# 30. November: Zerkratzte Elin Tiger das Gesicht?

Immer wilder das Drama um Golfsuperstar Tiger Woods (33), der zwei Tage nach dem Auffliegen einer möglichen Affäre mit der New Yorker Club-Hostess Rachel Uchitel (34) mit seinem SUV vor seiner 2,4-Millionen-Dollar-Villa in Florida in einen Baum krachte. Den Crash soll seine Frau Elin Nordegren (29) ausgelöst haben: Rasend vor Eifersucht zerkratzte sie sein Gesicht, schlug bei seiner Flucht mit einem Golfschläger die Wagenscheiben ein. Woods geht deshalb den Cops aus dem Weg: Er will sie vor einer Anklage wegen Körperverletzung schützen.
“Es ist peinlich für mich und meine Familie”, so Woods zerknirscht in der erste Stellungnahme: Er pries seine “mutige” Gattin – und erklärte die Episode zur “Privatsache”. Ein frommer Wunsch: Paparazzi-Horden hetzen längst Uchitel hinterher, die einst als “Tränenmädchen” nach dem Tod ihres Verlobten beim 9/11-Terror berühmt wurde. Sie flüchtete nach L.A. zur Staranwältin Gloria Allred. Die Tabloids kündigen neue Enthüllungen über ihre angebliche Sexaffäre mit dem Supergolfer an. Woods zittert jetzt vor dem Absprung von Werbepartnern: 100 Millionen Dollar casht er pro Jahr.

# 30. November: Murder in Seattle

Rätselraten nach dem Mord an vier Polizisten bei Seattle: Warum mussten sie sterben?
Seattle. Der mutmaßliche Mörder der vier Cops Maurice Clemmons (37) hatte sich zuletzt in einem Haus verschanzt, Schüsse waren zu hören. Gerüchte über einen Selbstmord kursierten. Völlig unklar ist das Motiv für das Massaker.
Entsetzen. Vier Polizisten saßen in einem Kaffeeladen, tippten auf ihren Laptops Berichte. Clemmons erschoss zwei „wie bei einer Exekution”, so Zeugen. Als zwei Kameraden die Waffen zückten wurden auch sie getötet. Bürger reagierten entsetzt: Hunderte säumten die Straßen beim Transport der Leichen (drei Männer, eine Frau) zum Gerichtsmediziner. Die Opfer hinterlassen acht Kinder. Clemmons hat ein langes Strafregister, inklusive der Vergewaltigung einer 13-Jährigen. Er war vor Tagen auf Bewährung freigelassen worden.

# 30. November: Obamas „Surge“

US-Präsident Barack Obama will mit einer TV-Rede heute das kriegsmüde Amerika auf eine neue Afghanistan-Offensive einschwören.
Washington. Um 20 Uhr Ostküstenzeit (2 Uhr MEZ, Mittwoch) wird Obama an der Kaderschmiede West Point Academy seinen Plan zur Verstärkung der 71.000 Mann starken US-Streitmacht um weitere 35.000 GIs erläutern. Er will in der 60-Minuten-Rede aber auch einen Zeitplan für das mögliche Kriegsende in Afghanistan vorlegen, so die New York Times. Immerhin: Nur 47 Prozent der Amerikaner unterstützen laut „Gallup“ die Offensive.
Sturm auf Kandahar. Obamas Plan: Gemäß den Empfehlungen seines Afghanistan-Generals Stanley McChrystal soll eine Großoffensive Taliban-Kämpfer und Al-Kaida-Terroristen „dezimieren“. Vor allem: 9.000 Elitesoldaten der Marines werden prompt rund um die Taliban-Hochburg Kandahar die Gefechte aufnehmen. Durch Hilfsprojekte soll zeitgleich das Vertrauen der Bevölkerung gewonnen werde, die Afghanen-Armee auf 150.000 Mann anschwellen und Präsident Hamid Karzai den Kampf gegen die Korruption vorantreiben.
Hohe Kosten. Doch die Taliban operieren teils aus der „Stammesregion” Pakistans heraus, wo sie vor US-Truppen sicher sind. Obamas Spagat: Er muss Pakistan zwingen, die Taliban auch dort zu besiegen – doch Islamabad gleichzeitig versichern, dass die USA mit einem überstürzten Abzug kein Machtvakuum hinterlasse. In den USA tobt die Debatte um die Kosten: 30 Milliarden Dollar soll der Einsatz der Zusatztruppen pro Jahr kosten. Einige Demokraten verlangten eine Kriegssteuer.

# 29. November: Brangelina I: Küsse auf der Rooftop-Bar

New York. Sie sind das Superstarpaar schlechthin: Angelina Jolie (34) und Brad Pitt (45), „Brangelina“ im Verbund, rühren mit ihrer Multikulti-Kinderschar, kassieren 20 Millionen Dollar pro Film, helfen Bedürftigen als globale Wohltäter. Doch jetzt kratzt Bestsellerautor Ian Halperin – dessen Tell-All über die Popikone Michael Jackson für Furore sorgte – kräftig am Image der Superstars.
Fiese PR-Tricks. Brangelina (Transit-Verlag, 271 Seiten) könnte zum Skandalbuch des Jahres werden: Enthüllt wird Jolies exzessive Vergangenheit, ruchlose Taktiken zur Imagekontrolle und die PR-Tricks, wie Jolie und Pitt der Welt eine heile Familienidylle vorgaukelten, die nichts mit der Wirklichkeit zu tun hätte. Auszüge.

Angelina trifft Jen: „Brad freut sich…“
Nur einmal traf Jennifer Aniston Angelina Jolie. Ihr Gatte Brad Pitt sollte bald mit Jolie Mr. & Mrs. Smith drehen. „Brad ist schon recht aufgeregt, mit Ihnen zu arbeiten“, sagte sie artig. Es gab keinerlei Anzeichen zur Sorge, für „immer und ewig“ wollte sie mit Brad zusammen sein, schwärmte Jen. Sie residierten in einer 14-Millionen-Villa in Beverly Hills, entspannten sich mit Marihuana-Joints. Sie träumten von Kindern, richteten um 300.000 Dollar bereits ein separates Zimmer ein. Knapp vor Pitts Dreh mit Jolie gab sie sich gelassen: „Früher war ich eifersüchtig, aber das hat sich gelegt“.
Beim Dreh-Start flogen die Funken
Aniston täuschte sich gewaltig, wie der Autor beschreibt. Die Filmarbeiten am Auftragskiller-Thriller Mr. & Mrs. Smith begannen Ende 2003:
Die Funken zwischen Jolie und Pitt flogen sofort. Und sie hatte ihn nicht verführt. Die Attraktion war gegenseitig. In der Freiluftbar am Dach des schicken Standard Hotels in Downtown L.A. standen sie in einer abgesperrten Ecke, küssten sich heftig. Viele Stunden verbrachte Jolie in seinem Trailer. „Gerade gefickt“, wäre ihr ins Gesicht geschrieben gewesen, so Zeugen. Ein Bodyguard hätte sie einmal direkt beim Liebesakt erwischt, drei Wochen nach Drehbeginn. Gerüchte kursierten. Jen jettete, nun bereits nervös, zum Filmfest nach Cannes, um an seiner Seite am Roten Teppich Eheglück vorzugaukeln.
Böse Gerüchte über Jen gestreut:
Doch Jolies abgebrühte PR-Maschinerie rotierte bereits, schreibt Halperin:
Bereits Gatten Nr. 2, Billy Bob Thornton, hatte sie einer anderen Frau, Laura Dern, einst ausgespannt. Die Zerstörung der damaligen Hollywood-Traumehe zwischen Brad und Jen hätte Jolies Ruf als „männerstehlenden Vamp” einzementiert. Sie lancierte eine hinterhältige Rufmordkampagne: Plötzlich tauchten Tabloid-Reports auf, wonach Aniston ihre Karriere nicht Brads Drängen nach Kindern opfern hätte wollen. Der Tenor schien klar: Aniston verwehrt aus Eigensinn Brad sehnlichsten Wunsch nach einer Familiengründung! Jolie selbst spielte des Unschuldslamm: „Ich schlafe nie mit verheirateten Männern, ich habe genug Lovers, ich brauche Brad nicht“. Im Jänner 2005 trennte er sich von Aniston. Eine neue Tsunami, wahrscheinlich von Team Jolies gestreuter Insider-Reports rollte los. „Es ging um die Kinder, er wollte welche, sie nicht“, erzählte ein „Freund des Paares“. Die perfide Jolie-Strategie ist Legende. Bei jedem Skandal, der ihr Image gefährden könnte, wechselt sie gekonnt das Thema: Als sie etwa bei der Oscar-Verleihung ihrem Bruder James Haven einen wenig brüderlichen Kuss gab und Gerüchte einer Inzestaffäre kursierten, lenkte sie durch die Blitzheirat mit Thornton ab. Verzweifelt wirkten Anistons Beteuerungen: „Niemals sagte ich, keine Kinder zu wollen!“ Was wirklich passierte, scheint klar: „Sobald die Dreharbeiten begannen, checkte Pitt aus der Ehe aus”, so Insider. Das Traumpaar „Brangelina“ war geboren.
Märchen Brangelina: Alles nur Illusion?
Jetzt prognostiziert Halperin dessen Ende, nur mehr gekonnte PR halte den Mythos am Leben:
Kaum wer bestreitet, dass sie Anfangs Hals über Kopf ineinander verliebt waren. Doch die Romanze scheint verflogen, abgeflaut, die Beziehung eher ein Zweckbündnis. Immerhin: Mit der internationalen, sechsköpfigen Kinderschar sind sie die schillerndste Familie der Erde, als Filmsuperstars scheffeln sie Millionen, sie tourt als UN-Ehrenbotschafterin durch Flüchtlingslager, sagt einen Tag aus vor einem Kongress-Komitee, sitzt den anderen im „Foreign Council“ neben Bill Clinton. Er baut Öko-Häuser für „Katrina“-Opfer in New Orleans. Brangelina ist wie ein Weltkonzern, einen Marke. Die totale Imagekontrolle wird getragen von sorgfältig lancierten, idyllischen Familienausflügen – ins Tierheim, zum Eisessen, zum MacDonald´s. Die Welt in ihrer voyeuristischen Faszination fällt auf die Charade herein. Die Knebelung der Presse ist einzigartig: Reporter mussten vor Interviews Verträge unterschreiben, wo sie „keine negative Berichterstattung“ garantieren. Bei Shilohs Geburt in Namibia drängten sie den Afrikastaat, Paparazzi Einreisevisa zu verwehren.
Shiloh nannte Kinder-mädchen „Mama“
Vertuscht scheint die Wirklichkeit, so der Autor:
Obwohl sie die Kinder „wirklich lieben“, so Bekannte, verbringen sie wegen Filmproduktionen in Serie und Trips für ihr Wohltätigkeitsimperium kaum Zeit mit ihnen. Jemand hörte etwa Tochter Shiloh vor einem Hotel in London, als sie eine der Nannys „Mommy“ nannte. Es scheint wie ein Märchen im Rückwärtsgang, spätestens nächste Weihnachten dürfte wohl endgültig Schluss sein. Jolies Strategie wäre absehbar: Plötzlich könnten Stories auftauchen, wonach er sich ständig auf Partys rumtreibe, saufe, kiffe, sie sich Sorgen mache um die Kinder. Doch haben sie gar geheim geheiratet? Müssen sich nun Scheidungsanwälte mit kniffligen Prenups herumschlagen? Jolies Mutter Marcheline Betrands letzter Wunsch am Sterbebett wäre gewesen, dass Angelina Brad heirate. Niemand liebte Jolie mehr als ihre Mutter: Konnte sie ihr den letzten Wunsch abschlagen?
Messerwürfe, Faust-schläge, Gebrüll
Beschrieben wird in dem Tell-All auch, woran es in der Beziehung krankt:
Jolies Wutausbrüche sind Legende. Berichtet wurde über Messerwürfe und Faustschläge. Ein Limofahrer erzählte, wie es am Rücksitz zum Gefecht kam: „Und es war nicht Jolie, um deren körperliche Sicherheit ich mir Sorgen machte“. Insgesamt sei sie nett und umgänglich, doch wankelmütig, jähzornig. „Keine Ahnung, wie er ihr Temperament aushält“, so Freunde: „Und bei den regelmäßigen Schreiduellen ist sie stets für den Großteil des Brüllens verantwortlich“. Bereits als Teenager wurde Jolie als „Psychopatin“ behandelt, sie selbst erzählte über Sex-Blutorgien, Selbstverstümmelungen oder quälende Selbstmordgedanken. Sogar einen Auftragskiller wollte sie einmal heuern, der sie selbst töten sollte. Hinzu komme Jolies Drogenvergangenheit: Kaum harte Drogen ließ sie in ihrer Jugend aus, darunter Heroin, Kokain, LSD. Als sie völlig abgemagert zuletzt in einem Afrika-Flüchtlingslager hockte, eskalierte die Sorge um einen Rückfall: Crystal Meth sei die Modedroge für Hollywood-Stars zum rapiden Gewichtsverlust.
Affären: Er mit Model, sie mit Lesbe
Halperin durchleuchtet auch Gerüchte, ob sie sich treu sind.
Indizien über gegenseitige Affären sind unübersehbar: Mit ihrer lesbischen Ex-Geliebten Jenny Shimizu soll sie sich ein Liebesnest in Kambodscha eingerichtet haben. Dort hätten sie nicht notwendigerweise jedes Mal Sex, oft erforschten sie auch nur den Dschungel, sagte die. Pitt soll Gefallen am bildhübschen, sudanesischen Model Amma gefunden haben, die er bei einer Darfur-Hilfsgala in Cannes kennenlernte. Ein gefeuerter Ex-Bodyguard behauptete wiederum, Jolie habe geheime Sex-Dates mit einem weiblichen Popstar. Warum bleibt Pitt? Er liebt seine Kinder, die wohltätige Arbeit – sie fühlen sich wie Superhelden. All das gibt man nicht so leicht auf.

