# 31. Mai: Hillary-Buchbombe? Watergate-Aufdecker stochert in der Clinton-Ehe


Lange hatte Hillary Rodham gezögert, ihren Boyfriend Bill Clinton, den sie in der Bibliothek der Eliteuni “Yale Law School” kennenlernte, auch zu heiraten. Ihr größte Bange: Dass ihr der charismatische Feschak und brillante Bezieher des prestigeträchtigen “Rhodes-Stipendium” nicht treu bleiben werde. Dazu wartete auf die ebenfalls hochintelligente Hillary eine steile Karriere als Anwältin. Doch als sie, völlig überraschend, bei der ersten Zulassungsprüfung (“Bar Exam”) als Anwältin durchfiel – eine persönliche Blamage, die sie 30 Jahre lang geheim hielt – gab sie nach: Sie zog in die tiefe US-Provinz nach Arkansas und heiratete 1975 den aufstrebenden Politiker in einer schlichten Zeremonie in Little Rock. Das Hauptmotiv für die Eheschließung war “Liebe”, wie Freunde unisono versichern.
Hillary hatte natürlich recht behalten: Bills Serienseitensprünge in der Zeit in Arkansas sind heute Legende und der Jahrhundertsexskandal mit der White-House-Praktikantin Monica Lewinsky kostete ihm fast das Präsidentenamt. Heute sorgt die Angst für neuerlichen Ausfahrten aus dem Clinton-Ehehafen für Dauerpanik im Stab der New-York-Senatorin Hillary, die gute Chancen hat als erste Frau der US-Geschichte im Oval Office zu landen. Das neue Hillary-Enthüllungsbuch “A Woman in Charge” des Starreporters Carl Bernstein (640 Seiten), der einst mit Kollegen Bob Woodward den “Watergate”-Skandal aufdeckte und Präsident Richard Nixon stürzte, schlug daher wie eine Bombe ein – besonders auch nachdem ein zweites 416-seitiges Hillary-Buch der New-York-Times-Aufdecker Jeff Gerth und Don Van Natta künftigen Kontrahenten noch mehr Munition liefert.
Bernstein liefert vor allem pikante Details in Serie über eines der mysteriösesten und faszinierenden Kapitales der jüngeren US-Geschichte, die Ehe des politischen Powerduos Bill und Hillary Clinton:
# Bill Clinton hatte sich Ende der 80iger unsterblich in die Managerin Mary Jo Jenkins verliebt und die Scheidung von Hillary einverlangt. Jenkins war Hillarys “schlimmster Alptraum”, so Bernstein. Hillary verweigerte, da sie um ihr finanzielles Auslangen fürchtete und Angst vor einer Rolle als “Alleinerzieherin” für Tochter Chelsea hatte. “Es gibt schlimmeres als Untreue”, vertraute sie einer Freundin an. Was aber nicht heißen soll, wie Bernstein einräumt, dass sie sich nicht selbst mehrmals die Scheidung überlegt hätte;
# Dazu war Hillary so “verletzt” und “wütend”, so der Autor, dass sie 1990 gegen ihren eigenen Gatten um den Gouverneursposten antreten wollte. Die Idee wurde verworfen, als sie Politkonsulent Dick Morris mit verheerenden Umfragedaten konfrontierte;
# Hillary schaute mit aller Macht darauf, dass Bills “Sexkapaden” nicht in die Öffentlichkeit gelangten: Zwei Vertrauensanwälte zitierten die Bill-Freundinnen in das Büro von Hillarys “Rose Law Firm”, und ließen sie ellenlange Verschwiegenheitsverträge paraphieren. Bei einem dieser erniedrigenden Sitzungen sei Hllary sogar anwesend gewesen, so Bernstein.
# Bei einem der berühmteren Clinton-Girls, der Nachtclubsängerin Gennifer Flowers, deren Affäre Clintons Wahlkampf 1992 beinahe zum Entgleisen brachte, ging Hillary aber noch einen Schritte weiter, so die Reporter der “New York Times”: Sie heuerte Privatdetektive an, die Flowers Glaubwürdigkeit unterminieren sollten, bis sie “zerstört ist”, so die Job-Description.
# Hillary hoffte, dass Bills Übersiedlung ins Oval Office ihm Zügel anlegen würde, allein durch die konstante Überwachung im Weißen Haus. Bill hatte wohl auch deshalb am Tag seiner Abreise nach Washington um 5:15 Uhr Sex mit seiner Geliebten Jenkins im Keller der “Governor´s´Mansion”. Und Hillarys Hoffnung war sowieso durch den Lewinsky-Skandal begraben worden.
Beide Buch-Bomben dürften Hillarys Wahlkampf zumindest eine Zeit lang überschatten: Bernsteins Werk startet mit einer Riesenauflage von 275.000 Stück, Gerth und Van Nattas mit 175.000 Auflage. Team Hillary bemüht sich inzwischen, die Bücher als das Aufwärmen alter Hüte zu denunzieren. “Darf ich gähnen”, wurde etwa ein Hillary-Sprecher in US-Medien zitiert.
Aufgerollt wird aber auch die Machtbesessenheit und Skrupellosigkeit beider Clintons: Laut einem Geheimplan hätte Hillary Bill überhaupt gleich nach seinen acht Jahren für weitere acht im Oval Office nachfolgen sollen. “Sie hat allen, die sich ihr widersetzten, offen gedroht, den Machtapparat des White House zur Dämonisierung ihrer Gegner einzusetzen”, wird Ex-Senator Bill Bradley in Bernsteins Buch zitiert: “Diese Arroganz”, tobt Bradley: “Die Annahme, dass alle, die bloß Fragen stellen, automatisch ihre Feinde sind…”
Als der Traum der Clintons im Feuersturm des Lewinsky-Skandals zu Zerbrechen drohte, befielen Hillary schwere Depressionen, so Bernstein: Sie schob sich selbst die Schuld in die Schuhe, dass ihr Privatleben, die Präsidentschaft und ihre Partei ein Scherbenhaufen war, so der damalige Clinton-Vertraute, Historiker David Gergen. Doch sie rappelte sich auf, zog nach einem Wahltriumph 2000 in New York in den Senat ein und ist nun auf Kurs zurück ins Weiße Haus – wenn nicht weitere Enthüllungen den Zug zum Entgleisen bringen.

