker zahlen sich weiter Boni

Aufregung über neuen Report, wie sich Wall-Street-Banker in der Krise mit Boni überhäuften.
New York. Die Weltwirtschaft und das globale Finanzsystem standen 2008 mehrmals vor dem Abgrund – doch an Wall-Street-Banker flossen weiter die Milliarden an Boni-Zahlungen. Laut einem Report von New Yorks Rechnungshofprüfer Mario Cuomo zahlten neun jener Banken, die die meisten staatlichen Hilfsgelder erhielten, 4.793 ihrer Managern und Brokern Erfolgsprämien von über einer Million Dollar aus.
81 Mrd. Dollar weg. Der Boni-Geldtopf der neun Banken war mit insgesamt 32,6 Milliarden Dollar gefüllt, so die New York Times. Und das obwohl die Geldinstitute in 2008 81 Milliarden verloren und mit Rettungsgeldern aus dem Steuertopf am Leben erhalten wurden. Die größte US-Bank, Citigroup, erhielt alleine 45 Milliarden. Die Banken verteidigten bisher die Boni-Praxis, dass sie nur so Top-Leute halten können. Der neue Report dürfte die US-Debatte um die Managerentlohnung in der Finanzindustrie wieder anheizen: Im Jänner hatte US-Präsident Barack Obama die Milliarden-Boni als „Schande“ bezeichnet. Doch Reformen mit Obergrenzen stecken noch im Kongress fest.

# 31. Juli: Ein Bier auf die Rassenharmonie

Obama servierte Bier zur Entspannung des Rassenstreits zwischen Professor und Cop.
Washington. US-Präsident Barack Obama entschärfte mit einem „Friedensbeer“ die Rassendebatte nach der Verhaftung des schwarzen Harvard-Professors Henry Gates durch den weißen Cop James Crowley. Obama hatte die Festnahme „idiotisch“ genannt, Polizisten protestierten. Bei Bud Light (Obama), Sam Adams (Gates) und Blue Moon (Crowley) wurde auf mehr Sensibilität gehofft. Das Sommertheater hatte Obamas Reformpläne überschattet.

# 30. Juli: Hollywood-Stories

So hatten Fans Filmstar Sandra Bullock (45) schon lange nicht gesehen: Erstmals in ihrer Karriere tanzt sie nackt über die Kinoleinwand, attackiert mit einem 12 Jahre jüngeren Film-Lover, Ryan Reynolds, die Lachmuskulatur der Kinogeher. Mit der, dieses Wochenende auch in Österreichs Kinos gestarteten Komödie “Selbst ist die Braut” setzte Bullock nach längerer Durststrecke zum Comeback an: Die Komödie räumte beim Start in den USA Traumkritiken ab, ließ mit 140 Millionen Dollar die Kassen klingeln.
Bullock, berühmt geworden mit Filmklassikern wie Speed oder Miss Undercover, verlobt sich da als eiskalte Buchverlegerin in ihren tölpelhaften Assistenten – um ihr US-Visa als Film-Kanadierin verlängert zu bekommen. Bullock selbst bereitete am meisten Vergnügen, wie sie in US-Interviews eingestand, als die Mutter ihres Verlobten ihre Brüste abtastete, um die exakten Maße fürs Brautkleid zu eruieren: “Das war möglicherweise der Höhepunkt meiner Karriere”, kichert sie. Dann gab sie gut gelaunt zu, dass es recht wenig zum Tasten gab, da sie kleine Brüste haben. Gleich scherzt sie: “Vielleicht sollte ich die mir größer machen lassen, wie ein Bimbo!” Die Filmfirma freute sich freilich eher über die nackte Bullock im Bett als PR-Geschenk. Aber auch ihr machte es Spass: “Wenn man so gut gebaut ist wie Ryan, sollte man immer nackt sein”.
Die Tochter der deutschen Opernsängerin Helga Bullock, die zwei Jahre ihrer Kindheit in Salzburg verbrachte, hat gut lachen: Professionell demonstrierte der mit Mitte Vierzig in der Generation älterer Hollywood-Schönheiten gelandete Star, dass sie trotz des grassierenden Jugendwahns noch Kinosäle füllen kann. Und privat ist sie glücklich verheiratet mit dem tätowierten “Biker” Jesse James (40), ein TV-Star in der Szene PS-starker Höllenmaschinen. Als “Biker-Braut” kümmert sei sich rührend um die drei Stiefkinder im Alter zwischen fünf und 15. Den eigenen Kinderwunsch hat sie abgehakt: Zu lange sei sie solo geblieben, sagt sie. Bevor sie Gatten James kennenlernte, wollte sie sogar ein Kind adoptieren. Doch wirklich schockiert hat sie Fans mit Andeutungen, dass sie sich nach dem jüngsten Kinoerfolg zurückziehen könnte: “Ich liebe die Arbeit”, sagte sie, “aber vielleicht wechsle ich die Branche”.

In der Kult-Blutorgie Kill Bill macht sie kunstvoll per Samurai-Schwert aus ihren Feinden Hackfleisch. Doch nun setzt Uma Thurman (39) – die mit Pulp Fiction zum Weltstar wurde und deren Streifen Lügen haben lange Beine im TV läuft – lieber auf zahmere Rollen. Sie hätte sich mit „Kill“ die Latte zu hoch gelegt: „Ich habe seither Actionfilme abgelehnt, da alles im Vergleich öde wirkte“, so die gelenkige Schönheit in einem Interview. Dazu wolle sie sich in ihren Rollen nicht „festnageln lassen“.
Thurman, die Regiegenie Quentin Tarantino als seine „Muse“ bezeichnet (eine Affäre dementieren beide), setzt nach der Abkehr von blutigen Kinogemetzel zur Zeit auf Indie-Filme: Beim Sundance-Festival präsentierte sie den Streifen Motherhood, im Drama Girl Soldier spielt sie gar eine Nonne, die 140 gekidnappte, ugandische Schulkinder rettet. „Was für ein Schwenk”, staunen Beobachter.
Skalpell für Karriere? Thurman überraschte gleich weiter mit einer fast glühenden Verteidigungsrede für die in Hollywood gängige Praxis der Schönheitschirurgie: „Wenn jemand es für nötig hält für den prolongierten Erfolg in einem Beruf, den man leidenschaftlich liebt“, sagt sie: „Warum nicht?“ Jetzt wird gefragt: Lässt sie knapp vor ihrem 40iger, der kritischen Marke für Traumfrauen im knallharten Filmgeschäft, selbst in Kürze das Skalpell an ihren Körper? Sie selbst finde alternde Frauen „wunderschön“, entgegnet sie, hätte bei sich selbst noch kein Krise geortet.
Brav privat. Recht bieder geht es auch an der Privatfront zu: Seit 2007 lebt sie skandalfrei zusammen mit den französisch-schweizerischen Hedgefonds-Banker Arpad Busson (46). Rührend zieht sie ihre beiden Kinder (11 und sieben) aus der Ehe mit Schauspieler Ethan Hawke groß. Nicht leicht sei das Muttersein, gab sie zu. Nach dem Stöhnen über ständiges Chaos empfahl einer ihrer Ärzte einen Tag Erholung pro Woche in einem Kurhotel: Glückliche Hollywoodstars…
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Mit Amerikas neuer Traumfrau Megan Fox (23) eine Beziehung zu führen, hat seinen Preis. Das musste jetzt Schauspielkollege Brian Austin Green (36) erfahren: Die Transformer-Beauty stimmte einer Fortführung der Romanze nur nach dem Abschluss eines absurd klingenden Deals zu, berichtet das Magazin OK!.
Offene Beziehung? Demnach habe er einer offenen Beziehung zugestimmt, „wo sie fremdgehen darf, er jedoch nicht“, so Insider. Doch das Bangen könnte sich für ihn auszahlen: Sie hat sechs Monate Zeit zum Überlegen, ob sie ihn heiraten wolle.

Nach der Ende der Romanze mit Supermodel Bar Refaeli kostet Titanic-Herzensbrecher Leonardo DiCaprio (34) sein Junggesellenleben in vollen Zügen aus: Zuletzt umgarnte er bei einem Trip nach London Pussycat-Dolls-Tänzerin Ashley Roberts (27). Beide verließen eine Disco in Taxis zur gleichen Zeit. Das könnte Krach mit Cameron Diaz geben: Mit ihr soll sich Leo auch getröstet haben.

Durch die Kokain-Exzessen wäre der Jungstar Mischa Barton (23) fast ums Leben gekommen. Doch jetzt scheint sie nach zwei Wochen Rehab wieder auf den Beinen: Strahlend verließ sie das Spital in L.A.. Sie will rasch wieder zu den Dreharbeiten für die CW-TV-Serie The Beautiful Life zurückkehren, so ein Sprecher.

Es hätte ein Taumfest zum Vierziger des Superstars Jennifer Lopez werden sollen: Gatte Marc Anthony (40) hatte den festlichen Edison Ballroom in Manhattan angemietet, eine lange Einladungsliste ihrer besten Freunde zusammengestellt. Doch dann kamen die meisten zu spät – und JLo „rastete aus“, so die Daily News. Sie starrte beim Partybeginn verärgert auf die leeren Stühle, beschwerte sich lautstark bei Anthony.
Flirt? Es ist nicht der einzige Ärger: Ihr Gatte ist eifersüchtig, da sie beim Dreh ihres neuen Filmes The Back-Up Plan dem australischen Ko-Star Alex O´Loughlin (33) zu nahe käme, berichtet InTouch. Augenzeugen: Auch abseits der intimen Filmszenen fühle sie sich an der Seite des Feschak „sichtlich wohl und befreit”. Anthony, bekannt als Control Freak, schaue nun des öfteren am Set nach dem Rechten.

Der Boyfriend der Harry-Potter-Schönheit Emma Watson (19), Jay Barrymore (26) ist nervös, dass sie sich bei ihrem Studium an der US-Eliteuni Brown ab Herbst einen attraktiven Kommilitonen angeln könnte. Rasch hielt er jetzt um ihre Hand an, so das Tabloid Star. Freunde halten es jedoch für unwahrscheinlich, dass sie sich so jung bindet.

Katherine Heigl (30) hat allen Grund zum Strahlen: Der Grey‘s-Anatomy-Star, deren Film The Ugly Truth in den US-Kinos startet, wolle mit Gatten Josh Kelley (29) eine Familie gründen: „Ich bin bereit fürs erste Baby“, hätte sie laut InTouch Freunden anvertraut. Beide werkten an dem Nachwuchs bereits heftig, hieß es. Und sie träume von der Mutterschaft.

# 30. Juli: Arnie knapp an Pleite vorbei

Die Pleite Kaliforniens konnte Arnie abwenden, doch durch Brutalo-Kürzungen ist er jetzt unten durch. Sein Polittraum scheint gescheitert.
Sacramento. Nach den brutalen Budget-Kürzungen zur Abwendung der Pleite Kaliforniens befinden sich die Popularitätswerte von Gouverneur Arnold Schwarzenegger (62) im freien Fall: Bloß 28 Prozent sind laut jüngster Umfrage mit seiner Amtsführung zufrieden. Nur Vorgänger Gray Davis fiel so tief – Monate bevor er 2003 in der „Rückhol“-Sonderwahl abgelöst worden war. Zwar konnte Arnie mit dem notdürftigen Stopfen eines Lochs im Etat von 24 Milliarden Dollar die Zahlungsunfähigkeit der achtgrößten Volkswirtschaft der Erde in letzter Sekunde abwenden (ÖSTERREICH berichtete). Doch der Kahlschlag im Sozialnetz in der Höhe von 15 Milliarden Dollar traf vor allem Alte, Arme, Kinder, Kranke oder Behinderte. 9,3 Milliarden wurden vom Bildungsetat gestrichen.
Ende des „Kalifornischen Traumes“ ausgerufen
Das „Ende des Kalifornischen Traums“, rief die New York Times aus. Mehr noch: Der Republikaner strich per Sondervollmachten weitere 489 Millionen Dollar, darunter etwa Geld für die AIDS-Aufklärung. Wütende Anwälte der Demokraten-Opposition wollen jetzt klagen. Für heftigen Ärger hatte auch gesorgt, als Arnie in einem Internet-Video mit einem Riesenmesser herumfuchtelte und sich über die Einschnitte lustig machte. Die Groß ist die Wut auch, da er als Konservativer Steuererhöhungen ablehnte – und lieber bei den sozial Schwachen sparte.
Endet Arnies Finale als „Governator“ im Fiasko?
Damit könnten seine verbleibenden 18 Monate in Sacramento (laut Gesetz muss er nach den zwei Amtsperioden im Jänner 2011 abtreten) im Fiasko enden – und weitere Polit-Träume permanent ruinieren. Kopfschütteln auch: Trotz aller Radikalkürzungen genehmigte Schwarzenegger den Bau einer neuen Exekutionskammer im Todesknast San Quentin. Ab 2011 könnten dort Hinrichtung unter den insgesamt 670 Todeskandidaten wieder aufgenommen werden.

# 29. Juli: Madoff visited

Megabetrüger Bernard „Bernie“ Madoff wundert sich im ersten Knast-Interview, warum er so lange nicht erwischt wurde. Er zeigt auch Reue.
New York. Heftig sind Madoffs Vorwürfe gegen die US-Börsenaufsicht SEC: „Sie besuchten mich mehrmals in meinem Büro“, erzählt er in der ersten Stellungnahme abseits des Prozesses seit der Verhaftung am 11. Dezember 2008: „Jedes mal dachte ich mir, jetzt erwischen sie mich, jetzt fliegt alles auf“. Der Interview-Coup gelang zwei Opferanwälten. Viereinhalb Stunden lang plauderte Madoff (71) “relaxed und überraschend offen“, so einer der Anwälte, Joseph Cotchett, in der Haftanstalt in Butner (US-Staat North Carolina).
Mit Kleingeld kauften Interviewer Essen.
Dort dünstet Madoff, der im größten „Ponzi“-Betrug aller Zeiten tausende Klienten – Hollywoodstars, Banken aber auch Kleinanleger – um 65 Milliarden Dollar brachte. Zu 150 Jahren Haft hatte ihn eine Richterin verdonnert.
Die Anwälte brachten einen Sack voller 25-Cents-Münzen mit, um „Bernie“ während des neuerlichen Geständnisses mit Essen und Getränken bei Laune zu halten. Eingewilligt dürfte er haben, da die Advokaten im Namen geprellter Anleger Madoffs Familie klagen, samt seiner Frau Ruth und den zwei Söhnen.
„Alles begann in den Neunzigern“, erzählte Madoff: Der Ex-Nasdaq-Chef lieferte minutiöse Details über das perfide System, wo Profite bestehender Anleger aus den Investitionen von Neueinsteigern bedient wurden. Die Fakten sollen in Kürze in einer Gerichtseingabe veröffentlicht werden, so die Opferanwälte. Davor zittern wohl auch die US-Behörden: Denn Madoff sei immer noch selbst verblüfft über das Totalversagen der Kontrollinstanzen.
Zwei Anwälte als „Bernies“ erster Knastbesuch
Der Betrüger beteuerte auch: „Es tut mir alles wahnsinnig leid“. Seine Familie habe den Kontakt abgebrochen. Das Rechtsanwaltsduo wäre sein „erster Besuch“ im Knast gewesen, klagte er. Madoff: „Meine Frau war nicht hier, meine Söhne nicht, niemand“ Sonst sehe Bernie „recht gut aus“, so Cotchett: Er wirke fit, besuche wohl des öfteren die Kraftkammer.

