# 30. September: Showdown in Genf

Die EU und Mächte des UN-Sicherheitsrates konfrontieren den Iran wegen des militärischen Atomprogrammes. Folgen härtere Sanktionen?
New York. Stunden vor dem mit Hochspannung erwarteten, diplomatischen Showdown über Irans Atomprogramm heute in Genf gleich die nächste Aufregung: Britische Spione enthüllten, dass Teheran seit 2004 an der Entwicklung von Atomsprengköpfen werke – nach der Urananreicherung der zweite Schritt am Weg zu Atombombe. Und: Teheran sei da in der „Zielgeraden“.
Dabei sitzt der Schock noch tief, als in der Vorwoche der Iran den Bau einer unterirdischen Atomfabrik nahe der Stadt Ghom zugab. Die 5.000 Zentrifugen für die Urananreicherung sollen in Kürze in Betrieb gehen, sie dienten „militärischen Zwecken“, wetterte US-Präsident Barack Obama. Teheran provozierte postwendend weiter mit Raketentests.
Obama fordert ultimativ Inspektionen der Anlage
Die Welt konfrontiert Teheran in Genf frontal und droht mit Wirtschaftssanktionen. Die USA hat vor allem Irans Ölverkäufe im Visier. Offiziell verhandeln heute EU-Außenminister Javier Solana und Irans Chefverhandler Sahid Jalili – doch eine „Sechsergruppe“ aus den Weltmächten USA, Großbritannien, Frankreich, Russland, China und Deutschland entsandte Emissäre. Obama forderte ultimativ den „ungehinderten Zutritt“ durch UN-Inspektoren zur Ghom-Anlage innerhalb von drei Monaten. Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad trotzt: Das Treffen sei eher ein „Test“ für den Respekt der Welt gegenüber Irans Souveränität.
„Iran-Freund“ Russland zeigte sich nach dem skandalösem Verschweigen der Plutoniumfabrik aufgeschlossen, Sanktionen auf Infrastrukturprojekte auszudehnen. Doch das rohstoffhungrige China braucht Irans Öl und bremst.

# 28. September: Panik um Schweinegrippe

Wie befürchtet lähmen massive Ausbrüche der Schweingrippe bereits weite Teile der USA. Schulen und Unis werden zu Epizentren.
Washington. Nach wochenlangen Warnungen ist die Schweinegrippewelle in den USA voll angelaufen: 26 der 50 Bundesstaaten vermelden gravierende Ausbrüche durch den H1N1-Virus. 48 Schulen mussten bereits geschlossen werden. In Manning (South Carolina) brach Panik aus, als eine Elfjährige starb und 287 Schüler erkrankten, so die Washington Post.
Spitäler halten den Ansturm an Patienten kaum stand: In Austin (Texas) mussten vor einer Kinderklinik sogar Zelte errichtet werden, ähnlich dramatisch ist die Lage in weiteren Spitälern vor allem im Süden, wo die Grippewelle bisher am heftigsten grassiert. Experten warnen: Im Vergleich zu einer „normalen Saison“ brach durch den neuen H1N1-Virus die Grippe früher, verbreiteter und heftiger aus. Dazu gibt es weit mehr jüngere Opfer: 49 Kinder starben in den USA bisher durch Komplikationen. Schulen und Unis werden zu Epizentren der Epidemie. Ein Studie warnte vor bis zu 90.000 US-Toten. Der Impfstoff ist in den USA ab 5. Oktober erhältlich.

# 27. September: Die Jacko-Tapes

Die Veröffentlichung der 30 Stunden an Audiobändern, die der spirituelle Berater von Michael Jackson, Rabbiner Shmuley Boteach (42), anfertigte und jetzt als Buch “The Michael Jackson Tapes” (Verlag “Vanguard Press”, 320 Seiten) veröffentlichte, bieten den bisher vollständigsten Einblick in die wirre Welt der verstorbenen Popikone.
Er schockiert vor allem mit seiner Verehrung für Nazi-Monster Adolf Hitler: “Hitler war ein genialer Redner und Showmann”, erzählte er: Nur so wäre es möglich gewesen, dass er so viele Menschen dazu brachte, “sich total zu ändern und zu hassen”. Jacko behauptete, dass er Hitler heilen hätte können, hätte er ihn getroffen. “Niemand ist ganz böse, Menschen kann geholfen werden, in denen man ihnen Therapie anbietet, ihnen beibringt, dass irgendwas in ihrem Leben daneben gegangen ist”.
Heiterer Natur sind die Enthüllungen aus Jacksons Sexleben, vor allem wie oft er sich vor dem Beischlaf drückte. Jungstar Tatum O´Neal wollte ihn bereits 13-Jährig verführen, erzählte Jacko: “Ich war jung, sie war 13, sie wollte alles – doch ich hatte überhaupt kein Interesse am Sex”. Dann Brooke Shields: “Einmal wurde es recht intim, doch ich drückte mich”. Der Popstar gestand ein: “Es war ein Fehler”. Eher Zank gab es mit Madonna: Er wollte nach Disneyland, was sie kategorisch ablehnte, sie in einen Strip Club, was ihm nicht passte. Später hätte sie eklige Dinge über ihn verbreitet: Eine “grausliche Hexe” sei sie.
Das Herz habe Jackson Ex-Frau Lisa Marie Presley gebrochen, denn sie wollte keine Kinder. “Sie hatte mir bei der Eheschließung versprochen”, sagte Jacko: “Das erste was wir machen, ist Kinder zu haben”. Traurig sie er dann durch die kinderlose Villa gelaufen, die bereits gekauften Puppen in Händen: “Ich weinte oft, so groß war mein Wunsch nach Kindern”.

# 26. September: Dr. Seltsams neue Anlage

Alarmstufe Rot herrscht in der Weltgemeinde nach der Enthüllung einer geheimen iranischen Atomfabrik: Folgen jetzt Luftschläge?
New York. Nachdem das Mullah-Regime die Existenz des Tunnelsystems nahe Ghom in einem Brief an die Wiener UN-Atombehörde IAEO zugab, steht fest: Der nach den Blutorgien gegen Demonstranten geächtete Präsident Mahmud Ahamadinedschad werkt an der Atombombe. „Die Konfiguration deute klar auf militärische Zwecke“, so US-Präsident Barack Obama: Er verlangte prompte IAEO-Inspektion.
Satellitenbilder zeigen Eingangsgebäude auf einem Berggipfel, Zufahrtsstraßen, Schutthalden. Spione, die in die Anlage eindrangen, sahen dicke Betonwände zum Schutz vor bunkerbrechenden Bomben. 3.000 modernste Zentrifugen zur Uran-Anreicherung werden zusammengeschraubt. Elite-Einheiten der Revolutionsgarden stehen Wache. Die CIA dokumentierte die Anlage, deren Bau 2006 begann, seit Jahren. Obermullah Ajatollah Chamenei ließ ausrichten: „Der Betrieb wird in Kürze aufgenommen, Irans Feinde werden erblinden“. Mit dem 50.000-Maschinen-Komplex in Natanz könnte der Iran „zwei Atombomben pro Jahr bauen“, so Experten, die erste bereist 2010.
Blaupausen für Atom-sprengköpfe entdeckt
Die Welt reagiert mit großer Furcht. Teheran kaufte zuletzt auf 20 Prozent angereichertes Uran. „Die weitere Verarbeitung zum für Atombomben nötigen Grad von 90 Prozent ist dann leicht zu schaffen“, so Experte Michael Adler. 2007 waren Geheimdienstler in Irans geheime Computernetze eingedrungen, entdeckten Blaupausen für Atomsprengköpfe.
Die Kriegsgefahr ist dramatisch gestiegen: Obama wollte Militärschläge nicht ausschließen. Experten warnen jedoch: Bomben würden das Programm “bloß verzögern”, doch zu einer Radikalisierung führen. Der nächste Showdown droht daher an der diplomatischen Front: Am Donnerstag treffen sich die Sicherheitsratsmitglieder USA, Frankreich, Großbritannien, Russland und China in London: Harte Sanktionen sollen folgen. Die „Bremser“ Russland und China seien an Bord, hätten die ständigen „Iran-Lügen“ satt, hieß es.

# 25. September: Kampf den Boni am G20

Pittsburgh. Insgesamt soll sich die Bezahlung der Sonderprämien nicht mehr an kurzfristigen Gewinnen sondern nachhaltigem Erfolg orientieren, hieß es am Pittsburgh-Gipfel. Konkret: Ein Teil der Prämien könnte in Aktienpaketen vergütet werden, der Anreiz der Broker, den Kurs durch solides wirtschaften hoch zu halten, sich vergrößern. Garantierte Prämien sollen abgeschafft werden, bei Missbrauch drohen den Geldhäusern Strafen.
Die Pittsburgh-Beschlüsse sind als Grundlage künftiger nationaler Gesetze gedacht, wurde in der US-Industriestadt verlautet.
Streit zwischen EU und USA um fixe Boni-Obergrenzen
Doch die Kluft zwischen der EU und den USA war unübersehbar: „Mit Entsetzen wird in Europa festgestellt“, so Kommissionspräsident Manuel Barroso, „dass Banken, viele gerettet durch Steuergeld, wieder gewaltige Boni ausschütten“. Vor allem Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel hatte fixe Obergrenzen bei den Bankergagen gefordert, US-Präsident Barack Obama bestand jedoch auf schwammigeren Formulierungen. US-Banken sollen heuer bereits 60 Milliarden Dollar (40,8 Mrd. Euro) für Prämienzahlungen zur Seite geschafft haben. Eine neue Welle des Volkszorns droht.
Mehr Eigenkapital für Banken als Risikopolster beschlossen
Beschlossen wurden strengere Eigenkapitalvorschriften für Banken zur Risikoabsicherung, die ab 2011 gelten sollen. Die USA lenkte ein und will sich künftig, wie auch Europas Banken, dem Basel-II-Abkommen unterwerfen, wurde verkündet. Demnach sollen Banken zur Abdeckung riskanter Geschäfte mehr Bares in ihren Tresoren horten. Die Staatschefs diskutierten dazu über die Liberalisierung des Welthandels, Stärkung des Währungsfonds IWF und Maßnahmen zum Klimaschutz.

# 25. September: Weiter Brangelina-Beben

Der Medien-Hype wächst in Amerika nach kolportierten Gerüchten über eine mögliche Trennung von Angelina Jolie und Brad Pitt.
New York. Zwischen Jolie (34) und Pitt (45), Eltern einer sechsköpfigen Kinderschar, sollen die Fetzen fliegen. „Brad sagt Tschüss“, trompetete das Magazin InTouch, „der größte Krach bisher“, legte der Star nach. Jetzt spuckt die angerollte Paparazzipresse neue Details des „Brangelina“-Bebens im Stundentakt aus.
Streit um Trip. Der jüngste Zoff eskalierte, als Jolie alle sechs Kinder (Maddox, 8, Pax, 5, Zahara, 4, Shiloh, 3, sowie die Zwillinge Knox und Vivienne, 1) auf ihren Afrika-Trip mitnehmen wollte. Brad protestierte: Sechs Kinder seien bei einer „derart mühseligen Reise zu viel, die Twins zu kein“. Jolie dampfte nur mit Zahara ab. Ihr Zorn entlud sich bei der Wiederkehr. „Sie warf ihn bei der Türe raus“, so Freunde. Und: „Diesmal für immer“. Brad suche deshalb nahe dem Provence-Chateau Miraval (Wert: 80 Millionen Dollar) und in Paris nach neuen Bleiben.
Sichtbar die Wunden des Beziehungsdramas: Verwahrlost wankte Pitt über den Premieren-Teppich in Spanien. Jetzt ist sein Antlitz mit einem Vollbart halb zugewachsen. Pitt wendet sich seiner Liebe zur Architektur und dem Hilfsprojekt leistbarer, grüner Häuser im sturmzerstörten New Orleans zu: Mit Ex-Präsidenten Bill Clinton sammelte er in New York Geld für neue Projekte.
Landepiste? Doch sind die Trennungsgerüchte verfrüht? Jolie und Pitt wollten nahe ihres „Schlosses” einen Privatflughafen bauen, hieß es plötzlich: So könnte der Multikulti-Clan schneller zu Terminen jetten.

# 25. September: Teheran gibt Atomfabrik zu

Die explosive Enthüllung, dass Teheran eine zweite, geheime Urananreicherungsanlage betreibt, überschattete den G20- Wirtschaftsgipfel in Pittsburgh. US-Präsident Barack Obama forderte in einer eilig einberufenen Krisensitzung mit Frankreichs Nicolas Sarkozy und Großbritanniens Gordon Brown den Iran unmissverständlich auf: Der Atom-Energiebehörde IAEA muss sofort Zugang zu der Atomfabrik gewährt werden. Geheimdienste hatten Beweise über eine “militärische, unterirdische Anlage” in Qum entdeckt. Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad gab die Existenz zu. Er konterte jedoch provokant: “Wir haben keine Obligation, alle Anlagen zu dokumentieren”, sagte er in zum Magazin “Time”. Nach den Enthüllungen konnte Obama jetzt die Bremser China und Russland von der Notwendigkeit “harter Sanktionen” überzeugen. Die könnten bei einem Iran-Treffen im New Yorker UN-Sicherheitsrat nächste Woche beschlossen werden.

# 24. September: HOLLYWOOD-Stories

Immer noch redet Amerika über den selbstbewussten Auftritt von Supermodel Heidi Klum (35) bei den Emmys: Mit trägerlosem, schwarzen Marchesa-Kleid streckte sie stolz ihren gewaltigen Baby-Bauch der Fotografenphalanx entgegen. Ihre Botschaft: Ich bin hochschwanger und glücklich! Der Countdown zu Baby Nummer Vier tickt – nach Tochter Leni (5, von Ex-Formel-Eins-Gigolo Briatore), und den Buben Henry (4) und Johan (3) mit Bardengatten Seal (46) ist es wieder ein Mädchen.
Namensuche. Das Kopfzerbrechen über den Namen werde hektischer, gab Klum zu. Auch Seal zeigte sich ratlos: „Wir diskutieren seit Monaten darüber“, erzählte er einen TV-Kanal: „Bisher ohne Ergebnis“. Er hofft: „Wir werden sie sehen und wissen, wie sie heißen soll“. Klum hat auch sonst allen Grund zum Strahlen: Die jüngste Staffel der TV-Serie Project Runway startete jüngst mit Traumquoten. Mit dem Bildband Heidilicious sorgte sie mit schwangerschaftsfreien Nacktfotos wieder als Sexidol für Furore. In einem offenen Interview mit dem Page-Six-Magazin unterhielt sie mit Anekdoten über ihren Karrierestart in bitterer Armut in New York und „explodierende Hintern“ bei ihren Schwangerschaften. Damit soll Schluss sein: Nach dem Baby-Girl sind keine weiteren Kids mehr geplant.