# 27. Mai: Ausgebusht: Kurswechsel im Irak?

Ordnet US-Präsident Geore W. Bush einen dramatischen Kurswechsel im Irak an? Laut geheimen Pentagon-Planungsdokumenten könnten die Truppenstärken dort auf die Hälfte, etwa 100.000 GIs, reduziert werden, berichtet die “New York Times” in einem explosiven Report. Zehn statt der heute 20 im Irak stationierten Kampfbrigaden sollen sich dann auf den Kampf gegen den Irakableger der Al Kaida-Terrortruppe konzentrieren.
Der Zeitpunkt der Enthüllung ist brisant: Gerade hatte sich Bush 94,7 weitere Kriegsmilliarden von der Demokraten-Mehrheit im Kongress abgetrotzt, seine im Jänner gestartete Großoffensive (“Surge”) als einzige Lösung für die Stabilisierung des Bürgerkriegslandes gepriesen und alle Befürworter einer Truppenreduzierung als “Kapitulierer” beschimpft. Der Grund für Bushs möglichen Kurswechsel – wo plötzlich den Empfehlungen der “Baker-Kommission” gefolgt wird, die Bush noch im Herbst ignorierte – ist die Schlacht ums Oval Office 2008: Das Dauergemetzel an US-GIs mache die Chancen der Republikaner praktisch zunichte, so Politologen.
Die Demokratenstars Hillary Clinton und Barack Obama gerieten inzwischen wegen ihrer Nein-Stimme zum Truppen-Finanzierungsgesetz unter heftigen Beschuss von Republikaner-Kandidaten: Sie würden gegenüber Al-Kaida die “weiße Fahne” heben, polterte etwa Senator John McCain. Die Schlammschlacht hat voll begonnen: Obama könne einen Mörser offenbar nicht von einer Wasserpfeife unterscheiden, ätzte ein McCain-Berater über die angebliche Unerfahrenheit des Junior-Senators.

