# 1. August: Chelsea runderneuert?

Verspottet noch von US-Medien während ihrer Zeit im White House mauserte sich Chelsea Clinton zur hochattraktiven Braut. Die Schönheitschirurgie hat dabei geholfen, so Experten: Das Skalpell soll im Zahnbereich zum Einsatz gekommen sein, „zurechtgebogen“ sei auch Nase und Kinn. An der Nase sei ein Buckel entfernt worden, so Chirurgin Jennifer Walden, die Nasenflügel wären verengt. „Sie hat ihr Aussehen über die Jahre verbessert“, sagt Walden: „Chelsea zeigt weniger Zahnfleisch, die Nase passt jetzt ins Gesicht“.

# 2. August: Iran im Visier

Die USA verschärft das Säbelrasseln gegen das offensichtlich nach Nuklearwaffen strebende „Mullah“-Regime Teherans: Generalstabschef Mike Mullen gab jetzt in einem TV-Interview erstmals zu, dass die US-Streitkräfte einen militärischen Angriffsplan gegen den Iran fix und fertig im Pentagon liegen haben. Doch Mullen bezeichnete Militärschläge nur als „eine Option“ – eine „unerwünschte“ noch dazu, wie er sagte. Dennoch stellten die USA neuerlich klar, dass sie die Entwicklung einer iranischen A-Bombe nicht hinnehmen würden. Ähnliche Kriegsplanungsarbeiten wurden zuletzt auch aus Israel vermeldet.

# 2. August: Ans Stopfen!

Crews des Ölmultis BP begannen mit der finalen Phase beim Versuch, das Monsterleck nach der Explosion der Plattform „Deepwater Horizon“ permanent zu schließen. Vor zwei Wochen war ein provisorischer „Deckel“ auf das lecke Bohrloch montiert worden, der den Ölfluss vorerst weitgehend stoppte. Doch die US-Behörden sorgen sich um das Entstehen neuer Lecks. Jetzt pumpen Arbeiter wieder zähen Bohrschlamm in die Leitung, um den Druck aus den Tiefen des Öl-Reservoirs zu begegnen. Danach soll mit Beton das Bohrloch endgültig versiegelt werden.
Der Methode mit dem Codenamen „Static Kill“ werden größere Erfolgschancen eingeräumt als die früher gescheiterte, technisch ähnliche Operation „Top Kill“. Durch die bereits installierte Dichtung sehen die Ingenieure bessere Möglichkeiten, den Schlamm in die Tiefen pressen zu können.
Für das Öldrama im Golf von Mexiko sind es „entscheidende Tage“, so Experten im US-TV: Denn gleichzeitig stehen die beiden 5.400 Meter tiefen Entlastungsbohrlöcher vor der Fertigstellung. Durch die soll die Leitung auch tief unten nahe des Ölreservoirs zubetoniert werden.
In über 100 Tagen sind bei der größten Ölkatastrophe Amerikas 690 Millionen Liter Rohöl ins Meer geströmt, die Tierwelt und der Tourismus in den US-„Golfstaaten“ erlebten das größte Desaster aller Zeiten. US-Präsident Barack Obama zwang BP, einen Entschädigungstopf von 20 Milliarden Dollar einzurichten. Der Ölmulti schrammte knapp am Rande des Ruins, der Boss, Tony Hayward, musste gehen.

# 2. August: Lindsay, freie Frau

Hollywood-Skandalluder Lindsay Lohan (23) wurde überraschend in einer Nacht-und-Nebelaktion aus ihrer kargen Zelle entlassen. Montag, um exakt 1:35 Uhr Ortszeit (10:35 Uhr MEZ) öffneten sich in der LA-Haftanstalt Lynwood für die gefallene Jung-Actrice („Mean Girls“) die Gefängnistore. Die nächtliche Stunde wurde gewählt, um den Ansturm der Paparazzi in Grenzen zu halten. Lohan dünstete nur 14 Tage der totalen 90-Tage-Strafe wegen Alk- und Koksfahrten im Jahr 2007. Der Sheriff ließ sie laufen wegen „guter Führung“ und der durch die Überfüllung der Kalifornien-Häfn gängigen Praxis, bei nicht gewalttätigen Insassen die Strafdauer zu verkürzen.
Lohan wurde sofort in die Klinik „UCLA Medical Center“ überstellt, wo sie einen 90 Tage langen – ebenfalls von der strengen Richterin Marsha Revel angeordneten – Drogen-Entzug samt psychologischer Therapie beginnt. Davor platzte gleich die nächste Bombe: Lohen soll dort vor allem gegen ihrer Sucht auf die synthetische Droge Methamphetamin („Meth“) sowie den Missbrauch von Opiaten, behandelt werden, so die Promi-Website TMZ. Dazu sei bei einer medizinischen Untersuchung eine bipolare Störung diagnostiziert worden. Lohans Anwältin Shawn Chapman Holley bestritt den explosiven Report.
Das Gericht hatte auch ein Ansuchen abgeschmettert, wonach die in den letzten Jahren als exzessives Partyluder gestürzte Schauspielerin 24 Stunden nach dem Ende ihrer Haft eine kleine „Pause“ für Besuche von Freunden und Familien einlegen hatte wollen. Die Richterin erlaubte nur den Wechsel der Klinik: Zuerst hätte Lohan in der Anstalt „Morningside Recovery“ südlich von L.A. therapiert werden sollen. Nach „Sicherheitsbedenken“ wird sie nun im UCLA-Spital behandelt. Sie wurde gewarnt: Jeder Verstoß gegen die strikten „Rehab“-Regeln könnte ihr eine neue Runde Knast einbringen. Der Entzug gilt „als ihre letzte Chance“, so Vater Michael.
Ganz abschreiben will sie niemand: Sollte sie es schaffen, ihre persönlichen Probleme hinter sich zu lassen, ist auch ein Fortgang der Filmkarriere der talentierten Actrice möglich. Ein Experte im US-TV: „Hollywood liebt Comeback-Stories“.

# 2. August: Schlimmster Ölunfall aller Zeiten

Schock in Amerika durch neue Horrorzahlen von US-Wissenschaftlern: Der BP-GAU ist nun offiziell das ärgste Ölunglück aller Zeiten.
New Orleans. Nach den bisher genauesten Schätzungen schossen 779 Millionen Liter Rohöl aus dem Leck der vor 106 Tagen explodierten Plattform Deepwater Horizon – sechseinhalb mal so viel wie beim Exxon-Valdez-Unfall 1989 und auch mehr als nach dem Sinken der Plattform Ixtoc-1 vor der Mexikoküste 1979. Damit ist das Desaster das größte bekannte Ölunglück aller Zeiten. BP gelang zwar, 127 Millionen Liter mit Trichtern vom Leck in 1.500 Meter Seetiefe abzusaugen – doch 546.666 Tonnen der Giftbrühe flossen in den Golf von Mexiko. Die Bilanz in Amerikas größtem Ökodesaster ist grimmig: 3.052 Vögel wurden tot gefunden, 494 Meeresschildkröten und 64 Delfine. Sumpfgebiete, wo 400 Tierarten leben, wurden verseucht, der Tourismus kam an den verölten Stränden von Louisiana bis Florida zum Erliegen. Insgesamt wurden 1300 Küstenkilometer versaut.
Bringt „Static Kill“ das Ende des Öl-Albtraums?
Der ramponierte Ölmulti BP, den jetzt auch noch Mexiko verklagt, rüstet zum finalen Abdichtungsversuch: Mit der Operation Static Kill soll zäher Bohrschlamm in die Leitung gepresst werden, um das aus dem 5.400 Meter tief liegenden Reservoir empor drückende Öl zu stoppen. Danach soll die Quelle mit Beton für immer versiegelt werden. BP musste zuvor noch ein Leck im Steuerungssystem eines jüngst installierten Dichtungsdeckels stopfen. Dann sollte Schlamm gepumpt werden.
Amerika fiebert einem Ende des Öl-Albtraums entgegen. Glückt Static Kill, könnte auf die Fertigstellung der Entlastungslöcher verzichtet werden. Die galten als bisher sicherste Variante beim Leckstopfen. Dabei musste BP neue Gerüchte dementieren: Es werde keinesfalls, durch die neuen Löcher doch noch Öl gefördert – die Horrorquelle bleibt auf alle Zeiten versiegelt.

# 3. August: Lady Gaga…

Sie ist bekannt für schrille Bühnenshows, bunte Perücken, wirre Auftritte: Doch mit dem jüngsten Interview im US-Magazin „Vanity Fair“ schlägt Popdiva „Lady Gaga“ (24) („Alejandro“) dem Fass den Boden aus: Sie vermeide den Beischlaf, da sie den Verlust ihres kreativen Mojos befürchte, welches sie in ihrer Vagina platziert vermutet. Gaga: „Ich habe diese Furcht, wenn ich mit jemanden schlafe, mir durch meine Vagina die Kreativität geraubt wird“. Sie räumte ein: „Klar, ficke ich, aber ich schlafe nicht exzessiv herum“. Auf einer Fotostrecke in dem Magazin ließ sie prompt die Hüllen fallen.
Der Senkrechstarter-Star gab den legeren Umgang mit Drogen zu: Heroin mache ihr zwar „große Angst“, aber Koks schnupfe sie gerne, wenn auch nur „gelegentlich“. Und das sollte keinesfalls als Signal an ihre Fans missverstanden werden, so die New Yorker Wahlblondine: „Meine Fans sollen nicht glauben, man brauche das, um großartig zu sein“, sagte sie. Sie gab zu, dass sie sich stets „einsam“ fühle – auch wenn sie mit jemanden zusammen ist. Das sei der Preis als Künstlerin. Ihr Boyfriend, Barmann Luc Carl, dürfte das nicht gerne hören.

# 4. August: Obama, 49!

US-Präsident Barack Obama feierte am Mittwoch einen einsamen 49. Geburtstag. Während er in seine Wahlheimat Chicago flog, landeten Gattin Michelle und die beiden Töchter Sasha (9) und Malia (12) bei ihrem luxuriösen Urlaubstrip in Spanien. In einem Luxushotel am Mittelmeerstand in Marbella hatte die First Lady für sich, die Kinder, Freunde, Entourage und Bodyguards gleich 60 Zimmer gebucht. Michelle bezeichnete den Zweck der Reise als „Mutter-Töchter-Trip in der Begleitung alter Freunde“. Am Programm des viertägigen Urlaubes steht ein offizielles Treffen mit Spaniens König Juan Carlos, sowie ein Ausflug nach Granada. Dass Michelle ihren Gemahl seinen Geburtstag alleine feiern lässt, führte in den USA zu leichter Verwunderung. Kritisiert werden auch die Kosten des Aufenthaltes in dem Fünfsterne-Ressort (Zimmerpreise: 250 bis 5000 Euro pro Nacht). Der Pomp sei in Zeiten von Rekordarbeitslosigkeit unangebracht, so Kritiker.

# 4. August: Rekordstrafen für BP

Das Loch ist gestopft, doch jetzt kommen für BP die Rekordstrafen: Allein das Verpesten des „Golf“ könnte dem Multi 21 Milliarden Dollar kosten.
New Orleans. Der Öl-Multi BP jubelt zwar über jüngste Erfolge beim Stopfen des Horrorlecks nach der Explosion der Plattform Deepwater Horizon: Durch die jüngste Operation Static Kill wurde der erwünschte Druckausgleich erreicht – die Quelle ist nun stabil. Doch jetzt rollt die Welle horrender Strafen gnadenlos auf den Öl-Giganten zu: Nach den jüngsten Berechnungen flossen in 107 Tagen insgesamt 780 Millionen Liter aus dem Leck in 1.500 Metern Seetief aus. Einen Teil pumpte BP mittels Saugvorrichtungen ab, doch 615 Millionen Liter gelangten in den Golf von Mexiko: Dafür allein dürfte der Konzern nach dem US-Wasserreinhaltegesetz eine Rekordstrafzahlung von 5,4 Milliarden Dollar aufgebrummt bekommen. Doch sollte sich herausstellen, dass Leichtsinn dem Unfall provozierte (was nach schockierenden Enthüllungen über Sicherheitsverstöße erwartet wird), schnellt die Strafsumme auf ruinöse 21 Milliarden.
Finanziell am Abgrund. Der Konzern, dessen Aktien um 35 Prozent stürzten, steht damit weiter finanziell am Abgrund: US-Präsident Barack Obama hatte BP im Juni bereits 20 Milliarden Dollar in einen Entschädigungsfonds für die Opfer (Fischer, Touristenbetriebe, Ölarbeiter) einzahlen lassen. Die Reinigungsarbeiten von Stränden und Sümpfen verschlangen bisher über drei Milliarden, die Kosten der angelaufenen Welle an Sammelklagen wird im zweistelligen Milliardenbereich angesiedelt.
Betonpfropfen. Dabei erreichte BP mit dem Erfolg des Static-Kill-Schlammpumpens eine Wende in dem Öldrama: Acht Stunden lang zwängten Crews vom Bohrschiff Q4000 schweren Bohrschlamm in die Ölleitung und neutralisierten dadurch den Druck von unten. „Das ist eine echter Meilenstein“, freute sich BP-Sprecherin Shella Williams. Zum ersten Mal seit über drei Monaten sei das Monsterloch unter Kontrolle gebracht worden. Der Ölstrom ist gestoppt, der Druck ausgeglichen.
Bis Mitte August soll durch die zwei Entlastungsbohrungen in 5,400 Metern Tiefe mit dem Anbringen eines Betonpfropfens die Quelle auf alle Zeiten versiegelt werden. Geschätzt wird, dass noch 26 Prozent der Ölsuppe im Golf schwappen. Obamas Ökoberaterin Carol Browner: „Wellen, Gezeiten und Mikroorganismen lösen den Teppich rasch auf“.

# 5. August: Beton ins Bohrloch

Der Ölmulti BP begann bei der Ölpest im Golf vom Mexiko mit dem endgültigen Zubetonieren des Horrorlecks: Mit 365.700 Litern in das Bohrloch gepumpten, schweren Schlamm konnte in der Operation „Static Kill“ der Druck ausgeglichen, die Quelle unter Kontrolle gebracht werden. Jetzt lassen Crews Zement in das Loch rinnen, um es permanent zu versiegeln. Dabei besteht die US-Regierung weiter auf einer doppelten Dichtung: Die Bohrleitung soll auch am unteren Ende bis Mitte August durch zwei Entlastungsbohrlöcher zubetoniert werden. US-Präsidenten Barack Obama gab sich optimistisch: Beim langen Kampf gegen die Ölpest sei nun ein „Ende in Sicht“. Die US-Wetterbehörde NOAA behauptet, dass nur mehr 30 Prozent der insgesamt 780 Millionen Liter des ausgetretenen Öls im Meer treiben: Wellen, Gezeiten und die Sonnenhitze hätten den Teppich abgebaut, Reinigungscrews Öl verbrannt und aufgesaugt. Unabhängige Experten kritisierten den Report jedoch als zu „optimistisch“. Die ökologischen Langzeitfolgen des Öl-GAUs seien dazu unbekannt.

# 5. August: US-Reporter

San Francisco. Gewaltiger Sieg für Schwule und Lesben in den USA: Ein Richter in San Francisco hob das 2008 per Volksabstimmung erzwungene Verbot von Homo-Ehen in Kalifornien auf. Mit seiner argumentativ brillanten, kraftvollen, 135 Seiten langen Urteilsbegründung wurde Richter Vaughn Walker zum Helden der Schwulenbewegung: Das Eheverbot sie „nicht verfassungskonform“, donnerte Walker, „diskriminiere gleichgeschlechtliche Paare“. Dazu konnten die Verbotsbefürworter keine „rationalen Gründe“ nennen, warum Homo-Paare das Recht auf eine Heiratslizenz verwehrt werden müsse. Das Dokument liest sich wie eine Kampfschrift gegen die Intoleranz der Ehegegner.
„Governator“ Arnold Schwarzenegger nannte den Richterspruch einen „Meilenstein“. Kalifornien hatte zuerst Homoehen erlaubt, 18.000 Paare heirateten. Mit 52 Prozent sprachen sich die Wähler 2008 per Volksvotum („Proposition 8“) jedoch für ein Verbot aus. Richter Walkers Aufhebung landet jetzt in der Berufungsinstanz. Bis dahin bleiben Eheschließungen weiter untersagt, der Fall landet wohl beim US-Höchstgericht. Deren Entscheidung wäre dann jedoch ganz Amerika gültig.