Vielleicht war es nur eine schlechte Aufnahme: Doch die walisische Filmtraumfrau Catherine Zeta-Jones, die am Samstag ihren Vierziger feiert, sah mäßig vorteilhaft verändert aus: Ihr Gesicht aufgedunsen, der Mund verzogen. Prompt wurde gerätselt: Sind es die Nachwirkungen von Botox-Injektionen? Landete sie in einem Anflug an Midlife-Krise gar unter den Skalpell von Schönheitschirurgen?
Dazu schockierte sie ihre Fans mit der Ankündigung, sich gänzlich aus dem Filmgeschäft zurückziehen zu wollen. Sie sei “glücklich”, sagte sie, die Zeit fortan ausschließlich mit ihrem Gatten Michael Douglas – mit dem sie an ihrem Geburtstag auch seinen 65iger per Familien-Dinner feiert (beide sind am 25. September geboren) – und ihren Kindern, Sohn Dylan (9) und Tochter Carys (6), zu verbringen. Sie hätte alle Anfragen für große Hollywood-Produktion abgesagt.
Als Hauptgrund nannte die Oscar-Preisträgerin (Chicago) genau jene strenge und ständige Durchleuchtung durch die Unterhaltungspresse, die ihr jetzt gerade widerfährt: “Wenn man in Los Angeles lebt kann man nirgendwo hin, ohne dass jedes kleinste Detail analysiert wird: Ist sie dicker? Hat sie einen Flecken im Gesicht?” Und, so Zeto-Jones zornig: “So will ich nicht leben!”
Sie genieße das anonyme Familienleben mit Niederlassungen in New York und dem Karibikparadies der Bahamas. Doch vielleicht braucht sie auch Zeit, ihrem Gatten, der mit dem Kultfilm “Wall Street” zur Legende wurde, in besonders schweren Zeiten beizustehen: Sein Sohn aus früherer Ehe, Cameron (30), war Ende Juli wegen Drogen-Dealerei verhaftet worden – es droht ihm eine langjährige Haftstrafe. Vielleicht ging auch wegen diesem Druck einer seiner Scherze in der Show von David Letterman in die Hosen: “Das letzte Mal hatten wir Sex, als ich 55 war und sie 30…” Und dann beim Nachhaken: “Frag sie, sie glaubt, dass es so lange her ist”.

Früher konnte Filmgöttin Angelina Jolie (34) nichts verkehrt machen, jetzt offenbar nichts richtig: Da wollte sie als UN-Ehrenbotschafterin auf das Leid von 285.000 Hungernden in einem Somalia-Camp hinweisen. Doch diskutiert wurde bloß über ihre magere Statur. Sie hungere sich für Partner Brad Pitt „zu Tode“, hieß es. Und wolle den am offensichtlichem Lagerkoller im Tollhaus der Kinderschar (Maddox, 8, Pax, 5, Zahara, 4, Shiloh, 3, sowie die Zwillinge Knox und Vivienne, 1) leidenden Schauspieler bei der Stange halten. Fehlgeschlagen schien auch die geplante Versöhnung im Provence-Chateau: Dort hätte das Paar separate Flügel bezogen.
Konkurrenz. Einst hätte auch ein einziges bissiges Statement gereicht, um jüngere Konkurrentinnen auf Distanz zu halten: Doch obwohl die Oscar-Preisträgerin (Girl Interruped) kürzlich die junge Sexsirene Megan Fox (23) als schauspielerisches und sonstiges Leichtgewicht abkanzelte, rangelt sie nach wie vor mit ihr um die Rolle in einer Neuverfilmung des Kultklassikers Barbarella. Eklige Gerüchte gab es, wonach Jolie aus Angst Face-Lifts plane.
Befreien aus ihrem Funk dürfte sie dabei kaum der Anblick ihres Partners: Der ehemals „Sexiest Man Alive“ trottete mit wucherndem Ziegenbart und Samtschlüpfern zuletzt bei der spanischen Inglourious-Premiere über den Roten Teppich. „Das ist nicht der Pitt, in den sich Frauen verlieben“, ätzten Blogger: „Es ist Zeit für eine Intervention“.
Comeback. Doch niemand will Jolie, die im Juni noch von Forbes mit einer Gage von 27 Millionen Dollar zur mächtigsten Celebrity gekürt wurde, abschreiben: Mit der PR-Kampagne für den fertiggedrehten Thriller Salt beginnt das Comeback. Und für die Reparatur des Liebesglücks gibt es noch einen Jolly Joker: Kolportiert werden Pläne für Teil II des Thrillers Mr. & Mrs. Smith – wo sie sich einst verliebten.
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Aufregung um “Pretty Woman” Julia Roberts (41) bei den Dreharbeiten für den Streifen “Eat, Pray, Love”, der Story einer geschiedenen Frau, die in Italien, Indien und Indonesien nach spiritueller Erneuerung sucht. Roberts kam unter heftigen Protesten am Subkontinent an: Religiöse Hindu-Führer wetterten, dass sie in dem Film als Yoga-Gurus verunglimpft würden. Jetzt wurde sie am Filmset von 350 Bodyguards beschützt, berichteten lokale Medien. Sie hat auch ihre drei Kinder, die Zwillinge Hazel und Phinnaeus (5), sowie Sohn Henry (2), im Schlepptau. Von der Produktionsfirma erhielt die Starfamilie eine gepanzerte Limo und einen Helikopter. Ungemach droht auch von oben: Nach Fertigstellung von Filmszenen nördlich der Kapitale Neu Delhi reiste die Traumfrau zum Fuß des Himalaya-Gebirges nach Nordost-Indien – einer mit 11,4 Meter Jahresniederschlag regenreichsten Regionen der Erde.

# 24. September: Obama leitet UN-Sicherheitsrat

Österreich war dabei, als im zweiten Stock des UN-Hauptquartiers am New Yorker East River um exakt 9:35 Uhr Ortszeit Geschichte geschrieben wurde: Als erster US-Präsident in der 63-Jährigen Bestandszeit des UN-Sicherheitsrates eröffnete Barack Obama als Vorsitzender die Sitzung des wichtigsten Weltgremiums. Die beratene Resolution wurde der historischen Stunde gerecht: Nukleare Abrüstung (UNSC Resolution, Nr. 1887). “Eine einzige Atombombe in den falschen Händen, zur Explosion gebracht in Metropolen wie Peking, Paris oder New York kann Hunderttausende töten und unseren gesamten Way of Life beenden”, mahnte Obama.
Und mit dabei im “Security Council”, den intimsten Kreis der Mächtigen, zwei Stühle neben dem amerikanischen Polit-Star, Österreichs Präsident Heinz Fischer, der den Staat in seiner Rolle als derzeit nichtständiges Ratsmitglied vertritt. “Es ist eine einzigartig Chance”, sagte Fischer zu ÖSTERREICH (siehe Interview links), “dass unsere Stimme gerade bei der nuklearen Abrüstung, die uns so wichtig ist, gehört wird”.
Obama wurde empfangen wie ein Rockstar, Delegierte schossen mit Handys Erinnerungsfotos. Ein kurzer Händedruck folgte mit Fischer: Man hatte sich bereits beim Mittagessen am Vortag kennengelernt, als UN-Chef Ban Ki Moon seinem Freund Fischer einen Platz an Obamas Esstisch zuschanzte. Fünf Minuten lang hätte er mit Obama über mögliche Fortschritte beim Nahostfrieden geplaudert, hieß es.
Obama formuliert im Sicherheitsrat neuerlich seinen Traum: Eine Welt ohne Atomwaffen. Die Resolution umfasst konkret: Aufrufe zur weiteren Abrüstung, verstärkte Unterbindung der Verbreitung von Nuklearwaffen (NTP), Schutz von Nuklearmaterial vor Diebstahl durch Terroristen. Dazu soll in 2010 ein Gipfel zu Nuklearfragen abgehalten werden. Fischer ergriff das Wort um 10:14 Uhr, sprach sechs Minuten. Österreich fordere eine weitere Institutionalisierung des Abrüstungsprozesses, so Fischer: Und er appellierte, dass der Atomteststoppvertrag von allen Atommächten ratifiziert wird – auch von den USA.

# 23. September: Obamas schöne neue Welt

Obama verspricht bei donnernder UNO-Rede Amerikas Willen zur globalen Zusammenarbeit. Doch er mahnt: Amerika braucht Hilfe.
New York. Mit einer kraftvollen Rede vor Staatschefs aus 192 Nationen wollte US-Präsident Barack Obama bei seiner Premiere vor der UN-Vollversammlung aufrütteln: Er versicherte, dass die Welt bei der Entschärfung der größten Menschheitsbedrohungen, vom Klimawandel, Atomwaffen bis Terror, einen Partner habe. “Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst“, versprach Obama. Doch er nimmt die Welt auch in die Pflicht: „Jene die uns wegen Alleingängen abkanzelten, können jetzt nicht dastehen und darauf warten, dass Amerika alle Probleme allein löst”.
Klar der Kontrast zu Vorgänger George Bush: Denn Obama sieht fortan die UNO wieder als wichtigere Plattform beim globalen Krisenmanagement. Er versprach „eine neue Ära des Engagements“.
Obama wollte auch seine ehrgeizige Abrüstungsresolution vorbereiten, die er heute bei der Sitzung des Weltsicherheitsrates einbringt. Obama führt den Vorsitz, Österreichs Präsident Heinz Fischer sitzt zwei Stühle weiter. Konkret geht es um Abrüstung, Kontrolle der Nukleararsenale und Verbreitung von Atomwaffentechnologie. Dazu macht sich Obama für eine US-Ratifizierung des Atomteststoppvertrags stark.
Doch trotz Obamas Ruckreden fehlen Resultate:
# Da warnte er vor den „katastrophalen Konsequenzen“ des Treibhauseffekts. Doch der erhoffte Durchbruch zur Ausarbeitung eines Kyoto-Nachfolgevertrages blieb aus.
# Er mahnte Israels Premier Benjamin Netanjahu und Palästineser-Präsidenten Mahmoud Abbas, den Friedensprozess nicht mutwillig aufzuhalten. Doch mehr als ein Handshake kam auch hier nicht zustande.
„Die Zuversicht sei durch den Reigen an Reden gewachsen“, verbreitete Fischer zumindest beim Klimagipfel Zweckoptimismus. Fischer betonte nach dem Obama-Empfang, wo er ihm erstmals die Hand schüttelte: „Es weht ein frischer Wind an der UNO“.
Obamas UN-Woche verläuft nicht ohne Pannen: Kritisiert wird der Nächtigungspreis von 7.000 Dollar in der Suite des Waldorf Astoria. Beim Auftritt am Wohltätigkeitsgipfel von Ex-Präsidenten Bill Clinton kam er um 20 Minuten zu spät. Er steckte im Stau.

# 23. September: Wirbel um Gaddafis Zelt

Libyens Staatsschef ist nach Lockerbie-Bomber-Skandal in New York unerwünscht.
New York. Der diplomatische Spießroutenlauf beim ersten US-Besuch von Libyen-Diktator Muammar Gaddafi eskaliert: Nach dem Heldenempfang für den freigelassenen Drahtzieher der Attacke gegen einen Pan-Am-Jumbo 1988 (270 Tote, 190 davon Amerikaner) wird Gaddafi in New York verfolgt.
Zu Gast bei Trump? Gaddafi, der Lifte und Hotels hasst, wollte sein Beduinenzelt auf einem Grundstück nördlich von New Yorks aufschlagen. Die Gemeinde ließ die Arbeiten stoppen. Peinlich für den Grundstücksbesitzer, Immobilien-Tycoon Donald Trump: Der beteuerte, nichts über Gaddafis Camping-Pläne gewusst zu haben.
Iran-Proteste. Im Kreuzfeuer steht auch Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad: Nach der blutigen Unterdrückung der Wahlproteste wird er allerorten geschnitten.

# 22. September: Clooney verliebt

Filmtraummann George Clooney (48) und seine Flamme, Italo-Beauty Elisabetta Canalis (31), segelten vor seiner Villa am Comer See, sie schmiegte sich bei Motorradfahrten eng an ihn – und sie verzauberten als Glamourpaar am Roten Teppich beim Venedig-Filmfest. Und immer der gleiche Ausdruck: Er frisch verliebt wie ein Teenager, sie stolz und strahlend. Ein Traumpaar.
Nach Clooneys italienischen Sommer der Liebe wird immer heftiger spekuliert: Hat Hollywoods unverbesserlichster Junggeselle endlich die Richtige gefunden? Und läuten, 16 Jahre nach seiner Scheidung von Talia Balsam, wieder die Hochzeitsglocken? Gar: Konnte ihn die schöne MTV-Moderatorin und Schauspielerin zähmen? “George ist glücklicher denn je”, berichten Freunde der US-Postille “Life & Style”. Und eine Heirat? “Wir werden sehen”, antwortet er. Früher hätte es auf diese Frage stets ein abfällige Handbewegung gegeben.
Clooney hatte stets betont: “Bevor ich eine Familie gründe, muss ich mir ganz sicher sein, dass ich die Richtige gefunden habe”. Bei Elisabetta stimmt offenbar alles: Mit Segeln, Motorradfahren und Tanzen teilen sie die gleichen Hobbys. Und Clooney beeindruckt auch ihr enormes Selbstbewusstsein. Sie blickt ebenso in die Zukunft, wie sie dem Italo-Magazin “Tu” anvertraute: “Ich meine Zeit nicht mehr mit falschen Beziehungen vergeuden”.
Angebliche Details der Hochzeit des Jahres kursieren bereits: Das Kreuzfahrtschiff “MSC Fanatasia” mit 99 Luxus-Suiten, Pool, Kinosaal, vier Restaurants und Squash-Halle wollte Clooney für eine Megahochzeit anmieten, so die britische “Metropolitan Post”. 200 Freunde sollen geladen werden, darunter Brad Pitt und Angelina Jolie, aber auch Madonna. Doch Clooneys größte Genugtuung bei einer Eheschließung? Seine besten Freunde Pitt und Matt Damon müssten aufhören, ihn wegen angeblicher Homosexualität zu hänseln.

