# 31. August: Aliens in Mexiko?

Weiter Rätselraten um eine mysteriöse Kreatur, die Bauern im Mexiko-Ort Metepec fanden: Ist es ein „Alien-Baby oder seltenes Tier?
Mexico City. Die Spannung um den rätselhaften Fund eines möglichen „Alien-Babies“ im Mexiko-Ort Metepec steigt: Ufologe Jaime Maussan (56) beharrt im Gespräch mit ÖSTERREICH, dass die kleine, affenähnliche Rätselkreatur aus einer fernen Welt stammen könnte: „Es ist sicher keine Fälschung – was immer es war, es lebte“. An fünf Labors hätte er Proben des Wesens, so groß wie eine Streichholzschachtel, geschickt: „Sie konnten keine DNA entdecken“, sagt er. Die Probe seien unbrauchbar, hätten ihm die Forscher ausgerichtet.
Maussan, durch eine populäre TV-Sendung ein Star in Mexiko, will noch nicht sagen, ob er tatsächlich den ersten Außerirdischen in seinem Safe liegen hat. „Ich weiß nicht, was es ist“, sagt er: „Weitere Tests sind nötig – das ganze ist aber sehr mysteriös“. 2007 hatte er über den Fund von Bauern nahe Metepec (westlich von Mexiko City) gehört. In einer Rattenfalle war die Kreatur lebend gefangen worden. Die Bewohner ertränkten sie aus Furcht. „Zuerst dachte ich noch an einen Scherz“, so Maussan.
Federleicht ist die angebliche Alien-Mumie
Doch dann starb der Entdecker, Bauer Marco Lopez: Ermordet, sein Wagen in Brand gesteckt. Auch wenn Maussan heute weiß, dass eher die irdische Mafia zuschlug, begann sein Interesse an dem Fall: 2008 kaufte er der Witwe die Kreatur um 10.000 Dollar ab. Weltberühmt machte dann das Metepec-Wesen eine TV-Doku das seriösen US-Kanals “History Channel”.
Ausgetrocknet wie eine Mumie müsse das tote Wesen nicht weiter gekühlt werden. Als „federleicht“ beschrieb es ein nach Mexiko City entsandter BILD-Reporter. Maussans einziges Problem: Die mögliche Alien-Mumie schrumpfe, sei bereits ein Drittel kleiner als am Tag, wo sie übergeben wurde.
Stutzig machen Experten erste Testreihen: Zunächst war an eine Affenart geglaubt wurden, doch das Gehirn sei deutlich größer wie bei Primaten. Dazu können sich Zweifler, die eher an eine unbekannte Tierart glauben, nicht das ausgeklügelte Innere der Ohren erklären. Maussan erwartet neue Testresultate Ende September. Der Hype geht weiter: Prompt kursierten Gerüchte, dass das „Alien-Baby“ ein noch lebendes Geschwisterchen haben könnte. Bauern in Metepec hätten das berichtet.

# 31. August: Killersturm bedroht Mexiko

Hurrikan „Jimena“ könnte Mexiko-Touristenparadies Baja California verwüsten.
Los Angeles. Ein möglicher Killer-Hurrikan nimmt die mexikanische Halbinsel Baja California ins Visier: Hurrikan Jimena „explodierte“, so US-Meteorologen, in einen Monstersturm mit Dauerwinden von 215 und Windböen von über 260 Stundenkilometer. Der Sturm erreichte damit mit Kategorie Vier die zweithöchste Stufe der Wirbelsturm-Skala.
Evakuierungen. Einige Experten hielten sogar eine Intensivierung auf die Top-Kategorie Fünf für möglich. Hält Jimena den prognostizierten Kurs bei, könnte der Monstersturm mit katastrophalen Konsequenzen bereits heute Bajas Südzipfel – eine äußerst populäre Touristen-Destination – heimsuchen. Hektisch begannen die Bewohner an der Pazifikküste mit ersten Evakuierungen.
„Erika“. Gefahr braucht sich auch im Atlantik zusammen: Dort war das Entstehen von Tropensturm „Erika” erwartet worden – der Kurs auf Karibik und US-Küste nehmen könnte.

# 31. August: Jaycees Martyrium

Die Behörden suchen in Kalifornien unter Hochdruck nach Indizien für weitere Verbrechen des Sex-Entführeres von Jaycee Lee Dugard.
San Franzisko. Polizei und FBI setzen Grabungsarbeiten im Horror-Camp des Sex-Verbrechers Phillip Garrido (58) fort, wo er 18 Jahre lang die als Elfjährige verschleppte Jaycee Lee Dugard als Sexsklavin hielt – und zwei Kinder, elf und 15 Jahre alt, mit ihr zeugte. Eingesetzt wurden auch Leichenspürhunde. Gesucht wird nach Indizien weiterer Verbrechen: Garrido geriet wegen einer Serie ungeklärter Prostituierten-Morde in den Neunzigern jetzt ins Visier der Behörden.
Untersucht werden auch drei weitere Entführungsfälle, so das Britenblatt Sun: Die Mädchen (zwischen vier und 13 Jahre alt) waren allesamt in verschiedenen Kidnappings in ein Auto gezerrt worden – wie Jaycee 1991. Die Fälle ereigneten sich nahe von Garridos „Haus des Horrors“.
Schuldgefühle. Ergreifend berichten Angehörige über die schwierige Therapie der dem Sexmonster hörigen Jaycee und ihrer Töchter Angel und Starlet: „Die Kinder sind erzürnt, dass ihr Vater im Gefängnis ist“, so Stiefvater Carl Probyn: „Sie hatten keine Ahnung, dass ihre Mutter ein Entführungsopfer war“. Und Jaycee? Stiefvater Probyn: „Sie ist ein tolle Mutter“. Doch sie plagen weiter Schuldgefühle, dass sie – einer totalen Gehirnwäsche unterzogen – nicht flüchtete. Gelegenheit hatte sie dazu: Sie besuchte sogar alleine Kunden von Garridos Druckgeschäft.

# 30. August: Überraschung im Jaycee-Fall

Überraschung im „US-Natscha“-Fall: Die 18 Jahre lang als Sex-Sklavin gehaltene Jaycee Lee Dugard hätte leicht flüchten können.
San Franzisko. Immer schockierendere Details im Horror um die 18 Jahre lang entführte Jaycee Lee Dugard (29), die der Sexverbrecher Phillip Garrido als Elfjährige kidnappte und zwei Kinder (15 und 11) mit ihr zeugte: Erste Bilder des Horror-Camps im Garten des Garrido-Hauses in Antioch (Kalifornien) illustrieren, unter welch erbärmlichen Umständen Dugard mit ihren Töchtern Angel und Starlet hauste. In den Zelten und Schuppen wurde ein Wust an Kleidern, Spielsachen, vergammelten Sofas und Campingbetten entdeckt.
Jaycee wurde dazu einer derart brutalen Gehirnwäsche unterzogen, dass sie niemals die Flucht wagte, obwohl sie aktiv in Garridos Druckbetrieb mithalf. Sie hielt Email-Kontakt zu Kunden, traf einige sogar persönlich: „Sie war, freundlich, professionell“, so der Kunde Deepal Karunaratne.
Bei Mutter entschuldigt: „Wollte nicht flüchten…“
Jaycee soll sich bei der Wiedervereinigung mit ihrer Mutter Terry Probyn entschuldigt haben: Für die enge Bindung mit Garrido, und dass sie nicht davonlief. „Stockholm-Syndrom“ nennten Psychologen die Bindung von Entführungsopfern zu ihren Peinigern. Dazu könnte er gedroht haben, ihren Kindern bei einem Fluchtversuch etwas anzutun. Ob sie in ein normales Leben zurückfinden? „Jeder kleinste Schritt ist ein Erfolg“, so US-Psychologin Paula Fass zum San Francisco Chronicle: „Normal ist nichts mehr“.
Einblicke in Jaycees Sex-Horror bietet ein wirres Manifest, das Garrido dem FBI schickte. Er habe eine Methode entdeckt, schrieb er, wie Sex-Täter geheilt werden können. Dann lieferte er eigene Erfahrungen: „Wenn immer ich Geschlechtsverkehr mit ihr hatte”, war es so aufregend wie beim ersten Mal“.
Der Psycho-Terror hinterließ auch Spuren bei den Kids. Wie „Roboter“ hätten die sich benommen, so die Polizistin, die Garrido schnappte. Schockierend: Die Töchter könnten zu Pflegeeltern kommen, sollte Jaycee mental nicht in der Lage sein, sie großzuziehen.
H. Bauernebel, New York

San Franzisko. Schwere Vorwürfe erheben die US-Behörden auch gegen die Gattin des Sex-Verbrechers Phillip Garrido, Nancy (54). Die Frau, die er beim Absitzen einer Haftstrafe kennenlernte, soll aktiv bei der Planung des Kidnapping am 10. Juni 1991 mitgeholfen haben, wo Jaycee Lee Dugard, damals elf Jahre alt, am Weg zum Schulbus in einen Wagen gezerrt wurde. Doch sie wird auch als „aktive Komplizin“ gehandelt, wie Ermittler in einer 16-seitigen Anklageschrift zusammenfassten. Sie soll Jaycee ebenfalls vergewaltigt haben. Das Paar war in grellroten Haftoveralls vorgeführt worden Sie plädierten auf „nicht schuldig“.

# 29. August: Trauer um Ted

“Ted war Champion der Besitzlosen, Seele der Demokraten, Löwe des Senats. 2.000 Gesetzte schrieb er, 300 alleine. Er war der kleinste in der Familie, lernte schnell, die Hänseleien seiner Geschwister, abzuwehren. Das machte ihn stark: Er wurde vom Träumer zum Fels der Familie. Was musste er erdulden: Er verlor zwei Geschwister, als er 16 Jahre alt war, später die Ermordung zweier Brüder, erduldete Krebserkrankungen seiner eigenen Kinder, überlebte sogar einen Flugzeugabsturz. Doch er blieb ein fröhlicher Krieger für die Unterdrückten: Kinder, die nichts zu essen haben, Menschen ohne Krankenversicherung. Er kämpfte, dass auch für sie der “Amerikanische Traum” gilt. Er wurde zum größten Gesetzgeber aller Zeiten. Er setzte nicht nur auf Kuhhandel, sondern auf Freundschaft. Er verschickte Geschenke selbst zu den einfachsten Menschen, wenn sie es am wenigsten erwarteten. Jeden Jahrestag von 9/11 schrieb er persönliche Briefe an die Hinterbliebenen. Jedes Jahr. Rührend kümmerte er sich auch um die Kinder seiner getöteten Brüder. Er tanzte mit ihnen, feierte ihre Geburtstage, gab das Erbe der Kennedys an Pflichtgefühl Aufopferung für andere weiter. So hat Ted gelebt, das ist sein Erbe. Ein Bild hat sich für immer in unser Gehirn eingegraben: Teddy am Segelboot, seine weißen Haare im Wind, Kurs die See hinaus. Leb wohl.”