# 29. Juli: Dr. Doom

Nach neuer Haussuchung bei Jacko-Doktor steht Haftbefehl wegen Todschlag bevor.
Las Vegas. Eine Verhaftung des Leibarztes des toten Popstars Michael Jackson, Conrad Murray (51), könnte bevorstehen: Zuletzt filzten Ermittler der L.A.-Polizei und Agenten der Drogenbehörde DEA die Luxusvilla des Doktors in Las Vegas. Sie beschlagnahmten Handys, Computerfestplatten, Dokumente.
Schlafmittel? Murray hatte Jacko am Todestag das Narkosemittel „Propofol“ verabreicht. Eine Überdosierung gilt als wahrscheinlichste Todesursache. Neue schockierende Details: Der Popstar soll das gefährliche Anästhetikum, das sonst nur in Spitälern zur Narkose verwendet wird, seit zwei Jahren – intravenös verabreicht – als reguläres Schlafmittel verwendet haben.

# 28. Juli: Prügel-Oma?

Beim heftigen Streit um das Sorgerecht der drei Jackson-Kinder Prince Michael (12), Paris (11) und Blanket (7) war stets eine Einflussnahme von Jacksons Prügelvaters Joe befürchtet worden. Der habe den Popstar und seine Geschwister als Kinder windelweich geschlagen. Doch jetzt wurde bekannt: Auch seine Mutter Katherine, die Jackson per Testament als Ziehmutter auserkor, ist eine glühende Verfechterin der “gesunden Watschn”, wie sie in der Bio “My Family, the Jacksons” aus dem Jahr 1990 eingestand: “Ich bin absolut für die Züchtigung von Kindern”, schrieb sie: “Wenn man heute mal härter zulangt heißt das gleich Kindesmisshandlung”, so Katherine. Die Enthüllung kommt zum ungünstigsten Moment: Für Montag ist der erste Gerichtstermin für das Sorgerechtsverfahren anberaumt. Anwälte arbeiten fieberhaft an einer außergerichtlichen Lösung: Vor allem der leiblichen Mutter Debbie Rowe sollen Besuchsrechte eingeräumt werden. Teil des Deals könnte auch sein, dass sich wegen Katherines hohem Alter von 79 Jahren vor allem Michaels älteste Schwester Rebbie um die Kinder kümmern solle.

# 28. Juli: Mordakte Jackson

Knalleffekt im Krimi um die Todesursache des King of Pop, Michael Jackson: Leibarzt Conrad Murray (51) gestand LAPD-Kriminologen, Jackson am Todestag des 25. Juni das brandgefährliche Narkosemittel “Propofol” verabreicht zu haben. “Der Arzt dürfte ihn dadurch getötet haben”, zitieren US-Medien Insider im Polizeiapparat. Murray stehe knapp vor einer Anklage wegen “fahrlässiger Tötung”: Durchsucht wurde eine seiner Kliniken und ein Lagerraum im texanischen Houston. Cops wollen in Kürze auch durch seine Praxis in Las Vegas wühlen. “Selten werden Ärzte selbst nach gröbstem Pfusch wegen Todschlag angeklagt”, so Rechtsexperte Dan Abrams auf NBC-TV: “Die Beweislage gegen Murray muss gewaltig sein”.
Der Thriller der letzten Stunden im Leben des Popidols wird klarer: Seit Monaten hätte Jackson über Schlafstörungen geklagt, Murray ihm kurz nach Mitternacht das Anästhetikum verabreicht. Die Polizei fand das Medikament sowie “IV”-Nadeln und Schläuche zur intravenösen Verabreichung in Jackos L.A.-Chateau. Doch: Propofol wird sonst nur in Intensivstationen eingesetzt, “ist komplett ungeeignet für den Hausgebrauch”, so US-TV-Ärztin Nancy Snyderman. Vor allem der Herzschlag müsse minutiös überwacht werden, “jeder kleinste Dosierungsfehler mache den Unterschied zwischen Tiefschlaf und Tod”. Potentiell fatale Probleme: Atemnot, sich verlangsamender Herzschlag, gar Stillstand.
Es dürfte nicht der erste Propofol-Einsatz gewesen sein: Helfer sahen “Dr. Tod” (US-Tabloids) Sauerstoffbehälter, die beim Einsatz des Mittels benötigt werden, durch das Gelände schleppen. Wüste Theorien grassieren: Murray könnte bei der Überwachung Jacksons eingeschlafen sein – und erst erwacht, als Jacko keinen Puls mehr hatte. Vater Joe Jackson kryptisch auf CNN: “Der Arzt schlief und mein Sohn lebt nicht mehr”.
Die brisanteste Frage: War Jackson gar Stunden vor dem ersten Notruf um 12.21 Uhr L.A.-Zeit tot und wollte Murray ein Verbrechen vertuschen? Laut dem Webdienst TMZ hätten Mitarbeiter des Arztes bereits um 9:22 Uhr mögliche, brisante Dokumente aus einem Lagerraum im Houston entfernt. Seltsam Murrays Benehmen auch nach dem Eintreffen der Rettungsfahrer: Die wollten Jackson an Ort und Stelle für tot erklären wollten, Murray protestierte, nervte alle mit “sinnlosen Wiederbelebungsversuchen”, so ein Zeuge.
Bizarre Details gibt es auch über Jacksons Todesvilla: Die Tage vor seinem Tod ließ er die Klimaanlagen abstellen, es war drückend heiß. Seine Kleider im Schlafraum waren wild zerstreut. An der Wand hingen Zettel: “Kinder sind süß”, stand auf einem. Und grotesk: Jackson habe mit einer Porzellanpuppe geschlafen.

# 27. Juli: Streit um Fawcett-Erbe

Schock um das Testament des verstorbenen „Drei Engel für Charlie“-Star Farrah Fawcett: Sie hinterlasse, so Britenblätter, den Großteil ihres Vermögens Sohn Redmond (24), der gerade wegen Drogenvergehen im Knast dünstet. Doch: Ihr Lebenspartner Ryan O´Neal (68), der ihr rührend während des dreijährigen Kampfes gegen Anal-, Nieren- und Lungenkrebs zur Seite stand, geht komplett leer aus.
Kein Geld für Drogen. Immerhin: Fawcett, die als blondgelockter Angel durch die Hit-Serie in den Siebzigern zum Sexsymbol wurde, soll 5,5 Millionen Dollar hinterlassen. Dazu kommen künftige Einnahmen einer möglichen Publikation ihres Sterbetagebuches. Das Geld steht Sohn Redmond jedoch nicht für etwaige Sucht-Rückfälle zur Verfügung: Es landet in einem Nachlassfonds, der von zwei Fawcett-Vertrauten unter strikten Auflagen verwaltet wird. Redmond soll monatliche Zuwendungen erhalten und sich eine Haus kaufen dürfen, so die Daily Mail.
„Stolz sein…“ Fawcett, die am 25. Juni im Alter von 62 Jahren ihr in der TV-Doku Farrah‘s Story verfilmtes Aufbäumen gegen den Krebs verlor, hoffte wohl auch: Die finanzielle Sicherstellung solle Redmond helfen, seine Sucht loszuwerden. Das hatte er seiner sterbenden Mutter in einem letzten Telefonat versprochen: „Ich werde jetzt ein Leben führen, auf das du stolz sein kannst“, berichtete O´Neal über den herzerreißenden Abschied.
Verblüfft sind Beobachter jedoch, dass O´Neal komplett leer ausgeht: Fawcett hatte mit ihm zwischen 1982 und 1997 eine turbulente, mit Exzessen, Streitereien und Versöhnungen überschattete Beziehung. In 2001 versöhnten sie sich. Der Schauspieler (Love Story), selbst an Leukämie leidend, stand ihr im Krebsdrama zur Seite. Doch selbst im Sterben liegend hatte sie ihm bis zuletzt den Wunsch verwehrt, ihn doch noch zu heiraten.

# 26. Juli: Sexy Mendes

Als besonders scheu bei der Präsentation ihres Traumkörpers galt Hollywood-Sexbombe Eva Mendes (35) nie. Doch nun gehen vielen die Augen über: Für die neueste Werbekampagne der Modekultmarke Calvin Klein (CK) schmiegt sie sich in kunstvollen S/W-Aufnahmen, ihre Kurven befeuchtet und glänzend, die Haare nass und wild, an das irische Ko-Model Jamie Dornan. Ihr Kopf ruht auf seiner Brust, ihre Hand scheint seine Unterhose abstreifen zu wollen. „Verführerische Büstenhalter und Unterwäsche“, so der Slogan der sexy CK-Kampagne: Und die Kuba-stämmige Mendes zeigt, was man damit alles machen kann.
Erotik-Offensive. Großplakate in den Weltmetropolen und Doppelseiten in Hochglanz-Postillen wie Elle, GQ, Vanity Fair, W oder InSytle lassen zwar Männerherzen in allen Erdteilen höher schlagen. In einem der von Star-Fotografen Steven Klein angefertigten Fotos biegt sie sich, oben ohne, nach hinten, während Dornan zupackt. Doch Proteste auf die besonders dreiste Erotik-Offensive scheinen vorprogrammiert – was den Werbern nur recht ist. Branchenkenner: „Calvin Klein provoziert jedes Jahr ein Kontroverse, um die Weltpresse gratis rotieren zu lassen“.
„Befreiend“. Übertrieben hatte der Kinostar (Hitch) jedoch, als sie für CKs Parfüm Secret Obsession warb: US-TV-Anstalten verweigerten die Ausstrahlung, da eine Brustwarze zum Vorschein kam. Erotische Kampagnen ließen Mendes die Charts der „meistbegehrtesten Frauen“ stürmen: Zur Nr. 1 kürten sie zuletzt die Leser von AskMen.com. Was sie von Nacktaufnahmen hält? „Es macht Spass“, sagte sie: „Richtig befreiend ist das”.

# 25. Juli: Wo ist Jacksons Nase?

Neue makabere Details zum Jackson-Tod: Nun soll seine Nase verschwunden sein. Mit Hochspannung wird jetzt der Obduktionsbericht erwartet.
Los Angeles. Eine Zeugin, die den toten „King of Pop“ am Obduktionstisch sah: Die künstliche, spitze Nasenprothese fehlte, so das US-Magazin Rolling Stone. Zu sehen gewesen wären „bloß Knorpel und ein kleines schwarzes Loch“. Wo das Stück wirklich aufbewahrt wird, wisse niemand. Es war nicht der einzige fehlende Körperteil: Obduktionsmediziner hatten auch sein Gehirn vorübergehend für Tests aufbehalten.
Jacko hatte Glasbehälter voller Kunstnasen
Es ist der makabere Höhepunkt der Sucht der Pop-Ikone nach Schönheitsoperationen. „Er hatte ein Glas voller Kunstnasen samt Klebstoff“, so Ex-Mitarbeiter Adrian McManus: „Und mit allen gab es Probleme“. Es hätte durch mindestens sechs chirurgischen Eingriffe in seinem malträtierten Gesicht der Halt gefehlt, oft hielt er die Prothesen mit Pflastern befestigt.
Mit Hochspannung wird diese Woche der Obduktionsbefund erwartet: Insider erwarten, dass die Gerichtsmediziner eine Überdosierung des Anästhetikum „Propofol“, das sonst nur in Intensivstationen von Spitälern zum Einsatz kommt, als Todesursache nennen dürften.
Jackson-Krimi: Wann starb der Star wirklich?
Die L.A.-Polizei (LAPD) ermittelt gegen Jacksons Leibarzt Conrad Murray, der ihm am Todestag „Propofol“ verabreichte, wegen fahrlässiger Tötung. Besonders brisant: Mitarbeiter hätten drei Stunden bevor am 25. Juni die Rettung gerufen wurde in einer Praxis des Arztes in Houston (Texas) bereits Unterlagen verschwinden lassen, so der Webdienst TMZ: War Jackson bereits stundenlang tot und nützte Murray die Zeit zum Vertuschen seines ärztlichen Pfusch?

# 24. Juli: Helicrash auf Autobahn

Wieder schwerer Flugunfall in den USA: Vier Menschen starben als ein privater Helikopter nahe Washington auf eine Autobahn stürzte.
Washington. Der Helikopter zerschellte nahe der Kleinstadt Hagerstown (US-Staat Maryland), 100 Kilometer nordwestlich der US-Kapitale Washington in einem feurigen Inferno am „Interstate“ I-70. Der Pilot und drei Passagiere kamen ums Leben. Wie durch ein Wunder wurde auf der sonst dicht befahrenen Fernverkehrsstraße keine Autofahrer verletzt.
Leichen mit Schneid-brennern freigelegt
Der Absturz passierte Donnerstag, 22:30 Uhr Ortszeit. Herangerasten Helfern bot sich am Unglücksort ein Bild des Grauens: Das Wrack des Helikopters, Type J-44 (registriert von der Firma Marsan Aviation in Wilmington, Delaware), war durch den feurigen Aufprall bizarr verformt. Die Leichen mussten teils mit Schneidbrennern geborgen werden. Die Obduktion an den Opfern dauerte nach dem Transport in die Gerichtsmedizin in Baltimore Freitag noch an. Eine Bekanntgabe der Namen war angekündigt worden.
Experten der US-Flugbehörde NTSB begannen am Unglücksort prompt mit den Ermittlungen über die Absturzursache. Fokussiert wird auf schlechtes Wetter: Kurz vor dem Absturzzeitpunkt waren Gewitterstürme durch die Region gezogen. Augenzeugen berichteten, dass der Helikopter im Tiefflug trudelte und nach der Kollision mit Hochspannungsleitungen Feuerspuren hinter sich herzog.
2009 wird zum Horrorjahr des Flugverkehrs
„Wir untersuchen die Wetterbedingungen genau“, so ein Sprecher der lokalen Polizei: „Doch zum Unglückszeitpunkt regnete es nicht“. Die Autobahn war für sieben Stunden in beide Richtungen gesperrt.
Die Flugsicherheit wird nach einer Serie tödlicher Katastrophen wieder verstärkt diskutiert: Vor allem der Air-France-Absturz im Atlantik mit 228 Toten hatte auch Amerika schockiert. Mit elf Megacrahes gab es heuer so viele Flugtote, wie seit den Neuzigern nicht mehr. In den USA starben 50 Menschen, als ein Jet einer Regionallinie im Februar nach einem Pilotenfehler vor Buffalo (New York) in eine Siedlung stürzte.