# 22. September: Klimagipfel

Während Obama die Welt über Amerikas Bekenntnis zum Klimaschutz beschwichtigt, stellt eine Studie Österreich ein schlechtes Zeugnis aus.
New York. US-Präsident Barack Obama versuchte beim großen UN-Klimagipfel in New York den wachsenden Konflikt mit der EU über konkrete Klimaziele zu entschärfen: Er stellte klar, dass die USA voll hinter dem globalen Kampf gegen den Treibhauseffekt stehe. Das mit 100 teilnehmenden Ländern bisher größte Klimatreffen diente als Vorbereitung für die Konferenz in Kopenhagen im Dezember, wo die Rahmenbedingungen für den Kyoto-Nachfolgevertrag (ab 2012) bestimmt werden. Das grobe Ziel: Senkung des CO2-Ausstoßes um 50 Prozent bis 2050.
Schock in New York über Österreich-Klimastudie
Doch die USA gelten trotz der Bush-Ablöse durch Obama weiter als „Bremser“, so frustrierte EU-Verhandler: Strenge Klimagesetze stecken im Senat fest. Doch auch Österreich, das Bundespräsidenten Heinz Fischer und Außenminister Michael Spindelegger nach New York schickte, hat wenig Anlass zum Fingerzeigen: Eine jüngste Studie macht den Staat zu einem der „größten Umweltsünder“. Blamabel: In dem gerade von der Ökogruppe CAN Europe publizierten Klimaschutzindex landet Österreich am 50. Platz, hinter Weißrussland und dem Iran (Grafik). Fischer verwies vor der Konferenz hingegen auf den mit 24 Prozent hohen Anteil erneuerbarer Energieträger, doch es gäbe „noch viel zu tun“ (siehe Interview).
Obama wiederum muss der Welt nicht nur den Klimaschutzwillen versichern: Vor seiner UNO-Premiere am Mittwoch mit der Rede vor der Vollversammlung (Hauptthema: Globale Abrüstung) versuchte er mit einem Dreiergipfel mit Israels Premier Benjamin Netanjahu und Palästinenser-Präsidenten Mahmoud Abbas den Nahost-Patt zu überkommen.

# 22. September: Frostige Zeiten der Obama-Ehe

Pikante Enthüllungen über die berühmteste Ehe der Erde zwischen Amerikas Starpräsidenten Barack Obama und seiner Glamourgattin Michelle. Mehrmals wäre der Bund Ehe an der Kippe gestanden, behauptet Starautor Christopher Andersen in der Skandal-Bio “Barack and Michelle, Portrait of an American Marriage”. Und: Eifersuchtsdramen hätten sogar noch den Sensationswahlkampf 2008 überschattet. Sauer aufgestoßen sei Michelle demnach seine Popularität unter weiblichen Fans, die sich beim Wahlkämpfen an ihn schmissen. “Ich wünschte, die würden aufhören, dauern nach meinem Arsch zu greifen”, scherzte er. Sie lachte nicht. “Insgeheim gefällt ihm das alles, er ist ja ein Mann”, hätte sie einer Beraterin zugeflüstert, so Andersen.
Kurios auch: Die besonders attraktive Wahlkampfhelferin Vera Baker, mit der Obama geflirtet haben soll, verschwand plötzlich aus dem Team – und tauchte auf der Karbik-Insel Martinique wieder auf. “Michelle steckte hinter diesem prompten Transfer”, so der Autor. Dramatischer die Szenen nach der Geburt der Kinder, als die Ehe fast zerbrach, da sich Michelle “völlig alleingelassen fühlte”. Es sei im egal was sie denke, beschwerte sie sich bei ihrer Mutter Marian Robinson: Er lasse sie mit den Kindern und dem von ihm verursachten Saustall zu Hause zurück, denke bloß ans “Weltretten”. Er beschwerte sich bei seiner Oma: “Sie ist immer so bitter, so wütend, den ganzen Tag lang”. Beide hätten in diesen Tagen angedeutet, dass die Ehe enden könnte.

# 21. September: Austria goes UNO

Wien entsendet Präsidenten und Außenminister zur Obama-Premiere beim UN-Gipfel.
New York. Überparteiliches Teamwork ist bei der 61. UN-Vollversammlung angesagt. Im gleichen AUA-Flieger schwebten Bundespräsident Heinz Fischer (S) und Außenminister Michael Spindelegger (V) am New Yorker Flughafen JFK ein – gemeinsam unterrichteten sie Reporter. Höhepunkte des hektischen UN-Treffens: Der Klimagipfel am Dienstag, die Premiere von US-Präsidenten Barack Obama als Redner vor der Vollversammlung (192 Nationen) am Mittwoch sowie eine Sicherheitsratssitzung zur nuklearen Abrüstung. Obama führt da den Vorsitz.
Atomteststopp. Fischer bezeichnete den Klimawandel als „dringendste Herausforderung unsere Zeit“: Zuletzt hat sich das Tauziehen um das Kyoto-Nachfolgeprotokoll zwischen den USA und Europa intesiviert. Spindelegger hofft auch, dass die USA einer Ratifizierung des Atomteststoppvertrages (deren UNO-Kontrollorgan in Wien logiert) näher rücken könnte.

# 19. September: Swyzes Vermächtnis

Er tanzte, er genoss, er liebte seine Frau 37 Jahre lang, kämpfte verzweifelt gegen den Krebs: Nach seinem Tod erscheint nun das Testament des Patrick Swayze.
New York. Patrick Swayze (t57), Star im Kinoklassiker Dirty Dancing, klagte über Bauchschmerzen. Was soll schon sein? Sein Leben lang fühlte er sich stark, unverwüstlich, überlebte Flugzeugabstürze, wilde Motorrad-Fahrten. Doch jetzt fühlte sich ein Glas Sekt so an, „als würde mir jemand Säure in den Magen schütten“, so Swayze. Dann die Diagnose im Februar 2008: Bauchspeichedrüsenkrebs, ein Todesurteil. „Der Arzt sagte“, so Swayze, „ich hätte nur mehr ein paar Monate zu leben“.
Neue Bio. Mit Kampfgeist und nötigem Kleingeld für experimentelle Therapien schaffte er 20 Monate. Während die Asche des am Montag gestorbenen Stars auf seiner Ranch verstreut wird, berührt seine Autobiografie The Time of My Life (US-Verkauf 29. September), die er gemeinsam mit der Liebe seines Lebens, Lisa Niemi (53), schrieb. „Ich habe das Gefühl, mehr Leben gelebt zu haben als zehn Menschen zusammen“, haderte er am Ende auch nicht mehr mit dem Schicksal.
Albtraum. Es ist das Protokoll eines tapferen Kampfes: Frau Lisa erfuhr die furchtbare Diagnose zuerst, eine ganze Nacht lang brachte sie es nicht fertig, es ihm zu sagen. Niemi: „Es war er Beginn eines Albtraums, aus dem wir nie wieder erwachten“.
Doch Swayze kämpft verbissen. Er will nicht sterben. Diesem Kampfgeist verdankt er sein Leben. Als Frühgeburt atmet er nicht, Schwestern schreiben ihn ab, bevor ihn eine rettet. Der Sohn einer Tänzerin und eines Ingenieurs wächst auf in Texas. Den Fußstapfen seiner Mutter folgend wurde er Balletttänzer. Er lernt, 20-Jährig, Lisa kennen, verliebt sich, hält per achtseitiger Poesie um ihre Hand an. Bis zum Todestag waren sie zusammen, 37 Jahre. Es ist eine der schönsten Romanzen Hollywoods. Zum Weltstar wird er mit Dirty Dancing (1987). Nur fünf Millionen Dollar kostete der Liebesfilm, 100 Millionen spielt er ein. Swayzes Titelsong, nachdem er nun seine Bio benannte, erhielt den Oscar. Mit Ghost drehte er mit Demi Moore einen weiteren Filmhit.
Exzesse. Dazu jedoch rücksichtsloses Draufgängertum: Er rauchte so viel, dass er beim Pilotieren eines Propellerfliegers wegen verringerter Lungenkapazität bewusstlos wurde – und fast zu Tode stürzte. Swayze trank, zertrümmerte Hotelzimmer.
Ebenso frontal griff er den Krebs an. „Ich bin ein Cowboy – ich werde siegen“. Er ließ den Tumor mit Laserstrahlen bombardieren, erhielt derart hohe Chemo-Dosen, dass er sich vor Schmerzen am Boden krümmte. Er kehrte vor die Filmkamera zurück, drehte die TV-Serie The Beast, verzichtete auf Schmerzmittel: „Ich will einen klaren Kopf haben“, sagt er. Ein Profi.
Doch an was sich die Menschen wirklich erinnern sollen, sei seine Liebe zu Lisa: „Wenn durch meine Story Menschen ihr Leben mit mehr Liebe leben, habe ich gesiegt“.

# 18. September: Heigls Baby-Glück

Katherine Heigl (30), Star der Hitserie „Grey´s Anatomy“ stellt stolz der Welt ihr Adoptivbaby vor: Nancy Leigh, zehn Monate alt, aus Korea.
Baby-Glück. Sie rufen sie „Naleigh“. Das Baby sei leicht behindert, hieß es. Details wurden nicht verraten. Süß die ersten Bilder: Rundes Gesicht, Speckpölster an den Armen, die pechschwarzen Haare im Seitenscheitel. Sie schmiegt sich an Heigls Brust, Musiker-Gatte Josh Kelley (29) rundet die Idylle harmonisch ab.
„Sie sind überglücklich – und werden sich allen Herausforderungen beim Großziehen von Naleigh stellen“, berichten Freunde über das Familienglück.
Angst vor Babykriegen. Warum adoptierte sie? Heigl ließ in einem früheren Interview durchblicken, dass sie die Tortur des Kinderkriegens selbst „nicht durchmachen wolle“.
Heigl, die als Dr. Izzy Stevens mit Staffel Sechs der Doktorserie nächste Woche vor 15 Millionen Zuseher im US-TV Premiere hat – benannte das Baby nach Mutter Nancy und Schwester Margaret Leigh – ebenfalls ein Adoptivkind aus Korea. „Naleigh hat ihren Geburtstag einen Tag vor mir im November“, sagte Heigl: „Für mich war das ein Zeichen“.
Image-Coup. Für die Blondinen-Beauty ist es auch ein Image-Coup: Nachdem sie ihren eigenen Film Knocked-Up als „sexistisch“ heruntermachte, galt sie in der Branche als zickig, spekuliert wurde im Frühjahr, ob sie Anatomy-Produzenten nicht per Filmtod loswerden wollten – zuletzt wurden ihre Magazin-Cover zu Ladenhütern. „Jetzt mag ich sie plötzlich um einiges mehr“, schrieb ein Blogger nach den Baby-News.

# 18. September: Hype um Brown-Buch

Der neue Beststeller “The Lost Symbol” von “Da Vinci Code”-Autor Dan Brown wurde bereits 24 Stunden nach dem Verkaufsstart zum Buch der Rekorde: Über eine Millionen Exemplare gingen am Dienstag, der Weltpremiere in den USA, Kanada und Großbritannien, über die Ladentische, so Verleger “Knopf Doubleday”. Es war ein Weltrekord, der sogar die Harry-Potter-Serie in den Schatten stellte. In Österreich startet der Verkauf des Titels “Das Verlorene Symbol” am 14. Oktober. 768 Seiten ist die deutsche Version dick.
Schriftsteller Brown, bis zu seinem Durchbruch mit dem Da Vinci Code im Jahr 2003 weitgehend unbekannt, sonnt sich im Olymp kommerzieller Literatur: Der “Code” (auf deutsch “Sakrileg”) wurde – vor allem auch wegen der Kontroverse um die, so der Vatikan, “kirchenfeindliche Propaganda” – mit 81 Millionen verkauften Exemplaren in 40 Übersetzungen das meistverkaufteste Buch aller Zeiten. Vom Vorgängerwerk “Angels & Demons” (“Illuminati”) wurden 40 Millionen Stück abgesetzt.
Ebenso lukrativ die Filmversionen – stets mit Hollywood-Star Tom Hanks als Romanheld Robert Langdon. 750 Millionen Dollar brachte der Da Vinci Code im Kino ein. Illuminati enttäuschte für einen Blockbuster mit 133 Millionen Dollar Einnahmen in den USA, dafür sprudelten in Übersee 351 Millionen.
Der Erfolg kommt diesmal ohne die Gratis-PR damaliger Kirchenproteste: Die im Zentrum des neuen Thrillers stehenden Freimaurer geben sich gelassen, milde Bedenken gab es nur wegen der Charakterisierung, dass sie in “Geheimbünden” operierten. Auch erste Buchkritiken konnten sich sehen lassen: Die New York Times verfasste, ungewohnt, eine glatte Huldigung des Werks, die L.A. Times beschrieb Stil und Inhalt sachlich. Bloß die Washington Post verunglimpfte den Roman als “Unterhaltung, nichts mehr”.