# 29. August: 18 Jahre im Horror-Camp

Fest drückte die Mutter ihre längst totgeglaubte Tochter an die Brust. Terry Probyn hatte Jaycee zum letzten Mal umarmt, als sie am 10. Juni 1991 im kalifornischen Lake Tahoe zum Schulbus lief. Ihre strohblonden Haare hatte sie im Rossschweif gebunden. Elf Jahre war sie alt. Ein süßes Mädchen: Strahlend blaue Augen, Sommersprossen. Unbekannte zerrten das Kind in einen Wagen. “Sie schrie”, so Stiefvater Carl Probyn, der aus der Distanz zusah. Ganz Amerika suchte nach Jaycee, die Mutter flehte: “Bitte gebt mir mein Kind zurück!” Erfolglos. Der Fall schlief ein.
Jetzt umarmte Terry wieder ihre Tochter: “Sie konnten es nicht glauben”, berichtete Stieftochter Shayna (19). Doch hinter Jaycee liegt eine derart grauenhafte Odyssee, dass die seelischen Narben wohl nie mehr ganz heilen werden: 18 Jahre lang wurde sie 250 Kilometer von ihrem Zuhause entfernt in einem Labyrinth aus Bretterverschlägen, Zelten und Plastikplanen vom vorbestraften Sex-Verbrecher Phillip Garrido (58) vergewaltigt. Seine Frau Nancy duldete den Horror, half mit. Zwei Kinder brachte Jaycee zur Welt, zuerst 14-jährig, dann mit 18.
Ähnlich isoliert wie das österreichische Kidnapping-Opfer Natascha Kampusch während ihrer achtjährigen Verlies-Odyssee sah Jaycee, jetzt 29, fast “wie am Entführungstag aus”, so der Stiefvater. Doch: Sie sei zerfressen von Schuldgefühlen, da sie eine derart enge Bindung zu ihrem Peiniger entwickelte.
Details des Martyriums der Jaycee Lee Dugard sind grauenhaft: Luftaufnahmen zeigen das Horrorlager hinter Garridos Haus in der Stadt Antioch (100.000 Einwohner), eine provisorische Siedlung aus Holzverschlägen, kleinen Hütten, Zelten, blauen Planen und Zäunen. Dazwischen Mist, Sperrmüll, Kinderfahrer, verrostete Strandliegen – das ganze ein Mittelding zwischen Slum und Campingplatz. Zwei Pittbulls passten auf. Die Verhältnisse waren trist: Ein Gartenschlauch diente als Dusche, ein Brett mit Loch als Klo. Eine der Hütten hatte der Triebtäter schalldicht isoliert: Niemand sollte wohl “ihre Schreie hören”, so Ermittler.
Der Täter entpuppt sich als sexgetriebener Psychopat: 1976 hatte er eine 25-Jährige entführt, mit Handschellen gefesselt, vergewaltigt. Mehrmals saß Garrido im Gefängnis, zuletzt 1999. Er verfiel dem religiösen Wahn: Unter dem Namen “Gottes Sehnsucht” registrierte er seine eigene Kirche. Er erzählte er, dass “Gott über eine Box zu ihm spricht”, er gar Engel singen höre. Er könne mit Menschen durch Telepathie kommunizieren, behauptet er. “Er war ein Spinner, er tat uns leid”, sagte ein Ex-Kunde. Sein eigener Vater gab zu: “Er hat den Verstand verloren”. In einem völlig wirren Interview mit der lokalen TV-Station KCRA nannte der Sex-Unhold den Fall ein “herzerwärmende, positive Geschichte”. Dann platzte gleich die nächste Bombe: Die Cops durchsuchen das Areal für Beweise in einer Mordserie an Prostituierten.
Nach Jaycees Befreiung wird der Fall zum Polizeiskandal: Eine Nachbarin, die das Zeltlager, die zwei Mädchen und die junge Frau – die die Sex-Bestie “Allissa” taufte – erspähte, rief im Herbst 2006 die US-Notrufnummer “911”. Die Angaben der Frau waren präzise: Sie redete von einem Zeltlager, Kindern, die dort hausten, beschrieb den Hausbesitzer als “psychopathisch und sexbesessen”. Doch der Polizist ließ sich von Garrido an der Tüte abwimmeln.
Der Sheriff entschuldigte sich: “Wir hätten ihn früher schnappen können”. Weggesehen haben auch Nachbarn: Diane Doty sah von ihrem Haus aus das Lager. “Warum leben die in Zelten”, fragte sie ihren Mann.
Noch überwiegt bei Jaycees Familie die Freude, dass sie am Leben ist. Doch nichts wird mehr so sein wie am Tag, als Jaycee zum Bus stapfte. Der Stiefvater: “Es wird sehr schwer – für alle”.

# 29. August: Protokoll einer Horror-Entführung

Fest drückte die Mutter ihre längst todgeglaubte Tochter an die Brust. Zum letzten Mal hatte Terry Probyn Tochter Jaycee umarmt, bevor sie am 10. Juni 1991 im kaliforischen Lake Tahoe zur Haltestelle für den Schulbus lief. Ihre strohblonden Haare hatte sie im Rossschweif gebunden. Elf Jahre war sie alt. Ein süßes Mädchen: Strahlend blaue Augen, Sommersprossen, gewinnendes Lächeln. Unbekannte zerrten das Kind in einen Wagen. “Sie schrie, sie wehrte sich”, so Stiefvater Carl Probyn (60), der aus der Distanz zusah. Ganz Amerika suchte nach ihr, die Mutter flehte im TV: “Bitte gebt mir mein Kind zurück!” Erfolglos. Der Fall schlief ein.
Jetzt umarmte Terry wieder ihre Tochter: “Sie weinten, konnten es nicht glauben”, emailte Stieftochter Shayna (19) einer US-TV-Station. Doch hinter Jaycee liegt eine derart grauenhafte Odyssee, dass die seelischen Narben wohl nie mehr ganz heilen werden: 18 Jahre lang wurde sie 250 Kilometer von ihrem Zuhause entfernt in einem Camp aus Bretterverschlägen, Zelten und Plastikplanen zur Tarnung vom vorbestraften Sex-Verbrecher Phillip Garrido (58) unzählige Male vergewaltigt. Seine Frau Nancy duldete den Horror, half mit. Zwei Kinder brachte Jaycee zur Welt, zuerst 14-jährig, dann mit 18. Sie sollen Starlet und Angel heißen, sind blond, hübsch wie die Mutter, so NBC-TV.
Alle waren überrascht, wie jung sie aussah, so Zeugin Shayna: Ähnlich isoliert wie das österreichische Kidnapping-Opfer Natascha Kampusch während ihrer achtjährigen Verlies-Odyssee sah Jaycee, jetzt 29, fast “wie am Entführungstag aus”, wundert sich der Stiefvater. Doch: Es plagten sie enorme Schuldgefühle, da sie eine derart enge Bindung zu ihrem Peiniger entwickelte. Völlig abgeschirmt hat die Familie jetzt “den Heilungsprozess”, so die Behörden, begonnen.
Die Details des unfassbaren Martyrium der Jaycee Lee Dugard sind grauenhaft Als Mittelding zwischen Slum und Campinglager beschrieben Polizisten das Horrorlager hinter Garridos Haus in der Stadt Antioch (100.000 Einwohner). Luftaufnahmen zeigen eine provisorische Siedlung aus Holzverschlägen, kleinen Hütten, Zelten, blauen Planen und Zäunen. Dazwischen Mist, Sperrmüll, Kinderfahrer, verrostete Strandliegen. Zwei Pittbulls passten auf. Die Verhältnisse waren trist: Ein Gartenschlauch diente als Dusche, ein Brett mit Loch als Klo. Eine der Hütten hatte der Triebtäter schalldicht isoliert: Niemand sollte wohl “ihre Schreie hören”, so Ermittler. “Sie lebte völlig isoliert”, so Ermittler Fred Kollar: “Sie gingen nie in die Schule, oder zum Arzt”.
Auch die Konturen des Psychogramms eines sexgetriebenen Psychopaten werden schärfer: 1976 hatte Garrido eine 25-Jährige entführt, mit Handschellen gefesselt, vergewaltigt und eine Zeit lang in einer Lagerhalle gefangen gehalten. 1980 wurde er neuerlich wegen eines Sex-Vergehens belangt. Mehrmals saß Garrido im Gefängnis, zuletzt 1999. Zusehends verfiel er dem religiösen Wahn: Seine Kinder, die selten Auslauf hatten, erzählten Nachbaren: “Daddy ist ein Pastor”. Unter dem Namen “Gottes Sehnsucht” registrieren er seine eigene Kirche. Kollegen erzählte er, dass “Gott über eine Box zu ihm spricht”, er gar Engel singen höre. Er wollte seine Gabe beweisen lassen, mit Menschen durch Telepathie kommunizieren zu können. “Er war ein Spinner, er tat uns leid”, sagte ein Ex-Kunde. Sein eigener Vater gab zu: “Er hat den Verstand verloren”. Schuld sei der frühe Konsum von LSD-Drogen gewesen. In einem völlig wirren Interview mit der lokalen TV-Station KCRA nannte der Sex-Unhold den Fall ein “herzerwärmende, positive Geschichte”.
Immerhin flog durch seinen Sektenwahn die Entführung auf: Als er am Campus der Universität in Berkley (bei San Franzisko) religiöse Pamphlete verteilen wollte, fiel einer Polizistin sein eigenartiges Benehmen auf. Doch der Fall ist längst auch ein Polizeiskandal: Eine Nachbarin, die das Zeltlager, die zwei Mädchen und die junge Frau – die die Sex-Bestie “Allissa” taufte – erspähte, rief im Herbst 2006 die US-Notrufnummer “911”. Die Angaben der Frau waren präzise: Sie redete von einem Zeltlager, Kindern, die dort hausten, beschrieb den Hausbesitzer als “psychopathisch und sexbesessen”. Doch der Polizist ließ sich von Garrido einfach an der Vordertüte abwimmeln.
Auch Beamte der Bewährungsbehörden, die den multiplen Sextäter überwachen hätten sollen, schöpften bei zahlreichen Besuchen, zuletzt im Sommer 2008, nie Verdacht. Der Sheriff entschuldigte sich: “Wir hätten ihn viel früher schnappen müssen”. Fragen müssen sich aber auch einige Nachbarn gefallen lassen: Diane Doty sah jahrelang von ihrem Küchenfenster das Lager, Jaycee und die Kinder. “Warum leben die in Zelten”, fragte sie ihren Mann. Der: “Vielleicht gefällt es ihnen…”
Noch überwiegt bei Jaycees Familie die Freude, dass sie am Leben ist. “Es ist ein Wunder”, so der Stiefvater. Doch nichts wird mehr so sein wie vor dem Tag, als Jaycee zum Bus stapfte. Der Stiefvater galt damals als Verdächtiger, die Ehe zerbrach. Carl: “Es wird sehr schwer – für alle”.

# 28. August: Jaycee lebt!

Erleichterung aber auch Schock über die grausigen Details nach dem Auftauchen der vor 18 Jahren entführten Jaycee Lee Dugard (29): Fast zwei Jahrzehnte lebte das 1991 verschleppte Mädchen in Holzverschlägen im Garten des mehrfach vorbestraften Sex-Unhold Phillip Garrido (58) im kalifornischen Ort Antioch. Unter Duldung seiner Frau Nancy (54) hielt er das süße Mädchen als “Sex-Sklavin”. Er zeugte mit ihr zwei Kinder: Starlet (15) und Angel (11). Herzzerreißend: Jaycee gebar ihr erstes Kind mit 14.
Das Drama begann am 10. Juni 1991 in Lake Tahoe. Jaycee war am Weg zum Schulbus. Zwei Personen zerrten sie in einen Wagen. “Sie wehrte sich”, beobachtete Stiefvater Carl Probyn hilflos aus der Distanz.
250 Kilometer entfernt hatte der Sex-Unhold Vorbereitungen getroffen, im Garten ein Lager aus Holzverschlägen gebaut. Die Verhältnisse desolat: Mülltonnen lehnte am Zaun, ein Gartenschlauch als Dusche, spärliche Beleuchtung, ein primitives Klo. Sofort dürften die Vergewaltigungen begonnen haben. Nach der Geburt der Töchter wuchs das Horror-Camp. Eine der Hütten machte er komplett schalldicht: Niemand sollte Jaycees Schreie hören. Zwei Pittbulls passten auf.
“Sie lebte dort in völliger Isolation”, so Chefermittler Fred Koller: “Keine Schule, kein Arztbesuch”.
Warum flüchtete Jaycee nicht? FBI-Profiler Clint Van Zandt im US-TV: “Junge Entführungsopfer werden einer kompletten Gehirnwäsche unterzogen”.
Jaycee verdankt ihre Rettung einer Polizistin an der “Berkley”-Uni nahe San Franzisko, wo der Religionsfanatiker Info-Material verteilen wollte. Er kam der Beamtin verdächtig vor, sie checkte den Polizeicomputer: 1970 hatte Garrido eine 25-Jährige entführt und vergewaltigt. Er wurde auf eine Polizeistation befohlen: Dort tauchte er mit den Töchtern und einer jungen Frau auf, die er als “Allissa” vorstellte. Er gestand, dass es sich um Jaycee handelte
Mittwoch Nachmittag klingelte bei Jaycees Mutter Terry das Telefon. “Wir haben ihre Tochter gefunden”, sagte ein FBI-Beamter. Die Frau, die längst alle Hoffnungen aufgegeben hatte, wollte es nicht glauben. Stunden später war sie am Weg zu einer unglaublichen Wiedervereinigung. Ihrem Ex-Gatten Carl erzählte sie: “Sie klingt noch wie das elfjährige Mädchen, das wir damals verloren”.