# 26. Mai: Hillary zieht in Umfragen davon – trotz Privatenthüllungen

Ordnet US-Präsident Geore W. Bush einen dramatischen Kurswechsel im Irak an? Laut geheimen Pentagon-Planungsdokumenten könnten die Truppenstärken dort auf die Hälfte, etwa 100.000 GIs, reduziert werden, berichtet die “New York Times” in einem explosiven Report. Zehn statt der heute 20 im Irak stationierten Kampfbrigaden sollen sich dann auf den Kampf gegen den Irakableger der Al Kaida-Terrortruppe konzentrieren.
Der Zeitpunkt der Enthüllung ist brisant: Gerade hatte sich Bush 94,7 weitere Kriegsmilliarden von der Demokraten-Mehrheit im Kongress abgetrotzt, seine im Jänner gestartete Großoffensive (“Surge”) als einzige Lösung für die Stabilisierung des Bürgerkriegslandes gepriesen und alle Befürworter einer Truppenreduzierung als “Kapitulierer” beschimpft. Der Grund für Bushs möglichen Kurswechsel – wo plötzlich den Empfehlungen der “Baker-Kommission” gefolgt wird, die Bush noch im Herbst ignorierte – ist die Schlacht ums Oval Office 2008: Das Dauergemetzel an US-GIs mache die Chancen der Republikaner praktisch zunichte, so Politologen.
Die Demokratenstars Hillary Clinton und Barack Obama gerieten inzwischen wegen ihrer Nein-Stimme zum Truppen-Finanzierungsgesetz unter heftigen Beschuss von Republikaner-Kandidaten: Sie würden gegenüber Al-Kaida die “weiße Fahne” heben, polterte etwa Senator John McCain. Die Schlammschlacht hat voll begonnen: Obama könne einen Mörser offenbar nicht von einer Wasserpfeife unterscheiden, ätzte ein McCain-Berater über die angebliche Unerfahrenheit des Junior-Senators.

# 26. Mai: Mehr Kohle für den Irak: Dems gehen in die Knie

Ordnet US-Präsident Geore W. Bush einen dramatischen Kurswechsel im Irak an? Laut geheimen Pentagon-Planungsdokumenten könnten die Truppenstärken dort auf die Hälfte, etwa 100.000 GIs, reduziert werden, berichtet die “New York Times” in einem explosiven Report. Zehn statt der heute 20 im Irak stationierten Kampfbrigaden sollen sich dann auf den Kampf gegen den Irakableger der Al Kaida-Terrortruppe konzentrieren.
Der Zeitpunkt der Enthüllung ist brisant: Gerade hatte sich Bush 94,7 weitere Kriegsmilliarden von der Demokraten-Mehrheit im Kongress abgetrotzt, seine im Jänner gestartete Großoffensive (“Surge”) als einzige Lösung für die Stabilisierung des Bürgerkriegslandes gepriesen und alle Befürworter einer Truppenreduzierung als “Kapitulierer” beschimpft. Der Grund für Bushs möglichen Kurswechsel – wo plötzlich den Empfehlungen der “Baker-Kommission” gefolgt wird, die Bush noch im Herbst ignorierte – ist die Schlacht ums Oval Office 2008: Das Dauergemetzel an US-GIs mache die Chancen der Republikaner praktisch zunichte, so Politologen.
Die Demokratenstars Hillary Clinton und Barack Obama gerieten inzwischen wegen ihrer Nein-Stimme zum Truppen-Finanzierungsgesetz unter heftigen Beschuss von Republikaner-Kandidaten: Sie würden gegenüber Al-Kaida die “weiße Fahne” heben, polterte etwa Senator John McCain. Die Schlammschlacht hat voll begonnen: Obama könne einen Mörser offenbar nicht von einer Wasserpfeife unterscheiden, ätzte ein McCain-Berater über die angebliche Unerfahrenheit des Junior-Senators.