# 18. September: Das verlorene Symbol

Die “Rotunda” das wuchtigen Kuppelbaus des US-Kapitols. Ein kleiner Junge schreit auf, das Echo hallt von den Marmorwänden. Grauenhaftes war am Boden hinterlassen worden: Ein abgetrennter Arm, aufgespießt auf einem Dorn in einer hölzernen Bodenplatte, die Finger an die Decke zeigend. Professor Robert Langdon, eine Weltkapazität für Mythen, Symbolik und Religionsgeschichte, denkt beim Heranschreiten noch: Es muss die Hand eines Mannequins sein. Doch dann sieht er Blut: “Oh mein Gott!” Noch schlimmer, ein goldener Ring am vierten Finger verrät: Die Gliedmaße stammt von Langdons geschätztem Mentor, Peter Solomon.
Die Horror-Szene steht zu Beginn eines rasanten Einstiegs in den nächsten Kult-Thriller von Starautor Dan Brown (45): “The Lost Symbol” (Das Verlorene Symbol) ist die von Fans seit sechs Jahren entgegengefieberte Fortsetzung des “Da Vinci Code”. Seit Dienstag schleppen in den USA Fans den 509 Seiten starken Wälzer millionenfach aus den Buchhandlungen (siehe Seite ??). Die Begeisterung ist enorm: Brown gelang neuerlich ein packender Thriller voll an Mystik, Verschwörungstheorien, Symbolik, Okkulten, spiritueller Rätsel. Der Schauplatz ist Washington D.C., die geheimnisvolle Welt mächtiger Freimaurer-Logen, die Symbole an Gebäuden und Monumenten hinterließen, bietet die ideale Kulisse. Und wieder gibt es einen diabolischen Schurken: Nach dem mörderischen Albino-Mönch des “Code” wütet jetzt ein Ganzkörpertätowierter, der sich bis an die Spitze der Freimaurer einschleicht. “Die Hürde lag nach dem Erfolg des Da-Vinci-Code recht hoch”, so “New York Times”-Kritikerin Janet Maslin in einer ersten Besprechung: “Doch Brown hat mit diesen Buch, das einfach nicht wegzulegen ist, keinesfalls enttäuscht”.
Die Story, diesmal von Autor komprimiert in einem Zeitrahmen von nur 12 Stunden: Die Eröffnungsszene beschreibt, wie das dämonische Genie Mal´akh von der Bruderschaft – ohne deren Wissen über seine finsteren Geheimnisse – in den Kreis des 33. Grades aufgenommen wird, der Spitze der Hierarchie: “Bruder”, sagte der Meister mit den grauen Augen: “Schwöre den finalen Schwur”. Er dreht seinen muskulösen Körper wieder dem Totenkopf zu, gefüllt mit Rotwein. Es war totenstill in der Kammer, er fühlte, wie ihn die anderen anstarrten. Er begann: “Möge dieser Wein, den ich trinke zum tödlichen Gift werden, sollte ich jemals meinen Eid brechen”. Der Schauplatz der düsteren Szene: Eine Replik des vorchristlichen Tempels von König Mausolu, dem originale Mausoleum, bloß Blöcke vom White House entfernt.
Der Bösewicht hatte Professor Robert Langdon Tage zuvor nach D.C. gelockt, mit einer gefälschten Einladung für eine Rede und Nachrichten von Solomon – längst das Opfer der Entführung und Verstümmelung. Roberts Handy bimmelt: Der Anrufer teilt ihm mit, das Solomon “gefangen sei zwischen Leben und Tod” – und nur seine Kooperation ihn retten könne. Nur er habe Informationen zur Auffindung eines “antiken Portals”: Der Schlüssel zur Erschließung des “verlorenen Wissens aller Epochen”. Und: Die Hand deute den Weg. Doch der Professor ist ratlos. Er klärt zwar den Kripo-Leiter Anderson und CIA-Agentin Sato auf, dass die Kongress-Rotunda ein Tribut an Roms mystischsten Schrein sei, dem Tempel der Vesta, und die abgetrennte Hand exakt am Ort platziert wurde, wo früher, wie beim Tempel, ein Loch klaffte. Oder ist der “Schlüssel” im Deckenfresko zu finden, wo ein Finger der Hand hindeutet? Doch sie werden fündig in seiner Handfläche: Eintätowiert ist der Code “IIIX 885”. Robert inspiziert die Szene, an seiner Seite Inspektor Anderson. Er kniet ängstlich neben Peters geöffneter Handfläche nieder, begutachtet die sieben winzigen Symbole. “Die ersten sind doch römische Zahlen”, regt Andersen an. “Eher nein”, korrigiert Langdon: “Die römische Ziffer I-I-I-X existiert so nicht, es müsste V-I-I heißen”. Der Reste sehe aus wie “arabische Zahlen, so Langdon. “Arabisch?”, fragte Anderson: “Für mich sind das normale Ziffern”. “Unsere NORMALEN Ziffern sind arabisch”. Langdon hatte sich bei seinen Uni-Vorträgen daran gewöhnt, über die antike wissenschaftliche Vorherrschaft der Nahost-Kulturen aufklären zu müssen, die uns unser modernes Zahlensystem hinterließen.
Tattoo-Schurke Mal´akh ist auch hinter der Schwester des Entführungsopfers Solomon, Katherine, her: Die brillante Wissenschaftlerin forscht in einem Labor, wo auch der legendäre Marsmeteorit “ALH-84001” aufbewahrt wird, an Methoden, wie durch menschlichen Geist Materie manipuliert werden könne. Mal´akh schickt von Solomons iPhone eine SMS, täuscht vor, ihr Bruder hätte ihn zu einem Treffen im Labor eingeladen.
Robert kann noch telefonisch vorwarnen: Doch der Bösewicht ist bereits an den Wachebeamten vorbei, streift durch die Gänge. Er tötet Katherines Assistentin, wirft sie in einem mit Ethanol-Lösung gefüllten Laborbehälter. Mit der gestohlenen Magnetkarte hat er Zutritt zum Labor-Kernbereich. In letzter Sekunde gelingt Katherine die Flucht in ihrem Volvo: “Sie hielt den Schlüssel in ihren zittrigen Händen, steckte ihn an. Der Motor heulte auf. Im Scheinwerferlicht raste eine schreckliche Figur auf sie zu. Die Kreatur: Ein haarloses, barbrüstiges Tier, seine Haut komplett bedeckt mit Tätowierungen, Symbole, Text. Mal´akh nimmt sie durch das offene Autofenster in den Würgegriff. Sie rast davon, Baumäste streifen den Killer ab.
Katherine trifft den Professor vor einem Washingtoner Museum: Gemeinsam jagen sie fortan den Schlüssel zur Auffindung des “Portals”. Mal´akh versprach, dann Solomon am Leben zu lassen. Hinterher sind nun auch Polizei und CIA, die Langdon wegen mangelnder Kooperation verhaften wollen. Endlich erfährt er, warum er für diese bizarre Rätseljagd, die ihn durch die berühmtesten Wahrzeichen Washingtons voller versteckter mystischer Symbole führt, auserkoren wurde: Sein Talisman, den er für eine schlichte Minikopie der Freimaurer-Pyramide hielt, entpuppt sich als “Schlüssel”. Der eingravierte Code soll den Weg weisen, Freimaurer-Zeichen bei der Entschlüsselung helfen – oder auch das “Magische Quadrat” in einem der Gemälde des Renaissance-Malers Albrecht Dürer (1471 – 1528).
Während Robert das Rätsel löst und die Adresse des Geheimortes entschlüsselte, findet die Polizei seinen Freund Solomon. Sie heißt es jedenfalls. Die CIA-Agentin stellt die flüchtigen Rätseljäger, den Professor, der in Solomons Entdeckung schon ein Happy End sieht, zur Rede: “Um Himmels Willen”, detonierte Sato: “Hier geht es nicht um Peter Solomon! Das wollte ich ihnen klarmachen. Doch sie entschlossen sich, gegen uns zu arbeiten”.
Als Robert und Katherine den Entführten abholen wollen, geraten sie in Mal´akhs Falle: Er überwältigt beide, sperrt Langdon in eine Box, die er mit Wasser füllt. Auf der Unterseite der Talisman-Pyramide sind plötzlich – wie durch ein Wunder – 64 Symbolen erschienen, ein Wust aus jederTradition, Alchemie, Astrologie, Magie, Nummernlehre, griechisch, lateinisch. “Totales Chaos”, dachte Langdon, das Wasser knapp unter dem Mund. In 60 Sekunden, hatte Mal´akh angekündigt, würde er ertrinken. Es gelingt ihm die Entschlüsselung. Der Teufel hört sich die Antwort an, lässt den Behälter volllaufen, verabschiedet sich: “Danke Professor! Genießen sie das Jenseits”. Fragen plagen an dieser Seite 380 der Englischversion: Wie wird Langdon gerettet? Wie Monster Mal´akh gestoppt?

# 17. September; HOLLYWOOD-Stories

Es war wie ein Gesamtkunstwerk in Blau: Die Mutter, Hollywoodstar Salma Hayek (43) im dunkelblauen Ensemble, weißgemusterten Seidenschal, die 23-monatige Tochter Valentina im himmelblauen Kleidchen, grasgrüne Crocs, ein zuckersüßes Lächeln. Milliardärs-Ehemann Francois Henri Pinault (47) genoss an diesem Wochenende im Malibu ebenfalls sichtlich die Zeit mit seiner Traumfamilie: Salma führte er zum Lunch-Date, mit Valentina tollte er durch einen Park.
Raucher-Gate. Es sind jene Bilder, die die hübsche Hispanierin, zu sehen im TV als Diebesgattin in Before the Sunset an der Seite von Ex-Bond Pierce Brosnan, zur Imagekorrektur braucht: Den gerade war sie – diesmal eher als wilde Mutter – beim Lunch mit Freundin Penelope Cruz kettenrauchend im Chateau-Mormont-Hotel „erwischt“ worden war. Wenig schmeichelhaft auch die Berichte, dass sie den Maitre-D´ anfauchte, weil nicht gleich die besten Plätze auf der Terrasse frei waren.
Kämpferin. Die herben Kanten sind verständlich: Als in Mexiko geborene Schauspielerin mit dementsprechendem Akzent musste sie Vorurteile und die Zuteilung stereotypischer Rollen überkommen. „Stets gab es Rollenangebote als Zimmermädchen“, ärgerte sie sich. Sie boxte sich durch, schaffte es sogar zur Oscar-Nominierung. In einer Umfrage 2007 wurde sie zur „Sexiest Celebrity“ gewählt, scheffelt auch als Geschäftsfrau Millionen: Hayek agiert als TV-Produzentin, ist dazu das „Gesicht“ des Kosmetikgiganten Avon – mit Teils provokanten Fotosessions. Vorbildlich sind ihre Wohltätigkeitsprojeke, legendär immer noch das Video, als sie ein hungerndes Baby in Sierra Leone selbst stillte.
Pannen gab es anfangs in ihrem Privatleben: Die Verlobung zu Pinault zerbrach im Sommer 2008. Doch dieses Frühjahr gab es mit einer Traumhochzeit in Venedig doch noch ein Happy End.
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Rührende Bilder sollten entstehen: Filmgöttin Angelina Jolie (34) mit Adoptivtochter Zahara (4) bei einem Wohltätigkeitstrip ins Afrika-Armenhaus Äthiopien. Liebevoll begrüßte sie die über den seltenen Starauftritt begeisterten Dorfbewohner. Dennoch: Kaum wer redet über Jolies philanthropische Ader. Denn sie wirkte abgemagert, hager. Die Schulterblätter hoben sich ab, die Arme erschienen dünn.
Abgemagert. Schon wird hitzig gefragt: Was ist los mit dem Hollywoodstar? Prompt mischen sich in das Rätselraten Spekulationen über ihre möglichen Beziehungsprobleme mit Partner Brad Pitt (45), der – ironischerweise – an der Kilofront in die Gegenrichtung vorstößt. Trotz zuletzt inniger Familienausflüge rund um ihr Traum-Chateau in der Provence brodelt die Gerüchteküche weiter.
Die letzte Enthüllung: Jolie soll ein Geheimtagebuch führen, wo sie den täglichen Kummer „mit dem Frauen nachstellenden“ Pitt protokolliere, so das Magazin Star. Sie fürchtet, dass der brisante Inhalt an die Öffentlichkeit gelangen könnte. Inklusive: Ihre Wutausbrüche über Pitts Flirts mit Ex Jennifer Aniston, seine „rollenden Augen“, die bei den rauschenden Partys der Filmpremieren ständig Maß nehmen an jungen Schönheiten. Jolie, so eine Freundin, beruhige sich selbst: „Vielleicht will er sich nur versichern, dass er es noch hat“.
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Amerika schmunzelte, als Footballstar Tom Brady (32) das wirklich Offensichtliche bestätigte: Seine Supermodelgemahlin Gisele Bündchen (29) ist schwanger – das Baby komme im Dezember. Da war die Brasilien-Beauty bereits mit gewaltiger Bauchwölbung allerorten aufgefallen. Die beiden nehmen die Schwangerschaft höchst ernst, berichteten Freunde: Brady, der Quarterback der Bostoner New England Patriots, begleite Bündchen regelmäßig zu Babytrainingsklassen.
Gisels Babytraum. Das Topmodel war jedenfalls höchst bereit für die Familiengründung: Sie sorgte für Aufsehen, als sie für Bradys ersten Sohn John (2) mit Ex Bridget Moynahan bereits intensive Muttergefühle hegte. „Es fühlt sich an als wäre er mein eigenes Kind“, provozierte sie in einem Interview Proteste der leiblichen Mutter. Beobachter der Patchwork-Familie sind jetzt erleichert: Gut, dass Gisele bald ihre eigenes Baby hat!

Sie gilt als Hollywoods heißester Jungstar, wird gefeiert gar als „neue Jolie“: Transformers-Star Megan Fox (23). Doch nun kratzen herbe Kommentare der Crew am Filmset des Blockbusterfilmes am Image. Fox sei „dümmer als Brot“, führe sich auf wie „Trailerpark-Trash“, sei arrogant und undankbar, so Zeugen am Set.
Schauspielversuche. Noch schlimmer: Ihre Schauspielversuche seien „schmerzhaft mitanzusehen“. Fox hatte zuletzt auch offen mit Regisseur Michael Bay gezankt.
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Die südafrikanische Filmschönheit Charlize Theron (34) enthüllt jetzt ein Geheimnis: Sie leide an „Obsessive-Compulsive Disorder“ (OCD). einer neurotischen Zwangsstörung: „Ich hasse Unordnung“, führt sie aus: „Wenn Sachen verstreut hinter einer Kastentüre liegen, kann ich nicht einschlafen, muss alles aufräumen“.

