# 1. Juli: Ermittlungen gegen Al

Für Ex-Vize Al Gore wird es wegen „sexueller Belästigung“ einer Masseurin eng.
Salem. Die Polizei im US-Staat Oregon hat neue Ermittlungen gegen Ex-Vizepräsidenten Al Gore (62) wegen sexueller Belästigung aufgenommen. Die Masseurin Molly Hagerty (54) beschuldigt Gore, der als Klimaguru den Friedensnobelpreis erhielt, sie bei einem 540 Dollar teuren Massagetermin in einem Hotel in Portland in 2006 sexuell attackiert zu haben.
Brüste gepackt. Wie ein „wild gewordener Sex-Pudel“ hätte er sich aufgeführt, sie gepackt, geküsst, ihre Brüste begrapscht, so Hagerty im Magazin National Enquirer. „Ich hatte Angst, vergewaltigt zu werden“, klagte sie an. Die Polizei hatte die Nachforschungen mangels an Beweisen zunächst eingestellt, doch ermittelt jetzt wegen der Medienberichte wieder. Im Anklagefall gegen Gore, der den Vorfall vehement bestreitet, droht gar Haft. Zuletzt hatte er die Trennung von Gattin Tipper nach 40 Ehejahren verlautet.

# 1. Juli: US-Reporter

Polizei ermittelt gegen Ex-Vize Al Gore wegen „Sex-Attacke“
Washington – Für Ex-Vize und Nobelpreisträger Al Gore (62) wird es wegen der angeblichen sexuellen Belästigung einer Masseurin in einem Hotel in Portland (US-Staat Oregon) in 2006 eng: Die Polizei startet eine strafrechtliche Untersuchung, kommt es zur Anklage, droht Gore, der alles bestreitet, gar der Knast. Opfer Molly Hagerty (54) packte jetzt aus: Gore hätte sie als „wild gewordener Sex-Pudel“ fast vergewaltigt.

Soldaten mit AIDS und Hepatitis infiziert
Washington – Skandal in einem Spital für US-Kriegsveteranen im US-Staat Missouri: In einer Zahnklinik des Krankenhauses könnten zwischen Februar des Vorjahres bis März durch nicht sterilisierte Instrumente 1812 Kriegsrückkehrer mit HIV und Hepatitis angesteckt worden sein. Das Spital bedauerte „zutiefst“, unterrichtete die Opfer und bot Gratistests zur Bestätigung möglicher Infektionen an.

# 1. Juli: Liebesturbulenzen mit Brad…

Fast still geworden war es um die Filmkarriere von Superstar Angelina Jolie (35). Zuerst dominierte nach ihren letzten Kinoauftritten 2008 (Wanted, Changeling) die Aufregung um die Geburt ihrer Zwillinge Vivienne und Knox (jetzt fast zwei), dann das Getöse um Liebes-Turbulenzen mit Brad Pitt (46).
Doch was für ein Comeback für die Oscar-Gewinnerin (Girl, Interrupted) – auf allen Fronten: Ende Juli startet Jolies Thriller Salt in den US-Kinos (in Österreich am 27. August). Als CIA-Agentin Evelyn Salt kämpft sie in aller tödlichen Eleganz um ihren Ruf, als ein abgesprungener Russenspion sie als reaktivierte KGB-Schläferagentin denunziert mit dem Auftrag zur Tötung des US-Präsidenten. Das Action-Feuerwerk mit einem Schuss Sex kam bei Testaudienzen bestens an, ein Sommer-Blockbuster wird erwartet.
Jolie starte durch. Mit erotischen Posen und einem sympathischen Interview im Vanity Fair promotet Jolie den Streifen – doch auch ihre eigene Rückkehr. „Ich liebe Brad“, begrub sie Trennungsgerüchte. Sie schloss weder die Eheschließung noch weitere Kinder aus, feilte mit süßen Anekdoten über die „burschikose Shiloh“, die „elegante Zahara“ und den „intellektuellen Maddox“ am Image als Supermum einer bunten Traumfamilie.
Auch vor der Kamera gibt sie Gas: Sie dreht mit Johnny Depp (46) in Venedig den Thriller The Tourist, plant weitere Projekte. Und obwohl sie irgendwann ihre Karriere – den Kindern zu Liebe – an den Nagel hängen wolle, wie sie verriet, bleibt Jolie weiter Hollywoods Fixstern.

# 2. Juli: Arnies neues Budgetdrama

Budget-Drama in Kalifornien: Arnie will nun die Beamtengehälter radikal kürzen.
Sacramento. Wegen einem 19-Milliarden-Dollar-Loch will Gouverneur Arnold Schwarzenegger die Salärs von 200.000 Beamten auf den Mindeststundenlohn von 7,25 Dollar stutzen. So soll Druck auf den Kongress ausgeübt werden, der Arnies Budgetvorschläge bisher ablehnte. Arnie braucht für die Radikalkürzung – die bis zu einem Budget-Deal gelten soll – jedoch das OK des obersten Rechnungsprüfers, der einen ähnlichen Vorstoß bereits vor zwei Jahren abwies. Die Budget-Dramen ließen Arnie Popularität auf 25 Prozent sinken. Er tritt im Jänner ab. Im Nachfolgerennen führt der Demokrat Jerry Brown knapp vor Ex-eBay-Chefin Meg Whitman.

# 2. Juli: US-Reporter

Entführungsopfer erhält 20 Millionen Dollar Entschädigung
Washington – 18 Jahre lang hielt ein Kidnapper (58) die elfjährig entführte Jaycee Lee Dugard (29) in seinem Garten als Sexsklavin, zeugte zwei Kinder. Jetzt erhält sie, fast ein Jahr nach ihrer Befreiung, vom Staat Kalifornien 20 Millionen Dollar Entschädigung. Denn der Sextäter war vor der Entführung auf Bewährung nach früheren Verbrechen freigekommen, wurde jedoch kaum überwacht.

BP-Desaster größte Ölpest aller Zeiten
Washington – Nach jüngsten Berechnungen der US-Regierung floss nach der BP-Plattform-Explosion mit 529 Millionen Litern mehr Rohöl aus als selbst nach einem Mega-Unfall im Jahr 1979 vor der Küste Mexikos. Die BP-Ölkatastrophe ist damit die schlimmste aller Zeiten, abgesehen von Kriegshandlungen: Im ersten Golfkrieg ließen 1991 Iraktruppen 1,9 Milliarden Liter Öl auslaufen.