# 25. Mai: Superstar Bill Clinton

Nach sechseinhalb Jahren als White-House-Pensionist ist William Jefferson Clinton (60) ein internationaler Polit-Superstar und Gründer eines globalen Wohltäter-Imperiums. Mit 65% Zustimmung ist er in den USA so populär wie kein Ex-Präsident seit den 40igern, “relevanter vielleicht, als er es jemals im Oval Office war”, so die Ex-US-Botschafterin in Wien, Swanee Hunt, zu ÖSTERREICH:
# Mit Vorträgen, für die er bis zu 300.000 Dollar kassiert, scheffelte er seit Millionen Dollar. Die sieben Millionen Dollar Schulden, die ihm der Jahrhundertsexskandal mit der Praktikantin Monica Lewinsky an Rechtskosten bescherte, hat er längst abbezahlt. Bei internationalen Events wie dem Weltwirtschaftsforum in Davos wird Clinton umjubelt wie ein Rockstar. Seine Bio “My Life”, für die er ein Rekordsalär von 12 Millionen erhielt, wurde mit über 400.000 verkauften Exemplaren in den USA zum Megaseller..
# Doch noch populärer ist der Ex-Präsident als globaler Philanthrop: Über die “Clinton Foundation” handelte mit den Pharma-Giganten die Preise für AIDS-Medikamente in der Dritten Welt herunter. Über die “Clinton Global Initiative” bekämpft er Armut, weltweite Epedemien oder bewaffnete Konflikte. Für Aufsehen sorgte Clintons Spendensammeln für die Opfer der Tsunami 2004 und Monster-Hurrikan Katrina 2005. Mit Öko-Initiativen kämpft er auch gegen den Klima-GAU.
Und Politgenie Clinton werkt natürlich als Chefstratege und Geheimwaffe in der Präsidentschaftskampagne seiner Gattin Hillary an der Rückkehr der Clintons ins Weiße Haus. An ihrer Seite könnte er als “globaler Botschafter” Amerikas ruiniertes Image reparieren, so Hunt.

# 25. Mai: CIA unterwegs im Iran?


Ein Report der TV-Anstalt ABC über einen Befehl von US-Präsidenten George W. Bush an den Geheimdienst CIA, verdeckte Kommandoaktionen zur Destabilisierung des iranischen Regimes zu starten, hat in den USA eine wüste Debatte ausgelöst. Die Anstalt berichtete, dass koordinierte Kampagnen in Sachen Propaganda, Verbreitung an Desinformationen, Manipulationen der iranischen Währung und Störung internationaler Finanzgeschäfte geplant seien. Auch über Sabotage der iranischen Atomanlagen wird spekuliert.
Neben den Seemanövern der US-Marine vor der iranischen Küste, einem Bericht der IAEO, wonach der Iran sein Atomprogramm verstärkt ausbaue und Beratungen vor der UNO über verschärfte Sanktionen gegen Teheran hat der ABC-Report die Spannungen weiter erhöht. Kritik am Sender kommt nun aber von einigen Republikanern: Die unverantwortliche Veröffentlichung geheimer Informationen gefährde die nationalen Sicherheitsinteressen Amerikas und “letztendlich auch Menschenleben”, wetterte Präsidentschaftskandidat Mitt Romney. Der Sender selbst erhielt am Tag der Ausstrahlung via Website 1.683 teils wütende Kommentare. “Haltet eure große Klappe”, schrieb ein Seher etwa. ABC verteidigte sich, dass der Bericht keine Details verrate, die Geheimoperationen gefährden würden.