Chicago. Mit First Lady Michelle und die Tochter Sasha durch ihren Spanien-Trip ausgeflogen und die ältere Tochter Malia auf Sommer-Camp, zelebrierte der US-Präsident seinen 49iger mit „alten Freunden“ in seiner Heimatstadt Chicago. Er schlemmte mit TV-Talkqueen Oprah Winfrey und Weggefährten im Nobelrestaurant „graham elliot“, 75 Fans jubelten Obama zu, als er mit schwarzer Jacke und offenem Hemdkragen das Lokal betrat. Dreieinhalb Stunden verbrachte die Runde beim Birthday-Dinner.
Ergraut. Michelle und die Kids gratulierten telefonisch, Michelle und Sasha riefen aus Marbella an, Sasha verwendete den einen, pro Woche erlaubten Anruf aus dem Ferienlager, um ihrem Daddy alles Gute zu wünschen. Für Obama wäre es der „Höhepunkt des Tages“ gewesen, so sein Sprecher. Obama, sichtlich ergraut nach 19 Monaten in der Knochenmühle des Oval Office, wollte keine Geburtstagstorte, scherzte: „Change ist hart, deshalb habe ich all die grauen Haare“.

# 5. August: Blutdiamanten

Den Haag. Bei der mit Hochspannung erwarteten Zeugenaussage von Naomi Campbell (40) gestand das farbige Supermodel, dass sie 1997 Diamanten erhielt. Ob die von dem wegen Massenmord angeklagten Ex-Diktator Liberias, Charles Taylor (60) stammten, ließ sie unbeantwortet.
Das exzentrische Zickenmodel – im Zeugenstand im cremefarbenen Kostüm jedoch sachlich – gerät ins Fahrwasser des „Blutdiamanten“-Skandals. Der nimmt im Prozess gegen Taylor, getauft „Schlächter von Liberia“, wegen Massenmordes im Liberia-Bürgerkrieg (120.000 Tote) eine prominente Rolle ein. Die Edelsteine, die das Model erhielt, stammen aus Taylors Sortiment, mit denen der Warlords Kriege finanzierte.
Der Krimi hält die Welt in Atem: Was passierte am 26. September 1997? Campbell sagte unter Eid: Sie nahm an einem Galadinner in der Residenz von Südafrikas Präsidenten Nelson Mandela mit einem Kinderhilfswerk-Chefs und der Schauspielerin Mia Farrow teil. Zum Tisch gesellte sich Taylor. Sie bestritt, dass sie mit dem Diktator „flirtete“, wie es heiß.
Spät am Abend hätten dann zwei Farbige an die Türe ihrer Hotel-Suite geklopft und ihr „schmutzig aussehende Steine“ übergeben. Von wem? Sie wollte nicht nachfragen, sagte Campbell: Sie sei „zu müde gewesen“. Beim Frühstück meinten Farrow und deren PR-Agentin Carol White, dass sie von Taylor sein müssten. Campbell hätte die Vermutung bejaht, so die Staatsanwaltschaft.
Die Diamanten funkelten Campbell zu wenig…
Campbell erzählte, dass sie das wertvolle Päckchen dem Chef des Nelson Mandela Children Fund, Jeremy Ratcliffe, gab. Im Zeugenstand erinnert sie sich: „Ich sagte zu ihm, verwende sie so, dass die Kinder von ihnen profitieren“. In dem Krimi um die Blutdiamanten (siehe rechts) hätte ihr später Ratcliffe gestanden, dass er keine Zeit gehabt hätte, sie zu verkaufen – und immer noch besitze. Farrow erinnert sich in einem ABC-Interview, dass Campbell beim Frühstück „aufgeregt war“, sie habe einen „riesigen Diamanten“ erhalten, sagte sie. Tatsächlich handelte es sich um sechs kleinere Steine. Doch White sagte, dass die für Diva-Allüren berüchtigte Britin „enttäuscht“ war, da die ungeschliffenen Rohdiamanten nicht glitzerten.
Campbell hatte den Erhalt der Klunker zuerst bestritten, wehrte sich gegen die Vorladung nach Den Haag. Der Fall ist ihr peinlich: Sie stürmte jüngst nach einer Frage über die Blutdiamanten aus einem ABC-Interviews, stieß beim Abgang eine Kamera um.
H. Bauernebel

Der Fall Campbell beleuchtet die schmutzige Diamanten-Geschäfte der Warlords.
Den Haag. Es ist kein Wunder, dass Model Naomi Campbell beim Anblick der ihr geschenkten Rohdiamanten „enttäuscht“ war. Erst nach dem Schliff sehen die Steine auch so wertvoll aus, wie sie sind, Spätestens seit dem Hollywood-Hit Blood Diamonds (2006) geriet Afrikas schmutziger Diamanten-Handel ins globale Rampenlicht.
Mit dem Schatz an Edelsteinen, von denen sechs Campbell erhielt, finanzierte Liberia-Warlord Charles Taylor seine Bluttaten auch im benachbarten Sierra Leone. Finanziert wurde vor allem der Kauf von Waffen.
Mysteriös scheint jedoch auch die Story über den Verbleib der Campbell-Steine: Das Model sagt jetzt vor Gericht aus, sie habe dem Chef des Mandela-Kinderhilfswerkes, Jeremy Radcliffe das Diamanten-Säckchen übergeben. Der soll sie immer noch besitzen – und in einem Tresor aufbewahren.

# 5. August: Hollywood-Stories

Sexy Hollywood-Star Jessica Biel (28) unterlief bei der Premiere ihres jüngsten Thrillers The A-Team in London eine kuriose Mode-Panne: Ihr wallendes Premierekleid hatte genau den gleichen Farbton wie der Rote Teppich – kaum hob sich ihre Traumfigur ab. Doch Jessica kann es egal sein: Abseits des Starpfades sah sie dafür in dem knallroten Dress einfach umwerfend aus. Der Strahle-Look ist kein Zufall: Als kurvige Detektivin feierte sie im A-Team (jetzt im Kino) ein tolles Comeback, der Streifen über ein irrtümlich inhaftiertes, dann flüchtiges Quartett feuerkräftiger Elite-GIs spielte in den USA 76 Millionen Dollar ein. In Kürze übernimmt sie bei ihrer Kinooffensive die Hauptrolle in der Komödie Nailed. Selbstbewusst reklamierte sie jüngst eine Rolle im möglichen Remake der TV-Hitserie Saved By The Bell (1989 – 1993).
Kids mit Justin? Auch ihr Liebesleben scheint – nach einstigen Trennungsgerüchten – wieder solide: Verliebt wurde sie zuletzt bei einer Radtour durch New Yorks Hudson River Park mit ihrem Barden Justin Timberlake (29) gesichtet. Ihre Erzrivalin, Justins Ex Cameron Diaz (37), ist sie vorerst los: Die landete in den Armen von Baseball-Herzensbrecher Alex Rodriguez. Dafür beäugt sie jetzt skeptisch das Geturtel mit dem Kostar seines nächsten Films, Russen-Sexbombe Mila Kunis (26). Gerätselt wird: Wann landen Jessica und Justin vor dem Traualtar? Zuletzt wurde bekannt, dass sie „bereit für ein Baby wäre“.
Fressanfälle. Davor kämpft sie weiter täglich, wie sie enthüllte, um ihr Idealgewicht: Wenn sie arbeite und sich konzentriere, halte sie ihre Diät gut ein, sagte sie: „Mit viel Bewegung, im Pool, beim Wandern oder im Gym“. Doch schwer sei es in den Filmpausen, wo sie oft wahre Fressanfälle plagen: „Ich liebe Pizza, Pommes, Burger, Brot und Käse – da lege ich rasch zu“. Und noch eine andere, überraschende Sorge bereite ihr Kopfzerbrechen: Die Angst vor der Pleite, wie sie zugab. Biel: „Es vergehen oft Monate ohne Rollenangebote, da denke ich panisch, dass mir das Geld ausgeht“.

# 6. August: Herbe Kritik an Michelle

In Spanien jubeln First Lady Michelle Obama die Massen zu – doch zu Hause setzt es herbe Kritik an dem Luxusurlaub im exklusiven Marbella-Hotel.
New York. Sie lieben US-First-Lady Michelle Obama (46) – zumindest in Spanien: Fans jubelten der in freizügige Sommerkleider gehüllten Präsidentengattin bei ihren Luxustrip an die Costa del Sol frenetisch zu, der Hype erinnert an den einstigen Glanz von Jackie Kennedy. Mrs. Obama, ihre jüngere, neunjährige Tochter Sasha (die ältere, Malia, blieb in den USA im Ferienlager), ein Tross an Freunden und die Entourage aus Stab und Bodyguards rauschten im weltberühmten Grenada ein, erfrischten sich in der Bruthitze in einem Eiscremeladen. Fans riefen; „Guapa“, spanisch für wunderschön.
Doch in den USA wird Michelle Obama wegen dem Jetset-Trip in der Luft zerrissen. In einem beißenden Kommentar griff sie die Zeitung Daily News an: „Michelle Obama ist eher eine moderne Marie Antoinette – die Franzosenkönigin, die Juwelen raffte, ahnungslos über die Not ihres Volkes – als eine schlichte Mutter zweier Kinder“, so Autorin Andrea Tantaros. Kurz: Sie prasse am Mittelmeer, während US-Bürger den wenigen Jobs nachlaufen.
HerbeKritik: 60 Zimmer im Luxushotel gebucht
Dazu hatte sie in Reden oft das „Opferbringen“ in der Wirtschaftskrise eingefordert. Davon kann bei ihr keine Rede sein: 60 Zimmer buchte sie im Fünfsterne-Hotel Villa Padierna im feinen Marbella. Die Zimmer kosten dort zwischen 341 und 6.000 Dollar. Dazu blechen die US-Steuerzahler einen Teil der horrenden Reisekosten: Der Flug auf Air Force Two alleine verschlingt 148.000 Dollar, hoch dürften auch die Kosten für zusätzliche Bodyguards ausfallen. Das White House ruderte zurück: Die Obamas kommen für alle „privaten Kosten“ auf, hieß es. Doch vielleicht sind die Amerikaner am Ende doch noch stolz sind, welche in der Welt populäre First Lady sie haben.

# 6. August: US-Reporter

New York. Die Diskussion um das schockierende Time-Titelfoto der Afghanin Aisha (18), der die Taliban als Strafe für das „Davonlaufen“ von ihrem Gatten Nase und Ohren abschnitten, eskaliert in den USA. Mitten in der Kriegsmüdigkeit der Amerikaner nach fast neun Jahren Gemetzel am Hindukusch bietet das nasenlose Mädchen plötzlich Argumente für einen „guten Krieg“. Vor allem wird in der hitzige Debatte im Web und Leitartikeln gefragt: Was wird aus Afghanistans Frauen, wenn US- und NATO-Truppen abziehen und die Taliban-Islam-Fanatiker an die Macht gelangen?
Erpressung? Nach dem jüngsten Skandal der ins Internet gelangten Reports über US-Übergriffe an Zivilisten erinnere das Foto daran, „dass dort die Taliban die Bad Guys sind“, so Militäranalyst John Pike. Doch viele argumentierten, dass die Verstümmelung während der Anwesenheit von 150.000 Westtruppen passierte – und die Alliierten trotz Soldatengroßaufgebot auch jetzt Exzesse nicht verhindern könnten. Dennoch ist für Kommentator Michael O´Hanlon das Albtraumbild eine Erinnerung, was in dem Krieg „wirklich am Spiel steht“. Kriegsgegner kritisierten jedoch Time, durch die Publikation von Aishas entstellten Gesicht „emotionelle Erpressung“ zu betreiben. Chefredakteur Richard Stengel fragte: „Sollen wir die Behandlung der Taliban von Frauen ignorieren?“
Los Angeles. Der Schlitten sieht aus wie eine rollendes Kunstwerk: Der Oldtimer 1949 Delahaye 175 S Roadster, der eleganteste Sportwagen der Vierziger, hat geschwungene Radabdeckungen, herzförmige Lüftungsgitter und Edelleder auf den Sitzen. Lackiert ist die Luxuskarosse dazu in blendendem türkis. Der Schlitten gehörte einst der Briten-Actrice Diana Dors (getauft „britische Marilyn Monroe“). Nächste Woche soll er bei einer hochkarätigen Oldtimer-Auktion in Kalifornien versteigert werden. Experten erwarten einen Rekordpreis für das Vehikel: Liebhaber könnten bis zu sechs Millionen Dollar hinblättern.

# 6. August: Hermione

Fans der Kultbuchserie „Harry Potter“ lieben Briten-Jungactrice Emma Watson (20) als Hermione, süße Weggefährtin des rundbebrillten Zauberjungen mit ihrer gelockten Mähne. Doch jetzt der Schock: Watson wollte offenbar auch optisch deutlich machen, dass sie ihre Post-Potter-Karriere vorantreibt – auch wenn sie durch das Feuern als Geischt der Luxusmarke „Burberry“ jüngst einen Rückschlag verkraften musste.
Ihre langen Haare ließ sie kurzerhand abschneiden. Via „Facebook“ zeigte sie sich plötzlich auf einem Schwarzweißfoto mit extremen Kurzhaarschnitt. US-Kommentatoren verglichen sie prompt mit der Stilikone der Sechziger, Twiggy.
„An alle“, postete die jetzige Studentin an der US-Elite Brown: „Ich hab meine Haare abgeschnitten, es fühlt sie unglaublich an, ich liebe es“. Sie gestand, dass sie seit Jahren schon mit der Schere zu Werk gehen hatte wollen. „Nichts fühlte sich so befreiend an wie das“, jubelte sei. Dann: „Ich hoffe, es gefällt?“ Das ist allerdings fraglich: Die Unterhaltungs-Website „E!Online“ reihte Watsons neue Bürstenfrisur sogar in die Liste epochal misslungener Hollywood-Haarschnitte ein.

# 7. August: Robbie, Married Man

In einer schlichten Zeremonie in Beverly Hills sagt Popstar Robbie Williams Ja zur Schauspielerbraut Ayda.
Los Angeles. Es war die „Musik-Hochzeit“ des Jahres – und Pop-Gigant Robbie Williams (36) wollte seine Eheschließung am Samstag zu US-Actrice Ayda Field (31) so geheimnisvoll wie möglich gestalten. Zuerst erhielten die Partygäste Instruktionen für die Jacht-Fahrt auf die Trauminsel Catalina vor der Küste Südkaliforniens. Doch dann –spontan oder als bewusstes Ablenkungsmanöver – wurden sie in Williams 14,4 Millionen Euro teure Luxusvilla im schicken L.A.-Stadtteil Beverly Hills umdirigiert. Arbeiter hatten dort Ballons an die Tore geknüpft, Lieferwagen mit Gourmetspeisen und Dekoration rollten vor, berichtete das Britenblatt Sun.
Die Megahochzeit war als höchst private Zeremonie geplant worden: „Robbie wollte diesen Moment genießen, wenn im engsten Familien- und Freundeskreis seine Eltern und Aydas Mutter Zeugen seines Glücks werden“, so ein Freund. Nach dem Ja-Wort, das Legionen weiblicher Fans des Frauenschwarms das Herz gebrochen haben dürfte, war eine kleine Party in dem Prunkbau im mediterranen Stil geplant. Robbie verzichtete auf den großen Rummel: Keine Stars, keine seiner Ex-Kollegen der Boyband Take That, kein Mediengetöse.
Sie richtete ihn auf, als Robbie am Boden war
Wie schaffte es die schöne Schauspielerin (Studio 60 on Sunset Strip) mit türkischen Wurzeln, den Playboy zu zähmen? Die Romanze startete vor vier Jahren, als sie ihn damals vor dem Untergang im Drogen- und Alk-Sumpf bewahrte. Die neue Mrs. Williams bringe ihm zum Lachen, sagen Freunde, sei bodenständig, eine tolle Köchin dazu, teile sogar seine Leidenschaft für Fußball. Einmal verglich er seine Braut mit einem Schweizer Taschenmesser, da „sie einfach alles kann“. Im November zogen sie in seine L.A.-Villa.
Trotz der rührenden Liebesgeschichte verzichtete der Barde keineswegs auf einen Ehevertrag: Genau ließ er in dem Vertragswerk regeln, wie viel Geld Field im Falle eines Ehe-Crash vom 96-Millionen-Euro-Vermögen erhält. Das Paar hätte im Vormonat deshalb ein Anwaltsbüro besucht. Was haben sie jetzt vor? Ayda versprach, ihre Schauspielkarriere auf Eis zu legen – und Kinder zu kriegen.

# 7. August: Waltz in Spidie?

Neue Superrolle für Oscar-König Waltz? Er soll den Bösewicht im neuen „Spider-Man“-Blockbuster spielen.
Los Angeles. Der Produzent Sony der neuen Installation der Hitfilm-Serie habe Waltz die Rolle des „Lizard“ angeboten. Für Waltz wäre der „Spidy“-Einsatz ein Coup: Die ersten drei Filmfolgen spielten weltweit je um die 800 Millionen Dollar ein. Doch Waltz könnte auch ablehnen – um nicht komplett als Filmschurke abgestempelt zu werden. Nach dem Inglourious Basterds spielt er den auch in The Green Hornet, Water for Elephants und Die drei Musketiere.