# 23. Juli: Hollywood-Stories

Eigentlich wollte die spanische Traumfrau Penelope Cruz (35) per geballter Ladung Schauspielkunst wieder für Furore sorgen: Nächstes Wochenende landet das beim Filmfest in Cannes präsentierte, von Starregisseur Pedro Almodóvar auf die Leinwand gezauberte Meisterwerk Zerrissene Umarmungen in den Kinos. In dem verschachtelten Melodram, „mit einen Schuss Humor und dunklen Abgründen“ (Variety), brilliert Cruz unter anderem mit blonder Perücke. Kritiker jubelten über ihre Performance als fast „hyperreale Schönheit“ (Guardian) und verführerische Mätresse.
Schwanger? Doch was nützt es: Durch den Oscar-Triumph (Vicky Christina Barcelona) in den Hollywood-Olymp aufgestiegen, kleben die Medien eher an ihrem Privatleben. Vor allem: Durch plötzliche und augenscheinliche Gewichtszunahme wird immer stärker über eine Schwangerschaft spekuliert. Aufgefallen waren Wölbungen bereits im Mai in Cannes. Dann wurde ihr übel, Symptome einer frühen Schwangerschaftsphase. „Lebensmittelvergiftung“, winkte sie damals ab. Doch jetzt wurde sie beim Verlassen eines U2-Konzertes in Paris mit Boyfriend Javier Bardem (40) mit noch mehr Hüftspeck abgelichtet. Das Paar flüchtete zur Afterparty mit Rockstar Bono und Comeback-Sensation Mickey Rourke.
Ehe „außerirdisch“. Prompt gesellten sich Heiratsgerüchte hinzu: Das Paar, zusammen seit zwei Jahren, wurde überglücklich und eng umschlungen in der Traumstadt Barcelona gesehen. Angesichts der Macht der Bilder wirken ihre Beteuerungen fast verzweifelt: Sie finde das Konzept der Ehe „außerirdisch“, verblüffte sie in US-Interviews. Und Kinder? „Ich liebe Kinder“, sagte sie: „Aber nicht jetzt“.

Einen etwas verruchten Ruf hatte Kurvenwunder Scarlett Johansson (24) bereits seit längerem. Doch am Set des neuen Kultstreifens Iron Man II gab es, wie in Hollywood getuschelt wird, endgültig Luderalarm. Vor allem hätte sie Kostar Gwyneth Paltrow (36) beim Dreh der Comics-Verfilmung arg vergrämt, heißt es. Dabei begann alles ganz harmonisch: Johansson zeigte Interesse an Paltrows Ernährungs- und Abspecktipps. Sie teilten den Trainer, strampelten Seite an Seite am Fitnessfahrrad, brachten sich für die Superhelden-Action in Schuss.
Zickenkrieg? Doch dann stieß der Oscar-Preisträgerin rasch das Getue um die Sexbombe auf. Als Scarlett als „Schwarze Witwe“ im engen Lederdress aus dem Trailer stieg, folgte fassungsloses Staunen, twitterte Regisseur Jon Favreau: „Ich habe noch nie eine Filmcrew gesehen, die so rasch so still wurde“. Geärgert soll sich die klassische, doch ältere Schönheit (Shakespeare in Love) auch über das freche Flirten ihrer frivoleren Jungkollegin haben. Dem Fass in dem Zickenkrieg schlug den Boden aus, als Johansson – mit gelocktem, brünetten Harr, knallroten Lippen und engen Lederkampfanzug – am Filmposter landete. Die verschmähte Paltrow, mäßig amüsiert, denke sogar über ein Boykott der Film-PR nach, so die Daily Mail.
Sexy für Mango. Es wäre eine lange Eiszeit: Obwohl die Dreharbeiten komplettiert sind, landet der Epos erst 7. Mai 2010 in den US-Kinos. Dabei droht Krach gleich mit der nächsten Filmdiva: Johansson löste Penelope Cruz als neues Gesicht der Modekette Mango ab. Provokant rekelt sich die dralle Blondine in einem Mantel im Leopardenmuster in Werbeaufnahmen auf einer Ledercouch.
Und was sagt ihr Gatte, Kanada-Schauspieler Ryan Reynolds (32), zu den Biest-Allüren? Er kontert mit Adoptionsplänen, wie er in einem Interview ankündigte. Das Kalkül: Vielleicht kann ein Kind im Haus die wilde Scarlett zähmen.
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Die neuen Filmpläne von Hollywood-Superpaar Angelina Jolie (34) und Brad Pitt (45) ließen die latenten Gerüchte über die Beziehungskrise weiter eskalieren: Das Paar plane Teil II des Auftragskiller-Thrillers Mr. and Mrs. Smith, berichtet der National Enquirer: Am Filmset hatten sich die Stars damals verliebt (als Pitt noch mit Jennifer Aniston verheiratet war).
Neue Chance? Jetzt könnte die Film-Fortsetzung ihre Ehe, in der sie sechs Kinder anhäuften, retten. „Sie hoffen, sich wieder ineinander zu verlieben, ihrer Beziehung eine zweite Chance zu geben“, so Insider. Bei der ersten Geburtstagsparty für die Twins Vivienne und Knox hätte sie den Kindern zu liebe die Contenance bewahrt. Doch es gäre weiter, so US-Tabloids: Pitt hätte neuen Babypläne zur Beziehungsrettung eiskalt abgelehnt: „Ich will keine Kids mehr“, soll er klargemacht haben. Dazu wolle er im Kalifornien-Traumort Big Sur eine Junggesellenwohnung anmieten, hieß es.

Filmstar Gerard Butler (39) versuchte die Gerüchte mit einem Witz zu entkräften: „Ja, wir heiraten bald“, beantwortete er die Reporter-Frage, ob er mit Jennifer Aniston (40), sein em Kostar im Film The Ugly Truth, das Bett teile. Der Schuss ging nach hinten los: Um die Welt wurden prompt und ernsthaft Ehepläne vermeldet.

Das Mädchen etwas schneller dran sind beim Großwerden ist nichts neues: Jetzt hat Teenstar Miley Cyrus (16) offenbar die Nase voll von kindischen Romanzen mit Gleichaltrigen wie zuletzt Nick Jonas, Sänger in der Boyband The Jonas Brothers. Sie trennten sich. Doch wen will Miley, jetzt single und verfügbar, wirklich? John Mayer (31), den Ex von Hollywood-Blondine Jennifer Aniston (40), verriet sie via Twitter: „Oh mein Gott, hätte ich gerne einen Boy wie John Mayer, James Morrison/Elvis/Rob Thomas, alles in einem, du bist der beste“, tippte sie. Laut dem National Enquirer soll es mehr als bloße Teenager-Träumerei sein: Sie habe das Geplänkel mit gleichaltrigen satt, sei bereit „für die wirkliche Liebe“, so Insider. Mayer hätte sie einmal sogar bei einem ihrer Konzert hinter der Bühne in Las Vegas getroffen. Er hatte jedoch keine Ahnung, wie sehr Miley auf ihn steht…

Zwar wurde Transformer-Hottie Megan Fox (23) zuletzt in Eintracht mit On/Off-Boyfriend Brian Austin Green (36) gesichtet, doch Gerüchte über ein Ende der Romanze mehren sich. Fox sucht nach einer Villa in Los Angeles, ein Zeichen, dass sie bei Brian bald ausziehen könnte. Mehrere Häuser hat sie im Visier. Der Preis: Meist um die drei Millionen Dollar.

Alarm um Jungschauspielerin Mischa Barton (23): Sie kollabierte kürzlich in ihrer L.A.-Villa nachdem sie drei Tage lang nonstop Kokain schnupfte. Freunde halten den pulvrigen Amoklauf für einen Selbstmordversuch! Sie landete in der Psychiatrie. Der Grund, so Freunde: „Das Geld war zur Neige gegangen und sie konnte keine Liebe finden“.

# 22. Juli: Break-Up von Sarah Jessica Parker?

Gerade hatten noch harmonische Familienbilder die Welt verzückt: Der Star der Kult-TV-Serie und des Blockbusterfilms Sex and the City (SATC) Sarah Jessica Parker (44) saß da auf der geblumten Famliencouch gemeinsam mit Gatten Matthew Broderick (47). Zärtlich halten sie je eines der gerade von einer Leihmutter geborenen Zwillings-Babies Marion und Tabitha, während der sechsjährige James Wilkie seine neuen Geschwister neugierig begutachtet. Doch könnte jetzt plötzlich alles aus sein? Im Eiltempo verbreiteten sich via Internet Gerüchte, dass Parker künftig getrennt von ihrem Gatten, mit dem sie seit 12 Jahren verheiratet ist, leben wolle. Ihr Zielort: Brooklyn – fast als wollte sie SATC-Charakter Miranda (Cynthia Nixon) imitieren, die in der Serie mit ihrem Baby nach Brooklyn flüchtet.
„Komisch“. Schauspielergatte Broderick wolle jedoch in Manhattan bleiben, verweigert laut Contactmusic.com den Umzug über den East River. Freunde wundern sich: „Das scheint eine recht merkwürdige Entscheidung zu sein so kurz nach der Ankunft der Baby-Töchter“, sagt eine. Und weiter: Durch die Geburt wäre für beide ja „ein Traum in Erfüllung gegangen“. Vor allem sind sie endlich die Sorgen um die Sicherheit der 26-Jährigen Leihmutter aus Ohio los, die von Paparazzi belagert und in deren Apartment sogar eingebrochen wurde.
Mehr Grün für die Twins? Das Motiv der mit Emmy und Golden Globe preisgekrönten Aktrice: Sie wolle den Kindern das Getöse Manhattans ersparen und sie im ruhigeren Brooklyn großziehen. Um 5,2 Millionen Dollar habe sie dort bereits ein Riesenhaus mit neun Schlafzimmern gekauft. Klar, zitiert das Magazin Look eine Freundin, liebe sie Manhattan, doch sie wolle den drei Kindern „mehr Ruhe und Parklandschaft“ bieten. Er will sein Manhattaner Townhouse jedoch nicht aufgeben: Es liegt nahe der Broadway-Theater, wo er einen Uniprofessor im Stück The Philanthropist spielte.
Zerbricht die Ehe? Doch gefragt wird: Ist das getrennte Leben der Anfang vom Eheende? Bereits letzten Sommer ließ das US-Tabloid Star eine Bombe platzen: Broderick hätte Parker damals mit einer „atemberaubend schönen“, 25-jährigen Schauspielern betrogen. Die lernte er in einer Bar kennen, schickte SMSs. Bald sollen sie Parkers SATC-Dreharbeiten in L.A. für Sextreffen genützt haben. Details wurden breitgetreten: Sie hätten sich in das Schlafzimmer einer Bekannten zurückgezogen, er sich nach einer halben Stunde mit einem gehauchten „Bis bald“ verabschiedet. Sie wäre bloß mit Unterwüsche am Bett vorgefunden worden. Auch damals suchte Sarah nach einer neuen Wohnung.
Fans des Paares hatten gehofft, dass das neue Babyglück, für das Parker 50.000 Dollar bezahlte, Risse in der Beziehung kitten könne.

# 21. Juli: O´Neal weint um Fawcett

Gerade hatten noch harmonische Familienbilder die Welt verzückt: Der Star der Kult-TV-Serie und des Blockbusterfilms Sex and the City (SATC) Sarah Jessica Parker (44) saß da auf der geblumten Famliencouch gemeinsam mit Gatten Matthew Broderick (47). Zärtlich halten sie je eines der gerade von einer Leihmutter geborenen Zwillings-Babies Marion und Tabitha, während der sechsjährige James Wilkie seine neuen Geschwister neugierig begutachtet. Doch könnte jetzt plötzlich alles aus sein? Im Eiltempo verbreiteten sich via Internet Gerüchte, dass Parker künftig getrennt von ihrem Gatten, mit dem sie seit 12 Jahren verheiratet ist, leben wolle. Ihr Zielort: Brooklyn – fast als wollte sie SATC-Charakter Miranda (Cynthia Nixon) imitieren, die in der Serie mit ihrem Baby nach Brooklyn flüchtet.
„Komisch“. Schauspielergatte Broderick wolle jedoch in Manhattan bleiben, verweigert laut Contactmusic.com den Umzug über den East River. Freunde wundern sich: „Das scheint eine recht merkwürdige Entscheidung zu sein so kurz nach der Ankunft der Baby-Töchter“, sagt eine. Und weiter: Durch die Geburt wäre für beide ja „ein Traum in Erfüllung gegangen“. Vor allem sind sie endlich die Sorgen um die Sicherheit der 26-Jährigen Leihmutter aus Ohio los, die von Paparazzi belagert und in deren Apartment sogar eingebrochen wurde.
Mehr Grün für die Twins? Das Motiv der mit Emmy und Golden Globe preisgekrönten Aktrice: Sie wolle den Kindern das Getöse Manhattans ersparen und sie im ruhigeren Brooklyn großziehen. Um 5,2 Millionen Dollar habe sie dort bereits ein Riesenhaus mit neun Schlafzimmern gekauft. Klar, zitiert das Magazin Look eine Freundin, liebe sie Manhattan, doch sie wolle den drei Kindern „mehr Ruhe und Parklandschaft“ bieten. Er will sein Manhattaner Townhouse jedoch nicht aufgeben: Es liegt nahe der Broadway-Theater, wo er einen Uniprofessor im Stück The Philanthropist spielte.
Zerbricht die Ehe? Doch gefragt wird: Ist das getrennte Leben der Anfang vom Eheende? Bereits letzten Sommer ließ das US-Tabloid Star eine Bombe platzen: Broderick hätte Parker damals mit einer „atemberaubend schönen“, 25-jährigen Schauspielern betrogen. Die lernte er in einer Bar kennen, schickte SMSs. Bald sollen sie Parkers SATC-Dreharbeiten in L.A. für Sextreffen genützt haben. Details wurden breitgetreten: Sie hätten sich in das Schlafzimmer einer Bekannten zurückgezogen, er sich nach einer halben Stunde mit einem gehauchten „Bis bald“ verabschiedet. Sie wäre bloß mit Unterwüsche am Bett vorgefunden worden. Auch damals suchte Sarah nach einer neuen Wohnung.
Fans des Paares hatten gehofft, dass das neue Babyglück, für das Parker 50.000 Dollar bezahlte, Risse in der Beziehung kitten könne.

