# 31. März: Jesse im Rehab

Der Horror-Gatte von Oscar-Darling Sandra Bullock (45), PS-Protz Jesse James (40), lässt sich jetzt in einer Entzugsklinik in Arizona behandeln: Die Klinik “Sierra Tucson” ist spezialisiert auf die Behandlung von Sex-, Alkohol- und Drogensucht. Am Weg dorthin geriet James in eine Polizeikontrolle. Er war so labil, dass er einem Cop 15 Minuten lang sein Herz über seine “Eheprobleme” ausschüttete. Der TV-Mechaniker hofft, dass er – wie Sexgolfer Tiger Woods vor ihm – durch einen “Rehab”-Stunt seine Ehe retten könne.
Nach immer abstoßenderen Enthüllungen stehen die Chancen denkbar schlecht: In einem explosiven Foto im Magazin “US Weekly” ist er jetzt beim strammen “Heil Hitler”-Gruß zu sehen, samt Nazikappe. Besonders schmerzhaft für Bullock: Ihre geliebte, verstorbene Mutter war eine Opernsängerin aus Nürnberg, Bullock verbrachte ihre Kindheit dort. Auch der Image-Schaden für den Hollywood-Star durch ihren “Idioten”-Gatten (“New York Post”) ist gewaltig. James soll dazu letzten Juni in einem Tattoo-Laden in San Diego an einer Sexorgie mit zwei Frauen und einem Mann teilgenommen haben, so “Life & Style”. “Sandra würde ich raten, sich auf AIDS testen zu lassen”, so ein Teilnehmer. Fünf James-Mätressen wurden bisher gezählt.
Bullock, die sich derzeit an unbekanntem Ort aufhält, wolle in Kürze die Scheidung einreichen, so Insider. Und noch eine herzzerreißende Enthüllung: Bullock wollte sich mit James den Traum eines eigenen Babies erfüllen, gerade als die Skandale losbrachen, so das Magazin “Star”. Laut dem Report unterzog sie sich Fruchtbarkeitsbehandlungen, erlitt zwei Fehlgeburten. James habe trotz allem jetzt Bullock angefleht: “Bitte lass dich nicht scheiden”.

# 31. März: US-Reporter

Washington. Eine gewaltiger Coup der CIA gegen Irans-Atomprogramm scheint nun bestätigt: Der iranische Atomforscher Shahram Amiri soll zum US-Geheimdienst übergelaufen sein, so der US-TV-Sender ABC. Der Fall ist Stoff wie aus einem James-Bond-Thriller: Amri, ein Professor an der Teheran-Uni Malek Aschtar, arbeitete gemeinsam mit den Revolutionären Garden an Irans geheimen Nuklear-Programm. Im Juni 2009 verschwand er plötzlich spurlos bei einer Pilgerfahrt in Saudi-Arabien.
Flucht eingefädelt. Jetzt weiß man: Sein Abspringen in die USA war von langer Hand geplant gewesen, CIA-Agenten hätten Amri bei der Flucht geholfen. Jetzt lebe er in einem geheimen Ort in den USA, arbeite für die CIA und liefere wichtige Infos über das Mullah-Programm zum Bau von A-Bomben. Konkret: Monate nach dem „Verschwinden“ Amris flog plötzlich die Existenz der geheimen Plutonium-Fabrik nahe Ghom auf. Teheran hatte bereits im Vorjahr gewettert, Spione hätten ihren Atomforscher „verschleppt“. Die CIA verweigerte jede öffentlich Stellungnahme. ABC beruft sich auf Geheimdienstkreis.

Washington. US-Präsident Barack Obama ist tatsächlich auch für Überraschungen gut: Jetzt gab er ein ehrgeiziges Programm zur Erschließung von Ölfeldern vor den Küsten von Virginia, Alaska und anderen US-Staaten bekannt. De Entscheidung ist ein Schlag ins Gesicht von Umweltschützern, die vor Ölteppichen durch die Gefahr von Unfällen warnen.
Überrascht hat Obama aber damit auch die Republikaner-Opposition: „Drill, Baby, drill“ (Bohr was geht) war bisher deren Slogan.

New York. Ein verheerender Küstensturm setzte Teile Neuenglands unter Wasser. Der US-Staat Rhode Island erlebte die ärgste Flut seit 100 Jahren, der Notstand wurde ausgerufen, tausende evakuiert werden. Zwei Tote gab es. In Boston fielen im März 330 Millimeter Regen – die Hälfte von etwa Wiens Gesamtjahresniederschlages.

# 31. März: Sarko und Obama gegen Teheran

US-Präsident Barack Obama verschärfte beim Dienstag-Treffen mit Frankreichs Amtskollegen Nicolas Sarkozy die Drohungen gegen den Iran wegen dessen Atom-Programms. Als “dynamisches Duo”, so US-Medien, stellten sie nach einem 60 Minuten langen Gespräch am Kamin des Oval Office harte Sanktionen gegen Teheran in Aussicht. Obama hoffte, die neue Bestrafung in den “nächsten Wochen” durch den US-Sicherheitsrat hieven zu können.
Sonst rätseln nach dem Besuch von Frankreichs erster Familie in D.C. Diplomaten über den “Zustand der Beziehungen”. Details des Fest-Dinner mit den First Ladies, Michelle Obama und Carla Bruni, im White House blieben streng geheim: Keine Fotos, keine Infos über das Menü. Den Tag über ließen die Obamas ihre Gäste allein durch die US-Kapitale ziehen: Bruni las in einer Schule vor, traf sich mit ihrem Gatten zum Lunch im Take-Out-Laden “Ben´s Chili Bowl”. Gefreut haben sich immerhin Obamas Töchter Malia und Sasha: Sie erhielten Asterix-Bände als Geschenk.

# 30. März: Obama-Möchtegernattentäter vor Gericht

Sorge um den Anstieg rechter Gewaltbereitschaft: Neonazis gestanden Obama-Mordpläne, Kämpfer einer Christen-Miliz wurden verhaftet.
Washington. Das Mordkomplott zweier Neonazis hatte vor knapp zwei Jahren Amerika erschüttert: Der rechtsextreme Waffennarr Daniel Cowart (21) aus Tennessee wollte gemeinsam mit Komplizen Paul Schlesselman (19) im Finale des US-Wahlkampfes den heutigen Präsidenten Barack Obama (48) töten. Jetzt gestand Cowart vor Gericht das Mordkomplott. Sein Komplize plädiert bereits im Jänner auf schuldig.
„Blutspur“. Beide waren Anhänger der Rassisten-Gruppe White Supremacy, wo sich Weiße als überlegen gegenüber anderen Rassen erachten. Im Visier stand bei dem Mordkomplott nicht nur Obama: Bewaffnet mit Sturmgewehren und Bomben wollten die Neonazis eine „Blutspur“ durch Amerika ziehen und „hundert Afroamerikaner töten“, so die Klage. Obama sollte der Höhepunkt des Gemetzel sein. Cowart drohen 75 Jahre Haft. Der Fall illustriert die steigende Gewaltbereitschaft extrem rechter US-Gruppen.
Christen-Krieger. Zeitgleich zum Geständnis des Obama-Mordkomplotts schnappte das FBI in Razzien neun Milizionäre einer christlichen Bürgerwehr, die Polizisten mit Sprengfallen töten wollten. Wie schon unter Bill Clinton in den Neunzigern wird jetzt unter Obama ein deutlicher Anstieg der Aktivitäten von bis an die Zähne bewaffneten Bürgerwehren verzeichnet. „Das Klima erinnert an die Jahre vor der Attacke auf Oklahoma City“, warnt TV-Kommentatoren Rachel Maddow. Im April 1995 hatte der Milizionär Timothy McVeigh ein Amtsgebäude mit einer 2.400-Kilo-Bombe in die Luft gejagt, 168 Menschen starben.
Obama bedroht. Die schrille Debatte um Obamas Gesundheitsreform schürte das Feuer rechter, teils gewalttätiger Proteste: Demokraten erhielten Todesdrohungen, Partei-Büros wurden verwüstet. Alarmstufe Rot herrscht beim Personenschutz Obamas. Die USA würde eine „Kugel im Kopf von Obama auch überstehen”, drohte jemand zuletzt im Web. 30 Todesdrohungen erhält Obama pro Tag, 400 Prozent mehr als Vorgänger Bush.

# 29. März: Der Papst-Jäger

Anwalt Jeff Anderson (62) wirkt als recht freundlicher Mann: Ruhige Stimme, runde Brillen, weiße Haare, recht überzeugend kann er mit Worten umgehen. Jetzt ist der Anwalt aus St. Paul (Minnesota) der Mann, der den wichtigsten Kirchenführer auf Erden, Papst Benedikt XVI, Chef von 1,15 Milliarden Katholiken, stürzen könnte. “Ich will den Papst verklagen”, donnerte der Anwalt jetzt.
Andersen ist Sammelkläger, spezialisiert auf sexuelle Übergriffe von Priestern gegenüber Minderjährigen. Tausende Klagen hatte er bei der Skandalwelle in den USA, die Amerikas Katholiken-Kirche im letzten Jahrzehnt überrollte, eingebracht: Er klagte Priester, Diözesen, Kardinäle, erstritt, nach eigenen Angaben, 60 Millionen Dollar an Entschädigungen für seine Klienten.
Doch der große Wurf gelang dem Superanwalt in der Vorwoche: In den Akten fand er eine “Smoking Gun”, ein vernichtendes Schuldindiz, gegen den Pontiff: Zwischen 1950 und 1975 hatte der Priester Lawrence Murphy mindestens 200 taubstumme Buben in einem Heim im US-Staat Wisconsin missbraucht. Der Fall landete, so die jetzt aufgetauchte Dokumentenspur, Mitte der Neunziger im Büro des damaligen Kardinals Joseph Ratzinger, dem Chef-Doktrinär des Vatikan. Der heutige Papst war demnach nicht nur vollständig über den herzzerreißenden Skandal informiert, sein Büro entschied 1996 auch: Keinerlei Konsequenzen sollte es gegen Monster Murphy geben, der zwei Jahre später verstarb (siehe auch links). Der Grund: Der Priester hatte seine Sünden gebeichtet.
“Diese Unterlagen sind ein Wendepunkt”, sagt der Kirchenkläger zu US-Medien: Er hoffte, dass die US-Gerichte nun direkte Klagen gegen den Vatikan und Papst Benedikt zulassen könnten. Fest steht schon jetzt: Die eindeutige Aktenspur ins Herz der Katholikenführung samt den direkten Implikationen des Papstes stürzt die Katholiken in die schwerste Krise sei “Jahrhunderten”, so Experten. Anderson kampflustig: “Die Vertuschung sexueller Fehltritte ist derart tief in der klerikalen Kultur verankert, dass eine wirkliche Änderungen nur von der Vatikan-Führung selbst kommen kann”.
Anderson, ein Ex-Atheist, der später Gott fand, wurde motiviert, als seine eigene Tochter über sexuelle Übergriffe eines Therapeuten berichtete, als sie acht war. Der Mann war Ex-Priester. Kritiker werfen dem Advokaten vor, als Geldgier die Kirche zu verklagen: “Es geht hier nicht ums Geld”, winkt er energisch ab.

# 29. März: Die Kinderschänder-Akte Minnesota

Top-Anwalt Jeff Anderson hob jenen brisanten Briefverkehr zwischen US-Katholiken und dem Vatikan aus, der jetzt Papst Benedikt ins Trudeln bringt. Es ist ein Protokoll der Vertuschung: Zuerst erfuhr die Kirche vor 36 Jahren, dass Priester Lawrence Murphy taubstumme Schulkinder missbrauchte. 1974 wurde Murphy in eine Diözese in Nord-Wisconsin versetzt. Es kam zu weiteren Übergriffen. Nach dem Losbrechen der Sex-Skandalwelle in den USA meldeten sich 36 frühere Murphy-Opfer. US-Kirchenleute schrieben 1996 an Joseph Ratzinger, dessen Büro zuständig war.
Acht Monate später, nach dreimaligem Urgieren aus Amerika, kam die Antwort: Ratzingers Büro teilte dem damaligen Milwaukee-Erzbischof Rembert Weakland mit, dass vor allem einmal absolutes Stillschweigen über den Fall bewahrt werden sollte. Immerhin sollte ein geheimes, kanonisches Verfahren in Milwaukee gegen Murphy abgehalten werden. Doch der schrieb direkt an Ratzinger: Er sei “krank”, die Vorwürfe 25 Jahre alt, er habe alles gebeichtet. Am Ende entschied der Vatikan gegen die Bestrebungen der US-Diözese, der Murphy-Prozess wurde abgeblasen.

# 29. März: Bullock bleibt Jesse fern

Der Schmerz für Oscar-Darling Sandra Bullock (45) nach den Enthüllungen multipler Sex-Affären ihres “Biker”-Gatten Jesse James (40) bleibt unerträglich. Jetzt schwor sie zu Freunden, dass sie nie wieder in das gemeinsame Haus in Huntington Beach südlich von L.A. einziehen werde, berichtete der Webdienst “Radar Online”. Im Klartext: “Sie hat keine Absicht, unter dem selben Dach wie er zu schlafen”, so Insider.
Bullock verschanzt sich weiter in ihrer 1,5 Millionen Dollar teuren Villa in Hollywood Hills, die sie vor ihre Eheschließung zu James kaufte. Vier Mätressen des PS-Protzes hatten sich bisher gemeldet: Zuerst das Tattoo-Luder Michelle McGee (32), dann die Stripperin Melissa Smith (35), die Fotografin Brigitte Daguerre und eine weitere, noch nicht namentlich bekannte “Geschäftsfrau”. Pervers: Bekannt wurde auch, dass er mit seiner Ex-Frau, Porno-Queen Janine Lindemulder, während der Bullock-Ehe Telefon-Sex hatte.

# 29. März: Jen und ihr Butler?

Da ist wohl doch mehr als die bisher beteuerten “guten Freunde”: Hollyood-Blondine Jennifer Aniston (41) und Schotten-Haudegen Gerard Butler (40) dürften – nach jüngsten, recht eindeutigen Indizien – tatsächlich ein Paar sein. Vielleicht lag es auch an ihrem Aufenthalt in Paris, der Stadt der Liebe: Zuerst absolvierten sie noch recht artig mit freundschaftlichen Posen die Premiere ihres Spass-Thrillers “The Bounty Hunter”.
Doch dann tauchten sie plötzlich zu einem romantischen Dinner auf einem Boot an der Seine auf. Sie wählte grünen Salat und Hühnchen, er schlug bei köstlichem Humer zu. Bei der Bootsfahrt genossen sie die Sehenswürdigkeiten der Traumstadt. Einem findigen Paparazzo gelang dazu ein unmissverständlicher Schnappschuss: Bei einem Gruppenfoto mit Touristen parkte Butler seine Hand zwischen Anistons Gesäßbacken.
Das Paar tut sich seither beim Dementieren einer Romanze immer schwerer: Gefunkt hatte es zwischen den beiden erstmals am Set des “Bounty”-Filmes in New York. Die Crew hatte heiße Küsse auch abseits der Kamera beobachtet, oftmals sollen sie sich in ihren Trailer verzogen haben. Aniston schwärmte: “Wir haben so viel gemein, wir verstehen uns prächtig”. Freunden soll sie auch gestanden haben, dass es auch im Bett von ihm recht angetan sei. Aniston brauchte damals eine Stütze: Durch das Drama ihres Ex Brad Pitt (45) mit Angelina Jolie (34) machte sie sich Hoffnungen auf eine mögliche Versöhnung. Es soll zwischen Brad und Jen geheime Treffen und eine Flut anzüglicher SMS gegeben haben.
Nach “Brangelinas” recht öffentlicher Versöhnung schielte Aniston wieder auf Butler: Sie lud ihn zu ihrer Geburtstagsfeier ins Mexiko-Traumressort Cabos San Lucas. Kurze Zeit später wurde der Hüne mit dem Playboy-Ruf am Strand von Rio de Janeiro jedoch mit einer feurigen Brasilianerin beim Platschen in der Brandung gesichtet. Genau das sei Anistons größte Furcht, so Insider: Mit ihrem notorischen Pech mit Männern zitterte sie, dass sie Butler ebenfalls verletzen könnte.

# 28. März: Obama goes Kabul

Barack Obama nimmt den Schwung aus dem Triumph bei der Gesundheitsreform voll für weitere zentrale Elemente seiner Präsidentschaft mit: Völlig überraschend traf er Sonntag 20 Uhr (Ortszeit) in der afghanischen Kapitale Kabul ein – und machte sich erstmals hautnah als US-Oberkommandierender ein Bild über den acht Jahre langen Afghanistan-Krieg. Nach einem kurzen Treffen mit Staatschef Hamid Karzai lobte Obama die Erfolge der jüngsten Offensive (“Surge”) mit 30.000 zusätzliche US-GIs.
Neben den militärischen Erfolgen nach dem Überrennen der Taliban-Hochburg Mardschah fokussierte Obama auch auf den Kampf gegen interne Probleme – vor allem die weiter ausufernde Korruption: “Unser Kampf an beiden Fronten wird zu einem Afghanistan führen, das floriert und sicherer ist”, so Obama nach dem 12:46 Stunden langen “Air Force One”-Flug aus D.C..
Obama lud Karzai zu einem Gipfel am 12. Mai ins Oval Office ein. Er blieb nur wenige Stunden. Der Besuch unterlag striktester Geheimhaltung: Sogar Karzai wurde erst eine Stunde vor Obamas Eintreffen informiert. Ein Indiz, dass das US-Vertrauen derzeit nicht rasend hoch ist. Per Helikopter wurde Obama vom US-Militärstützpunkt “Bagram Airforce Base” zum Präsidentenpalast geflogen. Begrüßt wurde er zuerst von US-Top-General Stanley McChrystal, dem Ingenieur der jüngsten Offensive.
Neben der Publizität für den Krieg, der mit 57 Toten in den ersten zwei Monaten heuer doppelt so viele US-Opfer forderte wie 2009, gab der Besuch Obama auch die Chance, seine Bedenken gegenüber Afghanistans Regierung im Vieraugengespräch mit Karzai zu formulieren, ihn auf die gleiche “Wellenlänge” zubringen, so Sicherheitsberater Jim Jones. Im Detail: Der Kampf gegen die lähmende Korruption und die Opiumproduktion, die den Taliban-Aufstand finanziert. Karzai soll auch die Vetternwirtschaft abstellen und Deals mit blutrünstigen, korrupten Regional-”Warlords” abstellen.
Dabei steht auch die härteste militärische Schlacht erst bevor: US-Truppen und ihre Alliierten wollen die von den Taliban unterwanderte Metropole Kandahar im Süden attackieren, was für viele Beobachter als “Entscheidungsschlacht” gilt. Die US-Bevölkerung hat Obama wieder hinter sich: 57 Prozent befürworten laut “AP/GfK”-Umfrage Amerikas Militäroperation.

