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Bauernebel


Die Fischergemeinde Grand Isle, zwei Autostunden von New Orleans, wurde zu einem der grausigsten Schauplätze der Öl-Apokalypse. Von den nahen Inseln stammen jene schockierenden Fotos ölverschmierter Pelikane, die die Welt aufrüttelten. Mike (22), ein Schlosser aus der Gegend, der tagsüber für den Ölmulti BP von den Stränden die Giftbrühe einsammelt, führt mich mit einem Schnellboot …

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7:30 Uhr: Ich treffe vor dem Apple-Flagship-Store an der Manhattaner Fifth Avenue ein. Der Hype ist unübersehbar. Gut 1000 Fans drängen sich vor dem ikonischen Glaswürfel mit dem Apple-Logo. Die Weltpresse protokolliert den US-Verkaufsstart des Wunder-Tablets: Korrespondenten aus allen Nationen und US-TV-Crews umranden die Szene des neuen Apple-Wahns. “Jetzt hat mich die Aufregung voll erwischt”, …

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Der Alltag Amerika, anno 2010, hatte mich nach dem Horror Haitis relativ flott wieder. Als ich meine VISA-Abrechnung mit der Bank of America (BofA) checke, entdecke ich wieder eine $39-Late-Fee. Wie das? Habe ich nicht geduldig unter schlechtesten Internetbedingungen meine Monatsrechnung sogar vom halbzerstörten Hotel “La Villa Creole” in der Desasterzone aus von Port-au-Prince vier …

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Rückreise von Port-au-Prince. 102 Stunden in dem Albtraum sind genug. Der Chef der AVIS-Autovermietung fährt mich mit einem Kollegen um $200 zur Grenze. Er wollte selbst fahren. Netter Typ. Er schimpft über die Gier, die jetzt unter Haitianern herrscht: Jene, die lieber mit Wucherpreisen Profite aus der Beben-Tragödie schöpfen wollen – anstatt zusammenzustehen in der …

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Wir fahren ins Epizentrum des Haiti-Todesbebens: Leogane, einst eine nette Kleinstadt mit gefälliger Kolonial-Architektur, gut 20 Kilometer südwestlich von Port-au-Prince. Die Fahrt geht vorbei am völlig demolierten Präsidentenpalast, durch das total verwüstete Downtown, wo die Müllberge nun fast schon die Schutthaufen überragen. Am Straßenrand liegt ein Toter, die Füsse abtrennt. Die herausragenden Knochen sind zu …

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