# 2: Juli: Mels Absturz!

Der umstrittene Hollywood-Star Mel Gibson (54, „Lethal Weapon“) trat mit rassistischen Ausfällen einen Sturm der Entrüstung los. Im wüsten Streit mit seiner Ex und Mutter von Kind Nr. 8, Russensängerin Oksana Grigorieva (40), brüllte der Hitzkopf, entrüstet über ihre freizügige Kleidung ins Telefon: „Wenn dich eine Horde von Niggern vergewaltigt, ist das deine eigene Schuld“. Der Gebrauch des „N-Wortes“ ist in den USA fast ein Image-Todesurteil. Bürgerrechtler verdammten Gibson, der schon 2007 mit antisemitischen Schimpfkanonaden im Vollrausch zum Außenseiter wurde, prompt „als notorischen Rassisten und Frauenfeind“. Die Hasstirade des Extrem-Katholiken, der Messen in Latein lesen lässt, war von Grigorieva aufgezeichnet worden, der Webdienst „Radar Online“ hatte die Dialoge abgehört. Gibson in einem weiteren Ausfall: „Ich werde dein verdammtes Haus niederbrennen, aber erst, nachdem du mir einen bläst“. Gibson befindet sich im brutalen Rosenkrieg mit der Russin um Unterhaltszahlungen und Sorgerecht für die gemeinsame Tochter Lucia. Wegen Grigorieva hatte er im Vorjahr seine 29-jährigen Ehe beendet.

# 2. Juli: „Bond-Girl“

Die sexy Russen-Spionin Anna Chapman wird zur Mediensensation: Jetzt packen ihre englischen Expartner über Sex und ihren KGB-Vater aus.
New York/London. Immer neue, schlüpfrige Enthüllungen um die rothaarige, mit neun Komplizen in den USA verhaftete Russenspionin Anna Chapman (28). Jetzt meldete sich ihr britischer Ex-Freund Charlie Hutchinson (31), der sie zum „One-Night-Stand“ traf, als sie vor ihrer Übersiedlung nach New York noch in England lebte. Der glatzköpfige, bebrillte Zeitzeuge berichtete freizügig über die Bettqualitäten des „Bond-Girls“ im Ring der gegen Amerika spionierenden Maulwürfe. „Sie stöhnte während dem Sex in russisch, wir taten es zweieinhalb Stunden lang, sie war einfach unglaublich…“
Er hätte sie in einem Pub aufgegabelt, erzählte der damalige Student dem Britenblatt The Sun: In seinem Zimmer hätte sie gleich mit einem Striptease losgelegt: „Sie hatte eine irre Figur, und kein Höschen an – sie wusste, was sie tat“.
Erste Gerüchte über ein „Playboy“-Angebot
Ähnliche Anekdoten „sexueller Aggressivität“ kursieren auch in New York, wo sie seit 2007 lebte und für den KGB-Nachfolger SVR – oft wohl im Bett – spionierte. Die bildhübsche, rothaarige Sex-Spionin ist längst eine Mediensensation: Der lüsternde Rotschopf ziert seit Tagen die Titelseiten der New Yorker Massenblätter, am Internet entstanden Fan-Clubs, sogar über eine Angebot des Sexmagazins Playboy wird spekuliert. Doch das „Spy Babe“ (Daily News) schmort in Einzelhaft in einer Zelle in Brooklyn. (siehe rechts).
Das Puzzle des Lebenslaufs der Anja Kushenko, so ihr Geburtsname, fügt sich zusammen: Ihr Vater war „ein hohes Tier beim KGB“ , erzählt ihr britischer Gatte zwischen 2002 und 2006) Alex Chapman. Das Paar lebte in London, sie arbeitet für die Bank Barclays. „Ihr Vater jagte mir Angst ein“, erzählt ihr Ex. Er traf Vasily Kushenko, der als Diplomat ein Doppelleben führt, bei den Flitterwochen in Zimbabwe: „Er hatte mehr Bodyguards als andere Diplomaten, kurvte im Land Rover mit getönten Scheiben herum“. Anna stand ihm sehr nahe. Sie folgte ihm wohl in seine Fußstapfen.
H. Bauernebel / New York

Die Russenspione bleiben weiter in U-Haft. Es herrscht akute Fluchtgefahr.
New York. Das tolle Leben der schönen Anna, die sich durch die New Yorker Partyszene schlief, kam mit der Verhaftung letzten Sonntag zum jähen Halt: Jetzt schmort sie in einer Einzelzelle in einem Gefängnis in Brooklyn. Der Richter lehnte – wie bei neun weiteren Inhaftierten des Spionageringes – die Freilassung gegen Kaution ab.
Erstes Geständnis. Es herrscht akute Fluchtgefahr: Die Spione könnten etwa bei russischen Vertretungen in New York Zuflucht suchen. Tatsächlich: Der in Zypern gefasste Rädelsführer der Spionageoperation, Christopher Metsos wurde nach der Verhaftung gegen Kaution freigelassen – und tauchte prompt unter. Einen Knalleffekt gab es bei den Ermittlungen: Spion Juan Lazaro gab bereits in einem Verhör zu, für den Russengeheimdienst spioniert zu haben.