# 27. März: Harem an Biker-Bräuten…

Nach immer ärgeren Enthüllungen über den Bimbo-Sex ihres Gatten Jesse James sehen viele nur mehr einen Ausweg: Die rasche Scheidung.
Los Angeles. Beim gehörnten Oscar-Sweetheart Sandra Bullock (45) hagelt es weiter öffentliche Absagen. Erst gestern verpasste sie, obwohl nominiert, die Teilnahme bei der Gala Kids Choice Awards in L.A.. Zuvor blies sie Premieren in London und Berlin ab. Statt den Triumphzug nach dem Oscar zu genießen, steht sie vor dem Scherbenhaufen ihrer fünfjährigen Ehe zum bulligen „TV-Mechaniker“ Jesse James (40).
Der hat seine reizende Hollywood-Frau betrogen wie Sex-Golfer Tiger Woods seine Elin. Hämisch protokollieren Medien den letzten Stand beim Mätressen-Duell: Jesse 11 (nach Schätzungen), Tiger 16.
„Von Füßen gefegt“. Aus Bullocks Bunker wird vermeldet: „Es hat sie von den Füßen gefegt“, so ein Freund: “Gerade fühlte sie sich durch den Oscar-Sieg wie im Himmel – jetzt liegt sie am Boden”. Ein schwacher Trost: Beim legendären „Oscar-Fluch“ strahlten vor Bullock Schauspielkolleginnen von Julia Roberts, Halle Berry bis Gwyneth Paltrow zuerst mit der Goldstatue, dann zerbrachen ihre Beziehungen.
Scheidung? Angesichts immer fieserer Details über Jesses Harem an Biker-Bräuten wird gefragt: Wie kann sie mit ihrer Statur zu so einem miesen PS-Prolo verheiratet bleiben? Bereits jetzt zog James sie in den Dreck aus Tattoo-Ludern, Naziposen und Sexattacken. Das Drama könnte zu einem 250-Millionen-Dollar-Scheidungskrieg ausarten, James nun auch noch an Bullocks Vermögen (100 Millionen laut Forbes) mitnaschen. Dabei hat auch er mit seiner West Coast Choppers-Garage, wo er PS-starke Maßvehikel fertigt, und der Hit-TV-Serie Monster Garage ein kleines Imperium geschaffen.
Ihr enger Freundeskreis wird sie auffangen, glauben Insider: „Sie hat immer auf alle Starallüren verzichtet, ist die normalste, süßeste Person – deshalb hat sie auch so viele gute Freunde“. Sie sei „hart im Nehmen“, sagt jetzt auch Country-Star Tim McGraw, Kostar im Oscar-Hit The Blind Side zu People.
Gezerre um „Sunny“. Am schlimmsten für Bullock: Sie hatte Jesses Kinder, vor allem die kleine Sunny (6) mit seiner Ex, Pornostar Janine Lindemulder, ins Herz geschlossen. Zuletzt wurde sogar spekuliert: Könnte sie vor Gericht nun um das Sorgerecht für ihre Stieftochter kämpfen? Lindemulder streckte Bullock die Hand entgegen: Die „wichtigsten Frauen in Sunnys Leben“ sollten beste Freundinnen werden, schlug sie laut TMZ vor. Die Oscar- und Porno-Queen haben zumindest gemein: Beide wurden von Gatten Jesse betrogen.
Kotzbroken. Über den kotzt sich Amerika längst an: „Verheiratet mit einem Monster“, brachte es US Weekly auf den Punkt. Zuerst meldete sich Tattoo-Luder Michelle „Bombshell“ McGee (24). Elf Monate hatten sie Sex, sie nannte ihn “Vanilla Gorilla”. Ihre Naziposen schockierten. Weitere Frauen meldeten sich: Stripperin Melissa Smith (35), ebenfalls heftig tätowiert, lernte er 2006 via der Website “My Space” kennen. Sie machten es auf der Couch – oft ungeniert während sich Sandra einen Stock tiefer aufhielt. Dann Brigitte Daguerre, eine Fotografin: Doch die befand ihn als “Niete im Bett”, brach die Affäre ab. Geliebte Nr. 4 heuerte eine Staranwältin an. Perfide Jesses Aufrisstaktiken: Nach “heißen, tätowierten Biker-Damen” ließ er im Internet inserieren, sortierte die Fotos, lud die heißesten zu “Vorstellungsgesprächen”. Einen Ehering trug er dann meist keinen. Auf elf Affären hätte er es gebracht, so der National Enquirer. Noch schlimmer: James hätte Angestellte zum Sex genötigt, einen dieser sexuellen Übergriffe mit 700.000 Dollar Entschädigung aus der Welt geräumt. Fast lachhaft scheint, dass er auf eine „Versöhnung“ hofft.

# 26. März: Bullock: „Wäre ich Elin hätte ich noch härter zugelangt…“

Eine weiterer Beweise, wie komplett ahnungslos Hollywood-Darling Sandra Bullock (45) über die Affären ihres Biker-Gatten Jesse James (40) war: Bei einer Premiere im Jänner zeigte sie noch reichlich Verständnis mit dem Golf-schläger-schwingenden Frau des Sex-Golfers Tiger Woods. Mehr noch: “Wenn ich seine Frau wäre, hätte ich noch viel härter zugeschlagen”.
Was für eine Erniedrigung: Nun reicht die Geliebtenzählung bei ihrem eigenen Gatten zwar noch nicht ganz an die 16 Woods-”Bimbos” heran. Doch der PS-Prolo hält immerhin bei vier Damen – und insgesamt elf könnten es werden, so der “National Enquirer”: Nach Tattoo-Luder Michelle McGee, Nacktmodell Melissa Smith und Fotografin Brigitte Deguerre wurde zuletzt eine weitere Affäre mit einer “attraktiven Geschäftsfrau” (US-Medien) bekannt. Die heuerte Staranwältin Gloria Allred an, die mehrere Woods-Mätressen vertrat. Peinlich auch für James: Geliebte Deguerre behauptetet, er sei “eine Null im Bett”.

# 26. März: Baby Beyonce?

Traumfrau Beyonce Knowles (28) hat alles erreicht: Als Sängerin, Actrice und Model verdient sie Millionen, mit Rapper-Gatten “Jay Z” fand sie einen perfekten Partner. Nur noch einen Wunsch hatte sie zuletzt sehnlichst geäußert: Ein Baby. Nun dürfte auch dieser Traum in Erfüllung gehen: Beyonce soll schwanger sein. “Wir erfuhren aus verlässlichen Quelle, dass die legendäre Sängerin und ihr Hiphop-Mogul-Gatte ihr erstes gemeinsames Kind erwarten”, ließ die US-Website “MediaTakeOut” die Bombe platzen.
Eine offizielle Bestätigung durch das Star-Paar fehlt bisher noch. Doch beide sind bekannt dafür, selten “privates” zu kommentieren. Beyonce hatte früher Freunden gegenüber durchblicken lassen, wie hart sie mit Gatten “Jay Z” im Bett an ihren Babyträumen werke. Und hätte sich auch frustriert gezeigt, dass es lange nicht klappte. Jetzt hat sich die Ausdauer offenbar ausgezahlt.

# 26. März: US-Reporter

New York. Nach Jahren blamabler Verzögerungen ist der Wiederaufbau des im 9/11-Terrorhorror zerstörten World Trade Center (WTC) auf Schiene – zumindest fast. Nach 16 Monaten Tauziehen zwischen Privat-Developer Larry Silverstein und dem Eigentümer der Port Authority gibt es einen neuen Finanzierungsdeal.
Baubeginn. In Kürze sollen auch die Arbeiten an einem weiteren, 378 Meter hohen Turm (Nr. 3) starten. Die Wolkenkratzer Nr. 1 (541 Meter) und Nr. 4 (297 Meter) sind bereits in Bau. Der von Stararchitekten Norman Foster entworfene WTC-Komplex Nr. 2 ist vorerst auf Eis gelegt – bis sich der Immobilienmarkt erholt. Das 9/11-Memorial soll bis zum zehnten Jahrestag der Attacke fertig werden.
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Washington. Bizarre Details über das kürzliche, eisige Treffen zwischen US-Präsidenten Barack Obama und Israel-Premier Benjamin Netanjahu: Obama forderte bei der Unterredung im Oval Office, dass Netanjahu schriftlich den von den USA gewünschten Siedlungsstopp garantiert. Der Hardliner winkte ab: Obama verließ daraufhin das Treffen. Doch – und das hat es im diplomatischen Umgang noch selten gegen: Er schlug vor, Netanjahu solle im White House verbleiben und sich mit seinem Team beraten.
Versetzt für Dinner. Dann sagte Obama, wie die Londoner Times den Vorfall beschreibt: „Lassen Sie mich wissen, wenn wir einen Deal haben“. Obama verdrückte sich in die Privatgemächer zum Dinner mit Michelle und den Töchtern, die Israelis zogen wütend ab. Das Misstrauen zwischen den historischen Bündnispartnern ist bereits so groß, dass die Israel-Delegation aus Angst, abgehört zu werden, keine White-House-Telefone verwendete. Obama ist sauer, da Netanjahu mit dem Bau neuer Siedlungen den Nahost-Friedensprozess torpediert.

# 26. März: Obama geht Finanzreform an

Während sich US-Präsident Barack Obama in Iowa nach seinem Triumph bei der Gesundheitsreform feiern ließ, geht das Gerangel um weitere zentrale Elemente seiner Reform-Agenda weiter. Die nächste Schlacht: Die Finanzreform. Das Repräsentantenhaus hat seine Version einer strengeren Aufsicht der Banken schon verabschiedet. Im Senat wird nun um die nötigen 60 Stimmen gerungen. Das Reformpaket soll den lukrativen Eigenhandel der Finanzinstitute mit billigen Staatskrediten eindämmen, Risiken bei exotischen “Derivat”-Finanzprodukten begrenzen und eine Konsumentenschutz-Behörde etablieren. Da Obama die Finanzwelt nicht komplett aus den Angeln heben will, signalisierten einige Republikaner Kooperationsbereitschaft. Kritik kommt von links: Wenig werde zur Zerschlagung von Megabanken unternommen. Bei einem neuen Crash müssten die wieder mit Steuer-Milliarden gerettet werden.

# 25. März: Hollywood-Stories

I n ihrem jüngsten Video macht die kolumbianische Popdiva Shakira (33) den Tennis-Spanier Rafael Nadal (23) derart an, dass prompt Spekulationen über eine heiße Liebesaffäre zirkulierten. Shakira, die mit 50 Millionen verkauften Songs zur erfolgreichsten Pop-Latina wurde und am Samstag auf Wetten dass…? auftritt, schmiegt sich im Video zu ihrem Hit Gypsie spärlich bekleidet an das Ass. Besonders in einer Momentaufnahme starrt sie ihn so richtig verknallt an, dann liegt wieder er oben drauf, setzt zum leidenschaftlichen Kuss an.
„Latino-Idylle?“, fragte provokant das Franzosen-Magazin Paris Match. Antonio de la Rua (37), ihrem Banker-Freund seit 2000 und Sohn des ehemaligen argentinischen Präsidenten, bereitete das Video-Geturtel mäßig Freude, hieß es. Sharikas PR-Team rotiert deshalb: Beide hätten sich abseits des Filmstudios nie getroffen. Und zur weiteren Ablenkung stürzt sie sich voll in die Arbeit als Wohltäterin: Für Kinderhilfsprojekte erhielt sie zuletzt eine UN-Ehrung, für die spanische Version des Haiti-Hilfssongs We are the World sang sie nach Kräften. Eine Hochzeit zur Beerdigung der Nadal-Gerüchte wird aber ausgeschlossen: „Ich glaube nicht an di Ehe”, sagte sie. H. Bauernebel. N.Y.

Eigentlich wollte Amerikas Film-Sweetheart Sandra Bullock (45) nach dem Oscar-Sensationssieg als „beste Darstellerin“ für die Rolle in dem Sportdrama The Blind Side den Triumph mal voll auskosten. Geplant war eine Art Ehrenrunde rund um den Planeten, Premieren des Oscar-Filmes in London, Berlin und anderen Weltmetropolen vorgesehen.
In Österreich startete der Film am Wochenende: Brillant spielt Bullock da eine Supermutti, die rührend einen obdachlosen Teenager aufnimmt, der später zum Footballstar avanciert.
Doch statt dem Bad im Oscar-Glanz schlitterte sie ins schlimmsten Drama ihres Lebens: Elf Monate lang hatte sie ihr Gatte seit 2005, „TV-Mechaniker“ Jesse James (40), mit dem Tattoo-Nacktmodel Michelle „Bombshell“ McGee (24) betrogen. Neben dem Schmerz gerät Bullocks Image in den Sumpf aus Matchos und Biker-Bräuten. Peinlich: McGee posierte mit Hakenkreuzbinde, er angeblich mit Nazi-Uniform. Dazu flackert prompt der Streit um seine sechsjährige Tochter Sunny mit Ex-Frau und Porno-Queen Janine Lindemulder (41) wieder auf. Mit Bullocks Hilfe konnte er das Sorgerecht zuletzt erstreiten – jetzt wittert seine Ex wegen dem Luder-Skandal ihre Chance.
Bullock hat sich auf ihr Anwesen in Austin, Texas, zurückgezogen, angeblich bereits Scheidungsanwälte konsultiert. Während ihr Legionen an Fans Trost zusprechen, werkt sie weiter an ihrer Karriere. Das nächste mögliche Projekt: Ein Streifen mit Legende Meryl Streep.

Teenie-Schwarm Robert Pattinson (23) setzt nach den Sensationserfolg als Twilight-Vampir seine steile Hollywood-Karriere fort: An der Seite von Actrice Emilie de Ravin und Haudegen Pierce Brosnan überzeugt der Jungstar als rebellischer 21-Jähriger in dem Drama Remember Me (ab jetzt im Kino).
Doch neben Pattinsons Filmkarriere sorgt weiter sein Privatleben – vor allem die Geheimromanze zu Twilight-Kostar Kristen Stewart (19) – weiter für die größte Aufregung: Bis jetzt wollten sie ihre Liebe nicht gestehen. Die ständigen Dementis entfachten sogar Gerüchte, Pattinson könnte homosexuell sein. Eine schwule Liebeszene im Film Little Ashes goss Öl ins Feuer. Er dementierte heftig. Und beteuerte wieder, dass er sich nicht „sexy“ finde – und die Frauenverzückung nicht kapiere. Experten beobachten auch, wie erfolgreich Pattinson und Stewart jetzt mit Solo-Filmrollen sind.

# 25. März: Jesses 11 Bimbos

Nach neuen Sex-Enthüllungen scheint die Scheidung zwischen Bullock und Biker-Gatten James unausweichlich: Casht er auch noch ab?
Los Angeles. Der seitenspringende Gatte von Hollywood-Sweetheart Sandra Bullock (45), PS-Prolo Jesse James (40), hofft weiter auf eine Versöhnung. Vor allem, da Bullock auch eine enge Beziehung zu seinen Kindern hatte. „Jesse wird alles tun, um die Familie zusammenzuführen“, so ein Freund zu People.
Ein frommer Wunsch nach dem Tsunami neuer Enthüllungen: Mit elf Frauen soll James sie betrogen haben, meist auf der Couch in seinem Büro, so US-Tabloids. Er zeigte keine Hemmungen: Eines der Girls führte er in sein Büro, schloss die Türe, „während sich Sandra in der Garage darunter aufhielt“.
Sex ohne Kondom. Nach Tattoo-Luder Michelle McGee meldeten sich bisher zwei weitere Mätressen:
# Nr. 2, Nacktmodel Melissa Smith (35), hatte seit 2006, James war gerade ein Jahr verheiratet, eine mehrjährige Sex-Affäre. „Er verwendete nie in Kondom“, erzählte sie dem Magazin Star. Bullock sei panisch, ob er sie mit Geschlechtskrankheiten ansteckte.
# Der Webdienst TMZ outete Nr. 3. Die Fotografin Brigitte Daguerre heuerte James für einen Fototermin: Viermal hatte sie Sex mit dem geilen Biker, bevor sie Schluss machte. Sie präsentierte 195 schlüpfrige SMS: „Ich will dein Affe sein“, textet der liebestolle James.
„Monster“. Besonders tragisch: Bullock vertraute ihrem „Monstergatten“ (US Weekly) blind – träumte von einem gemeinsamen Baby. „Alle wussten Bescheid“, so Insider: Seine Ex-Frau, seine Angestellten und Geschäftspartner. Nur Sandra nicht. Erst Stunden vor der ersten Tabloid-Enthüllung beichtete er. Kriegt er bei einer Scheidung jetzt auch noch ihr Geld? 100 Millionen Dollar ist Bullock schwer. Unbekannt ist, ob ein Ehevertrag existiert.

# 25. März: Osama, again…

Al-Kaida-Terror-Pate Osama Bin Laden droht in einem neuen Audioband den USA: Jeder “gefangene US-Bürger”, so Bin Laden (den die USA seit dem 11. September 2001 mit 50 Millionen Dollar Kopfgeld jagt) werde exekutiert werden, sollte der Rädelsführer des 9/11-Terrors (3.000 Tote), Khalid Sheikh Mohammed, im kommenden US-Prozess oder Militär-Tribunal zum Tode verurteilt werden. Das neue Bin-Laden-Tape, ausgestrahlt am Sender Al Dschasira, war nur 74 Sekunden lang. Unklar scheint, ob Al-Kaida tatsächlich US-”Kriegsgefangene” habe. Bestätigt ist nur, dass eine Al-Kaida nahestehende Extremistengruppe in Afghanistan einen US-Soldaten gefangen hält. Bin Laden warf US-Präsident Barack Obama vor, in die “Fussstapfen” seines Vorgängers, George W. Bush, zu folgen. Ist es ein Verzweiflungsakt? Nach einer Serie tödlicher Luftschläge durch US-Dronen gilt Al-Kaidas Führung als “dezimiert”, sagte CIA-Chef Leon Panetta.

# 25. März: Health Care: Letzte Störmanöver

Das Drama um die US-Gesundheitsrefom wird noch einige Tage prolongiert. Das „House“ muss nochmals über Änderungen abstimmen.
Washington. Die erste Reformversion hatte US-Präsident Barack Obama zwar bereits am Dienstag in der Unterschriftenzeremonie zum Gesetz gemacht – und durch die erste substanzielle „Health Care“-Reform seit 50 Jahren Geschichte geschrieben. Doch bei der Debatte um „Fixes“ (Abänderungen) des Gesetzes im Senat gelang der wütenden Republikaner-Opposition (siehe rechts) durch frenetische Störmanöver – die wüste Debatte am Kapitol endete um 2 Uhr – eine neue Hürde zu schaffen. 29 Änderungswünsche hatten Reform-Gegner dafür abgefeuert.
Obamas bereits paraphierte Reform-Version ist zwar keineswegs in Gefahr. Doch das „Ergänzungspaket“ muss wegen substanzieller Änderung des Gesetzestextes nun wieder zurück ins Repräsentantenhaus zu einer weiteren, finalen Abstimmung. Die Demokraten spielen den Schritt als „Formalakt“ herunter: „Wir haben mehr als die 216 nötigen Stimmen”, so die Nr. 2 im House, Stan Hoyer im US-TV.
Obama ist bereits auf Siegestour durch die USA
Das Störmanöver regnet dennoch in Obamas Siegerparade. Gestern kehrte der wiedererstarkte Präsident bei seiner Ehrenrunde zum Verkaufen des Reformpakets nach Iowa zurück, ließ sich von tosenden Fans feiern. In Iowa hatte er im Mai 2007 seine Ideen für das Umkrempeln des kaputten US-Gesundheitswesens (45 Millionen Unversicherte) präsentiert: Fast drei Jahre später ist es geschafft. Trotz zuletzt besserer Umfragewerte bleibt die Nation gespalten: Mit intensiver Aufklärungsarbeit muss Obama die Bevölkerung überzeugen. Nur so kann er seinen Demokraten bei den Kongress-Wahlen in sieben Monaten helfen.
Das Amerika frustrierende Kongress-Drama will er rasch hinter sich bringen. Es warten weitere, dringende Reformprojekte – von Finanzregeln bis Klimaschutz. Seine Partei ist optimistisch: Am Wochenende sollen die Reform- „Fixes“ unter Dach und Fach sein, auch der neue, verbesserte Text auf Obamas Schreibtisch landen.
H. Bauernebel / New York

Gewalt-Eskalation. Die Proteste fanatischer Gegner der „Health Care“-Reform nehmen eine gefährliche Wende: Zehn Demokraten-Abgeordnete erhielten telefonische Todesdrohungen. Makaber: Explizit bedroht wurden auch ihr Angehörigen und Kinder. Radikale schlugen die Scheiben von Parteibüros in New York und Arizona ein. Randalierer kappten bei einem Privathaus eines Parlamentariers die Gasleitung. Aktivisten der rechten „Tea Party“-Bewegung publizierten die Privatadresse eines Demokraten und riefen Anhänger auf, dort „einmal vorbei zu schauen“. Das FBI ermittelt. Abgeordneten wurden Extra-Bodyguards zugeteilt. Politiker schüren die Hetze: Ex-Vizekandidatin Sarah Palin markierte Demokraten-Wahlkreise am Web mit einem Fadenkreuz.