# 21. Juli: Jetzt spricht Joe

Im ersten großen TV-Interview mit CNN-Star Larry King bestreitet der umstrittene Vater der am 25. Juni an Herzversagen gestorbenen Popikone Michael Jackson, seinen Sohn jemals verprügelt zu haben. Joe Jacksons (79), der knallharte Manager der einstigen Familienband “Jackson Five”, wollte dazu auch keine Fehler bei der Erziehung des Popgenies eingestehen. Michael und seine Geschwister hatten oft über Joes Prügelorgien geklagt. Jackson senior bestreitet beim TV-Auftritt – Hut tief in die Stirn gezogen, V-Neck-Shirt, Goldketten und gewohnt grimmiger Gesichtsausdruck – auch, Einfluss auf Jackos Kids Prince Michael (12), Paris (11) und Blanket (7) ausüben zu wollen. Zuletzt gab es Reports, er plane Konzerte der Drei als “Jackson Three”. Jacksons Tod hält er für Mord. Auszüge:
Larry King: Glauben sie, dass ihr Sohn ermordet wurde? Immerhin ließen sie eine private Autopsie durchführen.
Joe Jackson: Ich habe die Resultate noch nicht gesehen, sie wurden mir nicht gezeigt. Und niemand hat mir Details erzählt.
King: Das verstehe ich nicht: Sie sind doch der Vater…
Jackson: Natürlich bin ich der Vater. Ich erwarte, dass ich bald informiert werde. Es geht hier nicht nur um möglichen Medikamentenmissbrauch. Da ist auch was anderes passiert: Ein Verbrechen! Davon bin ich fest überzeugt. Das kann doch nicht sein, dass es hier einen Arzt gibt, der ihm etwas gibt, um ihn zu beruhigen – und er wacht nicht mehr davon auf? Da ist Zeit verstrichen, ich habe gehört, dass sich der Doktor aufs Ohr haute…
King: Halten sie den Arzt, Dr. Murray, für einen Mörder?
Jackson: Da ist was schrecklich schief gelaufen. Als er versuchte, ihn wiederzubeleben war Michael bereits tot. Und dann ist er auch noch getürmt. Die mussten ihn drei Tage lang suchen.
King: Haben sie jemals mit Michael über Drogenmissbrauch geredet?
Jackson: Hätte ich sicher, doch mir wurde der Zugang zu ihm verwehrt. Er wollte keinen Kontakt zu mir, seine Berater auch nicht – und auch meine Familie hat mich auf Distanz gehalten. Ich bereue jetzt, dass ich nicht einfach diese Zäune um ihn eingerissen habe, an den Wachleuten vorbei direkt zu ihm gegangen bin.
King: Viele sagen, sie hätten Michael als Kind verprügelt?
Jackson: Das ist doch reiner Bullshit! Sie wissen, dass das nicht war sein kann – ich hätte ihm niemals weh getan…
King: Sie haben niemals die Hand angelegt? Nicht einmal?
Jackson: Niemals! Ich habe ihn großgezogen, wie Sie Ihre eigenen Kinder großziehen würden. Ich liebe ihn! Er ist mein Sohn. Ich habe ihm Anstand beigebracht. Er lief nicht so durch die Straßen wie andere Kids. Geschlagen wurden die Sklaven. So etwas mache ich nicht. Und Tachteln gibt es in jeder Familie. Wer das bestreitet, lügt.
King: Wissen sie, wo sich Michaels Leiche befindet?
Jackson: Da müssen sie jemand fragen, der es weiß. Ich werde über solche Dinge nicht informiert.
King: Sie sollen ein Dokument unterschrieben haben, wo sie klarstellen, dass sie sich aus der Erziehung von Michaels Kindern raushalten… Und dann gibt es Gerüchte, dass sie mit den Kids eine Pop-Gruppe, die “Jackson Three”, planen.
Jackson: Ich habe gar nichts unterschreiben. Und zu den Plänen mit den Kindern kann ich gar nichts sagen. Nur soviel: Die Reports über eine Popgruppe sind Unfug!

# 21. Juli: Droht Bernie eine Tracht Prügel?

Der zu 150 Jahren Haft verdonnerte Mega-Betrüger Bernard “Bernie” Madoff (71) droht eine Tracht Prügel in seinem neuen Zuhause, der Haftanstalt in Butner (US-Staat North Carolina). “Einige der Jungs haben darüber geredet, wie sie ihn einmal ordentlich versohlen wollen”, zitiert die New York Post Mithäftlinge. Doch andere zollen Bernie Respekt: Er habe alle Schuld auf sich genommen und keinen seiner Komplizen verpfiffen, wird auf den Ehrenkodex unter Gangstern verwiesen. Der Kontrast zum einstigen Luxusleben des Ex-Wall-Street-Gurus, der bis zu 60 Milliarden Dollar an Klientengeldern verspielte, könnte größer nicht sein: Statt Privatjet ging es per Bus nach Butner, 40 Stunden dauerte die Reise. Maßanzüge tauschte Bernie mit der schlichten Haftkleidung, T-Shirt und Jogging-Hose. Auf leckeres “Foie Gras” in Manhattans teueren Speisetempeln muss er ebenfalls verzichten, stoisch löffelte er in der Häfn-Kantine Makkaroni mit Käse, so Zeugen. Seine Arbeit ist simpel aber ehrlich: Von 7:30 Uhr graviert er in einer Werkstatt Namen für Türschilder. Und was sagt er zu seinen Verbrechen? “Er erzählte”, so ein Zeuge, “wie seine Frau auf ihn wütend war, da sie ständig von Paparazzi verfolgt wurde”.

# 21. Juli: Budget-Terminator

Sacramento. „Das war wie ein Hollywood-Thriller da drinnen“, scherzte Arnie, als er nach Marathonverhandlungen mit Parlamentariern eine Einigung zur Überbrückung des Budgetlochs von 26,3 Milliarden Dollar erzielt hatte. Der Republikaner hatte sich weitgehend mit seiner rechten Philosophie durchgesetzt: Statt Steuererhöhungen sollen durch radikale Kürzungen 15 Milliarden Dollar eingespart, der Rest durch Bilanztricks und neue Kredite aufgefüllt werden.
Kritik: „Vor allem Alte und Arme zahlen drauf…“
„Leistungen vor allem für Arme und Alte werden für Jahre hinaus zurückgenommen“, kritisierte die L.A. Times. Tatsächlich: Die Kalifornier müssen bittere Pillen schlucken. Viele der Maßnahmen wirken wie Verzweiflungsakte in der schlimmsten Finanzkrise des größten US-Staates (38 Millionen Einwohner) seit der Great Depression: Zehntausende Senioren und Kinder werden ihre Krankenversicherung verlieren, andere Sozialhilfeschecks, Gemeinden Millionenbeträge für kommunale Dienstleistungen und Transitprojekte. Die Budgets von Schulen werden um sechs Milliarden gekappt, die von Unis um drei Milliarden. 200.000 Beamte müssen mit 14 Prozent weniger Salär auskommen. Vor der Traum-Pazifik-Küste bei Santa Barbara soll nach Öl gebohrt, durch Kürzungen von 1,2 Milliarden Dollar im Gefängnis-Etat 20.000 Insassen freigelassen werden.
Reißt das Budgetloch in Kürze gleich wieder auf?
Nachdem sich Kalifornien wegen seiner miserablen Kreditwürdigkeit kaum frisches Geld besorgen kann, greifen Arnie & Co sogar in die Gemeindekassen: 1,9 Milliarden will sich der Staat ausborgen. Experten warnen: Durch Bilanztricks und optimistische Annahmen drohen neue Budgetlöcher. Dennoch zeigte sich Arnie erleichtert. Wenigstens kann der Staat die peinliche Ausgabe von Schuldscheinen einstellen. Und die meisten der Nationalparks bleiben nun doch offen.

# 20. Juli: Obama zum Mars?

In einem historischen Treffen warb das „Apollo 11“-Trio am 40. Jahrestag der Mondlandung bei US-Präsident Obama um Missionen zum Mars.
Washington. US-Präsident Barack Obama erneuerte nach einem Treffen mit den drei Astronauten, die mit der legendären „Apollo 11“-Mission vor 40 Jahren am Mond landeten, seine Visionen für Amerikas Allambitionen: Den drei Helden Neil Armstrong (78), der am 20. Juli 1969 den ersten Fußabdruck eines Menschen am Mond hinterließ, sowie Michael Collins (79) und Buzz Aldrin (78) wurde ein Ankurbeln der Allmissionen versichert.
Neues Mondprogramm bereits voll in Schwung
Laut aktuellen NASA-Plänen sollen frühestens 2015 erstmals seit der letzten Apollo-Mission 1972 Menschen zum Mond zurückkehren. Das nächste Ziel: Ein bemannter Flug zum Mars – vielleicht schon im übernächsten Jahrzehnt. Das neue Mondprogramm ist bereits voll in Schwung: Zwei Aufklärungssonden umkreisen den Erdtrabanten. Sie schossen etwa Bilder der Landungsstellen der insgesamt sechs Mondmissionen. Sogar Fußabdrücke der Astronauten sind noch sichtbar. Astronauten sollen bei künftigen Flügen längere Zeit in einer Bodenstation am Mond leben.
Doch die drei Apollo-Raumfahrer, vor allem Aldrin, drängen auf eine Reise zum Nachbarplaneten Mars. In einem seltenen Auftritt des vollständigen Trios im Washingtoner „Space Museum“ appellierte Aldrin: „Die größte Ehre für unsere Leistungen wäre der Aufbruch zum Mars“. In einem Fox-Interview legte er nach: „Der Mond ist trostlos, der Mars ist viel geeigneter für Erdlinge, weit bewohnbarer“.
Allflüge „Investition in die Zukunft der Menschheit“
Obama hatte angedeutet, dass er die von Vorgänger George Bush angekündigte „Rückkehr zum Mond“ überdenken könnte. Mars-Enthusiasten hoffen, dass der Rote Planet Toppriorität erhält. Abschreckend sind die Kosten: 25,4 Milliarden Dollar kostete das damalige Mondprogramm, 150 Milliarden heutige Dollar. Doch im Gespräch mit Obama – nach Richard Nixon und Bush das dritte Treffen mit einem US-Präsidenten – machte das Apollo-Trio klar, dass es eine Investition in die Zukunft der Menschheit sei, so Aldrin: „Apollo war der erste Schritt – weitere müssen folgen“.

# 10. Juli: Amerikas meistgehassteste Frau

Für Ruth Madoff (68) kam ein Leben in Saus und Braus jäh zu einem Ende. Sie hörte lautes Pochen an der Türe ihres Penthouses an der schicken Upper East Side in Manhattan. Jahrzehntelang war alles wie im Traum: Millionenvillen in den Luxus-Strandenklaven der Hamptons (bei New York) oder dem steinreichen Palm Beach (Florida). Empfänge mit Wirtschaftsmagnaten, Filmstars oder Kultur-Mäzenen, Champagner, Kaviar, Lachsbrötchen, alles in der wohltemperierten Seebrise. Und dann die Trips: Genf, London, Paris, Hongkong, Tokio, Sydney, die Finanzzentren der Erde.
Und wieder: “Knock, Knock!” U.S. Marshalls marschierten in das Luxusapartment im Wert von sieben Millionen Dollar, über die Perserteppich um 35.000 Dollar, vorbei am Teetischchen, Stil “Chippendale” um 20.000 Dollar, und am Holzkamin, durch die Räume voller Antiquitäten. Barsch teilten die bulligen Beamten der noblen Dame mit, dass die Wohnung “beschlagnahmt” sei: “Bitte räumen sie den Stock! Sofort!” Einmal versuchte es Mrs. Madoff noch auf charmant, fragte höflich, so die “New York Post”, ob sie wenigstens ihren Lieblingspelzmantel mitnehmen dürfe. Es nützte alles nichts. Mit versteinerter Mine zog sie ab, nur mit ihrer Handtasche.
Ruth Madoff, einstiger Star in der Szene des New Yorker Geldadels, ist nun eine der meistgehasstesten Frauen Amerikas. Ihr Gatte ist der größte und vielleicht perfideste Betrüger der Menschheitsgeschichte: Bernard Madoff (71), ein einst eloquenter Finanzmann mit dem Ruf eines Wall-Street-Guru, der als “Bernie” in den Country Clubs die Anleger-Millionen aufsaugte – und am Ende verzockte. Gesamtschaden: 65 Milliarden Dollar. “Ponzi-System” nennen Fachleute solche Schneeball-Betrügereien: Mit den Kapital neuer Investoren werden die Renditen alter bezahlt, bis das Kartenaus einstürzt.
Der Hass auf Madoff ist deshalb so groß, da nicht nur die Anlageportfolios von Hollywood-Größen wie Steven Spielberg oder Kevin Bacon ausgelöscht wurden, sondern auch Kleinanleger ihre gesamten Lebensersparnisse verloren. Die Richterin verdonnerte Madoff zu 150 Jahr Haft. Er wird den Rest seines Lebens in einem Hochsicherheitsgefängnis verbringen.
Und viele halten Ruth für eine Komplizin: “Such dir einen Job, wie wir alle”, rief ihr ein geprellter Anleger wütend nach, als sie das Gebäude verließ. Hilflos versuchte sie ihren Ruf zu retten. Zusammengefasst: Bernie hätte auch sie “betrogen”, hinters Licht geführt, jener skrupellose Milliardenzocker sei nicht der Gatte gewesen, den sie kannte, sagte sie in einer Stellungnahme. “Viele meiner besten Freunde waren auch Anleger meines Mann”, schrieb sie: Wie einsam sie jetzt ist, illustrierte ein Foto, wo sie verängstigt auf einem Plastiksessel in Subway hockt.
Der Abstieg der Betrüger-Ehefrau ist brutal: Immobilien und Wertgegenstände im Gesamtwert von 80 Millionen Dollar musste sie retournieren. Die sollen versteigert, aus den Erlösen geschädigte Anleger restituiert werden. Neben den vier Yachten, dem Penthouse und fünf Millionenvillen steht auf der Liste: Eine Merzedes-Luxuskarosse, Schmuck im Gesamtwert von 2,6 Millionen Dollar. 2,5 Millionen darf sie vorerst behalten, doch auch die sind vor Privatklagen nicht sicher. Noch schmerzhafter ist ihr gesellschaftlicher Sturz: Im Salon, wo sie einst täglich ihre Maniküre erhielt, war sie plötzlich unerwünscht. Im Fitnessstudio ebenso. Die Wohnungssuche dürfte sich in New York schwierig gestalten. Hinzu kommt glatte Häme: Eine Gemeinde hatte Ruth angeboten, sie freundlich aufnehmen zu wollen. Der Ort: Nome, Alaska.

# 9. Juli: Jacksons weißer Handschuh

Jackson wird mit einem seiner kristallbestückten weißen Handschuhe bestattet.
Los Angeles. Über die Bestattung des „King of Pop“ Michael Jackson streitet die Familie weiter heftig. Dafür zeigt sie Liebe zum Detail bei der Wahl der Kleidung für die letzte Reise: Einen weißen Handschuh, eines seiner markantesten Markenzeichen, soll er tragen, berichtet der Webdienst TMZ. Jacksons Schwester La Toya hätte eines seiner Lieblingsstücke ausgewählt, einen Lederhandschuh besetzt mit Hunderten Swarovski-Kristallen, angefertigt von der Modeschöpferin Dorothy Gaspar vor 12 Jahren.
Hautflechte? Was hat es mit dem Handschuh, den Jacko bei Auftritten an der rechten Hand trug, auf sich? Fans verehrten ihn gar als „Der Behandschuhte“. Die Theorien sind vielfältig: Sie reichen von bloßer Exzentrik, der Imitation von oft behandschuhten Pantomimen, die ihn einst bei der Kreation seines berühmten „Moonwalk“ inspirierten bis zum Kaschieren einer Hautflechte an den Händen („Vitiligo“). „Für Michal war der Handschuh Teil seiner Magie, die er auf der Bühne ausstrahlte“, so Kenner Robin Markovitz. Mit hochgerecktem Arm erinnerte der weiße Handschuh an einen Lichtstrahl, wie sie auch in den Filmen seines Freundes, Regiegenie Steven Spielberg, vorkämen. 1984 traf die Popikone Ronald Reagan mit Handschuh im Weißen Haus. Eine der Swarovski-Edelversion war zuletzt bei einer Auktion um 5.000 Dollar angeboten worden.