3. Juli: 74 Tage und counting

Neuer Schock im nun 74 Tage andauernden BP-Ölpestdramas im Golf von Mexiko: Regierungsexperten warnen, dass der giftig Ölteppich bereits im August von der mächtigen „Loop Current“-Strömung auch an die Ostküste Floridas von Miami bis Daytona Beach getragen werden könnte. Die Chance dafür stehe sogar bei 80 Prozent, so die Experten. Dem Urlauber-Paradies drohe damit endgültig der Tourismus-GAU: Die Traumstrände in Pensacola an der Golfküste sind nach schwerer Verölung bereits gesperrt, der sonst um den US-„Geburtstag“ „Fourth of July“ überrannte Ort praktisch eine Geisterstadt. 60 Milliarden Dollar nimmt Florida pro Jahr mit Tourismus ein.
Besonders groß ist die Sorge um die Korallenriffe rund um die Inselkette der „Florida Keys“: Mit dem Riff würde das BP-Öl eines der größten Marine-Wunder der Erde zerstören.
Nach jüngsten US-Berechnungen floss nach der Plattform-Explosion mit 529 Millionen Litern bereits mehr Rohöl aus als selbst nach dem Riesenunfall 1979 mit der Plattform „Ixtoc 1“ vor der Küste Mexikos. Die BP-Ölkatastrophe ist damit die schlimmste aller Zeiten, abgesehen von Kriegshandlungen: Im ersten Golfkrieg ließen 1991 Iraktruppen 1,9 Milliarden Liter Öl auslaufen. Immerhin macht BP Fortschritte beim Bohren der Entlastungslöcher, durch die die Bohrleitung in 4.500 Metern Tiefe versiegelt werden soll. Eine Bohrung ist nur mehr 300 Meter vom Zielpunkt entfernt.

# 3. Juli: Gute Noten für Obama

US-Historiker geben Obama nach 18 Monaten Amtszeit überraschende gute Noten.
Washington. Neben Jobmisere, Afghanistankrieg, Ölpest und schlechten Umfragewerten gibt es nun doch ein Stück gute Nachrichten für US-Präsidenten Barack Obama: 238 US-Historiker reihten ihn auf Rang 15 in der Hitparade der 44 bisherigen Oval-Office-Chefs, damit liegt Obama nach eineinhalb Jahren Amtszeit zwei Ränge hinter Bill Clinton, doch drei vor Republikaner-Legende Ronald Reagan. Gute Noten bekam er für Intellekt, Kommunikationsfähigkeiten und Vorstellungskraft.
FRD top. Vorgänger George Bush landete am 39. Platz. Die Spitze: Franklin D. Roosevelt, Theodore Roosevelt, Abraham Lincoln und George Washington.

# 3. Juli: Marihuana-Paris…

Wieder Aufregung um Hotel-Erbin und Reality-Star Paris Hilton (29): Die Blondine wurde jetzt in Südafrika wegen Verdachts auf Marihuana-Konsum beim Besuch des WM-Viertelfinalspiels zwischen Brasilien und den Niederlande festgenommen. Doch die Polizei in Port Elizabeth ließ sie vor einem WM-Sondergericht für Fanvergehen rasch laufen, entschuldigte sich für den „Irrtum“: Denn den Joint hielt in der Gruppe das ebenfalls blonde Ex-Playboy-Playmate Jennifer Rovero. Der Anwalt beider: „Die Cops schnappten einfach die falsche Blondine“. Dass Joints jedoch in Gruppen meist im Kreis gehen, ist bekannt – doch von der Polizei schwer beweisbar.
Während der Richter die Anzeige gegen Hilton für nichtig erklärte, wurde Rovero zu umgerechnet 100 Euro Geldstrafe verdonnert. Unter dem Promiauflauf bei der finalen Phase des Fußballweltfestes wurde „Titanic“-Star Leonardo DiCaprio (35) Zeuge der Hilton-Aufregung: Der sei „geschockt“ über ihre Festnahme gewesen, berichtet das Britenblatt „Sun“. Trotz dem Irrtum musste Hilton am Samstag nochmals kurz vor den Richter: Sie lächelte, trug ein weißes T-Shirt, nach drei Minuten durfte sie gehen – das Verfahren gilt nun als offiziell eingestellt.
Ihre Fans hatte sie sofort nach der Festnahme via Twitter beruhigt: „Ich hatte nichts damit zu tun“, tippte sie ins Handy.
Hilton hielt vor drei Jahren die Welt in Atem, als sie wegen Verstößen gegen die Bewährungsauflagen nach einer Alk-Autofahrt vor 45 Tagen hinter Gittern landete.

# 3. Juli: Weltsensation Anna

Nach der Verhaftung durch das FBI beim Sprengen eines russischen Spionageringes in den USA wurde eine der elf Agenten zur Weltsensation.
New York/London. Anna Chapman (28), die vielleicht schönste Spionin aller Zeiten, wird fast verehrt in den Medien als „Bond Girl“, „Spy Babe“ oder einfach nur „schöne Anna“. Sie hatte New Yorks Society- und Partyszene im Sturm genommen: Zuerst ließ sich die an sich Brünette die Haare knallrot färben: „Ich will sie rot“, befahl sie einem Friseur. Alle drei Wochen frischte sie die Farbe auf. Sie nahm sich ein Luxusapartment am East River mit Traumblick auf Manhattans Finanzbezirk, stürzte sich in die Ausgehmeilen des Big Apple.
„Call Girl“. Der Auftrag der trainierten Agentin des russischen Geheimdienstes SVR (dem KGB-Nachfolger): Wichtige Figuren aus Politik und Finanz zu befreunden und auszuspionieren. Entlockte Geheimnisse transferierte sie dann von Starbucks-Läden aus via Laptop und Geheimnetzwerk an Komplizen. Chapman setzte offenbar auf Bettgeflüster: Zeugen fiel ihre „sexuelle Aggressivität“ auf. Mit tiefen Ausschnitt und ultrakurzen Rücken warf sich der flirtende Rotschopf bei Empfängen und Benefizveranstaltungen an potenzielle „Opfer“. „Ich dachte zuerst, sie sei ein Call Girl“, erzählte ein Wall-Street-Broker.
Reiche Russen. Sie keilte nicht nur mit Reizen, sondern einem aufgebauschten Lebenslauf: Nach einem Kurzjob bei der Britenbank Barclay´s sah sie sich als Investmentbankerin. Und trotz ebenfalls nur kurzfristiger Beschäftigung bei NetJets, der Privatjetfirma von US-Milliardär Warren Buffett, schnitt sie bei Partys, von denen sie als notorische Nachteule wenige sausen ließ, auf: „Ich verkaufte ein Jahr lang Privatflieger an reiche Russen“.
KGB-Vater. Ihr Leben ist so schillernd wie das sich entfaltende, zu einer neuen US-Russland-Eiszeit führende Spionage-Drama fesselnd: Geboren als Anja Kushenko in Wolgograd zog sie als Teenager mit ihrem Diplomaten-Vater Vasily in den Afrika-Staat Zimbabwe, wo er als russischer Botschafter fungierte. Auch der führte als Ex-KGB-Mann ein Doppelleben. Brisant: Annas Schwester Katja hatte damals eine Romanze mit dem Sohn der US-Vizebotschafterin Lena Joseff, so die New York Post. Sie musste diese Beziehung offenlegen, die „Feds“ führten daher seit damals den Namen Kushenko in ihren Büchern. Der Vater des Teenagers arbeitete für US-Geheimdienste: Ob sich Chapmans Schwester deshalb an ihn ranmachte, ist unklar.
„Russen-Freunde“. Anna lernte 2001 den Studenten Alex Chapman (30) bei einer Rave-Party in den Londoner Docklands kennen. Sie heiraten blutjung, er 21, sie 19, in Moskau. Sie übersiedelte in die Briten-Kapitale. Die Ehe ging zu Brüche, da sie immer stärker unter den Einfluss ihrer russischen Kontaktleute geriet: „Sie änderte sich total, wollte mich bei den Treffen nicht dabeihaben, am Ende kannte ich sie gar nicht mehr“, erzählt er. Sie nannte sie ihre „russischen Freunde“. Ihr Vater, ein hohes Tier beim KGB, wie sie ihm anvertraute, hätte dazu „jeden Aspekt in ihrem Leben kontrolliert“.
Sex-Bombe. Über ihre Qualitäten im Bett weiß Student Charlie Hutchinson (31) Bescheid: Der gabelte sie in einem Pub auf, hatte „zweieinhalb Stunden lang unglaublichen Sex“. Sie trug keine Unterhose, der Sex war ein 14, auf einer Zehnerskala. Und: „Sie kannte Positionen, die ich mir nie einmal ausmalen hätte können“. Doch auch ihm fiel auf, dass sie stets geheimnisvoll agierte, sich nicht fotografieren ließ und mit vier Handys jonglierte.
Verliebt in Amerika. In New York verliebte sie sich in Amerika, das sie früher, so ihr Ex-Gatte, „herunter machte“. Ihr „tolles Leben“ dokumentierte sie – als wohl erster Facebook-Spion – am Web, posierte fröhlich vor Freiheitsstatue, am Times Square. Jetzt ist ihre neu entdeckte Liebe für Amerika wohl vorbei: Sie schmort in Einzelhaft in einem Brooklyn-Häfn.