# 24. März: Sandra Bullock, „getrennt“

Die wilden Scheidungsgerüchte um Oscar-Star Sandra Bullock (45, “The Blind Side”) eskalieren. Nach ihrer Flucht aus der L.A.-Villa wegen der Affäre ihres Gatten Jesse James (40 ) mit Tattoo-Luder Michelle McGee (24) führte die Hollywood-Datenbank “IMDb” in Bullocks Bio ihren Beziehungsstatus als “getrennt” an. Die Änderung schlug wie eine Bombe ein. Ihre Publizisten winkten ab: Der Eintrag sei so nicht autorisiert gewesen. Dementiert wurden auch Reports, Bullock sehe sich bereits nach Scheidungsanwälten um.
Unstrittig ist: Die Sex-Enthüllungen trafen die offenbar völlig ahnungslose Schauspielerin hart. Sie sammelt sich in einer Villa in Austin, Texas. Bei einem Familien-Dinner brach sie zusammen. Ihr Anrufbeantworter ist voll. Mit ihrem streunenden Gatten habe sie noch kein Wort gewechselt. “Sie bringt es einfach nicht fertig, mit ihm auch nur am Telefon zu reden”, wird ein Bekannter zitiert: “Sie ist am Boden zerstört”. Der Star-Mechaniker hatte sich zuletzt für die Affäre entschuldigt. Bullock sagte öffentlich bisher kein Wort.
Dabei bricht eine neue Rund an Tabloid-Enthüllungen über sei herein: James soll sich in seiner Garage “West Coast Choppers” nicht nur mit der Tattoo-Stripperin McGee vergnügt, sondern auch weitere Biker-Bräute konsumiert haben. Der Modus Operandi wäre immer der gleiche gewesen: Er inserierte am Web um Modells für seine Motorrad-Shows. Dann traf er die Frauen zu “Vorstellungsgesprächen” in seinem Büro. Oft sei es nicht nur bei Foto-Sessions geblieben.
Andere Frauen in seinem Leben rechnen ab: “Er hat bisher jede Frau betrogen, mit der er zusammen war”, sagte Ex-Frau, Porno-Queen Janine Lindemulder. Bullock tue ihr leid: “Sie war offenbar so verliebt in ihn, geblendet und leichtgläubig”. Tatsächlich: Energisch kämpfte Bullock an seiner Seite um das Sorgerecht seiner Tochter Sunny (5).
Auch Ex-Angestellte lassen kein gutes Haar an James, Amerikas derzeit meistverhassten Mann: “Das ist eine bösartige, brutale, schreckliche Person”, schimpft Deann McClung, die für ihn zwischen 1999 und 2000 werkte. Sie klagte später wegen einer Sex-Attacke: “Er wollte mich zum Geschlechtsverkehr zwingen”.
Bizarr: Bullock sprach in Interviews vom “süßen kleinen, verletzlichen Jungen”, der sich hinter der rauen Schale ihres Mannes verberge.

# 24. März: US-Reporter

Washington. Bekannt ist Vize Joe Biden längst als gnadenloser Fettnapftreter. Doch jetzt übertraf er sich selbst: „This is a big fucking deal“ (Deutsch: Das ist ein scheißgroßes Ding), flüsterte er Obama bei der Übergabe des Podiums ins Ohr. Biden vergaß offenbar, dass das Mikro offen war – und seine „F-Bombe“ für die Welt hörbar. Das White House nahm es mit Humor, doch schien irritiert, dass Großmaul Biden den historischsten Moment der Obama-Präsidentschaft überschattete.

Port-au-Prince. Zwar stellte sich Ex-Präsident George W. Bush gemeinsam mit Bill Clinton artig in den Dienst der US-Haiti-Hilfe nach dem Megabeben. Doch nun sorgt ein oberpeinliches Video für Aufsehen: Bush graute offenbar nicht nur vor dem Händeschütteln mit verschwitzten Haiti-Obdachlosen in einem Lager bei sengender Tropenhitze – er wischte seine Hände dann auch noch in Bill Clintons Hemd ab, Bushs Phobie vor Bakterienübertragung beim Händedruck ist gut dokumentiert. Beim ersten Obama-Treffen fragte er nach einem sanitären Feuchttuch.

# 24. März: Umfragensprung nach Health-Care-Triumph?

Obama hat durch den „Health Care“-Triumph seine Präsidentschaft wieder auf Kurs gebracht und seine Demokraten aufgerichtet.
Washington. Die Tinte der Signatur durch US-Präsidenten Barack Obama unter seine historische Gesundheitsreform war kaum trocken, stellt sich die Bevölkerung schon hinter ihn: Mit 49 zu 40 Prozent begrüßen laut einer Gallup-Umfrage plötzlich weit mehr Amerikaner die Riesenreform als sie ablehnen. Obama will den Schwung nun in eine „Verkaufsoffensive“ des Gesetzes, das Amerika in der einjährigen, schrillen Debatte tief spaltete, mitnehmen: Heute wird er im wahlkampfwichtigen US-Staat Iowa erwartet.
Obamas Demokraten erhielten eine Stromstoß
Obama gelang auch, seine nach der Endlosdebatte demoralisierte Demokraten-Partei aufzurichten: Mit dem „Stromstoß”, so US-Medien, starten sie nun den Wahlkampf für die Kongress-Midterm-Wahlen Anfang November. Einst war ein Waterloo befürchtet worden. Jetzt stehen die Chancen zur Verteidigung der Mehrheiten in beiden Kammern bestens: Als Kämpfer für die Mittelklasse wollen die Demokraten auftreten, die Republikaner als ideenlose Obstruktionisten verdammen.
Obama will nun auch zügig den Reformstau begegnen: Die Arbeitslosigkeit soll gesenkt, Gierbanker strenger kontrolliert werden. Er weiß: Seine Präsidentschaft ist wieder auf Kurs.

23. März: Arme Sandra….

Das Drama um die betrogene Oscar-Gewinnerin Sandra Bullock (45) eskaliert stündlich. Wie eine Bombe war in der Vorwoche die Enthüllung eingeschlagen, dass sie ihr “TV-Mechaniker”-Gatte Jesse James (40) mit Tattoo-Luder Michelle “Bombeshell” McGee elf Monate lang betrogen hatte. Jetzt packt der Ex-Gatte McGees über weitere dunkle Seiten der volltätowierten Mätresse aus: Sie hätte ein Hakenkreuz eintätowiert, erzählte Shane Modica der TV-Sendung “Insider”. Oft hätte sie ihm über die Affäre mit James erzählt, behauptet, dessen Ehe zu Bullock sei bloß eine Farce. “Die leben ja nicht mal zusammen, sie ist dauernd auf Achse”, so McGee.
James hätte ihr versprochen, sich von Bullock zu trennen und sie zu seiner Neuen zu machen. Das Nacktmodell mit Nazisympathien sei demnach bereits lange vor der Affäre vom Star im TV-Hit “Monster Garage” besessen gewesen. Deshalb, so ihr Ex, sei auch deren Ehe zerfallen. Neue Fotos kursieren dazu über McGees Nazi-Fetisch: Auf einem vom Webdienst TMZ publizierten Foto ist zu sehen, dass sie mit Buchstaben-Magneten den Schriftzug der Neonazi-Truppe “White Power” auf ihrem Kühlschrank fixierte. Ex-Mann Modica wirft ihr dazu Geldgier vor: “Sie wird aus der Affäre so viel wie möglich abzocken”.
Doch wo ist Sandra Bullock? Und ist ihre Ehe überhaupt noch zu retten? Ein guter Freund erzählte “Fox”-TV, dass sie sich in einem ihrer Häuser in Austin (Texas) zurückgezogen habe. Sie brauche Zeit zum Nachdenken, so der Insider. Und: “Ich glaube nicht, dass sie Jesse zurückhaben will”. Der Schmerz sei zu tief: Sie habe ihm blindlings vertraut, ihn beim Sorgerechtskrieg um seine Tochter Sunny (5) gegen Ex-Frau, Pornostar Janine Lindemulder, verteidigt. Im Freundeskreis sei sie regelrecht zusammengebrochen, berichtet die Website “X17”: “Sie ist so unendlich traurig”, so ein Zeuge: “Sie erzählte vor allem von den Emails, die ihr James Kinder schickten”. Doch sie werke auch an neuen Projekten: Mit Meryl Streep will sie einen Film drehen.
Bullock Post-Oscar-PR-Tour für das Sportdrama “The Blind Side” ist hingegen versandet: Zuletzt sagte sie die Premiere in Berlin ab. Laut jüngsten Reports hätten Bullock und James bereist hochkarätige Scheidungsanwälte angeheuert. Bullocks Favorit, so TMZ: Lance Spiegel. Der hatte schon Trennungen von Superstars wie Michael Jackson, Heather Locklear oder Charlie Sheen abgewickelt.

# 23. März: Obama unterschreibt Meilenstein

In einer Unterschriften-Zeremonie vor dem White House feierte Präsident Obama den Triumph nach dem Kongress-OK der Gesundheitsreform.
Washington. 32 Millionen zusätzliche Amerikaner sollen nun eine Krankenkasse erhalten, Privatversicherer strikter kontrolliert werden. Umringt von Abgeordneten seiner Demokraten-Partei pries Barack Obama die Reform als „Meilenstein“.
Doch die Republikaner-Opposition gibt nicht auf: 12 Bundesstaaten wollen gegen die Implementierung klagen. Der Grund: Das Gesetz sei „verfassungswidrig“.
Die Republikaner leisten Widerstand bis zuletzt
Neben den Kosten von 940 Milliarden Dollar wettern Kritiker gegen den Zwang, künftig Krankenversicherungen kaufen zu müssen. Das sei ein Eingriff in „Bürgerrechte“, so Minnesota-Gouverneur Tim Pawlenty. Die Sorge wächst um immer radikalere Proteste: Obama erhielt via Twitter massive Todesdrohungen. „Amerika, wir überlebten die Ermordung von Lincoln und Kennedy“, schrieb einer: „Wir werden auch eine Kugel im Kopf von Obama überstehen“.
Trotz Obamas Riesenerfolg beim Durchboxen der Reform, muss er seine Politik nun „gut verkaufen“, so Politologen. Denn die Amerikaner sind weiter tief gespalten wegen dem Umkrempeln des US-Gesundheitswesens: Laut CNN-Umfrage lehnen 59 Prozent die Reform weiter ab. Dazu folgt das nächste Drama: Seit Dienstag werkt der Senat an Reform-Ergänzungen. Die Republikaner setzen weiter auf Störmanöver.

# 23. März: Murray versteckte Pillen

Er wollte offenbar lieber seine eigene Haut als das Leben des Popidols Michael Jackson (t50) retten: Leibarzt Dr. Conrad Murray (52) hatte in den Minuten des Todesdramas am 25. Juni 2009 die Wiederbelebungsversuche an Jackos leblosen Körper unterbrochen und das Herbeirufen der Ambulanz verzögert. Murray wollte offensichtlich Beweismittel beseitigen – und seine groteske Kurpfuscherei vertuschen. Das geht aus nun veröffentlichten Gerichtsdokumenten über die Aussagen des Bodyguards Alberto Alvarez gegenüber der Polizei hervor.
Mit nur einer Hand massierte demnach Murray, der in L.A. wegen Todschlag angeklagt ist, Jacksons Herz, mit der anderen griff er hektisch nach den herumliegenden Pillendosen. Alvarez bat er um einen Plastiksack, befahl ihm Glas-Pipetten und andere Medikamente einzusammeln. Vor allem: Murray wollte das Betäubungsmittel “Propofol” verschwinden lassen, das laut Autopsie das Popidol tötete. Zeuge Alvarez beschreibt ein unglaubliches Drama: Er sah Jacko am Bett, die Nadel für die intravenöse Propofol-Verabreichung steckte im Bein. Die Augen und der Mund waren weit geöffnet. Jacksons ältere Kinder, Prince Michael (12) und Paris (11), platzen in das Zimmer: Sie schrieen und weinten, mussten von einem Zimmermädchen hinausgeführt werden.

# 22. März: Healthcare: „Yes we can…“

US-Präsident Barack Obama schreibt nach nur 14 Monaten im Oval Office bereits Geschichte. Ihm gelang, was sieben Präsidenten vor ihm verwehrt blieb: Eine massive Reform des Gesundheitswesens. In einem Kongress-Thriller votierte das Repräsentantenhaus um exakt 22:45 Uhr Ortszeit, Sonntag, mit 219 zu 212 Stimmen das zuvor vom Senat genehmigte Reformpaket zum Gesetz. “Yes we can!”, skandierten Abgeordnete Obamas Wahlkampf-Schlachtruf. Heute will Obama die erste Gesundheitsreform seit 50 Jahren paraphieren. Die Parlamentarier hätten den “Ruf der Geschichte gehört”, atmete er in einer TV-Rede vom Weißen Hauses auf.
“So sieht Wandel aus”, wandte sich Obama auch an Enttäuschte, die nach Monaten an Streit und Stillstand bereits zweifelten, er könnte sein Wahlversprechen nach “Change” einlösen.
Eine tosende Schlacht ging der Abstimmung voran: Die Demokratin Nancy Pelosi pries die 940 Milliarden Dollar teure Reform, durch die 95 Prozent der US-Bürger künftig krankenversichert sein sollen, zwar als “Meilenstein in der US-Geschichte”. Doch Oppositionsführer John Boehner wetterte, dass Obama & Co. das “ruinöse Paket” gegen den Willen der Bevölkerung durchgeboxt hätten. Mit taktischen Störmanövern hatten die Republikaner die Abstimmung um Stunden verzögert. Schmährufe von Demonstranten drangen in die Kammer. 544 Millionen Dollar hatten Reformgegner ausgegeben. Schrill warnten sie vor dem “Sozialismus” in Amerika.
Obama gelang die Reform, da er in 92 Treffen mit skeptischen Demokraten und Nebendeals den Gleichschritt seiner Partei schaffte. Dramatisch appellierte er: “Tut es nicht für mich, sondern die Amerikaner”. Nervös schaltete Obama während der “House”-Debatte nahe dem Oval Office um auf Basketball-TV-Übertragungen. Er strahlte, als die Demokraten die Siegermarke von 216 Stimmen überquerten. Sein Stab fiel sich in die Arme.
Trotz des Triumphes warten weitere Hürden: Denn das “House” beschloss gleichzeitig auch noch Abänderungen zum Reformgesetz, die der Senat – wie versprochen – genehmigen muss. “Es folgt noch eine weitere Woche an Drama”, so Kongressexperte Luke Russert auf NBC-TV.
Ein Scheitern der Reform-“Reparaturen” im Senat könnte eine gewaltige Kluft zu den Parteikollegen des Unterhauses aufreißen, “die sich betrogen fühlen würden”, so Politologen. Unterminiert wäre auch Obamas Worttreue.
Wie das bereits totgeglaubte Reformpaket feiert der zuletzt ramponierte Präsident ein enormes Polit-Comeback: In dem über ein Jahr lang tosenden “Health Care”-Streit war seine Popularität auf unter 50 Prozent gekippt.
Jetzt bewies Obama, dass er Amerika verändern kann, demonstrierte Führungs- und Kampfkraft. “Sollte sich nun auch die Wirtschaft erholen”, jubelte TV-Kommentator Ed Schultz, “könnte Obama der beste Präsident in der ersten Amtszeit aller Zeiten werden”.

# 22. März: Woods Beichte…

Top-Golfer Tiger Woods (34) bereitet mit einer neuen Runde öffentlicher Reue für seine Sex-Affären mit über einem Dutzend an Mätressen sein Comeback vor. Am 8. April schwingt er beim US-”Masters” in Augusta (Georgia) nach vier Monaten an Zwangspause wieder die Golfeisen. Dem “Golf Channel” und dem Sportkanal ESPN gab er jetzt die ersten Interviews seit dem Losbrechen der Tsunami an Sex-Enthüllungen. Keine Frage war tabu, die Tortur jedoch auf fünf Minuten limitiert.
“Ich habe eine Lüge gelebt”, gab Woods, seine Stimme bebend, sein bizarres Doppelleben zu. Während die Welt einen Sport-Superstar samt Traumfamilie serviert bekam, lebte er seine Sexsucht mit Bimbos, Kellnerinnen, Nutten und Pornostars aus. Woods absoluter Tiefpunkt: Die Beichte bei Frau Elin Nordegren (30) und Mutter Kultida. “Den Menschen, die ich am meisten liebe, zu gestehen, was ich getan habe, war äußerst schmerzhaft”. Elins Reaktion: Schock, Wut, unbändiger Schmerz! “Sie war verletzt, sehr verletzt – und sie hatte jedes Recht darauf”, sagte Woods zerknirscht.
Der Sex-Tiger entschuldigte sich mehrmals für seine “widerlichen” Fehltritte. Er hätte immer wieder versucht, aufzuhören: “Doch ich schaffte es einfach nicht”. Ein Tiefpunkt folgte dem nächsten: “Gerade als ich dachte, ich könnte tiefer nicht mehr fallen, ging es noch weiter hinunter”.
Warum habe er Elin denn eigentlich geheiratet, wollte eine Interviewerin wissen. Woods, fast verblüfft über die Frage: “Weil ich sie liebe”, antwortet er knapp. Einen “weiten Weg” habe er jetzt bei der Rettung seiner Ehe vor sich, gab er zu. Er enthüllte Details seiner 45 Tage langen Sexsucht-Therapie: “Sie rissen mir alle Selbstverleugnung herunter, ich sah, wer ich wirklich bin”. Und: “Es war äußerst hässlich”. Seinen Kindern, Baby Charlie (1) und Tochter Sam (2), werde er in “ausführlichen und oftmaligen Gesprächen” einmal alles erklären. Nervös ist er vor dem Golf-Comeback: Woods hofft auf zumindest auf ein paar Runden an “aufmunterndem Applaus”.

# 21. März: 425 Tage Kampf um Obamas Health Care

Nach 425 Tage im Amt stand US-Präsident Barack Obama vor dem größten Triumph seiner Präsidentschaft – und einem spektakulären Polit-Comeback. Obama schreibt Geschichte: Keinem Präsidenten seit Generationen, jüngst Bill Clinton im Jahr 1993, gelang bisher eine Reform des aufgeblähten, ineffektiven, 2.500 Milliarden schweren US-Gesundheitssystem. Nach heftigem Armdrücken brachte Obama seine eigene Demokraten-Partei hinter sich: “Wir schreiben Geschichte”, rief er in einer Halle vor tosenden Fans. “Wir haben es in unseren Händen”, appellierte an 200 Kongress-Demokraten.
Am Ende stellte die Partei-Führung klar, dass sie die 216 nötigen Stimmen im Repräsentantenhaus zusammenhätten. Die 940 Milliarden Dollar teure Reform soll 32 Millionen Amerikanern zusätzlich eine Krankenversicherung ermöglichen. 95 Prozent der Bevölkerung wären dann versichert. Im komplizierten Prozedere stimmte das Kongress-Unterhaus am Sonntag gleich mehrmals ab: Votiert wurde über über Passagen, mit denen das “House” die vom Senat bereits verabschiedete Gesetzversion “verbessern” wollte. Die Abgeordneten stimmten aber auch über die Senatsversion ohne Abänderungen ab. Nach dem erwarteten “OK” war das Gesetz am Weg auf Obamas Schreibtisch im Oval Office. Der Senat versprach jedoch auch, innerhalb der Woche die Änderungswünsche des Unterhauses zu genehmigen.
Der Kraftakt hätte Obama beinahe die Präsidentschaft gekostet. Das Teils schrille, einjährige “Health Care”-Theater ließ seine Popularität von stratosphärischen 80 Prozent bei der Inauguration auf zuletzt blamable 43 Prozent absacken. (siehe Grafik). Im heftigen Kreuzfeuer der Versicherungs-Lobby und schriller Rhetorik, Obama wolle den USA den “Sozialismus” überstülpen, war der Widerstand stetig gewachsen. Immerhin: Es ist die größte Ausdehnung des US-Sozialnetzes seit der Einführung der “Armenversicherungen” Medicare und Medicaide in den Sechzigern.
Trotz der herzzerreißenden Missstände, wo Privatkassen oft über Leben und Tod von Patienten entscheiden und 45 Millionen überhaupt keine Kasse haben, war zuletzt eine Bevölkerungsmehrheit verunsichert und lehnte die Reform ab. Das Drama hatte Obamas Reform-Agenda (Finanz, Klima- oder Bildung) dazu zu einem kompletten Halt gebracht. Auch auf der Weltbühne verblasste der frühere Glanz des angeblichen “Weltpräsidenten”.
Politologen erwarten nach dem “Health Care”-Triumph ein rauschendes Comeback – zeitgerecht für die Midterm-Kongresswahlen im November. Obama und seine Demokraten hoffen, dass die Bevölkerung rasch die “positiven Seiten der Gesundheitsreform sehen wird”, so das White House. Und die befürchtete Wählerbestrafung ausbleibt.