# 29. November: Brangelina II: Vom Blitz getroffen im Lift

Ein Buch sorgt für Furore: Seit Autor Ian Halperin die Skandalbio “Brangelina” über die dunkelsten Geheimnisse von Diva Angelina Jolie (34) und ihrer Beziehung zu Filmstar Brad Pitt (45) ankündigte, zittert das Glamour-Paar. In Teil II vertieft sich Halperin in Jolies wilde Jugend und frühe Karrierephase – eine Orgie wilder S&M-Sexpraktiken, Selbstverstümmelungen mit Messern und Schwertern, Drogenexzessen und düsteren Suizid-Gedanken (siehe links).
Die unfreiwilligen Stars der neuen Skandal-Lawine schweigen bisher eisern zu den Vorwürfen. Eine knappe Reaktion gab es von Pitts Ex Jennifer Aniston. Halperin behauptete, Jolie hätte Lügen über sie verbreitet, um den eiskalten “Männerraub” zu rechtfertigen. “Kein Kommentar”, schnappte Aniston, angesprochen beim Marokko-Urlaub.
Doch wer ist Ian Halperin, der Autor, der Hollywood zum Beben bringt? Der kanadische Aufdecker machte sich mit brisanten Undercvover-Recherchen einen Namen, sorgte mit Tell-Alls über Celine Dion und Kurt Cobain für Aufsehen, schockiert mit dem Buch “Hollywood Undercover”. Halperin liefert explosive Beiträge für US-Sender (Court TV, CBS oder CNN) und tischt via seiner eigenen Website laufend Enthüllungen auf. Der große Coup gelang ihm jedoch mit “Unmasked: The Final Years of Michael Jackson”. Nach Recherchen über exzessiven Medikamentenmissbrauch prognostizierte Halperin Ende 2008, dass Jacko nur mehr ein halbes Jahr zu Leben habe. Als die Popikone tatsächlich am 25. Juni starb, war das Manuskript bereits fertig. Das Tell-All wurde über Nacht zum Bestseller.

Angelina Jolie war 14 Jahre alt, ihr Tagebuch schien etwas untypisch für einen fröhlichen Teenager. Am Cover prangten Schwerter, drinnen Messer, Blut, die Worte “TOD, AUSROTTUNG” oder martialische Slogans wie: NUR DIE STARKEN SOLLEN DURCHKOMMEN. Düster, frühreif: So wird Jolies Aufwachsen im schicken Beverly Hills beschrieben. Jolie: “Ich war bereits recht sexuell im Kindergarten, erfand ein Spiel, wo wir die Jungs küssten, uns auszogen”. Ihren ersten Sex hatte sie mit 14 Jahren, mit 16 soll sie den Freund ihrer Mutter Marcheline Bertrand verführt haben. Tatsächlich zog Jolie 1991 plötzlich aus der Villa ihrer Mutter aus – und Bertrand beendete ihre elfjährige Beziehung mit ihrem Freund, einem Filmemacher.
“Einige Leute gehen Einkaufen, ich schlitze mich auf”, sagt Jolie. Nur Sex wäre ihr einfach zu wenig gewesen, sagte sie: “Ich griff nach einem Messer, schlitze meinen Freund, und er mich”. Und weiter: “Wir waren mit Blut bekleckert, mein Herz raste, es war verwegen, gefährlich”. In den Akten der Highschool liegt eine verheerende Diagnose eines Schul-Psychotherapeuten: “Angelina tendiert zur antisozialen Psychopathie”. Therapeuten machten die frühe Scheidung der Eltern verantwortlich, als sie ein Baby war – und Spannungen zu ihrem Vater, Hollywoodstar Jon Voight. Jolie nahm die Therapie nicht ernst. Dauernd wäre dort eine Abrechnung mit Dad suggeriert worden. Sie log schließlich, sie hätte ihn im Traum erstochen, gebrüllt “Du verdammtes Arschloch!” Jolie: “Dann waren sie happy”. Ihr Hang zum S&M-Sex steigt: “Ich will an die Grenzen stoßen, emotional, sexuell”. Es kostete ihr fast das Leben: Einmal fließt das Blut länger als sonst. Die Ambulanz rast mit ihr in die Notaufnahme. Fast hätte sie eine Schlagader erwischt. Der Wahn eskalierte in ihrer ersten Ehe mit Britenschauspieler Jonny Miller: Beim “wilden Sex”, wie sie es nannte, kamen nun auch Schwerter, Äxte und Kampfmesser zum Einsatz.
In einer frühen Rolle spielte sie eine Drogensüchtige. Viel Schauspielkunst bedurfte es da nicht. Ihr Drogendealer hieß “Ace”, verkaufte ihr in der Hippie-Gemeinde von Venice Beach ein Arsenal harter Drogen: Heroin, Kokain, LSD, Ecstasy. Fast stolperte sie über die Jugendsünden: Ein Mann bot um 70.000 Dollar ein Video an, in dem Jolie beim Kokainschnupfen zu sehen sein soll. Gerettet hätte sie ihre Rolle des tragischen Supermodels Gia Carangi der Siebziger, die sich beim Heroin-Spritzen mit AIDS infizierte und 1986 starb. Ein Weckruf wäre das gewesen, so Jolie.
Ihren ersten Gatten Miller betrog sie mit einer Frau: Jenny Shimizu (42), einem US-japanischen Model und Aktrice. Die Affäre überschattete die Ehe, doch er tolerierte sie zähneknirschend. Einen flotten Dreier lehnte er jedoch ab. Shimizu klärte über die bizarren Sex-Spiele: “Wir verwendeten, was immer wir in die Hände bekamen – und da waren natürlich die Messer…” Auf eine Umfrage, dass 57 aller Studenten mit Jolie schlafen wollten, sagte sie: “Am liebsten hätte ich mit meinen weiblichen Fans Sex”. 1998 erreichten ihre schwelende Selbstmordgedanken den Siedepunkt. Sie brütete über die beste Methode: Messer? Schlaftabletten? Sie wollte sich einen Kimono kaufen und sich in einem Ritual ins Schwert stürzen.
Im Lift verliebte sie sich in Billy Bob Thornton:
Sie trafen sich im Fahrstuhl. “Hi, ich bin Billy Bob”, sagte er. Sie wünschte sich, dass der Lift bis nach China fahren würde. Ein Blitz hätte sie getroffen. Sie heiratet in einer Billigzeremonie. Beide prahlten über ihr Sexleben: “Ich wurde gestern im Schlafgemach fast getötet – das war das netteste, was jemals jemand mit mir machte”.

# 29. November: Dann schwang Elin das Golfeisen

Immer wilder das Drama um den rätselhaften Verkehrsunfall des Golfsuperstars Tiger Woods: Es erhärten sich die Reports, dass seine schwedische Frau Elin Nordegren wegen eines Tabloid-Berichts – wonach er eine Affäre mit dem New Yorker Partygirl Rachel Uchitel hätte – ausgerastet sei. Laut Webdienst TMZ hätte er einem Freund erzählt: Gegen 2 Uhr Nachts, Freitag, zerkratzte sie sein Gesicht. Er flüchtete. Sie drosch vor der Luxusvilla nahe Orlando (Florida) mit einem Golfschläger auf den Geländewagen ein. Woods knallte in einen Hydranten und Baum. Der Golfsuperstar (14 Siege bei Tournier-Majors, 100 Millionen Dollar Jahresgage) ließ durchblicken, dass er zur Versöhnung jetzt einen großen Diamanten brauche. Das Paar hat zwei Kleinkinder. Woods will Elin offenbar auch schützen, sagte ein Treffen mit der Polizei ab. Denn die könnten derzeit leicht feststellen, ob die Blessuren tatsächlich Kratzspuren ihrer Attacke sind. Es droht ihr die Anklage wegen Körperverletzung. Uchitel, die beim 9/11-Terror ihren Verlobten verlor, bestreitet die Affäre. Sie will Staranwälte anheuern und die Tabloids verklagen.

# 28. November; World, meet Heidis Lou!

Genau 48 Tage dauerte das Rätselraten: Am 9. Oktober hatte Supermodel und TV-Star Heidi Klum (36) Baby Nr. 4, Lou Sulola, geboren. Doch seither gab es bloß reichlich Details über Heidis Comeback und ihrem Kampf gegen den Baby-Speck: Mit Fitness-Guru David Kirsch werkte sie an ihrer Figur, hungerte bei Thunfisch und Tomaten. Bloß sechs Wochen nach der Geburt begeisterte sie bei der “Victoria´s Secret”-Modeschau in New York, als sie im Korsett unter tosendem Jubel über den Laufsteg wandelte.
Doch wo blieben die Baby-Fotos? Nun überraschte Heidi alle: Sie stellte die allerersten Bilder ohne jegliches Mediengetöse auf ihrer Homepage “heidiklum.com” bereit. Und das im “toten Medienwinkel”, so Experten, Freitag Abends US-Zeit, am Fenstertag nach Thanksgiving. Süß sind sie nichtsdestotrotz: Strahlend hält Heidi ihren jüngsten Schatz, große Augen, dichtes schwarzes Lockenhaar, den drolligen Mund geöffnet. “Baby-Seal”, jubelten Heidi-Fans in ersten Reaktionen in Anspielung auf den Vater, Soul-Barden Seal (46). Zärtlich und stolz hält der seine erste leibliche Tochter – nach den beiden Söhnen Henry (4) und Johan (3). Leni (5) aus Heidis Affäre mit Formel-I-Hallodri Flavia Briatore will er adoptieren. Der Musikstar starrte Lou verliebt in die Augen.
Für die ersten Fotos von Baby Henry kassierte Klum 2005 vom US-Magazin “InTouch” noch kolportierte 780.000 Dollar. Zwar ein Pappenstil im Vergleich zum Rekordpreis für Nachwuchsbilder, den 14 Millionen, die “People” 2008 für die “Brangelina”-Zwillinge Knox und Vivienne blechte. Die brisant Frage diesmal: Hat sich das Starmodel, Spitzname “The Body”, diesmal anders entschieden? Oder gab es einfach keine Angebote für Baby Lou? Zumindest ihre Fans machte sie mit der schlichten Online-Veröffentlichung glücklich: “Mensch, die Lou ist ja total süß, ich habe noch nie ein so süßes Baby gesehen”, jubelte Fan Leona auf der Website.
Auf den Zusatzverdienst ist sie auch nicht angewiesen: Auf 16 Millionen Dollar schätzte das US-Magazin “Forbes” ihren Jahresverdienst. Das Geld sprudelt durch TV-Verträge, Modelinien und Werbeauftritte für Coke, VW oder McDonald´s. Obwohl sie noch neun Kilo verlieren will läuft ihr Comeback auf Hochtouren: In Kürze dreht sie die fünfte Staffel der TV-Hitserie “Germany´s Next Topmodel”. Glücklicher könnte sie auch kaum im Privatleben sein: “Ich habe den romantischsten Mann der Welt”, schwärmte sie bei Talkqueen Oprah Winfrey. Zuletzt nahm sie offiziell den Nachnamen des Nigeria-stämmigen Briten-Sängers, Samuel, an. Nur mit dem Kinderkriegen soll jetzt endgültig Schluss sein, sagte sie zuletzt: “Der Laden ist dicht”.

# 29. November: So entwischt Bin Laden…

Superterrorist Osama Bin Laden saß in der Falle. Es war Dezember 2001, drei Monate zuvor hatte der Al-Kaida-Führer mit dem von ihm orchestrierten Jumbo-Horror des 11. September (3.000 Tote) die USA schwer getroffen. Er hockte mit 100 Getreuen in der schroffen Bergregion der Afghanistan-Provinz Tora Bora, zermürbt vom ständigen Bombenhagel von US-Kampfjets. “Er befand sich klar in Reichweite unserer Streitkräfte”, heißt es in einem jetzt publizierten, brisanten Report des US-Senats.
Doch das “Kriegsteam” von Ex-Präsidenten George W. Bush verpasste die Chance, Bin Laden zu töten – und legte dadurch den Grundstein, so der Bericht, für den prolongierten, nunmehr achtjährigen Krieg am Hindukusch. 1.539 Alliiertentruppen und 35.000 Afghanen starben, 226 Milliarden Dollar gab die USA bisher aus. Am Dienstag will Bush-Nachfolger Barack Obama per TV-Rede die Entsendung von über 30.000 zusätzlichen GIs verkünden.
Als Hauptschuldige am damaligen Tora-Bora-Fiasko werden Ex-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld und Top-General Tommy Franks genannt: Anstatt mobile Eliteeinheiten der “Marines” und Scharfschützen-Trupps in Marsch zu setzen, beschränkte sich Rummy auf 100 Mann an Sonderkommandos und lokale Afghanen-Milizen. “Am 16. Dezember 2001 entkam Bin Laden ohne jeglichen Widerstand nach Pakistan”, heißt es. Dort hält er sich bis heute versteckt. Der Mythos war geboren, so der Bericht: “Bin Laden wurde deshalb erst zur Symbolfigur, der weltweit Fanatiker inspiriert”. Briten-Premier Gordon Brown forderte prompt die pakistanische Regierung auf, die Jagd auf Bin Laden zu verstärken: “Wir wollen mehr Fortschritte sehen bei der Entfernung Bin Ladens von der Al-Kaida-Spitze”, so Brown.