# 4. Juli: US-Reporter

New York. Trotz hoher Arbeitslosigkeit (9,5 Prozent), Ölpest im Golf und Afghanistan-Endloskrieg feierte Amerika seinen 235. Independence Day (anlässlich der Paraphierung der Unabhängigkeitserklärung von den Briten 1776) pompös: Am Hudson-Fluss vor der New Yorker Skyline detonierten 26 Minuten lang 44.000 Feuerwerkskörper für eine spektakuläre Feuerwerksshow. Zwei Millionen drängten sich bei brütender Sommerhitze (36 º C).
Obamas BBQ. In der Kapitale D. C. wurde mit einem Megakonzert im Prachtpark National Mall an die Geburtsstunde der USA erinnert, in vielen Metropolen jedoch extravagante Feuerwerke wegen Budgetmittelknappheit gestrichen. Präsident Obama, der am Rasen vor dem White House für Militärfamilien Würstel grillte, erinnerte an Amerikas Durchhaltekraft in „schweren Zeiten“.

New York. Durch verführerische Fotos und Reports über ausgelassenen Sex wurde die in New York verhaftete Russenspionin Anna Chapman (28) als „Bond-Girl“ zur weltweiten Mediensensation: Doch nun erzählte ihr Anwalt, dass der weiter in Brooklyn in Isolationshaft schmorenden Chapman die Bilder nun „peinlich sind“. Ihr Vertreter verneint das Image einer Femme Fatale: „Sie war wie viele junge Frauen in New York, arbeitete als erfolgreiche Geschäftsfrau, ging am Abend aus – und traf Männer“.

# 4. Juli: Afghanistan: Surge II

Es war eine schlichte Zeremonie vor der Sicherheitskräfte-Zentrale in Kabul, Afghanistan. Bloß vier Soldaten paradierten mit US- und Afghanenfahne kurz auf und ab, General David Petraeus (57) stieg vor das Holzpodium: „Es ist eine harter Mission“, begann der neue Chef von 140.000 US- und NATO-Truppen. Dann Durchhalte-Parolen: „Wir werden siegreich sein“.
Der Afghanistankrieg – der nach dem Jumbo-Horror des 11. September 2001 (3.000 Tote) mit dem Kampf gegen Al-Kaida-Stellungen und das Osama bin Ladens Terrornetz Unterschlupf gewährende Taliban-Regime begann – ist heute mit fast neun Jahren Amerikas längster Waffengang aller Zeiten, länger gar als Vietnam. Trotz 1.074 toten GIs und derzeitigen, monatlichen Kriegskosten von neun Milliarden Dollar gelang keine Stabilisierung des Landes. Die korrupte Regierung von Präsidenten Hamid Karzai ist dazu „kein stabiler Polit-Partner“, so US-Kommentatoren.
Jetzt setzt US-Präsident Barack Obama mit der Ernennung seines größten Stargenerals nochmals alles auf eine Karte: Petraeus, der dem wegen eines beleidigenden Magazin-Interviews „Pöbel-General“ Stanley McChrystal nachfolgt, soll am Hindukusch seinen Erfolg im Irakkrieg wiederholen. Dort implementierte der mit Bestnoten von der Militärakademie graduierte, auch diplomatisch versierte „Superstargeneral“ Anfang 2007 unter heftigem Widerstand in den USA implementierte Anti-Aufständischen-Strategie, Obama-Vorgänger George Bush stellte 30.000 zusätzliche Gis bereit. Petreaus Truppen vertrieben Freischärler aus Bagdad-Bezirken, Truppen hielten die Zonen. Stammesführer am Land erledigten dank Millionenzahlungen den Kampf gegen Al-Kaida-Terrorzellen.
Petraeus wandte den vollen Bürgerkrieg ab, sein unerwartete Erfolg machte ihn zur Legende: Innerhalb weniger Monate fiel die Zahl der Zivilopfer von über 2.000 pro Monat auf knapp tausend. Die Opferrate unter US-Soldaten stieg durch die Hinterhalte bei den Gefechten in den Gassen der Bagdad-Slums auf 121 Tote im Mai 2007 (der zweithöchsten Opferbilanz des Krieges), doch lag im folgenden Dezember bei 23.
Doch es wird gewarnt: „Der Krieg in Afghanistan ist kaum vergleichbar mit dem Irak“, so NBC-Reporter Richard Engel, der beide Waffengänge erlebte. Beim blutigen Sturm auf die Taliban-Hochburg Mardschah im Frühjahr ließen sich die Taliban-Kämpfer nicht permanent vertreiben, lokale Führer misstrauen dazu weiter den US-Truppen. „Ernste Probleme“ attestierte zuletzt CIA-Chef Leon Panetta dem Kriegsplan. Der geplante Sturm auf die Taliban-Geburtsstätte Kandahar wurde bereits in den Herbst verschoben. Mit 102 Toten, 60 davon US-Gis, wurde der Juni zum blutigsten Monat der NATO-Operationen dort. Dazu fällt Karzai, dem Heroinsucht nachgesagt wird, den USA ständig mit Geheimverhandlungen mit den Taliban in den Rücken. Doch auch die Talban erleiden schwere Verluste: 80 Kämpfer starben bei einem NATO-Vorstoß, 16 Tonnen Rauschgift wurden beschlagnahmt.