# 9. August: 112 Tage…

Nach der jüngst erfolgreichen Abdichtung von BPs Horror-Ölquelle (aus der in 112 Tagen Öldrama 780 Millionen Liter in den Golf von Mexiko flossen) von oben, soll die Bohrleitung nun auch am unteren Ende zubetoniert werden. In den nächsten Tagen werden die letzten 30 Meter des Entlastungsbohrloches in 5.400 Meter Tiefe gebohrt. Dann soll auch nahe des Ölreservoirs tief in der Erdkruste ein zweiter Zement-Stoppel angebracht werden.
BP teilte auch mit, dass die erste Dichtung am Meeresboden finalisiert ist: Der in das Loch gepumpte Zement hat sich erhärtet, die Quelle ist endgültig dicht. Kein neues Öl drang damit in den „Golf“ seit Mitte Juli. Zuvor hatten Crews in der Operation „static kill“ mit dem Einpumpen von schwerem Bohrschlamm den Druck von unten erstmals seit der Explosion der Plattform „Deepwater Horizon“ (elf Tote) am 20. April neutralisieren können.
Die Fertigstellung zumindest eines der beiden Entlastungslöcher wirkt nun fast wie eine Fließaufgabe – auf die BP zuerst verzichten wollte. Doch die US-Regierung besteht nach dem Albtraum für die „Golfküste“ von Louisiana bis Florida auf einer doppelten Dichtung. US-Krisenmanager Thad Allen stellte gegenüber dem neuen BP-Boss Bob Dudley klar: „Das Entlastungsloch wird fertiggestellt“.
Zuvor hatte der britische Ölmulti die Amerikaner gleich wieder schockiert: In Firmenpapieren wurde angedeutet, dass künftig von der Unglücksquelle mit neuen Bohrungen doch noch Öl gefördert werden könnte. In dem Report wurde auf „gigantische Ölmengen“ verwiesen.
Die Kosten für die Ölfirma explodieren unterdessen weiter: Allein die Ölreinigung kostete bisher 6,1 Milliarden Dollar, so neue Zahlen. Die Debatte heizt sich auf, wie viel Öl tatsächlich noch im Meer schwappt. Die US-Regierung behauptete, dass 75 Prozent abgesaugt oder biologisch abgebaut sei. Starregisseur und Aktivist Spike Lee tobte jedoch: „Das ist eine glatte Lüge“.

# 9. August: US-Reporter

Washington. Michelle Obama ist retour in D.C., doch der Wirbel um ihre Spanien-Reise mit Tochter Sasha (9) geht weiter: Zwar nahm sie mit einem Besuch bei König Juan Carlos am Sonntag doch noch diplomatische Pflichten bei ihrer „Privatreise“ wahr. Doch die Pomp-Bilder vom Lunch in der königlichen Sommerresidenz in Palma de Mallorca heizte die Diskussion um ihren Luxustrip inmitten der US-Wirtschaftskrise (9,5 Prozent Arbeitslosigkeit) weiter auf.
Spott. Wegen ihres Aufenthaltes in einem Fünfstern-Hotelpalast in Marbella mit riesiger Entourage, Hummer-Galadinner und Shopping-Tours durch die Edelläden der Costa del Sol war sie als „moderne Marie Antoinette“ verspottet worden. Der Trip gilt als PR-Desaster. Dazu kostete der Urlaub den US-Steuerzahlern 75.000 Dollar pro Tag. Hilfreich für den ohnehin strauchelnden US-Präsidenten Barack Obama scheint die Extravaganz seiner Frau kaum.

New York. Der einst weltbeste Golfer Tiger Woods erreichte beim Golf-Tournier Bridgestone Invitational einen neuen Tiefpunkt in seiner früher so schillernden Golfkarriere: Er landete auf dem blamablen 77. Platz, sein schlechtestes Resultat in einem PGA-Golftournier aller Zeiten. Seit der Serie an Sex-Enthüllungen (14 Mätressen) und dem Ehe-Aus schießt Woods am Goldplatz nur mehr daneben. Golfkritiker: „Er hat sein Mojo verloren“. Arge Probleme hat auch seine Ex-Geliebte, 9/11-Tränenmädchen Rachel Uchitel. Die wurde jetzt wegen Alk- und Pillensucht in eine Entzugsklinik eingeliefert.

Port-au-Prince. Die Kanditatur von Star-Rapper Wyclef Jean wird überschattet von schweren Vorwürfen über seine Finanzen: Eine Zwei-Millionen-Dollar-Villa in Florida wurde 2008 zwangsversteigert, eine Juwelenfirma klagte 320.000 Dollar an unbezahlten Rechnungen ein, 400.000 Dollar soll er von seiner eigenen Haiti-Hilfsorganisation für sich selbst abgezweigt haben. Der US-Steuerbehörde schuldet Jean 2,1 Millionen Dollar. Kritiker nennen ihn als „zu korrupt“ für Haiti.

# 10. August: Öl landet in Krabben

Alarm an der US-Golfküste über die langfristigen Folgen der Ölpest: Forscher bewiesen jetzt, dass das BP-Öl bereits in die Nahrungskette gelangt ist. In den Larven von Blaukrabben wurden nun kleine Öltröpfchen gefunden. Die Entdeckung ist eine Schock für Marine-Biologen: Gerade die Blaukrabbe gilt als Indikator für den Gesundheitszustand des Ökosystems der Golfregion. „Das Öl ist jetzt, anstatt bloß im Wasser zu schwappen, in der Nahrungskette angekommen“, warnt Bob Thomas von einer Uni in New Orleans gegenüber US-Medien: „Es gibt Tiere, die Öllarven fressen und die dann wiederum von größeren verspeist werden “. Ölrückstände wurden auch bei Krabbenlarven anderer Arten entdeckt. Die Experten warnen, dass die Auswirkungen des Öl-GAUs nach dem Ausfließen von 780 Millionen Liter Rohöl in der Tierwelt auf Jahre hin spürbar sein werden. BP steht inzwischen vor der Fertigstellung der Entlastungslöcher, durch die am Katastrophen-Bohrloch noch eine zweite Betondichtung angebracht werden soll.

# 10. August: US-Reporter

Washington. Verzweifelte Demokraten rufen nach Hillary Clinton, derzeit Außenministerin, um Hilfe: Nach dem Sinkflug von US-Präsidenten Barack Obama, in den Umfragen (seine Popularität kippte laut Gallup auf 41 Prozent) wird jetzt der Ruf nach Hillary als Vizepräsidentin lauter. Die Demokraten fürchten, dass Obama die Wahlen 2012 verlieren könnte – und die Republikaner das Oval Office zurückerobern.
Hillarys Zukunft. Laut dem Plan einiger Parteirebellen soll der Fettnapftreter Joe Biden als Vize das Handtuch werfen und durch Hillary im Obama-Wiederwahlkampf ersetzt werden, so das Wall Street Journal. Hillary hätte dann, sollte Obama siegen, als Nr. 2 auch beste Chancen ihm 2016 nachzufolgen. Ex-Virginia-Gouverneur Doug Wilder, der die wachsende „Vize Hillary“-Bewegung anführt, preist Clinton: Sie leiste tolle Arbeit als Amerikas Chefdiplomatin und sei „Team-Spielerin“. Mit Obama im Umfragetief wurde jüngst sogar spekuliert, dass sie ihn 2012 direkt herausfordern könnte.

New York. Sie rührte die Welt als 9/11-Tränenmädchen nach dem Tod ihres Verlobten im Terrorinferno des 11. September, dann wurde sie berühmt als Geliebte des Sex-Golfers Tiger Woods. Jetzt kam der Zusammenbruch von Rachel Uchitel (34): Zuerst die Trauer, dann ihr frivoles Partyleben und zuletzt der Starrummel als Tigers Mieze waren zu viel.
30 Tage Fasten. Uchitel lässt sich für 30 Tage um 20.000 Dollar in einer Entzugsklinik in Malibu gegen ihre Alkohol-, Drogen und Medikamentensucht behandeln. Schon zuvor erhielt sie Therapie in der Reality-TV-Serie Celebrity Rehab.

New York. Man kann es wohl einen richtig schlechten Tag am Job nennen: Steven Slater (39), Steward der Fluglinie Jet Blue, rastete nach einer Beschimpfung durch einen Passgier nach der Landung am New Yorker JFK-Flughafen komplett aus. Er deckte den Fluggast per Durchsage mit einer Schimpfkanonade ein, schnappte sich eine Bierdose, zog den Hebel zum Ausfahren der Plastiknotrutsche und glitt hinunter, Die Polizei verhaftete ihn nach seiner „Flucht“ zu Hause. Dem Amok-Steward droht nun Haft.

# 10. August: Gore in der Defensive

Zuletzt sah sich Klima-Guru Al Gore (62) in der Defensive: Seine apokalyptischen Warnungen über den Horror steigender Erdtemperaturen gerieten im Skandal um zurechtgebogene Daten einiger Klimatologen und fehlerhafte Aufbauschungen in Klima-Reports des UN-Gremiums IPCC (verschwindende Himalaya-Gletscher) ins Zwielicht. Dann versank die US-Ostküste im Winter auch noch unter einer meterhohen Rekordschneedecke, Gore wurde verlacht.
Jetzt ist der Nobelpreisträger durch den tödlichen Glutsommer 2010 rehabilitiert, seine Warnungen scheinen dringlicher denn je: Gore gab in der „New York Times“ Schnitzer in der Klimaforschung zu. Doch schrieb: „Keine Forschung ist fehlerfrei“. Nach den Blizzards in den USA führte er an, dass der Jänner im Rest der Welt der zweitwärmste seit dem Beginn der Wetteraufzeichnungen vor 130 Jahren war. Gore: „Wir blasen 90 Millionen Tonnen an Treibhausgasen in die Luft – als wäre unsere Atmosphäre eine Müllkippe“.
Obwohl Klima-Skeptiker verweisen, dass es in den letzten zehn Jahren zu keinem Anstieg der globalen Durchschnittstemperaturen kam, kontert Gore: „Nicht erwähnt wird, dass die letzten Dekade die heißeste war seit Daten existieren“.
Die Aussichten sind laut dem Klimaguru weiter düster: Erwärmte Ozeane schaufeln mehr Feuchtigkeit in die Atmosphäre, Niederschläge, auch in der Form von Schnee, werden intensiver, so Gore. Die Hitze macht auch Wirbelstürme stärker. Die Meerespiegel steigen, bedrohen Millionen an den Küsten.
Der Ex-Vize sieht Chaos-Wetter im Treibhaus Erde als Dauerzustand: „Dürren werden extremer, Platzregen mit Flutrisiko stärker“. Auch die Vorhersagbarkeit von Temperaturen und Wetterzyklen werde immer schwerer, „mit schlimmen Konsequenzen auch für die Landwirtschaft“, so Gore. Und dann: „Trotz dem dankenswerten Einsatz innovativer Geschäftsleute, umdenkender Bürger und engagierter Politikern versagt unsere Zivilisation weiter kläglich, die Ausstoß-Rate einzudämmen, geschweige denn zu reduzieren“.

# 11. August: Bonnie & Clyde II

Die Jagd der US-Behörden nach einem entflohenen Mörder heizt sich auf: John McCluskey (45) wird mit seiner Fluchtgefährtin und Cousine Casslyn Welch (44) in den schroffen Bergtälern des „Glacier National Park“ in Montana vermutet. Das Paar könnte auch bereits nach Kanada geflohen sein. Das Drama hält die USA in Atem: Welch hatte McCluskey, mit dem sie auch verlobt ist, vor 13 Tagen bei der Flucht geholfen. Sie warf eine Drahtschere über die Gefängnismauern einer Arizona-Haftanstalt. Neben McCluskey türmten zwei weitere Killer, die inzwischen gefasst sind.
Doch das Paar ging hunderten Lokalpolizisten und US-Marshalls durch die Lappen. Sie sehen sich als Neuauflage der legendären Gangster-Lover „Bonnie & Clyde“, die in den Dreißigern die Nation faszinierten. McCluskey soll auf der Flucht wieder gemordet haben: Die verkohlten Leichen der Urlauber Linda und Gary Haas (beide 61) wurden in einem abgebrannten Wohnwagen in New Mexiko entdeckt, die DNA stimmt mit der des Flüchtigen überein. Jetzt hängen Fahndungsposter von Arizona bis Montana, 40.000 Dollar sind als Ergreiferprämie ausgesetzt. Die Gangsterbraut Welch wurde angeblich in Montana und Kanada gesichtet. Die Grenze sei „porös“, gaben Grenzschützer zu: Pfade und Bergstraßen durch die Wälder der Rockies sind schwer zu überwachen, Bewegungssensoren wie an der Mexiko-Grenze fehlen.

# 11. August: US-Reporter

New York. Amerika hat eine neuen, kuriosen Helden: Der-Flugbegleiter der Airline Jet Blue, Steven Slater (39), der nach einer Attacke eines Passagiers ausflippte, wird im Internet und TV als Held aller ebenfalls im Job Frustrierten gehuldigt. Vor allem die spektakuläre Art seiner Kündigung faszinierte. Nochmals die Story: Slater hatte einen Passagier nach der Landung am JFK ermahnt, die Tasche vor der Ankunft am Gate im Fach zu Lassen. Der antwortete schroff: „Fuck you“. Und knallte Slater die Plastiktüre auf den Kopf.
Es reichte. „Ich hielt es einfach nicht mehr aus“, erklärte er. Der Steward griff das Mikro der Sprechanlage, ließ eine ordinäre Schimpftirade los, schnappte sich zwei Bierdosen, fuhr die Notrutsche aus und glitt aus dem Jumbo. „Das ist der tollste Exit von einem Job, den ich jemals hörte“, gratulierte ein Fan.
15.000 Fans. Binnen Stunden wurde Slater zur Internet-Sensation: 15.000 gratulierten via Facebook. Sogar mit Heldenpiloten „Sully“ wird der ausgeflippte Steward schon verglichen. Gegen 2.500 Dollar Kaution ist er auf freiem Fuß: „Ich bin ein Held“, sagt er selbst, doch verdattert über den Rummel. Jetzt warten TV-Interviews, Buch- oder gar Filmdeals.

Port-au-Prince. Die katastrophalen 7,0-Erdstöße in Haiti im Jänner (230.000 Tote) wurden von einer bisher gänzlich unbekannten Erdbeben-Falte ausgelöst, so Wissenschaftler. Anfangs wurde irrtümlich die Enriquillo-Falte verdächtigt. „Eine neu entdeckte Verwerfung hat das Beben ausgelöst“, so Geophysiker Eric Calais: „Es ist für uns eine große Überraschung, dass die früheren Berechnungen alle falsch waren“. Die neuen Daten kamen von Teams in den Bebenzonen und Satellitenbildern.

Buffalo. Die Polizei in Buffalo (US-Staat New York) hörte bei einer Verkehrskontrolle leises Miauen aus dem Kofferraum. Sie trauten beim Öffnen ihren Augen nicht: Der Fahrer hatte eine Katze in einen Käfig gesperrt und mit einer würzigen Marinade übergossen. Das Fell des verängstigten, vierjährigen Tieres war verklebt mit Öl und Chilischoten. Der Mann wurde angezeigt wegen Tierquälerei. Für den Kater namens Navarro wird ein neues Heim gesucht. Der Sadist sagt, die Katze habe „nicht gehorcht“.

# 12. August: US-Reporter

US-Vize Joe Biden hatte nach ihrem Urlaub an der Promi-Strandenklave der „Hamptons“ bei New York einen wirklich starken Abgang: Der Rückstoß der Jet-Düsen seines Dienst-Jumbos Air Force 2 schleuderte am Flughafen in Westhampton eine geparktes Kleinflugzeug durch die Luft. Zum Glück war der Flieger unbemannt. Die Propellermaschine wurde von den Triebwerksstrahlen des Biden-Jumbos derart heftig erfasst, dass eine Flügel abbrach und das Wrack in einen angrenzenden Hangar geschleudert wurde. Für Biden stellte der Unfall eine weitere PR-Panne dar und bot Munition für die TV-Lachshows – auch wenn er für den Zwischenfall nichts kann. Sein Stab verwiese alle Anfragen auf die US-Luftwaffe, die für den Transport von Obamas Nr. 2 zuständig ist. Biden entpuppte sich bisher durch ständiges Fettnapftreten als Schwachstelle in Obamas Regierungsteams, zuletzt forderten Demokraten, ihn durch Hillary Clinton zu ersetzten. Auch sonst war Bidens Urlaub von Pannen überschatte: Seine rasender Konvoi war in drei Unfälle verwickelt, Straßensperren irritierten Anrainer.