# 27. November: Verkehrssünder Arnie und Maria

Immer neue Blamagen für Arnie & Frau: Sie nehmen es mit dem Gesetz nicht so genau.
Los Angeles. Schriller werden die Enthüllungen über Gesetzesverstöße von Governator Arnold Schwarzenegger und Gattin Maria Shriver: Jetzt deckte der Webdienst TMZ auf, dass Arnie dem kalifornischen Fiskus 79.064 Dollar an Steuern aus 2004 und 2005 schuldet. Peinlich für einen Staatschef, der beim Budgetlöcherstopfen radikale Sozialkürzungen befahl.
Falschparker. Das Steuer-Fiasko ist der jüngste Höhepunkt einer Welle an Enthüllungen über Kaliforniens „First Family“. Fazit: Sie nehmen es mit dem Gesetz nicht so genau. Zuerst wurde Shriver – mehrmals – beim verbotenen Handy-Telefonieren am Steuer ertappt. Arnie parkte seinen Porsche in einer Parkverbotszone. Dann wieder die First Lady: Sie warf keine Münzen in den Parkometer. Einer ihrer Helfer „vertrieb“ durch das dem Zücken eines Ausweises eine Polizistin, die einen Strafzettel schreiben wollte. Dann fuhr Shriver los – ohne Sicherheitsgurt.

# 26. November: Hollywood-Stories

Gerade schien Britenblondine Sienna Miller (27) wieder zurück am Sprung in die A-Liga: Als „Baroness“ ballerte sie im Sommer-Blockbuster G.I. Joe als Spionin in enger, schwarzer Lederkluft Feinde nieder. Überwältigt sei sie gewesen vom schieren Aufwand einer Hollywood-Großproduktion. Gut lachen hatte sie: Mit dem Ende ihrer Reputation-demolierenden Affäre mit Vierfach-Vater und Milliarden-Erben Balthazar Getty (34) schien sie wieder neue Höhen in ihrer Filmkarriere zu erklimmen, die mit Alfie (2004) so vielversprechend begann.
Tequila mit Jude? Doch jetzt holen Sienna wieder Turbulenzen in ihrem Liebesleben ein. Der miese Ruf hatte ihr zuletzt eher magere Rollen in karg budgetierten Indie-Filmen eingebracht. Dann strich sie Kultregisseur Ridley Scott als Filmgeliebte von Russell Crowe von der Rollenliste des Robin-Hood-Dramas Nottingham. Trotz dieser Rückschläge kann sie es offenbar nicht lassen: Zuerst war von einem geheimen Saunatreffen mit Getty die Rede, jetzt wurde sie ausgerechnet mit Ex Jude Law (36) – deren Beziehung nach seiner Sexaffäre mit einem Kindermädchen 2005 implodierte – Tequila-kippend und heftig turtelnd in einer New Yorker Bar erspäht. Beide spielen gerade Theater am Broadway. Nicht dass Law als Playboy geläutert ist: Gerade brachte seine Ex-Modelfreundin sein viertes Baby zur Welt.
Dabei hat Miller Looks und Talent zum Superstar: Gemeinsam mit Briten-Beauty Keira Knightley (24) brilliert sie in Edge of Love in dem gerade im österreichischen Kino laufenden Dreiecks-Drama im Londoner Bombenhagel des zweiten Weltkrieges. Und gerade trachtet sie mit ihrer wohltätigen Ader für guten Medienwillen: Nach einem Entwicklungshilfetrip in den Kongo wurde sie zur Ehrenbotschafterin des Internationalen Ärzte-Korps.
Sexsirene. Miller gab zuletzt in einem Interview mit der New York Times zu, unterschätzt zu haben, dass sie als wankelmütige Sexsirene „schnell in einer Schublade landet“, abgestempelt werde. Einsicht ist gut. Die Finger von Problem-Männern lassen ist offenbar schwieriger.

Während Superstar Tom Cruise (47) beim Dreh für die Action-Komödie Knight and Day diese Woche über die Dächer der Salzburger Altstadt hetzte, musste er sich nicht nur um etwaige Abstürze sorgen: Frau Katie Holmes (30, Batman Begins) brütete zurückgelassen in New York über die Zukunft ihrer Beziehung mit dem Filmhelden und Ober-Scientologen, so US-Magazine. Katie sei „enorm unglücklich“, so Insider: Ihr Kindheitstraum, einmal Tom Cruise zu heiraten, wird zusehends zum Eigentor.
Leben total orchestriert. „Sie liebt Cruise“, so Freunde. Doch er sei ein Kontroll-Freak, orchestriere ihr ganzes Leben, schreibt US Weekly: Er sage ihr, wann und was sie zu essen habe, wähle ihre Kleider aus, hätte sogar angeregt, sie möge so blass werden wie Ex-Frau Nicole Kidman. „Sie hat dazu komplett den Kontakt zu ihren alten Freunden verloren, fühlt sich isoliert und einsam“, erzählen Insider. Lehnt sie sich auf, beschimpfe er sie vor Freunden schon mal als „dämlich“.
Dann der Wahn um Scientology: Katie bekam einen „spirituellen Aufpasser“ zugeteilt, schwitzt in Reinigungsritualen in der Sauna, schaufelt gemäß den Lehren des Sekten-Gründers L. Ron Hubbard Dosen an Vitaminen in sich hinein, stürze grauenhafte Mixturen aus Essig und Kalzium hinunter. Wild auch das Gezerre um die supersüße Tochter Suri (3): Er beharre weiter darauf, dass sie eine private Scientology-Schule besuche. Holmes will Suri jedoch viel lieber in eine katholische Bildungsstätte stecken.
100 Seiten Ehevertrag. Bizarr scheinen auch die Details eines 100 Seiten dicken, siebenjährigen Ehevertrages: Demnach soll sie zwei Kinder zur Welt bringen (sie werke gerade an Nr. 2, heißt es), er für ihren Karriereerfolg sorgen. Ein Flop bisher: Er redete ihr die Rolle im Batman-Megablockbuster Dark Knight aus. Stattdessen legte sie mit der Komödie Mad Money einen Bauchfleck im US-Boxoffice (nur 20 Millionen Dollar Einnahmen) hin.
Tell-All? Doch vielleicht überrascht sie ihn noch mit der ultimativen Rache: Ein Verlag hätte ihr, so das Magazin Star, für ein Tell-All-Buch 15 Millionen Dollar geboten. Darin könnte sie enthüllen: Die Obsession über seinen Körper, die Sucht nach Fast-Food, Details des geheimen Scientology-Wagens, in dem er Sektengeschäfte verrichtet. Allein die Drohung genügte: Tom zeigte sich plötzlich einsichtiger.

Was für Tage für Deutschlands Supermodel und TV-Star Heidi Klum (36): Zuerst überraschte sie alle, als sie bei der New Yorker Victoria´s Secret-Show plötzlich im Weinlaub verzierten Korsett am Laufsteg auftauchte. Eine Sensation: Denn zuerst hatte sie noch eingestanden, dass sie bloß sechs Wochen nach Geburt von Baby Nr. 4, Lou, noch weit entfernt vom Idealgewicht sei – und bloß moderieren wolle. Doch schließlich war sie superstolz auf die Extra-Kilo: Sie sei jetzt „Victoria´s Kurven-Mädchen“, sagte sie zu People. Und sie werde sich nicht stressen lassen, die extra neun Kilo loszuwerden.
Mrs. Samuel. Und dann nahm sie auch noch offiziell den Nachnamen ihres Gatten Seal an, mit dem sie die vierköpfige Kinderschar (Leni, Henry, Johan und Lou) in LA großzieht. Beobachter: Der ultimative Liebesbeweis.

Sind sie auch im Privatleben ein Paar, oder nicht? Die Indizien im Rätselraten um die Romanze der Twilight-Stars Robert Pattinson (23, alias Vampir Edward) und Kristen Stewart (19, alias Schülerin Bella) feierten den Megaerfolg nach dem Kinostart des Vampir-Kultfilmes New Moon (260 Millionen weltweit am ersten Wochenende) in New York so innig wie noch nie: Sie dinierten in einem Speisetempel, vergnügten sich im legendären „Soho House“, wurden gesichtet, als sie sich spät Nachts in einer Bar verliebt anstarten.
Große Zukunft. Nach dem Sensationserfolg sagen Branchenkenner den Jungstars eine steile Karriere voraus: Sogar mit „Brangelina“ werden sie bereits verglichen.
—-
Filmstar und Zweifach-Mutter Meg Ryan (48, Sleepless in Seattle) scheint trotz Serienpech mit Männern wieder eine Romanze zu wagen: Sie dinierte mit dem australischen TV-Serienstar Julian McMahon (41). Ryans Beziehungen mit Dennis Quaid und Russell Crowe endeten einst mit gewaltigem Liebeskummer.

Teen-Idol Miley Cyrus konnte es kaum erwarten: Bereits eine Woche vor ihrem 17. Geburtstag ließ sie es im New Yorker Club Canal Room krachen – samt violetter Dekoration (ihre Lieblingsfarbe) und Riesentorte samt „Madonna“-inspirierter Spitzenverzierung.
Kaum zu übersehen, auch dank dem zuletzt recht sexy Bühnenoutfit bei ihrer Konzerttour: Der Jugendstar, berühmt geworden als Hannah Montana, wird erwachsen. Samt Zickenalarm: Das zur Zeit weit berühmtere Teenager-Phänomen Twilight machte sie herunter. Trösten nach dem Eifersuchtsanfall durfte sie Aussie-TV-Star Liam Hemsworth (19), in den sie sich beim Herumschmusen in der Meeresbrandung beim Dreh zum Film The Last Song verliebte. Und die Romanze heizt sich auf: Er verbrachte jetzt sogar das Thanksgiving-Wochenende mit ihr.

# 26. November: Party-Crashers

Blaues Auge für das Secret Service: Ein Society-Paar aus Virginia drang ohne Einladung zum Staatsdinner von US-Präsidenten Obama vor.
Washington. In einem unfassbaren Bruch des Sicherheitskordons um Barack Obama drangen die Reality-TV-Möchtegernstars Michaele und Tareq Salahi zu Obamas erstem, offiziellen Staatsdinner zu Ehren des Indien-Premiers Manmohan Singh vor. Schlimmer noch: Das Paar – er im Smoking, sie in einem indisch inspirierten Seidenkleid – ließ sich mit Vizepräsidenten Joe Biden und Stabschef Rahm Emanuel ablichten.
300 Gäste hatte Obama zu seiner glamourösen Staatsgala geladen – die A-Liste aus Politik, Wirtschaft und Hollywood, darunter Regielegende Steven Spielberg. Die „Party Crashers“ wurden im Foyer des White House vom Zerimonienmeister mit „Mr. and Mrs. Salahi“ angekündigt, nach Louisiana-Gouverneur Bobby Jindal und vor CBS-TV-Star Katie Couric. Gut gelaunt schlürften sie im East Room Cocktails. Einladung hatten sie keine.
„Wir sind geehrt, am Staatsdinner zu Ehren Indiens mit Präsidenten Obama und der First Lady teilzunehmen“, verrieten sie via Web-Service Facebook. Die Zeit: 21:08 Uhr, knapp vor Beginn des Dinners.
Amerika ist entsetzt: Wie kamen sie an Obama nahe?
Entsetzen in Amerika: Wie kamen sie so nahe an Obama heran, dem gefährdetsten Präsidenten seit Kennedy? Seine Personenschützer gaben blamiert zu: „Menschliches Versagen“ an einem der Checkpoints. Dennoch: Niemand sei in Gefahr gewesen, da alle Gäste durch die Sicherheitsschleusen mussten.
Wer sind die Salahis? Laut Washington Post machten sie sich als Polo-spielendes Society-Paar im wohlhabenden „Pferde-Bezirk” Virginia eine Namen. Grade bewerben sich für die Reality-TV-Serie The Real Housewoves of D.C.. Statt einer TV-Rolle könnte es jetzt jedoch eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch geben.