# 20. März: Sandras Drama

Der Gatte von Oscar-Star Sandra Bullock (45), TV-Star-”Mechaniker” Jesse James (40), trug beim Abholen seiner Kinder aus der Schule noch seinen Ehering. Wie lange noch, wird immer aufgeregter diskutiert. Seine stürmische Sexaffäre mit Tattoo-Luder Michelle “Sexbombe” McGee (24) schockt weiter Amerika. Die zutiefst verletzte Bullock, die völlig ahnungslos mit ihrem Gatten noch vor zwei Wochen über den Roten Teppich bei den Oscars marschierte, ist praktisch untergetaucht: Alle Termine wurden abgesagt, aus der gemeinsamen Millionen-Villa in L.A. flüchtete sie.
Am schmerzhaftesten für Bullock ist wohl die Flut neuer Details über jene Frau, mit der sie elf Monate lange unwissentlich ihren Gatten teilte. Bilder tauchten auf, wo Mätresse McGee mit Hakenkreuz-Armbinde posiert. Im Fleckenteppich bunter Großtätowierungen soll sich auch ein Hakenkreuz befinden. Ihr Ex-Partner Ronald Shane Modica, der mit ihr ums Sorgerecht für Sohn Avery (5) ringt, entlud bei Gericht eine Litanei brisanter Anschuldigungen. US-Reporter durchwühlen seither die Akten. McGee, die als Stripperin und Nacktmodell arbeitet, hebe demnach gerne die Hand zum Hitler-Gruß, sei Anhängerin der Rassistengruppe “White Power”, behauptet Ex Modica. Sie hätte ihren Sohn ins Studio zu Porno-Aufnahmen mitgenommen, räkle sich in seiner Gegenwart zu Hause vor einer Web-Live-Kamera in erotischen Posen. Als Kindermädchen für Avery organisierte sie eine Stripper-Kollegin. Hinzu komme Alkohol-, Medikamenten- und Drogensucht. Unmengen an “Xanex”, einem als Modedroge oft missbrauchtem Beruhigungsmittel, werfe sie ein, heißt es in den Papieren. Dazu neige sie im Drogenrausch zur Gewalt: Modica wäre sie an die “Gurgel gesprungen”, sagte er aus, “während sie in der anderen Hand Sohn Avery hielt”. Sie kontert in dem Gerichtsstreit, dass er eher gewalttätig sei.
Doch auch das Umfeld von James Welt aus Monstertrucks, Harleys, Matchos, Tattoos und Scharen willfähriger Luder wird als Grund für die Affäre durchleuchtet. “Frauen hätten sich nur so an Jesse geworfen”, so ein Insider zum Magazin “People”. Hollywood wunderte sich stets über das “seltsame Paar” des hochintelligenten Filmstars und dem Testosteron-getriebenen Motorrad-Mogul. Doch alle dachten, sie hätte ihn gezähmt. Auch Bullock glaubte das.
Schockierend scheint, dass sie tatsächlich völlig ahnungslos gewesen sein muss. Letzten Samstag – bloß 48 Stunden vor ihrem Auszug aus der Villa – absolvierte sie an seiner Seite einen PR-Auftritt im Hauptquartier der Kaufhauskette Walmart in Bentonville (Arkansas).
In anderem Licht scheinen nun auch seine Tränen, die er vergoss als sie die Goldstatue entgegennahm. Zuerst wurden sie als Rührung gedeutet, jetzt eher als überwältigende Scham. Dachte er gar: “Alles wird bald auffliegen…”

# 20. März: Countdown zur Health Care

US-Präsident Barack Obama könnte heute vor seinem bitter benötigten, größten Triumph seiner Präsidentschaft stehen: In dem für Sonntag angesetzten Abstimmungs-Thriller im US-Repräsentantenhaus dürfte seine Gesundheitsreform die wichtigste Hürde nehmen. Stunden vor dem Kongress-Drama stieg die Hochspannung in Washington D.C.: Obama appellierte am Samstag in Vier-Augengesprächen am Kapitol an noch unentschlossene Demokraten. Seine geplante Reise nach Indonesien hatte er verschoben.
Mit einem begeisternden Auftritt in Virginia rüttelte Obama die Amerikaner nochmals auf: “Wir werden Geschichte schreiben dieses Wochenende”, rief er in die Halle mit 8.500 Fans. Tatsächlich: Obama wäre der erste Präsident seit fast 60 Jahren, dem eine “Health Care”-Reform gelingt.
Doch bis zuletzt blieb ungewiss, ob seine Demokraten die nötigen 216 Stimmen zusammenkratzen können. Durch das nun bereits ein Jahr andauernde Gezerre im Kongress und irreführende Polemik der Kritiker gilt die Reform (Krankenkasse für 32 Millionen zusätzliche US-Bürger, strikte Kontrollen privater Versicherer) unpopulär. Doch der Schwung schien auf Obamas Seite: Allein am Freitag sagten sieben unentschlossene Demokraten “Ja”.
Die Republikaner, die die Kassenreform geschlossen ablehnen, werken an weiteren Störmanövern. Sollte das Paket das “House” passieren, muss über die Abänderungen des Gesetzentwurfes auch noch der Senat abstimmen.

# 19. März: Finale Schlacht um Healthcare-Reform

Washington. Barack Obama wirft alles in die finale Schlacht um seine Gesundheitsreform. Seine Präsidentschaft steht am Spiel. Vor dem Drama um die entscheidende Abstimmung am Sonntag im Repräsentantenhaus verschob Obama kurzerhand seinen Trip nach Australien und Indonesien auf Juni.
Thriller. Bei einem Auftritt hielt Obama neuerlich ein energisches „Schlussplädoyer“. Er muss um jede Demokraten-Stimme kämpfen: Nach einem Jahr an Panikmache durch die Rechten lehnt eine Mehrheit der US-Bürger die Reform ab. Abgeordnete fürchten eine Wählerbestrafung, sollte sie mit “Ja” stimmen. Doch die Parteiführung gab sich im Countdown zum Abstimmungsthriller optimistisch: Die 216 nötigen Stimmen sind in „Sichtweite”.

# 19. März: Michelle McGee, Nazi-Luder

Die Fotos schockieren: Michelle McGee, Sex-Mätresse des Bullock-Gatten Jesse James, schleckt, spärlich bekleidet im Bikini, ein Kampfmesser ab, trägt Nazi-Kappe und Hakenkreuz-Armbinde. Dazu soll sie gerne die Hand zum Hitlergruß erheben und Anhängerin der Neonazi-Gruppe “White Power” sein. Das Kürzel “W” und “P” ließ sie sich sogar eintätowieren, am Kühlschrank hänge ein Aufkleber, so Zeugen.
Wer ist Michelle McGee wirklich, die Frau, die die Ehe von Amerikas beliebtester Schauspielerin zerstörte? Die 24-jährige, deren Körper mit Dutzenden, großflächigen Tätowierungen zugekleistert ist, sucht ihr Glück meist als Tattoo-Model. Zuletzt zierte sie das Cover des “Tattoo Magazine”. Der Vater einer ihrer beiden Söhne behauptete jedoch im Sorgerechtsstreit: McGee schlittere immer tiefer in die Welt der Online-Pornografie, sei Drogen und Alkohol total verfallen. Sie tanze in Stripclubs, habe Beziehungen mit Mitgliedern gewalttätiger Gangs. Ihr Pseudonym: “Bombshell” (Sex-Bombe). Ihr Ex: “Sie ist geistig gestört und braucht dringend Therapie”.
McGees genaue Herkunft wird noch recherchiert: Auf einer Website gibt sie an, Franko-Kanadierin zu sein, auf Twitter sagte sie jedoch, dass sie als Tochter ultrakonservativer Eltern der “Amish”-Sekte aufwuchs. Sie behauptet, einen Uni-Abschluss in Biologie zu haben. Finanziell hat sich das Ausposaunen ihrer Affäre ausgezahlt: 30.000 Dollar soll sie für ihr Tabloid-Interview kassiert haben. Und kaum zu glauben: Sie ist sauer, da Lover James auch sie betrogen habe: Er hätte ihr erzählt, dass seine Beziehung zu Bullock zerrüttet sei – nur deshalb ließ sie sich auf die Affäre ein.

# 19. März: Sandra „am Boden zerstört…“

Aufgeregt wird nur mehr gefragt: Lässt sich Oscar-Gewinnerin und “Amerikas Sweetheart” Sandra Bullock (45, “The Blind Side”) von ihrem seitenspringenden Star-Mechaniker-Gatten Jesse James (40, TV-Serie “Monster Garage”) scheiden? “Sie ist am Boden zerstört”, so People-Chefredakteur Peter Castro: “Aber sie ist stark, bei jedem Tiefpunkt bisher staubte sie sich ab und machte weiter”.
Nach Enthüllungen über eine elf Monate lange Sex-Affäre ihres Gatten mit Tattoo-Luder Michelle “Sexbombe” McGee (32) war sie am Montag überstürzt aus der gemeinsamen L.A.-Villa ausgezogen, sagte alle Premieren-Termine ab. Seither sei sie wie vom Erdboden verschluckt, so Insider. Besonders devastierend für sie: Zunichte gemacht sind alle ihre Pläne, den Oscar-Sieg für ihre weitere Karriere mit öffentlichen Auftritten zu nützen.
Ihr geiler Gatte, der abseits der geheimen Liebestreffen McGee gerne seine Oralsex-Fantasien aufs Handy textete, startete mit einer rührenden Mea Culpa an Bullock und seine drei Kinder einen letzten Rettungsversuch. In einer Stellungnahme bezeichnete er sich als Alleinverantwortlichen: “Ich habe meine Frau und meine Kinder bloßgestellt und verletzt – es tut mir furchtbar ledi”. Er hoffte, dass sie ihm “eines Tages” vergeben könne.
Die Reue wird im wenig nützen. Denn immer neue Details illustrieren, wie vernichtend der Schmerz für die sympathische Bullock sein muss. Das Tabloid “In Touch”, das die Affäre enthüllte, berichtete: James schickte selbst eine Woche nach dem rührigen Oscar-Auftritt mit Bullock seiner voll-tätowierten Mätresse SMS-Nachrichten: “Hab gerade an dich gedacht”, tippte er letzten Sonntag. “Sandra muss wohl aus allen Wolken gefallen sein”, so Insider. Dabei hatte sie sogar geglaubt, ihren ruppigen Biker-Hubby gezähmt zu haben. “Er hat seine wilde Zeit abgeschüttelt”, erzählte sie fröhlich 2006. Nachsatz: “Ich bin jetzt seine Wilde…”
Nach dem Auftauchen von Fotos von McGee als Nazi-Braut mit Hakenkreuzen (siehe Story rechts) muss Bullock vor allem eine bohrende Frage quälen: Wie konnte er mich nur mit dieser Frau betrügen?

# 19. März: PETA, Katzen#-Killer

Neue Enthüllungen über die US-Tierschutzgruppe PETA nach dem Skandal um die Tötung von 2.358 Tieren allein im Vorjahr in ihren Heimen mangels an Adoptionsmöglichkeiten (ÖSTERREICH berichtete). Auf einer Aktivisten-Website wurden nun neue Dokumente ausgehoben: Demnach tötete PETA seit 1998 insgesamt 23.640 Haustiere, die zuerst “gerettet”, doch für die später keine Plätze gefunden wurden.
In einer Untersuchung wegen Tierquälerei tauchten grausige Zahlenkolonnen auf: 2009 wurden demnach 555 Hunde der Euthanasie zugeführt, 1569 Katzen und 243 weitere Tiere. Im Jahre 2007 kamen 759 Hunde, 1026 Katzen, 26 sonstige Tiere und vier Hühner zu Tode. PETA verteidigte sich, dass ohne geeignete Plätze die Tiere in ihren Heimen bloß “leiden” würden.
Doch die Wut steigt: Die “Tierschützer” konzentrierten sich lieber aufs Spendensammeln, als Plätze für die Tiere zu finden, so Kritiker. Ins Visier geraten auch für PETA werbende Hollywood-Stars: Sie wurden zum Boykott aufgefordert, bis der Skandal aufgeklärt ist.

# 18. März: iPad als Magazin-Kiosk

Der „iPad“ als elektronischer Kiosk gilt als Retter der darbenden US-Printpresse.
New York. Für Amerikas wegen Anzeigen- und Leserschwund angeschlagene Printpresse gilt der neue Wunder-Tablet iPad von Apple als „Retter“: Die Top-Magazine der USA werken daher unter Hochdruck an spektakulären Präsentationen für die interaktive Touch-Screen-Plattform (US-Verkaufsstart für den iPad ist der 3. April).
Besonders das Tech-Magazin Wired brilliert mit seiner iPad-Digitalversion: Der Text wird auf der Multimedia-Ebene mit Kurzvideos, Animationen, Querverweisen, 360-Grad-Displays von Produkten oder Interaktionsmöglichkeiten zwischen den Lesern ergänzt.
Einmalige Chance. „Auf diese Chance des Einsatzes aller visuellen Werkzeuge bei der Präsentation journalistischer Arbeit haben wir seit 15 Jahren gewartet“, jubelt Chefredakteur Chris Anderson.
Das Lifestyle-Magazin Viv verschmilzt in einer vorgestellten iPad-Version das Lesevergnügen mit reichhaltigen Animationen, die eher an Hollywood-Produktionen erinnern. Auch Vanity Fair, Glamour und der New Yorker planen Aufsehen erregende Auftritte am Wunder-Tablet.

# 18. März: Hollywood-Stories

Es schien ein harter Kampf, doch Superstar Jennifer Lopez (40) scheint plötzlich alles auf der Reihe zu haben: Vergessen die Trennungs- und Affären-Gerüchte mit Sängergatten Marc Anthony (41), passé die Schwanengesänge auf ihre Film- und Musikkarriere wegen der Baby-Pause. Lopez, zu sehen am Samstag in ORF 1 in der Komödie Schwiegermonster, ist wieder am Weg zur Spitze – doch diesmal als glückliche Mutter der Zwillinge Emme und Max (2) samt Musterehe.
Film-Comeback. Im April startet in den US-Kinos ihre romantische Komödie The Back-Up Plan, ihr erster Streifen seit drei Jahren. Zwei weitere Lopez-Filme feiern heuer zusätzlich Premiere. Im Sommer veröffentlicht sie ihr Album Love. „Ich habe heute mehr an privatem Leben“, erzählte Lopez entspannt dem Magazin OK!: „Früher konzentrierte ich mich bloß auf meine Karriere – heute sind andere Dinge einfach wichtiger für mich…“.
Liebe gelernt. Nach der Liebeskrise mit Anthony im Dezember 2008, als er flirtend in Discos gesichtet wurde, gab Lopez offen zu, heftig um ihre Beziehung „gekämpft“ zu haben. Wegen zwei gescheiterter Ehen davor wollte sie diesmal „nicht aufgeben“. Doch ganz kann Lopez 2.0 ihre Vergangenheit nicht abschütteln: Mit Ex-Gatten Ojani Noa ist sie in ein ekliges Justizdrama um die Freigabe anzüglicher Privatvideos verstrickt. Der Prozess beginnt in Kürze.

Sie war kaum wiederzuerkennen: Filmstar Katherine Heigl (31) tauschte ihr Markenzeichen, die blonde Lockenpracht, mit kerzengerader und schwarzer Haarfrisur. Ist es Heigls neuer Look zu einer Umorientierung ihre Karriere? Fix scheint nun, dass sie aus der TV-Hitserie Grey´s Anatomy aussteigt. Seit drei Jahren schon wollte Heigl ihre Rolle als TV-Ärztin Dr. Izzie Stevens an den Nagel hängen. Die ABC-TV-Bosse pochten jedoch eisern auf die Einhaltung des Vertrages. Nach dem Ende ihrer Karenz (wegen der Adoption des Babies Naleigh aus Südkorea) wird sie nun aber nicht zum Set zurückkehren. Drehbuchschreiber arbeiten bereits an ihrem TV-Serienende.
Filmkarriere? Warum stieg sie aus? Heigl will sich voll auf die Filmkarriere konzentrieren. Der TV-Dreh limitierte ihre Verfügbarkeit. Bald erscheint mit Killer ihr nächster Film mit Ashton Kutcher.

Betrübt schien Oscar-Gewinnerin Kate Winslet (34) keinesfalls zu dem Zeitpunkt, als Anwälte ihre Scheidung von Regisseur Sam Mendes (44) verlauteten. Im schwarzen Bikini düste sie mit einem Schlauchboot vor der Küste Mexikos mit Freunden fröhlich herum, wirkte erleichtert über den offiziellen Beginn ihres Single-Lebens. Winslet, die an der Seite von Leonardo DiCaprio in Titanic weltberühmt wurde, hatte sich schon Anfang des Jahres getrennt, wie es hieß, ausgerechnet im verflixten, siebenten Jahr.
Das Paar teilt sich jetzt das Sorgerecht für ihren sechsjährigen Sohn Joe Alfie, die Trennung erfolgte „im Guten”, wurde beteuert. Der Schock sitzt dennoch tief: Die zickenalarmfreie Actrice und der gesetzte Meisterfilmer galten als „perfektes Paar“.
3D-Titanic. Was plant die so talentierte Britin? Größere Filmproduktionen sind vorerst nicht in Sicht. Doch sie steht ab April für die Mini-TV-Serie Mildred Pierce des US-Bezahlkanals HBO für die Titelrolle vor der Kamera. Geplant ist auch eine neue Version des Titanic-Klassikers, diesmal in 3D. 2012 soll der dreidimensionale Untergang ins Kino kommen, exakt zum 100. Jahrestag der tatsächlichen Katastrophe.
Warum zerbrach Winslets Ehe? Eine Theorie: Zu viel Arbeit zusammen. Das Paar hätte offenbar privates und professionelles besser trennen sollen. Beim Dreh für Revolutionary Road (2008), das Drama einer – ausgerechnet – turbulenten Ehe, die implodiert, stiegen die Spannungen.
Filmsex mit Leo. „Nach dem Film ging es nur mehr bergab“, so Freunde zur Daily Mail. Lag es gar an der stürmischen Liebesszene mit DiCaprio, dem zweiten Filmsex mit ihm seit Titanic? Als sie die Golden Globes kassierte, äußerte sie sich kryptisch: „Danke, Babe, für die Regie – und dass du uns jeden Tag so richtig gekillt hast…“ Er selbst ließ durchblicken, dass das Verfilmen einer kaputte Ehe „Spuren hinterließ“.

Supermodel Gisele Bündchen (29) berichtete Vogue jetzt über Schwangerschaft und Geburt ihres Babys Benjamin. Sie hätte nur 13 Kilo zugenommen und fühlte sich trotzdem „wie ET“, sagte sie. Ihren Sohn mit Football-Star Tom Brady wollte sie zuerst „River“ taufen. Brady war jedoch strikt dagegen.

Für Verzweifelter-Hausfrauen-Star Eva Longori-Parker (35) war es ein unvergesslicher Geburtstag: Perfekt schien bereits das Diner mit Basketball-Gatten Tony Parker in Miami und die Ausfahrt auf einer Jacht, als Parker zur Überraschung per Flieger auch noch eine Liebesbotschaft in den azurblauen Himmel pinseln ließ. Freunde staunten: Sie lieben sich wie am ersten Tag. Dass sie das Leben genießt, ist auch an ihren neuen Kurven zu sehen.

Kein gutes Gefühl hatte der britische Geschäftsmann und Ex-Schauspieler Jay Barrymore (27), als seine berühmte Freundin – Harry Potters bezaubernde Hermine, Emma Watson (19) – letzten Herbst an der US-Eliteuni Brown nahe Boston ihr Studium begann. Jung? Hübsch? Alleine im fröhlichen Kommilitonentrubel? Er hat Recht behalten: Die Langstreckenbeziehung zerbrach jetzt. „Mit ihm in London und Emma an der US-Ostküste gab es kaum Überlebenschancen für ihre Beziehung“, so Freunde.
Watson, gerade von Forbes mit einem Jahressalär von 30 Millionen Dollar zur „höchstbezahltesten Actrice“ gekürt und die an der Brown Kunst studiert, hat sich prompt frisch verliebt: Ihr Herz gehöre jetzt dem spanischen Musiker Rafael Cebrian. Den lernte sie bei einer Studenten-Theatergruppe kennen.