# 16. September: Labor-Ratte

Dramatische Entwicklung beim Mord an Yale-Studentin Annie Le knapp vor ihrer Hochzeit: Der mutmaßliche Mörder wurde verhaftet
Hartford. Unter Buhrufen der Nachbarn führten Polizisten den, wie das Mordopfer 24-Jährigen Laboranten Raymond Clark aus seinem Apartment nahe der Eliteuni Yale in New Haven (Connecticut) ab: DNA-Proben wurden entnommen.
Le, eine mit 150 Zentimeter Körpergröße und 40 Kilo Gewicht extrem zierlich, brillante Pharmaziestudentin war Dienstag der Vorwoche nach Betreten eines Laborgebäudes spurlos verschwunden. Eine Überwachungskamera zeigte sie mit grünem Top und braunem Rock. Doch sie kam nie wieder aus dem Gebäude heraus.
Grauen: Leiche im Kabel-schacht entdeckt
Am Sonntag, dem Tag ihrer geplanten Hochzeit mit Studenten Jonathan Widawsky (24), war Les Leiche, versteckt in einem Kabelschacht im Untergeschoss entdeckt worden. Sie trug die gleichen Kleider wie am Tag des Laborbesuchs.
Rasch geriet Raymond, der dort mit Ratten experimentierte, ins Visier der 100 Fahnder: Nur wenige Personen hatten per Magnetkarte Zutritt zu dem Laborbereich. Der Laborant fiel bei einem Lügendetektortest durch, stotterte, die Kratzer an seiner Brust stammen von seiner Katze. Grauenhaft: Die zierliche Studentin muss verzweifelt um ihr Leben gekämpft haben, wurde, so Autopsieerkenntnisse, erwürgt. Am Laborboden entdeckten Kriminologen Blutspritzer.
Das Motiv in dem Mord, der Amerika weiter erschüttert, ist unklar: Der Verdächtiger soll Le nur flüchtig gekannt haben, so Kollegen. Nicht auszuschließen sei jedoch, so die FBI-Expertin Pat Brown zu NBC, „dass er heimlich in sie verliebt war – und sie Tage vor der Hochzeit konfrontieren wollte“. Der Schock sitzt tief in Yale: Tausende versammelten sich zu einer spontanen Trauerfeuer.

# 15. September: Brown stürmt Buch-Olymp

Das Rätselraten hat ein Ende: Seit gestern wird der neue, mit Hochspannung erwartete Roman des Bestseller-Autors Dan Brown (45), “The Lost Symbol” (Das verlorene Symbol, Österreich-Start 14. Oktober, 768 Seiten) in den USA verkauft. Vor Buchläden in New York, wie “Borders” an der Wall Street, wo ÖSTERREICH den Thriller kaufte, bildeten sich Menschentrauben um die Wälzer mit eingravierten, blutroten Wachszeichen.
Der Hype übertrifft sogar die Harry-Potter-Manie: Fans hatten sechs Jahre auf diesen Tag gewartet. Der US-Verlag Doubleday druckte 6,5 Millionen Bücher zum Start.
Brown ist ein literarischer Megastar:
# Der “Da Vinci Code” wurde 81 Millionen verkauft;
# 750 Millionen Dollar Kino-Einnahmen brachte die Filmversion ein;
# zum Blockbuster wurde auch die Verfilmung eines früheren Romans, “Angels and Demons”.
Es gab die strikteste Geheimhaltung des Inhaltes, Spekulationen füllten sogar mehrere eigene Bücher. Jetzt steht fest: Schauplatz ist die US-Kapitale Washington D.C., geheime Symbole der Freimaurer bieten die ideale Kulisse für mörderische Intrigen. Hauptcharakter Professor Robert Langdon (Tom Hanks im Film) entdeckt in der Rotunda des Kapitols die Leiche seines Mentors, ein Arm abgetrennt, die Finger auf ein Deckengemälde gerichtet (siehe Auszüge rechts).
Seinen Ruhm verdankt Brown teils den Kontroverse um den Da Vinci Code (2003), als vor allem das “Geheimnis” einer mit Jesus verheirateten Maria Magdalena die katholische Kirche zur Weißglut trieb. Der Orden Opus Dei wurde dazu als veritable Killertruppe beschrieben. Der Kern der Christenlehre sei “besudelt”, tobte der Vatikan. Das Konfliktpotential ist diesmal gering, so US-Kritiker nach einer ersten Durchsicht. Superstar Brown kann offenbar heute auf Gratis-PR durch das Skandalschüren verzichten.

# 15. September: Klärung in Le-Mord

Die Polizei steht vor der Klärung eines schockierenden Verbrechens an der Eliteuni “Yale” nahe New York: Die Pharmazie-Studentin Annie Le (24) war in der Vorwoche in einem Laborgebäude spurlos verschwunden – fünf Tage vor ihrer Hochzeit zu einem gleichaltrigen Studienkollegen. Jetzt fanden Detektive die Leiche der als brillant beschriebenen Studentin versteckt in einer Doppelwand im “Amistad Building” am Unicampus in New Haven (Connecticut).
Es gibt auch einen Tatverdächtigen: Ein Angestellter des Laborgebäudes, der wie Le ebenfalls per Magnetkarte Zutritt zum gesicherten Untergeschoß hatte, verpatzte einen Lügendetektor-Test und konnte “defensive Wunden” (Kratzspuren an der Brust) nicht erklären. Grauenhaft: Le, mit 150 Zentimeter Körpergröße und bloß 40 Kilo Gewicht extrem zierlich, muss verzweifelt um ihr Leben gekämpft haben.
Das Motiv: Er soll in Le verliebt gewesen, hatte wohl – knapp vor der Hochzeit – “seine letzte Chance gesehen, das Objekt seiner Liebe zu konfrontieren”, so FBI-”Profilerin” Pat Brown auf NBC-TV. “Labor-Ratte”, titelte prompt die New York Post.
Der Fall hält seit Tagen Amerika in Atem: 100 Polizisten hatten mit Leichenspürhunden das Areal um die Universität durchsucht, inklusive einer Müllkippe und einer Verbrennungsanlage. Auf einer Videokamera war Le beim Betreten des Labors vergangene Dienstag um 10 Uhr, zu sehen, giftgrünes Top, schwarzer Rock, einen Stoß Unterlagen in den Armen. Sie kam nie wieder heraus.
Tausende versammelten sich zu einer spontanen Trauerfeuer am Campus, hielten Kerzen hoch. Von einem “unvorstellbaren Verbrechen” sprach Yale-Präsident Richard Levin. Les Verlobter, Jonathan Widawsky, schwieg bisher zur Tragödie: Er musste zuvor allen geladenen Hochzeitsgästen persönlich die Absage übermitteln.

# 14. September: H1N1-Impfstoff am Weg

San Francisco. Erste Erfolge beim Kampf gegen die Schweinegrippe in den USA: Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius verlautete, dass das neue Impfmittel schon Anfang Oktober erhältlich sein könnte. Damit dürfte die Massenimpfung gegen die Influenzaepidemie (Virus H1N1) um Wochen früher beginnen. Auch soll bereits eine Dosis ausreichenden Schutz bieten, anstatt drei Impfungen, wie zunächst geglaubt, so die New York Post. Dazu gibt es eine neue Waffe im Arsenal bei der Bekämpfung der ersten Pandemie seit einem halben Jahrhundert: Das Medikament Peramivir, verabreicht als einmalige Spritze, soll die Symptome so effektiv behandeln wie fünf Tage an Tamiflu-Dosen, so eine, in San Francisco präsentiert Studie aus Asien. Die Epidemie schreitet in den USA voran: 2.500 Studenten wurden an der Washington State University krank, in New York starb ein 20-Jähriger Student.

# 14. September: Osama wütet wieder

In dem elfminütigen Audio-Band vergleicht der Terrorpate Obama auch mit Bush.
Kairo/Washington. In der wirren Rede, durchsetzt mit Zitaten von Julius Cäsar und William Shakespeare, nimmt der Al-Kaida-Terrorchef US-Präsidenten Barack Obama ins Visier. Der sei „machtlos“, den Krieg in Afghanistan zu stoppen, so Bin Laden in der elfminütigen, von Al-Kaidas Medienarm „as-Sahab“ veröffentlichten Botschaft: Er kündiget eine Intensivierung des Guerillakrieges gegen die 50.000 US-GIs an.
Wie Bush? Verzweifelt wirkte der Versuch, Obama mit dem unpopulären Vorgänger George Bush gleichzustellen. Das Argument: Obama hätte Pentagon-Chef Robert Gates im Amt belassen. Wieder rechtfertigte Bin Laden die Motive für den Jumbo-Horror des 11. September (3.017 Tote): Amerikas Unterstützung für den Judenstaat Israel.
Der Terrorpate, gefahndet seit 9/11 mit einer Kopfprämie von 50 Millionen Dollar, hält sich in den Pakistanbergen versteckt. Obama nahm dem Islamfanatiker mit seiner Versöhnungsoffensive gegen über Muslimen zuzletzt den Wind aus den Segeln.

# 13. September: Schrille Demos gegen Obama

Washington. Amerikas Rechte macht gegen Obama mobil: Zehntausende marschierten am Wochenende in der US-Kapitale Washington D.C. vor dem Kongress-Kapitol auf. Im Visier der erzkonservativen Obama-Gegner: Die Gesundheitsreformpläne sowie das zügellose Schuldenmachen. “Wir sind nicht euer Bankomat”, hielt ein Teilnehmer ein Plakat hoch, als Protest gegen drohende Steuererhöhungen.
Doch die extreme Rechte kann sich insgesamt mit Obama, Amerikas ersten Afroamerikaner im Oval Office, nicht abfinden. Slogans trafen unter der Gürtellinie: Obama wurde als „Joker“, Hitler samt Nazibart, „muslemischer Marxist“ und „Rassist“ denunziert, mit Superterroristen Osama Bin Laden verglichen, sein Foto sogar mit dem Kot der Polizeipferde beschmiert. Viele der Teilnehmer entstammen der “Birther”-Bewegung, die Zweifel an Obamas US-Staatsangehörigkeit hegen und seine Präsidentschaft für illegal halten.
Der Kampf heizt sich auf, vor allem in der Gesundheitsdebatte. Die hatte Obama durch lautstarke Proteste der Rechten in Bürgerforen und eigenem Zickzackkurs den Sommer über “politisches Kapital gekostet”, so Experten. Seine Popularität sackte unter 50 Prozent ab. Doch jetzt schlägt der Präsident zurück: In einer rauschende Kongress-Rede nannte Obama seine Reformpläne als essentiell für Amerikas Zukunft – und rechnete mit der Lügenpropaganda der Republikaner-Gegner ab. Immer öfter tritt Obama wie der stürmerische Kandidat des Wahljahres 2008 auf: Sogar der Slogan “Yes we can” wurde wieder ausgegraben.
In der immer hitzigeren Debatte und entfesselten Hetze gegen Obama, angefeuert durch hasserfüllte Tiraden von Radio-Moderatoren wie Rush Limbaugh, steigt die Sorge um seine Sicherheit: 30 Todesdrohungen erhält Obama pro Tag, enthüllte jüngst ein Buch. Die Schutztruppe “Secret Service” erhöhte die Alarmbereitschaft.

# 11. September: Trauer in NY

Bei strömenden Regen gedachte New York am achten Jahrestag des 9/11-Terrorhorrors durch das Verlesen der Opfernamen an die 2.752 Getöteten. Vier Gedenkminuten reflektierten die 102 Minuten des damaligen Alptraumes: Zwei der insgesamt vier, von Al-Kaida-Terroristen gekaperten Jumbos rasten in die Türme des “World Trade Centers” (WTC), die 417 Meter hohen Gebäude kollabierten. Die Trauerfeier, an der Vize-Präsident Joe Biden teilnahm, pausierte um 8:46 Uhr, dem Einschlag von “American Airlines, Flug 11” im Nordturm, 9:03 Uhr, Einschlag “United, Flug 175” im Südturm, sowie 9:59 Uhr und 10:28 Uhr, den Zeitpunkten der Einstürze.
In New York mischt sich in die ungebrochene Trauer über den von Superterroristen Osama Bin Laden befohlenen Massenmord auch Wut über blamable Verzögerungen beim Wiederaufbau: Nach acht Jahren ragt gerade mal das Fundament des “Freedom Tower” (der mit 541 Meter das höchste Gebäude Amerikas werden soll) aus der 6,4 Hektar großen Baugrube – allerdings bisher nur gut 20 Meter. Das bombastische Memorial, das mit Wasserfällen eine Milliarde Dollar kostet, soll selbst am zehnten Jahrestag 2001 noch nicht fertiggestellt sein.
Zum völligen Stillstand kam es bei den Plänen des Privatpächters Larry Silverstein, drei weitere, von Stararchitekten entworfene Türme zu errichten (siehe Grafik). Nach dem Wall-Street-Crash fehlt die Chance auf eine private Finanzierung. Zuletzt schockierte eine Studie: Erst im Jahr 2035 könnte die Baulücke ganz gefüllt sein. Bürgermeister Michael Bloomberg schimpfte: “Völlig inakzeptabel”.

# 11. September: Hollywood-Stories

Dass “verzweifelte Hausfrau” Eva Longoria-Parker (34) Kampfkraft besitzt, beweist das Promotions-Plakat für Staffel Sechs der TV-Hitserie: Dort ist sie als Serien-Charakter Gabrielle gemeinsam mit ihren streitbaren Suburb-Sirenen als kriegerische Amazone zu sehen – samt antiken Schwert. Der Untertitel zu der gelungenen Provokation: “Unterschätze niemals eine Hausfrau!”
Longoria hat sich tatsächlich entgegen allen Widrigkeiten an die Spitze gearbeitet: In bitterer Armut am Land in Texas als Tochter mexikanisch-amerikanischer Eltern aufgewachsen, landete sie 2000 in “Beverly Hills 90210” ihre erste TV-Rolle. Fast ist sie erstaunt: “Als Kind war ich immer das hässliche Entlein”, gestand sie der Talk-Diva Oprah.
Dann hob die Karriere von Longoria – die im ORF in neuen Hausfrauen-Folgen zu bestaunen ist – richtig ab: Sie schaffte den Durchbruch als Starmodel, in “Housewives” wurde sie über Nacht “zur Sensation”, so Branchenkenner. 2005 und 2006 kürte sie das Männermagazin “Maxim” zur Nr. 1 in deren Hitparade begehrenswerter Frauen. In der FHM-Umfrage hielt sie sich im Vorjahr an 14. Stelle der Rangliste der “Sexiest Women”.
In einer Traumhochzeit in Paris heiratete sie den französischen Basketball-Legionär in der NBA, Tony Parker (27), Longorias zweite Ehe. Doch prompt machte ihr Privatleben den Intrigen in der TV-Serie Konkurrenz: Die bildhübsche Französin Alexandra Paressant behauptete, Sex mit Parker gehabt zu haben – nachdem sie ihm ausgerechnet am Tag der Hochzeit vorgestellt worden sei. Paressant wurde jedoch rasch als Serien-Lügnerin enttarnt.
Longoria überstand das Drama. Sie konzentrierte sich auf den Ausbau ihrer Gastronomiekarriere: Ihr populäres LA-Bistro “Beso” soll in Kürze eine Filiale in Las Vegas erhalten. Mit Veranstaltungen zum Spendensammeln kämpft sie dazu für bessere Gesundheitsvorsorge: “80 Prozent meiner Zeit investiere ich in meine philanthropischen und politischen Projekte”, sagt sie: Zuletzt werkte sie sogar bei der Promotion freiwilliger Hilfsdienste mit First Lady Michelle Obama zusammen. Daneben reizen sie neue Herausforderungen in ihrer Filmarbeit: In Mexiko dreht Longoria in Kürze ihren ersten spanisch-sprachigen Film, einen Thriller.
Insgesamt träumt Parker aber bereits von einem ruhigen, romantischen Leben im Heimatland ihres Gatten: Nach dem Ende der “Desperate”-Serie wolle sie nach Paris übersiedeln, kündigte sie zuletzt an.