# 4. Juli: „Harte Mission…“

Der neue US-Afghanistan-General David Petraeus (57) macht sich nichts vor: „Es wird eine harte Mission“, sagte er beim Amtsantritt in Kabul.
Kabul. Der Chef von 140.000 NATO-Truppen gab Durchhalteparolen aus: „Wir werden siegen!“ Doch der Afghanistankrieg, der nach dem 9/11-Terrorhorror begann, ist mit fast neun Jahren Amerikas längster Krieg, und scheint aussichtslos. Trotz 1.074 toten GIs und Monatskosten von neun Milliarden Dollar gelang, auch wegen der unverlässlichen, korrupten Regierung von Hamid Karzai, keine Stabilisierung.
Nun setzt US-Präsident Barack Obama mit der Ernennung seines größten Stargenerals alles auf eine Karte: Petraeus, der dem als „Pöbel-General“ gefeuerten Stanley McChrystal nachfolgt, soll seinen Erfolg im Irakkrieg wiederholen.
Ist der Erfolg im Irak in Afghanistan wiederholbar?
Dort implementierte der Superstargeneral 2007 eine Anti-Aufständischen-Strategie mit 30.000 Zusatztruppen. US-GIs vertrieben Freischärler aus Bagdad-Bezirken, hielten die Zonen. Petraeus wandte den Bürgerkrieg ab, innerhalb weniger Monate fiel die Zahl der Zivilopfer von 2.000 pro Monat auf tausend.
Eine Wiederholung des Erfolges sei in Afghanistan keinesfalls garantiert, wird gewarnt. Beim jüngsten, blutigen Sturm auf den Ort Mardschah ließen sich die Taliban-Kämpfer nicht permanent vertreiben, die Offensive gegen Kandahar wurde verschoben. Mit 102 toten Soldaten wurde der Juni zum blutigsten Monat für die NATO. Doch auch die Taliban erleiden Verluste: 80 Kämpfer starben bei einem Vorstoß.

# 5. Juli: Anne die Kanone…

Die vom FBI in New York verhaftete Russenspionin Anna Chapman (28) war eine Kanone im Bett, so ihr britischer Ex-Gatte Alex Chapman.
New York/London. Der Sex mit ihr wäre „großartig“ gewesen, erzählte der ehemalige Psychologie-Student, der mit der russischen Diplomaten-Tochter verheiratet war (2002 – 2006) Ihr Körper, Traummaße 90-60-90, „war einfach unglaublich“, sagt der Brite Alex Chapman (30): Sie trieben es im Flugzeugklo, setzten auf Sexspielzeug und S&M-Rollenspiele, erzählte er dem Britenblatt News of the World. Er knipste erotische Fotos, wo sie sich morgens nach Sexmarathons barbusig im Bett rekelte.
Das Bondgirl schmort weiter in einer Einzelzelle in einem Brooklyn-Häfn. Sie war mit zehn weitern Russenspionen festgenommen worden. Laut ihrem Anwalt habe sie „Angst vor der Abschiebung“. Die durch die Weltpresse rotierenden Nacktfotos seien ihr „peinlich“. Doch es hilft wenig, der Strom schlüpfriger Details reißt nicht ab: Im Jahr 2002 etwa schickte er sie bei einem British-Airways-Flug nach Moskau vor zur Toilette, klopfte an. Alex: „Sie hatte eine Denimdress an, ich zog aus hoch und wir machten uns dran“.
Ex: „Sie liebte Sexspiel-zeug und S&M-Spiele…“
Der junge Mann blieb ahnungslos über das mögliche Doppelleben der Tochter eines Ex-KGB-Mannes. Komisch kam ihm nur vor, dass einmal – zunächst abgewiesen vor einem Moskauer Nightclub – eine „Art persischer Prinz“, wie er sagt, in einem Lamborghini die Türsteher zum Durchwinken anwies. Alex: „Ich hatte keine Ahnung, welch gute Verbindungen sie hat“. Dass sie bei erotischen Spielen die Domina-Rolle einer KGB-Agentin wählte, „mit Peitsche und allem drum und dran“, oder James-Bond-Filme liebte, maß er kaum Bedeutung zu.
Das Paar lebte sie auseinander, als sie sich nach Materiellem sehnte. Später paarte sie sich mit reichen Männern, ein Schweizer Banker etwa kaufte ihr eine Cartier-Uhr um 26.000 Dollar. Der Brite behauptet, mit Chapman via Handy in der Haft telefoniert zu haben: „Sie viel ist passiert“, hauchte sie. Und: „Mach dir keine Sorgen…“