# 25. November: Palin goes Bestseller

Palins Bio bricht Verkaufsrekorde. Ermutigt sie der Erfolg zur Oval-Office-Kandidatur?
Washington. Der Hype um die Bio von McCains Ex-Vizekandidatin und Fünffach-Mutter Sarah Palin kennt weiter keine Grenzen: Mit 700.000 Exemplaren verkaufte sie in der ersten Woche mehr Bücher als einst Hillary Clinton. Der Verlag druckt nach 1,5 Millionen Startauflage bereits eine weitere Million nach.
Zehntausende Fans. Signifikanter die politischen Implikationen: Bei Palins US-Buchtour jubeln ihr Zehntausende zu, die Auftritte gleichen eher dem Auftakt einer Präsidentschaftskampagne. Die unter der rechten Republikaner-Basis hochpopuläre Ex-Alaska-Gouverneurin signalisierte die Bereitschaft zum Antreten gegen US-Präsidenten Barack Obama 2012. Umfragen im wichtigen Vorwahlstaat Iowa geben ihr beste Chancen, White-House-Kandidatin der Republikaner zu werden. US-Medien spekulieren bereits heftig über ein mögliches Re-Match zwischen Palin und Obama in drei Jahren.

# 25. November: Obamas Afghanistan-Plan

US-Präsident Barack Obama bläst im acht Jahre alten Afghanistan-Krieg zur Offensive: 34.000 zusätzliche Truppen sollen ins Kriegsgebiet.
New York. Die acht neuen Kampfbrigaden sollen in einer Truppenaufstockung („Surge“) in die Schlacht gegen Taliban-Rebellen und Al-Kaida-Terroristen geworfen werden. 68.000 US-GIs stemmen sich derzeit neben 44.000 NATO-Truppen gegen immer dreistere Taliban-Vorstöße: Mit 298 toten Amerikanern ist 2009 das blutigste Kriegsjahr. „Nach acht Jahren, wo es oft an Ressourcen und Strategie mangelte“, konnte sich Obama einen Seitenhieb auf Vorgänger George W. Bush nicht verkneifen, „habe ich jetzt die Absicht, die Arbeit zu vollenden“..
Obama will skeptisches Volk per TV-Rede überzeugen
Obama will in einer TV-Rede am Dienstag die kriegsmüde Nation auf den Kriegskurs einschwören. Nur mehr 50 Prozent sind laut CNN-Umfrage für mehr Truppen, 49 Prozent dagegen. Betrugsskandale bei der Wiederwahl von Präsident Hamid Karzai und ausufernde Korruption hätten „das Vertrauen in den Afghanistan-Partner erschüttert“, so Meinungsforscher. Viele fragen: Lohnt sich der hohe Blutzoll?
Nach wochenlangen Beratungen, die von Ex-Vize Dick Cheney als „Zappelei“ verdammt wurden, gibt Obama seinem Afghanistan-General – der Haudegen Stanley McChrystal (55), dessen Truppen einst Iraks Saddam Hussein fassten – fast zur Gänze die verlangten Truppenstärken: Attackiert soll nun vor allem die Taliban-Hochburg im Süden rund um Kandahar werden.
Obama signalisierte, dass er statt der bloßen Eindämmung der Gewalt auf „die Zerschlagung der Taliban-Verbände abziele”, so die New York Times.
Kritiker warnen vor zehn weiteren Kriegsjahren
Kritiker warnen: Die „Eskalation“ könnte den Krieg zehn weitere Jahre prolongieren. Afghanistan wäre damit Amerikas längster Krieg. Kritisiert werden die Kosten: 226 Milliarden Dollar kostete der Krieg bisher, der „Surge“ verschlinge 30 Milliarden pro Jahr.

# 22. November: Handschuh-Hype um Jacko

Fans bezahlen weiter Unsummen für alles Michael Jackson: Jetzt ersteigerte ein Hongkong-Hotelbesitzer einen Glitzerhandschuh.
New York. Ein strassbestückter, weißer Glitzerhandschuh – einst Markenzeichen des „King of Pop“ – wurde jetzt im Hard Rock Cafe am New Yorker Times Square um 350.000 Dollar versteigert. Der Käufer, Hotelbesitzer Hoffman Ma (36) aus Hongkong, berappte insgesamt mit Steuern und Gebühren 420.000 Dollar. Er lachte: „Ich hatte erwartet, weit mehr bezahlen zu müssen“. Jackson trug den Handschuh bei der Premiere des legendären Moonwalks 1983.
Angefeuert. Der neue Besitzer will das legendäre Stück in einem seiner Resort-Hotels, dem „Ponte 16“ in Macao, ausstellen. Experten staunten über den Verkaufspreis: Auf 60.000 Dollar war der Wert des Handschuhs geschätzt worden. Als der Preis jedoch kletterte, feuerten brüllende Fans die Auktion an. Eine Jacke, die Jacko 1989 bei seiner Bad-Tour trug, wurde um 225.000 Dollar verkauft, 20 mal höher als der Schätzwert.

# 22. November: Gesundheitsreform nimmt nächste Hürde

Obamas Gesundheitsreform nahm die nächste Hürde im Senat: Sieg rückt Washington. Das von US-Präsident Barack Obama forcierte Reform-Projekt – das erste massive Umkrempeln des US-Gesundheitswesens seit 60 Jahren – rückt im Senat in die nächste Phase: Obamas geeinte Demokraten wehrten mit 60 Stimmen eine Attacke der Rechten ab, die die Pläne vereiteln wollen. Die Debatte im Oberhaus kann damit beginnen, das nächste Gefecht steht bei der finalen Abstimmung bevor.
Triumph? 31 Millionen Amerikaner sollen eine Krankenversicherung erhalten. Das Repräsentantenhaus hat die Reform bereits genehmigt. Ein Erfolg wäre Obamas erster großer Triumph.

# 21. November: Angst um Virus-Mutationen

Alarm um potenziell gefährliche Mutationen des Schweinegrippe-Virus: Zwei Opfer starben in Norwegen an einer aggressiveren Variante,
Washington/Oslo. Neben den zwei Todesfällen ist ein dritter Patient todkrank. „Der Erreger dringt in weit tiefer in den Atemwegen liegendes Gewebe ein und könne leichter zu Komplikationen führen – vor allem Lungenentzündung”, warnte das Gesundheitsministerium in Oslo. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält fieberhaft Ausschau nach H1N1-Mutationen, die die Schweinegrippe-Pandemie (bisher 6.750 Tote) weit tödlicher als bisher machen könnten. Veränderungen des Erregers wurden bisher in Brasilien, China, Japan, Mexiko und den USA registriert.
Killer-Virus dürfte nicht in der Bevölkerung zirkulieren
Experten wiegeln bisher ab: Mutationen seien bei Influenzawellen „normal“, so die Sprecherin der US-Seuchenbehörde CDC Anne Schuchat. Im Klartext: Trotz der Veränderungen bietet der Impfstoff weiter effektiven Schutz und Kranke sprechen auf Medikamente wie das Grippemittel Tamiflu an.
Die Fälle in Norwegen sorgen dennoch für Unruhe: Bisher gibt es noch keine Anzeichen, dass das neue Killer-Virus „unter der Bevölkerung zirkuliere“, wollten norwegische Beamte eine Panik abwehren.
Für zusätzliche Aufregung sorgte eine Anhäufung von Fällen („Cluster“) im US-Staat North Carolina, wo das Virus gegen Tamiflu resistent scheint. Alle Patienten liegen im gleichen Spital. Die CDC entsandte Experten. Tamiflu (vom Pharmariesen Roche) ist neben Relenza die wichtigste Waffe der Ärzte bei der Behandlung. 50 Fälle Tamilfu-resistenter Virusformen sind global dokumentiert. Doch erstmals traf es mehrere Personen.
Für Kinder oft tödlich: 21 US-Opfer in einer Woche
Doch die US-Behörden gaben auch leichte Entwarnung: Die Influenzawelle könnte in Amerika den Höhepunkt überwunden haben, nur mehr 43 statt 46 Staaten meldeten „weitverbreitete Krankheitsausbrüche“. Für Kinder bleibt die Epidemie jedoch tödlich: 21 starben in der Vorwoche, so die CDC.

# 19. November: Hollywood-Stories

Eva Longoria-Parker (34) hat gelernt zu kämpfen, rackerte sich aus der bittersten Armut einer Einwandererfamilie in den Olymp der Hollywood-Diven empor: Als „Gabrielle“ ist sie erotisches Zugpferd der TV-Serie Desperate Housewives. Jährlich landet sie in der FHM-Liste der betörendsten Frauen. Zuletzt wurde sie sogar wegen ihrer Hilfsprojekte in Hollywood zur „Wohltäterin des Jahres“ ausgerufen. Und immer noch reden alle über ihre Pariser Traumhochzeit zu NBA-Basketball-Legionär Tony Parker (27).
Baby-Traum. Was fehlt zum Glück? „Ein Baby“, so Freunde: Das Paar versuche mit zunehmender Verzweiflung sich ihren Kinderwunsch zu erfüllen, heißt es. „Leicht besorgt“ seien sie, da der Erfolg bisher ausblieb. „Gott wird uns ein Baby schenken, wenn er es für richtig hält“, suchte sie bereits religiösen Halt. Es ist nicht das einzige Ungemach für die kurvige Latina-Schönheit, die sich zuletzt mit Gatten Tony nackt für das britische Modehaus London Fog ablichten ließ: Hartnäckig halten sich Gerüchte, dass am Set der Kult-TV-Serie nach früheren Zickenkrieg-Eruptionen mit den Kostars Terry Hatcher und Marcia Cross die Spannungen weiterköcheln.
Jumbo-Drama. Spekuliert wird deshalb, dass Produzent Marc Cherry ein apokalyptisches Exempel statuieren könnte: In der Dezember-US-Folge soll ein Jumbojet auf die Wisteria Lane, dem Tatort der amourösen Intrigen, krachen. Wer stirbt? „Gleich mehrere könnte der Filmtod ereilen“, so Unterhaltungsblogs. Longoria-Parkers Glück: Niemand der Spekulanten in den glühenden Internet-Foren tippt auf sie.

Unter durchdringendem Gekreische jugendlicher Anhänger zeigte sich Teenie-Schwarm Robert Pattinson (23) bei der L.A.-Weltpremiere von Teil II der Twilight-Vampirkultfilme, New Moon – Biss zur Mitternachtsstunde (ab 26. November in Austro-Kinos). Elegant im schwarzen Anzug, weißen Hemd und dunkler Krawatte schlenderte der britische Jungstar den roten Teppich entlang, schüttelte Hände, gab Autogramme. Gleich hinter ihm: Seine große Liebe – im Film und möglicherweise auch im Leben – Kristen Stewart (19). Sie folgte im wehenden Traumkleid.
Rekorde purzeln. Der Hype um die Twilight-Stars kennt kaum mehr Grenzen: Mit 380 Millionen Dollar Einspielergebnis gesellte sich die erste Vampirromanze (Biss um Morgengrauen) bereits in die Riege historischer Blockbuster. Jetzt brach New Moon alle Vorverkaufsrekorde. Pattison alias Vampir Edward Cullen hielt sich als jüngster Cover-Boy des Kultmagazins Vanity Fair für einen Star wider Willen: Ein Bein sei länger als das andere, er sehe damit eher aus wie ein Cartoon-Charakter, verstehe gar nicht, warum er als Sexidol verehrt werde. Der Brite aus einfachen Verhältnissen versuche, im „Ruhm nicht zu ertrinken“, wie er sagte. Tatsächlich: Als ihn stürmische Fans in New York auf eine dicht befahrene Avenue drängten, schien sogar sein Leben in Gefahr. Der Twilight-Kult katapultierte auch andere Jungstars ins Rampenlicht: Taylor Lautner (17) etwa wurde wegen seines muskelbepackten Oberkörpers zum Teenidol.
Romanze. Mitschuld am Hype ist aber auch die Aufregung um eine mögliche Romanze von Pattinson mit Kostar Stewart (Schülerin Bella). Keiner der Turteltauben hat eine Beziehung offiziell eingestanden. Es wirkt fast wie ein genialer PR-Trick: Jedes versteckte Händchenhalten garantiert jetzt Tabloid-Covers.

Die Depressionen von Filmstars und Model Brooke Shields (44) nach der Geburt ihrer ersten Tochter Rowan (heute 6) waren weit schlimmer als bisher zugegeben, enthüllte sie jetzt bei einer Rede vor einer Hilfsorganisation. Als sie nach dem ersten Schub an postpartaler Depression die Medikamente absetzte, wollte sie ihren Wagen am Freeway in eine Betonwand steuern – mit ihrer Babytochter am Rücksitz. Ein anderes Mal dachte sie sich plötzlich; „Das Baby wäre besser dran ohne mich“. Ständig plagten sie Selbstmordgedanken.
Fehlgeburten. Laut People hatte Shields, die mit TV-Autor-Gatten Chris Henchy auch die Tochter Grier (3) großzieht, eine Fehlgeburt hinter sich – und es bedurfte sieben In-Vitro-Versuchen, bis sie mit Rowan schwanger wurde. Shields war einst von Top-Scientologen Tom Cruise kritisiert worden, da sie Antidepressiva nahm. Die Sekte lehnt Medikamente ab.