# 28. August: Madoff hat einen Kleinen…

Mit der einen Hand liebkoste er sie, mit der anderen plünderte er sie aus. Immerhin blieb der Frau die perfekte Rache: Sheryl Weinstein (60), Kassierin der jüdischen Frauenorganisation Hadassah, tischt in der Skandal-Bio die peinlichsten, vorstellbaren Details ihrer Affäre mit Megabetrüger Bernard „Bernie“ Madoff (71) auf. Um Hunderttausende Dollar persönlicher Ersparnisse hatte er sie gebracht. Jetzt lässt die schäumende Ex-Mätresse der Welt wissen, dass Bernie – bewundert einst als Supermann der Wall Street, bis sein mit 65 Milliarden Dollar Schaden größte Betruges der Menschheitsgeschichte aufflog – ein „winziges Ding hat”, wie sie schreibt.
Rache ist süß. Dadurch fügt sie im Buch Madoff´s Other Secret: Love, Money, Bernie and Me (St. Martin´s Press) dem Ex-Star der Matcho-Branche aus bulligen Brokern, sprudelnden Milliarden und skrupellosen Ellbogentechniken die ultimative Schmach zu. „Rache ist süß“, schrieb die Daily News, die hochnotpeinliche Buchdetails ausrollte.
Überraschung: „Dieser Mann war nicht gut bestückt…“ Während Madoff für immer im Hochsicherheitsknast in Butner, North Carolina, dünstet (eine Richterin verdonnerte ihn zu 150 Haft), ergötzt sich die Welt an Details aus dem Bettgemach. „Wir trafen uns im Willard Intercontinental Hotel in Washington“, so Weinstein über das erste Sex-Treffen Ende 1993: „Der Schock war groß, der Mann war recht offensichtlich nicht gut bestückt… Trotz der anfänglichen Enttäuschung hatte ich damit letztendlich kein Problem“. Doch Madoff wollte sichergehen: „Am nächsten Tag rief er an“, schreibt sie giftig: „Er sagte: ,So jetzt weißt du also über mich Bescheid…´ Ich antwortete: Sah es so aus, als ob ich damit ein Problem hätte?” Offensichtlich wurde: Das Größenmissverhältnis zwischen Ego und Penis hätte „beträchtliche Angstgefühle“ bei ihm erzeugt.
Fast rührend beschreibt die New Yorker Szene-Dame, wie gekonnt sie Bernie ein halbes Jahr zuvor verführt hatte: „Er nahm mich mit in das schicke Lowell-Hotel in Manhattan, nur ein paar Blöcke von seinem Penthouse an der Upper Eastside entfernt. Ich versuchte ihn im Lift an mich zu ziehen, doch er stieß mich zurück. ,Sicherheitskameras!´, warnte er, deutete hektisch zur Linse in der Decke. Im Zimmer kuschelten wir. Er war ein guter Küsser…” Die Affäre kam in Schwung: „Wir trafen uns in teuren Hotels, vergnügten uns in der Wanne. Beim Sex brannte das Feuer in mir“.
Zeugen: „Madoffs Appetit auf Sex war grenzenlos“ Frau Ruth, zuletzt delogiert aus ihrem Penthouse (MADONNA berichtete), wurde der Börsenschwindler nicht nur mit Weinstein untreu, so andere Tell-Alls: „Da gab es diese beiden wunderschönen, blonden, jungen Frauen”, so eine Zeugin: „Sie waren wie Baby-Ruths, die gleich Haar- und Augenfarbe wie seine Frau“. Nach den harten Bürotagen suchte Bernie gerne Entspannung in Massage-Salons: Die Masseusen gingen dort nicht nur an den verspannten Muskeln ans Werk. „Er hatte einen gewaltigen Sexdrang, wie so viele Männer in Machtpositionen“, so das Webmagazin Daily Beast. Und: Viele Frau hätten ihn „unwiderstehlich“ gefunden. Einer Mitarbeiterin hatte er gestanden: „Ruth kann meine Begierden einfach nicht befriedigen“.
Autorin: „Madoff zwinkerte nervös mit den Augen“. Ex-Geliebte Weinstein, selbst verheiratet, enthüllt weitere Vorlieben des Finanzjongleurs: Meist rauchten sie Marihuana vor dem Sex – oder leerten Wodkaflaschen. Kurios: Sie nannte ihn den „Zwinkererer“, da er in ihrer Nähe aus Nervosität stets mit den Augen zwinkerte. Weinstein: „Erstaunlich für einen Mann in dieser brutalen Branche, der Druck kaum gewachsen scheint“. Nach einem Jahr machte Bernie Schluss: „Er sagte, dass er es nicht mehr ertragen konnte, Ruth zu betrügen“. Panisch dachte er an ein Auffliegen der Affäre. Weiter verwaltete er ihre Ersparnisse, sie bedankte sich für die konstanten Traumrenditen – eine Illusion, wie sie heute weiß. „Wir verloren alles“, wütet Bernies Ex: „Er ist ein Monster“.

# 27. August: Wie Götter in Frankreich

Es sind Traumbilder eines Traumpaares: Hollywoods berühmteste und bunteste Sippe – Brad Pitt (45), Partnerin Angelina Jolie (34) und die sechsköpfige Multikulti-Kinderschar Madoxx (8), Pax (5), Zahara (4), Shiloh (3) sowie die 13 Monate alten Zwillinge Vivienne und Knox – genießt sichtlich den Urlaub in ihrem französischen Traum-Chateau nahe dem idyllischen Aux de Provence. Brad sah mit weißer Schirmkappe entspannt aus, trug Sahara sanft im Arm. Angie kaufte in einer Tierhandlung Goldfische. Dann wählten sie ein Sortiment an Topfpflanzen aus. “Sie sehen richtig glücklich aus”, gab sich eine Touristin überrascht.
Retten die entspannten Stunden in Frankreich die Beziehung, dessen Ende von US-Tabloids seit Monaten herbeigeschrieben wird? “Brangelina” lieben das Chateau Miraval aus dem 17. Jahrhundert samt blauen Fensterverschlägen, 35 Zimmern, Nebengebäuden und 400 Hektar Auslauf jedenfalls dermaßen, dass sie es – nach drei Jahren Miete – nun kauften. Der Preis: 74 Millionen Dollar, inklusive Renovierungsarbeiten. Auch den Urlaub haben sie sich verdient: Jolie beendete gerade die brutalen Dreharbeiten für den Thriller “Salt”, Pitt seine PR-Tour für den neuen Tarantino-Kultfilm “Inglourious Basterds”.
Doch ganz entrinnen kann das Starpaar mit der Flucht nach Frankreich den notorischen Trennungsgerüchten nicht: “Chateau-Charade” titelte das Tablpid “Star”: Demnach würden sie bloß den Kindern zu Liebe ihre Probleme übertünchen, doch innerhalb der Traumvilla praktisch “getrennte Leben” führen. Vor allem Brad frequentiere häufig das Gästehaus. Weiter seziert wird Pitts Aussage in einem NBC-Interview: “Eines Tages wird die Liebe nicht mehr da sein”, sagte er: “Ich fürchte diesen Tag, je größer die Liebe, desto größer der Schmerz”. Doch vielleicht wirkt die Magie des Provence-Schlosses: “Das ist der ideale Ort, um angeknackste Beziehungen zu reparieren”, sagt der Ex-Koch.

# 27. August: Hollywood-Stories

Ein Jahr hatte es gedauert, bis die Aussie-Beauty Nicole Kidman (42) ihr Baby-Glück mit der Welt teilte. Bei einem romantischen Picknick mit “Country”-Gatten Keith Urban (41) in Nashville, Tennessee, war es jetzt soweit: Stolz trug sie die kleine Sunday Rose, ein Miniatur-Spiegelbild der bildhübschen Oscar-Preisträgerin (The Hours), im Arm: Sie im wehenden weißen Sommergewand, Baby Rose im zuckersüßen Blumenkleidchen.
Kidman zelebriert ihr Glück. Und sie hat allen Grund dafür – nach einer Serie schmerzhafter Rückschläge: Zuerst zerbrach ihre Ehe mit Top-Gun-Star Tom Cruise im Scientolgywahn (aus deren Beziehung rühren die Adoptivkinder Isabella, 17, und Connor, 14), dann gab es beim Dreh für das US-Bürgerkriegsdrama “Cold Montain” eklige Gerüchte, dass ihre Affäre mit Jude Law am Kollaps seiner Ehe schuld gewesen sei. Ihr Partner in Ehe Nr. 2, Urban, landete wegen schwerer Alkoholsucht in einer Entzugsklinik – und der als Oscarabräumer konzipierte Epos Australia fiel im Boxoffice und bei Kritikern durch.
Umso euphorischer das Gefühl der Hollywood-Schönheit, wieder obenauf zu sein: Sie erhielt die Starrolle als “Muse” in der mit Spannung erwarteten Musical-Verfilmung “Nine” (neben einer Riege an Oscar-Preisträgern von Daniel Day-Lewis, Marion Cotillard, Penelope Cruz, Judi Dench bis Sophia Loren). Gerade filmt sie die Kinoversion des Theaterstücks “Rabit Hole”, geplant ist die Verfilmung des Sexchange-Dramas “Danish Girl” (beide Streifen 2010). Obendrein dazu sorgt sie im US-TV in der Show “All Star Challange” an der Seite von Heidi Klum für Furore. Doch neben dem neuen, offensichtlichen Karriere- und Familienglück lieferte die freudigste Überraschung Sohn Connor: Der dreht mit “Red Dawn” seinen ersten Film.

Im Kino drückt Langbeinwunder Cameron Diaz (36) im Drama My Sisters Keeper als rührende Mutter eines krebskranken Teenager auf die Tränendrüse. Doch in ihrem Privatleben setzt sie voll auf den Spaßfaktor: Nach der Trennung von Britenmodel Paul Sculfor im Vorjahr verführt sie die schönsten Männer der Erde im Rekordtempo. Zuletzt etwa dinierte die Blondinen-Beauty mit Matrix-Traummann Keanu Reeves in einer romantischen Lounge in Los Angeles.
Beeindrucken wollte sie ihn offensichtlich als sie einen ganzen Burger in den Mund schob. „Es scheint ihr gelungen zu sein“, lachten später Tischnachbarn.
Ihr Appetit scheint tatsächlich zügellos zu sein: In den letzten Monaten wurde sie mit Schönling Jude Law gesehen, Sex-and-the-City-Star Jason Lewis, Titanic-Helden Leonardo DiCaprio. Szenebeobachter sind vor allem überrascht, dass ihr die jüngste Männersucht in der US-Presse nicht einmal angelastet wird (völlig konträr zu Kollegin Jennifer Aniston, deren Dates mit zunächst Bradley Cooper und jetzt Gerard Butler eher als Verzweiflungsakte inmitten einer Midlife-Krise bezeichnet werden).
Dem heißblütigen, Kuba-stämmigen Ex-Model kann es recht sein. Mehrmals erteilte sie einer baldigen Reifung samt Kinderschar und Ehering eine Absage: „Ich habe diese Phase in meinem Leben noch nicht erreicht“, stellte sie zuletzt klar. Gerade, weil sie keine eigenen Kids habe, sei ihr Leben derzeit so „aufregend“. Auch überarbeiten will sie sich nicht, setzt lieber auf ein bedächtigeres Karrieretempo: 25 Filme drehte sie bisher, trotz Traumgagen (75 Millionen Dollar scheffelte sei 2007) und heißer Nachfrage lasse sie sich ungern „überbuchen“. Diaz: „Ich liebe mein Leben!“
Dennoch: Die ernste Mutterrolle in dem erschütternden Krebsdrama und der überraschende Tod ihres Vaters Emilio an Lungenentzündung während der Dreharbeiten veranlassten sie auch zu ernsteren Gedanken: „Du hast immer die Chance, deinem Leben mehr Substanz zu geben“. Neben DiCaprio ist sie Hollywoods frenetischste Klimaretterin. „Wichtig ist”, so die quirlige Blondine zum britischen Independent, „die richtige Balance zu finden – zwischen Lebenslust und Ernsthaftigkeit“.