# 6. Juli: Es queent in New York

New York. Die nur auf fünf Stunden anberaumte Stippvisite begann für die 84-Jährige Queen mit einem Friedensappell an die Welt vor der UN-Vollversammlung am East River, dann legte die Monarchin am Tatort des Terroranschlages des 11. September 2001, Ground Zero, einen Kranz für die fast 3.000 Todesopfer nieder. Sie eröffnete dazu einen speziellen „Gedenkgarten“ nahebei für die 67 Briten, die in dem Inferno ums Leben kamen. Tausende Sicherheitskräfte bewachten ihren Konvoi, darüber knatterten Polizeihubschrauber.
Stromausfall. Die Reise der Queen in den Big Apple – die zuerst neun Tage in Kanada verbrachte und den 143. Geburtstages des Ahornstaates feierte – ist überschattet von einer extremen Hitzewelle. Bei Temperaturen von bis zu 38 Grad verließ sie ihre klimatisierte Karosse stets nur kurz. Beim Besuch davor in der Kanada-Metropole Toronto gingen in dem Hotel, wo die Queen, Gatte Prinz Philip und ihre Entourage wohnten, durch einen Stromausfall die Lichter aus. Wegen der Gluthitze explodierte ein Transformator.
Keine „High Five“. Massenblätter unterrichteten die New Yorker über die passende Etikette: Keine „High Fives“ vor allem und kein Zurufen von „Liz“ oder „Queenie“, so die Anweisungen. Aber es gibt auch leichte Kritik an der Kürze des Besuches: „Was kann ein Besucher in einem halben Tag hier schon erleben“, schrieb die New York Times.

# 6. Juli: US-Reporter

New York. New York und die US-Ostküste stöhnt unter der schlimmsten Hitzewelle seit neun Jahren: Eine Messstation in der Bronx zeigte 43 Grad an, auch in der US-Hauptstadt Washington D.C. stieg das Thermometer auf 42 Grad. Durch zusätzlich hohe Luftfeuchtigkeit warnten die Behörden vor einer „gefährlichen Situation“, vor allem für Alte und Kleinkinder.
Kühlzentren. In New York sperrten 100 Kühlzentren auf, Strände und Bäder wurden überrannt. Wegen der Überlastung des Netzes kam es zu ersten Stromausfällen, darunter 700 Kunden verloren in der Bronx, 100 in Queens. Der Stromversorger warnte vor einem Rekordverbrauch – und verheerenderen „Blackouts“.

Washington. Beim letzten Treffen ließ US-Präsident Barack Obama – vergrämt über die Siedlungspolitik – Israels Benjamin Netanjahu durch die Hintertür abtreten. Eine totale Demütigung. Am Dienstag erhielt Netanjahu nun jedoch mit Oval-Office-Gespräch, gemeinsamer Pressekonferenz und Arbeitsessen wieder die höchsten Ehren. Es ging um den Iran und Nahostfrieden.

# 7. Juli: Lugner wartet auf Lohan

Eine gnadenlose Richterin in L.A. verdonnerte die heulende Skandalnudel Lindsay Lohan (24) zu 90 Tagen Haft und 90 Tagen Entzug.
Los Angeles. Lohan erhielt die harsche Strafe für drei Amok-Fahrten im Alk- und Koks-Dunst in 2007. Sie kam zunächst auf Bewährung frei, doch verletzte ständig deren Auflagen: Der Mean-Girls-Filmstar verpasste neun Stunden zur Alkoholaufklärung. Die Liste ihrer Entschuldigungen war so lange wie lächerlich: Da war das Begräbnis eines Onkels, das sie niemals besuchte, oder der „gestohlene Pass“, wegen dem das beim Filmfest in Cannes feiernde Partyluder nicht zeitgerecht zurückkehren hätte können.
Richterin Marsha Revel platze der Kragen: „Frau Lohan macht was sie will“, schnappte sie vom Richterpult, brummte ihr sogar eine dreimal so lange Haftstrafe auf, als selbst die Anklage gefordert hatte.
Unter Heulkrämpfen flehte Lohan um Gnade: „Für mich ist das kein Witz“, schluchzte sie: „Das ist mein Leben, meine Karriere, ich habe die Auflagen erfüllt so gut ich konnte“. Es waren Krokodilstränen. Denn was sie wirklich vom Gesetz hält, kritzelte sie auf einen Fingernagel: „Fuck u!“ (Verpiss dich!) stand da am Mittelfinger.
Gerät sie vor Haftantritt ganz außer Kontrolle?
Das Urteil konnte sie zunächst gar nicht glauben. Millionen sahen live am Internet zu, als Richterin Revel die ersten 30 Tage Haft verlautete, Lohan die Augen weit aufriss, stammelte: „Was?!“ Sie vergrub ihr Gesicht in den Händen, krümmte sich als 60 weiter Tage hinzukamen.
Lohan muss am 20. Juli die Haftstrafe im Frauengefängnis im LA-Stadtteil Lynwood antreten, der Anstalt in der auch Party-Girl Paris Hilton 2007 einsaß. Dort erhält sie eine Einzelzelle, wird von „anderen Häftlingen abgeschirmt“, so der Sheriff. Besuche gibt es nur am Wochenende. Das Starlet fiel nach dem Urteil ihrer neuen Freundin, der hübschen Israelsoldatin Eilat Anschel in die Arme.
„Ich hoffe, sie tut sich nichts an“, warnen Freunde. Andere fürchten, dass sie in den zwei Wochen schwere Alk- und Drogen-Rückfälle erleiden könnte. Eine Serie von Abschiedspartys sei geplant. Es wäre ein Teufelskreis: Sie trägt weiter den SCRAM-Alk-Monitor, muss zu Drogentests. Jeder neue Rausch würde die Haft verlängern.
Klar ist, dass sie nun endgültig andere Sorgen hat, als Baumeister Richard Lugner die 200.000 Euro Gage für die geschwänzte Opernball-Teilnahme zu retournieren. „Ich hoffe noch immer, dass sie Ende September stattdessen zur Party 20 Jahre Lugner-City kommt. Wenn sie sich brav benimmt, kommt sie ja vielleicht früher aus dem Gefängnis, dann geht sich das aus“, so Lugner: „Und hoffentlich führt sie mich nicht so hinters Licht wie beim Opernball“.