# 23. Mai: Arnie greift Bush wegen Klimaschutz frontal an

Kaliforniens “Governator” Arnold Schwarzenegger hat die Regierung von US-Präsident George W. Bush in Sachen Klimaschutz frontal angegriffen. Der “Pfusch” in Washington, schrieb Arnie scharfzüngig in einem, gemeinsam mit Connecticut-Gouverneur Jodi Rell in der Zeitung “Washington Post” publizierten Beitrag, muss endlich ein Ende haben: Die Bundesumweltbehörde EPA solle im Kampf gegen den Klimaerwärmung die Führungsrolle übernehmen, “oder zur Seite treten”, so Arnie.
Der Hintergrund des Streites: Die EPA verweigert Kalifornien und elf weiteren US-Bundesstaaten die Implementierung strengerer Autoabgas-Vorschriften, durch die bis ins Jahr Millionen metrische Tonnen an Auspuffgasen eingespart werden könnten, so viel, als würden 74 Millionen Autos ein Jahr lang in der Garage bleiben. Der amerikanische Straßenverkehr ist für 7,4 % des globalen CO2-Ausstosses verantwortlich.
Auch das US-Höchstgericht hatte zuletzt zugunsten Arnies entschieden. Seit 16 Monaten warten wir auf ein “OK” aus Washington, poltert Arnie und drohte: “Wenn nichts geschieht, werden wir die Sache vor Gericht klären”. Doch Bush schaltet offenbar auf stur: Per Exekutivverordnung ordnete er an, die Bundesbehörden sollen bis Ende 2008 die Bedrohung durch Treibhausgase weiter erforschen. Es gebe keine Debatte mehr darüber, ob der Klimawandel eine Bedrohung darstellt, konterte Arnie, der zuletzt als Klimaretter in US-Medien gefeiert worden war.

# 22. Mai: Bill Clinton goes Vienna

Knapp vor seinem Wien-Besuch lacht Ex-Präsident Bill Clinton vom Cover der US-Zeitschrift “Newsweek”. Unter dem Titel “Der Bill-Faktor” versucht das Magazin, die brennendste Frage in der Schlacht um die Bush-Nachfolge zu beantworten: Ist der populäre, doch durch Sexskandale befleckte Ex-Präsident mehr Segen oder Fluch für die historische Kampagne seiner Gattin Hillary?
Auf der Plus-Seite wird seine Rolle als Gründer eines globalen Philanthropie-Imperiums angeführt, wo er seit seinem turbulenten Abgang aus dem Oval Office 2001 über Milliarden für HIV-Bekämpfungsprojekte oder Opfer von Naturkatastrophen á la Tsunami oder Katrina sammelte. Als Chef der “Clin-ton Foundation” wird er am Donnerstag eine Million Dollar bei der AIDS-Life-Charity-Gala von Bundeskanzler Alfred Gusenbauer im Schloss Schönbrunn entgegennehmen.
Trips wie diese, sowie bahnbrechende Deals mit Pharma-Giganten zur Sen-kung der Kosten für AIDS-Medikamente, haben Clintons Popularität auf 65% anschwellen lassen. Hillary beginnt ihn daher früh in ihrem Wahlkampf als Geheimwaffe einzusetzen: Bill melkt zum Füllen von Hillarys Kriegskasse sein einzigartiges Netzwerk an FOBs (“Friends of Bill”) ab, kämpft als unter Afro-Amerikanern extrem beliebter Politiker um dieses, besonders in den Demokraten-Vorwahlen wichtige Wählersegment.
Zuletzt begann er auch, die größte Bedrohung für Team Clinton zu attackie-ren: Den farbigen Senkrechtstarter Barack Obama, der mit Charisma und konsistenter Ablehnung des Irakkrieges aus dem erwarteten Hillary-Homerun einen Polit-Thriller machte. Sich als Star der Antikriegs-Bewegung zu verkaufen, sei für Obama aufgrund der “Faktenlage “ nicht ganz ange-bracht, ätzte Bill kürzlich.
Doch nach dem Jahrhundertsexskandal mit der Praktikantin Monica Lewinsky 1998 bleibt die Furcht, dass eine weitere Affäre alles zunichte machen könn-te. Dabei dürfte Hillary Bills Expertise für Skandalmanagement bald auch in eigner Sache benötigen: Nächsten Monat erscheint eine Buch-Bombe des Watergate-Aufdeckers Carl Bernstein, mit “erstaunlichen Enthüllungen”, so der Verlag.