# 18. März: Sandras Triumph und Tragödie

Triumph und Tragödie kamen für Amerikas “Sweetheart”, Sandra Bullock (45), innerhalb weniger Tage. Gerade erst heulte die Welt mit ihr beim Erhalt des Sensations-Oscars für den Film “The Blind Side” mit. Doch prompt folgte der Super-GAU im Privatleben: Ihre Ehe mit TV-”Biker”-Star Jesse James (40) ist praktisch kaputt nach einer jetzt aufgeflogenen, elf Monate langen, heißen Affäre mit Tattoo-Model und Teilzeit-Frisöse Michelle “Bombshell” McGee (32).
Das Drama hielt Hollywood in Atem: Während McGee dem Tabloid “InTouch” schlüpfrige Details über die “wilden Sexbegegnungen” mit James, der mit der TV-Serie “Monster Garage” berühmt wurde, ausposaunte, packte eine gebrochene Bullock die Koffer, so “People”. Premieren für ihren Oscar-Hit in London und Berlin sagte sie aus “persönlichen Gründen” kurzerhand ab.
James, ein entfernter Verwandter von Amerikas legendärsten Banditen, lud das “Tattoo-Luder” letzten Mai zum Vorstellungsgespräch in seinen Laden “West Coast Choppers”, wo er maßgefertigte Motorräder fertigen lässt. Rasch kamen sie zur Sache: Zuerst ein wildes Liebesspiel im Laden, dann noch zwei Mal während der ersten Nacht. Sie nannte ihn “Vanilla Gorilla”, Bullock filmte gerade “The Blind Side” in Atlanta, Georgia.
Es folgten schlüpfrige SMS, wo James über Oralsex fantasierte. Die Affäre kam laut McGee so richtig in Schwung: Zwei bis dreimal die Woche trafen sie sich während der nächsten eineinhalb Monate zum Sex. Bizarr: Zusammen hockten sie auf der Couch vor dem Fernseher, sahen zu, wie Bullock bei den “MTV Movie Awards” einen Preis abholte.
James Geliebte könnte unterschiedlicher von seiner Frau kaum sein: McGee sieht sich selbst auf ihrer Website als “teuflische Nutte”. James scheint einen Hang für “Bad Girls” zu haben: Ex-Frau Janine Lindemulder (41) ist ein mit Tätowierungen übersäter Ex-Pornostar, die wegen Drogensucht gerade einsitzt. Dabei hatte Bullock gerade noch energisch ihrem Mann beim brutalen Sorgerechtsstreit um seine Tochter Sunny (6) gegen Lindemulder geholfen. Bei den “Golden Globes” noch erklärte Bullock ihm ihre Liebe: “Dank dir weiß ich jetzt, was es heißt, wenn dir jemand den Rücken stärkt”. US-Medien haben noch eine Theorie für die Tragödie: Den Oscar-Fluch! Nach dem Einheimsen der Goldstatuen zerschellten die Romanzen von Gwyneth Paltrow, Hilary Swank, Julia Roberts, Halle Berry, Charlize Theron oder Reese Witherspoon.

# 18. März: PETA am Pranger

Amerikas berühmteste Tierschutzgruppe versinkt in einem unfassbaren Skandal: Der Organisation PETA, kurz auf deutsch “Menschen für den ethischen Umgang mit Tieren”, hat laut einem brisanten Report im Jahr 2009 selbst 2.301 Haustiere, meist Hunde und Katzen, getötet. Die Tiere waren zunächst von PETA gerettet und in Heimen im US-Staat Virginia platziert worden. Doch nur für acht fanden die angeblichen Tierschützer Adoptionsplätze. 97 Prozent (!) des Tierbestandes wurde eingeschläfert.
PETA sollte von einer Tierschutzorganisation in einen “Schlachthaus”-Betrieb umklassifiziert werden, tobte der Chef eines anderen Tierheims. Die Tierschutztruppe verteidigt sich wenig glaubhaft: “Unser Euthanasie-Programm war nie ein Geheimnis”, so Sprecherin Daphna Nachminovitch: “Damit wollen wir das Leiden von Tieren verringern”. Doch Statistiken untermauern, dass der Gashebel in PETA-Heimen weit häufiger umgelegt wird – und die Suche nach Adoptionsplätzen wohl nicht recht intensiv betrieben wird: Ein privates Tierheim in Virginia fand neue Plätze für 86 Prozent seiner obdachlosen Haustiere. Selbst die Tötungsrate in einem staatlichen Heim liegt mit 54,7 Prozent weit niedriger als bei den Tier-”Ethikern”.
Der böse Vorwurf: Mit frechen Werbekampagnen, wo sich Hollywoodstars und Models für provokante Werbefotos einspannen lassen (Pamela Anderson, Sarah Jessica Parker, Christy Turlington) oder medienwirksamen Undercover-Stunts fokussiere PETA eher aufs Geldsammeln als sich um seine eigenen Tiere zu kümmern. Mit 34 Millionen Dollar Einnahmen 2009 ist PETA die reichste Tierschutzgruppe der USA.

# 18. März: Obama talks Fox

US-Präsident Barack Obama wirft sich voll in die letzte Schlacht um die seit einem Jahr umkämpfte Gesundheits-Reform. In einem 19 Minuten langen Interview am rechten TV-Kanal “Fox News” verteidigte Obama energisch seinen Plan, 31 Millionen zusätzlichen US-Bürgern eine Krankenversicherung zu verschaffen. In einem giftigen Schlagabtausch gab Obama seine Gelassenheit auf: “Lassen sie mich ausreden”, herrschte er den Interviewer mehrmals an.
Die Nerven liegen blank: Obamas Demokraten können mangels an Stimmen nur mit komplexen, und umstrittenen Kongress-Manövern versuchen, das Reform-Paket über die Ziellinie zu bugsieren. Die Republikaner wettern gegen die angebliche “Aushebelung der Demokratie” und die Kosten von 940 Milliarden Dollar (laut Kongress-Budgetbüro CBO). Der finale Abstimmungs-Thriller könnte am Sonntag erfolgen.
Obama hatte wegen dem Drama seinen Trip nach Indonesien verschoben. Ein Triumph bei der Kassenreform könnte seiner desolaten Präsidentschaft wieder Auftrieb verleihen, so US-Politologen.

# 17. März: US-Reporter

Washington. Tiefschlag gegen US-Präsidenten Barack Obama: Seine miesen Popularitätswerte seien darauf zurückzuführen, da die Amerikaner den Eindruck hätten, dass ihm das Regieren nicht mehr wirklich Spaß zu machen scheint, stänkerte die Washington Post. Nach Außen wirke Obama „unglücklich“, heißt es, innerhalb des White House peitsche er griesgrämig Treffen mit seinem Stab rasch durch und verziehe sich dann so schnell wie möglich in die Privatgemächer – oder zu einem Basketballspiel.
„Gesundheits“-Finale. Dabei wäre Obama gerade im Finale der Gesundheitsreform, die sein erstes Amtsjahr komplett überschattete, jetzt gefordert: Die Demokraten wollen mit umstrittenen Manövern das Reformpaket durch den Kongress hieven. Die finale Abstimmung kommt am Wochenende.

Hilton Head. Bizarre Tragödie in US-Staat South Carolina: Ein Pilot geriet mit seinem einmotorigen Kleinflugzeug wegen einer lecken Ölleitung in Schwierigkeiten, versuchte zuerst eine Notlandung am lokalen Flughafen. Die scheiterte, da Öl auf die Windschutzscheibe spritzte. Dann fiel der Propeller aus, der nahe Strand bot eine letzte Landemöglichkeit.
iPod im Ohr. Dort joggte seelenruhig ein 38-Jähriger, zweifacher Vater. Er hatte die Stöpsel seines iPod im Ohr, die Musik dröhnte, er hörte die herannahende Gefahr nicht. Die Maschine traf den Jogger mit tödlicher Wucht von hinten.

Los Angeles. Zwar verursachte das Erdbeben der Stärke 4,4 am Dienstag in Los Angeles keinerlei Schäden. Doch nach der unheimlichen Bebenserie in Haiti und Chile steigt die Nervosität in der Vier-Millionen-Einwohner-Metropole: Waren die Erdstöße gar ein „Vorbeben“, eine Vorwarnung eines drohenden „Big One“, dem gefürchteten, verheerende Megabeben? Experten wollten es nicht ausschließen. Das letzte Killer-Beben zerstörte 1906 San Francisco. Das nächste ist statistisch überfällig.

# 16. März: 25.000 iPads pro Stunde

Der US-Start der iPad-Vorbestellungen war ein Hit. Doch jetzt lässt der Hype nach.
San Francisco. Der Jubel bei Apple über die Traumzahlen des ersten Tages für Vorbestellungen des neuen Multimedia-Tablet iPad weicht jetzt der Sorge um einen starken Abfall des Verkaufsvolumens: 120.000 iPads wurden letzten Freitag bestellt, am Anfang gar 25.000 pro Stunde.
Ladenhüter? Doch seither flachten die Bestellungen signifikant ab – auf nur mehr 1.000 pro Stunde. Der gehypte Touchscreen-PC für Internet, Videos, Bücher und E-Zeitungen wird in den USA ab dem 3. April verkauft (in Österreich Ende April). Erste Vorlieben der Käufer wurden sichtbar: Zwei Drittel zogen die WLAN-Anbindung den teureren Modellen mit zusätzlichem 3G-Datenplan vor. Die 16-, 32- oder 64-Gigabite-Versionen waren zu gleichen Anteilen gewünscht. Analysten warnen trotz dem Nachlassen des Ansturmes Apples iPad vorschnell zum Ladenhüter zu erklären: Wichtiger sei der echte Verkaufsstart.

# 16. März: US-Reporter

New York. Immer stärker sichtbar wird das Ausmaß der Zerstörung im Nordosten der USA nach einem Killer-Küstensturm: 500.000 Menschen sind weiter ohne Strom. Neun Menschen wurden von umgewehten Bäumen erschlagen. Windböen mit Hurrikanstärke (120 Stundenkilometer) knickten in New York 1.778 Bäume, 150 krachten in Häuser. Innerhalb von 24 Stunden gingen 65.000 911-Notrufe ein, die zweithöchste Zahl aller Zeiten.
Notstand. In den US-Staaten New Jersey, Rhode Island, Massachusetts und Connecticut wurde der Notstand ausgerufen. Flüsse quellen immer noch über. Die Nationalgarde rettete Opfer mit Booten. Durch das Hochwasser rammte ein Frachter einen Brückenpfeiler in Washington D. C.. Geflutet wurde auch der Stadtkern von Boston.
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Washington. Die Eiszeit zwischen Israel und den USA vertieft sich nach der „Beleidigung“ (Hillary Clinton) durch die Ankündigung des Baus von 1.600 Apartments im Palästinensergebiet durch Israel-Premier Benjamin Netanjahu – Stunden vor dem Eintreffen von Vize Joe Biden in Jerusalem. US-Sonderemissär George Mitchell sagte einen geplanten Israel-Trip ab. Der Faux-Pass führte zur schlimmsten diplomatischen Krise zwischen den Alliierten seit 25 Jahren. Netanjahu entschuldigte sich zwar für das „Timing“ der Ankündigung, doch will am Siedlungsbau festhalten. Es kam auch zu wüsten Palästinenserprotesten.

# 15. März: „Brangelinas“ Italienreise

Die berühmteste Familie der Erde genoss ein Wochenende in Florenz. Zu parieren haben sie jetzt Buchenthüllungen und Eifersuchtsgerüchte.
Florenz. Die romantische Euro-Tour das Starpaares Angelina Jolie (34) und Brad Pitt (46) dauert an: Jolie nützte eine Drehpause für den Thriller The Tourist, den sie gerade mit Kostar Johnny Depp (46) in Venedig dreht, für einen Wochenendausflug mit Brad und den sechs Kindern in die Traumstadt Florenz. Die Kinderschar im Schlepptau bestaunten sie die berühmten Uffizien, schlenderten über die Ponte Vecchio und vergnügten sich mit Shopping.
Nasen-OP. Mit der Flut bewegender Bilder zuletzt aus Venedig, Paris und jetzt Florenz stellten Brangelina Trennungsgerüchte vorerst ab. Stattdessen schwappen neue Enthüllungen durch die Skandal-Bio der Autorin Jenny Paul (Brad Pitt & Angelina Jolie: The True Story) über Hollywoods Filmdiva Nr. 1 hinweg: Zuerst sickerte die Passage durch, dass die um 32 Jahre jüngere Jolie eine Affäre mit Rock-Legende Mick Jagger gehabt haben soll, als der mit Model Jerry Hall verheirateten war. Jetzt tauchten neue Details des in Kürze erscheinenden Buches auf: Echt seien demnach an Jolie nur ihre sinnlichen Lippen. Beim Rest des Gesichtes machten sich Chirurgen mit Skalpellen (Nase) und Lasergeräten (Augen) zu Werk.
Brads Panik. Ernster als die Buchenthüllungen scheinen jedoch Pitts Sorgen um den baldigen Drehtermin für Jolies Tourist-Sexszene mit Traummann Depp. Er sei bereits so eifersüchtig, dass er darauf bestand, am Filmset anwesend zu sein, wenn sie splitternackt zu Depp in die Dusche steigt, so das US-Magazin Star. Wie stürmisch die Sexszenen unter Pitts strengen Blicken dann werden können, wird bereits in der Filmwelt heiter hinterfragt. Ähnlich ausgeflippt war Depps Lebensgefährtin Vanessa Paradis: Sie wollte, dass er die Rolle gänzlich schmeißt. Doch vielleicht ist die Sorge Beider unbegründet: Beim Dreh würden „keinesfalls die Funken fliegen“ zwischen Jolie und Depp, wird berichtet. Und sie sei überhaupt nicht „Johnnys Typ“, so Insider.

# 15. März: US-Reporter

San Diego. Zweifel gibt es, ob die 56 Kilometer lange „Schreckensfahrt“ des Kaliforniers James Sikes (61) in seinem Toyota-Prius letzte Woche wirklich so ablief, wie er erzählte. Das Drama hatte die Welt gefesselt: Durch ein verklemmtes Gaspedal sei Sikes Toyota mit fast 160 Sachen über den Freeway gerast, alle Bremsversuche wären gescheitert. Erst Streifenwagen stoppten den Prius.
PR-Stunt? Doch Tests zeigten jetzt, dass die Bremsen funktionierten. Der Verdacht: Wollte der Mann, der mit 700.000 Dollar Schulden kürzlich eine Privatpleite anmeldete, aus Toyotas Gaspedal-Problemen Kapital schlagen? Bereits werden Vergleiche mit dem Scherz des Colorado-Sonderlings Richard Heene gezogen, der den als „Balloon Boy“-Drama berühmt gewordenen, vermeintlichen Irrflug seines Sohnes als Publicity-Stunt inszenierte. Toyota kann wegen der Zweifel am Prius-Horror vorerst leicht aufatmen.

# 15. März: Jihad Janes

Aufregung in den USA um die neuesten Al-Kaida-Komplizen: Blonde Amerikanerinnen. Eine unterzog ihrem Sohn einer Gehirnwäsche.
Denver. Die irische Polizei hatte zunächst die blonde Amerikanerin Jamie Pauline-Ramirez (31) verhaftet. Sie soll in das Mordkomplott gegen den schwedischen Karikaturisten Lars Vilks, der den Propheten Mohammed als Hund verulkte, verwickelt gewesen sein. „Jihad Jamie“ tauften die US-Medien die Extremistin mit dem Engelsgesicht. Zuvor war eine weitere US-Blondine, Colleen LaRose („Jihad Jane“), als Rädelsführerin des Mordplanes in den USA angeklagt worden.
„Christen in Hölle“. Schockierend beim Fall Ramirez: Die Krankenschwester zieht ihren sechsjährigen Sohn offenbar zum potentiellen „Baby-Bomber“ heran. Seiner Oma gegenüber stellte der kleine Christian klar: „Christen werden in der Hölle schmoren!“ Weiters erzählte er, dass er an Rohrbomben bastle für eine „Feuerwerk“.
Ramirez hatte Al-Kaida-Radikale am Internet kennengelernt, konvertierte zum Islam, reiste letzten September nach Irland. Sie soll auch Kontakte zum verurteilten Terroristen Najibullah Zazi gepflegt haben, der die New Yorker Subway bomben wollte. Ramirez gab ihrem Sohn den muslimischen Namen Walid, steckt ihn in eine Islamistenschule. Alarmierend: Die irische Justiz ließ sie frei, niemand weiß derzeit, wo sie ist.

# 13. März: Also sprach Waltz zu Leno…

Leno: Gratulationen mein Freund! Haben Sie sich vom Sonntag schon erholt?
Waltz (schüttelt den Kopf): Nein. Überhaupt nicht.
Leno: War das ihr erstes Mal, die Academy Awards zu gewinnen?
Waltz: Ja, das war mein erstes Mal. Es fühlte sich auch an wie ein erstes Mal, wenn sie wissen, was ich meine…. (Gelächter der Audienz). Eigentlich: Es fühlte sich besser an!
Leno: Bekamen Sie Anrufe aus Österreich in der Sekunde, als Sie den Oscar bekamen?
Waltz: Ich habe mein Handy abgedreht….
Leno: Sie schalteten es aus?
Waltz: Ja, wegen der Zeitverschiebung drehte ich es ab… Die macht die Kommunikation schwieriger – aber mitunter auch leichter. Manchmal kann man sich rausreden: Oh, ich konnte leider nicht abheben, da es mitten in der Nacht war…
Leno: Wenn sie nach Hause nach Österreich kommen wird das ja eine große Sache werden. Sie sind ja erst der dritte Österreicher in der Geschichte, der einen Oscar gewinnt…
Waltz: Oh, wirklich?
Leno: Und Österreich muss ihnen zu Dank verpflichtet sein. Durch Sie glauben jetzt nicht mehr alle Amerikaner, dass Österreicher alle so unverständlich reden wie Schwarzenegger. Sie realisieren, dass einige sogar perfekt englisch sprechen. Ist das nicht erstaunlich?
Waltz: Als meine Tochter kleiner war, sagte sie jedes Mal bevor sie in die Schule ging: “Hasta la Vista, Baby!” Oder: “I´ll be back…”.
Leno: Sie sind seit langer Zeit Schauspieler. Haben sie jemals von so etwas geträumt?
Waltz: Es gibt einen Moment, wenn man gerade beginnt, sehr jung ist, sehr naiv und idealistisch, noch richtig dumm ist, dass man davon träumt: Das wäre doch was! Doch dann beginnt die normale Arbeit– und du vergisst das dann alles gleich wieder. Und ich dachte dann ebenfalls nicht mehr daran. Höhe und Tiefen kann man dann leichter wegstecken, als wenn alles immer am gleichen Niveau bleibt. Das ist das härteste. Da brauchst du große Ausdauer.
Leno: Sie waren der Top-Favorit. Das muss doch ein enormer Druck gewesen sein?
Waltz: Ich habe es weggesteckt. Und dafür muss ich mich selbst auf die Schulter klopfen. Jeden Abend vor dem Einschlafen sagte ich zu mir selbst: “Ich habe geschafft, es einen weiteren Tag von mir fernzuhalten”. Sonst wäre ich ja verrückt geworden, herumzulaufen mit den Gedanken: “Ich muss gewinnen! Ich muss gewinnen! Ich hoffe, dass ich gewinne!”
Leno: Es ist Sonntag, der Tag der Oscars. Was machen sie?
Waltz: Du wachst auf um 1:30 Uhr. Schaust auf die Uhr, legst dich wieder hin. Dann 2:30 Uhr. Und weiter im Stundentakt. Wir haben uns alle davor in Quentin Tarantinos Haus versammelt. Es war wunderbar, er servierte uns Pizza und Champagner.
Leno: Ich hoffe, Sie glauben nicht, dass alle Amerikaner so sind wie Tarantino…. Da muss man ja denken, die Amerikaner sind alles eigenartige Leute.
Waltz: Stimmt, aber ich habe den einen oder anderen schon davor getroffen.
Leno: Haben sie einige ihrer Filmidole bei den Oscars gesehen, ich gehe davon aus, dass die in Österreich nicht so herumlaufen.
Waltz: Ich traf wieder Morgan Freeman. Ich schätze diesen Mann so sehr! Jedes Mal, wenn ich ihn sehe, will ich rüberlaufen und ihn umarmen. Und dann traf ich Jodie Foster, eine Schauspielerin, die ich sehr bewundere. Und auch Robin Williams.
Leno: Sie landeten am Ende auf Madonnas Party? Wann gingen sie dort?
Waltz: So um 4 Uhr.
Leno: Sei feiern also mit Madonna – wie war denn das?
Waltz: Fantastisch! Es waren alle da, und ich musste mir den Weg zu ihr bahnen, wollte ihr aus Höflichkeit danken für die Einladung. Ich brauchte eineinhalb Stunden. Ich stand dann praktisch vor ihr – ohne es zu wissen. Da war nur dieses tanzende Chick. Leute sagten: “Das ist Madonna!” Sie sah aus wie 23, 24.
Leno: Nach diesem Kompliment wird sie Sie sicher nächstes Jahre wieder einladen.
Waltz: Sie sprechen deutsch, englisch, französisch, italienisch…
Leno: Ich fälsche italienisch..
Waltz: Was soll das heißen?
Leno: Ich nehme alle lateinstämmigen Wörter, die ich aus den anderen Sprachen kenne und würfle sie zusammen, dass es sich anhört wie Oprah.
Waltz: Wie haben sie die Rolle bekommen?
Leno: Quentin bestand darauf, dass die deutschsprachigen Rollen von deutsch-sprechenden Personen gespielt werden. Ich nahm es Anfangs gar nicht so ernst. Dann bekam ich das Drehbuch, las es, und dachte, die hätten den Verstand verloren. Dann las ich es nochmals, sah mir alle Tarantino-Filme an, um ein Gefühl für seine Arbeit zu bekommen. Dann traf ich Quentin. Und ich erwartete diese Handgranate eines Exzentrikers, doch ich traf diesen immens kultivierten, höflichen, gar nicht lauten Gentleman.