# 27. August: Kennedy beerdigt

Die Staatstrauer in den USA um den letzten Kennedy-Bruder, Senator Edward “Ted” Kennedy, der Dienstag im Alter von 77 Jahren an Gehirnkrebs starb, sprengt alle Dimensionen: Höhepunkt der dreitägigen Trauerrituale ist die Grabrede von US-Präsident Barack Obama am Samstag. “Kennedy war der größte Verteidiger des Amerikanischen Traumes”, sagte Obama, der über den Tod seines Freundes um Mittwoch um 2 Uhr morgens im Urlaubsdomizil auf Martha´s Vineyard informiert worden war. Obama ordnete an, dass alle US-Flaggen auf Halbmast gesetzt werden – vom Dach des Weißen Hauses, dem Kapitol-Säulenbau bis US-Militärbasen in Afghanistan.
Die Leiche der liberalen Senats-Ikone war vom Kennedy-Komplex in Hyannis Port per Wagen-Konvoi in die “John F. Kennedy Presidential Library” in Boston überstellt worden. Dort liegt Kennedy aufgebahrt.
Am Samstag verabschiedet sich dann die Welt endgültig: In der prächtigen “Mission Church” in Boston, wo Kennedy einst um die Heilung des Krebses seiner Tochter Kara betete, wird das größte Aufgebot an Stars aus Politik und Holllywood seit Jahren erwartet. Neben Obama haben sich alle noch lebenden Ex-US-Präsidenten angesagt (George Bush Senior und Junior, Bill Clinton sowie Jimmy Carter). 1.500 Festgäste passen in die Kathedrale.
Per Sondermaschine wird Kennedy zum Nationalfriedhof nach Arlington geflogen. Seine letzte Ruhe findet er neben seinen Brüdern John (erschossen 1963) und Robert (getötet 1968).
Die Wahl der berühmtesten Polit-Dynastie aller Zeiten, Obama als Grabredner einzusetzen, hat hohe Symbolkraft: “Der Starpräsident ist künftig Fackelträger des Kennedy-Traums”, so Historiker im US-TV. Trotz des Verlustes seines Verbündeten erwarten Politologen den dringend benötigten Schub zur Gesundheitsreform: “Das war Teds wichtigstes Anliegen”, so Beobachter: Die Demokraten dürften jetzt geeinter darum kämpfen.

# 27. August: Alien-Alarm

Weiter Aufregung um den Fund eines mysteriösen Wesens in Mexiko.
Mexiko City. Bauern hatten das angebliche „Alien-Baby“ in einem Dorf gefunden, es aus Angst getötet. Jetzt versucht Mexikos berühmtester Ufo-Forscher, Jaime Maussan,, der den US-TV-Sender History Channel alarmierte, zu prüfen, ob das kleine Wesen mit dem großen Augen tatsächlich aus einer fernen Welt stammt. Erste Tests scheiterten: „Mehrere Labors konnten keine DNA feststellen“, sagt Maussan. In Kürze will er mit der ganzen Kreatur, die er mumifiziert im Safe aufbewahrt, in ein Labor nach Spanien fliegen. Nach Tests an den Zellen, so der Experte, steht bisher fest: „Es ist kein Scherz – es handelt sich um ein Lebewesen”.

# 27. August: Jaycee!

Knalleffekt in einem der berühmtesten Entführungsfälle der US-Kriminalgeschichte: Ein seit 18 Jahren vermisstes Mädchen ist wieder aufgetaucht. Jaycee Lee Dugard (29) war 1991 vor ihrem Haus im kalifornischen Lake Tahoe von einem Mann in einen Lieferwagen gezerrt worden. Jetzt tauchte sie in einer Polizeistation in Concord, im Großraum San Franzisko, auf. Ein Paar, Philip Craig Garrido (58) und seine Frau Nancy Garrido (55) wurden verhaftet. Der Fund ist so sensationell wie glücklich: Die Entführte betrat die Polizeistation gemeinsam mit dem Paar, die eine Frage stellen wollten, so der “San Franzisco Chronicle”.
Beamte schöpften verdacht, ließen Garridos Namen durch die Computer-Datenbank laufen – und stießen auf kriminelle Verurteilungen, darunter Sexverbrechen, inklusive Vergewaltigung.
“Das ist wie ein Lottogewinn”, jubelte der Stiefvater Carl Probyn, der damals hilflos mitansehen musste, wo Jaycee am Weg zum Schulbus gekidnappt wurde. Ihre Mutter hat bereits mit ihr telefoniert: “Sie ist es”, hätte sie Probyn über das Gespräch berichtet. Der Fall hatte damals Amerika Wochenlang in Atem gehalten: Fotos des blonden Mädchen, das zuletzt eine pinke Jacke und Hose trug, dominierten das US-TV. Doch eine Großfahndung blieb ergebnislos. Die Eltern gaben schließlich auf.
Der Fall erinnert frappant an den von Natascha Kampusch, die sich acht Jahre in der Hand eines Kidnappers befand. “Sitzt du?”, hatte die Mutter Terry ihren Ex-Gatten am Telefon gefragt: “Sie haben Jaycee gefunden! Sie lebt!” Beiden hätten zehn Minuten lang vor Freude geweint.
Erste alarmierende Details sickern von Hausdurchsuchungen des mutmaßlichen Kidnapper-Paares im Ort Antioch durch: Nachbarn sollen erzählt haben, dass Craig Garido seltsame Rituale in einem Zelt durchführte und mehrere “junge Mädchen” dort gelebt hätten.

# 26. August: Das Ende der Kennedys

Schock und Trauer in den USA und rund um die Welt um den Tod einer Legende: Senator Edward “Ted” Kennedy, Bruder des 1963 getöteten Star-Präsidenten John F. Kennedy, erlag Dienstag kurz vor Mitternacht (Ortszeit) dem Leiden an Gehirnkrebs. Er war 77. Vor dem Kennedy-Komplex in Hyannis Port (Massachusetts) versammelten sich Trauernde: Viele weinten um den Tod des “Löwen der Linken” im US-Senat, andere legte stumm Blumen nieder.
“Wir haben das unersetzliche Zentrum unserer Familie verloren”, reagierte die Kennedy-Familie in einer ersten Stellungnahme. Er habe verzweifelt gekämpft: Ärzte gaben ihm nach der Diagnose des krebsartigen Gehirntumors bloß Monate zu leben. Er schaffte fast eineinhalb Jahre.
Kennedy hinterlässt Witwe Victoria, eine Tochter und zwei Söhne – einer, Patrick, selbst Kongress-Angeordneter. Minütlich wurde Liste kondolierender Politiker länger: Der nahebei urlaubende US-Präsident Barack Obama nannte ihn den “größten Senator unserer Zeit”, Kalifornien-Gouverneur Arnold Schwarzenegger, verheiratet mit Nichte Maria Shriver, huldigte “Onkel Teddy” als “Kämpfer für soziale Gerechtigkeit”.
Kennedys Nachfolge im Senat wird in einigen Monaten per Sonderwahl entschieden. Zum Begräbnis wird Politprominenz aus aller Welt erwartet.
Edward, als jüngstes von neun Kindern überschattet im nach Ruhm und Macht strebenden, tragischen Kennedy-Clan von seinen berühmten Brüdern John Fitzgerald (35. US-Präsident) und Robert (Justizminister, Präsidentschaftskandidat 1968), war 1962 im Alter von 32 Jahren in den US-Senat gewählt worden. Nach der Ermordung seiner Brüder galt er als Favorit für weitere Kennedy-Jahre im Oval Office. Die Träume zerplatzten, als er 1969 im Ort Chappaquiddick mit dem Auto von einer Brücke abkam und seine junge Beifahrerin ertrank. Erst neun Stunden später meldete Kennedy den Unfall. Wegen dem Skandal entgleiste seine Politkarriere beinahe komplett, den Ruf als trinkfreudiger Lebemann wurde er kaum mehr los.
Doch angesehen als “liberales Gewissen Amerikas” zementierte er sein Politrebe in vier Jahrzehnten im Senat mit 2.500 eingebrachten Gesetzesentwürfen ein, kämpfte zuletzt um eine Reform des US-Gesundheitswesens.
2008 half er Obama beim Wahlsieg: In dem jungen, charismatischen Senkrechtstarter sah er eine Fortführung des Kennedy-Traums.

# 25. August: Der Jacko-Krimi

Acht Wochen nach dem Tod Michael Jacksons schockiert ein Report, wie der King of Pop wirklich starb. Im Visier steht Jackos Leibarzt Dr. Conrad Murray (52): Der verabreichte dem Popstar sechs Wochen lang wegen Schlafstörungen intravenös das hochpotente Anästhetikum “Propofol” (das sonst nur in Spitälern zum Einsatz kommt), am Todestag zusätzlich einen Mix aus vier verschiedenen Beruhigungsmitteln. Dazu dauerte es 82 Minuten, bis Murray – nachdem er Jackson atemlos vorfand – die Ambulanz rief. Die Details rühren aus dem Protokoll eines Polizei-Verhörs des karibikstämmigen Kardiologen her, Teil eines Hausdurchsuchungsbefehles. Die Los Angeles Times hatte das brisante Dokument entdeckt.
Unter den Enthüllungen sind auch Details des Autopsie-Reports, der als Gesamtdokument noch unter Verschluss liegt: Demnach urteilten die Gerichtsmediziner, dass der pillenschluckende Postar an einer Propofol-Überdosis starb. Im Blut wurden “tödliche Dosen” des Narkosemittels festgestellt, so der Report.
Und der L.A.-Gerichtsmediziner, der die Obduktion durchführte, hat jetzt – in einer weiteren dramatischen Entwicklung – klar geurteilt: Der Jackson-Tod ist ein Mordfall. “Murrays Verhaftung und Anklage ist nur mehr eine Frage der Zeit”, so Experten im US-TV.
Tatsächlich ist es ein Protokoll des Irrsinns, das die Cops für den Todestag zusammentrugen. Es beginnt um 1:40 Uhr, 25. Juni. Murray, der Jackson wochenlang hohe Propofol-Dosen (50 Milligramm) gab, hatte befürchtet, dass der Star bereits süchtig sei. Jackson gab dem Mittel den Spitznamen “Milch”, wegen der milchig weißen Farbe. Murray wollte Jacko deshalb ohne das Narkotikum in den Tiefschlaf befördern. Er gab ihm Valium (10 Milligramm). Um 2 Uhr spritzt er das Beruhigungsmittel “Lorezepam”. Jackson blieb wach. Murray bediente sich weiter aus dem Arsenal an Medikamenten, das er in dem Luxus-Chateau in Holmby Hills angehäuft hatte (die Rezepte warnen unter Tarnnamen unter anderem von Jackos Hautarzt Dr. Arnold Klein ausgestellt worden).
Neben acht Flaschen an Propofol fand die Polizei sieben weitere Medikamenten. Um 3 Uhr wird Jacko das Entspannungsmittel Midazolam verabreicht. Um 5 Uhr noch eine Dosis. Nichts klappt, Jacko wälzt sich im Bett.
Die letzten Minuten im Leben des Popidols sind angebrochen. Jackson bittet den Arzt – dem er 150.000 Dollar pro Monat Gage zahlte, um ihn für die geplante Serie von 50 Konzerten in London fit zu bekommen – um die “Milch”: Propofol! Es ist 10:40 Uhr. Über den aufgestellten “Galgen” zur intravenösen Verabreichung tröpfelt jetzt das Narkosemittel. Dass Murray das Mittel leger im Hausgebrauch einsetzte gilt unter Experten als glatte Kurpfuscherei. Dass er jedoch keinen Herzmonitor zur lückenlosen Kontrolle des Pulses einsetzte, wird als “Verbrechen” beurteilt. “Jeder kleinste Fehler bei der Dosierung kann zu Atemnot und Herzstillstand führen”, so die TV-Ärztin Nancy Sniderman zu NBC.
Murray begeht gleich den nächsten Fehler: Statt Jacko zu beobachten, verlässt er das Schlafgemach und geht aufs Klo. Murray beteuerte im Verhör, dass er “maximal zwei Minuten” Jackson alleine ließ. Die Detektive bezweifeln das. Um 11 Uhr hätte der Mediziner, prompt von der “New York Post” als “Dr. Tod” bezeichnet, den 50-Jährigen Jackson “ohne Atem vorgefunden”. Jetzt wird das Drama noch bizarrer: Denn es soll 82 Minuten dauern, bis endlich die Ambulanz gerufen wird. Murrays Anwalt bestreitet einige der Anschuldigungen der Polizei, beteuert, der Arzt hätte alles versucht, den Popstar zu retten. Doch er soll die Stiegen nach unten gelaufen sein und Jackos Sohn Prince Michael (12) geholt haben, der ihm bei den Wiederbelebungsversuchen half. Dazu sind am Handy-Log drei Telefonate mit einer Gesamtdauer von 47 Minuten ab 11:18 Uhr verzeichnet. Die Notrufnummer “911” wurde erst um 12:21 Uhr angewählt. Da war Jackson längst tot.