# 20. Mai: Elizabeth Taylor darf Raibkunst behalten

Das Urteil, wonach Hollywood-Star Elizabeth Taylor (75) ein von den Nazis konfisziertes, 20 Millionen Dollar teures Vincent van Gogh-Gemälde vorerst behalten darf, sorgt für Aufregung: Ein US-Bundesberufungsgericht lehnte die Klage der Orkin-Familie – Erben der 1939 aus Berlin nach Südafrika ge-flohenen jüdischen Kunstsammlerin Margarete Mauthner – ab, die eine Rückgabe von “Blick auf das Hospiz und die Kapelle von Saint-Remy” ver-langten.
Das legendäre, von Van Gogh 1889 kurz vor seinem Tod geschaffene Prachtgemälde, ersteigert 1963 von Taylors Vater von jüdischen Kunst-sammlern in London um 92.000 Pfund, wäre von den Nazis abgepresst wor-den, so die Orkin-Anwälte. Die Kläger hätten zu spät ihre Ansprüche ange-meldet, befanden jedoch die Richter. Das Skandalurteil steht im eklatanten Widerspruch zum US-Wiedergutmachungsgesetz aus 1998, das die Rückga-be unter “großen politische Druck” verkauften Eigentums vorsieht.
Der Rechtsstreit erinnert frappant an die restituierten Klimt-Gemälde an die in L.A. lebende “Bloch-Bauer-Erbin” Maria Altmann: “Adele Bloch-Bauer I” war an Kosmetikmilliardär Ronald Lauder um 135 Millionen Dollar verkauft, weitere vier Klimts um 192,7 Millionen bei Christie´s in New York versteigert worden.
Doch auch hier musste letztendlich das US-Höchstgericht entscheiden: Ge-nau dort, so die Orkin-Anwälte, werde auch der Streit um den Taylor-Van-Gogh enden.

# 17. Mai: Arnie will besser hinrichten

Kalifornien-”Governator” Arnold Schwarzenegger kämpft um die Wiederauf-nahme der Todesstrafe – nachdem ein Richter Giftinjektionen letzten De-zember wegen “übertriebener Grausamkeit” als verfassungswidrig erklärte. Jetzt legte Arnie ein 100-Seiten-Reformkonzept vor, wie Exekutionen in der Todeskammer von San Quentin bei San Franzisko künftig effizienter gestal-tet werden können. “Ich werde alles in meiner Macht stehende tun”, so Ar-nie, “um sicherzustellen, dass die Methode der Giftinjektion verfassungsge-recht zum Einsatz kommt und der Wille des Volkes vollstreckt wird”. Unter den Reformideen: Der komplette Neubau der Todeskammer, Seminare für die Henker und die Verbesserung des “Protokolls 770”, jenes berüchtigten, 94 Seiten dicken “Handbuch des Todes”, das die Verabreichung des letalen Giftcocktails regelt. Bundesrichter Jeremy Vogel, der nach einer Berufung des Delinquenten Michael Morales einen Stopp aller Exekutionen in Kalifor-nien anordnete, muss nun über Arnies Todesstrafen-Prozedere 2.0 entschei-den. 650 Häftlinge warten in den Todestrakten (“Death Row”) im “Golden State” auf die Hinrichtung. Vogels Entscheidung wird Signalwirkung auf 37 weitere Bundesstaaten haben, wo die Giftspritzen-Methode ebenfalls juris-tisch massiv bekämpft wird. Schwarzenegger war nach der Hinrichtung des Mörders Stanley “Tookie” Williams, für dessen Begnadigung sich halb Holly-wood einsetzte, vor allem in seinem Heimatland Österreich im Jahr 2005 un-ter schweren Beschuss geraten.

# 7. Mai: Paris´ Prison-Blues…

Während Luxus-Blondine Paris Hilton (26) nach ihrer Verurteilung zu 45 Tagen Haft wegen Verletzung der Bewährungsauflagen nach einer Alko-Fahrt unter einsetzendem “Prison Blues” (US-Tabloids) leidet, erteilen künftige Häfn-Genossinnen bereits Ratschläge für ihre Zeit im Lynwood-Frauengefängnis ab 5. Juni. “Sie soll jegliche Extrawürste vergessen und sich Arroganz verkneifen”, so Jasmine Garrison zur “New York Post”. Andere berichten offen von Gewaltausbrüchen. “Meine Ex-Frau wurde dort einmal verprügelt”, sagte einer.
Hilton wurde in einem, für ihre Verhältnisse konservativen, weißen Kleid vor dem Luxus-Restaurant Prego in Beverly Hills gesehen. Sie wirkte verloren, so Zeugen. Die Nacht hätte sie durchgeheult. In einem Monat wartet Hühnchenkost mit niedrigem Sodiumgehalt auf sie. Mehr Details zu Hiltons Häfn-Alltag in der 3,6 mal 2,4 Meter großen Zelle werden bekannt: Ihre goldenen Locken, großteils sündteure Haarverlängerungen, wird sie entfernen müssen. Ihre neue Gardarobe: Ein dunkelblauer Overall, schlichte Turnschuhe, dazu “Großmutter-Unterhosen”, die Hilton als Mode-GAU empfinden wird.