# 12. März: US-Reporter

New York. Nach dem Kollaps der Twin Towers im Terror-Inferno des 11. September waren sie die Helden: Feuerwehrleute, Ärzte und Freiwillige suchten in der Trümmerhalde Ground Zero nach Überlebenden, löschten Brände, entfernten den Schutt. Doch 2.500 Schadstoffe machten viele der 11.000 Helfer über die Jahre krank, Dutzende starben.
Sieg vor Gericht. Jetzt errangen die Ground-Zero-Helden einen späten Triumph: Mit 657 Millionen Dollar sollen sie entschädigt werden, so ein Richter. Mit dem Geld sollen Ex-Arbeiter für bestehende Leiden kompensiert, aber auch gegen künftige versichert werden. 95 Prozent der Opfer müssen dem Deal jetzt noch genehmigen.

Kansas City. Die Geldnöte von US-Gemeinden durch die Wirtschaftskrise bedroht das US-Bildungssystem. Ein besonders krasses Beispiel: In Kansas City (Missouri) wurde die Schließung von 28 öffentlichen Schulen, der Hälfte (!) aller Bildungsstätten, beschlossen. Betroffen sind über 8,000 Schüler, die meisten Farbige. Die Eltern sind entsetzt: Sie müssen ihre Kinder nun in noch bestehende Schulen schicken – oder teure Privatschulen. Die Wut kocht über.
Budgetnot. Die Behörden verteidigen sich: Im Budget klafft ein Loch von 50 Millionen Dollar, die geschlossenen Schulen wären nicht „ausgelastet“ gewesen. Kürzungen in den Schulbudgets werden aus allen US-Staaten gemeldet, Schüler vielerorts nur mehr an vier Wochentagen unterrichtet.

Trenton. Ein „Fritzl-Fall“ erschüttert die USA: Ein Mann aus New Jersey hatte über ein Jahrzehnt lang seine Familie brutal misshandelt – und seine fünf Töchter regelmäßig vergewaltigt und als Sex-Sklavinnen gehalten. Drei von ihnen wurden schwanger. Das Monster verdrosch dazu Frau und Kinder mit Holzprügeln. Bei einem Gerichtstermin zur Vorbereitung der Anklage berichtet seine Ex-Frau, dass er aus religiösem Wahn mit seinen Töchtern eine „pure Familie“ züchten hatte wollen.

# 12. März_ Austria am Menschenrechtspranger

Der neue Menschenrechtsbericht für 2009 des US-Außenamtes unter der Führung von Hillary Clinton geht mit Österreich hart ins Gericht: Die Amerikaner kritisieren Polizeibrutalität, Religionsdiskriminierung und Neonazi-Übergriffe. Die Vorwürfe sind Teil eines jährlichen Reports über die Zustände in allen Erdnationen — und das “Austria”-Kapitale fiel reichlich düster aus. Zunächst steht die Polizei am Pranger: Das Erschießen des 14-jährigen Einbrechers Florian P. in Krems im Sommer ist angeführt, die Misshandlung des Amerikaners Mike Brennan, ein Farbiger, der von Beamten einer Zivilstreife für einen Drogendealer gehalten wurde, oder das Verprügeln eines serbischen Soziologen.
Nach dem spektakulären Morden am tschetschenischen Oppositionellen Umar Israilov und dem Sikh-Guru Rama Nand wurde der Polizei vorgeworfen, “die Sicherheitsbedenken von Minderheitengruppen nicht zu ernst zu nehmen”, so der US-Report. Kritisiert wird die antimuslimische Hetze von “politischen Parteien, vor allem der FPÖ, gegen eine angebliche, drohende Islamisierung”. Die Diskriminierung gegenüber Frauen mit Kopfschleiern ist angeführt, aber auch Unterdrückung von Sekten, darunter die “Scientologen”.
46 Übergriffe habe es gegen die 7.700 Mitglieder der jüdischen Gemeinde gegeben, meldeten Hillarys Berichterstatter: “Drunter befanden sich Schmieraktionen, Beschimpfungen, Drohbriefe und -anrufe, antisemitische Internet-Einträge und Beschädigung von Eigentum”. Erwähnt wird auch das Besprühen der Wände des ehemaligen KZ Mauthausen mit antisemitischen und antimuslimischen Parolen. Auch die sinkende Anzahl gewährter Asylanträge und Missstände in Flüchtlingsanhaltelagern werden beanstandet.

# 12. März: Obama, not popular…

Im möglichen Finale des Ringens um eine Reform des US-Gesundheitswesens stürzt US-Präsident Barack Obama ins nächste Popularitätstief: Laut “Gallup” sank seine Popularität auf 46 Prozent, dem bisherigen Tiefpunkt (zu Amtsbeginn waren 70 Prozent mit Obama zufrieden). Das Spendieren seines Nobel-Preisgeldes in der Höhe von 1,4 Millionen Dollar an zehn karitative Gruppen dürfte den Sinkflug kaum bremsen.
Die schrille Debatte um die 1.000 Milliarden Dollar teure “Health Care”-Reform, wodurch 30 Millionen zusätzliche Amerikaner eine Krankenversicherung erhalten sollen, bescherte Obama ein “verlorenes Jahr”, so US-Medien, seine Präsidentschaft drohe “zu entgleisen”. Tatsächlich: Der Reformstau wird immer ärger. Zuletzt geriet die Einführung strenger Gesetze zur Kontrolle der Finanzmärkte ins Trudeln. Hektisch will Obama deshalb die Gesundheitsreform durch den Kongress peitschen: Das entscheidende Votum wird für nächste Woche erwartet.

# 11. März: Da schmiegte sich Jen an Gerard…

Erotische Fotos im „W Magazine“ von Jen Aniston und Gerard Butler lassen die Gerüchte über eine Beziehung wieder neu aufleben.
Los Angeles. Auf 13 Seiten sind die Kostars im Film The Bounty Hunter (ab 19. März im US-Kino) beim „Rollenspiel“ in der Wüste vor Los Angeles in sexy Posen bewundern. „Hier, wo die Damen mitunter Zeit übrig haben und Männer des Gesetzes ihre Regeln biegen“, textete das Magazin. Übersetzt: Streifenpolizist Butler (40) kommt der spärlich bekleideten Durchreisenden Aniston (41) bei einer „Verkehrskontrolle“ nahe. Da sitzt sie am Schoß des schottischen Hünen, entblößt ihre Reizunterwäsche, er hält sie fest. Geknipst hat Starfotografen Steven Klein.
Küsse am Set. Beide wirkten in der Fotoserie „erstaunlich komfortabel miteinander“, bemerkte People. Doch sind sie tatsächlich ein Paar? Die Gerüchte kursieren seit dem Bounty-Dreh letzten Sommer: Dort kamen sie des öfteren sichtlich befriedigt aus dem Trailer, wurden bei innigen Küssen in dunklen Ecken des Filmsets gesichtet. Vor der „Golden Globes“-Gala stellten sie sich eng umschlungen der Weltpresse. Zuletzt jettete er zu ihrer Geburtstagsfeier ins Mexiko-Traumressort Cabo San Lucas. Offiziell schwärmte Aniston, was für eine „spaßiger Kumpel“ Butler sei. Doch Freunde berichteten, dass ihr auch der Sex mit ihm gehörig Spaß mache.
Playboy. Aniston, die seit dem Schmerz der Trennung von Ex-Gatten Brad Pitt (46) ihr Liebesleben kaum auf die Reihe bekommt, ist aber auch gewarnt: Butler ist einer der notorischsten Playboys Hollywoods. Tage nach dem Mexiko-Trip etwa vergnügte er sich mit einer feurigen Brasilianerin beim Karneval in Rio. Butler räumte zuletzt gegenüber dem Men´s Health-Magazin ein, dass er zwischen den Bettlaken ein wenig Leisertreten wolle. Doch vorerst eher aus Angst vor dem Auspacken seiner Gespielinnen. „Schau was Tiger Woods passierte, verdammt“, sagte er.
Auffällig jedoch: Butler sinniert nun öfter über eine künftige Rolle als Vater. Und Jen hat ihre Baby-Wünsche noch keinesfalls aufgegeben.

# 11. März: Runaway Toyotas…

Fälle sich selbst beschleunigender Toyotas eskalieren in den USA dramatisch.
New York. Gerade schockierte die 56 Kilometer lange Prius-Schreckensfahrt eines Kaliforniers. Jetzt werden immer neue Fälle gemeldet: Eine Frau in Connecticut berichtete, dass ihr Toyota Camry außer Kontrolle geriet und sie in einen Erdhaufen raste. In Philadelphia startete ein Toyota-SUV beim Einparken durch, die Lenkerin fuhr in eine Hausmauer. In Boston krachte ein weiterer Toyota in einen Bürokomplex. US-Behörden prüfen einen Fall im Staat New York, wo sich eine Frau mit einem außer Kontrolle geratenen Prius in eine Steinmauer bohrte.
Panik. Toyota-Fahrer reagieren panisch, die Firma scheint überfordert: Es gab noch nicht einmal eine Entschuldigung für den Fahrer des Prius-Dramas. Dazu alarmierend: In die Unfälle sind auch Wagen verwickelt, an denen bereits die vorgeschriebenen „Reparaturarbeiten“ durchgeführt wurden.

# 10. März: Waltz: „Sonst hätte ich ja den Verstand verloren…“

Oscar-Triumphator Christoph Waltz (53) schien bei seinem Auftritt bei US-TV-Talker Jay Leno zu beweisen, dass er für den Dschungel Hollywoods bestens gerüstet ist. Gekonnt streichelte er vor dem ersten großen Interview nach dem Nebendarsteller-Oscar Tiger- und Leoparden-Junge. Lenos bohrende Fragen parierte der Österreicher mit Bravour und Humor. Gleich eingangs stelle Waltz klar, dass er sich noch “immer noch nicht” vom Oscar-Taumel erholt habe. Waltz deutete an, dass die Oscar-Premiere so aufregend gewesen sei wie der erste Sex. Dann korrigierte er: “Nein! Es war besser!”
Offensichtlich wurde, auch durch seine Körpersprache, Waltzs scheinbar zwiespältiges Verhältnis zu seinem Heimatland. Auf die Frage, ob sein Telefon mit Glückwünschen aus Österreich heißlief, meinte er: “Ich hab mein Handy abgedreht”. Durch die große Zeitverschiebung hätte er generell beim Kontakthalten zu Österreich oft eine gute Ausrede, um Gespräche abzulehnen. Leno scherzte weiter, dass ihm sein Geburtsland höchst dankbar sein müsse: Amerikaner würden nun sehen, dass es auch Österreicher gibt, deren Englisch gut zu verstehen sei – ein klarer Seitenhieb auf Gouverneur Arnold Schwarzenegger.
Waltz gab zu, dass er als “junger, naiver, idealistischer Mann” noch vom großen Hollywood-Erfolg träumte – doch diese Träume rasch im monotonen Alltagsgeschäft einer durchschnittlichen Schauspielerkarriere versandeten. “Es bedarf Ausdauer, da einfach weiterzumachen”, sagte er.
Wie ging er mit dem Druck um, der Oscar-Top-Favorit zu sein? “Ich habe es weggesteckt”, sagt er: “Sonst hätte ich ja den Verstand verloren, mir jeden Tag den Kopf zu zermartern, zu hoffen, wirklich zu gewinnen”. Am Oscar-Tag wäre er um 1:30 Uhr aufgewacht, dann um 2:30 – und weiter im Stundentakt. Den Abend hätte er in der Wohnung des “Inglourious Basterds”-Regisseurs Quentin Tarantinos verbracht, der Pizza und Champagner aufwartete. Waltz berichtete weiters, dass er endlich mit zweien seiner Idole, Morgan Freeman und Jodie Foster, ausführlicher plaudern konnte. Zu Freeman: “Ich liebe ihn so sehr, am liebsten würde ich ihn ständig umarmen”. Mit Rührung beschreibt Waltz auch sein erstes Treffen mit Tarantino, diesem “kultivierten, zivilisierten, gar nicht lauten Gentleman”. Zuletzt offenbarte Waltz, dass er bis vier Uhr früh auf Madonnas Party feierte, meinte, der Popstar sehe aus “wie 23, 24”. Leno: Mit dem Kompliment würde sie ihn “sicher im nächsten Jahr wieder einladen”.


# 10. März: Drama am Freeway…

Ein unglaubliches Drama auf einer Autobahn in Südkalifornien setzt den Autoriesen Toyota noch mehr unter Druck: Der Kalifornier James Sikes (61) stellte nach einem Überholmanöver entsetzt fest, dass sein Hybrid-Auto “Prius” weiter beschleunigte. “Das Pedal verklemmte sich, das Auto wurde schneller, reagiert auf gar nichts”, sagt er. Mit über 150 Stundenkilometer donnert er über den Freeway bei San Diego. “Mein Auto wird nicht langsamer”, ruft er panisch den Notruf 911: “Ich rieche den Gestank der Bremsen”. Zu hören ist die Todesangst, das schwere Atmen.
Fast rammt er einen LKW. Durch die hektischen Lenkbewegungen fällt ihm während des Notrufes mehrmals das Handy aus der Hand: “Links und rechts, überall Autos”, erinnert er sich. Halsbrecherisch greift er nach unten, will das Pedal freibekommen. Erfolglos. Die alarmierte Autobahnpolizei vermittelt via Megafon Anweisungen: Er solle Fuß- und Handbremse gleichzeitig betätigen. Sikes: “Das funktionierte, der Wagen bremste auf 80 Stundenkilometer ab, ich schaffte es, den Motor abzustellen”. Ein Streifenwagen setzte sich vor den Prius, hilft bei der Bremsung. Nach 56 Kilometern (!) steht der Wagen. Das Opfer: “Ich zittere immer noch, nie wieder setze ich mich in dieses Auto”.
8,5 Millionen Fahrzeuge hat Toyota, meist wegen feststeckender Gaspedale, rückgeholt. Doch Sikes Model war nicht dabei. Jetzt müssen auch alle Prius-Typen (Baujahr 2004 – 2009) zur Reparatur. Stunden später gleich der nächste Schock: Im Staat New York raste eine Frau mit einem außer Kontrolle geratenen Prius in eine Steinmauer. 52 Tote gab es bisher durch Unfällen mit defekten Toyotas in den USA. Die Zweifel steigen, ob Toyotas Reparaturmaßnahmen wirksam sind.

# 9. März: Christoph Waltz, Medien-Darling

Hollywoods neuer Superstar Christoph Waltz (53) treibt seine Interview-Offensive nach dem Oscar-Triumph voran: Am Dienstag saß er als Stargast im Studio des berühmtesten Late-Talkers Jay Leno. Am Tag davor glänzte er auf der Couch bei TV-Diva Oprah Winfrey.
Seine Filmkarriere war bereits vor den Oscars wegen dem Hagel an 27 Filmpreisen (!) und dem Hype um seine historische Schauspielleistung in “Inglourious Basterds” ins Rollen gekommen. Doch jetzt dürften die Gagen explodieren: Studios in Hollywood berappen für Oscar-Preisträger mindestens eine Million Dollar pro Rolle, so Branchenkenner.
Die Gagen-Deals für Projekte wie die Superhelden-Verfilmung “The Green Hornet” (mit Cameron Diaz) oder das Zirkusdrama “Water for Elephants” (mit Reese Witherspoon, Robert Pattinson) stammen zwar von vor dem Oscar-Coup. Doch der “Hornet”-Streifen ist mit einem Riesenbudget von 150 Millionen Dollar als Blockbuster angelegt. Dementsprechend “hoch fallen da auch die Gehälter aus”, so ein Insider. Dazu ersetzte Waltz mit Nicolas Cage und Sean Penn in beiden Filmen höchstbezahlte Superstars.
Experten sind sich einig, dass Waltz das Potential für eine extrem lukrative Karriere hat. Wichtig jedoch: Er müsse sich rasch “verbreitern”, das Stereotyp des “bösen Filmnazis abschütteln”, so Vanity Fair. Nur so kenne ihn die US-Audienz bisher. Dieser Versuch scheint mit der jüngsten Parodie “Der Humpink”, die er bei TV-Taker Jimmy Kimmel vorstellte, missglückt zu sein: In dem Video imitiert er die “Begattung” von Tischlampen, trällert wild drauf los und posiert in Lederhosen vor Schafen. Reaktionen? Bestenfalls gemischt.
Zur Starpower kommt auch die aggressive Durchleuchtung der Paparazzi-Presse: Die “New York Post” berichtet über eine Blondine, die Waltz bei einer Oscar-Party Oralsex anbot (siehe unten).
Doch noch schwelgt er im Oscar-Taumel: Gerührt erzählte der Österreicher auf Oprah, dass seine fünfjährige Tochter (von Lebensgefährtin Judith Holste) die Oscar-Statue voller Verzückung “immer wieder neu einkleide”.