# 7. Juli: The Heat is on…

Die extreme Hitzewelle röstet weiter New York und die ganze US-Küste: Bereits gab es das erste Todesopfer, Tausende sind ohne Strom.
New York. Auf 39,4 Grad kletterte die Quecksilbersäule im Central Park, örtlich wurden über 40 Grad gemessen. Es war der heißeste Tag im Big Apple seit 33 Jahren, nur unmerklich kühler als der absolute Rekordhitzetag von 41,1 Grad in 1936. Der Hitzehorror erstreckte sich von Washington D. C. bis Boston. In Philadelphia starb eine 91-Jährige an Hitzschlag.
Sturm auf Kühlzentren. New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg warnte vor „unnötigen Aktivitäten im Freien“. Die 100 Kühlzentren für Bewohner ohne Klimaanlagen wurden gestürmt. Touristen am glutheißen Times Square kühlten sich unter Gejohle in der Gischt eines aufgedrehten Wasserhydranten ab. Der Mittwoch begann mit Frühtemperaturen von fast 30 Grad. Eine leichte Abkühlung wird erst Ende der Woche erwartet. 70 Personen wurden bisher mit Hitzebeschwerden in Spitäler eingeliefert.
Doch die größte Bange: Hält im Surren der Millionen Klimaanlagen das Stromnetz? 10.000 Kunden im Großraum New York mussten bereits Ausfälle erdulden. Die Gluthitze verformte auch die Schienen der Regionalzüge, es kam zu Behinderungen.

# 8. Juli: Hollywood-Stories

Filmstar Demi Moore (47) hält sich unter anderem mit Schönheitsoperation jung, doch auf anderer Front zeigt sie Reife: Das turbulente Leben der Film-Diva (Ghost) – Sex-Symbol, Gattin von Haudegen Bruce Willis (55), Mutter dreier Kinder und zuletzt glücklich wiederverheiratetet mit Toyboy Ashton Kutcher (31) – gibt aus ihrer Sicht jetzt genug Stoff her für eine fesselnde Auto-Biografie. Mit dem US-Topverlag Harper Collins schloss sie einen Buchdeal um zwei Millionen Dollar ab, 2012 soll das Tell-All im US-Buchhandel landen. Mit Spannung erwartet wird da Moores Outing der „turbulenten Beziehung“ mit ihrer Alkoholiker-Mutter Virginia King, die mit Demi und neuem Lebenspartner 40 Mal umzog.
Karriere-Sprint. Moore zeigt neuerlich, dass sie sich trotz fortgeschrittenem Alter mit eiserner Disziplin beim Vorantreiben ihrer Hollywood-Karriere nicht unterkriegen lässt. Moore hält ihre Präsenz auf der Kinoleinwand aufrecht: Zuletzt besprach sie im New Yorker Restaurant Uncle Jack´s Steakhouse mit Filmstar Selma Hayek (43) ein neues Filmprojekt, am ehesten eine Komödie, so Insider. In Kürze dreht sie das Wall-Street-Drama Margin Call über den Finanzcrash 2008. Und im Remake des französischen Films LOL spielt sie die Stiefmutter einer von ihrem sexuell aktiven Freund versetzten Miley Cyrus (18). Mit von der Partie ist auch Twilight-Jungstar Ashley Greene (23). Moores Kalkül offenbar: Die Parade mit den Jungstars über den Premierenteppich dürfte für sie zum neuen Jungbrunnen werden.
Baby? Dass sie mit ihrem um 15 Jahre jüngeren Gatten noch locker mithalten kann, demonstrierte sie jüngst in einem New Yorker Nightclub, als sie, sexy im engen Dress, bei einer Party bis in die Morgenstunden Cocktails kippte. Ihre Kinderpläne mit Kutcher sorgen dazu weiter für Aufsehen: „Wir haben darüber gesprochen“, erzählte sie, „und würden es gerne versuchen“. Per In-Vitro könnte es gelingen – gerade erwartet die gleichaltrige Travolta-Frau Kelly Preston Zwillinge. H. Bauernebel

Wer wäre nicht gerne George Clooney? Der 49-Jährige, graumelierte Hollywood-Sir, zu sehen im TV in ??, hielt lässig vor seiner Prachtvilla am idyllischen Comer See ein Glas Champagner in der Hand – während seine Italo-Beauty-Freundin Elisabetta Canalis (31) im gewagten G-String-Bikini das Motorboot startklar machte. Clooney verbringt einen weiteren „Sommer der Liebe“ in Italien. Seine Beziehung mit der kurvigen TV-Persönlichkeit wird als dauerhaft beschrieben. Freunde jubeln bereits, dass sie seine Playboy-Tage beendete.
Lausiger Gatte? Doch Heiratsgerüchten begegnet Clooney schroff: Er habe „die Ehe bereits einmal versucht“, sagte er. Doch da er dauernd arbeite, würde Frauen „rasch langweilig, fügte er an: Er gebe einen „lausigen Gatten ab“. Davon scheint die bildhübsche Italienerin noch nicht betroffen: Sie begleitet ihn zu Dreharbeiten, hängte sichtlich angetan an ihm im knallroten Kleid bei der Oscar-Gala.
Bond-Alarm. Auch Clooneys Filmkarriere schnurrt: Im Streifen The American dürfte er als bestens gekleideter, stahlbenervter Auftragskiller selbst James Bond neidisch machen, schrieb People. Prompt wird spekuliert, ob Clooney nicht doch noch in der Rolle als 007 landet. Dazu dreht er gerade das Drama The Descendants und plant den Streifen Suburbicon.
Doch am meisten wird gestaunt über seine Liebe zu Elisabetta: Bei einem Segelturn stellte er ihr Ex-Flamme Karen Duffy (49) vor, ein Zeichen, dass er sie in seinen Freundeskreis einführt.