# 7. Mai: Bush unbeliebter denn je

Die Amerikaner haben genug von US-Präsidenten George W. Bush: Seine Popularität sank durch das Irakkriegs-Debakel laut “Newsweek”-Umfrage auf 28 Prozent, der niedrigsten seit einer ganzen Generation. Jimmy Carter war mit 28 % 1979 während der Irangeisel-Krise ähnlich unbeliebt. 62 % der US-Bürger halten Bush für “stur” und “unfähig, eigene Fehler einzugestehen”. Bush reißt damit auch seine Republikaner-Partei in den Abgrund: Inzwischen würden alle führenden Demokraten-Kandidaten für das Oval Office, Hillary Clinton, Barack Obama und John Edwards, die Top Drei im Republikanerfeld, Rudy Giuliani, John McCain und Mitt Romney locker schlagen. Auch die vom White House verbreitete Mär, dass ein “mutiger Bush” harte Entscheidungen treffe, ohne auf Umfragen zu achten, teilen nur vier Prozent. Je 18 % nannten hier lieber Bill Clinton oder Ronald Reagan.

# 6. Mai: 45 Tage…

Es ist diesmal nicht das Hilton für Paris, schrieben die US-Medien: 45 Tage muss die 26-Jährige Hotelerbin und umstrittener Stargast am heurigen Wiener Opernball ins Gefängnis, nachdem sie die Bewährungsauflagen nach einer Alko-Fahrt ignoriert hatte. Hilton, der Star in B-Movies und Reality-TV-Serien, Mode-Entrepreneurin sowie globales Party-Luder, brach unter Tränen zusammen, als der knallharte Bezirksrichter Michael Sauer das Urteil verkündete: “Ich verstehe das nicht. Ich habe doch nur gemacht, was sie mir gesagt haben”, stammelte Hilton, diesmal im konservativen Hosenanzug.
Hilton war im Jänner mit 0,8 Promille hinter dem Steuer von der Polizei gestoppt und ihr Führerschein auf vier Monate suspendiert worden. Am 27. Februar stoppten sie die Cops jedoch erneut. Hilton, die sogar 18 Minuten zu spät mit einer Entourage an Anwälten inmitten eines Medienzirkus vor Gericht erschien, argumentierte, ihr Publizist (!) Eliot Mintz hätte sich nicht richtig über die Bewährungsauflagen informiert. Hiltons Mutter Kathy schäumte über den Richter: “Das ist eine Sauerei!” Hilton muss am 5. Juni im Landes-Frauengefängnis von Lynwood ihre Haftstrafe antreten.