Die Zeichen waren unmissverständlich: Hollywoods Traumfrau Halle Berry (43) dinierte mit Kanada-Model-Partner Gabriel Aubry (33) im japanischen Top-Restaurant Nobu in New York. Dem rohen Fisch blieb sie jedoch fern, Wein ebenso. Das Urteil des US-Magazins OK!: Schwanger mit Baby Nr. 2! Details folgten: Sie befinde sich im dritten Monat, so Insider: „Sie war sich nicht sicher, ob sie noch ein Baby haben kann – deshalb ist die Freude so groß“.
In-Vitro. Der Fötus soll per künstlicher Befruchtung gezeugt worden sein, da die Oscar-Gewinnerin (Monster´s Ball) mehrere Komplikationen hinter sich hat. Auch ihr erstes Kind, die entzückende Tochter Nahla Ariela (18 Monate), wurde per In-Vitro gezeugt. Offiziell könnte es die bildhübsche Aktrice beim Auftritt bei Talkmaster Jay Leno machen, der sie nächste Woche zum Start seiner neuen Primetime-Show einlud.
Ihre Filmkarriere hatte Berry bereits deutlich zurückgeschraubt: Das Drama Frankie and Alice kommt noch heuer in die US-Kinos, ein geplantes Filmprojekt für 2010 sagte sie jedoch ab. Halle scheint ihr Glück als Mutter gefunden zu haben: Stolz ist sie, da Nahla ein paar Brocken französisch spreche: „Regard! Un Chien!” (Schau! Ein Hund!) hätte sie ihrem Dad zugerufen. Folgt jetzt die Ehe? Kaum: Berry sei nach ihrer letzten Scheidung noch zu traumatisiert, hieß es.

Bimmeln jetzt bei Hotelerbin Paris Hilton (28) doch die Hochzeitsglocken? Nach der Versöhnung mit ihrem Boyfriend, Reality-TV-Star Doug Reinhardt (23), fällt sie mit Turtel-Trips zu den romantischsten Destinationen der Erde auf: Zuerst ließ sie sich im Pazifik-Paradies Tahiti verwöhnen. Und gerade kehrten sie zurück nach aufregenden Tagen in der idyllischen Lagunenstadt Venedig.
Premieren, Shopping. Mit ernster Mine hielt Reinhardt das ehemalige Partyluder im Glitzerkleid am roten Teppich an der Hüfte. Gesichtet wurden sie am San-Marco-Platz beim Shopping, oder beim Turteln auf einer Gondeln in verwaisten Nebenkanälen. Selbst nach dem 12-Stunden-Flug zurück nach L.A. himmelten sie sich noch an. Ob Reinhardt bald einen neuen Anlauf beim Handanhalten wagt, ist noch ungewiss: Nach dem ersten Versuch war die Beziehung im Frühjahr in wilden Eifersuchtsdramen implodiert.
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Einen Hang zur Kontroverse demonstrierte Sirene Sienna Miller (27) in ihrem Liebesleben bereits: Sie soll eine Affäre mit dem verheirateten Milliardenerben Balthazar Getty unterhalten haben. Jetzt angelte sie sich den Ex ihrer Schwester, DJ George Barker.
Mammabesuch. Sie genoss die Mittelmeersonne auf der Insel Ibiza, stellte ihn bereits ihrer Stiefmutter vor. Sie soll „Hals über Kopf in ihn verliebt sein“, berichten Freunde. Und die Schwester ist auch nicht böse…

Ganz hat Jennifer Aniston (40) die Hoffnung nicht aufgegeben. „Ich glaube weiter an die Liebe“, erzählte sie dem australischen Harper´s Bazar. Ihre jüngste Flamme muss sie da wohl abschreiben: Der schottische Hüne Gerard Butler (39), mit dem sie am Stet des Films The Bounty herumschmuste, reiste vom Filmset in New York ab. Ein Wiedersehen? Höchst ungewiss, heißt es. Und: „Jen ist todtraurig“. Tatsächlich hat sie eine fast unheimliche Serie vermurkster Beziehungen hinter sich: Göttergatten Brad Pitt (45) spannte ihr Erzfeindin Angelina Jolie (34) aus. Dann endeten die Romanzen mit Vince Vaughn (39) und Musiker John Mayer (31) mit gebrochenem Herzen. Zuletzt warf sie ein Auge auf Bradley Cooper – doch der entwich in die Arme von Renee Zellweger. Immerhin ist Aniston nun Liebeskummer-Expertin: „Das wichtigste ist ein klarer Schlussstrich“, sagte sie.

Alle waren verzückt, als Sex-and-the-City-Star Sarah Jessica Parker (43) am Drehset für Teil II des Kinohits ihre Baby-Zwillinge, Marion und Tabitha, vorführte. Doch neben all den „Uhhs“ fiel auf: Sie trug keinen Ehering. Damit heizen sich die Gerüchte weiter auf: Lässt sie sich von Gatten Matthew Broderick (47) scheiden? Zuletzt zog sie solo nach Brooklyn.
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Der britische Harry-Potter-Star Emma Watson (19) hat sich gut eingelebt am Campus der US-Eliteuni Brown University bei Boston. Entgegen ersten Gerüchten, sie sei am Wochenende dort per Helikopter eingeschwebt, will sei sich ohne Starallüren in den Uni-Alltag einfügen. An der Brown unterrichtet auch Österreichs Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer als Gastprofessor.

# 11. September: Rachel Uchitel trauert

Alles scheint Rachel Uchitel (35) erreicht zu haben: Sie ist bildhübsch, trägt teure Kleider, hat einen Traumjob in New York, der aufregendsten Metropole der Welt. In der Top-Disco “The Griffin” kümmerte sie sich bis vor kurzem als VIP-Direktorin um Stargäste. Uma Thurman, Kate Hudson, Mickey Rourke führte sich unter einem prächtigen Kristallluster in dem Tanzpalast im “Meetpacking District”, Manhattans feinster Ausgehmeile, herum.
Doch dann kommt sie nach Hause, wälzt sie sich um 4 Uhr früh im Bett, starrt an die Decke. Wieder die Horrorbilder: Der Boeing-767-Jumbo, der sich am sonnigen Morgen des 11. September (3.017 Tote) in den Südturm des World Trade Center bohrt. Dort, wo die Liebe ihres Lebens, ihr Verlobter Andy O´Grady (t32) sein Leben ließ.
Fast acht Jahre hat sie darüber geschwiegen. Jetzt redet sie mit ÖSTERREICH erstmals offen über ihr Drama: “Die Bilder sind so frisch, als wäre es gestern passiert – ich stecke immer noch fest, kann das Trauma einfach nicht abschütteln”, sagt sie. Nach außen wirke ihr Leben zwar toll: “Doch das bin nicht wirklich ich!”
In ihrem Kopf ist sie immer noch das Tränenmädchen von New York. Ihr verzweifeltes Gesicht hatte damals die Welt erschüttert. Sie erinnert sich an den Moment, als das Foto entstand: “Plötzlich traf mich die volle Wucht der Verzweiflung: Mein Andy! Um Gottes Willen, bitte helft mir doch, ihn zu finden!”
Ihr wildes Leben inmitten der Reichen und Schönen sei “bloß eine Fassade”. Das Image als fröhliche und energiegeladene Powerfrau hat sie sich für den Job zurechtgelegt. Doch privat gerieten all die Tage seit dem Röhren der Todesjumbos über Manhattan zum nicht enden wollenden Albtraum: Zuerst schmeißt sie den Job als TV-Reporterin bei Bloomberg-TV. “Ich konnte die 9/-11-Bilder nicht mehr sehen”. Dann sucht sie mit Jobs als VIP-Hostess in Szenetreffs von Las Vegas bis New York nach Ablenkung.
Am meisten leidet ihr Liebesleben: Ehe, Scheidung, Verlobung, Trennung – nichts klappte. Rachel offen: “Ich ging diese Beziehungen aus falschen Motiven ein, wollte Normalität erzwingen”.
“Die Wahrheit ist”, steckt die nächste Zigarette an: “Ich komme über Andys Tod nicht hinweg”. Sie rede mit ihm, schlafe mitunter sogar in seinem alten Uni-Sweater. Die Sehnsucht nach einem neuen Lebenspartner bleibt zwar, “jemand an der Seite zu haben, den ich erzählen kann, wie mein Tag war, mit dem ich Kinder haben kann”. Doch sie könne es nicht ertragen, “nochmals jemanden zu verlieren”. Der Schutzschild bleibt oben. Selbst die knallharten Namen ihrer Hunde zeigen das: Einer heißt Rudy Giuliani (nach dem New Yorker Saubermann), der andere Ozzy Ozbourne (nach dem Hardrocker).
Ab und wann denkt die traurige Blondine sogar einfach ans Weglaufen: “Ich habe diese Vision, mich in einen Flieger zu setzen und alles zurückzulassen – ein kompletter Neustart”. Sie pausiert: “Vielleicht könnte ich nach Europa ziehen, die Leute scheinen mich ja dort zu mögen…”

# 10. September: Obama kämpft um Kassenreform

Mit zündender Rhetorik schwor Obama Kongress auf Gesundheitsreform ein.
Washington. US-Präsident Barack Obama appellierte an die 541 Kongress-Abgeordneten, seine Pläne zur Reform des desolaten Gesundheitssystems (47 Millionen ohne Krankenversicherung) abzusegnen. Die Zeit des Hickhack und der Verbreitung von Fehlinformationen müsse endlich ein Ende haben, rief Obama, sichtlich kampflustig. „Jetzt ist die Zeit zum Handeln“. Details fehlten jedoch neuerlich. Vor allem wollte sich Obama wieder nicht festlegen, ob er ein Reformpaket ohne die Schaffung einer staatlichen Krankenversicherung unterschreiben würde. Dennoch: „Er hat in der zuletzt völlig ausgeuferte Debatte wieder die Führung übernommen“, so die Washington Post. Erste Umfragen zeigen einen Meinungsumschwung. Bei der Rede kam es auch zum Eklat, als der RepublikanerJoe Wilson brüllte: „Sie lügen!“ Er muasste sich entschuldigen.

# 10. September: Sieht Jaycee so aus?

San Francisco. Jetzt könnte das erste Foto des Entführungsopfers Jacee Lee Dugard (29) aufgetaucht sein: Der National Enquirer veröffentlichte ein Foto einer jungen, extrem hübschen Frau, das Sex-Verbrecher Phillip Garrido – der Jaycee 18 Jahre in einem Gartenlager als Sex-Sklavin hielt und zwei Töchter (15, 11) zeugte – auf eine Visitenkarte zur Bewerbung seines Druckgeschäftes drucken ließ. Ein Ex-Kunde Garridos: „Er gab mir die Karte und sagte, dass die Frau seine Tochter Allissa sei“. Allissa war Garridos Tarnname für Jaycee. Das Sex-Opfer verbringt weiter an einem unbekannten Ort in Nordkalifornien Zeit mit ihrer Mutter und anderen Verwandte. „Ich bin so glücklich“, hätte sie immer wieder gesagt, so die Tante.

# 9. September: Obama an Kongress: Change Healthcare

US-Präsident Barack Obama versuchte mit einer zündenden Rede vor beiden Kongress-Kammern seine ambitionierte Reform des US-Gesundheitswesen, eines seiner wichtigsten Wahlversprechen, zu retten. Obamas Pläne, allen Amerikanern eine Krankenversicherung zu ermöglichen (47 Millionen sind nicht versichert), war zuletzt in wilden Protesten rechter Gegner und Grabenkämpfen innerhalb seiner eigenen Demokraten-Partei aufgerieben worden. Obamas Popularität stürzte unter 50 Prozent. Knapp vor der im TV übertragenden Rede blieb die Spannung aufrecht, ob sich Obama weiter für den strittigsten Punkt des Reform-Projektes – der Schaffung einer staatlichen Kasse als Konkurrenz zu den Privatversicherern – in die Schlacht wirft. Obama zeigte sich in einem Interview mit ABC-TV konziliant: “Ich bin offen für neue Ideen”. Doch die Kompromissbereitschaft bringt seine linke Fanbasis in Rage.

# 9. September: Geiseldrama in Mexiko

Unblutiges Ende einer Entführung einer “AeroMexico”-Passagiermaschine vom Ferienort Cancun in die mexikanische Hauptstadt Mexiko City: Ein Sonderkommando stürmte den “Boeing 737”-Jumbo, wo acht Entführer insgesamt 112 Passagiere und Crew gefangen hielten – darunter auch Amerikaner und Franzosen. Die dramatischen Minuten am Flugfeld in Mexiko ereigneten sich bloß zwei Tage vor dem achten Jahrestag des Entführungshorrors des 11. September (3.000 Tote). Die Geiselnehmer drohten, die Maschine in die Luft zu jagen. Sie forderten ein Treffen mit Mexikos Staatschef Felipe Calderon. Der Präsident hielt sich, so Lokalmedien, sogar für ein mögliches Treffen mit den Entführern bereit. Deren Motive sind noch ungeklärt.