Neuer Horror in Chicago, das diesen Sommer in einer Gewaltwelle versinkt. Die achtjährige Tanja Stokes vergnügte sich in der notorischen „South Side“ auf der Straße beim Seilspringen, als zwei Männer auf Fahrrädern neben ihr stoppten. Ohne Vorwarnung jagten sie dem Mädchen eine Kugel in den Kopf und verletzten ihre noch jüngere Cousine. Die Gewalt eskaliert, seit das US-Höchstgericht des Recht zum Besitz von Feuerwaffen aufrechterhielt und Chicagos strenge Gesetze kübelte. Nun geraten vor allem auch Kinder und Jugendliche in den Kugelhagel.

Die Spur des Mörderpaares des Ausbrechers John McCluskey und seiner Verlobten Casslyn Welch, die sich als moderne „Bonnie & Clyde“ sehen, ist „erkaltet“, gaben die jagenden US-Marshalls jetzt zu. Zuerst war das Paar angeblich in Montana, dann in Kanada gesichtet worden, zuletzt hätten sie eine Laden in Arkansas ausgeräumt. Nun scheinen sie – trotz 40.000 Dollar Ergreiferprämie und Fahndungsposter – wie vom Erdboden verschluckt.

# 12. August: Jolie in Nervenklinik?

Landet Hollywood-Star Angelina Jolie (35) nun in der Klapsmühle? Sie plagten derart arge Selbstmordgedanken, dass sich die Diva in einer Psycho-Klinik in L.A. behandeln lassen wolle, berichtet der „National Enquirer“. In einer emotionalen, tränenreichen Aussprache mit Partner Brad Pitt (46) gestand Jolie, dass sie die Enthüllungen des Star-Autors Andrew Morton in der Skandal-Bio „Angelina: Eine Unautorisierte Biografie“ über „die Klippe“ getrieben hätten.
Sie hätte, so das Magazin, Brad richtig um Hilfe angefleht, geschluchzt: „Ich bekomme diese Suizid-Gedanken einfach nicht aus meinem Kopf“. Jolie hatte derart dramatische Tiefpunkte bereits mehrmals in ihrem wilden Leben durchschritten: Sie selbst erzählte, dass sie in den Neunzigern – in einem besonders perfiden Suizid-Plan – einen Auftragskiller anheuern wollte, der sie erschießen hätte sollen. Und im Jahr 2000 ließ sie sich knapp vor der Heirat mit Film-Badboy Billy Bob Thornton im Psycho-Flügel des Uni-Spitals UCLA behandeln.
Ob sie diesmal viel Hilfe von Pitt erwarten kann, sei fraglich, so das Blatt: Denn der selbst sei sauer wegen den explosiven Bio-Passagen über ihren Duschensex mit Leonardo DiCaprio oder dem Peitschengeknalle mit Mick Jagger. (bah)

# 12. August: Ölangriff am Mississippi-Delta

Monatelang schien es am „Golf von Mexiko“ wie das Ende der Welt: Nach der Explosion der Plattform „Deepwater Horizon“ am 20. April flossen 780 Millionen Liter Rohöl ins Meer während BPs Leck-Stopfversuche in Serie scheiterten. Die stinkende Giftbrühe verwandelte vor allem die weltberühmten Feuchtgebiete des Mississippi-Deltas, wo 400 Tierarten leben und brüten, in eine gespenstische Horrorzone. „Kein Geräusch ist zu hören, keine Vögel, keine Grillen, alles ist tot“, sagte Bezirkschef Billy Nungesser.
Doch jetzt ist das BP-Leck dicht – und die Natur in den Sümpfen an der Mündung des Mississippi schüttelt die größte Ölpest aller Zeiten offensichtlich schneller ab, als bisher angenommen. Wo noch vor Wochen stinkendes, pechschwarzes Öl im abgestorbenen Schilf schwappte, sprießen jetzt plötzlich wieder grüne Halme, berichten Forscher.
Eine Tour von US-Journalisten durch das „Ground Zero“ der Ölpest, der Barataria Bay vor New Orleans, bestätigte des Comeback des Deltas: Zwischen den toten, braunen Flächen der vom Öl zerstörten Vegetation sind überall grüne Triebe zu sehen, auch Mangrovenbäume, deren Wurzeln giftiges, veröltes Wasser saugten, beginnen wieder auszutreiben. „Das Feuchtgebiet kommt zum Leben zurück“, jubelt Uni-Experte Alexander Kolker. Ein großflächiger Verlust der insgesamt 13.726 Quadratkilometer großen Marschen hätte dem US-Staat Louisiana in den Abgrund gerissen: Sie bremsen Hurrikane ab, bieten das Brutgebiet für Krabben, Nahrung für Fische und Shrimp. Den Fischerflotten drohte der Ruin: „90 Prozent von ihnen hängen von der Gesundung des Gebietes ab“, so Zoologe Bob Thomas zu Webportal MSNBC.
Trotz der ermutigenden Signale einer Wiedergeburt, warnen Wissenschaftler, müssten die Langzeitfolgen für Louisianas Marschland und seine Tierwelt noch genauer untersucht werden. Doch jetzige Schätzungen zeigen, dass 8,8 Quadratkilometer verölt wurden, ein relativ kleiner Teil – und selbst dort räumt die Natur auf.

# 12. August: Lindsays Comeback?

Partyluder Lindsay Lohan (24) könnte nach ihrem 90-Tage-Entzug in der Klinik des UCLA-Spitals in L.A. mit fünf Millionen Dollar mehr am Konto entlassen werden, berichtet das US-Magazin „InTouch“. Während Lohan ausnüchtert, verhandelt ihre Mutter Dina lukrative Geschäfte für das Lindsay-Comeback. „Lindsay wurden Multi-Millionen-Deals angeboten, wenn sie aus der Klinik kommt“, erzählt ein Geschäftspartner des gestolperten Jungstars. Auch Hollywood zeige wieder verstärktes Interesse, Lohan neue Film-Rollen zu geben.
Die Herbstkollektion ihres Mode-Labels „6126“ verkaufe sich in den Läden „dreimal so gut wie angenommen“, zitiert das Magazin eine Vertraute. Gut verdient Lohan auch mit Model- und Medienauftritten: Für die „Marc Ecko“-Werbekampagne kassierte sie 50.000 Dollar, „Maxim“ zahlte für das Cover 25.000. Lindsay soll laut ihrer Anwältin bereits wieder topfit sein: „Sie sieht gut aus und will rasch wieder arbeiten“, so Shawn Chapman Holley.
Hoffnung könnte da auch bei Baumeister Richard Lugner aufkommen, das sie ihm doch noch die 200.000 Euro Gage für den geschwänzten Opernball zurückzahlt.

# 12. August: Hollywood-Stories

Fans von Hollywood-Superstar Angeline Jolie (35) kommen in ihrem jüngsten Thriller Salt (nächste Woche im Kino) auf ihre Rechnung: Mit Akrobatik, Sexappeal und Schauspielkunst kämpft sie gegen den Rufmord sie sei eine russische Doppelagentin mit dem Auftrag zur Präsidenten-Tötung. Jolie gelang das furiose Kino-Comeback nach der letzten Babypause: 57 Prozent der Kritiker bewerteten den Action-Film positiv, im US-Kino wurde er mit bisher 91 Millionen Dollar im Box Office zum Hit.
Nachbeben. Jolies Filmkarriere scheint damit wieder voll auf Schiene – doch privat wird sie weiter von den Nachbeben des explosiven Tell-Alls Angelina: Eine unautorisierte Biografie von Starautor Andrew Morton erschüttert: Darin wird Jolie als emotional labiler Vamp beschrieben, mit der Vorliebe für liierte Männer (vor Brad Pitt, Billy Bob Thornton oder Ethan Hawke), Lust auf Sex-Blutorgien und Drogenexzesse. Doch Jolie zeigt Stärke: Ihre Psyche sei unbeschadet, hieß es, da sie „nie etwas über sich selbst lese“, so Freunde. Und mit dem Image der Ruchlosigkeit war sie lange vor Mortons Buch gut gefahren.
Pitt tobt. Richtig sauer soll jedoch, so In Touch, Partner Brad Pitt (46) sein wegen den Enthüllungen. Vor allem: Er hätte die Geheimnisse lieber von ihr selbst gehört, als sie auf den 336 brisanten Seiten mit dem Rest der Welt nachlesen zu müssen. Aus allen Wolken wäre Pitt vor allem gefallen, dass sich Jolie, so Morton, einst mit Titanic-Star Leonardo DiCaprio zum Sex in der Hoteldusche traf, oder mit Rock-Legende Mick Jagger im S&M-Club auspeitschen ließ. „Brad fühlt sich betrogen…“, so ein Insider.
Auch wenn Morton das Paar trotz allem Ärger noch in zehn Jahren zusammen sieht, drohen die nächsten Konflikte: Denn Jolie peitscht ihre Karriere ohne Rücksicht voran. Sie macht PR für ihren nächsten Thriller, The Tourist, dann geht es ab ins Tonstudio für Kung Fu Panda 2. Das Kinder-Tollhaus überlässt sie ihm. „Mr. Mom“ nannte er sich – und es klang bitter.

# 13. August: US-Reporter

San Francisco. Es hätte der Tag werden sollen, an dem Bundesrichter Vaughn Walker das Homo-Eheverbot in Kalifornien gänzlich kippen hätte sollen: Hunderte Schwulen- und Lesben-Paare standen bereits bei den Standesämtern für das ersehnte „Ja-Wort“ an. Richter Walker hob es dann tatsächlich auf – doch erst für nächsten Mittwoch: Ein Raunen ging durch die Menge. Der Ansturm verschiebt sich damit auf nächste Woche – außer ein Berufungsgericht stoppt das Ehe-OK noch in letzter Minute.
Berufung. 18.000 Homo-Paare hatten in Kalifornien bereits geheiratet, bevor die Ehe durch eine Volksabstimmung (Proposition 8) im November 2008 untersagt wurde. Diesen Volksentscheid hob Walker als nicht „verfassungskonform“ auf. Jetzt dürfte ein Dreirichter-Gremium des 9th Circuit of Appeals, die zweithöchste US-Justiz-Instanz, das Urteil prüfen. Doch der Countdown zum feierlichen Hochzeits-Mittwoch für gleichgeschlechtliche Paare tickt weiter.

New Orleans. Der Ölmulti BP testet die Stabilität der ersten Dichtung der Öl-Pest-Quelle im Golf von Mexiko. Die Arbeiten an Entlastungsbohrungen für einen zweiten Beton-Stoppel bleiben deshalb weiter gestoppt. Sollte der jüngst in der Operation „static kill“ eingepumpte Zement das Bohrloch ausreichend ausgefüllt haben, könnte auf die zweite Dichtung am unteren Ende in 5.400 Metern Tiefe auch verzichtet werden, glaubt BP. Die letzte Entscheidung trofft die US-Regierung. Die Quelle, aus der 780 Millionen Liter Öl austraten, wäre dann „permanent versiegelt“.

Atlanta. Er zog eine blutige Spur durch drei Bundesstaaten, erstach fünf Menschen, verletzte 13 weitere mit Messerstichen. Alle Opfer gehörten Minderheiten an. Jetzt wurde der legal in den USA lebende Israeli Elias Abuelazam (33) als Serien-Messerstecher am Flughafen in Atlanta festgenommen. Er wollte mit einem Linienflug nach Tel Aviv türmen. Das Messermonster könnte aus Rassismus gehandelt haben, hieß es. In Flint, Michigan, wo es die meisten Opfer gab, ist der „Sommer der Angst“ zu Ende.

Das Bild spricht Worte: Superstar Jennifer Lopez (41), leger gekleidet, kopfüber auf einer Kinderschaukel am Spielplatz in Los Angeles, glücklich, frei. Die Sängerin und Schauspielerin scheint tatsächlich ihr großes Glück gefunden zu haben: Die Ehe mit Latino-Barden Marc Anthony (41) wirkt nach anfänglichen Turbulenzen stabil. „Ich hatte recht tiefe Tiefs“, erzählte sie dem Magazin „Glamour“: „Doch ich liebe, dass er so leidenschaftlich ist“. Mehrmals hatte Lopez verraten, dass sie nach einer Serie früherer Ehe- und Romanzen-Flops diesmal um ihre Beziehung gekämpft hätte. Ein Indiz, dass die beiden unzertrennlich sind: Sie konnte Gatten Anthony sogar ermutigen, sein Debüt als Schauspieler zu feiern. Dazu genießt Lopez in vollen Zügen ihre Rolle als Mutter der süßen, jetzt zweijährigen Zwillinge Emme und Max.
Lopez ist dazu in den USA wieder in aller Munde – doch diesmal nicht wegen einem Film oder Hitalbum sondern ihrer möglichen Rolle als Jurorin der populärsten US-TV-Serie „American Idol“. Lopez soll kurz vor dem Vertragsabschluss stehen, um ab Herbst auf Fox-TV das Geträllere von Amateursängern zu bewerten. Für Lopez berge der Schwenk auf eine TV-Karriere Chancen und Risken, so US-Medien: Mit den Traumquoten von „Idol“ könnte sie noch populärer werden und bis zu 36 Millionen Dollar pro Jahr scheffeln (so viel kassierte ihr Vorgänger Simon Cowell), doch gleichzeitig fortan auch als reine TV-Persönlichkeit abgestempelt werden.
Dabei hatte Lopez gerade mit der Komödie „The Back-Up Plan“ nach drei Jahren Babypause ihr Kino-Comeback gefeiert, wenn auch mit meist miserablen Kritiken. In Kürze soll auch ihr mehrmals verschobenes Musik-Album „Love?“ in den USA erscheinen.
Doch mehr Kopfzerbrechen als ihre Karriere – wo sie gerade mit dem Preis für den „besten Hintern“ eine eher peinliche Auszeichung erhielt – bereitet ihr das Aufwachsen ihrer Kinder, vor allem von Tochter Emme: „Ich weiß nicht, wie ich reagiere, wenn sie mich herausfordert, falsche Entscheidungen trifft“, so JLo zu „Glamour“: „Ich werde die Zähne zusammenbeißen und leiden, wie meine Mutter, als ich Blödsinn machte“.

# 13. August: Mama Lohan to the rescue…

Dina Lohan, Mutter des gefallenen Jungstars bestätigte, dass Lindsay schon im September aus der L.A.-Klinik entlassen werden dürfte.
New York. Die PR-Offensive für das große Comeback von Jungstar Lindsay Lohan (24) nach dem Ende ihres Suchtentzuges rollt weiter. Jetzt verteidiget sie Mutter Dina (47) im ersten TV-Interview nach Kräften: Millionen sahen zu, als Mamma Lohan auf NBC-TV rührend Lindsay als Opfer einer rachsüchtigen Richterin, aggressiven Paparazzi-Presse und feindseliger „Propaganda“ portraitierte. „Die Richterin wurde ja jetzt gefeuert“, grinste Mrs. Lohan voller Genugtuung.
Sie gab zu, dass die bizarre Serie an Amokfahrten im Alk- und Koksdunst ihrer Tochter 2007 „falsch“ war. Doch: „Lindsay bezahlt bezahlt dafür immer noch, die Richterin haute über die Stränge“. Dabei hätte sie ja bloß „ein paar Alkoholaufklärungsklassen versäumt“, so Dina treuherzig. Keine Rede von den Partyluder-Exzessen etwa beim Cannes-Filmfest im Mai, als sie die Richterin versetzte.
Dina: „Ich sah sie durch dicke Gals, sie ist tapfer“
Wie erging es ihr in der Haft? Dina: „Ich sah sie hinter der dicken Glasscheibe, sie war so tapfer, machte ja so viel durch“. Sie bestritt Aussagen von Mithäftlingen, wonach die inhaftierte Discoqueen eine Sonderbehandlung erhielt: „Die Abschirmung ist eine Standard-Sicherheitsprozedur“.
Und dann ein Knalleffekt: Dina bestätigte, dass Lindsay früher aus der L.A.-Klinik entlassen werden dürfte. Der Webdienst TMZ berichtete, dass die Therapie von 90 auf 45 Tage reduziert werden könnte. Die Actrice sei „bester Dinge“, sagte die Mutter, „habe bereits viele Freunde“. Dann die harte Frage: Hat sie als Mutter versagt? „Ich musste sie gehen lassen, als sie 19 war und nach L.A. zog – und sie geriet in schlechte Gesellschaft“, gibt Dina zu: Sie lebe unter einem Mikroskop, „und das hat sie einfach zu spät realisiert“. Die Medien machten es für Jungstars unmöglich, „ihr Leben zu leben“. Der Plan: Nach Lindsays Entlassung wolle sie mit ihr nach New York übersiedeln – wo die Paparazzi mehr unter Kontrolle seien.