# 8. März: 3,8 Kilo Oscar-Gold für Waltz

Der Österreicher Christoph Waltz (53) brachte seine Pläne nach der Verleihung des Oscar für den schauspielerischen Geniestreich als charmantes Nazi-Monster in “Inglourious Basterds” auf den Punkt: “Ich lassen mich treiben”, erzählte er Reportern hinter der Bühne in einer ersten Reaktion auf den Sensationssieg. Waltzs kometenhafter und jäher Aufstieg zu einem der derzeit begehrtesten Schauspieler Hollywoods ist tatsächlich wohl nur mehr als ist Traum wahrzunehmen.
So trieb er, mit der 3,8 Kilo schweren Statue in der Hand, von einer der heiß begehrtesten Parties mit den exklusivsten Tickets zur nächsten: Zuerst der “Governor´s Ball”, dann die legendäre “Vanity Fair Party”. Waltz ist längst ein Kult in Hollywood. Rollen kann er sich “aus einem Stapel” aussuchen, wie er ÖSTERREICH sagte. Seine Phrase “That´s a Bingo” aus dem bizarren Nazi-Epos des Regiegenies Quentin Tarantino findet sogar bereits Nachahmer unter Waltzs neuen Hollywood-Starkollegen: Der Gewinner in der Bester-Darsteller-Kategorie, Jeff Bridges, bezeichnet den Oscar in seiner Dankesrede als “Bingo-Ding”. Waltz ist der Darling der Filmmetropole.
Er kann seine Euphorie selbst kaum in Worte fassen: Der ganze Ritt durch die Saison der großen Filmpreise sei “schwindelerregend” gewesen, wirklich fantastisch und total intensiv, sagte er. Diesmal ganz ohne den Hauch an Sarkasmus, sonst ein Markenzeichen: “Morgen werde ich sicher bereuen, dass alles vorbei ist” (siehe Interview).
Es war 17:44 Uhr Ortszeit LA (Montag, 2:44 Uhr MEZ), als der Wiener Geschichte schrieb. Ausgerechnet der erste Oscar des Abends vor 3.500 Stars im “Kodak Theater” wurde in seiner Kategorie, “Bester Nebendarsteller”, vergeben. Oscar-Preisträgerin Penelope Cruz öffnete den Umschlag. Zwar hatte kein Kritiker am Waltz-Triumph gezweifelt. Dennoch hält Österreich, die Filmwelt, sicher er selbst in diesen Sekunden-Bruchteilen dann doch den Atem an. “And the Winner is…”, fährt Cruz fort: “Christoph Waltz, Inglorious Basterds”.
Waltz hat tatsächlich vier Veteranen der Filmbranche, Matt Damon, Woody Harrelson, Christopher Plummer und Stanley Tuccy, im Staub zurückgelassen. Er erreichte den größten Traum eines jeden Darstellers – gleich bei seiner ersten Hollywood-Rolle.
Der Moment steht ihm ins Gesicht geschrieben. Die zur Schau getragene Gelassenheit der letzten Tage ist verflogen. “Er hat tatsächlich gezittert”, sagt der Kameramann Michael Berger zu ÖSTERREICH, der im Auditorium hinter ihm saß. Waltz eilt zur Bühne. Er gibt Filmschönheit Cruz einen Kuss auf die Wange, nimmt den Oscar in die Hände. Die ersten Worte der Dankesrede kommen mit bebender Stimme. Er bemüht seine neuen Kult-Phrase: Das alles sei ein “Über-Bingo”. Bezahlt macht sich nun, dass Waltz, wie er sagte, “viele Gedanken” in die Vorbereitung seiner Danksagung steckte. Zuerst huldigte er fast poetisch die unglaubliche Reise, auf den ihn Tarantino, Filmstar Brad Pitt und die legendären Filmpionier Brüder Harvey und Bob Weinstein mitnahmen. Am Ende bedankte er sich, berührend, warm und persönlich bei Tarantino: “Dass du mich so herzlichst aufgenommen hast, dafür kann ich mich niemals genug bedanken”, sagte Waltz. Der Saal und 1,5 Milliarden Menschen vor den TV-Schirmen waren gerührt. Der österreichische Filmemacher Michael Haneke, dessen Streifen “Das weisse Band” bei der Oscar-Show durchfiel, gratulierte später ebenfalls, wenn auch sichtlich zerknirscht: “Super” sei der Sieg von Waltz, sagte er knapp zu ÖSTERREICH. Auch wenn er “erwartet worden wäre”.
Dabei hatte Waltz vor der Oscar-Show einen recht geläufigen Anfängerfehler begangen: Er tauchte zu überpünktlich, sprich zu früh am “Red Carpet” am Hollywood Boulevard vor der Phalanx der Weltpresse auf. An der Hand hielt er seine Lebensgefährtin, die Kostümdesignerin Judith Holste. Doch fast eine Stunde mussten beide auf die versierte Truppe rund um Tarantino warten, mit denen er das Kodak-Gebäude dann betrat. Zum Grauen des pressescheuen Waltz musste er die Zeit mit Interviews füllen.
Wie sehr er Fixstern am Hollywood-Himmel ist, wurde später beim humorigen Showstart durch die Starmoderatoren Alec Baldwin und Steve Martin klar. “Christoph Waltz spielt einen Nazi, der besessen bei der Suche nach Juden ist”, scherzte Martin. Und mit einer Handbewegung, die auf das Publikum zeigt: “Nun, Christoph…” Martins Anspielung: Halb Hollywood ist jüdisch. Der Witz wurde prompt von Einigen missmutig aufgenommen. Doch die meisten lachten hellauf.
Nach 30 Jahren mittelmäßiger, und wie Waltz selbst sagt “massiv frustrierender” Karriere in meist deutschen TV-Produktion holte in Regiegenie Quentin Tarantino (“Pulp Fiction”) an Bord des hochkarätigen Basterd-Projektes. Waltz sollte ein Rolle erfüllen, die so schwierig war, dass der Regiemeister sie bereits als “unspielbar” erachtete. Gerne erzählt Tarantino: “Hans Landa war die beste Rolle, die ich jemals schrieb – am Ende befürchte ich aber, dass sie niemand spielen könnte”.
Doch Waltz wuchs als charmant-sadistischer SS-Judenjägers Hans Landa derart brillant über sich hinaus, dass er seither Tagesgespräch in der Filmmetropole ist. Jetzt werkt er gleich an zwei Hollywood-Riesenproduktionen: Im Super-Actionfilm “The Green Hornet” spielt er an der Seite von Cameron Diaz einen Gangsterbösewicht. Im Mai beginnt der Dreh am Zirkusfilm “Water for Elephants” mit Starbesetzung: Reese Witherspoon ist mit dabei, dazu “Twilight”-Star Robert Pattinson. Ausgebremst hat Waltz für diese Rolle niemand geringeren als Sean Penn. Nur eines muss er wohl noch lernen: Nie die Handlug eines Streifens zu früh verraten. In einem zu offenen Gespräch posaunte er irrtümlich seinen eigenen Filmtod aus.

# 7. März: Waltz bügelt sein Hemd selber…

Für Österreichs Oscar-Sensation Christoph Waltz (53) war es ein Sonntag morgen wie kein anderer. Das Trommelfeuer der Prognosen in den US-Medien, dass ihm die 3,86 Kilo schwere Goldstatue als bester Nebendarsteller in Quentin Tarantinos Nazi-Epos “Inglourious Basterds” kaum mehr zu nehmen sei, hatte sich weiter intensiviert. Er stand vor einer Weltsensation.
Doch Waltz bleibt ruhig. Eine Rede hat er vorbereitet, im Kopf, nicht auf Papier. Es wäre “arrogant”, sich nichts überlegt zu haben bei einer möglichen TV-Audienz von 1,5 Milliarden Menschen, sagte er. Und: So einen Moment dürfe man “nicht ungenützt verstreichen lassen”.
Waltz bügelt sein Hemd selbst. Niemand könne das so gut wie er selbst, erzählte er deutschen Reportern. Noch ein paar Telefonate mit Freunden. Der Grundtenor: “Toi, toi, toi!”
Am späteren Nachmittag reihte sich der charmante Wiener mit dem schneidenden Humor ein in die Karawane der Hollywood-Weltstars am Hollywood Boulevard. Was für ein Gang über den “Red Carpet”: Zuerst das Eingangszelt, wo sich Waltz nochmals sammeln konnte. Dann der Rote Teppich vor einer Phalanx der Weltpresse: Alle US-Unterhaltungskanäle, CNN, Fox, ABC, deutsche TV-Sender. Waltz gibt letzte, kurze Interviews. Zuletzt der Gang durch die Einkaufspassage und die Stiegen hinauf zum Auditorium.
In dem Prunksaal, vollgeräumt mit der Elite der Filmbranche, genießt Waltz die ersten Showeinlagen – “die beste Eröffnung einer Oscar-Show aller Zeiten”, wie die Produzenten vorab protzten.
Doch dann die letzten Sekunden: “Die Spannung wird steigen, wenn man drinnen sitzt”, gab er zu. Kurz nach 19 Uhr Ortszeit (Montag, 4 Uhr MEZ) dann der Moment, wo selbst der bisher coole Waltz den Atem anhält. Eine kurze Szene seiner Meisterleistung als beängstigendster Filmbösewicht seit Hannibal Lecter läuft über den Schirm. Dann: “And the Oscar goes too…” Geplant hatte Waltz zum Abschluss auch einen Partyreigen inklusive dem traditionellen “Governor´s Ball” und der legendäre “Vanity Fair”-Party.

# 7. März: Waltz: „Alles hat sich geändert…“

“Alles hat sich geändert…”

ÖSTERREICH: Was sind ihre Pläne nach den Oscars?
Waltz: Die Oscar-Feier macht keinen Unterschied für meine Pläne. Ich werde an meinen Projekten weiterarbeiten. Am Montag hat sich die Aufregung sicher schon ein wenig gelegt – und am Dienstag beginnt das normale Leben.
ÖSTERREICH: Haben sie sich den Moment ausgemalt, das Öffnen des Umschlages, die Worte “and the Oscar goes to…”
Waltz: Dieser Moment traf ein, unabhängig davon, ob ich aufgeregt darüber war oder nicht. Deshalb ersparte ich mir die Gedanken darüber.
ÖSTERREICH: Wie erleben sie diese Aufregung hier, die hohen Erwartungshaltungen, den Medienrummel…
Waltz: Es gibt keinen Grund, ungelassen zu sein.
ÖSTERREICH: Die Welt hatte ja erwartet, dass Sie die Goldstatue holen.
Waltz: Da kann ich der Welt leider nicht helfen. Ich habe diese hohen Erwartungshaltungen ja nicht geschaffen. Das klingt jetzt alles ein wenig arrogant. Aber ich lasse mich nicht bugsieren.
ÖSTERREICH: Hatten sie eine Dankesrede vorbereitet? 45 Sekunden wird jedem Sieger eingeräumt.
Waltz: Das ist ein Event, wo eine bis eineinhalb Milliarden Menschen zusehen. Statistisch war die Chance unter fünf Kandidaten mindestens 20 Prozent. Wie arrogant kann man sein, um sich hier keine Gedanken machen? Geschrieben hatte ich nichts, aber überlegt habe ich mir natürlich etwas… Das ist ein Moment, den man nicht spurlos vorüberstreichen lassen sollte. Es lohnt sich, hier einige Gedanken zu investieren.
ÖSTERREICH: Sie steckten offensichtlich viel Arbeit in ihre bisherigen Dankesreden. Sie waren erstaunlich poetisch ausformuliert.
Waltz: Ja, Arbeit, klar. Von nichts kommt nichts.
ÖSTERREICH: Haben sie einen Glücksbringer dabei.
Waltz: Nein.
ÖSTERREICH: Erleben sie das alles wie einen Traum hier? Den Rummel, die Aufregung? Oder genossen sie auch teilweise, was vor der Verleihung alles passierte?
Waltz: Was den Rummel betrifft: Möchte man so etwas träumen? Doch ich bin umgeben von vielen Menschen – das ist doch schön, oder? Und ich hätte es genossen, wenn es zu etwas Großem führte.
ÖSTERREICH: Was bedeutet dieser Moment für sie, hier zu stehen in dieser Stadt Los Angeles, der Hauptstadt des Filmes.
Waltz: Die Örtlichkeit hier ist tatsächlich etwas ganz besonderes. Und die Kulturen zweier Länder verschmelzen in diesem Moment. Es ist die Story eines Immigranten, der den späteren Teil seines Lebens in Amerika verbringt. Und es von einer ganz verschiedenen Perspektive sieht. Das ist ja genau das, was dieses Land ausmacht. All diese neuen Perspektiven für existierende Situationen.
ÖSTERREICH: Was war das allerbeste bisher an der Oscar-Nominierung?
Waltz: Das Luncheon, das Essen mit allen Nominierten. Eine fast intime Veranstaltung trotz der großen Menge an Personen, alles so freundschaftlich, so kollegial. Dazu gab es keine Presse! Sie können sich gar nicht vorstellen, wie angenehm das ist.
ÖSTERREICH: Was hat sich für sie eigentlich verändert?
Waltz: Gleich blieb nur, dass ich noch auf meinen beiden Füssen stehe – sonst hat sich alles verändert.
ÖSTERREICH: Zum Beispiel?
Waltz: Einfach alles. Etwa dass mich Reporter jetzt mit Interesse beobachten. Es hätte ja durchaus sein können, dass an meiner Arbeit auch vor drei Jahren Interesse bestanden haben hätte können. Tat es aber nicht. Heute interessiert es. Das ist doch schon eine bemerkenswerte Veränderung?
ÖSTERREICH: Sie haben früher gesagt, dass sie in ihrem Beruf 30 Jahre lang oft ein bisschen frustriert waren…
Waltz: Ein bisschen? Massiv!
ÖSTERREICH: …dann gelang Ihnen mit der Arbeit im Quentin Tarantino der große Wurf. Wann wussten Sie, dass hier etwas großes, einzigartiges abgeht?
Waltz: Als ich das Manuskript sah. Das musste ich nicht einmal aufschlagen, der Deckel war handgeschrieben. Allein das ist schon bemerkenswert außergewöhnlich. Schüler könnten dieses Werk jahrelang studieren – und Professoren darüber unterrichten…
ÖSTERREICH: Also eine herausragende Zusammenarbeit mit Tarantino, ein einmaliges Erlebnis.
Waltz: Na, einmalig? Ich hoffe nicht! Ich glaube fest daran, dass es in der Zukunft wieder zu einer Zusammenarbeit mit Tarantino kommen wird.
ÖSTERREICH: Sie bekommen heute die Drehbücher stapelweise zugeschickt für mögliche Rollen. Aus wie vielen können sie auswählen?
Waltz: Ich habe sie nicht gezählt. Aber ein Stapel ist es sicher.
ÖSTERREICH: Sie spielen in dem Film “The Green Hornet”, den sie gerade drehen, wieder einen Bösewicht. Verursachte ihre Leistung bei der Verkörperung des Standartenführer Hans Landa nicht auch das Klischee, wodurch künftig automatisch das Spielen von Bösewichtern erwartet wird, da es eine Rolle scheint, die ihnen liegt?
Waltz: Das sehen Sie so! Ich teile diese Ansicht nicht, deshalb kann ich nicht sagen, ob mir das liegt… Aber wenn ich jetzt partout dieses Klischee vermeiden würde, generierte ich bereits das nächste Klischee. Diese Bösewichtsache geht mir auch deshalb auf die Nerven, weil sie recht undifferenziert ist. Mir geht es immer darum bei jeder Rolle zu fragen: Was ist das genau? Wie verkörpere ich diese Rolle?
ÖSTERREICH: Sie haben gerade eine neues Filmprojekt gelandet, “Water for Elephants”, mit etwa Reese Witherspoon. Wann geht der Dreh los? Und um was geht es da?
Waltz: Der Dreh beginnt im Mai. Das Buch war ein Bestseller hier. Ich kannte es vorher nicht. Es ist eine Zirkusgeschichte.
ÖSTERREICH: Sie spielen August, einen schizophrenen Tiertrainer. Ist der nicht auch böse?
Waltz: Wir drehen uns im Kreis hier ein bisschen…
ÖSTERREICH: Sie werden hier für absehbare Zeit bleiben? Hier leben?
Waltz: Wenn ich bleibe, dann muss ich leben…
ÖSTERREICH: Was gefällt ihnen besonders hier in Los Angeles, wo sie sich wegen all der neuen Filmprojekte niederließen.
Waltz: Ich liebe vor allem den Pazifik. Sehen sie doch den Ausblick!
ÖSTERREICH: Was ist das Besondere im amerikanischen Filmgenre zu arbeiten – was haben sie da erlebt?
Waltz: Vieles ist Klischeedenken. Man sieht Dinge von außen und weiß am Ende, dass es gar gar nicht so ist, wie wir uns das denken. Viele verstehen nicht, wie nachhaltig der Unterschied wirklich ist. Wir kapieren zwar, was sie sagen. Das heißt aber lange nicht, dass wir genau verstehen, was da dahintersteckt. Man muss sich mehr Gedanken machen, wie fundamental die Unterschiede sind: Das ist eine andere Kultur hier. Und gesagt wurde bereits früher: Der Unterschied zwischen dem amerikanischen und dem deutschen Film ist, dass die Amerikanischen wie Kunstwerke hergestellt werden, und wie Ware verkauft. Und in Deutschland ist es genau umgekehrt.

# 6. März: Oscar der Superlative

Mit dem Quoten-Debakel des Vorjahres sollen die heutigen, “82nd Academy Awards” (Oscars) mit einem Feuerwerk an Dramaturgie, Humor und Starpower vor allem jüngere Zuseher wieder begeistern. Sogar ein DJ sorgt für peppigen Aufputz. Mit Steve Martin und Alec Baldwin als Moderatoren soll ein Duo versierter, legendärer Filmkomiker die 3.400 Ehrengäste im “Kodak Theater” und eine Milliarde TV-Zuseher beim dreieinhalbstündigen Oscar-Drama bei Laune halten. Neu auch: Zehn statt fünf Streifen treten in der Königskategorie “Best Picture” an. Auch beim Kinopublikum populäre Filmhits sollten eine Chance erhalten.
Es wird die Nacht großer persönlicher Dramen – und es könnte, sollten Branchenkenner recht behalten, einer der größten Triumphzüge für Österreich aller Zeiten bevorstehen: Christoph Waltz ist für seine Rolle als sadistischer aber liebenswürdiger Nazi-Psycho Hans Landa in Epos “Inglourious Basterds” von Meisterregisseur Quentin Tarantino die Goldstatue als bester Nebendarsteller kaum zu nehmen. “Waltz spult Tarantinos Maschinengewehrsalven an Dialogen mit einer Leichtigkeit runter wie unsereins atmet”, so US-Kolumnist David Germain.
Doch schafft Österreich sogar den Oscar-Hattrick? Neben Waltz könnte der österreichische Filmemacher Michael Haneke mit dem geschichtlichen Drama “Das Weiße Band” in der Kategorie des besten, nicht englischsprachigen Film siegen (der Streifen kandidiert für Deutschland). Christian Berger hofft auf einen Oscar als bester Kameramann. Er gab sich fast geschockt über die “freundliche Aufnahme seiner Arbeit besonders in den USA” .
Hollywood hält in Bann das unglaubliche “David gegen Goliath”-Drama um den besten Film und Regie: “Titanic”-Starregisseur James Cameron tritt mit dem 3D-Epos Avatar, das mit globalen Einnahmen von über zwei Milliarden Dollar zum kommerziell erfolgreichsten Film aller Zeiten wurde, gegen den Indie-Film “Hurt Locker” über bombenentschärfende GIs im Irak an, das in den USA gerade mal 12,7 Millionen verdiente.
Regisseurin Kathryn Bigelow ist dazu Camerons Ex-Frau, zwischen 1989 und 1991 waren sie verheiratet, und angesichts der Animositäten, die im Vorfeld unübersehbar wurden, “war es wohl keine einvernehmliche Trennung”, so Germaine. Beide Streifen waren für neun Oscars nominiert, doch der Hurt Locker zuletzt favorisiert. Experten glauben, dass die 6.000 Juroren der Academy einen Kompromiss fanden, Bigelow den Regie-Oscar gewinnen und Cameron als Sieger des besten Filmes bei Laune gehalten werden könnte. Es liegt eine Sensation in der Luft: Erst vier Frauen wurden in der Oscar-Geschichte für die ultimative Regie-Krone nominiert, Bigelow wäre die allererste Siegerin. Doch wird sie doch noch Opfer der berüchtigten Rufmord-Kampagnen zwischen den rivalisierenden Studios? Ein US-Soldat behauptete in einer, kurioserweise wenige Tage vor der Gala eingebrachten Klage, die Hurt-Locker-Produzenten hätten seine Story “gestohlen”.
Aufregung herrscht auch um ein Damen-Drama um die Krone der “Best Actress” zwischen der Überraschungsfavoritin Sandra Bullock (The Blind Side) und Legende Meryl Streep (Julie & Julia): Beeindruckend hatte Bullock den Sprung vom Klamauk ins Charakterfach geschafft, so Expertin Christie Lemire. Dazu hat Streep bereits zwei Oscars kassiert, die Jury könnte auf die frischere Bullock setzten. Die Nominierung hätte sie “fast umgeworfen”, sagt sie. Kurios: Für einen anderen, missglückteren Film war Bullock auch für die Anti-Oscars (“Goldene Himbeere”) nominiert.
Der zerzauste Meister des Metiers, Jeff Bridges, dürfte die Trophäe für seine wuchtige Performance im Musical-Drama “Crazy Heart” erhalten. George Clooney, ein früherer Favorit, wirkt mit seiner Rolle als rasender Stellenabbauer in “Up in the Air” bereits weit abgeschlagen. Hinzu kommt: Bridges war viermal nominiert, ging stets leer aus.
Doch um die Weltaudienz durch den Marathon der Krönungen mit weniger aufregenden Oscar-Titel zu hieven, setzten die Produzenten auf ein Großaufgebot an Komikern: Provokateur Sacha Baron Cohen (“Brüno”) wird blödeln, wie auch Ben Stiller und Tina Fay. Doch viel Risiko sollte dennoch nicht eingegangen werden: Cohen wollte zunächst als blitzblauer Avatar-Alien der “Na´vi” auftreten. Der Sketch wurde im letzten Moment wieder abgesagt. Avatar-Schöpfer James Cameron sollte nicht vergrämt werden.