# 8. Juni: Spy Babe…

New York. Als Star des vom FBI ausgehebelten Russen-Spionagerings wurde Anna Chapman (28) als „Spy Babe“ und „Bond Girl“ zur Mediensensation: Seit über einer Woche dominieren Details ihres, offenbar recht aktiven Sexlebens die Weltpresse. Ihr Ruhm könnte sich nach der Überstellung nach Moskau im geplanten „Gefangenenaustausch“ weiter vergrößern: Tell-All-Bücher oder Hollywood-Filmvorlagen sind denkbar. Besonders in ihrem Heimatland Russland ist die schöne Anna ein Superstar, im Internet explodierten die Fangruppen.
Image-Korrektur? Seit 27. Juni schmorte die sexy Spionin, die sich mit tiefem Dekolleté an mögliche Informanten in New Yorks Finanz- und Politzirkel ranwarf, im Brooklyn-Häfn Metropolitan Detention Center in Isolationshaft. Hektisch versuchte sie eine Image-Korrektur, bestand darauf, eine „erfolgreicher Geschäftsfrau“ und kein „spionierendes Partyluder“ zu sein. Laut ihrem Anwalt sei sie empört über ihren britischen Exgatten Alex: Der hatte Nacktfotos von ihr, auf einem posiert sie gar mit einem Vibrator, an Britenblätter verscherbelt, schwadronierte über Sex-Marathons, Flugzeugklo-Quickies oder S&M-Sitzungen. „Ich habe für die Fotos nur posiert, da ich dachte, die sind privat“, so Chapman. Die Erzählungen ihres Ex seien „alles nur Lügen“. Hilfe kommt nun auch von ihrer Mutter, Irina Kushchenko: „Meine Tochter ist keine Mata Hari“, spielte sie auf den Tarnnamen der legendären Stripperin an, die in Frankreich während des zweiten Weltkrieges wegen Spionage für die Nazis exekutiert wurde.

# 8. Juli: 90 Tage für Lindsay…

Party-Luder Lindsay Lohan (24) steht weiter unter Schock über die Verurteilung zu 90 Tagen Haft und 90 Tagen Entzug durch die strenge L.A.-Richterin Marsha Revel wegen Alk- und Koks-Amokfahrten im Jahr 2007. Freunden gegenüber nannte sie Revel eine „verdammte Schlampe“, so TMZ, die sie „hasst“. Eine Party zu Ehren ihres Geburtstages ließ Lohan sausen. Ein Freundin warnte gegenüber „Fox News“: Ich hoffe, sie tut sich nichts an“.
Es dämmert dem Partygirl wohl, welch düstere Zeit auf sie zukommt wenn sie am 20. Juli ihre Haft Frauengefängnis im LA-Stadtteil Lynwood antritt. Die Zelle ist spartanisch: Eine grüne Kunstlederpritsche, ein an der Wand montierter Tisch. Make-Up und Handy muss sie abgeben, statt geräuchertem Lachs gibt es „Oreo“-Kekse, Donuts, „Ramen“-Nudeln und Kakao. Der Filmstar („Mean Girls“) wird von Schwerverbrecherinnen „abgesondert“, so Sprecher Steve Whitmore: Den Großteil ihrer Haft wird sie alleine in der Zelle verbringen.
Einziger Trost: Da die Haftanstalten in Kalifornien notorisch überfüllt sind, sitzen Verurteilte meist nur ein Viertel der Strafe ab – 25 Tage in Lohans Fall. So viel Glück wie ihre prominente Vorgängerin als Lynwood-Häftling, Hotel-Blondine Paris Hilton (29), dürfte sie nicht haben: Hilton war 2007 schon nach 72 Stunden entlassen worden, durfte den Rest der Haft unter „Hausarrest“ in ihrer Luxus-Villa verbringen.
Lohan könnte stattdessen wegen ihrer auf einen Fingernagel gekritzelten „Fuck-You“-Botschaft an die US-Justiz noch mehr Häfn drohen: Denkbar, so Experten, sind neue Anzeigen wegen „vulgärem Benehmen“ oder „Verachtung des Gerichtes“.
Aufgedeckt ist nun auch Lohans exzessiver Medikamenten-Konsum: Drogentests enthüllten hohe Werte der Mittel „Nexium“ (gegen Magensäure), „Zoloft“ und „Trazodone“ (Antidepressiva), Adderall (gegen Aufmerksamkeitsdefiztitstörung) und „Dilaudid“ (ein narkotisches Schmerzmittel). Der verordnete Entzug dürfte ihr gut tun.

# 8. Juli: US-Reporter

Los Angeles. Polizei-Coup in Kalifornien: Die Kripo überführte den Müllmann Lonnie Franklin Jr. (57) als einen der brutalsten Serienmörder seit langem: Zwischen 1985 und 2007 hatte der Killer zehn Opfer, neun davon schwarze Frauen, die meisten Prostituierte, brutal ermordet. Er vergewaltigte, erschoss oder erwürgte sie. Die Cops nannten ihn „Grim Sleeper“ (Grimmiger Schläfer), da er eine 14 Jahre lange „Mordpause“ einlegte. Überführt wurde Franklin per DNA: Sein Sohn war wegen eines anderen Vergehens verhaftet worden, sein mit der Verbrechen-Datenbank abgeglichenes Erbgut erwies sich als ähnlich mit dem des Serienkillers.
DNA-Test. Sein Vater wurde observiert, die Cops nahmen eine Probe von einem Kaffeebecher: Volltreffer! Es droht die Todesstrafe.

Bahamas. Seit zwei Jahren jagt die Polizei den 19-Jährigen Colton Harris-Moore. Berüchtigt als „Barfoot Bandit“ soll er Hunderte Einbrüche begangen, drei Flugzeuge und eine 450.000 Dollar teure Jacht gestohlen haben. Die Flieger ließ er stets nach Bruchlandungen zurück. Jetzt herrscht Alarm in den Bahamas, nachdem ein im US-Staat Indiana gestohlenes Propellerflugzeug vor der Küste des Karibikstaates eine Bruchlandung hinlegte. Es wurde eine Großfahndung gestartet – bisher erfolglos.

# 8. Juli: Sturm-Gefahr im Öl-Golf

Neue Sturm-Gefahr im durch die BP-Katastrophe verölten Golf von Mexiko: Nördlich der mexikanischen Yucatán-Halbinsel formierte sich eine tropische Depression. Mit einer Intensivierung in Tropensturm „Bonnie“ wurde gerechnet, nach Hurrikan „Alex“ der zweite Sturm der Hurrikan-Saison. Ausläufer dürften wieder durch hohen Seegang die Ölreinigungsarbeiten vor der US-Golfküste schwer behindern. Der Öl-Multi BP glaubt inzwischen, das „Deepwater“-Monsterleck durch zwei Entlastungsbohrungen nun bereits Ende Juli statt August schließen zu können.