# 8. Juli: Wo ist Jackos Leiche?

Die Welt rätselt über den Aufenthaltsort der Jackson-Leiche – und die Familie streite weiter, wie, wann und wo er seine letzte Ruhe finden soll.
Los Angeles. Es war eine makabere Verfolgungsjagd: News-Helikopter verfolgten den Leichenwagen mit den sterblichen Überresten des Popstars Michael Jackson am Freeway 101 in L.A.. Der Webdienst TMZ vergrößerte das Drama: Die Fahrt sei ein „Ablenkungsmanöver“, im Wagen eine „Attrappe“.
Rätsel. Seither rätselt die Welt: Wo ist Jacksons Leiche? Und die Familie zankt um das Beisetzungsritual:
# Die zunächst geplante Bestattung am Prominenten-Friedhof Forest Lawn in Hollywood (Humphrey Bogart, Sammy Davis Jr.) wurde überraschend abgesagt. Ein Teil der Familie wollte Jacksons Wunsch gerecht werden, auf seiner fantasievollen Neverland-Ranch die letzte Ruhe zu finden. Die Behörden stellen sich quer: Sie wollen nicht , dass ihr Ort zum Mekka der Jackson-Fans werde.
# Ein neuer Plan kursiert: Jackson könnte eingeäschert – und seine Asche über der Ranch verstreut werden. Bruder Jermaine: „Er liebte Neverland, dort soll er Frieden finden“. Doch Jacksons Mutter Katherine sei vehement dagegen: Polizisten hätten durch ihre Hausdurchsuchungen im Kindersex-Prozess 2005 den Ort „entweiht“, sagte sie: „Er wollte nie mehr zurück nach Neverland“.
# Dann platzte gleich die nächste Bombe: Gerichtsmediziner sollen immer noch Jacksons Gehirn aufbewahren, so die New York Post: Weitere Tests zur Feststellung der Todesursache seien nötig. „Wenn wir fertig sind, geben wir es zurück“, sagte der Obduktionsmediziner Ed Winter.
„Aufgeschoben“. Jacksons Sterbeurkunde: enthält keine Details über die Todesursache. „Aufgeschoben“ tippten die Beamten. Chemische Analysen der Autopsiebefunde dauern bis zu sechs Wochen.

# 7. Juli: Hochspannung vor Jackson-Begräbnis

Kurz nach Sonnenuntergang, Montag, waren die ersten Wagenkolonnen in dem 1,2 Quadratkilometer großen Hollywood-Friedhof “Forest Lawn” gerollt. Der Sarg wurde in einem Leichenwagen geladen, im Polizeikonvoi zu einem weißen Säulenbau mit der Aufschrift “Liberty Hall” gefahren. Dort hatte die Familie einen Abschied vor dem “verschlossenem Sarg”, so US-Medien, organisiert. Nach zwei Stunden wurde Jackson zurück ins Leichenhaus gefahren. TV-Bilder gaben den Blick auf den Sarg frei. Jackson-Schwester La Toya fuhr in einem Bentley vor. Lokale TV-Stationen unterbrachen ihr Programm mit “Breaking News”.
Die Bestattung des Popidols sollte als Privatsache über die Bühne gehen. Der Friedhof ist einer der berühmtesten der Welt. Gartenanlagen vermischen sich mit luxuriöse Grabstätten, vier Kapellen, 1.500 Statuen und Kopien von Michelangelos Skulpturen. Unweit Jacksons Grabstätte liegen Legenden wie Bette Davis und Humphrey Bogart.
Nach der Beisetzung brachte eine Wagenkolonne die Trauergäste zum 15 Kilometer entfernten “Staples Center” in Downtown. Hinter den geschwärzten Scheiben: Jacksons Eltern Joe und Katherine, seine berühmten Geschwister – und die Kinder, Prince Michael (12), Paris (11) und “Blanket” (7), die stoisch das Trauma der Beerdigung ihres geliebten Vaters ertrugen.
Um 10 Uhr Ortszeit (19 Uhr MEZ) folgte ein Feuerwerk der Stars im “Staples Center” (20.000 Plätze): Die Größen der Musikbranche von Stevie Wonder, Mariah Carey, Jennifer Hudson, Lionel Richie, Usher, Smokey Robinson oder John Mayer eroberten den Bühne, Basketballstars Kobe Bryant oder Magic Johnson, Bürgerrechtler wie Martin Luther King III, Sohn des legendären Schwarzenführer trauerten. Noch dabei: Supermodel Brooke Shields, oder Shaheen Jafargholi, die Finalistin der Reality-TV-Show “Britain´s Got Talent”. Völlig überraschend ließ sich eine der intimsten Freundinnen das Stars entschuldigen: Elizabeth Taylor. “Ich glaube nicht, dass er gewollt hätte, dass ich mit Millionen anderen trauere”, gab sie via “Twitter” bekannt. Ein Absage kam auch von Debbie Rowe, Jacksons Ex und der Mutter seiner älteren Kinder. Durch den Medien-Hype wegen dem Sorgerechtsstreit könnte ihre Anwesenheit das Gedenken “überschatten”, beteuerte sie.
Die Welle der Jackson-Trauer schwappte inzwischen quer durch die USA: 80 Kinos in 30 Bundesstaaten strahlten die Trauer-Show aus L.A. für lokale Fans aus. Gigantische Sicherheitsvorkehrungen verwandelten Los Angeles in eine Festung: 2.000 Polizisten verbarrikadierten sieben Stadtblocks um die Arena, stellten sich einem Ansturm von 750.000 erwarteten Fans. Dazu kam eine Briten-Invasion: Flüge von “Virgin Atlantic” nach San Franzisko, L.A. und Las Vegas waren vollgepfercht mit Jacko-Fans. “Für die Briten ist es die US-Version von Prinzession Diana”, so Sprecher Paul Charles.
Die Metropole Los Angeles, die mit einer Milliarde Dollar in der Kreide steht, klagt über die horrenden Sicherheitskosten: 2,5 Millionen Dollar. Lokalpolitiker forderten sogar Entschädigungen vom Jackson-Clan. Familienfreund Al Sharpton schoss zurück: “Es ist das bedeutendste Begräbnis einer ganzen Generation, das darf ja wohl was kosten”. Die Trauer-Tsunami überstieg die Anteilnahme nach dem Tod anderer Musiklegenden wie Elvis Presley, Buddy Holly oder John Lennon. Ticketpreise erreichten am Schwarzmarkt Preise von 250.000 Dollar. Der Schock reiche freilich nicht an die Stunden nach der Ermordung von US-Präsidenten John F. Kennedy oder Martin Luther King heran, “die kurzfristig die Weltachse aus dem Gleichgewicht brachten”, so “New York Times”-Starkolumnist Frank Rich. Doch: “Für Fans ist der Tod eines Musiker so, als wäre ein Teil ihres Lebens gestorben”.

# 7. Juni: Jacksons Begräbnis-Tag

Die Massen an Jackson-Fans müssen die tagelangen Warnungen Ernst genommen haben – und sich die Jackson-Trauershow doch im TV angesehen haben: Bis zu einer Milliarden könnten sich rund um die Welt die Übertragung angesehen haben. Noch spektakulärer geriet das Ereignis am Internet: 109 Millionen Nützer bediente die Web-Infrastruktur pro Minute, schrieb Experte Richard Kafka. Damit wurde der größte Internet-Verkehr in der Menschheitsgeschichte verzeichnet – mehr als bei der “iranischen Revolution” im Vormonat,
50.000 Fans kamen zur Sperrzone rund um das “Staples Center”, schätzten TV-Stationen. Tausende Verkäufer versuchten am Tod des Popidols zu verdienen: Verklopft wurden plumpe Fälschungen der begehrten Eintrittskarten, Andenken, T-Shirts, alte Musikalben. Einige Fans standen regungslos vor den Sperren, viele weinten. Doch andere feierten fast ausgelassen Jacksons Musik, seine Songs dröhnten. Bs zu 8.000 Polizisten riegelten die Straßenzüge ab, zeigten sich übernervös: “Bleiben sie im Zebrastreifen”, rief ein Polizist beim ÖSTERREICH-Lokalaugenschein.
Doch am aufgeregtesten wurde unter den Fans die Überstellung des Sarges in das “Staples Center” diskutiert – und vor allem wann und wo seine Leiche beerdigt wird. Die Spekulationen waren angeheizt worden, nachdem Jackson bei der privaten Trauerfeuer am Friedhof “Forest Lawn” nicht, wie zunächst angekündigt wurde, gleich bestattet worden war. Die chaotische Planungen reflektiert den heftigen Streit innerhalb des Jackson-Clans, was mit seinem Körper wirklich geschehen soll. “Es war Michaels Wunsch auf Neverland beerdigt zu werden”, verwies Bruder Jermaine auf Michaels geliebte Phantasieranch bei Santa Barbara als mögliche, letzte Ruhestätte. Die Behörden hatten die Plan bisher vereitelt: Laut Kalifornien-Gesetzen darf niemand auf Privatgrund begraben werden.
Die zweite Theorie für die Verspätung bei der Beisetzung: Auf der Suche nach den Todesursachen – am ehesten eine Überdosis des Narkosemittels “Diprivan”, das die Polizei in seiner Villa fand – könnten forensische Experten weitere Proben von der Leiche benötigen, hieß es. Britische Blätter hatten deshalb zuletzt spekuliert. dass Jackson ohne Gehirn beerdigt werden könnte. Sorgen macht sich jedoch Mutter Katherine: “Sollte er nicht bald beerdigt werden”, fürchtet sie, “könnte sein Geist ewig herumirren”.

# 7. Juli: Chaos in L.A.?

Die Metropole Los Angeles (vier Millionen Einwohner) versank durch einem Massenansturm von Trauerenden und strikten Sicherheitsvorkehrungen währen des größten Star-Begräbnisses der US-Geschichte im Chaos: Stunden vor der Beisetzung der Popikone Michael Jackson und der Trauerfeier in der Sportarena “Staples Center” verwandelte die Polizei (LAPD) durch Straßensperren und Checkpoints Downtown in eine Festung: Rund um das Stadion wurden sieben Stadtblocks in eine totale Sperrzone verwandelt, nur Fans mit Tickets und Plastik-Armband für die Trauerfeier sowie 3.500 akkreditierte Reporter hatten Zutritt. Das konstante Knattern der Polizei-Helikopter darüber “erinnere an ein Kriegsgebiet”, so ein TV-Reporter.
Rund um den Begräbnisort “Forest Lawn” im Stadtteil Hollywood wurde die Hauptverkehrsader, Highway 134 nach Burbank, gesperrt. Der Verkehr kollabierte im Morgenstoßverkehr. 1.400 Polizisten patrouillierten das weitläufige Friedhofsareal. Sie heilten auch Ausschau nach Paparazzi, die Fotos von der Privatzeremonie schießen wollten.
Hunderte übernachteten in der “gefrorenen Zone” um das Staples Center auf der Straße, mussten von den Cops im Morgengrauen zum Verlassen aufgefordert werden. “Ich werde alles versuchen, um Michael so nahe wie möglich zu sein”, sagte der Fan Anthony Wane Ford (50). Für die Stadtverwaltung wirkte die Jackson-Vergötterung wie eine gefährliche Drohung: Ein Ansturm von bis zu 750.000 Fans war erwartet worden, die Stadt, die mit einer Milliarde Dollar in der Kreide steht, schätzte die Sicherheitskosten auf 2,5 Millionen Dollar.
Doch der Sturm auf L.A. von Jackson-Fans aus allen Erteilen spülte auch Einnahmen in die rezessionsgeplagte Wirtschaft: Bis zu fünf Millionen Dollar könnten die Fans ausgeben, Hotels im Stadtkern, sonst im Sommer nur zu 50 Prozent ausgelastet, sind seit Tagen ausgebucht, darunter das gewaltige “Wilshire Grand” mit 1.000 Zimmern. Am Großflughafen LAX strömten Fans, viele gekleidet in speziellen Gedenk-T-Shirts, Dienstag früh aus den Terminal Hallen. “Good Bye, Michael”, riefen einige.

# 6. Juli: Countdown zur Jacks-Trauerfeier

Die Familie des verstorbenen Pop-Megastars Michael Jackson bestätigte nach langem, internen Streit im letzten Moment Pläne für den heikelsten Teil der Serie an Gedenk- und Trauerfeierlichkeiten: Jacksons eigentliche Bestattung. Noch vor der Trauerfeier im “Staples Center” soll die seit seinem Tod durch Herzstillstand am 25. Juni an geheimen Ort aufgebahrte Leiche beigesetzt werden, so ein Sprecher der Los-Angeles-Polizei LAPD. Nach früheren Plänen, Jackson auf seiner Phantasie-Ranch “Neverland” zu beerdigen, war die Bestattung jetzt am idyllischen Friedhofsareal in “Forest Lawn” geplant.
“Es ist ein prächtiger Ort”, goutierten Fans in ersten Reaktionen die letzte Ruhestätte ihres Idols: Die weitläufige Parkanlage ist durchsetzt mit prunkvollen Gebäuden samt weißem Säulen-Portal am Eingang, dazu gibt es drei Kapellen mit spitzem Kirchtürmen.
Vor der Anlage steigt auch hier der Hype: Medien belagern das Areal, die News-Helikopter der Unterhaltungskanäle knatterten darüber, Fans strömten zu den Eingängen. “Ich mache ein Tour aller Jackson-Orte”, erzählte eine Trauernde vor den schmiedeeisernen Toren.
Forest Lawn in den Berghängen Hollywoods ist einer der berühmtesten Friedhöfe der Unterhaltungsmetropole: Hollywood-Göttin Bette Davis liegt dort begraben, Sammy Davis Jr., der Sänger Liberace, die Legende Humphrey Bogart. Aber auch Jacksons Großmutter wurde dort im Jahr 1990 beigesetzt.
“Wir halten vor allen die Privatsphäre unserer Klienten hoch”, erklärt Friedhofssprecher Bill Martin. Tatsächlich: Nachdem zwar die Parkanlagen von einer Million Menschen pro Jahr besucht werden und 70.000 Paar dort sogar heiraten, ist das Areal mit den Gruft-Gebäuden der Stars hermetisch abgeriegelt.
Polizisten haben bereist vor dem Hauptgebäude, in das 1.200 Menschen passen, Aufstellung genommen. Dort soll sich der engste Familien- und Freundeskreis des Popstars zu einer privaten Zeremonie versammeln. Bekannt wurden bereits vorher bizarre Details über den Sarg, in dem Jackson fortan in einer Gruft ruhen soll: Wie Soullegende James Brown dürfe er in einem mit 24 Kart Gold beschichteten Bronzesarg mit blauer Samtauskleidung bestattet werden. Kosten: 25.000 Dollar.
Am härtest wird die Beisetzung für Jacksons Kinder, Prince Michael (12), Paris (11) und “Blanket” (7). Die Liste der Stars, die bei der Trauerfeier im Staples Center in Downtown L.A. heute ab 19 Uhr MEZ auftritt, wird länger: Diana Ross, die Jackson per Testament zur Reserve-Ziehmutter für seine Kinder beförderte, könnte die 90-Minuten-Show eröffnen, Elizabeth Tailor die Trauerrede halten. Vor einer erwarteten, globalen TV-Audienz von 750 Millionen Menschen könnten, so die “New York Post”, Stevie Wonder, Justin Timberlake, Mariah Carey Jennifer Hudson, Whitney Houston, Beyonce, Jay-Z, Lionel Richie, Liza Minelli und Aretha Franklin auftreten. Und wie verkraften die drei Kinder bisher das Drama: “Sie spielen mit Wasserpistolen im Garten”, so ein Insider: “Alle versuchen, tapfer zu sein”.