# 24. August: Obama spannt aus

Nach über sieben Monaten im Oval Office genehmigt sich US-Präsident Barack Obama (48) seine erste Urlaubswoche. Sonntag Nachmittag landete der Helikopter “Marine One” mit dem US-Präsidenten, First Lady Michelle (45) und den Töchtern Malia (11) und Sasha (8) auf der bloß 230 Quadratkilometer großen Promi-Insel Martha´s Vineyard (Reese Witherspoon, Meg Ryan, Jake Gyllenhaal) vor der Massachusetts-Küste. Der Flug musste zunächst verschoben werden: Ausläufer von Hurrikan “Bill” peitschten über die Insel.
Obama zeigte sich leger um Urlaubslook: Der Hemdkragen offen, das Sakko abgelegt. Michelle betörte im weißen Sommerkleid mit bunten Streifen. Die Obamas mieteten um 35.000 Dollar die “Blue Heron”-Prachtfarm am weißen Atlantiksandstrand: Das elf Hektar große Areal bietet einen Swimmingpool, ein Golfloch, Gemüse- und Obstgarten. Obamas Programm: Süßes Nichtstun. Sein Sprecher: “Der Präsident will ausspannen, die Zeit hier genießen”.
Doch es kursieren wilde Gerüchte: Spielt er gar eine Runde Golf mit Legende Tiger Woods? Oder Ex-Präsidenten Bill Clinton (63), der hier ebenfalls stets urlaubt? Die Euphorie über Obama ist auf dem Idyll ungebrochen: Die lokale Brauerei serviert sogar “Obama-Bier”. Und bei einer Krise? Eine abhörsicherer Telefonleitung zum White House steht für Beratungen bereit.

# 24. August: Mord an einem Playboy-Model

Der Killer-Ex-Gatte eines grausam verstümmelten Playboy-Models wurde jetzt erhängt in einem Kanada-Motel aufgefunden.
Los Angeles. Die internationale Jagd nach dem Mörder des Playboy-Models Jasmine Fiore (28) endete in Zimmer Zwei eines winzigen Motels in der Kleinstadt Hope in der Kanada-Provinz British Columbia, 130 Kilometer von der US-Grenze entfernt. Dort wurde die Leiche ihres Ehemannes, dem flüchtigen Realiy-TV-Star Ryan Alexander Jenkins (32) entdeckt. „Es war ein grausiger Fund, er baumelte an seinem Gürtel erhängt von der Kastenstange“, sagte ein Angestellter (19) des Thunderbird Motels im US-TV. Der hatte nachgesehen, da Jenkins nicht aus dem 80 Dollar pro Nacht teuren Zimmer auscheckte.
Die lokale Polizei urteilte prompt: Ein Selbstmord. Jenkins hätte bei der Ankunft derart erschöpft und verwahrlost ausgesehen, dass ihn dort niemand erkannte.
Grauen: Finger und Zähne waren entfernt worden.
Der Mordfall hielt die USA vor allem wegen der Grauenhaftigkeit des Verbrechens in Atem: Jenkins heiratete im März in einer Las-Vegas-Blitzhochzeit das strohblonde Model mit den blauen Riesenaugen. Doch immer öfter rastete der Star in der VH1-Serie Megan Wants a Millionaire wegen Eifersucht aus: Fiore zeigte ihn an, als er sie am Arm schlug, ließ die Ehe annullieren. Doch sie versöhnten sich wieder: In einem am Webdienst TMZ gezeigten Video tanzt sie sexy am Pool vor ihm. „Ich liebe meine Frau“, sagt er.
Zuletzt war sie am 13. August gesehen worden, als sie mit Jenkins in ein Hotel in San Diego einzog. Kurz drauf wurde ihre verstümmelte Leiche in einem Müllcontainer entdeckt: Finger und Zähne fehlten. Identifiziert wurde sie über die Seriennummern der Brustimplantate. Das Motiv? Jenkins hatte sie erwischt, wie sei einem Ex-Liebhaber ein SMS schickte.
Dramatische Flucht nach Kanada per Schnellboot
In der dramatischen Großfahndung raste der gebürtigen Kanadier 1.600 Kilometer mit dem Wagen zur kanadischen Grenze, überquerte diese mit einem Schnellboot. Dann entwischte bei einer wilden Verfolgungsjagd.

# 24. August: Mordfall Jacko

Los Angeles. Knalleffekt im Krimi um den Tod von Michael Jackson: Die Popikone starb an einer Überdosis des Narkosemittels Propofol, zitiert die Los Angeles Times aus Gerichtsdokumenten. Es sind die bisher genauesten Details über die Resultate der Obduktion. Der Autopsiereport liegt weiter unter Verschluss. Die Enthüllungen sind brisant: Demnach behandelte Jacksons Leibarzt Conrad Murray den Sänger sechs Wochen lang wegen Schlaflosigkeit, verabreichte mit 60 Milligramm hohe Dosen des Anästhetikums, das sonst nur Spitälern verwendet wird.
Murray gab gegenüber der Polizei an, dass er – aus Furcht, Jackson sei süchtig nach dem Mittel – die Dosis auf 25 Milligramm reduzierte. Am Todestag, dem 25. Juni, verabreichte er um 1:30 Uhr zusätzlich zur Propofol-Dosis das Beruhigungsmittel Valium. Doch Jackson blieb weiter wach. Murray gab dem Star daraufhin intravenös zwei weitere Beruhigungsmittel: Iorazepam und Midazolam. Um 10:40 Uhr erhielt Jacko noch eine Dosis Propofol. Um 11 Uhr bemerkte der Arzt, dass Jacko nicht mehr atmete. 47 Minuten lang telefonierte Murray herum, bevor er die Ambulanz rief. Auch das könnte Jacko das Leben gekostet haben.

# 23. August: Killer-Söldner

In einem Prozess sollen ab heute mögliche Verbrechen der Söldnerfirma Blackwater aufgerollt werden. Vor allem Auftragsmorde für die CIA.
Washington. Es ist das dunkelste Kapitaler der Bush-Ära – die Auslagerung des Antiterrorkrieges auf oft gesetzlose Söldnerarmeen. Im Zentrum des Skandals, der ab heute vor einem US-Gericht aufgerollt werden soll, stehen die Rambos der Firma Blackwater. Eine Advokatin, die „Bush-Verbrechen“ aufarbeitet, hat das Grauen protokoliert. Im Visier ist Firmenboss Erik Prince (40): Der Veteran der Elitetruppe Navy SEALs mit Top-Beziehungen zum Bush-Clan (werkte einst als Praktikant unter Bush I) habe den „exzessiven und unnötige Gebrauch von Schusswaffen“ toleriert, so die Klage.
2004 erteilt die CIA den Söldnern Mordbefehle
Perfekt ist der Zeitpunkt des Prozesses, bei dem 40 Zeugen aufmarschieren sollen: Gerade enthüllte die New York Times, dass der US-Geheimdienst CIA die rücksichtslose Privatarmee auch bei dem nach dem 11. September (2.997 Tote) geschaffenen „Tötungsprogramm“ gegen Al-Kaida-Terrorführer einspannte. Aufträge ergingen im Jahr 2004. Auch beim Transfer von Gefangenen in CIA-Schattengefängnisse (wo gefoltert wurde) war Blackwater behilflich – und sogar beim Montieren der Hellfire-Raketen, die von ferngesteuerten Drohnen bei der Terroristenjagd in Pakistan eingesetzt werden.
Über eine Milliarde Dollar kassierten die Söldner
Mehr als eine Milliarde Dollar an US-Steuergeldern lukrierte Prince, als „Kaufmann des Todes“ (Klage) für die Aufträge. Schlimm wüteten die Privatkrieger im Irak, wo sie US-Diplomaten bewachten: 17 Zivilisten, darunter Kinder, knallte sie 2007 in Bagdad ab. Zuvor erschoss ein Söldner volltrunken einen Mann bei einer Weihnachtsfeier.

# 22. August: Budget-Bombe

Amerikas Schuldenmachen gefährdet Kreditwürdigkeit, teure Reformprojekte.
Washington. Gerade als US-Präsident Barack Obama seinen einwöchigen Urlaub auf der Promi-Insel Martha´s Vineyard (Massachusetts) startet, gleich die nächste Hiobsbotschaft: Mit neun Billionen Dollar Defizit in den nächsten zehn Jahren droht den USA ein Budget-Desaster. Durch das exzessive Schuldenmachen könnte die Kreditwürdigkeit der USA wackeln. Obama gerät dazu wegen teuerer Reformprojekte politisch unter Druck.

# 22. August: Politik mit Angst

Harte Vorwürfe eines Bush-Ministers: Die Terrorangst wurde politisch ausgenützt.
Washington. Amerikas Ex-Heimatschutzminister Tom Ridge behauptet in einem im September erscheinenden Buch, Mitglieder der Regierung von Ex-Präsidenten George Bush – darunter Pentagon-Chef Donald Rumsfeld – hätten ihn unter Druck gesetzt, wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl 2004 einen Terroralarm auszurufen. Ridge sollte die Farbenskala der Terrorbedrohung auf die zweithöchste Stufe, „orange“, setzten. Er widersetzte sich: „Ich fühlte, dass es eher um Politik als tatsächliche Bedrohungen ging“. Die Angst vor Al-Kaida-Terror gilt als zentraler Faktor der Bush-Wiederwahl. Die versuchte Manipulation des Warnsystems nennt Ridge als Grund für seinen Rücktritt.

# 20. August: Akte Jacko

In Kürze könnten Staatsanwälte gegen Jacksons Leibarzt Anklage erheben.
Los Angeles. Michael Jacksons Leibarzt Dr. Conrad Murray (52) könnte in den nächsten Wochen wegen „Totschlag“ angeklagt werden, berichtet der TV-Sender Fox. Murray gab zu, Jacksons am Todestag (25. Juni) das hochpotente Narkosemittel „Propofol“ verabreicht zu haben. Das Anästhetikum ist keinesfalls für den Hausgebrauch geeignet, bedarf exakter Überwachung des Herzschlages.
Kein Herzmonitor. Die Polizei fand jedoch bloß das Mittel sowie Metallgestelle für die intravenöse Verabreichung – jedoch keinen Herzmonitor. Jackson starb an Herzversagen. Die Ermittler exekutierten Hausdurchsuchungen in Murray-Kliniken und seiner Villa in Las Vegas. Das mögliche Motiv für den tödlichen Leichtsinn: Geldprobleme. Der karibikstämmige Doktor war verschuldet, kassierte dann von Jacko 150.000 Dollar pro Monat, könnte ihm jeden Wunsch erfüllt haben. Trotz aller Indizien gibt es noch Probleme mit der Anklage: Die Cops hatten das Jacko-Chateau zuerst nicht gesichert, der Tatort war von herumwühlenden Clan-Mitgliedern kontaminiert worden.