Filmheld Johnny Depp (46) will seinem Freund seit 20 Jahren, Starkollegen Nicolas Cage (45) aus der Patsche helfen. Cage schuldet nach Jahren exzessivem Shoppingwahns der US-Steuerbehörde sechs Millionen Dollar – die er trotz dem Verkauf mehrerer Millionenvillen nicht zurückzahlen kann. Depp hätte Cage angerufen und ihm versichert: „Mach dir keine Sorgen“. Der Piraten-Star sagte, dass er seine Karriere Cages früherer Hilfe verdanke. Jetzt wolle er sich revanchieren.

Hollywoodstar Nicole Kidman (42) braucht keine Schönheitschirurgen: Das Stillen ihrer einjährigen Tochter Sunday Rose hätte ihre Brüste zu „einer normalen Größe“ aufgeblasen, freute sie sich. Kidman gibt sich zuletzt offenherzig: Sie enthüllte auch, dass sie mit Countrystar-Gatten Keith Urban „Fetisch-Sex“ betreibe.

Wieder umwerfend sah Heidi Klum (36) beim großen Comeback als Moderatorin der New Yorker Victoria´s Secret-Show nur sechs Wochen nach Baby Nr. 4, Lou Sulola aus. Doch sie musste extra hart rackern. „Diesmal komme ich nicht so leicht in Schuss“, hatte sich die Seal-Gattin und Vierfach-Modelmutti beklagt.
Radikaldiät. Prompt suchte sie beim Kampf gegen den Babyspeck Hilfe von Fitnessguru David Kirsch, hieß es: Kohlenhydrate, Zucker und Milch mussten Eiweißomlettes und Spinat weichen. Dazu geht es zweimal täglich in die Kraftkammer. Leichte Panik klang bei dem TV-Star (Project Runway) durch: „Ich bin jetzt 36, wenn ich dem Speck nicht gleich los werde bleibt er vielleicht für immer“. Deshalb gönnt sich sich keine Pause: In Kürze dreht sie Staffel Fünf der Hitserie Germany´s Next Topmodel.

Sieht so ein glückliches Paar aus? Angelina Jolie (34) und Brad Pitt (45) gossen selbst Öl ins Feuer wachsender Trennungsgerüchte, als sie mit Eiseskälte und gequältem Lächeln durch ein L.A.-Museum schritten. Er starrte, weiter mit grauem Yeti-Bart, grimmig, sie schien regelrecht angewidert. Jetzt fragen alle noch lauter: Ist die Beziehung nur Show?

Der Feschak aus der TV-Hitserie Grey´s Anatomy, Eric Dane (37), bestätigte jetzt, dass er gemeinsam mit Frau Rebecca Gayheart (38) das erste Baby erwartet. „Wir wollten immer schon Eltern werden“, freute sich Gayheart. Das Paar kann die freudigen Baby-News nach dem peinlichen Skandal um ein Sex-Video eines flotten Dreiers gut gebrauchen.

# 19. November: Arnie wirft das Handtuch

Kalifornien-Gouverneur Arnold Schwarzenegger will seine Polit-Karriere nach dem Ende seiner Amtszeit im Jänner 2011 beenden.
Los Angeles. Erstmals sagte Arnie klar:„Ich habe mir nie die Etikette eines Politiker umgehängt – deshalb trete ich für kein weiteres Politamt mehr an“. Wegen der Begrenzung des Amtszeiten muss er sein Gouverneursbüro im Jänner 2011 räumen. Zuletzt wurde spekuliert, ob er für einen Senatsposten kandidiert. Als US-Präsident darf Arnie nicht antreten, da er im Ausland geboren ist. Petitionen zur Verfassungsänderung versandeten.
Die Aufgabe seiner Politlaufbahn kommt nicht ganz freiwillig: Arnies Beliebtheit sackte auf 27 Prozent („Field“-Umfrage) ab, womit der Ex-Hollywood-Star unpopulärer als selbst Ex-Präsident George Bush zum Ende seiner Amtszeit ist. Der Grund: Um die Staatspleite Kaliforniens abzuwehren, feuerte der „Governator“ Beamte und Lehrer, kürzte die Sozialhilfe für Alte und Arme. Er musste Häftlinge freilassen, Infrastruktur-Projekte einfrieren. Prompt platzte nach seiner Rückkehr vom umjubelten Besuch bei US-Truppen im Irak zur Imagepolitur (und Abstechern nach Graz und Mailand) die nächste Bombe: Wieder klafft im Etat ein Loch von 22 Milliarden Dollar, neue tiefe Schnitte ins Sozialnetz drohen.
In den Ruinen der Arnie-Ära heizt sich der Kampf um die Nachfolge auf: Chancen hat eine weitere „bunte Kandidatin“, die Gründerin des Internet-Flohmarktes Ebay, Meg Whitman. Ihre „Manager-Qualitäten“ sollen endlich eine Sanierung des Pleitestaates herbeiführen, verspricht sie. Arnie kämpft im Finale noch verzweifelt um sein Vermächtnis: „Ich werde die Probleme lösen”, sagte er unverdrossen. Und danach? Wegen den Erfolgen als Ökovorreiter könnte er als Klimaguru um die Welt jetten. Oder wieder Hollywood-Filme drehen.

# 18. November: Der Jacko-Fluch?

Sexverfahren gegen Popstar in den Neunzigern zerstörte Familie.
New York. Der Vater des Buben „Jordy“ Chandler, der als Dreizehnjähriger Popikone Michael Jackson im Jahr 1993 schwerer sexueller Übergriffe bezichtigte, jagte sich eine Kugel in den Kopf. Bereits am 5. November hatte die Polizei Evan Chandler (65) in einem Luxus-Apartmentgebäude bei New York in einer Blutlache gefunden, den Revolver, Kaliber 0,38, hielt er in der Hand. Jacko hatte damals beim ersten Kindersexskandal 22 Millionen Dollar Abfertigung gezahlt. Das Leben der Chandlers war jedoch zerstört: Fans attackierten den Vater, verwüsteten seine Arztpraxis, die Ehe fiel auseinander. Er ließ sein Gesicht umoperieren. „Opfer“ Jordy, heute 29, bleibt untergetaucht.

# 17. November: Arnie jettet in den Irak

Arnie will im Finale der Kalifornien-Regentschaft mit Trips Image aufpolieren.
Bagdad. Angesichts der Dauertristesse durch die Kalifornien-Budgetkrise wirkte der Abstecher von Governator Arnold Schwarzenegger (62) zum Besuch der GIs im Irak als willkommene Abwechslung: Gut gelaunt klopfte Arnie im „Camp Victory“ bei Bagdad Soldaten auf die Schultern, verteilte fette Zigarren und lud sie zum Krafttraining ein. Der Ex-Bodybuilder-Champ: „Vergesst nicht, jeden Tag die Hanteln zu wuchten“. Er wollte den Truppen „für ihre Opfer zu danken“. Doch zu Hause gab es auch Kritik: Eher wolle er an alte Heldenzeiten zum Finale seiner Amtszeit anschließen.
Magere Bilanz. Denn die Bilanz von Arnies Regentschaft seit 2003 ist mager. Zweimal stand der US-Riesenstaat (38 Millionen Einwohner) heuer vor der Pleite: Mit drastischen Sozialkürzungen musste Arnie im Juni ein 20-Milliarden-Dollar-Loch im Etat stopfen. Jetzt könnten gleich wieder 12 Milliarden fehlen. Beklatscht wird nur seine Vorreiterrolle beim Klimaschutz. Arnies Popularität sackte auf 30 Prozent. Bei der Wahl 2010 darf er wegen Gesetzen zur Amtszeitbegrenzung nicht mehr antreten. Auf den Posten schielen die Ex-Ebay-Chefin Meg Whitman oder Senatorin Dianne Feinstein.

# 17. November: China lässt Obama abblitzen

Viel Atmosphäre, wenig konkretes beim ersten China-Besuch von US-Präsidenten Barack Obama. Der genoss eher das Sightseeing.
Peking. Leger gekleidet mit Lederjacke durchschritt Obama sichtlich bewegt das Kopfsteinplaster zwischen den roten Bauten der „Verbotenen Stadt“, seit 1420 Sitz 24 chinesischer Herrscher. Als „Tourist“ war auch ein Trip zur legendären chinesischen Mauer geplant. Doch an der Polit-Front wollte Obama beim Gipfel Chinas Amtskollegen Hu Jintao wenig energisch entgegentrete. Dabei schien die Liste für möglichen Diskurs endlos: Chinas Menschenrechtsverletzungen, der Widerstand gegen Grenzen beim CO2-Ausstoß, das künstliche Niedrighalten seiner Währung Yuan zur Ankurbelung der Exporte.
Absichtserklärungen statt konkreter Resultate:
Nach einem 120 Minuten langen Zweiergespräch in der „Großen Halle des Volkes“ blieben kaum mehr als lauwarme Erklärungen. „Die großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, vom Klimawandel, der Verbreitung von Atomwaffen bis zur Wirtschaftskrise“, so Obama, „könne keine unserer Nationen alleine lösen“. Reporterfragen wurden verboten. Karg die Resultate: Neue Gespräche über Menschenrechte, gegenseitige Militärbesuche zum „Misstrauensabbau“. Immerhin: Beide wünschten sich beim Klimagipfel in Kopenhagen im Dezember „einen Deal“. Dennoch blamierte Peking Obama: Seine Standpauke bei einem Studententreffen gegen die Zensur wurde im Staats-TV zensiert.

# 12. November: Hollywood-Stories

Filmdiva Angelina Jolie (34) startet an der Kinofront durch: Gerade wurde der Trailer ihres Filmcomebacks nach der Twin-Geburt im Agenten-Thriller Salt (im Sommer 2010 im US-Kino) 2008 veröffentlicht. Da ballert sie als CIA-Spionin mit Hightech-Waffen von den Dächern rasender Laster Kontrahenten nieder, behauptet in Spitzenunterwäsche und Traumfigur ihren Rang als Hollywoods Sex-Ikone Nr. 1.
Jetzt sorgt Jolie mit dem nächsten Projekt für Aufsehen: Im Film The Tourist reißt sie Kostar Johnny Depp, der einen Ami-Urlauber spielt, in ihr Netz aus Interpol-Intrigen. Für den Coup hatte sie sogar Starkollegin Charlize Theron ausgebremst.
Idylle? Explosiven Reports über Trennungsgerüchte von Partner Brad Pitt (45) und den angeblichen Zerfall ihrer Traumfamilie (Maddox, 8, Pax, 5, Zahara, 4, Shiloh, 3, sowie die Twins Vivienne und Knox 1,5 ) steuert sie mit harmonischen Auftritten entgegen: Zuletzt zeigte sie gut gelaunt mit Brad die süßen Zwillingen beim Eislutschen her, dann gefiel der Clan fantasievoll verkleidet (Brad in Kürbis-orange) bei Holloween. Auch Spekulationen über weiteren Zuwachs heizte sie an: „Ich kann mir Additionen vorstellen“, sagte sie kürzlich.
Skandale? Die Skandallawine lässt sich aber kaum aufhalten. Tell-All-Spezialist Andrew Morton wühlt bereits im Dreck. Das Magazin Star bot einen Vorgeschmack: Demnach schmeiße Pitt die cholerische Jolie Gegenstände nach, lenke sich mit lesbischen Affären ab. Sie erreiche das Gegenteil, hieß es: Brad flüchtet in den Suff und flirtet mit Ex Jennifer Aniston per SMS.

Es war ein Auftritt, würdig dem vielleicht derzeit heißesten Superstar: Beyonce Knowles (28) erschien dramatisch auf der Bühne der MTV Awards in Berlin, 9.000 Fans tosten, als sie sich im knallroten Korsett und Reizwäsche dramatisch aufrichtete. Gleich drei Preise räumte die als Sängerin, Aktrice und Model rundum talentierte Beyonce ab, darunter ein Trophäe für den besten Song, Halo, und das tollste Video Single Ladies. Teilnehmer waren sich einige: „Sie hat allen die Schau gestohlen“. Und dann gab es für den Superstar auch jede Menge Geschichte zu feiern: Mit Zehntausenden jubelte sie beim 20-Jahr-Jubiläum des Falles der Berliner Mauer.
xxxx Beyonce – die im Oscar-Abräumer Dreamgirls im heimischen Kabel-TV erstmals zu sehen ist – genießt offenbar ihr Superjahr: Im Jänner durfte sie den gerade angelobten Starpräsidenten Barack Obama beim Tanz mit Gattin Michelle besingen (der ergreifendste Momente der Inauguration mit 2,5 Millionen Menschen). Dann räumte ihr erotischer Thriller Obsessed am Box Office ab, zuletzt verlieh sie ihre markante Stimme einer populären Kinderzeichentrickserie.
Baby-Wunsch. Beyonce scheffelt Unsummen: Mit 80 Millionen Dollar zwischen Juni 2007 und Juni 2008 (Forbes) gilt sie als eine der höchstbezahltesten Stars der Unterhaltungsindustrie. Und eines ihrer größten Sex-Symbole. Ihr Erfolgsrezept, wie sie sagte: „Ich ziehe mich sexy an und agiere wie eine Lady“. Angesichts ihres Höhenfluges scheinen frühere, persönliche Herausforderungen weit in der Vergangenheit zu liegen: Sie enthüllte, dass sie während des turbulenten Zerfalls ihrer R&B-Gruppe Destiny´s Child an „schweren Depressionen“ litt, sich wochenlang im Schlagzimmer verkorchen hatte.
Was fehlt Beyonce heute noch zum Glück? Ein Baby: Ihr Gatte seit 2008, Rapper Jay-Z (39), verriet, dass die Familiengründung jetzt für sie allerhöchste Priorität habe.
—-
Als würde Hollywood-Legende Demi Moore rückwärts altern: Am Cover des Magazins “W” und einer sexy Fotostrecke drinnen sieht sie jünger denn je aus – und das ausgerechnet zu ihrem 47. Geburtstag. Doch so sehr sie sich verzweifelt jung hält, gesteht sie in dem Interview auch ein: “Die tollen Rollen bekommen in Hollywood meist Frauen zwischen 25 und 35”. So führt Moore ihre Filmkarriere abseits teurer Blockbuster mit kleineren “Indie”-Projekten fort, gerade dreht sie die Satire The Jonses mit David Duchovny. Moore ärgert sich auch, dass sie wegen ihrer Beziehung zum 16 Jahre jüngeren Ashton Kutcher (31) gehänselt wird: “Keine Ahnung warum ich zum Postergirl für Beziehungen älterer Frauen mit jüngeren Männern wurde – jedenfalls richtet mich seine Liebe richtig auf”. Sie kontert damit Trennungsgerüchten, die zuletzt kursierten.