# 8. September: Roberts dreht in Rom

Es ist fast ein Gesamtkunstwerk: Die historischen Gemäuer der ewigen Stadt Rom und „Pretty Woman“ Julia Roberts (41). Der Grund für den Besuch in glühender Sommerhitze: Die Filmschönheit dreht gerade die Verfilmung des Bestsellers der Starautorin Elizabeth Gilbert, Eat, Pray, Love. An der Seite von Cruz-Boyfriend Javier Bardem (40) spielt sie eine verzweifelte Frau, die nach einer bitteren Scheidung spirituelle Heilung auf einer Weltreise mit Stationen in Italien, Indien und Indonesien sucht.
Der Streifen sorgte bereits vor Drehbeginn für heftigen Wirbel in Indien: Religiöse Führer protestierten, da sie in der Romanvorlage als lächerliche Yoga-Gurus verunglimpft würden. Roberts wurde von einer Teilnahme am Filmprojekt abgeraten. Doch sie lässt sich bei ihrem Comeback nach der Kinderpause nicht bremsen: Mit dem Thriller Duplicity meldete sie sich zurück, 2010 kommen gleich zwei Roberts-Streifen ins Kino (neben Eat… auch die romantische Komödie Valentine´s Day).
Familienausflug. „Es ist großartig, jetzt immer meine Familie an der Seite zu haben“, sagte Roberts, die zum 30. Mal als Pretty Woman im ORF zu bewundern ist. Und in Rom genießt sie sichtlich abseits des Filmsets das „Dolce Vita“ mit ihrer Familie, Kameramann Daniel Moder (40), die Zwillinge Hazel und Phinnaeus (5), sowie Sohn Henry (2). Klein-Henry trug sie durch die romantischen Seitenstraßen, mit Sonnenbrillen und ausladendem Strohhut feilschte sie mit einem Fleischer um die Dicke der Aufschnitte. Während Kritiker sie nach den mageren Resultaten von Duplicity (41 Millionen Dollar US-Einnahmen) bereits abschreiben wollten, wurde der Film jetzt zum Bestseller im Video-Verleih. Was beweist: Alle lieben nach wie vor Julia Roberts.

# 5. September: SATC II

Nach dem Start der Dreharbeiten an Teil II der „Sex in the City“-Filmversion stürmen Fans Drehorte in New York. Der Film kommt im Mai 2010 in die Kinos .
New York. Der Big Apple steht Kopf nach dem Drehbeginn von Teil II der Mutter aller „Chick Flicks“ (Frauenfilme), Sex and the City (SATC). Seit Carrie Bradshaw, verkörpert von Sarah Jessica Parker (44), in ihren Louboutin-Stöckelschuhen, Sommerdress und Glitzerhandtasche am Dienstag erstmals vor der Kamera auftauchte, stürmen die Fans die Dreharbeiten: Hunderte klatschten, kreischten, drängten, als sich der Rest der schicken Viererbande einfand – die sexsüchtige Samantha (Kim Cattrall), die scharfzüngige Miranda (Cynthia Nixon) und die romantische Charlotte (Kristin Davis). Schon um 5 Uhr sammelten sich Fans am Set, die Filmcrew heuerte Wachleute an, staunte die Daily News.
Phänomen „Sex“. Am 28. Mai 2010 kommt SATC II in die US-Kinos. Erwartet wird wieder ein Bluckbuster der Superlative. SATC ist ein Phänomen: Berühmt wurden die vier Damen durch den Roman von Candace Bushnell, den Starproduzent Darren Starr (Beverly Hills 90210) zunächst als TV-Serie umsetzte: Das coole New York als Kulisse, freche Dialoge, eine Riesenportion Sex und innige Frauenfreundschaften „ergaben einen unwiderstehlichen Mix“, so Kritiker. Filmversion Eins spülte 415 Millionen Dollar weltweit in die Kinokassen. Cliquen zelebrierten den Kinogang mit wilden „Sex“-Parties.
„Big“ pleite? Heftig wird über neue Dramen der Damen spekuliert: Warum läuft Carrie ohne Ehering herum, obwohl ja verheiratet mit „Mr. Big“ (Chris Noth)? Erste mögliche Details über die Handlung kursieren auf Fan-Blogs:
# Big soll durch den Wall-Street-Crash pleite gehen,
# Miranda ihren Anwalts-Job verlieren und sich selbst als Autorin versuchen –
# und Samantha sogar einen Cop daten.
Heiß das Rätselraten über Gastrollen: Fußballergattin Victoria Beckham oder Teeniestar Miley Cyrus hätten Interesse bekundet. Freilich: Das Drehbuch, so Insider, werde “gehütet wie ein Staatsgeheimnis”.

# 4. September: Jacko begraben

In einer rührenden Trauerfeuer wurde Poplegende Michael Jackson 70 Tage nach seinem Tod bestattet. Die Gruft ist extrem gut bewacht.
Los Angeles. Es war ein kurzer Moment kindlicher Freude, als der jüngste Sohn von Popikone Michael Jackson, Blanket (7), beim Warten auf die Abfahrt des Begräbniskonvois von einem seiner Onkel Huckepack getragen wurde. Doch Stunden später folgte die bisher schmerzlichste Erinnerung an den Horror von Blanket und seinen Geschwistern, Prince Michael (12) und Paris: Todtraurig sahen sie drein, als sie mit 250 Festgästen (inklusive Lisa Marie Presley, Elizabeth Taylor, Allein Zu Haus-Star Macaulay Culkin) von ihrem Vater am Promi-Friedhof „Forst Lawn Memorial Park“ in Glendale Abschied nahmen. Zuvor hatten sie eine letzte Botschaft in den Sarg gelegt: „Daddy, wir lieben dich“.
Weiße Lilien am Sarg – und eine „letze Krönung“
70 Tage stritt der Jackson-Clan um die finale Bestattung. Dann rollte der Konvoi aus 31 Wagen auch noch mit zwei Stunden Verspätung zum Grand Mausoleum hinauf. Geplant war eine Zeremonie bei Sonnenuntergang. Jetzt war es stockdunkel, mit 34 Grad extrem schwül, die Luft verraucht durch das nur 16 Kilometer entfernte LA-Riesenfeuer.
Herausgeputzt die Jackson-Brüder mit schwarzen Anzüge, roten Krawatten und je einen, mit Swarovski-Kristallen verzierten Handschuh, Jackos Markenzeichen. Sie fungierten als Träger des Goldsarges (Kosten: 30.000 Dollar), verziert mit weißen Lilien. Sanft setzten die Kinder eine mit Juwelen bestückte Krone auf den Sarg. Die allerletzte Krönung des „King of Pop“. Tochter Paris, die beim großen Memorial Anfang Juli die Welt rührte, starrte mit ihren schwarzen Kleid mit weißem Kragen stoisch auf den Sarg: Hinter ihrer Brille ein trauriger aber gefasster Blick.
Für Mutter Katherine (79) wurde es am Ende zu viel: Als Jackson Sarg um exakt 21:43 Uhr Ortszeit in der Gruft verschwand, brach sie zusammen.
Jacksons Grab wird keine Wallfahrtsstätte für Fans
Jackson ruht nun in einer Edelgruft im Untergeschoss des durch italienische Architektur inspirierten Prachtbaus, der „Westminster Abbey des Westens“ (Time). Rund um ihn Legenden: Walt Disney, Humphrey Bogart, Nat King Cole, Sammy Davis Jr.. 800.000 Dollar kostete die Feier, 150.000 der Polizeischutz. Jacksons Grab bleibt Fans als künftiger Wallfahrtsort verwehrt: Nur Familienmitglieder haben Zutritt.

# 4. September: Lunch at Armanis

Speisen “Armani-Style” – für Fans des italienischen Modekönigs wird dieser Traum in eleganter Manier in Midtown Manhatten Wirklichkeit. Die Ausgangslage ist perfekt beim “Armani / Ristorante” an der Luxushopping-Meile der Fifth Avenue, einen Block südlich von Tiffany: Die gut aussehenden Kellner stammen aus Italien, stecken im schicken, schwarzen Armani-Outfit, das Mobiliar stammt von Einrichtungsarm “Armani Casa”.
Der Concierge grüßt höflich vor dem Fahrstuhl, mit schwarzen Anzug, weißen Hemd und schmaler Krawatte sieht er aus wie aus dem Streifen “Men in Black”. Es geht in den dritten Stock des New Yorker Flagship-Stores, angrenzend ans Lokal wird Herrenmode verkauft, im Stock darunter Anzüge, Krawatten, Kerzen oder Regenschirme. Das Design orientiert sich an den Siebzigern, als S/W-Version: Schwere Stühle mit abgerundeten Ecken sind platziert, eine verspiegelte Jalousie dämpft das Sonnenlicht am großflächigen Fenster. An der minimalistisch gestalteten Bar stechen Spotlights auf das Hochprozentige hervor. Irgendwie wirkt es wie eine Kantine für Wohlhabende, ein Konferenzraum aus einem Bond-Film aus Sean-Connery-Zeiten – oder, wie “Timeout” unfreundlicher urteilte, der Wartehalle eines “Schweizer Flughafens”.
Geschaffen hatte Modegott Giorgio Armani das Restaurant hauptsächlich für sich selbst. Endlos pflegte er über die “überkochte Pasta” bei seinen New-York-Trips zu lamentieren. Jetzt beauftragte er seinen Freund, den “Michellin”-besternten Haubenkoch Lorenzo Viani ihn (und Gäste) an der prominenten Adresse zu verwöhnen. Der Haubenkoch ist spezialisiert auf toskanische Küche, Risotto und Fischgerichte. Ein Gaumenvergnügen insgesamt, doch ein “wenig steril”, wie ein Kritiker des “New York Magazine” beanstandete.
Das Ziel der leichten, biologische Küche: Armanis Models sollen dort essen und danach noch die Mode-Exponate über den Laufsteg tragen können. Die Speisekarte dominieren Leckereien aus dem Atlantik, darunter Hummer, Garnelen, Seebass oder Schalentiere. Beim MADONNA-Lokalaugenschein besticht vor allem die Vorspeise aus gegrillten Kraken, garniert mit Kartoffelsalat. Das nachfolgende Gemüserisotto erfreut durch die perfekte Reiszubereitung, sowie leichter Konsistenz und wohlbalancierten Geschmack der Sauce. Der Lammrücken geriet geschmackvoll, interessant der gefüllte Paprika als Garnierung. Legendär ist das gegrillte T-Bone-Steak. Ob die Modemodels mit dieser Wahl – ergänzt mit “Antipasti-”, “Prima Piatti”- und Nachspeise – noch Laufsteg-fähig sind, ist fraglich.
Einzig der Kellner scheint wenig vertraut zu sein mit den kulinarischen Schätzen: “Alles schmeckt sehr gut”, wehrt er die Erkundigung nach Hausempfehlungen ab. Trotz der Lage über dem Modemekka scheint der Dress-Code leger: Auch Touristen in T-Shirts speisen neben Geschäftsleuten. Billig ist es nicht: Ein Lunch für Zwei räumt locker 250 Dollar von Kreditkarten-Konto.

4. September: Hollywood-Stories

Angelina Jolie (34) hat alles erreicht in ihrem Leben: Mit einer Gage von 20 Millionen Dollar für Teil II des Thrillers Wanted ist sie Hollywoods bestbezahlteste Aktrice, Forbes kürte sie zur „mächtigsten Celebrity“. Zusammen ist sie mit Traummann Brad Pitt (46), gemeinsam ziehen sie die attraktivste, bunteste Kinderschar des Planeten auf – die Adoptivkinder Madoxx (8), Pax (5) und Zahara (4), sowie die leiblichen Kinder Shiloh (3) und die Zwillinge Vivienne und Knox (13 Monate).
Als UN-Sonderbotschafterin hilft sich Flüchtlingen. Sie besitzt Traumvillen in Los Angeles und bei New York. Den Spätsommer verbringt sie mit Familie im französischen Pracht-Chateau Miraval, das sie um 70 Millionen Dollar kaufte. „Ich bin eine sehr glückliche Frau“, sagte sie in einem Interview.
Krach mit Pitt? Doch die US-Tabloids zeichnen ein düstereres Bild des Privatlebens der Oscar-gekrönten Diva (Girl Interrupted), die am Sonntag im ORF im Auftragskiller-Krimi Mr. & Mrs. Smith zu sehen ist: Demnach stünde die Beziehung mit Pitt – in den sie sich am Smith-Set verliebte und der Gattin Jennifer Aniston (40) den Laufpass gab – an der Kippe. Zuerst soll er sie mit Aniston-Geheimtreffen oder Massagen durch ein Kindermädchen zur Weißglut gebracht haben, dann mit Saufgelagen, etwa bei der Berlin-Premiere des Tarantino-Streifens Inglourious Basterds.
Jolie, die den Sommer ihren nächsten Hitfilm Salt drehte, verbannte ihn mehrmals aus dem Schlafgemach, so Tabloids. Das könnte auch andere Gründe haben: Pitt habe wegen der neu entdeckten Liebe für Junkfood sechs Kilo zugenommen. Zuletzt vergrämte er sie mit einer düsteren Aussage in einem NBC-Interview: „Eines Tages wird es die Liebe nicht mehr geben“. Er fürchte sich davor: „Je größer die Liebe, desto größer der Schmerz“.
Konkurrenz. Freunde berichten, dass Jolie kämpfe, die Beziehung zu retten, doch zuletzt eher der Schein gewahrt werde, „den Kindern zu Liebe“, so Insider. Auch in ihrer Karriere gerät Jolie unter Druck: Vor allem Jungstar Megan Fox (23), Spitzname „Junge Jolie“, läuft ihr zusehends den Rang als Sexbombe ab. Jolie zeigt Nerven: „Hat sie einen Oscar? Hilft sie Flüchtlingen?“, schnappte sie, auf Konkurrentin Fox angesprochen.
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Deutschlands Model-Aushängeschild Heidi Klum (36) kann Schwangerschaft Nr. 4 nicht bremsen: Vielleicht liegt es an der Routine, doch die Karriere von Klum, verheiratet mit Soul-Barden Seal (46) und mit bereits beachtlicher Wölbung, dampft aus allen Zylindern. Die sechste Staffel der Erfolgsserie Project Runway startete mit Top-Quoten nach der Übersiedlung von New York nach LA am Lifetime-Channel (nach bitterem Rechtsstreit mit dem alten Sender Bravo).
Dazu wird ein im Oktober erscheinender Fotoband „Rankin´s Heidilicious“ (von Starfotografen John Rankin) an schwangerschaftsfreie Tage erinnern. „Die Bilder sind sehr frech“, erzählte Heidi dem Magazin L.A. Confidential: „Irgendwie schaffte er es immer, dass ich komplett nackt vor seiner Linse ende“. Heidi Inc. ist nicht zu stoppen: 14 Millionen Doller scheffelte sie im Vorjahr.
Supermom. Klum, deren Vater Günther im Frühjahr einen Schlaganfall erlitt, findet die richtige Balance zwischen Familie und Karriere: Nach der fünfjährigen Tochter Leni (mit Formel-I-Gigolo Flavio Briatore) hatte sie mit Seal zwei weitere Buben, Henry (4) und Johan (3). Im nächsten Monat wird Baby Nr. 4, ein Mädchen, erwartet. „Dann ist jedoch Schluss mit dem Babykriegen“, sagte sie zuletzt. Heidi streut dem neuen Sender für „Runway Rosen: „Sie wussten genau, wie sich mich als Schwangere bei Laune halten – mit Doughnuts”.