# 20. August: Hollywood-Stories

Ein wenig ins Schwärmen geriet Filmstar Diane Kruger (33) schon über ihren Filmpartner: „Selbst von ihm gequält zu werden, war toll“. Er ist Traummann Brad Pitt (45). Und gemeint ist eine Folterszene in Quentin Tarantinos Kultfilm Inglourious Basterds (ab dem Wochenende im Kino), wo Pitt als jüdischer GI gegen die Nazis wütet — und die schöne Kruger als Doppelagentin und fiktive Filmdiva Bridget Von Hammersmark ins Visier nimmt.
Noch besser wären natürlich Sexszenen gewesen, erzählte die Germanenschönheit – im Film atemberaubend im engen Korsett und gezückter Pistole – fröhlich: „Doch Folter ist das wohl nächstbeste“. Sie meint natürlich nicht damit die im Film gängige und von Tarantino gewohnt blutrünstig inszenierte Praxis der Basterds, Hitlers Truppen ein Skalp vom Kopf zu schneiden.
Alko-Dad. Für Kruger ist der Tarantino-Coup, gehandelt bereits als potenzieller Oscar-Abräumer, ein neuer Meilenstein in ihrer steilen Karriere: Geboren als Diane Heidkruger im Nest Algermissen (8.195 Seelen) wollte sie zuerst Ballerina werden, sorgte dann als Model für Furore — bevor sie 2002 in The Piano Player den Durchbruch in Hollywood schaffte. Es folgten Blockbuster wie National Treasure an der Seite von Nic Cage. In Troja verzauberte sie als Helen. Eine Leistung angesichts ihrer tristen Jugend: „Mein Vater kämpfte gegen den Alkoholismus – ich kann mich nicht erinnern, ihn jemals nüchtern gesehen zu haben“, verriet sie der Londoner Sunday Times. Und im strengen Katholiken-Internat habe sie stets rebelliert, schrie in der Kirche: „Alles Lüge!“
Keine Heirat, oder doch? Neben betörenden Auftritten bei den weltweiten Basterds-Premieren hält auch ihr Privatleben auf Trab: Die „traumatischen Scheidung“, wie sie sagt, vom französischen Regisseur Guillaume Canet in 2006 hätte ihr alle Illusionen auf ewig währende Eheidyllen geraubt. „Ein unterschriebenes Stück Papier bedeutet nicht, dass eine Beziehung hält“, sagt sie. Doch bereits wird spekuliert, ob ihr jetziger Boyfriend, Schauspieler Joshua Jackson (31), einst liiert mit Katie Holmes oder Rosario Dawson, doch der Richtige für Versuch Nr. 2 sein könnte: Prompt wurde ein stattlicher Diamanten-Klunker an ihrem Ringfinger entdeckt. Ein Verlobungsring?

Was für eine Riege wunderschöner Frauen, die bisher versuchten, Hollywoods notorischsten Junggesellen, George Clooney (48), zu zähmen: Weder die Filmstars Kelly Preston und Krista Allen, noch die kurvige Kellnerin Sarah Larson schafften es. Doch seit der Playboy mit der brünetten Italo-Beauty Elisabetta Canalis (30) mit seiner Harley am Ufer des Comersee (wo er eine Prachtvilla besitzt) herumkurvt, bebt der Boulevard: Schafft es das Model mit dem sexy Schmollmund den graumellierten Traummann endlich in den Ehehafen zu bugsieren?
Verliebt, oder Show? Bewegend sind die Bilder: Im romantischen Gallura-Restaurant in Rom knutschen sie sich ab, verliebt schmiegt sie sich an ihn bei den Bike-Trips. Mit Eilsabetta hätte Clooney – der an der Seite Cate Blanchetts in The Good German im TV zu bewundern ist – einen großen Fang in Italien gemacht: Als Aktrice sorgte sie als barbusige Nonne für Aufsehen, dazu glänzt sie als Moderatorin des italienischen MTV-Ablegers. Doch auch bösartigere Gerüchte kursieren: Alles wirke zu perfekt, zu gekünstelt, mutmaßten Italo-Blätter. Clooney wolle durch die „Show“ bloß seine Homosexualität verbergen.
Schlechter Witz. Angeheizt hatte die Spekulationsorgie ausgerechnet sein bester Freund Brad Pitt: Er werde Partnerin Angelina Jolie erst dann heiraten, bis sein Buddy George in den USA das legale Recht erhalte, seinen „Partner“ zu ehelichen, erzählte er People. Gemeint war das als Scherz – der prompt gewaltig misslang. Denn seit ewig wird gerätselt: Warum hat der Schwerenöter keine Kinder, keine Langzeitbeziehungen?
Traum von Clooney. Fast schien es mit Canalis-Vorgängerin, der Las-Vegas-Kellnerin Larson zu klappen: Die präsentierte er sogar am roten Teppich vor der Oscar-Verleihung der Weltpresse. Es gab Verlobungsgerüchte. Doch dann platzte die Beziehung.
Jetzt dürfte Clooney nicht ganz zufällig in seine neue Bellissima gestolpert sein: Ihr größter Traum war, sagte sie einst zu Freunden, „mit George Clooney zu gehen“.
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Hollywood-Beobachter zeigten sich äußerst skeptisch, ob die süße Kate Hudson (30) und der steroidgeformte Baseballstar der New Yorker Yankees, Alex Rodriguez (34), eine Zukunft haben. Doch bisher überrascht das Paar alle: Hudson, Tochter der Ikone Goldie Hawn und Star im Kinohit Bride Wars, ging mit ihrer Romanze zuletzt an die Öffentlichkeit – küsste den Madonna-Ex ungeniert in aller Öffentlichkeit. Zum Fixbestandteil der Yankee-Fantribüne hatte sie da längst gehört.
Babypläne? Jetzt plane das Paar sogar ein Baby, so Insider zu US-Tabloids: „Sie sind bereit und wollen ihre Beziehung auf die nächsten Stufe heben“.

Nichts sei mehr wie vor der Geburt ihrer Zwillinge Emme und Max (18 Monate), enthüllt Megastar Jennifer Lopez (40) in einem rührenden InStyle-Interview: „Es gibt nichts schöneres als einem anderen menschlichen Wesen das Leben zu schenken“, begriff der Puerto-Rico-stämmige Film-, Model- und Popstar: „Mutter zu sein, stellt alles auf den Kopf – wichtig sind jetzt nur meine Kinder“.
Ehe-Troubles. Gerne stelle sie ihre Karriere hintan, freut sich über den Ausbruch aus dem „Hamsterrad“ andauernder Deadlines. Tatsächlich ruht ihre Karriere: Seit 2005 hat sie keine Hitsingle mehr, ihr nächster Film, The Back-Up Plan, kommt erst 2010 ins Kino. Und ihre Ehe mit Marc Anthony? Sie gibt „Höhen und Tiefen und schmerzhafte Erfahrungen“ zu. Doch: In früheren Ehen (Ojani Noa, Cris Judd) hätte sie es nicht mal versucht, daran zu arbeiten. Diesmal will sie, dass es klappt. Sie schmökert in Beziehungsratgebern.

Vielleicht klappt es ja diesmal: Nach Serien an Beziehungsflops landete die langbeinige Hollywood-Blondine Cameron Diaz (36) in den Armen des Sex and the City-Darstellers Jason Lewis (38). Eng umschlungen wurden die in einem Sushi-Lokal gesichtet. Der Film-Beau sei genau ihr Typ, so Freunde: „Er ist gut gebaut und hat ein Herz für die Umwelt“.

Aufregung in Hollywood um ein Sextape des Grey‘s Anatomy-Stars Eric Dane (36) mit seiner Frau Rebecca Gayheart und einer weitere Beauty. Das Video das flotten Dreiers ist seit Tagen ein Hit auf einschlägigen Internet-Foren. Der Star ist erbost: Das Tape, so sein Anwalt, ist uralt und nur für den Privatgebrauch bestimmt. Passend: Danes Name in Grey ist McSteamy.

# 19. August: Jacko kommt in die Gruft

Los Angeles. Zwei Monate nach seinem Tod findet Popidol Michael Jackson seine letzte Ruhestätte. Am 29. Juli, was sein 51. Geburtstag gewesen wäre, wird er im prunkvollen Mausoleum des Promi-Friedhofs Forest Lawn bei Hollywood (L.A.) beigesetzt. Die Ausstattung der Holly Terrace ist dem King of Pop würdig: Eine Säulenhalle voller Marmor, Da Vincis letztes Abendmal als Glasmosaik, Repliken von Michelangelos Klassikern. Ruhen soll er in einer, in der Wand eingemauerten Gruft. Jacksons Nachbarn sind Legenden Hollywoods: Clark Gable, Jean Harlow, Carole Lombard.
Fansturm. Wichtig war dem Jackson-Clan vor allem die Sicherheit: Die Bestattung verzögerte sich auch deshalb, da vor allem Mutter Katherine befürchtete, die Leiche könnte gestohlen werden. Fans kommen in dem mit Video-Kameras gesicherten Friedhofsareal nur bis zum Eingangsportal. In die Prachthallen haben nur Familienmitglieder Zutritt. Die Feier, angesetzt für 10 Uhr Ortszeit, soll im engsten Familien- und Freundeskreis stattfinden. Alle fünf Jacko-Brüder sind Sargträger. Wie beim Megamemorial am 7. Juli wappnet sich die L.A.-Polizei für einen Ansturm der Fans.

# 18. August: Sorge um Obama-Sicherheit

Streit um die Gesundheitsreform bringt radikale Rechte auf die Barrikaden.
Washington. Bei Demos gegen die geplante Gesundheitsreform von US-Präsident Barack Obama mischen sich immer mehr Radikale. In Phoenix, Arizona, tauchte ein gutes Dutzend, teils schwer bewaffneter Bürger auf. Einer trug ein Sturmgewehr. Auch die Drohungen werden schriller: „Tötet Obama“, stand bei einer Demo auf einem Schild zu lesen, oft wird er als Hitler verhöhnt. 30 Todesdrohungen erhält Obama pro Tag, enthüllt ein Buch.
Milizen. Auch rechte Milizen haben Aufwind. Die Hetze gegen Obama von Radio-Moderatoren wie Rush Limbaugh könnte Amokläufen provozieren, warnen Experten.

# 18. August: Hacker-Alarm

Aufregung in den USA über einen Hacker-Horror unvorstellbaren Ausmaßes: Ein Cyberdieb stahl 130 Millionen Kreditkartennummern.
New York. Der 28-jährige Computer-Betrüger Albert Gonzales hatte mit Hilfe zweier russischer Komplizen zwischen 2006 und 2008 130 Millionen Kreditkarten-Nummern gestohlen. Zu den Daten kam das Trio durch das Eindringen in die Abrechnungssysteme der Snack-Kette 7-Eleven, einem Supermarkt und einer Abrechnungsfirma. Die New Yorker Staatsanwälte erklärte bei der Anklageverlautung: „Es ist der größte Kreditkartenbetrug aller Zeiten“.
Was der Cybergangster aus Miami, Florida, mit den Nummern anstellte, ist noch ungeklärt. Laut Experten dürfte die Bande die Daten an Kriminelle in aller Welt weiterverkauft haben. 5.000 der 16-stelligen Zahlenkombinationen werden pro Tag um meist zehn Dollar das Stück in Chat-Räumen verhökert. Betrüger kaufen damit um tausende Dollar ein, bis der Kartenkunde den Betrug bemerkt. Für den Schaden haftet die Kartenfirma.
Mit ausgefeilter Technik in die Systeme eingedrungen
Vom Datendiebstahl könnten auch Österreicher betroffen sein, so Fachleute: Die Polizei in New York stünde erst am Beginn ihrer Ermittlungen über die weltweiten Verzweigungen des kriminellen Netzwerks. Bisher bekannt über die globalen Dimensionen: Computer in den US-Staaten New Jersey, Kalifornien, Illinois, sowie in Lettland, Holland und der Ukraine wurden für die Einbrüche eingesetzt. Die Techniken waren ausgefeilt: Über Lücken in SQL-Datenbanken drangen die Hacker ein, installierten Schnüffelprogramme zum Absaugen der Daten, hinterließen „Hintertüren“ für künftige Einbrüche.
Gonzales, der sich im Web als “soupnazi” ausgab, galt schon vor dem Coup als gefährlichster Cybergangster Amerikas: Bei einem ähnlichen Einbruch auf die Verkaufskette TJX Maxx stahl er 40 Millionen Nummern. Der Schaden: 200 Millionen Dollar. Seit dem Vorjahr befindet er sich in U-Haft wegen noch einer Attacke auf eine Restaurantkette. „Gonzales ist eine Schlüsselfigur in Sachen Kreditkartenbetrug“, sagte ein US-Staatsanwalt zum Wall Street Journal.
Peinlich: Der Hacker war Berater des Secret Service
In der Cyberunterwelt galt er als Legende. „Werde reich – oder stirb, während du es versuchst“, so sein Schlachtruf. Für eine Geburtstagsparty gab der Highschool-Absolvent, der sich selbst das Programmieren beibrachte, 75.000 Dollar aus, so Gerichtsunterlagen. Peinlich: In 2003 engagierte die Präsidenten-Schutztruppe des „Secret Service“ Gonzales als Berater beim Kampf gegen die ausufernde Computerkriminalität.