# 5. Juli: Nur noch 2 Tage bis Jacksons letzter Show

Weiter Hochspannung in Los Angeles vor dem Begräbnis und der Trauerfeier für Popikone Michael Jackson. 1,6 Millionen Fans meldeten sich bei der elektronischen Lotterie für 17.500 freie Karten für die Trauer-Show im “Staples Center”, Downtown Los Angeles, an, die auch simultan in das “Nokia Theatre” übertragen wird. TV-Stationen rund um die Welt, darunter auch der ORF, setzen das Medienspektakel für den Rest der Jackson-Fans um. Übertragungsbeginn: Dienstag, 19 Uhr (MEZ). Medienexperten erwarten zwischen 500.000 Millionen und einer Milliarde Zuseher. Schwer messbar sei, “wie viele es via Internet verfolgen”, so ein Experte. Es könnte einer diese Momente sein, so CNN, “wenn die Erde kurz den Atem anhält”. 2,5 Milliarden Menschen sahen 1997 das Begräbnis von Prinzessin Diana in London 1997, hunderte Millionen waren bei der Mondlandung via TV 1969 dabei.
Details sickern durch: Die Show, dirigiert von “Grammy”-Produzenten Ken Ehrlich, wird 90 Minuten dauern. Obwohl Jacko selbst einst wollte, dass sein Begräbnis zur “größten Show der Erde” werde, wolle Ehrlich eher eine ernstere Trauerfeier – mit Showelementen garniert – inszenieren, erzählte er der “New York Daily News”. Starkolumnist Roger Friedman prognostiziert: “Es wird Trauerreden geben, am ehesten durch die Bürgerrechtler Al Sharpton und Jesse Jackson, berührende Nachrufe von Menschen, die in Jacksons Leben eine Rolle spielten, religiöse und spirituelle Schwerpunkte – und natürlich Einlagen von Superstars”.
Da kann aus dem vollen geschöpft werden, kein Weltstar würde sich zieren: Über einen Auftritt von Stevie Wonder wurde spekuliert, an Justin Timberlake und Jamie Foxx sei die Familie herangetreten.
Mysteriös verblieben bis zuletzt die Pläne für das eigentliche Begräbnis der Popikone. Der Grund: Es wäre zu “wüsten Streitereien” innerhalb des Jackson-Clans gekommen, so die “New York Post”. Einige wollte zuwarten, bis es doch noch eine Behörden-Genehmigung für eine Beisetzung auf Jacksons geliebter “Neverland”-Phantasieranch gäbe. Doch jetzt wird eine Bestattung im engsten Freundes- und Familienkreis heute früh, spätestens Dienstag am Promifriedhof “Forest Lawn” in Hollywood erwartet. Viele Fans sind enttäuscht: Sie werden die Leiche nie zu Gesicht bekommen, abgesagt wurden Aufbahrung und Trauerprozession.
Fans ließen sich nicht entmutigen. Bis zu 750.000 könnten Downtown Los Angeles stürmen, erwartet die Polizei. Hotels sind ausgebucht, erste Straßensperren zur Kontrolle der Massen wurden aufgestellt. Konkreter werden Pläne der Familie, durch den globalen Jackson-Hype Millionen zu scheffeln: Der Popstar könnte bei seiner geplante “This is it!”-Konzerttour, die am 13. Juli in der Londoner “O2 Arena” starten hätte sollen, durch seine Geschwister ersetzt werden, unveröffentlichtes, vor Jacksons Tod entstandenes Videomaterial die Show ergänzen, hieß es.

# 4. Juli: 400 Millionen Internet-Hits

Das Begräbnis der Popikone Michael Jackson am Dienstag in Los Angeles samt einer pompösen Trauerfeier in der Sportarena “Staples Center” führt zur Massenhysterie. Minuten nachdem Veranstalter die Internet-Adresse “StaplesCenter.com” zur Anmeldung für ein elektronisches Lotteriesystem zur Vergabe von 17.500 Karten bekannt gaben, brachen die Computernetze zusammen: 500 Millionen (!) Seitenaufrufe gab es allein in den ersten 90 Minuten, 120.000 pro Sekunde. In den ersten neun Stunden hatten 524.330 Fans das Anmeldeformular ausgefüllt.
Doch die Enttäuschung ist groß: Jacksons Millionen Fans konnte die Familie nach massiven Bedenken der Stadtverwaltung letztendlich nur die “Staples”-Trauerfeier (11.000 Karten) bieten, dazu eine Simultanübertragung in das benachbarte “Nokia Theatre”, wo nochmals 6.500 Menschen Platz haben. Zurückgestutzt wurden frühere, weit bombastischer Pläne: Es gibt keinen Trauerzug, wie einst 1977 bei Elvis, wo 70.000 die Straßen in Memphis (Tennessee) säumten – oder 1997, als 250.000 in London den Sarg von Prinzessin Diana sahen. Abgesagt sind auch die geplanten Übertragungen auf gigantische Videotafeln auf die weitläufigen Parkplätze vor dem Stadion, wo gut Hunderttausend Platz gefunden hätten.
“Wir sind enttäuscht und wütend”, tobte ein Jackson-Anhänger im Lokal-TV. Tatsächlich: Die Chancen zum Erhalt einer Karte liegen bei 75.000 : 1. Statt einer bewegenden Trauer-Prozession wird am Dienstag ein Großaufgebot der Polizei Downtown Los Angeles dominieren: Tausende LAPD-Cops sollen mehrere Stadtblocks hermetisch abriegeln. “Nur Fans mit einem Ticket werden vorgelassen”, warnte LAPD-Vizeboss Earl Paysinger. Er appellierte: “Bitte seht euch die Trauerfeier im Fernsehen an”. Dennoch steigt die Nervosität: Bis zu 750.000 Fans könnten den Stadtteil stürmen wollen. Dazu werden massive Betrügerein mit gefälschten Karten erwartet.
Jackson selbst soll in einem vergoldeten, 25.000 Dollar teuren Sarg am Promifriedhof “Forest Lawn” in den Hügeln Hollywoods in einer “privaten Zeremonie” beigesetzt werden, drang aus dem Jackson-Clan. Details wurden bis zuletzt geheim gehalten: Das Begräbnis wird für Dienstag früh erwartet, noch vor der Trauerfeier im Staples Center. Der Kostüm-Designer Dennis Tompkins, der seit 20 Jahren für Jacko werkt, soll bereits an einem Festgewand für die Leiche arbeiten, berichtete “Access Hollywood”.
Die Familie hatte 9.000 Karten in der Sportarena für “Familie und Freunde”, so ein Sprecher reservieren lassen. Viele sollen auch an die in L.A. erwartete Armada internationaler Superstars gehen. Erste Details über mögliche Bühnenauftritte sickern durch: Der Clan wäre an die Sängerstars Jamie Foxx und Justin Timberlake herangetreten, hieß es.

# 4. Juli: Palin quits

Nach dem Rücktritt von Alaska-Governeurin Sarah Palin wird spekuliert: Tritt sie 2012 fürs Oval Offce an, oder hat sie einfach genug von der Politik.
Washington. Die Politbombe detonierte ohne Vorwarnung. Alaska-Gouverneurin Sarah Palin (45) bat Reporter an einen idyllischen See nahe ihres Heimatortes Wasilla. Und gab ihren Rücktritt bekannt. In einer 20 Minuten langen, schwülstigen, oft wehleidigen Rede beklagte sie das Klima der „persönlichen Zerstörung“ in der US-Politik und Angriffe auf ihre Familie. Palin: „Es schmerzt, aber ich tue, was am besten für Alaska ist“.
Spekulationen über Oval-Office-Kandidatur
Seither rotiert Amerikas Politpresse: War es der Start für eine Kandidatur für das Oval Office im Jahr 2012? Einiges spricht dafür: Palin hatte als Vizekandidatin an der Seite John McCains im 2008-Wahlkampf als wortgewaltige Supermutti mit fünf Kindern (Spitzname „Sarah Barrakuda“) nationale Berühmtheit erlangt. Sie wurde zwar durch gravierende Wissenslücken letztendlich zum Klotz am Bein McCains, doch zum Star unter erzkonservativen Republikanern. „Ein mögliches Sprungbrett“, so Politologen. Dennoch: Dass sie 16 Monate vor dem Ende ihrer, noch dazu ersten Amtsperiode den Gouverneurs-Palast in Juneau räumt, trägt ihr den Ruf einer „Handtuchwerferin“ ein.
500.000 Dollar Anwaltskosten für Ethikklagen.
Vielleicht hat sie keine Wahl: Alaska entpuppte sich als ungünstige Basis für nationale Polit-Ambitionen: Lokal-Politiker bedachten Palin mit Ethik-Beschwerden, wenn immer sie den Polarstaat für Reden oder zum Spendensammeln verließ. 500.000 Dollar hätte sie für Rechtsanwälte bezahlen müssen, sagt sie.
Viele glauben aber auch: Palin hat genug von der Politik, will ihre Berühmtheit in bare Münze umwandeln. Eine Millionengage für ein Buch wartet, bis zu 100.000 Dollar pro Rede. Doch sie ist unberechenbar: “Wir wissen als Fischer hier oben”, sagte sie: “Nur tote Fische schwimmen mit der Strömung”..

4. Juli: Die Jackson-Skandal-Bio

Im letzten Moment wurden die Druckmaschinen angehalten. Das Buch “Unmasked” von Starautor Ian Halperin über intimste Details der Popikone Michael Jackson sollte gerade vor seiner Comeback-Konzerttournee in London erscheinen. Doch Jackson brach tot zusammen, Halperin fügte ein letztes Kapitel hinzu. Das Resultat: Das Skandalbuch des Jahres. Und der aktuellste Buchnachruf aller Zeiten: Am 14. Juli landet das explosive Werk bereits im US-Buchhandel. Fünf Jahre lang recherchierte der investigative Reporter, der regelmäßig CBS-TV (“60 Minutes”) und “Court TV” beliefert, an dem Werk, Untertitel “The Final Years of Michael Jackson”.
Halperin hat Erfahrung mit Tell-Alls über Stars: In insgesamt neun Büchern nahm er etwa Musikdiva Celine Dion oder den an einer Überdosis gestorbene “Nirvana”-Sänger Kurt Cobain ins Visier. Für Aufsehen sorgte der Autor mit einer provokanten Aussage letzten Dezember: “Michael Jackson hat nur mehr sechs Monate zu leben!” Er begründet seine fast gespenstische Treffsicherheit: Er hätte praktisch jahrelang innerhalb des “Jackson Camps” gelebt und deshalb viele seiner Getreusten so offen über den desolaten Zustand des Popstars ausgepackt. Dass jedoch seine Prognose fast auf den Tag genau eintreffen sollte, schockierte ihn.
Die Passagen des Enthüllungsbuches dürften weit über Jacksons Begräbnis, angesetzt für Dienstag, hinweg nachhallen. Zusammengefasst: Es ist die wahre Geschichte eines physisch und psychisch verfallenen, medikamentenabhängigen Wracks, den Alpträume plagten, dem eine Lungenkrankheit die Stimme raubte und der mit Liebhabern in schäbige Hotels abtauchte. “Doch letztendlich war es die Gier, die Jackson im Alter von nur 50 Jahren das Leben kostete”, so der Autor: Der Panik vor einem Versagen bei der geplanten Mega-Tournee in London ließ ihn immer tiefer in seine bizarre Welt aus Schmerzmittel, Magersucht und sogar Wahsinnsakten wie die mögliche Einnahme des Narkosemittel “Diprivan” abgleiten.

ÖSTERREICH bringt die Vorschau auf die schockierenden Enthüllungen in “Unmasked”. Halperin hatte sie selbst in einem, im Britenblatt “Daily Mail” veröffentlichtem Dossier zusammengefasst.

# Die letzten Monate vor der Konzerttour erreichte das Drama um Jacksons Gesundheitsprobleme dramatische Höhepunkte, rapide verfiel er:
“Jeder der Michael kannte und einen Blick hinter die Maske aus Schminke, Mundschutz oder bunten Kostümen werfen konnte, wusste: Für diesen gebrechlichen, alten Mann war der Plan für 50 Konzerte Wahnsinn, letztendlich fatal. Viel wurde geschrieben über sein schrilles Auftreten, seine Phantasiekostüme. Doch wirklich grotesk war, was sich dahinter verbarg: Jacksons tatsächliches Aussehen war furchtbar, die Flecken auf der Haut vom chemischen Bleichen, der Haarausfall, die verfärbten Fingernägel. Er hatte eine umfassende Kollektion von Perücken im Schrank, um seine grauen Haar zu verstecken. Seine Figur erinnerte an ein Skelett: Bis auf die Knochen abgemagert, regelrecht geschrumpft. Es schien offensichtlich, dass er kaum ein einziges Konzert überstehen hätte können, geschweige denn 50. Michael Jackson konnte nicht mehr singen, an vielen Tage oft kaum reden. Auch beim Tanzen tat er sich zusehends schwer.

# Jackson überkam eine regelrechte Panik, schreibt Halperin. Das Konzert drohte, zum totalen Desaster zu werden. Das Drama eskalierte:
Unterschrieben hatte Jackson den London-Vertrag einerseits wegen Geldknappheit, doch vor allem, da ihm jemand einredete, dass er damit sein “glorreiches Comeback” hinlegen könnte. Sorgen über den Zustand des Stars überschatteten die Verhandlungen: Seine Auftritte sollten auf nur 13 Minuten beschränkt werden. Schockierend: Jackson schien komplett die Kontrolle über sein eigenes Leben verloren zu haben, dachte zunächst sogar, nur zehn Konzerte absolvieren zu müssen: “Die wollen, dass ich 50 mache”, beschwerte er sich: “Wie soll ich das durchstehen? Ich bin doch kein großer Esser, ich muss Gewicht zulegen”. Immer offensichtlicher wurde die komplette Panik, die Jackson befiel: Anstatt Kilo zuzulegen, litt er an Magersucht, kotzte die wenigen Mahlzeiten wieder hoch. Ein Insider: “Er aß nicht mehr, er schlief nicht mehr, und wenn er schlief, hatte er Alpträume, dass ihn jemand umbringen wollte”. Seine Helfer fürchteten, er würde sich das Leben nehmen. Einer: ”Er sagte immer, er werde so enden wie Elvis. Es war eine Obsession, doch in seiner Stimme schwang mit, dass er selbst sein Leben nicht mehr wollte, dass er es satt hatte, müde war”. Er hätte lieber sterben wollen, als sich auf der Bühne zu blamieren. Helfer versuchten, ihn bei Laune zu halten: “Sie fütterten ihm Pillen wie Zuckerl”, beschwerte sich ein Zeuge. Dabei ist Jacksons Medikamentensucht gut dokumentiert: Die Schmerzmittel “Demerol” und “Morphin” soll er seit 1984 regelmäßig verwendet haben. Da hatte er sich bei einer Pepsi-Werbung Verbrennungen zugezogen und war auf den Geschmack von Schmerzmitteln gekommen. Dazu soll er unter Schizophrenie gelitten haben, wie einer seiner Brüder einmal erzählte: Auch deshalb wäre er mit Medikamenten in Kontakt gekommen. Gerne warf er auch “OxyContin” ein, Spitzname “Hillbilly-Heroin”, wegen dem prompten Hochgefühl. Am 21. Juni erzählt Jackson einer meiner Kontakte innerhalb der Villa: Er wolle sterben, er hätte seine Stimme und seine Bewegungsfähigkeit verloren, es drohe ein Debakel. Im O-Ton: “Es wird nicht klappen, es wäre besser, wenn ich tot wäre, es gibt keinen Ausweg. Ich bin am Ende”.