# 14. August: Obama will im Moschee-Streit schlichten

New York. US-Präsident Barack Obama watete jetzt voll in den eskalierenden Streit um eine Moschee in Lower Manhattan – nur zwei Straßenblocks nördlich von Ground Zero, dem Tatort des Jumbo-Terrors des 11. September (2,752 Tote in New York). Das geplante 15-stöckige, muslimische Gebetshaus hatte zu heftigen Protesten von Angehörigen der 9/11-Opfer und Demos Ultrarechter gegen Moscheebauten in ganz Amerika geführt.
„Jedes Recht“. „Als Bürger und Präsident glaube ich, dass Muslimen die gleichen Rechte haben zur Religionsausübung wie jeder in diesem Land“, stellte Obama klar. Nachsatz: „Das ist Amerika!“ Diese Rechte erstrecken sich auf den Bau der Moschee, auch wenn sie so knapp an der Gedenkstätte für die Opfer des von Islam-Fanatikern exekutierten Terror-Horrors stehe. Die „Ground-Zero-Moschee“ führt fast zum „Religionskrieg“ (US-Medien): Christengruppen hetzen gegen den „Lügen-Islam“.

New Orleans. Gerade als der Ölmulti BP die Ölleck-Quelle durch das Betonpumpen von oben als „permanent versiegelt“ erklären wollte, sprach US-Krisenmanager Thad Allen ein Machtwort: Auch zumindest eine der beiden Entlastungsbohrungen muss fertiggestellt werden, um das Bohrloch in der Operation „bottom kill“ auch am unteren Ende mit Zement zu stopfen. Allen nannte den Befehl eine „Vorsichtsmaßnahme“.
Die Präsidenten-Familie absolviert unterdessen einen Wochenendurlaub an der Florida-Golfküste – als Signal, dass Urlauber zurückkehren können.

San Francisco. Ein Richterspruch in de USA stürzt die Zuckerindustrie ins Chaos: 95 Prozent der in den USA angebauten Zuckerrüben sind genmanipuliert – und genau dieser Praxis schränkte nun ein Bundesrichter massiv ein: Der Anbau der Gen-Rüben mit dem Saatgut des Biotech-Giganten Monsanto wurde untersagt, da das US-Landwirtschaftsministerium die Umweltfolgen nicht „ausreichend“ dokumentierte, Bestehende Ernten sind nicht betroffen. Monsanto drohen Milliardenverluste.

# 15. August: US-Reporter

Los Angeles. Horror-Unfall bei einem Querfeldein-Autorennen in der kalifornischen Mojave-Wüste: Ein bei einem Sprung außer Kontrolle geratener Pickup-Truck flog in die Zusehermenge. Acht Fans des „California 200“-Rennens starben, 12 wurden verletzt. Ein Fotograf beschreibt Schreckensszenen: „Körper lagen überall“, so David Conklin: „Eine Frau mit einer Kopfwunde lag in einer Blutlache“.
„Aufgeschlagen“. Der Pickup mit Riesenreifen raste im vorderen Feld, als er beim Sprung „Rockpile“ (Steinhaufen) „endlos durch die Luft segelte“, so Conklin, und in der Zusehermenge aufschlug. Das 321 Kilometer lange Wüstenrennen ist Teil einer Rennserie für Off-Road-Vehikel, die mit 160 Stundenkilometern über einen Parcours mit Sprüngen rasen.

Miami. Die Naschliebe wurde einem Jungbären im US-Staat Florida fast zum Verhängnis. Das sechs Monate alte Zotteltier hatte vor zehn Tagen beim Durchstöbern von Müll den Kopf zu tief in einen durchsichtigen Plastiktopf gesteckt – und bekam den Pott nicht mehr vom Kopf. Der Bär geriet dadurch in akute Lebensgefahr: Zwar konnte er atmen, doch durch den Behälter weder trinken noch Nahrung zu sich nehmen. Die Jagd erwies sich als schwierig: Biologen betäubten zuerst das Muttertier, legten es in eine Fall bis ihr die Bärenjungen folgten.

New York. Brisanter Report in der New York Times: US-Präsident Barack Obama setzt beim Kampf gegen das Al-Kaida-Terrornetz auf Geheimoperationen, die nun bereits auf 12 Staaten ausgedehnt wurden. Die Soldaten kämpfen damit immer mehr in „rechtlichen Grauzonen“ – was auch diplomatische Rückschlägen provoziert, als etwa bei einem Luftschlag im Jemen gegen eine Al-Kaida-Stellung auch ein populärer Provinz-Politiker starb. Das Blatt: Das Pentagon operiere wie der Geheimdienst CIA.

# 15. August: Badespaß im Golf…

Rührende Bilder: US-Präsident Barack Obama plantscht mit seiner süßen Tochter Sasha (9) in der türkisblauen Brandung der Florida-Traumküste. Sie lachen, haben Spaß. Doch der Auftritt drückt auch den Grad an Verzweiflung über die wachsende Mussgunst gegenüber dem einstigen Starpräsidenten aus: Obama wollte mit dem 24-Stunden-Badetrip mit Frau Michelle, Sasha (die ältere Tochter Malia ist auf Sommercamp) und Hund „Bo“ nach Panama City neuerlich den latenten Vorwürfen begegnen, er hätte zu lasch auf BPs Jahrhundert-Ölpest im Golf von Mexiko reagiert.
Jetzt, wo das Leck dicht ist, wollte er den Amerikanern signalisieren, „dass hier wieder ausspannt werden kann“, so Obama leger im Polohemd beim Minigolf. Bizarr die Medienarbeit beim Bade-Auftritt: Es sollte keine Bilder von Obama ohne Hemd geben, nachdem sein durchtrainierter Oberkörper bei einem Hawaii-Trip 2008 eine skurrile Debatte um den „sexy Präsidenten“ provozierte. Mit Malia schwamm er deshalb abgeschirmt vom Presse-Tross, nur ein Foto wurde veröffentlicht.
Doch trotz aller präsidialer PR: Obamas Stern ist im sinken. „Er geht baden“, ätzten US-Medien angesichts des Plantschen im Golf. Laut „Gallup“ schmierte seine Popularitätskurve auf 41 Prozent ab (bei über 70 Prozent lag sie beim Amtsantritt im Jänner 2009). Das „Yes we can“-Supermann-Image ist dahin. Obama wirkt ermattet, müde, die Haare sind ergraut, die einst zündende Rhetorik lau.
Kritik gibt es dazu genug: Trotz 787-Milliarden-Dollar-Konjunkturpaket liegt die Arbeitslosigkeit weiter bei 9,5 Prozent. Das Gemetzel in Afghanistan kratzt an Obamas Image als resoluten Oberkommandierenden, nur mehr 33 Prozent der US-Bürger stehen hinter seiner Offensive am Hindukusch. Beim Öldrama wurde ihm mangelnde Anteilnahme vorgeworfen. Obamas durchgeboxte Reformpakete (Gesundheit, Finanzen) brachten Rechte in Rage, doch enttäuschten auch seine liberalen Fans, da Obama mangels Standfestigkeit, so der Vorwurf, zu viele faule Kompromisse einging.
Er wolle es immer „allen recht machen“, zürnen US-Kommentatoren. Jüngstes Beispiel: Hatte Obama am Freitag den Bau einer Moschee am Schreckensort des 11. September, „Ground Zero“, noch vehement wegen der „Grundrechte auf freie Religionsausübung“ verteidigt, ruderte er 24 Stunden später schon zurück: Er wollte nicht die „Weisheit“ der Entscheidung bewerten, so nahe ein der Gedenkstätte für die 9/11-Opfer ein muslimisches Bethaus zu bauen.

# 16. August: Craiglist-Killer killt sich selbst

„Craigslist-Killer“ schlitzte sich in Zelle Pulsadern auf
Washington – Der ehemalige Medizinstudent Philip Markoff (t24), angeklagt wegen des Mordes an einer Masseurin (26) im April 2009, verübte Sonntag in einer U-Haft-Zelle einer Anstalt in Boston (US-Staat Massachusetts) Selbstmord. Er schlitzte sich mit einem Wegwerfrasierer die Pulsadern und eine Beinarterie auf, stülpte sich einen Plastiksack über den Kopf. Markoff schockte Amerika als „Craigslist“-Killer, da er seine Opfer – er attackierte noch zwei weitere Frauen – stets über die gleichnamige Internetbörse fand.

# 17. August: Hollywood liebt Obama

Der Lack ist fast ab von US-Präsidenten Obama, doch Hollywood liebt ihn weiter.
Los Angeles. Bei einer Wahlspendenveranstaltung in der elf Millionen Dollar teuren Villa des West Wing-Produzenten John Wells in Beverly Hills sammelte Obama unter der Elite der Traumfabrik eine Million Dollar für die Wahlschlacht seiner Demokraten-Partei bei den Midterm-Kongresswahlen Anfang November. Regielegende Steven Spielberg, Mogul Jeffrey Katzenberg und Sängerin Barbara Streisand fungierten als Gastgeber, Gäste bezahlten 2.500 Dollar pro Sessel beim Galadinner. Obama rechnete mit seine Politgegnern als „Nein-Sager“ ab.

# 17. August: Douglas hat Krebs!

Neue Tragik in der Douglas-Familie: Nur Wochen nach dem Haftdrama um seinen Sohn wurde der Hollywood-Star (65) nun mit Krebs diagnostiziert. Wird er geheilt?
New York. Es handelt sich um einen „Tumor im Hals“, so sein Sprecher. Details der Horror-Diagnose sind rar: Es wird auf Kehlkopf- oder Rachenkrebs getippt. Der Oscar-Gewinner (Wall Street) soll sich einer acht Wochen langen Strahlen- und Chemo-Therapie unterziehen. Seine Ärzte rechneten mit einer „vollständigen Genesung“. „Ich bin sehr optimistisch“, so Douglas zum US-Magazin People.
Der mögliche Krebsgrund: Das Rauchen. „Diese Art wird vor allem durch Zigarettenkonsum ausgelöst“, urteilte CNN-Moderator und Doktor Sanjay Gupta. Tatsächlich: Douglas boffelte jahrelang mindestens eine halbe Packung am Tag, 2006 gewöhnte er sich das Rauchen ab. Die jetzige Krebsbehandlung birgt enorme Risiken: Douglas könnte beim Sprechen schwerst behindert bleiben, seine Karriere wäre dann ohne die charismatische, tiefe Stimme zu Ende. Schlimmstenfalls müssten Teile des Kehlkopfs entfernt werden, Um den Verlust der Sprache oder Behinderungen zu verhindern „wird beim Kampf gegen den Tumor daher zunächst auf Chemo und Bestrahlung gesetzt“, so Gupta. Ungeklärt ist aber auch, ob der Krebs gar auf andere Organe metastasierte.
Behandlungstortur: Blasen im Mund, Narkotika
Robert Haddad, Spezialist an einer Krebsklinik in Boston, urteilt wegen des aggressiven Behandlungsplanes gegenüber USA Today, dass sich der Krebs bereits im „fortgeschrittenen Stadium“ befinde. Die Behandlung ist eine Tortur: „Bei vielen entwickeln sich Blasen im Mund, der Schmerz kann nur mit morphinhaltigen Narkotika gelindert werden“, so Haddad. Immerhin hat der Superstar Zugriff auf die besten Krebskliniken New Yorks. Erholen könnte er sich in seiner Traumvilla auf Bermuda.
Es ist ein Annus Horribilis für den Star: Im Frühjahr war Sohn Cameron (31) zu fünf Jahren Haft verurteilt worden (siehe rechts). Jetzt traf ihn die Krebshorror-Diagnose. Immerhin gibt die stabile Ehe zu Traumfrau Catherine Zeta-Jones (45), mit der er die Kinder Dylan (10) und Carys (7) hat, Kraft für die Genesung – und ein mögliches Comeback.
H. Bauernebel / New York

Es ist eine harte Zeit für Michael Douglas auch als Vater: Sohn Cameron (31) sitzt eine Haftstrafe wegen Drogen-Dealerei ab.
New York. Es waren Schreckensszenen für den Filmstar im April vor dem Gerichtsgebäude in Manhattan: Mit Ex-Frau Diandra Luker musste er sich den Weg durch die Phalanx der Weltpresse bahnen. Drinnen: Sohn Cameron, der vom Richter zu fünf Jahren Haft verdonnert wurde, als „letzte Chance“, seine seit dem 13. Lebensjahr existierende Drogenvergangenheit loszuwerden. Cameron, ein Ex-DJ, war nach einer Serie an Drogenvergehen 2009 wegen Dealens mit Methamphetamin (0,23 Kilo wurden entdeckt) angeklagt worden. Den leidenschaftlichen Briefen von Douglas und Stiefmutter Zeta-Jones hat er es zu verdanken, dass der Richter die Mindeststrafe von zehn Jahren halbierte. Acht Monate lang hatte Douglas seinen Sohn zwei Stunden pro Woche besucht.
Therapie. Cameron selbst flehte: „ Ich muss mich bei meiner Familie für den Albtraum entschuldigen – doch diesmal werde ich es schaffen“. Der Spross wurde in eine Minimumsicherheitsanstalt in Pennsylvania transferiert. Er absolviert dort die Therapie für den Drogenentzug.

# 18. August: Streit unter Experten über Ölpestausmaß

Die US-Regierung behauptete zunächst, der Großteil der Ölpest sei schon weg. Jetzt kontern Experten: Das Öl sank einfach zum Meeresboden.
New Orleans. Die Regierung von US-Präsident Barack Obama hat sich bei der BP-Ölpest im Golf von Mexiko kaum mit Ruhm bekleckert. Doch jetzt folgte die größte Panne: Blauäugig verkündete Obamas Ozean-Behörde NOAA zunächst, dass 75 Prozent der Giftbrühe aufgesaugt, weggeputzt oder abgebaut seien.
„Die Regierungszahlen sind völlig falsch“, konterten jetzt Experte Charles Hopkinson von der University of Georgia: Fast 80 Prozent der 651 Millionen Liter Öl, die aus dem Deepwater-Horizon-Leck ins Meer flossen, schwappten dort immer noch herum. Der Vorwurf: Die NOAA-Leute hatten sich verrechnet, machten viel zu positive Annahmen.
Zorn an der Golfküste: „Wir glauben kein Wort…“
Die Wut in der Golfregion ist nun, bloß Tage nach Obamas Bade-Wochenende zur Imageaufbesserung, neuerlich explodiert: „Wir glauben kein Wort mehr, was die sagen“, zürnte Demokraten-Stratege James Carville aus Louisiana. Die miese Stimmung drückt auch Obamas Popularitätskurve weiter nach unten (siehe rechts).
Alarmierend: Ein Forscherteam belegte, dass das Öl durch den Einsatz toxischer Chemikalien einfach zum Meeresboden sank – und die Ölpest nun dort weiter wütet. Mit ultraviolettem Licht entdeckten sie mikroskopisch kleine Öltröpfchen, die nun das Plankton vergiften – dem wichtigsten Bestandteil der Nahrungskette des Marinelebens.

New York. Die Ölpest, der 9/11-Moschee-Streit, die hohe Arbeitslosigkeit oder der Endloskrieg in Afghanistan lassen Obamas Popularität immer tiefer stürzen. Erstmals lehnt laut Gallup mit 51 % eine Mehrheit seine Amtsführung ab. Die Schar seiner Fans schrumpfte auf 42 % – ein Tiefstwert.

# 18. August: US-Reporter

Miami. Es war ein Scherz, der wirklich in die Hosen ging: Die 19-Jährige Jungmutter Rachel Stieringer in Florida fand es drollig, als ihr elf Monate alter Sohn mit einer Marihuana-Wasserpfeiffe („Bong“) spielte. Fast wie ein Profi hielt das Baby in blauem Hemdchen und Windelhosen das Dröhninstrument, schien an der Öffnung anzusaugen. Die Mutter knippste ein Foto, zeigte das „Bong-Baby“ stolz der Welt via dem sozialen Online-Netzwerk Facebook. Einem Nutzer in Texas verging jedoch das Lachen: Er rief eine Telefon-Hotline für den Verdacht auf Kindesmisshandlung an.
„Dumme Aktion“. Cops stürmten daraufhin das Haus der mitteilungsbedürftigen Mutter, nahmen sie fest. Gegen 502 Dollar Kaution wurde sie freigelassen, es droht eine Anzeige. Tests an dem Baby-Buben zeigten jedoch, dass er kein Marihuana konsumierte. Stieringer, nun weltweit bekannte Rabenmutter, verteidigte sich – wieder auf Facebook: „Es ist doch bei der Betrachtung des Bildes klar ersichtlich, dass der TABAK-Behälter leer ist“, schrieb sie, wohl wissend, dass dort meist andere Rauchwaren als Tabak platziert werden. Sie gab zu, dass die Aktion „dumm“ war, doch beteuerte, dass sie ihr Baby niemals „high“ machen wollte. Die Florida-Fürsorge will nun ermitteln.