# 10. November: Pulver-Alarm in Austro-Botschaft

Terroralarm in der österreichischen UN-Vertretung in der “Third Avenue” in Midtown Manhattan: Montag Nachmittag traf ein Brief in den Büros im 31. Stock eines Büroturmes ein. Abgestempelt war das Schreiben in Dallas (Texas), sonst nichts auffälliges. Große der Schock jedoch beim Öffnen: Aus dem Kuvert staubte feines weißes Pulver. Die erste Reaktion: Anthrax-Alarm. Immerhin: Die Terror-Welle des Jahres 2002, wo dutzende Anthrax-Briefe ?? menschen töteten und die USA in komplette Panik stürzten, ist noch gut in Erinnerung. Die UN-Vertretung, die unter der Führung von Botschafter Thomas Mayr-Harding ausgerechnet gerade Österreichs Vorsitz im wichtigsten Weltgremiums des UN-Sicherheitsrates übersieht, verständigte sofort die Polizei: Minuten später trafen Spezialisten der ABC-Einheit der New Yorker Polizei (NYPD) in utopischen “Hazmat”-Seuchenschutzanzügen am Schauplatz ein. Neuen österreichische Mitarbeiter wurden als Vorsichtsmaßnahme dekontaminiert.
Der Vorfall löste im nach dem 11. September stets hochnervösen New York einen kompletten Terroralarm aus. Rasch wurde auch bekannt: Der Pulver-Brief an die Österreicher war kein Einzelfall. Auch die New Yorker UN-Vertretungen von Frankreich und Usbekistan erhielt Briefe mit dem verdächtigen Pulver. Und: In zumindest ein Brief erhielt ein Schreiben, wo die Terrororganisation Al-Kaida namentlich erwähnt ist. Der Zeitpunkt des “Anschlages” ist besonders brisant: Gerade verweilt Außenminister Michael Spindelegger zu hochkarätigen Treffen an der UNO im Rahmen von Österreichs UN-Sicherheitsrat-Vorsitz. Erste Tests des Pulvers verliefen negativ: Anthrax wurde ausgeschlossen. Das FBI fahndet jetzt gemeinsam mit dem New Yorker NYPD nach Tätern und Hintergründen. “Unsere Experten werden allen Hinweisen nachgehen, um die Absender zu finden”, sagte Richard Kolko, FBI-Sprecher in New York.

# 9. November: SJP liebt Windelgeruch

Der Topstar von “Sex and the City II” (SATC II, ab Mai 2010 im US-Kino), Sarah Jessica Parker (44), verblüffte jetzt alle. “Ich liebe den Geruch von Windeln”, enthüllte sie im Interview mit dem Modemagazin “Elle”. Am 22. Juni hatte eine Leihmutter in Ohio ihre Zwillinge Loretta und Tabitha zur Welt gebracht. Seither schwelgt die Blondine in totaler Verzückung. Selbst gefüllt mit Durchfall würden die Ladung der nun fast fünf Monate alten Babies duften wie “frisches Gepäck”, setzt Parker poetisch fort. Sogar in den Geruch der Chremen gegen Windelausschlag habe sie sich “verliebt”.
Parker, die mit Gatten Matthew Broderick (47) auch den sieben Jahre alten Sohn James großzieht, kann guten Humor gebrauchen: Gerade dreht sie in ihrer Signatur-Rolle als Carrie Bradshaw mit Film-Freundinnen Kim Cattrall, Cynthia Nixon und Kristin Davis in New York Teil II des Blockbusters. Sie dementiert auch, dass mit Kostar Cattrall der Zickenkrieg am Set ausgebrochen sei: “Es gibt niemanden, der bezweifelt, dass ich Kim sehr schätze – ich hätte niemals den Film ohne sie gemacht”.
Die Nachtschichten mit den Baby-Girls, trotz all der freudigen Windelgerüche, gepaart mit oft 14 Stunden langen Drehtagen, hinterließen Spuren: Zuletzt wirkte sie extrem abgemagert, erschöpft, die Visagisten mussten Überstunden machen. “Sie hat sich ein wenig übernommen”, berichtete eine Freundin. Dazu wickelt sie die PR ab für ihre neue romantische Komödie, “Did You Hear About the Morgans”, wo sie an der Seite von Hugh Grant brilliert. Sogar zum “Kunstberater” von Starpräsident Barack Obama ist sie ernannt worden.
Doch die Baby-Freuden geben ihr fast übermenschliche Kraft, sagt sie. “Tabitha macht diese glücklichen Geräusche, wenn sie trinkt”, erzählte sie “Elle”. “Sie sieht drein als wollte sie sagen, Mum, das ist die beste Milch, die ich jemals hatte”. Parker enthüllt auch: Die Namen Loretta und Tabitha habe Sohn James ausgewählt. Er hatte dann darauf bestanden, dass sie sofort in den Geburtsschein eingetragen werden. “Wir fragten uns”, so Parker, “ob wir verrückt sind: Wer lässt einen Siebenjährigen schon seine Schwestern taufen?”
Insgesamt höre sich all der rührende Mutter-Talk irgendwie “nicht wie Carrie Bradshaw an”, ätzte die New Yorker “Daily News”. Parker verrät aber auch ihre Urängste. Die größte Panik: “Was ist, wenn sie mich später nicht mögen?” Und: “Es wäre auch tragisch, wenn ihre Füße größer sind als meine”. Sie verteidigt auch die Entscheidung, eine Leihmutter für kolportierte 50.000 Dollar engagiert zu haben: “Wir haben alle Optionen abgewogen, auch eine Adoption – und uns dann so entschieden.” Und: “Leute haben immer verschiedene Meinungen”.

# 9. November: Hatte Fort-Hood-Killer 9/11-Verbindungen?

Der Amokläufer wurde immer radikaler, betete in der gleichen Moschee wie 9/11-Killer.
Washington. Verbindungen des Amokläufers – der letzte Woche 13 Soldaten am Armeestützpunkt Fort Hood tötete – wurden jetzt gar zum Terrorhorror des 11. September (3.000 Tote) entdeckt: Der Militärpsychiater Nidal Malik Hasan (39) frequentierte die gleiche Moschee in Virginia, wie zwei der 15 Jumbo-Entführer. Recherchiert wird: Kannte er die 9/11-Massenmörder Hani Hanjour und Nawaf al-Hazmi?
Untersuchung. Die Polizei durchsuchte Hasans Computer: Es wurden noch keine direkten Kontakte zu Al-Kaida-Terroristen gefunden. Doch: Zeugen berichteten, dass bei Hasan während seiner Armeezeit eine „zunehmende Radikalisierung“ festzustellen war, so die New York Times. Er wetterte gegenüber Kameraden und Familie gegen die US-Kriege in Afghanistan und dem Irak. Senator Joe Lieberman kündigte eine Untersuchung an, ob die Armee „Warnsignale“ übersah. Er nannte Hasan einen „islamischen Extremisten“, das Massaker sei daher ein „Terrorakt“.

# 8. November: Jolies Filmcomeback

Steck dass ein, Megan Fox! Filmstar Angelina Jolie (34), zuletzt unter Druck durch Jungsirenen wie den 23-jährigen Transformers-Star (23), stellte mit ihrem neuen Thriller Salt klar: Sie ist weiter Hollywoods Sexsymbol Nr. 1. Erstmals seit der Geburt der 16 Monate alten Zwillinge Vivienne und Knox zeigt die Diva, wie sie ihren Traumkörper in Form brachte. Jolie präsentiert da als FBI-Agentin in einer jetzt vom Filmstudio Columbia Pictures vorveröffentlichten Szene ihre straffe, durchtrainierte Bauchmuskulatur. Sie ist auf der Flucht, da sie für eine russische „Schläfer“-Agentin mit dem Auftrag zur Tötung des US-Präsidenten gehalten wird.
„Sexy“. In ihren schwarzen Dessous sei Jolie „sexy und betörend“, jubelten Kritiker. Der besondere Clou: Sie absolviert heißen Filmsex erstmals mit blonder Perücke. Erstaunlich sei, urteilten Medien, wie flach Jolies Bauch nach zwei Geburten per Kaiserschnitt (neben den Twins kam 2006 Tochter Shiloh zur Welt) ist. Vor allem: Die Dreharbeiten für Salt in Washington D.C. und New York begannen nur sechs Monate nach der Zwillingsgeburt. Die Fotos des Baby-Paares verkauften Jolie und Partner Brad Pitt (45) damals um 14 Millionen Dollar an People.
Der Salt-Trailer entkräftet jetzt auch latente Gerüchte, dass Bodydoubles nicht nur für Action-Stunts sondern auch Sex-Szenen eingesetzt werden mussten: Jolies Körper ist unverwechselbar anhand der Tattoos zu erkennen. Ihr Geheimnis für den rapiden Gewichtsverlust: „Stillen“ und das „ständige Nachhetzen“ der drei leiblichen und drei adoptierten Kinder Maddox (8), Pax (5) und Zahara (4).
Comeback. Die Oscar-Gewinnerin (Girl Interrupted) kann durchaus gute Presse gebrauchen: 2009 entpuppte sich für sie als „Annus Horribile“. Zuerst wurde sie nach dem wortkargen Herumstolzieren auf Premierenteppichen als „arrogant“ denunziert. Dann dominierten angebliche Beziehungstumulte mit Pitt die Tabloids. Zwei in Kürze erscheinende Skandal-Bios (Autoren: Andrew Morton und Ian Halperin) werfen ihr alles von Lesben-Affären, Sex als 16-Jähriger mit dem Lover ihrer Mutter bis Arbeitswut und Sturheit vor, mit der sie Brad wieder in die Arme seiner Ex Jennifer Aniston (40) treibe. Zuletzt ging ihr auch noch sichtlich unter die Haut, dass ihr Jungstar Fox als „neue Jolie“ die Show stahl.
Doch jetzt ihr Comeback: Salt startet zwar erst am 23. Juli in den US-Kinos – doch die frühe Freigabe des Trailers deutet auf eine lange PR-Offensive hin.

# 8. November: Obama treibt Health Care voran

Obamas Kernreform nimmt die erste Kongress-Hürde. Es folgt der Kampf im Senat.
Washington. US-Präsident Barack Obama feierte mit den Demokraten den historischen Etappensieg bei der ersten großen US-Gesundheitsreform seit 60 Jahren (!). In einem Abstimmungskrimi wurde das Reformpaket mit 220 zu 215 Stimmen durch das Repräsentantenhaus geboxt. 36 Millionen Amerikaner sollen zusätzlich eine Versicherung erhalten, der Schutz wäre dann auf 96 Prozent der Bevölkerung ausgedehnt. Die Kosten: 1.055 Milliarden Dollar über zehn Jahre. Es sind daher Zusatzsteuern auf Wohlhabende geplant.
Staatskasse. Die Version des Unterhauses sieht auch die umstrittene Staatskrankenkasse („Public Option“) vor, die Privatversicherern Konkurrenz machen soll. Nun folgt die nächste, schwerere Hürde im Senat: Dort müssen Obamas Demokraten 60 der 100 Senatoren überzeugen.

# 8. November: Polizistin aks Heldin

Amerika feiert weiter die Polizistin, die das Fort-Hood-Massaker stoppte.
Austin. Kimberly Munley (34) stoppte mit einem Kollegen den Amokläufer Nidal Malik Hasan beim Blutbad auf der Texas-Armeebasis Fort Hood (13 Tote). Kugeln hatten Hüfte und Handgelenk der Zweifachmutter durchschlagen. Jetzt wurde bekannt: „Ist jemand gestorben?“, fragte sie Ärzte, als sie aus der Operation erwachte. Präsident Barack Obama und First Lady Michelle werden an der morgigen Trauerfeier teilnehmen.