# 17. August: Grand Vacation

US-Präsident Barack Obama versucht dem irren Stress des fulminanten Starts im Oval Office mit einem Urlaubs-Familientrip zu entrinnen.
Washington. Mit Gattin Michelle und den Töchtern Sasha (8) und Malia (11) unterbrach er seine Werbetour für die Gesundheitsreform (siehe unten) fürs Sightseeing der größten Naturwunder des Amerikanischen Westens. Sichtlich beeindruckt standen sie am „Hopi Point“ am Nordrand des Grand Canyon, wo sich der Colorado-Fluss 1.830 Meter tief in das Hochplateau fraß. Trotz Obamas sinkender Popularität (47 Prozent) jubelten Hunderte dem Politstar und seiner Traumfamilie zu.
Als der Geysier spie, suchte Malia Deckung
Zuvor hatten die Obamas über ein weiteres Naturparadies gestaunt: Die kleine Sasha schmiegte sich erschrocken an ihre Mutter, als beim Trip in den 9.000 Quadratkilometer großen Yellowstone-Nationalpark einer der weltberühmten Geysiere eine Fontaine ausspie. Bei einem Stop in Montana genossen die Kinder eine Rafting-Fahrt.
Ausgelassen gestaltet Obama seine Auszeit im langsamsten Monat des US-Politkalenders. Bei einer Feier kippte er in einem Restaurant in Phoenix (Arizona) „Tres Margaritas“, ein Mix aus gleich vier Sorten an Hochprozentigem, so der Webdienst TMZ. Sichtlich gut gelaunt gab Obama jeder Kellnerin je 100 Dollar Trinkgeld.
Relaxen auf einer Traumfarm um 35.000 $
Der Trip in den US-Westen ist der Prolog zum offiziellen Obama-Urlaub Ende des Monats auf der Massachusetts-Prominsel Martha´s Vineyard. Dort mieteten sie um 35.000 Dollar eine Pracht-Farm mit Tennisplatz und Reitstall.

# 17. August: Obama rudert zurück

Beim schrillen Kampf um die US-Gesundheitsreform rudert Obama jetzt zurück.
Washington. US-Präsident Barack Obama signalisiert jetzt Kompromissbereitschaft beim Kampf um eine Reparatur des US-Gesundheitswesens (47 Millionen Unversicherte): Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius bezeichnete die Schaffung staatlicher Krankenkassen als Alternative zu teuren Privatversicherungen als „nicht mehr essenziell“. Auch Obama ruderte zurück: Er bezeichnete die Staatskassen plötzlich nur als Teil des Gesamtpakets. Wütende Bürger protestieren seit Wochen gegen die Eingriffe von Bürokraten ins Gesundheitssystem. Doch die Skepsis im Senat treibt Obama wohl zum Einlenken. Dort propagiert Senator Kent Konrad einen Alternativplan: Der Staat soll nur mehr Startfinanzierung von vier Millionen Dollar für genossenschaftlich organisierte Kassen bereitstellen. Nun protestieren jedoch Liberale über den “faulen Kompromiss”.

# 16. August: Trouble mit Tribute

Laut US-Berichten wettert der Jackson-Clan über das von Jermaine Jackson geplante Wiener Tribute-Konzert: Sie seien übergangen worden.
Los Angeles. Aufregung herrscht im Clan des am 25. Juni verstorbenen Michael Jackson über das für Wien geplante Megakonzert zum Gedenken an die Popikone. Zunächst hatte Bruder Jermaine (54) gegenüber CNN bestätigt, dass am 26. September vor dem Schloss Schönbrunn das bisher einzige, weltweite Tribute-Konzert steigen wird – eine dreistündige Megashow mit allen Jacko-Hits („Man in the Mirror“, „Heal the World“, „Thriller“), vorgetragen von namhaften Musikstars.
Doch jetzt gebe es Krach innerhalb des Jacko-Clans, berichtete der Promi-Webdienst TMZ am Wochenende in einem brisanten Report: Demnach sei die Familie wütend über die nicht koordinierte „Soloaktion“, die Jermaine mit dem Wiener Top-Veranstalter Georg Kindel (41) plant.
Sauer stoße den Verwandten auf, dass durch den geplanten Verkauf von Tickets mit Jacksons Tod Geld gescheffelt werden könne. Und: Jermaine hätte die Familie nicht nur nicht informiert, sondern gleich gar nicht eingeladen, wie Bruder Tito gegenüber TMZ bestätigte.
Prompt kursierten in den USA Gerüchte, dass die Megashow durch den massiven Widerstand seitens der Familie bereits „wackle“. Davon sei keine Rede, kontert Veranstalter Kindel gegenüber ÖSTERREICH energisch: Alles sei mit Mutter Katherine „abgesprochen“, er stehe im täglichen Telefonkontakt zu Jermaine. In Kürze soll die genaue Liste teilnehmender Stars bekanntgegeben werden. Jermaine selbst plane eine Medienoffensive mit Pressekonferenzen in Wien, Berlin und Paris. Fix ist: Fünf der Jacko-Hits wird der neben Michael bekannteste Star der ehemaligen Jackson Five selbst singen. Und die Sorgen des Clans über mögliche Profite? „Die Erlöse landen bei wohltätigen Organisationen“, sagt der Veranstalter. Der wahrscheinlichsten Grund für die Aufregung, so Jacko-Watcher: Eifersucht.

Die Leiche der Popikone wartet tiefgefroren weiter auf die Bestattung.
Los Angeles. Seit über eineinhalb Monaten wartet Popstar Michael Jackson nun bereits auf die Beerdigung. Jüngste Gerüchte über ein Geheimbegräbnis wurden jetzt entgegnet. Makaber: Die Leiche soll eingefroren in einer Tiefkühlbox am Friedhof „Forest Lawn“ in Hollywood liegen. Jacksons Mutter Katherine (79) habe ihn in die Familiengruft von Musikproduzenten Berry Gordy (79) schaffen lassen — und besuche ihn dort regelmäßig, berichtet das Massenblatt New York Post. Die Details: Jackson liege in seinem Goldsarg in einer Kammer mit beigen Wänden. Über dem Sarg wurde ein Plexiglascontainer zur Kühlung gestülpt. In einer streng geheimen Aktion war der Leichnam in der Vorwoche aus dem Leichenschauhaus des Promi-Friedhofes in die Gordy-Grabkammer überstellt worden. Der Grund für die endlosen Verzögerungen für die finale Bestattung: Der Clan streitet weiter. Die Mutter fürchtet, dass die Leiche gestohlen werden könne. Bruder Jermaine will ihn in Neverland bestatten lassen.

# 7. August: Ocotmum an Kids: „Sorry…“

In ihrer Villa mit 228 Quadratkilometer Wohnfläche tummeln sich 14 Kinder, vier Nannys. Viermal pro Tag wird in dem Chaos voller Spielsachen, Windelcontainern, Eisenbahnstrecken und Babykrippen geputzt. 30.000 Dollar kostet Personal, Nahrung und Kinderkleidung – pro Monat. Sonst nichts als Chaos: Streitereien der älteren Kinder, Bitzelanfälle der Zweijährigen, das konstante Geplärr von acht Babys. Es gibt kein Entrinnen: Denn draußen knipsen Paparazzi, Nachbarn schütteln verächtlich den Kopf über den familiären Cirque de Solaire.
„Ein Fehler“. Kein Wunder, dass Nadya Suleman (33) so einiges bereut: „Rückblickend betrachtet, war es sicher ein Fehler“, gab sie jetzt gegenüber dem US-Magazin US Weekly zu. Bekannt als „Octomum“, brachte sie im Jänner ohne Mann und Job Achtlinge zur Welt, sechs Kinder gebar sie davor – alle per In-Vitro, der Vater ein Samenspender. Stur verteidigte sie bisher ihren Babywahn. Doch jetzt: „Ich kann mich nicht allen genügend widmen – es zerreißt mich“.
Octomum, Inc. Doch als Rekordmama schafft sie Geld:
# Bereits läuft die Vorproduktion für eine Reality-TV-Staffel. Die Gage: 250.000 Dollar. Vorbild ist die TV-Hitserie Jon & Kate plus 8 über ein Paar mit Sechslingen und Zwillingen. Das Timing scheint perfekt: Gerade endete die Ehe zwischen Kate und Jon Gosslin in einen bizarren, am Boulevard breitgetretenen Scheidungsdrama.
# In Wickel- und Fütterungspausen werkt Suleman bereits an ihren Memoiren, den Namen Octomum ließ sie für kommerzielle Zwecke schützen, als Modemarke für Kinderkleidung etwa. Ihr Kopf ist voller Geschäftsideen: Sie wolle ihren Kniebeugentrick vermarkten, wie sie ihren Monsterbauch in nur „drei Monaten flach bekam“, wie sie behauptet.
„Habe nie genug Ziet“. Der Alltag in der ultimativen Villa Kunterbunt im kalifornischen La Habra gleicht eher einem Großbetrieb: Betreut werden in 15 Räumen auf zwei Etagen Elijah (8), Amerah (6), Joshua (5), Aidan (4), die zweijährigen Zwillinge Calyssa und Caleb – und die Achtlings-Babies Josiah, Makai, Jeremiah, Nariyah, Jonah, Noah, Maliyah und Isaiah. An der Wand hängt neben den Nanny-Dienstplan eine Zeittafel für die Mahlzeiten. Eine weitere Liste enthält Aufgaben im Mega-Haushalt: Putzen, Einkaufen, Wäsche.
Und Sulemans Tag? Um 6 Uhr steht sie auf, bringt den ältesten in Schule. Dann folgt nichts als Füttern, Wickeln, Trösten, Kochen, Schaukeln, oft ist sie noch bis um 4 Uhr früh auf. „Ich schlafe nicht viel“, sagt sie. Und: „Es gibt nie genug Zeit, ich wünschte, der Tag hätte 40 Stunden“. Oftmals bricht sie unter Tränen zusammen. „Mami, warum weinst du?”, fragt dann eines der Kinder. In dem Tohuwabohu kommt es auch zu Pannen: Kürzlich raste sie dem Zweijährigen in die Notaufnahme, nachdem er die Salzlösung eines Vulkan-Baukasten trank.
Jolie-Look-Alike? Sulemans späte Reue befeuert ihre vehementesten Kritiker, die sie stets als egoistisch und unverantwortlich verdammten, darunter ihre eigene Mutter Angela (69). Sie suche dazu nach Ruhm, hätte sich per Schönheits-OPs gar zum Jolie-Look-Alike machen lassen.
Zerrüttet ist auch die Beziehung zu m Samenspender, heute anonymer 14-fach-Vater. „Ich wählte ihn aus, da ich den ausgeglichenen Charakter mochte“. Sex hatten sie nie. Er gab ihr die Spenden. nach jedem Kind rief sie wieder an. Er: „Noch eines?“ Nach sechs Kindern weigerte er sich. Sie ließ sich hinter seinem Rücken sechs übrig gebliebene, tiefgefrorene Embryonen einpflanzen. Zwei teilten sich: Der Baby-GAU der Achtlinge war komplett. „Wir reden nicht mehr miteinander”, herrscht seither Eiszeit. Wenn die Kids 18 Jahre alt sind, wolle sie die Identität des Vaters, einem Hispanic, verraten: „Einige Kinder fragen bereits“.
Kampfeslustig. Doch Suleman stemmte sich bisher recht energisch gegen die Kritik als Amerikas umstrittenste Mutter: Lukrative Mediendeals ermöglichten den Kauf der benötigten Riesenvilla und die Zahlungen ans Personal. Klagen der notorischen Advokatin Gloria Allred, die ihr wegen „desolater Lebensumstände“ die Kinder wegnehmen hatte wollen, schmetterte sie ab. Ein Gericht bestimmte zuletzt nur einen Vormund, der die finanziellen Interessen der Kinderschar bewahren soll.
Sulemans Traum? Sie wolle ihr Unistudium abschließen. Und vielleicht sogar wieder Männer daten. „Doch ein halbwegs normales Leben scheint noch in weiter Ferne”, schüttelt sie den Kopf. Tatsächlich: Beim letztem Kinoesuch, skandierten 30 Leute auf der Straße: „Octomum! Octomum!“