Columbia. Der Polizei kam ihre Horrorgeschichte gleich seltsam vor: Die Mutter Shaquan Duley (29) in South Carolina erzählte, dass ihr Wagen mit ihren beiden Kleinkindern (18 Monate, 3 Jahre) drinnen von der Straße abkam und in einem Flusses versank. Nur ihr wäre die Flucht gelungen. Die Autopsie überführte sie rasch als Mörderin: Tatsächlich hatte die Frau ihre beiden Söhne mit bloßen Händen erdrosselt, sie dann in die Kindersitze gesetzt, angeschnallt und den Wagen in die Fluten rollen lassen.
„Frei sein…“ Als Motiv nannte die Lokalpolizei heillose Überforderung als Mutter und totale Verzweiflung: Duley ist arbeitslos, der Vater der Buben türmte, sie lebte im Filz einer desolaten Wohnung in einer miesen Gegend der Kleinstadt Orangeburg. Sie hat auch eine fünf Jahre alte Tochter. Ihre Muter hätte ihr ständig vorgehalten, sie sei unfähig bei der Kindererziehung. „Sie dachte, dass sie ohne die Kleinkinder wieder frei sein könnte“, sagte ein Polizist nach dem Verhör.

# 19. August: Ölpest am Meeresgrund

Immer noch keine permanente Dichtung des BP-Horrorlecks im „Golf“: Die Entlastungsbohrungen liegen wegen Druckproblemen auf Eis.
New Orleans. Stunden nach den Schockreports von Wissenschaftlern, wonach bis zu 80 Prozent des BP-Öls nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko (520 Millionen Liter) nun am Meeresgrund weiterwüten, sorgt jetzt die Ratlosigkeit der US-Regierung über weitere Pläne zum permanenten Versiegeln der Ölquelle für Unruhe: Zwar wurde das Bohrloch schon vor zwei Wochen temporär stillgelegt, doch die Arbeiten an den Entlastungslöchern für eine weitere Betondichtung bleiben weiter unterbrochen.
Druck-Tests. Messungen zeigten Druckschwankungen in der Leitung, das Risiko für weitere Arbeiten sei derzeit zu hoch. Bei der geplanten Operation „Bottom Kill“ wird das Bohrloch von zwei in 5.400 Metern Tiefe vorangetriebenen Entlastungslöchern seitlich angebohrt – und mit Zement versiegelt. „Doch wir wollen nichts schlimmer machen“, so Einsatzleiter Thad Allen.
Ventiltausch? Ingenieure brüten derzeit daran, wie sie die Druckschwankungen in den Griff bekommen. Die US-Regierung bestand darauf, dass BP erst nach der Anbringungen einer zweiten Beton-Dichtung die Quelle als „permanent versiegelt“ ausrufen darf. Überlegt wird – als alternative endgültige Lösung – auch der Austausch des kaputten Hauptdichtungsventils (Blowout Preventer).

# 19. August: US-Reporter

Boston. US-Präsident Barack Obama wolle in den nächsten zehn Tagen beim Familienurlaub auf der Promi-Insel Martha´s Vineyard (Massachusetts) seine „Batterien aufladen“, so sein Sprecher. Das kann nicht schaden, denn Obama braucht alle Kraft für ein Polit-Comeback: Mit nur 41 Prozent Popularität erreichte er in einer Gallup-Umfrage neue Tiefstwerte, 52 Prozent lehnen seine Amtsführung ab. Massiv geschadet hat zuletzt seine vorsichtige Unterstützung einer Moschee am Elften-September-Anschlagsort „Ground Zero“ in New York.
Segel-Turns. Doch jetzt verbringt er mal Zeit mit Gattin Michelle, sowie den Töchtern Sasha (9) und Malia (12), die ihr Sommercamp beendete. Sasha genoss zuvor den umstrittenen Luxus-Trip ihrer Mutter nach Marbella (Spanien). Die Obamas dürften wieder das schicke Millionen-Areal Blue Herron Farm mit Pool und Tennisplatz gemietet haben, geplant sind Segelturns, Strandausflüge und Grillabende. Obama selbst dürfte seinen Kopf des öfteren am Golfplatz ausrauchen lassen.
Doch wie geruhsam der Urlaub wird, hängt für den mächtigsten Politiker der Erde von der Weltlage ab: Beim Vineyard-Sommerurlaub im Vorjahr starb Senatsikone Ted Kennedy, das Ausspannen in Hawaii über Weihnachten verdarb der Skandal um den „Unterhosenbomber“.

# 19. August: Pretty Womans Doppelleben?

Sie gilt als America´s Sweetheart, bezaubert in der Romanze „Eat, Pray, Love“, betörte gerade am roten Teppich bei der Premiere in Tokio: Doch hinter der Fassade von Julia Roberts (42) würden sich Abgründe auftun, enthüllt jetzt das Magazin „National Enquirer“. Die populäre Actrice führe ein richtiges Doppelleben aus Drogen, Lügen und Wutanfällen. Öffentlich behauptete Roberts, nur zweimal Joints geraucht zu haben. Insider widersprechen: Sie kiffe „gerne, viel und oft“. Gefürchtet ist ihr Jähzorn: Verwandte decke sie am Telefon mit Schimpfkanonaden ein. Ihre Halbschwester Nancy hätte sie einmal so heruntergemacht, dass die in Tränen ausbrach. Ins Visier ihrer Wut gerät ständig auch Gatte Danny. Eine Zeugin: „Sie schrie Danny an, ungeniert in aller Öffentlichkeit“. Und: Das sei die wirkliche Julia, die die Öffentlichkeit nicht kenne.

# 19. August: Hollywood-Stories

Jetzt könnte ihr die Sucht nach Luxus zum Verhängnis geworden sein: Im Poker um die Rolle als Jurorin des Quoten-TV-Wunders American Idol (TV-Austria berichtete) hatte Film- und Popstar Jennifer Lopez (41) plötzlich schlechte Karten. „Ihre Forderungen sprengten den Rahmen“, so ein Insider zu People: „Den Sendeverantwortlichen platzte der Kragen“. Neben astronomischen Gehaltsvorstellungen, die an die 36 Millionen Dollar Jahressalär des abgetretenen Top-Jurors Simon Cowell heranreichten, könnte auch ihr Primadonnatum den Sender Fox in die Flucht schlagen.
Limonen-Blüten. Lopez, deren Privatleben zwar durch die stabile Ehe zu Barden Marc Anthony (41) und das Kinderglück mit den Zwillingen Emme und Max (2) sorgenfrei scheint, riskiert als „ewige Diva“ ihre weitere Karriere. Mit welch absurder Extravaganz sie ihren Luxus einfordert, wissen zeigte sie jüngst bei den World Music Awards in Monaco: Sie bestellte Schnellboot mit Champagner im Kühlschrank und einen mit Diamanten besetzten Kopfhörer um 5.000 Dollar gegen den Motorlärm. Bei der Promotion eines Popalbums in 2007 verlangte sie, dass im Londoner Fünfsternhotel Dorchester Duftkerzen mit Grapefruit- und Limonenblüten-Duft den Raum wohlriechend machen sollten.
Ob sich JLo die Allüren allerdings noch leisten kann, wird bezweifelt: Ihre Rückkehr auf die Kino-Leinwand in The Back-Up Plan wurde von Kritikern zerpflückt. Und auch ihr Comeback als Hitparadenstürmerin scheint fraglich: Ihr neues Album Love? wurde nun bereits mehrmals verschoben.

Sie stand ihrem Hollywood-Stargatten Michael Douglas (65) bereits früher eisern zur Seite, besonders als sein Sohn Cameron (31) im April von einem New Yorker Richter zu fünf Jahren Haft wegen Drogen-Dealerei verdonnert wurde. Doch nun braucht er die Hilfe von Starschauspieler-Frau Catherine Zeta-Jones (40) bitterer denn je: Douglas beginnt nach einer Horrordiagnose mit Kehlkopf- oder Rachenkrebs ein striktes Regiment an Chemo-Therapie und Bestrahlungen.
Sie wird in der Zeit großer Schmerzen und emotioneller Achterbahnfahrten zwischen Hoffen und Bangen zu seiner wichtigsten Stütze, könnte ihm genau jene Kraft geben, um den Krebs zu besiegen. Die Ärzte attestierten zwar „gute Heilungschancen“, so US-Medien. Doch die Behandlung birgt große Risken: Die Sprachfähigkeit könnte permanent behindert bleiben. Und die Chemo bringt enorme Qualen.
Doch Zeta-Jones, die der Oscar-Preisträger („Wall Street“) in einer Traumzeremonie im New York „Plaza“-Hotel im September 2000 ehelichte, umschwärmte er stets als Fels in seinem Leben. Kurios: Beide haben den gleichen Geburtstag, sie ist um exakt 25 Jahre jünger. Aufgerissen hatte er sie – kaum zu glauben – mit dem Satz: „Ich wäre gerne der Vater deiner Kinder“. Der Wunsch ging in Erfüllung: Die walisische Schönheit, die für das Musical „Chicago“ 2002 selbst den Oscar gewann, brachte Sohn Dylan (10) und Tochter Carys (7) zur Welt. Sie steckte zugunsten der Familie mit ihrer Karriere zurück, drehte in den letzten fünf Jahren nur vier Filme, überlegte, ganz aus dem Filmgeschäft auszusteigen. Der Rolle als Ägypten-Königin Kleopatra im Streifen „Cleo“ (2011) konnte sie aber nicht widerstehen.
Wie sehr ihr krebskranker Gatte Michael in seinen bittersten Stunden auf sie zählen kann, bewies die Actrice beim Drogen-Drama um Sohn Cameron (31): In einem aufwühlenden Brief an den Richter beschrieb sie den Ex-DJ als „rührenden Bruder“ für ihre beiden Kinder. Der Richter zeigte sich bewegt, halbierte die vom Gesetz vorgesehene Mindeststrafe.

# 20. August: Bonnie & Clyde II gefasst…

Phoenix. Zumindest starben sie nicht im Kugelhagel wie ihre Vorbilder des Gangster-Duos „Bonnie & Clyde“ im Jahr 1934: Der Gefängnis-Ausbrecher John McCluskey und seine Verlobte Casslyn Welch wurden jetzt auf einem Campingplatz in Arizona verhaftet. Sie gestanden, dass sie das Feuer eröffnet hätten, wären sie nicht so rasch von einem SWAT-Eliteteam der Polizei überwältigt worden. Auch die Fahnder hatten ein „Blutbad“ erwartet.
Im Schlafsack erwischt. Der verurteilte Mörder war Ende Juli aus einer Haftanstalt in Arizona mit zwei weiteren Killern geflüchtet. Geliebte Welch hatte ihm vor der Flucht eine Drahtschere zugeworfen. Fast ein Monat lang war das Paar, das sich als moderne „Bonnie & Clyde“ gefiel, trotz einer nationalen Großfahndung auf der Flucht. Und mordete: Die verkohlten Leichen eines Urlauberpaares wurden in einem Wohnwagen in New Mexico entdeckt. Doch Donnerstag fiel einem Park-Ranger ein Lagerfeuer neben einem silbernen, dem Fluchtwagen ähnelnden Vehikel auf. Polizeiteams pirschten sich an, überraschten McCluskey, als er im Schlafsack ausspannte. Welch wollte nach ihrer Schusswaffe in der Hosentasche greifen, doch wurde überrumpelt.

# 20. August: Casht Madonna in Vegas ab?

Fast wirkt das Angebot wie der größte Jackpot in Las Vegas aller Zeiten: Popikone Madonnna (52) soll einen Vertrag in der Casino-Metropole in der astronomischen Gesamthöhe von einer Milliarde Dollar angeboten worden sein. Die Sängerin mit den meistverkauften Alben aller Zeiten (300 Millionen) müsste bei dem Deal die nächsten fünf Jahre in dem Glitzerparadies der Nevada-Wüste auftreten.
Madonna, die nach der Scheidung mit Briten-Regisseur Guy Ritchie („Sherlock Holmes“) mit ihrem brasilianischen Toyboy Jesus Luz (24) und Kunterbunt-Familie in New York residiert, könnte sich nach dem Megadeal an die Spitze der bestverdienendsten Unterhalterinnen der Erde setzten: Dort rangiert sie laut „Forbes“ auf Rang fünf mit einem Jahressalär von 58 Millionen Dollar. In das Ranking flossen auch Medien-Hype und Hip-Faktoren ein, dadurch lag sie hinter ihren Gesang-Rivalinnen Britney Spears, Lady Gaga, Beyonce und auch Talkqueen Oprah. Insgesamt wird Madonnas Vermögen auf 322 Millionen Dollar geschätzt.
Mit dem Milliarden-Deal würde Madonnna, wenn auch bei dramatisch höherer Bezahlung, in die Fußstapfen klassischer Performer wie Sir Elton John, Cher oder Celine Dion treten, die dort einst Stargagen kassierten. „Die Aufregung über den möglichen Milliarden-Deal könnte in der Branche höher kaum sein“, wurden Insider in US-Medien zitiert.
Geprüft werde aber noch, ob die Vegas-Auftritte Madonnas 2007 abgeschlossenen Zehnjahres-Kontrakt in der Höhe von 124 Millionen Dollar mit dem Veranstalter „Live Nation“ über eine Serie an Konzert-Tourneen nicht verletze, schrieb der Webdienst „Contactmusic.com“. Dabei probe sie gerade emsig in London für neue Auftritte für eine Herbst-Konzertserie, „ihre größte, mit den meisten Überraschungen gespickte Tournee aller Zeiten“, so Kenner euphorisch. Madonna kehre dabei zu den Wurzeln ihrer New Yorker Zeit zurück, plane „spektakuläre Tanzeinlagen im Street/Hip-Hop-Stil“.
Wie ungebrochen Madonnas Starpower selbst mit über 50 Jahren noch ist, bewiesen die Einnahmen ihrer letzten „Sweet & Sticky“-Tour: Fans rund um die Welt ließen 400 Millionen Dollar an den Stadionkassen liegen.
Madonnna könnte frisches Geld gelegen kommen: Gerade wurde sie von der kalifornischen Modefirma „L.A. Triumph“ wegen „Trademark“-Verletzung verklagt. Madonna hatte jüngst den Label „Material Girls“ ihrer Tochter Lourdes vorgestellt. Doch genau unter diesem Namen verkauften die Kalifornier bereits Kollektionen seit 1997.

# 23. August: Kumpelwunder in Chile

Chile steht Kopf nach der wundersamen Entdeckung von 33 Kumpel nach 17 Tagen.
Santiago. Ein Wunder über verschollene Bergleute versetzt Chile in einen Freudentaumel: 17 Tage lang waren 33 Kumpel in einer Goldmine in 687 Meter im Fels verschüttet, galten als verschollen. Helfer versuchten, die Männer mit einer Bohrung zu lokalisieren. Die Tage verstrichen, unter den Angehörigen machte sich Hoffnungslosigkeit breit. Doch dann: Zuerst wurden Klopfgeräusche gehört. Und auf einer hochgezogenen Sonde steckte plötzlich ein handgeschriebener Zettel: „Allen 33 von uns geht es gut in einem Schutzraum“, stand zu lesen.
Freuden-Tränen. Der Jubel war unbeschreiblich: Verwandte fielen sich weinend in die Arme, kletterten auf einen Schutthügel, zogen 33 Fahnen auf, sangen die Nationalhymne. Chiles Präsident Sebastian Pinera, der zum Unglücksort des nationalen Dramas eilte, triumphierte: „Ganz Chile weint voller Freude“. Besonders verzückte die Nation, die sich gerade im Wiederaufbau nach dem 8,8-Megabeben des Februar (521 Tote, 200.000 Obdachlose) befindet, die Videoaufnahmen der Bergleute: Erleichtert grinsen sie in eine hinabgelassene Kamera. Doch: Die endgültige Bergung der Kumpel könnte durch das Graben eines Rettungsstollen vier Monate dauern – erst zu Weihnachten dürften sie frei sein.