# 6. November : Mr. Super-CEO

Apple-Genie Steve Jobs wurde vom US-Magazin Fortune zum „CEO des Jahrzehnts“ gekürt.
New York. Jobs (54), der 1997 wieder das Ruder beim damaligen Computerhersteller übernahm, hatte drei Märkte „radikal“ und – für Apple – „lukrativ“ revolutioniert: Musik, Filme und Handys. Dazu sorgte er auch im Computer-Kerngeschäft für statte Zuwächse. „Es ist selten, dass ein Geschäftsmann zur globalen Berühmtheit wird“, so Autor Adam Lashinsky.
Jobs Geniestreiche umfassen den iPod, der Musik-Downloads attraktiv machte, seine elektronische Film- und Musikbibliothek iTunes und das Alleskönner-Handy iPhone. Zuletzt überlebte er dank eines Leber-Transplantates ein mysteriöse Krankheit.

# 6. November: Psychogramm eines Killers

US-Behörden hatten Amokläufer Malik Nidal Hasan, der 13 Menschen auf der Armeebasis Fort Hood tötete, wegen Radikalismus im Visier.
New York. Das Psychogramm des Mörders, der 13 Soldaten tötete und 30 verletzte, deutet auf religiösen Wahn hin. Gespenstisch die Bilder, als er am Morgen der Bluttat im Kaftan Frühstück kaufte (siehe rechts).
Lob für muslimische Selbstmordbomber
Major Hasan (39) hatte in radikalen, vor sechs Monaten publizierten Web-Einträgen islamische Selbstmordbomber mit Soldaten verglichen, die sich auf eine Handgranate werfen, um das Leben von Kameraden zu retten. Sie seien keine Selbstmörder sondern Helden, wie auch Suizidbomber, „die ja Glaubensbrüder retten, indem sie feindliche Soldaten töten“, so Hasan. Es könnte ihn auch ein Propagandavideo der Terrorgruppe Al Kaida „inspiriert“ haben, so Experten im US-TV, wo zu „Massakern in Kasernen“ aufgerufen wurde.
Enttäuscht über Obama wegen Nahostkriegen
Der Palästina-stämmige, tiefgläubige, zum Psychiater ausgebildete Major lernte den Horror der Kriege im Irak und Afghanistan aus erster Hand: Sechs Jahre behandelte er im Walter-Reed-Militärspital aus Kampfzonen rückkehrende GIs wegen posttraumatischen Stress. Er zürnte, so Ex-Kollegin Terry Lee, auch US-Präsident Barack Obama: Er hätte gehofft, dass Obama die Kriege dort beendet. Für Ende des Monats erhielt er den Marschbefehl nach Afghanistan, „ein Albtraum für ihn“, so sein Cousin. Hasan wollte raus aus der Armee, heuerte Anwälte an. Nach dem 11. September wurde er wegen dem Moslem Glauben als „Kamel-Chauffeur“ gehänselt.

# 5. November: Hollywood-Stories

Ws für ein Jahr für Megan Fox (23): Im Hit Transformes II stemmte sie sich mit Hotpants und knallroten Schmolllippen gegen Maschinenmonster und verhalf dem Filmstudio zu 832 Millionen Dollar Einahmen. Mit transparenter Garderobe wurde sie bei Premierenauftritten zum Sexsymbol. Dann stieß sie sogar Victoria Beckham vom Thron und wird zum neuen Aushängeschild von Armanis Unterwäschelinie. Dazu landete sie Magazin-Cover in Serie. Angesichts des Sexappeals und ihrem Hang zu Skandalen wie Tattoos hagelte es Vergleiche mit Angelina Jolie (34). Fazit: Die Sexsirene sei am Weg zur neuen Hollywood-Göttin.
„Zicke“. Und wie Jolie bewies, kann ein Schuss Kontroverse nie schaden. Doch Fox – die mit Transformer I am Sonntag im ORF 1 premiert – übertreibt mitunter: Transformers-Regisseur Michael Bay verglich sie mit Hitler, worauf prompt sein Team sie als „strohdumme Zicke“ verhöhnte. Dann erklärte sie sich als bisexuell, doch vermasselte beim Dreh ihres letzten Films Jennifers Body fast die Kussszene mit Amanda Seyfried.
Doch für einen Jungstar wirkt Fox recht stabil. Das verdankt sie wohl auch der Romanze mit Mimen Brian Austin Greene: Der ist 13 Jahre älter und fungiert oft als „Babysitter“, ätzen Insider.

Hollywood-Sweetie Kate Hudson (30) hat es bei ihrer Romanze mit Baseball-Star Alex Rodriguez (34) voll erwischt: Sie fiebert im Yankee-Stadium mit, schmust in aller Öffentlichkeit, geht mit seiner Tochter (5) Shopping. Zuletzt träumte die 2006 von Rocker Chris Robinson geschiedene Aktrice (Bride Wars), mit dem sie Sohn Ryder (5) hat, von einem „wunderschönen Baby mit Alex“. Nur Heiratsgerüchte dementierte sie zuletzt noch.
Hallodri. Dabei gab es arge Zweifel als sie im Frühsommer erstmals an der Seite von „A-Rod“, so der Spitzname des Yankee-Helden (275 Millionen Dollar Zehnjahresgehalt), auftauchte: Der prügelschwingende Hallodri hatte Ex-Frau Cynthia (die Mutter seiner kleinen Töchter) mit Callgirls betrogen. Dann wurde er als angeblicher Madonna-Scheidungsgrund weltberühmt.
Was ist Kates Geheimrezept? Sie hätte herausgefunden, dass Jungs eigentlich „wirklich einfach gestrickt sind“, verriet sie der UK-Elle: Sie zitierte eine Radio-Psychologin: „Boys wollen Sex und dann, dass du ihnen einen Sandwich machst“. Details der Streichbrote blieb sie schuldig, doch bereits früher hatte sie verraten: „Ich liebe Sex mit ihm“.
Alk-Verzicht. Dafür hat sie sich einen athletischen Körper zulegt: Mit strammer Bauchmuskulatur wurde die Goldie-Hawn-Tochter vor einem L.A-Fitnessstudio gesichtet. Und für die Rolle als Todkranke im Film Earthbound speckte sie neun Kilo ab. Der effektive, aber ernüchternde Trick: Sie gab den Alkoholkonsum auf.
Ob sei jedoch am Ende nicht doch noch über A-Rods gewaltiges Matcho-Ego stolpert, wollen Insider nicht ausschließen: Der habe, erzählte eine Ex-Freundin jetzt, über seinem Schlafgemach ein Gemälde hängen, das ihn als Zentaur, als Pferdemenschen aus der griechischen Mythologie zeigt.
—
Kino-Spaßvogel Jim Carrey (47, Bruce Almighty) platzt mit einer Totaloffensive auf die Lachmuskulatur in den heurigen Advent: In der animierten Neuauflage des Charles-Dickens-Klassikers A Christmas Carol verleiht er seine Stimme gleich zehn verschiedenen Charaktären. Carrey: „Ich brauchte dabei echte Hilfe mit den verschiedene Akzenten“. Auffallend: Carrey, sonst stets glatt rasiert, präsentierte üppigen Haarwuchs im Gesicht und am Schopf. Ob er sich den Bart zur PR für den Santa-Streifen wachsen ließ, bleibt Gegenstand von Spekulationen. Gewohnt blieb sein Hang für spontanen Slapstick: Bei einem Presseauftritt würgte er plötzlich Weihnachtsdekoration hervor.
Fett für Film. Eine Erklärung gibt es für den Gewichtszuwachs: Er spielt in Kürze einen der „Three Stooges“ in der Verfilmung des legendären Komödiantentrios der Zwanziger.
—-
Hollywood hat ja schon einige seltsame Paarungen gesehen. Doch das jüngste „Odd Couple“ sorgt für Kopfschütteln: Die im Alk-Wahn immer tiefer stürzende Lindsay Lohan (23), deren Lesbenromanze mit DJ Samantha Ronson in einem Inferno implodierte, soll jetzt Trost an den muskulösen Schultern des schottischen Filmhaudegens Gerard Butler ( 39) suchen. Gesehen wurde das Paar beim romantischen Dinner. Lohan, laut Tabloids: „Er ist sexy und gehört mir…“

Mit einem demonstrativen Kuss für die Paparazzi signalisierte Hotelerbin Paris Hilton (28), dass sie ihrem TV-Starboyfriend Doug Reinhardt (23) nach dem explosivem Krach verziehen hat. Das Paar war sich in der Halloween-Nacht in die Haare geraten: Sie ohrfeigte ihn, er fasste fest rund um ihren Hals zu.
—-
Großen Wert legt Tom Cruise (47) bei der Inszenierung der Bilder mit Frau Katie Holmes (30) und der supersüßen Tochter Suri (3): Sie joggen, er sitzt mit Suri in der Blumenwiese, ein Küsschen – alles harmonisch.
Ehe vor Aus? Doch hinter den Kulissen sollen die Fetzen Fliegen, so das Magazin Star: Demnach hätten sie bei der Eheschließung 2006 eine Art Dreijahresvertrag abgeschlossen – der jetzt zur Neuverhandlung anstehe. Und es spießt sich: Er wolle Baby Nr. 2, sie mehr Freiheiten. Denn Cruise gilt als Controlfreak, nimmt sie an die Kandare. Beim ihrem Australien-Dreh tanzte er ständig an, jetzt beorderte er sie nach Boston, wo er filmt. Sie hätte ihn angeschrien, so Freunde: „Nimms locker – oder es ist aus!“. Und es könnte teuer werden für Cruise: Bei einer Trennung poche sie auf zehn Millionen Dollar Abfindung.

Aufregung in Hollywood: Betrügt der Musikergatte von Gwyneth Paltrow (37) Chris Martin (32, Coldplay), seine Frau mit Filmstar Kate Bosworth (26, Superman Returns)? Laut dem US-Magazin Star hätten Zeugen Martin und Bosworth heftig küssend und Händchen haltend gesehen. Martin ließ sofort dementierten: „So einen Vorfall gab es nicht“.

Lange schwärmte sie von einer Familie, doch ihr latentes Pech in der Liebe scheint für Jennifer Aniston (40) biologischen Nachwuchs zu vereiteln. Jetzt könnte sie in die Fußstapfen ihrer Todfeindin Angelina Jolie treten – und ein Baby adoptieren: Sie hätte sich bereits in einem Waisenheim in Mexiko umgesehen. Freunde: „Ihr größter Traum ist ein Baby“.

# 5. November: Massaker in Fort-Hood

Massaker in der US-Militärbasis in Fort Hood (US-Staat Texas): Zwei uniformierte Amokläufer eröffneten Donnerstag Nachmittag in einem “Processing”-Gebäude, in denen GIs für den Kriegseinsatz im Irak und Afghanistan vorbereitet werden, das Feuer. Eine erste Bilanz: Neun Tote, 30 Verwundete. Ein Augenzeuge Greg Schannep: “Soldaten liefen blutverschmiert vorbei”. Ein Täter wäre, so weitere Reports, in die Krankenstation vorgedrungen, ein zweiter in einen Kinosaal, wo gerade eine Graduationsfeier stattfand.
Elite-Einheit zum Schutz des Armeestützpunktes, 80 Kilometer von der Texas-Stadt Waco, sowie das FBI verletzten in einem wilden Feuergefecht einen der Todesschützen, der zweite verschanzte sich vorerst, wurde dann verhaftet. Einer der Killer war ein in Fort Hood stationierter Major mit einem arabisch klingenden Namen. Dann berichtete die Lokal-TV-Station KCEN über weitere Schüsse, diesmal auf zwei weitere Wohnquartiere von Soldatenfamilien. Über einen möglichen dritten Amokläufer wurde berichtet.
Augenzeugen meldeten, dass die Täter aus Präzisionsgewehren für Scharfschützen feuerten. Die ersten Schüssen wurden um 1:30 Uhr in Gebäude Nr. 42006 abgegeben. Auf der größten Militärbasis der Welt, wo 50.000 Soldaten stationiert sind und 9.000 Zivilisten arbeiten, spielten sich dramatische Szenen ab: Maschinengewehrfeuer und das Sirenengeheul der Ambulanzen, die mit Verletzten in umliegenden Spitälern rasten, hallte über das Areal.
Neun Schulen liegen am Gelände von Fort Hood. “Alle Schüler wurden angeordnet, sich in den Klassenzimmern zu verschanzen”, so Stützpunkt-Sprecher Chris Haug. Sirenen heulten immer wieder auf, ein Signal für Soldaten und Zivilisten, von den Fenstern wegzubleiben. US-Präsident Barack Obama wurde über den Vorfall informiert, so Sprecher Robert Gibbs.
Stunden später waren 500 Mann der Militärpolizei im Einsatz, Kampfhubschrauber knatterten über den Baracken. Für die gesamte Basis wurde höchste Alarmstufe ausgerufen.