# 6. August: Hollywood-Stories

Jetzt ist sie süchtig nach der Suchttherapie: Die kubastämmige Kino-Sexbombe Eva Mendes (35) verblüffte mit dem Eingeständnis, dass sie die im Vorjahr begonnen Therapiestunden richtig lieben gelernt hat. Der Grund: „Ich war eine viel zu emotionale Person“, verriet sie der UK-Ausgabe von Marie Claire: „Ich habe viele harte Erfahrungen gemacht in meinem Leben“. Emotionslose Plaudereien mit Fremden hätten ihr jetzt geholfen, darüber hinweg zu kommen. Details? Kein Kommentar.
Comeback vom Rehab. Eine „komplett neue Person“ sei sie jedenfalls: Mehrere Wochen hatte Mendes im Vorjahr in einer Klinik im US-Staat Utah zugebracht. Spekuliert wurde über einen Nervenzusammenbruch. Vielleicht ist sie auch an der knallharten Filmmetropole Los Angeles zerbrochen. Denn der Hitch-Star rechnete mit der für sie deprimierenden „Traumfabrik“ ab: „Überall schwirren diese verlorenen Seelen herum, Aspiranten, die verzweifelt irgendeine Lücke füllen wollen“. Mendes kämpfe jetzt auch mit Poesie gegen den Frust: „Meine Gedichte sind fantastisch furchtbar“, scherzt sie: Doch es helfe ihr, die düstere Seite im Zaum zu halten.
Poesie für Boyfriend. Dazu betöre sie damit Freund George Gargurevich, einem Filmemacher aus Peru, mit dem sie seit sechs Jahren liiert ist: „In den Gedichten steckt ein Teil meiner Seele, nur er weiß das zu schätzen“.
Trotz emotioneller Achterbahnfahrten läuft die Karriere des Kurvenwunders auf Hochtouren: Gerade sorgte sie nackt und geölt für Calvin Kleins Unterwäschelinie für Furore, der Männer-Webdienst AskMen.com kürte sie zur meistbegehrtesten Frau der Erde. Gemeinsam mit Filmfeschak Matthew McConaughey (39) dreht sie in Kürze das Drama Southbound, wo sie als mexikanische Sirene einen US-Grenzer besticht. Und betört.

Brangelina-Beben ohne Ende: Während die Großfamilie von Angelina Jolie (34), Brad Pitt (45) und der sechsköpfigen Multikulit-Kinderschar zuletzt mit Ausfahrten zu McDonald‘s auffällt, gäre es in dem Beziehungsdrama weiter. Jüngster Anlass, so InTouch: Jolie nahm den ältesten Sohn Maddox (8) in ihrer Rolle als Sonderbotschafterin des Flüchtlingshilfswerkes UNHCR auf einem Trip in den Irak mit.
Jolie tobt. Brad sei über die „grenzenlose Unverantwortlichkeit“ außer sich gewesen. Nach einem heftigen Zank endeten sie wieder in getrennten Schlafzimmern. Ihr wiederum stoßen seine ausgelassenen Solotrips auf: Zuletzt ließ er sich vor den Augen der Paparazzi in Berlin bei der Premiere des jüngsten Streifens Inglourious Basterds volllaufen. Die beiden streiten sogar um künftige Begräbnisorte: Sie wollte neben Ex-Mann Billy Bob Thornton bestattet werden. Das vergrämte jedoch Pitt.

Aufregung um eine mögliche Rolle des Filmstars Katie Holmes (30) in Teil II des Kultfilmes Sex and the City mit Sarah Jessica Parker in der Hauptrolle. Die Filmemacher dementierten zwar, doch die Gerüchte halten sich hartnäckig. Holmes-Gatte Tom Cruise stünde nicht im Weg: Der gewähre ihr zuletzt „mehr Auslauf“, so Tabloids. Seit Wochen filmt sie in Melbourne, Australien. Cruise genießt sogar sein Strohwitwer-Dasein: Ausgelassen feierte er mit Fußballstar David Beckham.

Stets hatte Manager Jason Moore behauptet, das Partyluder-Phänomen Paris Hilton (28) „erschaffen“ zu haben. Versucht er es jetzt zu zerstören? Nachdem sie ihn feuerte, rächt er sich nun mit einem geplanten, bösartigen Tell-All. Titel: Controlling Chaos. Lob gibt es nur für ihn selbst: Laut einem Konzeptpapier hätte er aus einem „Stück blonden Lehm eine globale Ikone” geschaffen. Und das trotz aller spätpubertären Eskapaden: Sie wäre nach Disconächten zu Fototerminen sichtbar verkatert erschienen — und döste auch sonst durch die Tage. Für die Paparazzihorden übte sie hingegen endlos vor dem Spiegel den perfekten Look.
Versöhnung mit Ex. Bessere Nachrichten gibt es von der Liebesfront: Sie soll sich mit ihrem Ex, TV-Star Doug Reinhardt (23), versöhnt haben. Laut seinem Twitter-Eintrag verbrachten sie ein „tolles Wochenende“ – und schauten Sportsendungen.

Seit der Manager der Popprinzessin Britney Spears (27), Jason Trawick (37), als ihr Boyfriend selbst im Rampenlicht steht, erhielt er einen sündteuren Make-Over, so das Magazin OK!. Kosten: 18.295 Dollar, inklusive Designerjeans, einem Haarschnitt um 475 Dollar und das Waxen der Augenbrauen um 425 Dollar. Die Szene kichert.
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Nach den jüngsten Aussagen dürfte der Freund von Hollywood-Beauty Halle Berry (42), Kanada-Model Gabriel Aubry (33), leicht nervös sein. Wegen schlimmer Erfahrungen früher glaube sie nicht mehr an die ewige Liebe – und schon gar nicht an den Ehebund. Trotz der gemeinsamen Tochter Nahla (15 Monate) wurde gefragt: Warum heiratet das Traumpaar nicht?

# 4. August: Haftbefehl für Jacko-Dr.?

Mit einem Haftbefehl gegen Jackos Leibarzt Conrad Murray wird in Kürze gerechnet: Die mögliche Anklage: Fahrlässige Tötung – gar Mord.
Los Angeles. Murray gab zu, Jackson an seinem Todestag, dem 25. Juni, das Narkosemittel „Propofol“ intravenös verabreicht zu haben. Schockierende Details sickern nach Hausdurchsuchungen durch die L.A.-Polizei LAPD und Drogenbehörde DEA in Praxen und Lagerräumen in Houston sowie Murrays Villa in Las Vegas durch: „Dr. Doom“ (US-Medien) habe für Jacko in seinem eigenen Bett eine „Minikrankenstation“ mit Sauerstofftanks und Metallständern für die IV-Schläuche eingerichtet.
Düstere Details. Jede Nacht habe er dem Popstar mittels Propofol in den Tiefschlaf befördert – zuletzt wohl ins Jenseits. Jacko soll dazu schon um 8 Uhr Morgens tot gewesen sein, vier Stunden bevor Murray die Notambulanz rufen ließ. Düstere Details aus Murrays Vergangenheit tauchen auf: 1994 wurde er verhaftet, als er seine Freundin verprügelte. Vor dem Jacko-Job stand er vor dem Ruin. Für die Polizei ein Motiv: Mit 150.000 Dollar Monatsgage als Rettungsanker dürfte er Jackso jeden Wunsch erfüllt haben.

# 4. August: Bill goes Pjöngjang

Ex-Präsident Bill Clinton versucht in Nordkorea, die Freilassung zweier, zu 12 Jahren Arbeitslager verurteilter US-Reporterinnen zu erreichen.
New York. Clinton wurde nach der überraschenden Landung in Nordkoreas Kapitale Pjöngjang als erst zweiter Ex-Präsident, der das stalinistische Reich des irren Diktators Kim Jong-Il besuchte, freundlich begrüßt. Bei den Familien der im Juni wegen Spionage zu 12 Jahren Arbeitslager verdonnerten Euna Lee (36) und Laura Ling (32) macht sich Hoffnung breit: „Kein Politiker von Clintons Statur würde eine solche Mission annehmen, ohne Aussichten auf Erfolg”, so Experten im US-TV: Eine Freilassung werde erwartet.
Reporterinnen bei Recherchen aufgegriffen
Die beiden Amerikanerinnen koreanischer Abstammung waren im März bei Recherchen des Flüchtlingsdramas an der chinesisch-nordkoreanischen Grenze aufgegriffen worden. Sie werkten für Current TV, dem Fernsehsender von Klimaguru Al Gore. „Als ich das letzte Mal mit ihr telefonierte, hatte sie furchtbare Angst“, sagte Lings Schwester Lisa.
Zuletzt war der sichtlich erkrankte Kim – der seine Macht an den erst 25-Jährigen Sohn Kim Jong-un abgeben will – auch sonst auf Konfrontationskurs gegangen: Inmitten einer Barrage von Testraketen wurde im März eine Atombombe getestet. Anfang Juli brachte die USA nach neuen Raketen-Drohung sogar sein „Starwars“-Abwehrsystem in Stellung.
Stoppt jetzt Bill die Atombombe des irren Kim?
Außenministerin Hillary Clinton hatte jüngst Kims Aggression mit dem eines Kleinkindes verglichen, das sich etwas ertrotzen will. Doch kann jetzt Gatte Bill mit Charisma und diplomatischem Geschick die Atombombe stoppen? Begrüßt wurde er am Flughafen prompt von Kims Atomchefverhandler. Auch über ein Treffen mit Kim wurde spekuliert.

# 3. August: Secret Service packt aus

Washington. Die Enthüllungen in In The President´s Secret Service von Autor Ronald Kessler reichen von John F. Kennedys Sex-Eskapaden, Bill Clintons Eheproblemen bis Barack Obamas Rauchgewohnheiten.
JFK: Mit Fiddle und Faddle zum flotten Dreier…
Brisant Kennedys bizarres Doppelleben: Als Politstar rund um die Welt umjubelt, führte er ein „rücksichtloses Parallelleben“ (Kessler), missbrauchte seinen Stab beim Zuführen junger Frauen zum Stillen seines sexuellen Appetites. Er unterhielt etwa eine New Yorker Geheim-Loft, wo er sich zum Sex mit Filmikone Marilyn Monroe traf – ausgerechnet über dem Büro seines Bruders Robert, damals Justizminister. Legendär die Sekretärinnen Fiddle und Faddle: Die fielen nie mit sonderlichem Ehrgeiz auf, so ein Agent, außer vielleicht „beim Dreier mit Kennedy“. Einmal sprang er panisch aus dem Pool, wo er mit mehreren Frauen Cocktails schlürfte. Agenten hatten gewarnt: „Jackie ist im Anmarsch“.
Hillary verhängte über Bill nach Oralsex Hausarrest
Nachfolger Lyndon B. Johnson übertraf JFK sogar in Sachen sexueller Dreistigkeit, samt Sex auf der Couch im Oval Office oder im Jumbo Air Force One. Verhasst unter seinen Bewachern war Jimmy Carter: Der wünschte nicht mal „Frohe Weihnachten“, prahlte, schneller als seine Wachleute zu joggen.
George Bush I plagten nächtliche Hungerschübe: Agenten fanden ihn in der Küche, wo er nach „versteckten Keksen“ suchte. Bill Clintons Eheleben füllt Kapitel: Nach der Sexskandal-Beichte befahl Gattin Hillary: „Er soll sofort nach Hause kommen!“ Kessler: Er hatte als Strafe Hausarrest.

Den amtierenden US-Präsidenten Barack Obama plagt weiter die Ziagrettensucht.
Washington. Stets beteuerte Obama, energisch gegen seine Nikotinsucht anzukämpfen. Im Wahlkampf kaute er nikotinhaltigen Kaugummi, nach dem Einzug ins Oval Office berichtete er von nur mehr selten Rückfällen. Um 95 Prozent habe er seinen Rauchkonsum eingeschränkt, behauptete er.
„Raucht regelmäßig“. Doch Secret-Service-Agenten widersprechen jetzt: „Er rauche nach wie vor regelmäßig“, beruft sich Autor Ronald Kessler auf einen Bodyguard. Vielleicht ruderte auch deshalb Obama zuletzt im US-TV zurück: „Ich rauche natürlich nicht in der Nähe meiner Frau und Töchter“.
Leichter dürfte den Bodyguards der Schutz der neuen „Ersten Töchter“, Sasha und Mali, fallen. Denn die Bush-Twins Barbara und Jenna galten als Albtraum: Stets versuchten sie ihre Bewacher für Fahrten zu Trinkgelagen abzuhängen, rasten dabei über rote Ampeln. Agenten halfen auch beim Transport von Jennas stockbesoffenen Boyfriend in die Spitalsnotaufnahme.