# 23. August: Geiseldrama in Manila

Blutiges, elfstündiges Geiseldrama in Manila: Ein Ex-Polizist ermordete Urlauber aus Hongkong. Die Polizei tötete ihn beim Sturm.
Manila. Schreckensszenen in der Philippinen-Kapitale Manila: Sonderkommandos stürmten mit gezückten Pistolen einen entführten Touristenbus. Busfenster wurden zertrümmert. Schüsse halten durch die Boulevards. Rauch stieg auf. Das blutige Drama entfaltete sich vor den Augen der Welt live auf CNN.
„Sie sind tot…“ Der Kidnapper soll mit einer M16-Maschinen-Pistole das Feuer auf 15 noch verbliebene Geiseln eröffnet haben, so der Fahrer, der flüchten konnte: „Sie sind tot“, rief er. Der Bus mir 22 Touristen aus Hongkong und drei Philippinern an Bord (im Alter von vier bis 72 Jahren) wurde von Ex-Polizisten Rolando Mendoza (55) entführt. Der war wegen schwerer Erpressung vom Polizeidienst gefeuert worden. Im Geiseldrama verlangte er die Wiedereinstellung. Der Amokläufer entließ zuerst neun Geiseln, darunter eine Mutter mit drei Kindern.
Erschossen. Doch dann die tödliche Eskalation: Die Sonderpolizei setzte nach der Flucht des Fahrers zum Sturm an. Ein Fiasko: Die Cops scheiterten beim Eindringen durch die Nottüre, weitere schlugen Scheiben mit Hämmern ein. Grauenhafte Szenen: Einschüsse und Blutspuren an den Fensterscheiben waren sichtbar, Dann das Ende: Die Leiche des erschossenen Kidnapper hing über der zerborstene Vordertüre. Mehrere Überlebende kamen aus dem Bus.

# 23. August: Geschieden!

Die Scheidung zwischen Supergolfer Tiger Woods (34) und seiner Frau, Schwedenmodel Elin Nordegren (30) ist offiziell geschieden, bestätigte das US-Magazin „People“. Beide waren vor einem Gericht in Panama City (Florida) zur „Exekution“ ihres Scheidungsabkommens anwesend. „Wir bedauern, dass unsere Scheidung vorbei ist und wünschen uns gegenseitig alles Gute“, lautete eine Stellungnahme, die Nordegrens PR-Firma veröffentlichte. Und: „Auch wenn wir nun nicht mehr verheiratet sind, bleiben wir die Eltern zweier wunderbarer Kinder – und deren Glück wird für uns immer das allerwichtigste in unserem Leben sein“.
Der Web-Dienst TMZ zitierte erste Details aus den Scheidungsakten: Demnach wurde die Ehe in einem Dokument vom 3. Juli als „irreparabel gebrochen“ bezeichnet. Elin wollte demnach ihren vollen Mädchennamen wieder annehmen: Elin Maria Pernilla Nordegren. Die Romanze zerbrach, als nach einem bizarren Autounfall von Woods im November 2009 eine Serie von Ehebrüchen mit mindestens 14 Mätressen aufflog, darunter Party-Luder, Kellnerinnen, Porno-Darstellerinnen und Prostituierte.
Woods soll der Schwedin eine Abfindung von fast 100 Millionen Dollar zukommen lassen, so früher Reports.

# 24. August: Casht Elin ab?

Nach sechs Jahren wurde die einstige Bilderbuchehe zwischen Stargolfer Tiger Woods und Model Elin Nordegren aufgelöst: Cashte sie ab?
Orlando. Seit Montag, 14 Uhr US-Ostküstenzeit ist die Scheidung zwischen der Golfikone und dem Schweden-Model amtlich. Die brennendsten Fragen jetzt: Was geschieht mit den süßen Kindern, Charlie (1) und Sam (3)? Gibt er sich wieder seinem Harem hin? Und zieht sie nach Schweden?
Die Scheidungsakte hakt den sechsjährigen Ehebund nach Woods Eskapaden mit 14 Mätressen als „hoffnungslos zerrüttet“ ab. Es wird ein „gemeinsames Sorgerecht“ samt „Erziehungsplan“ festgehalten. Elin kann die Kids auch nach Schweden mitnehmen, wo sie eine 2,3-Millionen-Dollar-Villa kaufte. „Dass die Kinder außer Landes dürfen, ist unüblich“, so eine Expertin im US-TV: „Der Druck auf ihm war wohl enorm“.
Sagte nicht mal Hallo. Beide drückten in einer Stellungnahme zwar guten Willen aus: „Das Glück unserer Kinder wird für uns immer das allerwichtigste sein“, stand da. Doch der Auftritt vor Gericht illustrierte die totale Eiszeit: Sie grüßte ihn nicht einmal, suchte Deckung hinter einer Phalanx aus acht Anwälten (!), darunter ihre Zwillingsschwester Josefin. „Sie ist überglücklich, dass es vorbei ist“, so eine Freundin. Die schöne Elin erduldete stoisch die neun Monate lange Odyssee, als nach Woods bizarrem Autounfall schlüpfrige Details seiner Sexaffären mit Partyludern, Kellnerinnen, Porno-Queens und Call Girls auf sie einprasselten. Immerhin: Elin ist eine reiche Frau, 100 Millionen Dollar soll sie kassiert haben.
Rachel lockt. Und Tiger? Seine einstige Lieblingsaffäre Rachel Uchitel streckt die Fühler aus: Jetzt, wo er frei ist, wolle sie ihn zurück, so TMZ.com. Sie gestand einer Freundin: „Ich hoffe er erinnert sich, dass unser Liebe echt war“. Ex-Geliebte Jamie Junger sieht seine Rückkehr in die heiße Partyszene. Am Golfkurs haut Woods jedoch nur mehr daneben, gewann heuer kein einziges Tournier.

# 25. August: Fressen Mikroben Ölpest?

Doch wieder Hoffnung im Golf von Mexiko: Nach jüngsten Horrorberichten über gigantische Ölnebel unter der Meeresoberfläche zeigen sich jetzt Forscher des kalifornischen „Lawrence Berkeley National Laboratory“ plötzlich optimistisch: Die Natur selbst könnte die gewaltige Ölpest nach der Explosion der BP-Plattform „Deepwater Horizon“ im April (780 Millionen Liter Öl flossen aus) beseitigen.
Entdeckt wurden Mikroben, die das Öl auffressen: Die Miroorganismen hätten sich durch die Öltröpfchen im Meer explosionsartig vermehrt – und verzehrten die Kohlenhydrate im Rekordtempo. Eine einst katalogisierte Ölwolke in 1.200 Meter Seetiefe nahe des Monsterlecks wäre nun nicht mehr „aufspürbar“, so die Experten. Und noch eine gute Nachricht: Die Mikroben führen durch ihre regen Aktivitäten zu keiner Verringerung des Sauerstoffgehalts im Wasser, so die Studie: Der war früher an anderen Stellen des Ölteppichs gemessen worden, führte zu regelrechten „Todeszonen“ für das Marineleben. Dazu staunten die Forscher: Die Art dieser ölfressenden Mikroben wurden nie zuvor gefunden, deren Auftreten erscheint als Reaktion der Natur auf die Öl-Gifte.
Rettet das Wunder in den Tiefen den „Golf“? Gerade noch hatte die „University of Georgia“ geschätzt, dass 80 Prozent der Ölpest unter Wasser weiter als Bedrohung lauert. Der Einsatz der Chemikalie „Corexit“ ließ das Öl absinken, wurde festgestellt.
BP, dem das provisorische Stopfen des Lecks gelang, tauscht gerade das kaputte Dichtungsventil aus. Endgültig soll die Quelle Mitte September mit Beton versiegelt werden.

# 25. August: Mean Girl ist frei!

Hollywood-Jungsstar Lindsay Lohan (24, „Mean Girls“) ist wieder eine freie Frau. Und das weit früher als erwartet: Zu 90 Tagen Haft und 90 Tagen Therapie in der L.A.-Klinik UCLA war sie von der strengen Richterin Marsha Revel verdonnert worden. Der Grund: Lohan gab sich lieber ihren täglichen Party-Exzessen hin, als die Gerichtsauflagen nach einer Serie von Alk- und Koks-Autofahrten im Jahr 2007 einzuhalten. Dazu versetzt sie einmal die Richterin, als sie in beim Filmfest in Cannes im Mai feierte.
Doch statt den verhängten sechs Monaten Strafe dünstete sie nur dann nur wenig mehr als eines: Die Zellentüre öffneten sich bereits nach 13 Tagen, ihr Zwangsentzug dauerte 23 Tage. Die vom Gericht vermutete Drogen- und Medikamentensucht samt bipolarer Störung konnten die Ärzte so nicht diagnostizieren, teilte die Klinik der Justiz mit. „Gut gelaunt“, so Zeugen, spazierte sie – unbemerkt von der Medienphalanx, die ihr Team mit zwei „falschen Limos“ ablenkte – aus einer Hintertüre der Klinik.
Jetzt will Lohan, ausgerastet und ausgenüchtert, bei ihrem großen Comeback Millionen scheffeln: Laut „Hollywood Reporter“ hätte ihr das Magazin „OK!“ fürs erste Interview eine Millionen Dollar angeboten. Ein Veranstalter wollte sogar 500.000 Dollar für Auftritte in der Partystadt Las Vegas auf ihr Konto überweisen, 50.000 kassierte sie bereits als Model für die Modemarke „Marc Ecko“. An die fünf Millionen sollen alle Post-Knast-Deals wert sein, so US-Tabloids. Und dann ihr Filmcomeback: Lohan verkörpert in Kürze den Pornostar aus den Siebzigern, Linda Lovelace. In New York startet sie ein neues Leben, so Mutter Dina (47): „Sie ist eine andere Person“, versprach die. Das frische Geld kommt Lohan gelegen: Der Entzug kostete 40.000 Dollar – pro Woche.

# 25. August: Neue iPad-Patente

Laut neu entdeckten Eingaben beim Patentamt könnte der Tech-Konzern Apple die Verschmelzung seiner Desktop-Geräte á la iMac mit mobilen Kultprodukten wie dem iPad versuchen. In einer bereits Anfang Juli in Europa eingegebenen Konstruktionszeichnung, so das Magazin „PC World“, ist ein schwenkbarer Computerschirm zu sehen (mit dem Rest der Hardware integriert auf der Rückseite), der sich auf einem Tischständer von vertikalen in horizontale Positionen verdrehen lässt.
Der Schirm ist dazu ein Touchscreen wie beim iPad. Der weitere Clou: Je nach Position wechselt das Gerät sogar das Betriebssystem. Vertikal läuft OSX wie auf allen anderen Apple-Desktops und Laptops. Liegt der Schirm flach, wird auf das mobile Betriebssystem iOS gewechselt, wie es samt all den populären „Apps“ auf iPads und iPhones läuft. Ob der Multifunktions-PC vom Gestell entfernbar ist und wie das iPad herumgetragen werden kann, geht aus den Unterlagen nicht schlüssig hervor. Unklar scheint auch, ob Apple bereits an der Serienreife das Produktes arbeitet – oder ob es sich nur um ein Hirngespinst handelt.

# 26. August: Showdown um Ground-Zero-Moschee

New York. Der seit Wochen eskalierende Streit um eine Moschee am 9/11-Tatort Ground Zero führte jetzt zur Gewalt: Der 21-jährige Filmstudent Michael Enright verletzte einen muslimischen Taxler, den Immigranten aus Bangladesch, Ahmed Sharif (46), mit einem Messer schwer. Die bizarre Episode erschüttert New York, wo die Nerven zwischen den Religionsgruppen wegen der Moschee-Hetze ohnehin blank liegen: Enright begann bei der Taxifahrt ein harmloses Gespräch, fragte den Fahrer, ob er Moslem sei.
„Kontrollpunkt“. Doch dann explodierte er – stockbetrunken – plötzlich: „Das ist ein Kontrollpunkt, Scheißkerl! Ich muss dich ausschalten!!“ Der Irre stach durch das offene Schiebefenster der Trennwand Sharif in den Hals. Der Taxler überlebte im Spital, ist völlig verängstigt: „Ich lebe hier seit 35 Jahren, nie hatte ich das Gefühl, unerwünscht zu sein“. Rätselhaft jedoch: Enright selbst filmte zuletzt in Afghanistan für eine Organisation, die Religionsharmonie promotet. Vielleicht schlummerte der Hass tief in ihm.

Boston. US-Präsident Barack Obama lässt sich durch neuerliche Rezessionsängste seinen Familienurlaub auf der Massachusetts-Prominsel Martha´s Vineyeard nicht verderben. Oft schwingt er das Eisen am örtlichen Golfplatz, am Nachmittag geht es meist zum Strand. Doch Obamas Vorliebe für edle Hummer-Speisen wird von Kritikern als „unsensibel“ in tristen Wirtschaftszeiten angeprangert: Praktisch jedes Dinner schlemmte er bisher die teueren, leckeren Krebsstiere. „Es sieht so aus, als wollte Obama Amerikas Hummerbestände im Alleingang verzehren“, ätzte ein TV-Reporter.

New York. Ein Spanier in seinen Zwanzigern wollte in New York als Aktien-Händler das große Geld machen. Doch die Erträge blieben karg, er hielt sich gerade über Wasser. Jetzt der Schock: Die US-Steuerbehörde IRS fordert 175 Millionen Dollar Nachzahlung. Der Händler hatte keine Steuererklärung ausgefüllt, der Fiskus deshalb jeden seiner registrierten Aktienkäufe mit vollem Gewinn verbucht. Sie errechneten ein Jahreseinkommen von 500 Millionen. Verdutzt fragte der Spanier: „Was ist die IRS?“

# 26. August: Jetzt spricht Elin!

Es ist das Manifest einer starken Frau: Woods Ex-Frau Elin Nordegren gewinnt in einem berührenden Interview die Herzen der Welt.
Ehe-Hölle. Die Schwedin stellte gegenüber dem US-Magazin People klar, dass es trotz der beiden Kleinkinder Sam (3) und Charlie (1) keinen anderen Ausweg als die Trennung gab: „Ohne Vertrauen gibt es keine Ehe“. Sie hatte ihn trotz der dreieinhalbjährigen Exzesse mit 14 Mätressen nie verdächtigt: „Es ist mir so peinlich – ich hatte wirklich keine Ahnung“. Sie ging durch „die Hölle“, sagt sie, die Haare fielen wegen dem Stress büschelweise aus, sie nahm ab. Traumatisiert schaut bis heute kein TV, aus Angst vor peinlichen Sextiger-Storys.
Doch sie kämpfte für ihre eigene Zukunft – und die ihrer Kinder. Fast genüsslich sagt sie: „Ich habe mir kein Golf mehr angesehen, keine Minute“. Erleichtert scheint Elin, die gerade einen Uni-Kurs in Psychologie absolvierte, fast über das Ende des ganzen Golfzirkus rund um sie, als seine Manager die angebliche Traumehe ausschlachteten, um Woods Image als rührenden Familienmenschen aufzupolieren. Jetzt müsse er ihre Sicherheitsleute bei Besuchen um Erlaubnis fragen, sagt sie.
Und die kolportierten 100 Millionen Dollar Abfindung? Elin: „Mit Geld kann man Glück nicht kaufen – und es bringt auch deine Familie nicht zurück“. Die Überraschung: Die schöne Schwedin will in den USA bleiben, liebt das Land. Und sie glaubt weiter an die Liebe: „Ich habe sie erlebt, ich weiß, dass es sie gibt“.

# 26. August; Hollywood-Stories

Als Männer flach legende Gabrielle aus der TV-Hitserie Verzweifelte Hausfrauen wurde sie weltberühmt: Jetzt zementiert Eva Longoria-Parker (35) ihr Image als Allround-Talent ein. Die sexy Actrice, die im ORF in der romantischen Komödie Nur über meine Leiche als quirliger Geist herumspukt, verleiht der 62. Emmy-TV-Gala in L.A. am Freitag Glamour. Dazu nahm sie, trotz des hektischen Dreh-Terminplans für eine neue Staffel der Housewives, eine neue TV-Rolle als Jurorin bei einer Kochsendung am US-Kanal Food Network an. Auch heizen sich Gerüchte auf, dass sie in der geplanten Comix-Verfilmung Ant Man als „Wespe“ herumschwirren könnte. Und mit einer Serie ultrascharfer Model-Fotos brachte sie zuletzt das Web zum Glühen.
Flirts. Dazu bleibt bei der Schönheit, deren Vorfahren aus Spanien, Amerika und Asien stammen, auch ihre Romanze intakt: Seit 2007 ist sie glücklich mit dem aus Frankreich in die NBA übersiedelten Basketballstar Tony Parker (28) verheiratet – auch wenn es vor der Heirat zum Fasteklat kam: Ein französisches Model reklamierte ein Sex-Date mit Parker. Jetzt schwärmt sie im Magazin OK!: „Er ist sehr romantisch, führt mich zu Dinners aus, ich wusste gleich, dass er der Auseerwählte ist“. Ihre Bindung scheint stabil genug, dass sie auch ihre gelegentlichen Flirts verkraftet: Keck winkte Longoria zuletzt Fußballstar David Beckham im L.A.-Fußballstadium zu, während ihr Gatte daneben etwas säuerlich lächelte. Doch trotz allem Liebesglück will Parker mit der Familiengründung noch zuwarten: Sie sehe „keine Eile“, winkte sie ab, doch schloss künftigen Kindersegen nicht aus.
Polit-Talk. Die Sirene zeigte neben karitativer Imagepflege (dem Kinderhilfswerk Eva´s Hero) auch politisches Interesse: Zuletzt setzte sie sich für die Rechte von Latino-Einwanderen in der hitzigen US-Immigrantendebatte ein. Spekuliert wurde wegen der leidenschaftlichen Kommentare, ob sie nicht in die Politik wechseln könnte.