# 5. November: Heidi erschöpft

Geburtswehen, Halloween-Party mit halb Hollywood, Nachtschichten mit der Neugeborenen Lou Sulola, Kind Nr. 4: Vielleicht war es doch ein wenig viel zuletzt für Model und TV-Star Heidi Klum (36). Erschöpft wirkte sie, doch insgesamt glücklich als sie vom Arztbesuch in L.A. kam. Ihre Extra-Kilo versteckte sie im weiten, schwarzen Überhang. So schnell muss sie die auch nicht loswerden. Denn fix ist jetzt: Statt bei der Modeschau der Dessous-Kultmarke “Victoria´s Secret” selbst diamantenbestückte Million-Dollar-BHs zu präsentieren, tritt die Seal-Gattin als Gastgeberin auf. Die Show wird in zwei Wochen aufgezeichnet, am 1. Dezember im US-TV ausgestrahlt. Heidi zuletzt: “Beim letzten Mal hatte ich zwei Monate fürs Fitwerden, das war an der Grenze”. Sechs Wochen diesmal waren einfach zu knapp. Inzwischen wartet die Welt weiter auf die ersten Bilder der kleinen Lou.

# 5. November: House of Horrors

Neuer Horror im Fall des Frauenmörders von Cleveland, Anthony Sowell: Entdeckt wurde eine elfte Leiche. Der Polizeiskandal weitet sich aus.
Cleveland. Nach dem Fund der elften Leiche konnte die Polizei dazu das erste Opfer identifizieren: Tonia Carmichael (52), die vor einem Jahr spurlos verschwand. Per DNA-Tests wird an der Identifizierung weiterer Opfer gewerkt.
Sechs der getöteten Frauen wurden im Haus entdeckt, fünf verscharrt im Hinterhof. Grausig die Details: Gefunden wurde ein Totenkopf, in Plastik verpackt, versteckt in einem Kübel im Keller. Ein Kripo-Beamter fassungslos: „Das ist der entsetzlichste Tatort, den ich jemals sah“. Jetzt sollen in dem Mörderhaus auch die Wände eingerissen werden, durchkämmt werden verlassene Villen nahebei.
Mit Bier ins Haus gelockt, dann erdrosselte er sie
1989 war Anthony Sowell (50) zu 15 Jahren Haft wegen Vergewaltigung verdonnert worden. Gleich nach seiner Entlassung 2005 muss des Morden begonnen haben: Einige der Opfer sind seit fast fünf Jahren tot. Sowell hatte den Frauen Bier angeboten, sie in sein Haus gelockt. Oder er schlug sie Nächtens nieder und verschleppte sie, so ein Fast-Opfer, das entkam. Sieben erdrosselte der Killer mit einer Schnur, eine weitere mit bloßen Händen, so der Gerichtsmediziner. Zwei Leichen waren bereist „zu verwest“ zur Bestimmung der Todesursache.
Polizeiskandal: Keine Suche nach Vermissten
Der Fall weitet sich zum handfesten Polizeiskandal aus: Abgängigkeitsanzeigen wurden ignoriert, aus „Rassismus“, wie einige in der Nachbarschaft zürnen: Alle Vermissten waren Afroamerikanerinnen. „Die Polizei glaubte uns nicht“, so die Tochter der jetzt Identifizierten: „Sie sagten, sie würde auftauchen, wenn ihr die Drogen ausgehen“. Sowell stand unter Aufsicht der Bewährungsbehörden: Zuletzt klopften Beamte an seine Türe am 22. September. Den Leichengestank, über den sich Nachbarn beschwerten, bemerkten sie nicht.

# 4. November: Blaues Auge für Obama

Lange Gesichter um US-Präsidenten Barack Obama: Bei den Lokalwahlen ´09 wurden Republikaner in Virginia und New Jersey Gouverneure.
Washington. Nach drei Jahren bitterer Niederlagen „können die Republikaner wieder feiern”, so TV-Experte Chuck Todd. Der Triumph von Bob McDonnell in Virginia (59 zu 41 Prozent über Demokraten Creigh Deeds) war erwartet worden. Doch dass Chris Christie den amtierenden Gouverneur Jon Corzine mit 58 zu 44 Prozent im traditionell demokratischen New Jersey ausbremste, ist ein Schock. Und eine Schlappe für Obama: „Lodert euer Feuer?“, rief der Starpräsident bei einem der – erfolglosen – fünf Auftritte für Corzine.
Warnschuss: Unabhängige wanderten zur GOP über
Doch die alte Siegesformel zieht kaum mehr: In beiden Staaten wanderte die wahlwichtigste Gruppe der Unabhängigen, die Obama vor einem Jahr ins Oval Office spülte, zur GOP über (58 zu 31 Prozent etwa für Christie). Dazu blieben Junge und Schwarze zu Hause. Dennoch wäre es „kein Referendum über Obama sondern die Wirtschaft“ gewesen, so Ex-Clinton-Sprecher George Stephanopoulos: Laut Wählerbefragungen war für 60 Prozent der Obama-Faktor nicht entscheidend. Hingegen: 90 Prozent (!) nannten die Wirtschaft und Arbeitslosigkeit als Hauptsorge.
Ein Warnschuss für die Demokraten für die Midterm-Wahlen 2010: Sollte sich die Jobmisere nicht entspannen, wackelt die Kongress-Mehrheit. Das Problem für Obama: Abgeordnete könnten aus Angst vor dem Sitzverlust seiner ehrgeizigen doch umstrittenen Reform-Agenda (Gesundheit, Klimaschutz etc) die Stimme verwehren.
Republikaner-Rechte verlor bitter in New York
Doch offensichtlich wurde auch bei einem Kongressrennen im Staat New York der Richtungsstreit innerhalb der GOP: Die Rechtsaußen, angeführt von Ex-Vizekandidatin Sarah Palin, hatten die gemäßigte Partei-Kandidatin attackiert und einen erzkonservativen Quereinsteiger favorisiert. Prompt gewannen durch den GOP-„Bürgerkrieg“ die Demokraten. Klar ist: Gemäßigte wie McDonnell setzten sich vorerst beim Tauziehen um die Taktik zur Rückeroberung von Kongress (2010) in White House (2012) über die Palin-Hardliner durch.
Ein Fastblamage gab es für New Yorks Milliardär-Bürgermeister Michael Bloomberg: Trotz 100 Millionen Dollar Ausgaben gewann er nur mit fünf Prozent Vorsprung.

# 3. November: Obama meets Merkel

Im Oval Office rangen Obama und Merkel um Afghanistan-Strategie und Klima-Deal. Dem Kongress dankte sie für die US-Hilfe bei der Einheit.
Washington. Deutschlands wiedergewählte Angela Merkel eroberte die US-Kapitale. Dienstag früh, zog sie sich mit US-Präsidenten Barack Obama zum 40 Minuten langen Plausch ins Oval Office zurück.
Kriegschaos. Kaum Zeit blieb für Floskeln: Das Wahldebakel und die Taliban-Offensive in Afghanistan stürzten den NATO-Krieg dort ins Chaos. Obama überlegt Truppenerhöhungen (40.000 GIs). Merkel wollte lieber die „weitere Strategie“ dort besprechen: Geplant ist eine Konferenz Anfang 2010. Wünschen nach mehr deutscher Kampfkraft am Hindukusch wich sie aus.
In die Offensive ging die Kanzlerin beim Klimaschutz: Denn die USA wollen sich wegen eines Reformstaus im Kongress bei der Kopenhagen-Konferenz in fünf Wochen zu keinen fixen CO2-Reduktionszielen bekennen. Obama: Statt dem erhofften Klima-Deal soll Kopenhagen jetzt nur ein „wichtiger Schritt vorwärts“ werden.
Vor beiden Kongresskammern bedankte sich Merkel kurz vor dem 20-Jahr-Jubiläum des Mauerfalls für Amerikas Unterstützung der deutschen Einheit.
Wahltest. Doch war Obama ganz bei der Sache? Er bangte um die ersten „Testwahlen“: In Virginia stand ein Republikaner vor dem Gouverneurssieg, um New Jersey zitterten die Demokraten. Eine Wahlschlappe könnte Obamas Reformkurs erschweren.

# 2. November: Heidis Baby-Speck muss weg

Schwarz macht bekanntlich schlank, deshalb trug Supermodel Heidi Klum (36), gerade in der Abspeckphase nach Baby Nr. 4, Lou Sulola, zuletzt damit üppig auf: Als Gastgeberin ihrer legendären Halloween-Party in der Hollywood-Disco “Voyeur” empfing sie ihre Gäste (Jessica Alba, Cash Warren, Paris Hilton) gemeinsam mit Gatten Seal im Rabenkostüm. Als schwarzes Federvieh-Paar feierten sie ausgelassen. Willkommen schien die Abwechslung für das deutsche Supermodel und den TV-Star der Quotenhits “Project Runway” oder “Germany´s Next Topmodel” von den brutalen “Nachtschichten” ständigen Windelwechselns und Baby-Gebrülls.
Ein Foto von Klein-Lou, die sich vor dreieinhalb Wochen zu ihren Geschwistern Henry (4), Johan (3) und Leni (5, von Formel-I-Playboy Flavio Briatore) gesellte , ist noch ausständig. Klum sortiert wohl Medienangebote: Für Baby-Henry kassierte sie von Magazin “InTouch” eine Million Dollar. Via “Skype”-Videolink erzählte sie dafür Talk-Diva Oprah Winfrey “live” aus ihrem Wohnzimmer, wie “supersüß” Baby Lou sei. Frech hielt sie, ungeschminkt aber strahlend, ihre durchs Stillen pralle Oberweite in die Kamera.
Doch hat sie sich diesmal übernommen? Zuerst hieß es, Klum wolle bei der “Victoria´s Secret”-Show Mitte des Monats bereits höchstpersönlich BHs präsentieren. Nun soll sie “nur” moderieren. Heidi: “Da kann ich mehr anziehen als die Models…”. Ihren Kampf gegen die Kilos dürfte sie dennoch in Rekordzeit absolvieren. Nach Henrys Geburt stand sie zwei Monate später am Laufsteg. Ihr Erfolgsrezept: Glück mit “guten Genen”, Biokost und Fitness.
Damit ihre Fans keine Einzugserscheinungen nach ihrer Traumfigur, Spitzname “The Body”, bekommen, ist jetzt ihr provokanter Bildband “Heidlicous” im Handel. Dort ist sie nackt zu sehen, auf einem Bild bedeckt mit dunkler Schokolade. Vielleicht kam ihr da auch die Idee mit dem Rabenkostüm.

# 1. November: One year for the One

Die Welt weinte vor Rührung, als Obama vor einem Jahr zum ersten schwarzen US-Präsidenten gewählt wurde. Doch die Bilanz ist gemischt.
Washington. Einigen Fans von US-Präsidenten Barack Obama steht die Enttäuschung über die magere Bilanz des Starts im Oval Office ins Gesicht geschrieben. Immerhin: Obama versprach den Wandel, eine neue Ära in der US- und Weltpolitik. Doch die Realität des tatsächlichen Regierens ist hart: Wahlversprechen stecken im US-Kongress fest, seine Demokratenpartei ost zerstritten.
Obamas Traumfamilie mit „First Lady“ Michelle und den Töchtern wird weiter bewundert wie einst die Kennedys, doch Obamas Politik entzweit das Land: Im Sommer stürzte seine Popularität gar unter 50 Prozent. Seine Bilanz:
Trotz Nobelpreis bleiben die Weltkrisen explosiv.
# Immerhin schaffte er: Mit dem Durchboxen des 787-Milliarden-Dollar-Konjunkturpakets wurde der freie Fall der US-Wirtschaft gestoppt, zuletzt wuchs Amerikas BIP um 3,6 Prozent. Obamas Gesundheitsreform scheint wieder auf Kurs: 96 Prozent der US-Bürger sollen eine Krankenversicherung erhalten. Mit Emissionshandel, Investitionen in Alternativ-Energien (6,3 Mrd.) und strikten Autoabgasregeln geht er gegen CO2-Emissionen vor. Aber vor allem: Obama reparierte mit einer Diplomatieoffensive Amerikas Image, erhielt den Friedensnobelpreis.
# Es gab aber auch Rückschläge: Für die Wirtschaftsrettung nahm er explodierende Budgetdefizite in Kauf: Ein Loch von 1,4 Billionen Dollar klaffte zuletzt im Etat, der Dollar ist unter Druck. Dabei klettert die Arbeitslosigkeit weiter, dürfte bald über zehn Prozent liegen. Gegen das „Wall-Street-Kasino“, so Kolumnist Eugene Robinson, ging Team Obama bisher kaum vor: Prompt belohnen sich die Banker untereinander mit 140 Milliarden Dollar Boni. Und trotz gutem Weltwillen bleiben die Krisen von Afghanistan, dem Iran bis Nordkorea weiter explosiv.
Doch Obama bleibt cool: Der „Wandel ist eben hart“, sagt er. Und bedürfe Zeit.

# 1. November: Frauenmörder von Cleveland

Die Polizei fand im Haus eines Vergewaltigers sechs teils schlimm verweste Leichen.
Cleveland. Wegen der Vergewaltigung einer Frau wollten Cops in Cleveland (Ohio) einen vorbestraften Sexverbrecher verhaften. Anthony Sowell (50) war nicht da: Gefunden wurden jedoch in seinem Haus sechs Frauenleichen, fünf versteckt drinnen, eine verscharrt im Garten. Sie waren teils stark verwest. Der Killer wurde verhaftet. Die Frauen dürften alle erwürgt worden sein. Die Kripo sammelte DNA-Proben zur Identifizierung der Opfer.