# 5. Mai: Republikaner-Debatte: „Bis an die Tore der Hölle“

Das Säbelrasseln gegen den Iran war zentrales Thema der ersten TV-Debatte zwischen zehn Republikaner-Anwärter auf die Nachfolge von US-Präsident George W. Bush: Den Mullahs dürfe nicht erlaubt werden, die “Bombe zu kriegen”, mahnte Vietnamkriegsheld John McCain. “Das ist die größte Bedrohung des ganzen Kalten Krieges”, fügte New Yorks Ex-Bürgermeister Rudy Giuliani hinzu. Alle sprachen sich auch gegen einen Rückzug aus dem Irak aus. Wüste Drohungen setzte es gegen Al-Kaida-Terrrorchef Osama bin Laden. “Er wird sterben”, kündigte der frühere Gou-verneur von Massachusetts, Mitt Romney, an. “Ich werde ihn bis an die Tore der Hölle verfolgen”, rief McCain.
Obwohl alle Bushs Irakkrieg unterstützten, rangelten die Republikaner eher, sich den Mantel eines früheren Oval-Offce-Idols überzustreifen: Ronald Rea-gan, der gleich 19 mal als Vorbild gepriesen wurde. Und das nicht nur, da Gemahlin Nancy in der ersten Reihe saß: Bush, dessen Popularität bei 30 % liegt, hängt wie ein Klotz am Bein der Republikaner-Kandidaten. Bloß sieben mal wurde er genannt. Und das Irakdebakel habe des Potential, schrieb der konservative Kommentator William F. Buckley, die GOP zu “zerstören”.
Gerächt hatten sich die Kandidaten auch an “Governator” Arnold Schwarzen-egger, der von ihnen einen moderaten Kurs der Mitte einmahnte: Fast alle lehnten eine Verfassungsreform brüsk ab, die “Ausländer” Arnie einen Run auf das Weiße Haus ermöglichen würde.
Laut jüngster Umfrage der “Quinnipiac”-Uni führt Giuliani mit 27 % vor Mc-Cain (19 %), TV-Star Fred Thompson, der sich seine Kandidatur noch über-legt, mit 14 % und Romney mit nur acht. Doch die Debatte könnte das än-dern: Romney wurde von fast allen Politprofis zum Sieger geklärt, Giuliani zum Verlierer, besonders da er sich auch in der Abtreibungsfrage verhasch-pelte.
Komplette Einigkeit herrschte bei der Reaktion auf die Frage, ob Bill Clinton als “First Husband” ins Weiße Haus zurückkehren soll. “Machen Sie Witze”, sagte Romney unter dem Gelächter aller.

# 2. Mai: Zittern vor der DC Madame

Das Säbelrasseln gegen den Iran war zentrales Thema der ersten TV-Debatte zwischen zehn Republikaner-Anwärter auf die Nachfolge von US-Präsident George W. Bush: Den Mullahs dürfe nicht erlaubt werden, die “Bombe zu kriegen”, mahnte Vietnamkriegsheld John McCain. “Das ist die größte Bedrohung des ganzen Kalten Krieges”, fügte New Yorks Ex-Bürgermeister Rudy Giuliani hinzu. Alle sprachen sich auch gegen einen Rückzug aus dem Irak aus. Wüste Drohungen setzte es gegen Al-Kaida-Terrrorchef Osama bin Laden. “Er wird sterben”, kündigte der frühere Gou-verneur von Massachusetts, Mitt Romney, an. “Ich werde ihn bis an die Tore der Hölle verfolgen”, rief McCain.
Obwohl alle Bushs Irakkrieg unterstützten, rangelten die Republikaner eher, sich den Mantel eines früheren Oval-Offce-Idols überzustreifen: Ronald Rea-gan, der gleich 19 mal als Vorbild gepriesen wurde. Und das nicht nur, da Gemahlin Nancy in der ersten Reihe saß: Bush, dessen Popularität bei 30 % liegt, hängt wie ein Klotz am Bein der Republikaner-Kandidaten. Bloß sieben mal wurde er genannt. Und das Irakdebakel habe des Potential, schrieb der konservative Kommentator William F. Buckley, die GOP zu “zerstören”.
Gerächt hatten sich die Kandidaten auch an “Governator” Arnold Schwarzen-egger, der von ihnen einen moderaten Kurs der Mitte einmahnte: Fast alle lehnten eine Verfassungsreform brüsk ab, die “Ausländer” Arnie einen Run auf das Weiße Haus ermöglichen würde.
Laut jüngster Umfrage der “Quinnipiac”-Uni führt Giuliani mit 27 % vor Mc-Cain (19 %), TV-Star Fred Thompson, der sich seine Kandidatur noch über-legt, mit 14 % und Romney mit nur acht. Doch die Debatte könnte das än-dern: Romney wurde von fast allen Politprofis zum Sieger geklärt, Giuliani zum Verlierer, besonders da er sich auch in der Abtreibungsfrage verhasch-pelte.
Komplette Einigkeit herrschte bei der Reaktion auf die Frage, ob Bill Clinton als “First Husband” ins Weiße Haus zurückkehren soll. “Machen Sie Witze”, sagte Romney unter dem Gelächter aller.