# 27. August: US-Reporter

New York. Das Pulverfass religiöser Spannungen steht wegen dem schrillen Streit um eine Moschee am 9/11-Tatort Grund Zero in New York knapp vor der Explosion: Ein Betrunkener torkelte jetzt in eine Moschee im Stadtteil Queens, beschimpfte Betende als „Terroristen“ und urinierte auf einen Gebetsteppich. Der provokante Vorfall passierte nur Stunden nachdem ein Taxler von dem ebenfalls schwer alkoholisierten Filmstudenten Michael Enright (21) mit einem Messer schwer verletzt wurde.
„Hass in den Augen“. Der Fahrer Ahmed Sharif (46) wurde nach der Entlassung aus dem Spital von Bürgermeister Michael Bloomberg empfangen. „Ich sah den Hass in den Augen des Angreifers“, sagte der Taxler. Er liebt New York immer noch: „Hier leben alle Rassen, alle Religionen miteinander“. Doch die Hetze gegen die „Ground Zero“-Moschee gefährdet das Toleranz-Fundament der US-Gesellschaft Republikaner schlachten dazu den Streit für TV-Werbungen im Kongresswahlkampf aus.

Sacramento. Schock für die 86 Passagiere und fünf Crew an Bord eines Airbus 320 der US-Fluglinie JetBlue: Der Jumbo knallte bei der Landung in der Kalifornien-Kapitale Scaramento derart hart auf die Piste, dass vier Reifen platzten – und Feuer fingen. Wegen der Explosionsgefahr kam es zu dramatischen Szenen: Vier Notrutschen wurden ausgefahren, die Passagiere evakuiert. Flugbegleiter riefen: „Raus! Raus!“ 15 Menschen wurden verletzt. JetBlue sorgte zuletzt für Schlagzeilen, als ein entnervter Steward über die Notrutsche und mit Bierflaschen in der Hand ein Flugzeug verließ.

Dallas. Ein Hausbesitzer war tausende Kilometer entfernt, als Einbrecher in seine Villa in Dallas (Texas) einbrachen: Sehen konnte er das jedoch in Echtzeit – auf seinem iPhone. In seinem Haus installierte Bewegungssensoren schlugen bei dem Einbruch Alarm, die montierten Web-Kameras in dem Haus lieferten die „Live“-Bilder via Internet und dem Programm iCam aufs Handy. Der Mann rief prompt die Polizei, konnte auch sehen, wie die eintrafen. Den Dieben gelang jedoch die Flucht.

# 27. August: Agentin 00-Sex taucht als Model auf

Sie war das hübsche Gesicht des Spionageskandals der zehn Russenmaulwürfe in den USA: Jetzt taucht Anna Chapman als Model auf.
Moskau/New York. Als Agentin „00Sex“ wurde die rothaarige Sirene weltberühmt: Jetzt, 51 Tage nach ihrer Rückkehr nach Moskau in dem spektakulären US-russischen Spion-Austausch in Wien, tauchte Anna Chapman (28) als kurviges Model wieder auf. Das russische Glamour-Magazin Zhara (russisch für Hitze) druckt eine Serie scharfer Fotos der schönen Anna ab: Da schaut sie neckisch in die Kamera, streckt die opulente Oberweite raus, hält den knackigen Hintern vor die Linse.
200 Fotos im Luxus-Hotel. Doch fast so stümperhaft wie in ihrer Karriere aus Spionin – wo sie sich ohne der Gewinnung nennenswerter Erkenntnisse jahrelang quer durch die New Yorker Szene schlief – startete auch ihre Model-Laufbahn: Vor der Publikation ihrer sexy Posen (200 Fotos entstanden) schaltete sie eines der Bilder am Online-Sozialnetz Facebook frei: Da sitzt sie im blauen, eng anliegendem Kleid verführerisch auf einem Fenstersims, der Kreml im Hintergrund. Ihre „Freunde“ auf Facebook waren begeistert – die Zhara-Verleger weniger: Sie verklagten Chapman prompt wegen Copyright-Verletzung.
Porno-Deals? Trotz der Pannen wird erwartet, dass die Ex-Agentin internationale Karriere macht. Sie soll über einen Millionen-Deal verhandeln: Im Russen-TV wolle sie erzählen, wie sie die Amerikaner ausspionierte. Ein lukatrives Angebot soll es auch von einer US-Pornofirma geben. Anna und ihre Maulwurf-Kollegen sind Helden in Russland. Dabei lachen Geheimdienstler eher über deren, für den KGB blamablen Stümperei: Die mit Tricks wie aus einem Bond-Film (Geheim-PC-Netze, unsichtbare Tinte, vergrabener Cash) gewonnen, nach Moskau gekabelten „Enthüllungen“ wären leichter per „Google“-Suche am Internet zu finden gewesen. Doch mehr als Annas Spionagetalente faszinierten ohnehin ihre Gaben mit Bett: Ihr britischer Ex-Mann Alex beschrieb „wilden, atemberaubenden Sex“, verkaufte Fotos, wo sie mit einem Vibrator posierte.

# 28. August: Glenn Beck provoziert an MLKs Jahrestag

Die meist weißen Regierungsgegner demonstrierten am Tag der „King“-Rede in D.C..
Washington. Schwere Provokation der ultrarechten Tea Party-Bewegung: Ausgerechnet am 47. Jahrestag der berühmten „Ich habe einen Traum“-Rede der Bürgerrechtslegende Martin Luther King waren 100.000 meist weiße Demonstranten vor dem Lincoln Memorial in Washington (wo King einst sprach) erwartet worden. Unter den „Stars“ der selbstdeklarierten neuen (weißen) „Bürgerrechtsbewegung“ war Ex-Vizekandidatin Sarah Palin und der Aufpeitscher der rechten Szene, „Fox“-Moderator Glenn Beck.
Rassistisch. Die Tea Party fordert weniger Einfluss der Regierung und Steuern. Präsident Barack Obama wird als „neuer Hitler“ beschimpft. Der Tenor der Demos ist meist glattwegs rassistisch. Schwarze Aktivisten protestieren heftig gegen den Affront einer Demo am King-Tag.

# 28. August: Hiltons neues Koks-Drama in Vegas

Neuer Skandal um die Hotel-Erbin Paris Hilton (29): Die Party-Blondine wurde Freitag abends in der Casino-Stadt Las Vegas wegen Kokain-Besitz verhaftet. Dramatische Szenen spielten sich vor dem ikonischen Wynn-Hotel ab: Polizisten fiel ein Wagen auf aus dem Marihuana-Dunst wehte. Sie stoppten das Fahrzeug: Am Steuer ein noch nicht namentlich genannter „Freund“ des Glamour-Girls, Hilton saß am Beifahrersitz. Bei der Durchsuchung wurde in ihrer Handtasche Koks entdeckt, Hilton verhaftet. Sie verbrachte die Nacht in einer Zelle des „Clark County Detention Center“. In den Morgenstunden wurde sie nach einer Anzeige entlassen.
Das Partyluder – 2007 Gast von Richard Lugner am Opernball – schafft es nicht aus den Schlagzeilen:
# Vor drei Jahren saß sie 23 Tage Haftstrafe wegen Trunkenheit am Steuer ab.
# Im Juni wurde sie bei der Fußball-WM in Südafrika wegen Verdacht auf Marihuana-Konsum kurzfristig angehalten.
# In Frankreich fanden Gendarmen ein Gramm Hasch in ihrer Handtasche.
Aufregung gab es dazu diese Woche – allerdings mit Hilton als Opfer: Ein Einbrecher drang mit zwei Messern bewaffnet in ihre Villa in Sherman Oaks (L.A.) ein. Hiltons Boyfriend, Vegas-Nachtclub-Tycoon Cy Watts, stellte den Gangster mit einer Pistole, Hilton via Internet: „Ich wachte auf und starrte in diese Messer“.
Hiltons Beteuerungen nach der Haft-Entlassung 2007, ihr wildes Party-Leben aufzugeben und fortan als globaler Hilfsengel aufzufallen, blieben offenbar unerfüllt: Damals wollte sie Geld für Kinder und Opfer von Brustkrebs und Multipler Sklerose sammeln. Doch ihr karitatives Wirken kam ebenso wenig zustande wie ein versprochener Hilfstrip nach Afrika (Ruanda). Auf den schwarzen Kontinent schaffte sie es erst als Gast in den VIP-Plätzen der WM-Stadien.

# 29. August: Paris, Mug Shot!

Immer neue Details über die jüngste Festnahme der Hotel-Erbin Paris Hilton (29) am Freitag auf der Partymeile „Vegas Strip“. Cops hatten bei der Durchsuchung des von ihrem Freund, Vegas-Nachtclubkönig Cy Watts (34), gelenkten Wagens Kokain entdeckt. Jetzt wurde das Verhaftungsfoto („Mug Shot“) veröffentlicht. Fast zum Zerkugeln: Heiter lächelt Hilton mit leicht zerzauster Frisur in die Polizei-Kamera. Sie schmeißt die exakt gleiche Pose, wie die Welt das Partygirl von praktisch jedem Auftritt her kennt. Auch im „Fotostudio“ von Untersuchungsgefängnissen hat sie Übung: Es ist für Hiltons bereits das dritte der unrühmlichen Polizeiaufnahmen.
Auch Fotos und Videos ihrer Festnahme tauchten auf: Ein Polizist hält da die Türe des schwarzen „Cadillac Escalade“-SUV auf, Hilton steigt mit leicht betroffenem Gesichtsausdruck aus dem Wagen, so Bilder am Promiwebdienst TMZ. Dann sitzt sie am Rücksitz eines Streifenwagens, der mit Blaulicht wegrast. Geschnappt wurde auch Boyfriend Watts: Der muss erklären, warum Marihuana-Dunst aus seinem Wagen wehte.
Das Glamour-Girl wurde um 2:45 Uhr, Samstag früh, entlassen. Danach unterrichtete sie die Welt via „Twitter“ stolz über ihr Comeback in den Schlagzeilen: „Hey Las Vegas, dreht den TV-Kanal 3 auf“. Dann twitterte sie weiter – als wäre nie was gewesen: „Bin im Bett, schaue mir im TV Family Guy an. Liebe diese Show…“
Doch die Heiterkeit könnte dem Party-Bimbo rasch vergehen: Hilton ist nach 23 Tagen Haft wegen Trunkenheit am Steuer in 2007 vorbestraft, durch den Koks-Besitz droht ihr ein neues Verfahren. Sie heuerte Vegas-Star-Anwalt David Chesnoff an (verteidigte einst David Copperfield). Der mutmaßte, dass die Menge an Kokain klein gewesen sein muss. Die Blondine wäre deshalb auch ohne Kaution auf freien Fuß gesetzt worden, so TMZ.
Hilton selbst behauptet jetzt: Die Börse mit dem Pulver gehörte gar nicht ihr. Doch wem? Sie war mit Watts alleine am Wagen. Mit der treuherzigen „Ist-gar-nicht-meines“-Strategie hatte sie schon bei der Marihuana-Verhaftung bei der Fußball-WM in Südafrika Erfolg: Dort wurde ihre Freundin angezeigt.
Sorgen macht sich Hollywood unterdessen auch um eine weitere Skandalnudel: Lindsay Lohan (24), erst in der Vorwoche aus dem Entzug entlassen, soll bereits wieder eine große Fete zu Ehren ihrer Rückkehr in die Party-Szene L.A.´s planen. Discos wollen der Aktrice bis zu 100.000 Dollar für die Abhaltung der Riesenparty zahlen. Ob sie dort – wie nach wie vor vom Gericht verlangt – wirklich trocken bleibt, wird mit Spannung erwartet.

# 30. August: Bohrung zur Kumpelrettung begonnen

Bohrarbeiten zur Rettung der 33 Chile-Kumpel haben begonnen. Unter Tag eskaliert das Drama: Führt jetzt der Alk-Entzug zu Spannungen?
Santiago. Die Bergungsaktion für die 33 in einer Chile-Goldmine eingeschlossenen Kumpel hat nun endlich begonnen. Der Plan: Zuerst soll ein Pilotloch mit nur wenigen Zentimeter Durchmesser 700 Meter tief in den Stollen mit den Überlebenden unter der Atacama-Wüste getrieben werden, dann folgt der Rettungsschacht. Ingenieure berechnen noch, ob das Loch mit Metallverstärkungen ausgelegt werden muss. Das Drama: Vier Monate könnten die Arbeiten dauern. Den Opfern wurde aufgetragen, bei der Rettung selbst mitzuhelfen und 3.000 bis 4.000 Tonnen Fels selbst zu beseitigen.
Einsam : Kumpel brechen unter Tränen zusammen
Die Lage der 33 Männer in der glutheißen, schwülen Röhre schwankt weiter zwischen der Hoffnung auf die Rettung und dem Bangen vor dem totalen Lagerkoller: In einem neuen Video zeigen sich die Kumpel zwar optimistisch, doch einige brechen unter Tränen zusammen, als sie über ihre Familien sprechen. „Ich liebe dich so sehr Angelica“, weinte Osman Araya. Einer seiner Leidensgenossen, Esteban Rojas, unterbreitete seiner Lebensgefährtin aus der finsteren Höhle heraus einen Heiratsantrag: „Bitte bete für mich, dass wir hier lebend rauskommen – und wenn, dann werfen wir uns in Schale und heiraten“.
Doch neue Probleme machen den Rettern bei der psychologischen Betreuung zu schaffen: In der Gruppe sollen sich Alkoholiker befinden, die ihre Angst vor den unstabilen Schächten mit „Hochprozentigem begegneten, so die Chile-Behörden. Jetzt werden Ausraster wegen Entzugserscheinungen befürchtet.

# 30. August: US-Reporter

Miami. Amerika und die Karibik zittert vor dem ersten, potenziellen Killer-Hurrikan: Earl intensivierte sich Montag mit Dauerwinden von 168 Stundenkilometern in einen gefährlichen Kategorie-2-Sturm als er durch die Leeward-Inseln pflügte. Schäden wurden auf St. Martin, Barbuda und den Virgin Islands erwartet. Regenbänder peitschten gegen die Tropeninseln, Touristen verbarrikadierten sich in Hotels. Auf der Insel Puerto Rico wurden Überflutungen erwartet.
Kurs auf New York? Earl könnte, so das Hurricane Center in Miami, weiter zu einem Monstersturm anwachsen – und dann vor der US-Ostküste im Atlantik nordwärts ziehen. Ein Aufschlag in den „Carolinas“-Bundesstaaten kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Im möglichen Visier auch: Die Metropole New York.

Nashville. Die Hatz auf Muslime eskaliert in den USA wegen dem Streit um ein Islam-Zentrum an „Ground Zero“, dem New Yorker Tatort des Terror-Horrors des 11. September, weiter. Jetzt ermitteln die Bundesbehörden wegen Brandstiftung auf einer Baustelle für eine Riesenmoschee in Nashville (Tennessee). Unbekannte hatten Baugeräte mit Benzin übergossen und angezündet. Der Anschlag verängstigte die Moslem-Gemeinde massiv: „Niemand in unserer Glaubensrichtung fühlt sich nun sicher“, sagte ein Imam.

# 31. August: Obama feiert Irak-Abzug

Washington. US-Präsident Barack Obama zelebrierte die Einhaltung zumindest eines Wahlversprechens: Den gerade komplettierten Abzug aller US-Kampfeinheiten aus dem Irak – fast siebeneinhalb Jahre nach den ersten Bomben-Barragen auf Bagdad. In einer TV-Rede aus dem Oval Office Dienstag abends würdigte Obama die Opferbringung der total 1,5 Millionen im Irak stationierten US-Soldaten, mahnte die Irak-Führung, es sei an der Zeit, „ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen“. Die Kriegsbilanz aus US-Sicht: 4.417 tote GIs, 709 Milliarden Dollar Kosten.
Falsches Thema? Zuvor hatte der Präsident eine PR-trächtige Tour zum „Kriegsende“ absolviert: Er besuchte das Walter-Reed-Militärspital, traf sich mit Veteranen. Doch einige schütteln den Kopf: Obamas „kleine Siegerrunde“ sei unangebracht, so Analysten Er provoziere damit hohe Erwartungshaltungen, ähnlich der „Mission erfüllt“-Rede von Vorgänger George W. Bush am Flugzeugträger in 2003. Dazu hätte der in den Umfragen dümpelnde Obama mit der „Irak-Rede“ das Thema verfehlt: Die Hauptsorge der US-Bürger gilt Massenarbeitslosigkeit und Wirtschaftsflaute.