Sexsirene Megan Fox (23) sorgt weiter für Schlagzeilen: Ganz nach Katy Perrys Hitsong offenbarte sie, dass ihr das Küssen von Frauen – zumindest vor der Kamera – weit mehr Spaß mache als mit Männern. Nach Schmuseszenen mit Kostar Amanda Seyfried (23) in ihrem jüngsten Film Jennifer‘s Body, erklärte Fox: „Mit Frauen fühlte es sich um so viel entspannter, viel sicherer an“. Dabei ist sich die Senkrechtstarterin, die bei der Premiere des Blockbusters Transformers als „neue Jolie“ gefeiert wurde, ihrer Wirkung durchaus bewusst: „Ich glaube, dass ich recht sexy daherkomme“.
„Hübsche Boys“. Sie provozierte weiter: „Frauen haben in jeder Beziehung die Oberhand“, schwadronierte sie im Cosmopolitan, „da sie eine Vagina haben“. Boyfriend Brian Austin Green kann jedoch aufatmen: Wenn sie in einer Beziehung sei, setze sie auf Monogamie. Und wenn sie solo ist? Fox: „Dann sammle ich hübsche Boys“.

Hollywood-Schönling Antonio Banderas (49) soll seiner Frau Melanie Griffith (52) ein Ultimatum gestellt haben: Entweder sie lasse sich in einer Entzugsklinik behandeln – oder die Ehe sei vorbei, berichteten US-Tabloids.
Routinebesuch? Tatsächlich meldete sich die Schauspielerin im Rehab, ein „Routinebesuch“, so ihre Publizistin. Griffith war bereits 1988 wegen Kokain-Sucht behandelt worden. Im Jahr 2000 wurde ihre Sucht nach Schmerzmitteln bekannt.

Mehr als der Reigen hochkarätiger Filme erregte die Gemüter beim Filmfest in der Lagunenstadt Venedig: Bis zuletzt war gerätselt worden, ob Kino-Traummann George Clooney (48) seine neue Freundin, Italo-Beauty Elisabetta Canalis (30) über den Roten Teppich führt. Die Romanze der brünetten MTV-Moderatorin mit dem sexy Schmollmund intensiviert sich. Gefragt wird aufgeregt: Hat Hollywoods notorischster Junggeselle endlich die Richtige gefunden? Der Star soll sie bereits gefragt haben, ob sie mit ihm nach dem Traumsommer in seiner Prachtvilla am Comer See in sein Zuhause im LA-Stadtteil “Studio City” ziehen möchte, so Insider. Und: “Es wäre ein großer Schritt für beide, vor allem aber für George, der so lange alleine lebte”. Schon gibt es auch Heiratsgerüchte: “Er ist ihr völlig verfallen, er will in Kürze um ihre Hand anhalten”, dringt aus seinem Freundeskreis. Die Frage ist nur: Sagt Elisabetta “Ja”?

3. September: Jackos Begräbnis

Neun Wochen nach dem Tod des Popidols an Medikamentenvergiftung wurde Michael Jackson auf einem Promifriedhof in L.A. beigesetzt.
Los Angeles. Die Sonne ging über dem Friedhof Forest Lawn in Hollywood Hills unter, als Popikone Michael Jackson endgültig bestattet wurde. Um 19 Uhr Ortszeit (4 Uhr MEZ, Freitag), exakt 70 Tage nach seinem Herztod durch eine Überdosis eines Narkosemittels, fand er die letzte Ruhe. Jackson lag in einem vergoldeten Sarg um 30.000 Dollar im Festgewand, mit Make-Up und Perücke. Berührend: Jacksons Kinder, Prince Michael (12), Paris (11) und Blanket (7) hatten zur Leiche ihres Vaters handgeschriebene Zettel mit der Botschaft „Wir lieben dich, wir vermissen doch!“ gelegt.
Einbetoniert in Gruft, 13 Stöcke unter der Erde
Jacksons letzte Ruhestätte ist prunkvoll: Das Great Mausoleum in der mit Kopien von Michelangelo-Statuen verzierten Gartenlandschaft ist ein Nachbau eines italienischen Palastes aus dem 13. Jahrhundert. Drinnen: Marmorböden, hohe Hallen, wuchtige Säulen, ein Glasmosaik von Da Vincis „Letztes Abendmahl“. Hollywoods Legenden von Clark Gable bis Humphrey Bogart ruhen hier, Cartoon-König Walt Disney nahebei. Nach dem Abschied im engsten Familienkreis soll Jacko in einer Gruft, 13 Stöcke unter der Erde, mit Beton eingemauert worden sein. „Vor allem Mutter Katherine fürchtet Grabräubern”, so Bruder Marlin.
Zusätzlich wird die Grabkammer mit Sensoren und Kameras lückenlos überwacht. „Das ist das Fort Knox der Promi-Friedhöfe“, so Mike Fleeman von People. Nur Angehörige haben Zutritt zum Friedhofsareal, die Gruft ist für pilgernde Fans unerreichbar.
Kosten explodierten auf eine Million Dollar
Neun Wochen lang hatte der Clan über die Details der Bestattung gezankt. Wegen dem Pomp – samt Nachfeier im feinen Beverly Wilshire Hotel – explodierten die Kosten auf eine Million Dollar. Da der Clan meist Pleite ist, erlaubte ein Richter die Bezahlung aus dem Nachlass: Jacko bezahlte seine Bestattung damit letztendlich selbst, ätzten Medien.

# 2. September: Vorbereitunge für Jacko-Begränis

Exakt 70 Tage hat es seit dem Tod von Michael Jackson an Narkosemittel-Vergiftung gedauert, bis die Popikone ihre letzte Ruhestätte findet: Heute versammelt sich die Jackson-Familie am Promi-Friedhof “Forest Lawn” im Los-Angeles-Stadtteil Hollywood Hills schließlich zur finalen Trauer-Feier. Bis zuletzt stritt der Clan um Details: Zunächst hätte er in einer in eine Wand eingemauerten Gruft im Prunk-Mausoleum “Holy Terrace” neben Hollywood-Legenden von Clark Gable bis Jean Harlow ruhen sollen. Doch jetzt, so die New York Post, soll Jacko näher seinem große Idol, Zeichentrick-König Walt Disney ruhen – im “Freedom Mausoleum”, vor dessen Toren im Garten der Disney-Gründer begraben liegt.
“Die Familie ist sich sicher, dass es sich Jackson so gewünscht hätte”, so ein Clan-Insider. Auch Jazz-Legende Nat King Cole (Grabnummer 203692) liegt in dem zweistöckigen Prachtbau. Das 1,2 Quadratkilometer große, von Kopien der berühmtesten Michelangelo-Statuen übersäte, als prächtige Gartenlandschaft angelegte Friedhofsareal garantiert der Familie totale Privatsphäre: Die erwarteten tausenden Fans und Paparazzi lassen sich am Eingangstor in Glendale leicht abschirmen. Die Sicherheitskosten sollen sich diesmal auf bloß 15.000 Dollar belaufen – Kleingeld verglichen mit den 1,5 Millionen bei der berührenden Abschiedsfeier vor 29.000 Festgästen im Staples Center am 7. Juli. Doch: Diesmal fordern die Behörden eine Rückzahlung der Kosten.
Die Begräbnis-Details: Vor einem Glasmosaik im Großen Mausoleum, dass Leonardo Da Vincis “Letztes Abendmahl” in Originalgröße zeigt, soll im engsten Familien- und Freundeskreis das letzte Trauerritual stattfinden. Es folgt eine stumme Prozession die 800 Meter zum Mausoleum. Als Versöhnungsgeste wurde auch Ex Debbie Rowe eingeladen, die Mutter der beiden älteren Jacko-Kinder Prince Michael (12) und Paris (11). Rührend: Die drei Kinder hatten Abschiedsbriefe in den Sarg gelegt.
Zuletzt hatte es Gerüchte gegeben, dass Jackos vergoldeter Sarg in der Gruft eingemauert werden soll – aus Angst vor Grabräubern, wie Mutter Katherine zitterte.
Jacksons Tod war von den Behörden zuletzt zum Mordfall erklärt worden: Ermittelt wird gegen Leibarzt Conrad Murray (52), der Jacko am Todestag fünf verschiedene Beruhigungsmittel verabreichte, inklusive dem Anästhetikum “Propofol”. Zuletzt wurde auch Jackos Sterbeurkunde ergänzt: Als Ursache ist “Tod durch intravenöse Injektion” angeführt. Mit der Verhaftung von Murray wird gerechnet.

# 2. September: Obamas Popularität down

US-Präsident Barack Obamas Popularität befindet sich in den USA weiter im Sinkflug: Laut CNN-Umfrage liegt die Zustimmung zu seiner Amtsführung bei nur mehr 53 Prozent, nach dem Institut Rasmussen gar nur mehr bei 46 Prozent. Bei Obamas Inauguration im Jänner hatte die Obama-Euphorie mit fast 70 Prozent Zustimmung einen Höhepunkt erreicht. Schuld ist vor allem die wüste Debatte um eine Reform des Gesundheitswesen, in der Obama, so Details der Erhebungen, “seine Ideen nicht klar genug erklären konnte”. Obama plant dazu in der kommenden Woche eine große Rede zum Neustart der Gesundheits-Debatte.

# 2. September: Jaycee durft Kids nicht sagen, ihre Mutter zu sein

Schock im Entführungsdrama von Jaycee Lee Dugard: Ihr Sex-Peiniger hatte ihr verboten, ihren Kindern zu sagen, dass sie die Mutter ist.
San Franzisko. Die als Elfjährige entführte Jaycee, von Sex-Verbrecher Phillip Garrido 18 Jahre lang als Sex-Sklavin gefangen gehalten, wurde bei ihren von Garrido gezeugten Kindern die Mutterrolle verwehrt. „Die Kinder hielten sie für ihre große Schwester“, so ihr Stiefvater Carl Probyn. Für die Kinder Starlit (15) und Angel (11), von denen zuletzt ein Partyfoto kursierte, ist seit ihrer Befreiung aus einer Horror-Camp im Garten des Garrido-Hauses in Antioch (Kalifornien) eine Welt zusammengebrochen: Neben der Enthüllung über ihre Mutter sollen sie nicht verstehen, warum ihr „Daddy“ im Gefängnis schmore.
Therapie. Die Therapie werde wohl „Jahre dauern“, so Probyn. Die Wiedervereinigung mit Jaycees Mutter Terry bot erste „ermutigend Schritte“, so Halbschwester Shayna: „Es waren Jaycees glücklichste Stunden“. Das Gerangel um Jaycees erstes TV-Interview hat inzwischen begonnen: TV-Divas von Oprah bis Barbara Walters strecken ihre Fühler aus.

# 1. September: Weitere Garrido-Opfer?

Die Polizei fand im Vergewaltigungsdrama um Jaycee Lee Dugard nun Knochenreste.
San Franzisko. Makaberer Fund im Horror-Camp, wo Sex-Verbrecher Phillip Garrido (58) Jaycee 18 Jahre als Sex-Sklavin hielt und zwei Kinder zeugte: Die Polizei spürte Knochenreste auf. „Wir müssen testen, ob es Menschen- oder Tierreste sind“, so ein Polizeisprecher. Untersucht werden mysteriöse Prostituiertenmorde nahe Garridos Arbeitsplatzes. Sein eigener Vater sagte: „Er könnte der Mörder sein“.
Grausige Details. Andere Entführungsfälle werden aufgerollt: Michaela Garecht wurde als Neunjährige entführt, knapp nach Garridos Haftentlassung 1988, nahe seines Wohnortes. Grausige Details gibt es über seine Vergangenheit: Frau Nr. 1 wollte er mit einer Büroklammer ein Auge auskratzen. Auf CNN enthüllte Katherine Callaway, die Garrido 1976 vergewaltigte, ihren eigenen Horror: „Ich dachte, ich würde sterben”.

# 1. September: Inferno in Kalifornien

Die Flammenwalzen des Brand-Infernos vor Los Angeles sind nicht zu stoppen: Tausende sind auf der Flucht, der Smog lähmt L.A..
Los Angeles. Der „Station Fire“ getaufte Großbrand im „Angeles National Fores“ in der Bergkette vor L.A., bloß 30 Kilometer vom Stadtteil West Hollywood entfernt, verkohlte ein Fläche von 424 Quadratkilometern (größer als das Wiener Stadtgebiet). 53 Häuser brannten bisher ab. Zwei der 3.700 eingesetzten Feuerwehrleute kamen ums Leben, als ihr Löschzug von einer rauchverhangenen Bergstraße abkam und 250 Meter tief in einen Canyon stürzte. „Es brennt überall, das Feuer macht was es will“, so Behördensprecherin Dianne Cahir. Brandbekämpfer stemmen sich gegen eine 30 Kilometer lange Flammenwalze.
Feuer verdoppelte Ausdehnung in 24 Stunden
Das Großfeuer war „explodiert“, so US-Medien, hatte seine Ausdehnung in nur 24 Stunden verdoppelt. Durch tägliche Hitze bis 40 Grad Celsius, Luftfeuchtigkeit von unter zehn Prozent sowie ausgedörrtes Gestrüpp sprechen Experten vom „perfekten Feuersturm“. Dramatische Szene spielen sich in anliegenden Gemeinden ab, wo 12.000 Häuser bedroht sind. „Verlasst eure Häuser! Sofort!”, riefen Polizisten per Lautsprecher, während beißender Rauch durch die Siedlungen wehte. Fünf Menschen missachteten Evakuierungsbefehle: Sie sind in einem Canyon eingeschlossen. Niemand könne wegen der oft 30 Meter hoch lodernden Flammen zu ihnen vordringen, so Feuerwehrchef Mark Savage.
Die gigantischen Rauchwolken, bedrohlich wie ein Atompilz, lösten in L.A. verheerenden Smog aus. Gewarnt wurde vor Stromausfällen, da die Flammen Hochspannungsleitungen gefährden. Verteidigt wird das Observatorium am Mt. Wilson: Bedroht sind dort 50 TV- und Radiosendemasten. Gouverneur Arnold Schwarzenegger, der den Notstand ausrief, hofft auf „bessere Wetterbedingungen”.