# Der Anfang vom Ende sei im Jahr 2005 zu suchen, gerade als Jackson im Kinder-Sexprozess freigesprochen war, doch traumatisiert wie niemals zuvor in seinem Leben zurückblieb:
Die Headlines flashten über CNN: Michael Jackson freigesprochen! Die Geschworenen hatten die von der Staatsanwaltschaft vorgelegten Dokumentation angeblicher, sexueller Übergriffe auf Gavin Arvizo (13) für nicht schlagkräftig genug gehalten. Der Spruch war eine Sensation: Denn nach ähnlichen Vorwürfen 1993 mit dem ebenfalls 13-Jährigen Jordan Chandler hielt ihn kaum mehr wer für unschuldig. Jacksons Aussage in einer TV-Doku half auch nicht besonders: “Ich mag es, mit Buben im Bett zu schlafen, wir alle in Pyjamas, herrlich”. Er wirkte, als würde er gar nicht verstehen, warum das anstößig sein könnte. Auch ich begann meine Recherchen mit der Annahme, dass er schuldig sei. Heute glaube ich das nicht mehr: Ich konnte keine Spur irgendeines, handfesten Beweises finden, dass Jackson jemals ein Kind belästigte. Dafür fand ich genügend Indizien, dass alle, die ihn beschuldigten, getrieben waren von Geldgier und jegliche Glaubwürdigkeit vermissen ließen. Natürlich ist Jackson auch selbst schuld: Weiter Kinder in sein Bett zu lassen, grenzte an kriminelle Dummheit”.

# Freilich: Jackson wäre homosexuell gewesen, will Halperin durch “glaubwürdige Gesprächen” mit zumindest zwei der Jacko-Lover belegen. Dazu beschreibt er ein bizarres Liebesleben des Stars:
Einer der schwulen Jackson-Freunde war ein Kellner im Stadtteil Hollywood, der andere ein Mann mit Schauspiel-Ambitionen. Der Kellner lernte Jackson in dem Restaurant kennen, wo er arbeite. Jackson drückte sein Interesse recht unverblümt aus. Die folgende Nacht schliefen sie zusammen. Angeblich hätte sich Jackson in ihn verliebt. Der Schauspieler hätte im Jahr 2007 für eine Weile praktisch jede Nacht mit dem Star verbracht. Er präsentierte als Beweise Fotos, und einen Zeugen. Andere Insider berichteten von einer Serie an jungen Männern, die Jacksons Häuser zu allen Tag- und Nachtzeiten frequentierten. Als er in Las Vegas lebte, hätte er sich sogar mit Liebhabern in ein, mit Ratten verseuchtes Motel davongestohlen.”

# Jackson litt an einer selten Erbkrankheit, wird in der Skandal-Bio enthüllt:
Er laborierte an einer mysteriösen Krankheit, “Alpha-1-Antitrypsin”-Mangel (A1AT), der Absenz eines Proteins, das die Lungen schützt. 100.000 Amerikaner leiden an dem Syndrom. Jackson erhielt regelmäßig Injektion mit menschlichem Plasma, die die schlimmsten Auswirkungen unter Kontrolle hielten. Doch die Krankheit führt zu erhöhter Gefahr für Erkrankungen der Atemwege, im Extremfall sogar zum Lungenemphysem. Das Leiden könnte viele Eigenartigkeiten erklären: Warum saß er mitunter im Rollstuhl? Warum trug er ständig eine Gesichtsmaske? Einer seiner Helfer bestätige: “Manchmal ist es so schlimm, dass er nicht mehr gehen kann”. Die Krankheit sei auch dafür verantwortlich, dass er seine Singstimme verlor. Eines schien fix: Bei der London-Tour hätte er bloß seine Lippen zu den Songs bewegen können. Die Halle wurde auch deshalb ausgewählt, weil sie über die modernste Technologie dafür verfüge”.

# Halperin dokumentiert auch die enormen Geldprobleme, die Jackson plagte und dass er immer verzweifeltere Angebote überlegte:
Immer ärger drängten ihn seine Helfer, die an seinem Reichtum zehrten, endlich einen der lukrativen Deal zuzustimmen, die sich vor ihm stapelten. Ein russischer Magnat wollte 2,9 Millionen Dollar zahlen für ein einstündiges Konzert, in Las Vegas wurden ihm 97 Millionen geboten für eine halbjährige Konzertserie, letztendlich kolportierte 130 Millionen für die London-Konzerte. Wie konnte er London unterschrieben, trotz seiner körperlichen Verfassung? “Er hat keine Wahl”, sagte ein Berater unverblümt: “Das Geld ging zur Neige, die Wände des einstigen Finanzimperiums kollabierten rund um ihn”. Keine Skrupel zeigte Jackson auch, sich von anderen aushalten zu lassen. Der Scheich von Bahrain gewährte ihm ein ganzes Jahr lang nach dem Ende des Avino-Prozesses Unterschlupf, zahlte fürs Wohnen, Entourage, Fahre und Wachbeamte. Dann zog Jackson einfach ab, “moonwalkte” bei der Türe raus, flog nach Irland und Japan. Auch so konnte Michael Jackson sein: Keinen einzigen Anruf des Scheichs hat er erwidert, seit er Bahrain verließ”. Auf 400 Millionen Dollar explodierten seine Schulden. Doch gleichzeitig wollte er, dass seine Kinder – Prince Michael (12), Paris (11) und “Blanket” (8) – für immer ausgesorgt haben: Er legte eine Kollektion aus 200 unveröffentlichten Songs an, auf die Gläubiger durch ein ausgeklügeltes Rechtskonstrukt keinen Zugriff haben. Experten schätzen den Wert auf fast 100 Millionen Dollar – und das war noch vor seinem Tod”.

# Inzwischen gewann die Nanny seiner Kinder, Grace Rwaramba, zunehmend Einfluss im Stab des Popstars, schreibt der Autor:
Bald erweiterte sie ihre Aktivitäten weit über das Wohlergehen der Kinder hinaus. Als einflussreiches Mitglied der radikalen “Nation of islam” des umstrittenen Schwarzenführers Louis Farrakhan, setzte sie fast die Übernahme des Jackson-Stabes durch Mitglieder der Gruppe durch: Farrakhans Schwiegersohn wurde zum Top-Manager seiner Geschäfte, eine düstere Figur, die sich selbst “Dr. Thome Thome” nennen ließ, wurde zu Jacksons offiziellem Sprecher. Der Mann hatte eine Spur der Verwirrung bezüglich seiner wahren Identität hinterlassen: Einmal gab er sich als Milliardär aus Saudi-Arabien aus, dann als orthopädischer Chirurg oder als Botschafter Senegals. Am ehesten ist er ein einfacher Geschäftsmann aus dem Libanon mit starker Position in Farrakhans Führungsriege. Thome wurde für Jackson der “Mann fürs Grobe”. Seine Macht bekam der Geschäftsmann Darren Julien zu spüren, der zur Abdeckung ausstehender Jacko-Schulden Andenken des King of Pop versteigern hatte wollen. Offen wurde ihm gedroht, er solle die Auktion schleunigst absagen: Sein Leben sei in Gefahr, ließ einer von Thomes Geschäftspartnern durchblicken, er könne die Leute von der Nation of Islam kaum mehr zurückhalten, die Michael beschützen wollten. Die Worte “Blutbad” und “Lebensgefahr” fielen. Die Farrakhan-Leute sollen auch die Miete für die Riesenvilla in Los Angeles bezahlt haben, in der Jackson die letzte Monate lebte. Immerhin: 100.000 Dollar pro Monat.

3. Juli: Chaos bei der Begräbnisplanung

Die Hollywood-Metropole Los Angeles rüstet sich zum größten Pop-Begräbnis der US-Geschichte, den letzten Weg des “King of Pop”, Michael Jackson: 750.000 Fans könnten das Areal rund um das Riesenstadium “Staples Center” (Heimat des Basketballteams “Lakers”) strömen. Die Arena umfasst 25.000 Plätze. 11.000 sollen öffentlich vergeben werden, den Rest vergibt der Jackson-Clan Geschäftspartner und Politiker. Und an Prominente: Die Ehrenloge dürften Elizabeth Taylor, Paul McCartney, Madonna, Beyonce, Britney Spears oder Brooke Shields füllen. Für Hunderttausende weitere Fans sind Simultanübertragungen in andere Stadien und Parkplätze rund um das Stadion in Downtown L.A. geplant.
Beim Pomp wird nicht gespart: Für Jacksons Leiche wurde ein bronzefarbener Sarg um 25.000 Dollar bestellt, mit dunkelblauer Samtausstattung. Genau das Modell, in dem auch Soullegende James Brown beigesetzt wurde. Der Entertainment-Webdienst “X17” publizierte bereits ein Foto, wie der Sarg, verpackt in Plastikfolie, zum Leichenschauhaus des Prominenten-Friedhofes “Forest Lawn” in Hollywood Hills angeliefert wurde. Dort wird Jacksons Leiche nach zwei durchgeführten Obduktionen das Wochenende überaufbewahrt, der idyllische Friedhof könnte auch zur letzte Ruhestätte werden.
Doch der Clan hatte zuletzt auch um eine “private Beisetzung” nach der Trauerfeier im Staples Center auf Jacksons Phantasie-Ranch “Neverland” gekämpft: “Das ist seine Kreation, dort soll er begraben werden”, so Bruder Jermaine zu NBC-TV. Das Problem: Die Behörden müssten eine Sondergenehmigung erteilen, da Beerdigungen auf Privatgrund untersagt sind. Dazu sträubt sich die umliegende Gemeinde: Mit einem “Jacko-Mausoleum” dort, wäre ein größerer Massenansturm garantiert als selbst in Graceland, wo die 1977 gestorbene Legende Elvis Presley ruht.
Details sickern durch für das Jahrhundert-Begräbnis, dass ähnliche Dimensionen wie jenes von Prinzessin Diana 1997 in London erreichen könnte. In einer Prozession soll der Sarg an Tausende vorbei zur Arena überstellt werden. Zuletzt hatte die Familie den Einsatz einer weißen, von einem Pferdegespann gezogenen Kutsche überlegt. Aus Sicherheitsgründen wird jedoch eine Wagenkolonne erwartet. Die Idee eines “offenen Sarges” war verworfen worden: Zu unansehnlich sei die Leiche, vor allem die Narben im Gesicht durch die Schönheitsoperationen.
Die Spannungen innerhalb der Familie müssen in den letzten Tagen unerträglich gewesen sein: Seine Mutter Katherine (79) drängt auf eine rasche, private Beerdigung, noch vor der Trauerfeier am Dienstag: Sie fürchtete, so Insider, das Michaels Seele “ziellos herumirren könnte”, sollte er nicht flott begraben werden.

# 3. Juli: Erste Zwillingsbilder von SJP

Hollywood jubelt über seine süßesten Zwillinge. Offenbar konnte es „Sex“-Star Sarah Jessica Parker (44) nicht erwarten, gemeinsam mit Gatten Matthew Broderick (47) die beiden, am 22. Juni von einer Leihmutter in Ohio geborenen Töchter Marion und Tabitha der Welt zu präsentieren. Bloß acht Tage nach der Geburt veröffentlichte sie die Familienidylle: Die beiden strahlenden Eltern halten je ein Baby (Geburtsgewicht: 2,57 Kilo), ihr sechsjähriger Sohn James inspiziert fast ehrfürchtig seine Schwestern.
Auf lukrative Medienangebote hatte Parker, die im TV im Streifen ?? zu sehen ist, verzichtet: Das Bild war gratis freigeschaltet worden – ganz anders jedenfalls als Angelina Jolie (34) und Brad Pitt (45), die Fotos ihrer Zwillinge im Vorjahr um 14 Millionen Dollar verhökerten.
Für Parker kommen die mütterlichen Doppelfreuden vor einem weiteren Karriere-Höhepunkt: Im Spätsommer beginnen die Dreharbeiten zum Teil II des Blockbuster-Filmes Sex and the City, wo sie wieder als Carrie Bradshaw gemeinsam mit Freundinnen Miranda (Cynthia Nixon), Samantha (Kim Cattrall) und Charlotte (Kristin Davis) Frauenherzen höher schlagen lassen wird. Der Film soll Ende Mai 2010 in die US-Kinos kommen. Zuvor könnte Parker einen weiteren Filmhit landen: Ab Dezember besticht sie an der Seite von Hugh Grant (48) in dem Thriller Did You Hear About the Morgans?
Die Star-Blondine scheint sich damit gefangen zu haben: Noch im Winter hatte es Gerüchte über eine bevorstehende Scheidung gehagelt, sogar bei der Suche nach einer eignen Wohnung sei sie gesichtet worden. Vielleicht waren die konstanten Fehlschläge beim Versuch, wieder schwanger zu werden, ausschlaggebend für den Stress in der Beziehung. Alles hätte das Paar unternommen, so Freunde. Dann heuerten sie Leihmutter Michelle Ross (26) an, die um kolportierte 50.000 Dollar Honorar die Zwillinge austrug. Das geballte Babyglück hilft ihr auch über einen weiteren Schock hinweg: Parker, bekannt auch als Modeikone, musst die Pleite ihrer 2007 gestarteten Dscount-Kleiderlinie Bitten letzten November durch den Wirtschafts-Crash verkraften.