5. März: Studenten gegen Arnie

Nun gerät Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger auch noch massiv von Studenten unter Druck: Zehntausende demonstrierten an einem “Aktionstag” auf praktisch allen Universitäten des Westküstenstaat. Die Proteste schwappten auf Unis im Rest der USA über – insgesamt marschierten Demonstranten auf 100 Campus-Arealen. Arnie will inmitten der Budget-Dauerkrise, die Kalifornien an den Rand der Pleite führte, eine weitere Milliarde Dollar aus dem Bildungsbudget streichen. Universitäten sind daher gezwungen, Studiengebühren um teils bis zu 30 Prozent zu erhöhen. An der Uni in Berkley bei San Francisco wurde ein Großaufgebot der Polizei mobilisiert. Dort war es bei Protesten in der Vorwoche zu massiven Ausschreitungen und Gewalt gekommen. Inmitten der immer drastischeren Budget-Kämpfe (es klafft heuer wieder ein Loch von 20 Milliarden Dollar im Etat) und Schwarzeneggers sinkender Popularität heizt sich das Rennen um seine Nachfolge auf: Zuletzt erklärte der ehemalige Gouverneur Jerry Brown für die Demokraten offiziell seine Kandidatur. Er liegt in Umfragen Kopf an Kopf mit der Ex-EBay-Chefin Meg Whitman, die für die Republikaner antritt.

# 5. März: US-Reporter

Eine neue, bizarre Schießerei erschüttert die USA: Der 36-Jährige Kalifornier John Patrick Bedell marschierte bei einem Eingang zum Riesenkomplex des US-Verteidigungsministeriums Pentagon, gekleidet als Geschäftsmann im Anzug, seelenruhig auf zwei Sicherheitsbeamte zu – und eröffnete aus einer Neun-Millimeter-Halbautomatik-Waffe das Feuer. Die Cops gingen mit Verletzungen in der Schulter und der Hüfte zu Boden. Ein dritter Wachebeamte erwiderte das Feuer, verletzte den Amokläufer. Er starb 12 Stunden später. Es dürfte bei der Schießerei Donnerstag abends ein Massaker verhindert worden sein: Der Schütze hatte eine zweite halbautomatische Waffe und große Mengen an Munition bei sich. Das mögliche Motiv: Am Internet publizierte er, dass er Rache für den Tod eines US-Soldaten im Jahr 1991 nehmen wollte – der offiziell als Selbstmord gilt, doch in Internet-Foren als Mordkomplott dargestellt wird. Bedell wetterte gegen strenge Marihuana-Gesetze, publizierte auch Verschwörungstheorien über die Hintergründe des 11. September (3.000 Tote). Die Szene der 9/11-Verschwörungsfans behauptet, die US-Regierung steckte hinter den Jumbo-Attacken. Die Bundespolizei FBI schließt bisher einen terroristischen Hintergrund aus.

# 4. März: Oscar-Preview

Hollywood und die Welt feiern am Sonntag im “Kodak Theater” in Los Angeles ab 17 Uhr Ortszeit (Montag 2 Uhr MEZ im ORF?) die Preisnacht des Jahres mit einer Unterhaltungsoffensive: Neben dem witzigen Gastgeber-Duo Steve Martin und Alec Baldwin erwartet die Milliarde TV-Zuseher bei den 82. Academy Awards (Oscars) ein Großaufgebot an Komödianten: In der Schlacht um TV-Quoten (vor allem nach dem Debakel 2009 mit nur 36 Millionen US-Zusehern) sollen Sacha Baron Cohen (“Brüno”, “Borat”), Steve Carell, Tina Fey und Ben Stiller die Lachmuskeln massieren. Zuerst hätte sogar Brachialkomiker Cohen die Show moderieren sollen: Doch am Ende schien der “Unberechenheitsfaktor” zu hoch, so Insider.
Dennoch ist das eigentliche Drama auf der Bühne vor 4.300 Größen der Filmbranche im Auditorium kaum planbar – wie spontane Highlights (Adrian Brodys Zungenkuss mit Hale Berry) oder Skandale (Michael Moores Bush-Beschimpfung) illustrierten. Die über 6.000 Filmprofis der Academy stimmten geheim ab, die Namen der Sieger landeten in den legendären Umschlägen im Tresor. Und neben Christoph Waltz als bester Nebendarsteller und Mo´Nique in der Frauen-Kategorie gibt es nur wenige absolute Favoriten.
Um die Starpower der Oscars zu erhöhen wurden heuer zehn “Beste Filme” nominiert. Die Branche hält den Atem an wegen dem Duell zwischen dem Blockbuster “Avatar” und Außenseiter “Hurt Locker”. Pikant: Avatar-Regisseur James Cameron kämpft um die Goldstatuen für besten Film und beste Regie gegen seine Ex-Frau Kathryn Biglow. Böse Zungen behaupten, dass der Höhenflug von Biglows zuerst im Kino missachteten Kriegsthrillers “ein Komplott der Branche” gegen den unbeliebten Cameron sei.
Die Augen richten sich auch auf Sandra Bullock: Die einst für seichtere Komödien (“Miss Congeniality”) bekannte Darstellerin landete mit ihrer brillanten Leistung im Sportdrama “The Blind Side” ihre erste Oscar-Nominierung. Als bester Schauspieler wird ein Showdown zwischen George Clooney (“Up in the Air”) und Jeff Bridges (“Crazy Heart”) erwartet.
Doch für ähnlich viel Gesprächsstoff sorgt, dass Hollywoods Traumpaar Brangelina die berühmte Parade über den Roten Teppich schwänzen will: Angelina Jolie dreht in Venedig den Thriller “The Tourist” – und Brad Pitt ist wohl sauer, dass er im Tarantino-Steifen “Inglourious Basterds” von Waltz an die Wand gespielt wurde und keine Nominierung erhielt.

# 4. März: Hollywood-Stories

Kritiker scheinen uneins zu sein über das neue, von Kultregisseur Tim Burton inszenierte, LSD-inspirierte Remake des Hollywood-Klassikers Alice in Wonderland mit Superstar Johnny Depp (46) in der Rolle als Mad Hatter. Doch Depps Kinder Lily-Rose (10) und Jack (7) lieben die grellbunte, halb gespielte, halb animierte Fantasiereise (ab Freitag auch in Österreichs Kinos): „Und es hat sie überhaupt nicht geschreckt“, erzählte er.
Odd Couple. Der Teenagerschwarm Depp und das zerzauste Regiegenie Burton gelten als eines der seltsamsten Duos Hollywoods: Sie schufen die wirrsten Charaktäre der Filmgeschichte, darunter ein an Demenz leidenden Schokomacher in Charlie und die Schokoladenfabrik (2005) oder Edward Scissorhands, den Teenager-Frankenstein mit Scherenhänden (1990).
Depp treibt seine Karriere, wo er als torkelnden Oberpirat in Fluch der Karibik (Teil Vier ist in Planung) zum Weltstar wurde, auch an anderen Fronten voran: Mit Diva Angelina Jolie dreht er gerade den Thriller The Tourist, wo sich beide in Kürze in der Dusche zum leidenschaftlichen Filmsex treffen sollen. Er plant auch einen Streifen mit seiner französischen Partnerin Vanessa Paradis (37): Im Drama My American Dream soll sie eine französische Feministin spielt.
Landleben. Doch trotz allem Starrummel gefällt sich Depp als zurückgezogener Familienmensch. Mit Paradis, mit der er seit 12 Jahren in wilder Ehe lebt, zieht er sich gerne auf seinen Bauernhof in Südfrankreich zurück: Den verließe er oft Monate nicht und sehe „dem Gemüse beim Wachsen zu“, wie er verriet. Auf den Bahamas kaufte er sich eine Privatinsel, benannte die Strände nach Frau und Kindern. So relaxt scheint das Paar, dass die persönliche Hygiene auf der Strecke bleibe, wie ein Mitarbeiter enthüllte: „Johnny stinkt, da er sich zu selten duscht”.

# 4. März: Obamas Ultimatum an den Kongress

Präsident Obama setzt in der Schlacht um die Gesundheitsreform alles auf eine Karte.
Washington. Barack Obama stellte dem Kongress ein Ultimatum: Er verlangt eine finale Abstimmung „in den nächsten Wochen“ über sein Gesundheitsreformpaket (30 Millionen zusätzliche Versicherte).
Befreiungsschlag. Der Kongress schulde den Amerikaner „eine Entscheidung”, zürnte Obama, der die destruktive Gesundheitsdebatte abschließen will, um sich der Jobkrise zuwenden zu können. Davor drohen beim letzten Akt des „Health Care“-Dramas die ärgsten Blessuren: Die Demokraten können nur mit Tricks die Blockade der Republikaner durchbrechen. Und die rüsten zum Krieg, wettern, Obama wolle den Amerikanern die Reform „in den Rachen stopfen“. Die größte Gefahr droht Obama aber seitens seiner eigenen Partei: Vor den Midterm-Kongresswahlen bekommen Abgeordnete kalte Füße, die Mehrheit im Repräsentantenhaus wackelt.

# 3. März: Die ultimativen Oscar-Favoriten

Amerikas wichtigste Film-Kritiker geben jetzt ihre ultimativen Oscar-Wetten ab: Kaum zuvor gab es derart viele Top-Favoriten.
Los Angeles. Hochspannung drei Tage vor der Oscar-Nacht in L.A.. Jetzt geben Amerikas Top-Kritiker ihr Prognosen ab. Vor allem: Dem Österreicher Christoph Waltz scheint die Goldstatue kaum zu nehmen. „Noch nie in der Oscar-Geschichte gab es einen Bewerber, der die Trophäe derart sicher im Kasten zu haben scheint”, so Stephen Silverman vom US-Magazin People.
Amerikas legendärster Kritiker Roger Ebert tippt auch auf Waltz, der als schaurig-charmanter SS-Judenjäger in Inglourious Basterds die Branche verzauberte. „Waltz kann nur an der Übernahme des Oscars gehindert werden“, scherzte Konkurrent Stanley Tucci, „indem man ihm das Einreisevisum entzieht“.
Hattrick? Laut Experten hat Österreich diesmal sogar Chancen auf einen Oscar-Hattrick. Neben Waltz könnte Michael Haneke mit dem Drama Das Weiße Band als bester, nicht englischsprachigen Film triumphieren, Christian Berger als bester Kameramann ausgezeichnet werden.
Favoriten. Eberts Prognose deckt sich haarscharf mit dem Magazins Entertainment Weekly: Der Sensationsfilm des Jahres, Hurt Locker, dürfte als bester Film und beste Regie für Kathryn Bigelow den bombastischen 3D-Kassenhit Avatar von James Cameron ausstechen. Als beste Schauspielerin wird Sandra Bullock (The Blind Side) favorisiert, ebenfalls eine Sensation angesichts einst seichter Rollen á la Miss Congeniality. Der zerzauste Jeff Bridges sollte die Trophäe für das Drama Crazy Heart einheimsen, Mo´Nique (Precious) beste Nebendarstellerin werden. Bereits lamentieren US-Medien: Wo bleibt die Spannung angesichts so vieler Top-Favoriten?

# 2. März: Mrs. Jolie, Mr. Depp

Erstmals tauchte das neue Film-Traumpaar gemeinsam am Filmset auf.
Venedig. Angelina Jolie (34), Hollywoods Powerfrau Nr. 1, und Johnny Depp (46), laut People „Sexiest Man Alive”, wurden in Venedig beim Drehbeginn für den Thriller The Tourist gesichtet. Depp, schick im schwarzen Sakko und dunkler Krawatte, trifft in der Szene Jolie, ebenfalls herausgeputzt im eleganten Kostüm, auf einem Balkon über dem Canale Grande. Depp hält einen Drink, Jolie äugt in die Ferne, behält einen „unerwarteten Gast“, so Zeugen, im Auge.
Hype um Paar. „Wer dachte, dass es etwas noch aufregenderes geben könnten als Jolie und Brad Pitt“, jubelte der Webdienst Radar Online. Apropos: Der Jolie-Pitt-Clan mit der sechsköpfigen Kinderschar setzt den romantischen Eurotrip fort: Die berühmteste Familie der Erde wurde – allerdings ohne die supersüßen Zwillinge Knox und Vivienne – wieder bei einer romantischen Bootsfahrt in Venedig gesichtet. Dort haben sie einen prächtigen Palazzo aus dem 16. Jahrhundert gemietet. Zuvor genossen Brangelina und Nachwuchs eine Woche in Paris. Inspiriert von der Stadt der Liebe beerdigte das Paar mit innigen Zungenküssen dort vorerst jüngste Trennungsgerüchte. Aber gute Beziehungs-PR ist wohl nicht der einzige Grund, warum Jolie – anders als bei früheren Drehs – ständig von ihrer Familie umgeben ist: Bald dreht sie mit Depp eine heiße Sexszene. Pitt will wohl sichergehen, dass sie keine Traummänner-Verwirrung erleidet.

# 2. März: US-Reporter

Skandal in der Villa des Jackson-Clans in Encino (bei L.A.): Der jüngster Sohn des letzten Juni verstorbenen Popidols Michael Jackson, Blanket (8), wäre fast mit einer “Taser”-Pistole angeschossen worden, so Insider zur Promiwebsite TMZ. Was war passiert? Der 13-Jährige Sohn von Jermaine Jackson, Jaafar, hätte eine der Betäubungs-Pistolen, die Getroffene mit nicht letalen Stromstößen paralysieren, am Internet gekauft. Zuerst war die Waffe von den Sicherheitsleuten konfisziert worden, als sie mit der Post ankam. Oma Katherine hätte die Taser-Gun dann weggesperrt hieß es.
Nicht für lange: Denn wenige Tage später hörten die Guards eigenartige Geräusche. Ein Zeuge: “Sie konnten sich nicht erklären, wo der Lärm herkam – und um was für ein Geräusch es sich handelte”. Als sie die Kinder stellten, sahen sie, dass die Jafaar und sein Bruder gerade den jüngeren Blanket “tasern” wollten. Der Vorfall sorgte für gewaltiges Medienecho – und führte zu prompten Reaktionen der Behörden. Montag abends stattete das US-Jugendamt dem Komplex einen Besuch ab. Zwei Beamte befragten Katherine. Der war im Vorjahr das Sorgerecht für die Jacko-Kinder, Prince Michael (12), Paris (11) und Blanket, zugesprochen worden. Das Jugendamt kündigte weitere Untersuchungen an. Behauptet wird jetzt: Es gäbe in dem Haus noch ein zweite, noch nicht konfiszierte Taser-Waffe.

# 2. März: US-Reporter

Sacramento. Der in zehn Monaten abdankende Kalifornien-Governator Arnold Schwarzenegger erhält zum Finale seiner von Budget-Dauerdramen total überschatteten Ära den ultimativen Tiefschlag: Investoren erachten laut Bloomberg News inzwischen Kaliforniens Kreditwürdigkeit geringer als jene Kasachstans – dem Kaukasusstaat, der wegen der Kino-Persiflage des durch die USA tölpelnden Filmhelden „Borat“ (Sacha Baron Cohen) fragwürdigen Wertruhm erhielt. Kalifornien sei nun Amerikas „Borat”-Staat, ätzten bereits US-Medien.
Schlimmer als Griechen?Kaliforniens Schuldenversicherungen (Credit Default Swaps) werden um 100 Punkte höher als jene Kasachstan gehandelt. Übersetzt: Eine Pleite des Arnie-Staates wird von Anlegeren als wahrscheinlicher angesehen. Nur die offiziellen Ratings-Agenturen wie Moody´s geben Kalifornien mit BBB knapp höhere Bonität als Kasachstan (BBB-). Der Grund für die Blamage: Kalifornien, immerhin die achtgrößte Volkswirtschaft der Erde, bekommt seinen Haushalt nicht in den Griff. Wieder klafft ein Loch von 20 Milliarden Dollar. Der Boss des US-Riesenbank JPMorgan, Jamie Dimon, warnt zuletzt, dass Kaliforniens Budgetprobleme eine größere Gefahr für die Weltfinanz darstellten als die griechische Euro-Tragödie.

Washington. Die beim Ärzte-Checkup von US-Präsidenten Barack Obama überraschend entdeckten, hohen Cholesterinwerte beschäftigen Amerika: Mit 209 lag Obama – sonst als Fitnessfan ein Inbegriff des gesunden Lebens – im Grenzbereich. Prompt ließ er seine Wagenkolonne links liegen und marschierte zurück ins Oval Office. „Ich verbrenne Cholesterin“, scherzte er.
Naschen. Sein Sprecher klärte auf, dass Obama gerne in der White-House-Küche nasche und im Stress oft ungesunde Snacks esse. „Ihr habt ja nicht geglaubt, dass er Rucolasalat in seiner Jackentaschen mit sich führt“, so Robert Gibbs. Zugegeben wurde auch, dass sich Obama weiterhin für Rauchpausen in den Garten davonstehle.
Saufkopf? Für Aufregung sorgte kurzfristig ein Eintrag im Ärztebulletin, wo eine „Moderation des Alkoholkonsums“ empfohlen wurde. Blätter stilisierten Obama zum Saufkopf, andere wiegelten ab: Das waren allgemeine Empfehlungen, wie sie jeder Patient erhält.

# 2. März: Angst for Big One in Kalifornien

Nach der Serie verheerender Mega-Beben in Haiti (220.000 Tote) und Chile (710 Tote) wächst die Angst in den USA vor dem “Big One”, einem vernichtenden Erdstoß, am ehesten an der US-Westküste. “Es ist nicht eine Frage des ob, sondern des wann”, so Expertin Marcia McNutt von der “U.S. Geological Survey”, die die Stärke von Beben rund um die Welt bestimmt, im US-TV. “Die USA wird von einem Riesenbeben heimgesucht werden”, stellte McNutt klar. Fachleute erwarten zwar keine so extrem hohe Intensität wie die Magnitude 8,8 in Chile. Doch das Potential für eine äußerst hohe Opferbilanz besteht “wegen der dichten Besiedelung etwa Kaliforniens”, so die Expertin. Der Westküstenstaat wartet seit dem Beben in San Francisco 1906 (3.000 Tote) auf den nächsten großen Knall. Erstaunliches berichtet auch die NASA: Das Chilebeben war so stark, dass es die Erdachse verschob — und die Tage fortan um 1,26 Mikrosekunden kürzer sind.

# 1. März: Chile entsendet die Armee

Santiago. Chiles Regierung setzt 10.000 Soldaten in Marsch, um ausufernde Plünderungen nach dem 8,8-Megabeben zu stoppen. Hunger, Gewalt und Chaos eskalieren in der schwer getroffenen Küstenstadt Concepcion. „Die Lage ist außer Kontrolle“, warnte die Bürgermeisterin. Horden an Plünderern fegten alle Supermarkt leer, karrten Lebensmittel und Elektrogeräte davon.
Tränengas. Sicherheitskräfte zerstreuten den Mob mit Tränengas, eine nächtliche Ausgangssperre ist verhängt. „Was sollen wir tun“, protestierte ein Opfer im Chile-TV: „Wir haben nichts zu essen“.
Angesichts immer ärgerer Bilder totaler Verwüstung ersuchte Präsidentin Michelle Bachelet nun um internationale Hilfe: Gebraucht werden Feldlazarette, Behelfsbrücken und Filteranlagen. „Das ist eine Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes“, sagte sie geschockt. Die Opferzahl dürfte auf über tausend Tote klettern: Helfer dringen erst jetzt zu Küstenstädte vor, die von den Erdstößen und der folgenden Tsunami ausradiert wurden.