# 3. Juli: Die Junge Jolie

Sie ist die Frau, die sogar Filmgöttin Angelina Jolie (34) das Fürchten lehrt: Dabei scheint Jungstar Megan Fox (23) gerade erst in Fahrt gekommen: Zuletzt wählte sie die US-Ausgabe des Männermagazins FHM zur Sexbombe Nr. 1 des Planeten. Dann spülte ihr neuer Streifen “Tansformers II” beim US-Eröffnungswochenende 201,5 Millionen Dollar in die Kinokassen. Weltweit ist das Ringen sich transformierender Monstermaschinen auf Kurs, selbst den Riesenerfolg von Teil I mit 708 Millionen Einnahmen zu überflügeln.
Mit dem Karriereschub vertieft sich Hollywood immer öfter in Vergleiche zwischen den beiden Traumfrauen. Wie Jolie betört Fox vor allem bei Kinopremieren: Als sie in Berlin mit einem transparenten Kleid, durchschimmernden Brüsten und endlos langem Beinschlitz auftrat, war ihre PR-Tour zum erotischen Triumphzug geworden.
Wie Jolie liebt ihr junge Kollegin, die nach einer Model-Karriere 2007 den großen Durchbruch schaffte, auch Tattoos: Acht Stück sind bisher bekannt, darunter ein Shakespeare-Zitat und ein Portrait von Marilyn Monroe. Jolie bringt es auf 13 Tätowierungen. Frappant an die regierende Hollywood-Göttin (gerade wurde Jolie von Forbes zur “mächtigsten Entertainerin” gekürt) erinnert auch Foxs Hang zur Kontroverse: Salopp plauderte sie über ihren Drogengebrauch, gab zu, bisexuell zu sein. So bizarr wie Jolies legendäres Tragen einer Kanüle Blut am Hals sind ihre Eskapaden jedoch noch nicht. Fox fürchtet dazu zu sehr um ihren Ruf – und zittert vor einem frühen Verglühen wie etwa Kollegin Lindsay Lohan.
Vor allem als Schauspielerin hat Fox noch einen steilen Pfad vor sich: Jolie ist hochdekoriert mit einem Oscar, drei Golden Globes und zwei SAG-Preisen. Foxs größte Herausforderung: Der Sprung von einer Sexbombe in seichten Action-Filmen ins Charakterfach für Oscar-verdächtige Filmkunstwerke. Ein erster Schritt ist ihre Rolle im Streifen “Jonah Hex” an der Seite von Superstar Josh Brolin. “Sie eine Ehre habe ich gar nicht verdient”, sagt sie.
Und sie ist auch schlau genug, Vorbild Jolie zu vergrämen: Das Angebot, Jolie als Lara Croft in einem weiteren Tomb-Raider-Teil nachzufolgen, lehnte sie ab. Doch ganz auf Seitenhiebe kann sich nicht verzichten: Jolie sei sicher schon recht sauer “wegen den vielen Vergleichen”, mutmaßte sie. Und verglich sich dadurch indirekt selbst mit ihr.

# 3. Juli: „Unmasked“, die Jackson-Enthüllung

Los Angeles. Immer schrillere Enthüllungen über das wirre Leben der Popikone Michael Jackson. In Skandal-Buch „Unmasked“ tischt Star-Autor Ian Halperin nach fünfjährigen Recherchen innerhalb des Jackson-Clans Aufsehen erregende Details auf. Darunter:
n Mysteriöse Lungenkrankheit: Jackson litt an an einer mysteriösen Lungenkrankheit namens „A1AD“, wo durch einen Gendefekt das Lungenvolumen eingeschränkt wird. Deshalb trug er auch stets eine Gesichtsmaske.
# Schwule Beziehungen: Der Autor interviewte in dem Buch zwei von Jacksons schwulen Liebhabern – einer ein Kellner in einem L.A.-Restaurant, der andere ein Schauspieler-Aspirant: Mit dem habe er während der Beziehung im Jahr 2007 jede Nacht verbracht. Dem Autor wurden Fotos als Beweise vorgelegt.
# „Am liebsten wäre ich tot“ Behauptet wird in dem Buch, das Jackson körperlich niemals in der Lage gewesen wäre, die Londoner Konzert-Tour durchzustehen. Er hätte wie ein „alter, zum Skelett abgemagerter Mann“ ausgesehen. Er soll fast seine Stimmer verloren haben, konnte nicht singen, hätte dazu „das Tanzen verlernt“. Der Auftritt wäre ein Desaster geworden. In voller Panik stöhnte Jackson; „Ich schaffe das nicht – ich wäre am liebsten tot“.
# Nicht gewusst, was er unterschrieb: Schockierend: Der Popstar hatte geglaubt, sich nur für zehn Konzertauftritte verpflichtet zu haben – und nicht 50. Halperin: „Er wusste nicht, was er unterzeichnete“. Und er wollte raus aus dem Vertrag: Einmal benützte er die Panik um die Schweinegrippe als Ausrede. Behauptet wird auch, dass er eine dramatische Spitalseinlieferung inszenieren wollte – um die Auftritte verhindern zu können,
# Falsche Namen für Medikamente. Dazu enthüllte jetzt TMZ.com: Jackson verwendete ein Fülle von Tarnnamen bei seiner Medikamentensucht. Verschrieben war Schmerzmittel auf den Namen „Omar Arnold“ oder „Jack London“.

# 2. Juli: Jacksons Testament

Nach der Veröffentlichung des Testamentes des verstorbenen “King of Pop”, Michael Jackson, tobt der Streit um sein Vermächtnis und Finanzimperium nun vor Gericht. In der einen Ringecke: Jacksons Mutter Katherine (79). Ihre Gegenüber: Ex-Anwalt John Branca sowie Manager John McClain auf der anderen. Denn Jackson hatte in seinem gestern bei Gericht eingebrachten, fünfseitigen Testament seiner Mutter lediglich das Sorgerecht für die drei Kinder, Prince Michael (12), Paros (11) und “Blanket” (7) eingeräumt. Die Verwaltung und Verteilung von Jacksons Finanzimperium sollen jedoch seine Ex-Getreuen exekutieren.
Die zogen prompt vor Gericht, um eine einstweilige Verfügung aufheben zu lassen, in der zu Wochenbeginn Katherine zunächst auch eine Übersicht der Finanzen genehmigt worden war. Die rüstige Jacko-Mamma hatte bei der Gerichtseingabe jedoch nichts von dem bestehenden Testament gewusst – “oder nichts wissen wollen”, so Beobachter hämisch. Für Montag ist der nächste Showdown im Gerichtssaal angesetzt. Der Richter appellierte: “Findet einen Kompromiss!”
Was steht genau in Jacksons Testament? Generell wandert all sein Vermögen in einen “Michael Jackson Family Trust”, der von Branca und McClain verwaltet werden soll. Doch wer genau wie viel bekommen soll, ist nicht detailliert festgeschrieben. Jackson Getreuen sollen entscheiden. Doch es könnte auch Nebenabsprachen gaben: Zuletzt war durchgesickert, dass er nur seine Kinder und Mutter Katherine bedenken wollte, nicht jedoch Vater Joe, der ihm eine traumatische Kind bescherte. Explizit ausgenommen hat er nur Ex-Frau Debbie Rowe, die seine älteren Kinder zur Welt brachte.
Den Vermögensverwaltern werden auch weiträumige Freiheiten bei der Liquidierung von Jackson-Besitze wie Villen, Verkäufen von Wertgegenständen, sowie der Versilberung von Jacksons umfassenden Musikkatalog eingeräumt. Im Testament wird der Wert auf 500 Millionen Dollar geschätzt. Doch, nach Bargeld muss vergeblich gesucht werden: “Es sind nicht-flüssige Besitzungen”, schrieb Jacko. Gemeint ist vor allem sein 50-Prozent-Anteil an einem “Sony ATV”-Musikkatalog, der u.a. alle Hits der Beatles enthält. Geschätzter Wert: Zwei Milliarden Dollar.
Trotz Schulden geht es beim Erbe um viel Geld: Jacksons Songs stürmen wieder die Hitparaden. Und: In einem Tresor sollen bis zu 100 unveröffentlichte Songs liegen, “genug Material für mehrere neue Alben”, so Experten. Doch die größte Überraschung im Testament: Wenn seiner Mutter was zustoße sollte, schrieb er, möge sich Souldiva Diana Ross um die Kinder kümmern. Das einzige Problem: Auch die ist bereit 65 Jahre, ein hohes Alter für das Aufziehen von Kinder.

# 1. Juli: Schockierende Details zum Jacko-Tod

Neue schockierende Details gibt es zum Tod von Michael Jackson. Jetzt packt eine seiner Krankenschwestern aus: Der Popstar hätte sie in den letzten Monaten, als sich Vorbereitungen für seine 50-Konzert-Tournee intensivierten, mehrmals um ein besonders starkes Schlafmittel “regelrecht angefleht”, so Cherilyn Lee (56) in einem Interview mit der Agentur AP. Der Grund: Er könne nicht schlafen, wie er sagte. Und er bestand auf ein spezifisches Medikament: “Diprivan”, ein Betäubungsmittel, das nur unter strengster Aufsicht der Ärzte eingenommen werden sollte.
Sie riet ihm davon ab, verweigerte, es zu organisieren. Vier Tage vor Jacksons Tod klingelte bei der Lee – sie hielt sich gerade in ihrem Haus in Florida auf – das Telefon: “Michael braucht unbedingt dieses Medikament”, sagte einer seiner Helfer aufgeregt. im Hintergrund hätte sie den Popstar brüllen gehört: “Ein Seite meines Körpers ist heiß, die andere Seite kalt, sehr kalt!” Die Schwester: “Ich wusste, dass ihm jemand ein Mittel gab, das das zentrale Nervensystem angreift”. Sie riet ihm, ins Spital zu gehen.
Jackson hätte, so Lee, ausgerechnet um Diprivan gefragt, da er es früher probierte und begeistert gewesen wäre. Die Krankenschwester: “Er wollte mir jedoch nicht verraten, welcher Arzt es verschrieben hatte”. Nach der Einnahme von Diprivan würden Patienten schneller aus dem Tiefschlaf erwachen, und klarer im Kopf sein. Doch die Gefahren sind enorm: Vor erhöhten Selbstmordrisiko wird gewarnt. Bei einer Überdosierung kann das Entstehen eines Überangebots von Kohlendioxid zu Herzrasen, Herzflattern – aber auch zum Stillstand führen. Genau daran starb Jackson.
Der Popstar wurde durch sein Flehen nach dem Mittel offenbar von jemand anderen erhört: Polizisten des LAPD fanden das Medikament in seiner gemieteten Riesenvilla, so der Webdienst TMZ. Die Cops hatten kürzlich mit zwei großen Plastiksäcken voller Arzneimittel das Haus verlassen. Jetzt wird spekuliert: Starb Jackson an einer Diprivan-Überdosis?
Die Einnahme könnte auch Einstiche erklären, die laut Medienberichten bei der Autopsie an Jacksons Leiche gefunden worden sein sollen. Das Mittel muss per Spritze verabreicht werden. Das Britenblatt “The Sun” zitiert Jacksons ehemaligen Anwalt Brian Oxman, der über die Resultate einer zweiten, privat vom Clan in Auftrag gegebenen Autopsie unterrichtet worden sein soll. Von Nadel-Einstichen im Brustbereich sei da die Rede, Einstichen in den Armen, Hüften und am Rücken, am ehesten durch Injektionen von Schmerzmitteln. Dazu: Narben, Haarverlust und gebrochene Brustbeine – wohl durch die Herzmassage zur Wiederbelebung, die sich 90 Minuten lang hinzog.
Durch die Enthüllungen der Krankenschwester und den explosiven Fund des LAPD am Sterbeort dürfte der Druck auf Jacksons Leibarzt, Dr. Conrad Murray, steigen: Hat er ihm Deprivan injiziert? Die Polizei hatte ihn drei Stunden lang verhört. Er wurde bisher offiziell jedoch nicht als Verdächtiger genannt. Lee beschreibt auch, wie Jackson sonst versuchte, Schlaf zu finden. Er lag mit einem Laptop-Computer im Bett und sah Donald-Duck-Cartoons.

# 1. Juli: Begräbnis in Neverland?

Die Familie der verstorbenen Popikone Michael Jackson zeigt bei der Planung seines letzten Weges Liebe zum Detail: Die Leiche soll mit der Lieblingskleidung der Legende herausgeputzt werden, samt dem berühmten, britischen “Trommlerkostüm” (Ornamenten, Schulterpolster mit Quasten) und einem weißen Handschuh. So soll Jackson an Freitag in seiner ehemaligen Riesenranch “Neverland” aufgebahrt werden. Weitere Details der Begräbnis-Pläne: Ein Konvoi aus 30 Wagen soll die Leiche von Downtown Los Angeles – wo an Jackson gerade in einem Leichenschauhaus die zweite, von der Familie geforderte Obduktion durchgeführt wurde – ins 200 Kilometer entfernte Riesenanwesen bei Santa Barbara transportieren. Ein Triumphzug vorbei an Tausenden Fans wird erwartet.
Von den Toren weg soll der festlich gekleidete Körper in einer weißen Kutsche, gezogen von einem Pferdegespann, zum Aufbahrungsort in dem 11,3 Quadratkilometer großen Areal gebracht werden. Der Webdienst “X17” hatten bereits vor Tagen Fotos der möglichen Kutsche geschossen: Zu sehen sind verzierte Vorhänge, weiße Holzräder. Fans sollen das ganze Wochenende über am “offenen Sarg”, so die “New York Post”, von ihrem Idol Abschied nehmen dürfen. Neverland war stets Jacksons Traumort: Mit viel Phantasie wollte er dort seine “verlorene Kindheit” nachholen. 150 Mitarbeiter betrieben einen Vergnügungspark und einen Privatzoo.
Der Clan der Popikone hatte zuletzt angedeutet, dass die letztendliche Beisetzung “privat” und im engsten Kreis von Familie und Freunden stattfinden soll. Der Bezirk Santa Barbara bereitet sich inzwischen auf eine Ansturm der Massen vor. Erwartet werden weit mehr als die 70.000, die zur Beisetzung von Elvis Presely im Jahr 1977 nach Memphis, Tennessee, kamen.
Einen ersten Vorgeschmack auf den Hype um das Jahrhundertbegräbnis gab es bei einer Gedenkveranstaltung in Harlem (New York) am Dienstag: Die Menschenschlange vor dem Eingangstoren wand sich um zwei Häuserblocks.
Doch die Fragen werden immer lauter: Wer soll für die Sicherheit sorgen? Wo sollen vielleicht über 100.000 Menschen untergebracht werden? Der örtliche Polizeichef erwartet das “totale Chaos”, wie er im US-TV warnte. Vor allem: Am Samstag feiert Amerika seinen “Unabhängigkeitstag”, generell das verkehrsreichste Wochenende des Jahres. Dazu müsste für die Sicherheit der erwarteten Armada an Hollywoodstars gesorgt werden (siehe Story..).
Erste Luftaufnahmen belegen, dass auf der Ranch die Vorbereitungen tatsächlich auf Hochtouren laufen: Auf einem Parkplatz sind Berge von Beleuchtungsgeräten zu sehen. 30 Arbeiter wurden beobachtet, darunter Gärtner, die frische Blumen pflanzen. Die Fans schreckt das erwartete Chaos nicht ab: “Ich werde in meinem Auto schlafen”, sagte Luanne Farragine zu NBC-TV, die bereits vor der Ranch ausharrt: “Ich habe genug Wasser und Essen – ich bin es Michael Jackson einfach schuldig”.