Happy Birthday Mia Alexa Bauernebel! Eine Liebeserklärung
Fröhlich tanzt sie in ihrem weißen Sommerkleid um den Couchtisch, starrt in den kleinen Cupcake mit den zwei Kerzen drauf. Ja genau: Mia Alexa Bauernebel ist zwei Jahre alt. Armes Kind: Zweitgeboren, und das inmitten der Rezession! Ihre ganze Party kostete zirka so viel wie einst der Geburtstagskuchen ihres Bruders Maxwell (7) alleine. Dazu hatte Daddy im ganzen Alltagsstress Wunderkerzen gekauft, die nicht auszublasen sind – auch nicht von Mummy und ihm selbst.

Ein paar Freunde hatten wir eingeladen zu uns nach Hause, leider zogen genug bedrohliche Regenwolken herum, um das geplante Picknick im Park zunichte zu machen. Zum einzig wirklichen Geschenk verhalf ihr beim jüngsten Ösi-Tripp die Oma, die wertvolle Euros mit auf die transatlantische Reise gab. Damit kauften wir den “Mini Scooter”, den It-Kinderroller der Saison, beachtliche $85 teuer.
Dass sie kaum über die Lenkstange sieht, tut der Freude keinen Abbruch. Natürlich hat sie auch einen Helm bekommen: In dem verschwindet der ganze kleine Kopf. Von hinten sieht es aus, als Helm mit Beinen (oder “Lord Helmet” aus “Spaceball”, auch wenn sie freilich um einiges süßer ist…).
Freunde hatten uns gewarnt, dass vom zweiten Kind meist nur halb so viele Baby-Fotos zurückbleiben wie von Nr. 1. Diese Sorge ist unbegründet: Mia ist derart entzückend und bricht vor allem ihrem Daddy täglich derart das Herz (Watch out, first Boy Friend!!!), dass ständig der Auslöser der beiden iPhones (Mummy, Daddy & Gast-Knippser Maxwell) und der Nikon-Snappy surrt. Wenn Mia mal ihre Baby-Fotos sehen will, muss sich sich wahrscheinlich wochenlang durch die iPhoto-Bibliothek klicken.
Faszinierend ist auch der Einfluss ihres großen Bruders. Der macht viel der Aufmerksamkeit wett, die wegen dem explodierten Arbeitsstress weit geringer ausfällt wie damals bei ihm. Wir scherzen immer: Wer zieht Mia groß? Maxwell und Dora (the explorer)! Die Auswirkungen sind mitunter bedenklich: Mia röhrt wie ein Dinosaurier, quietscht wie Pokemon “Pikachu”, baut Bahnen aus der übrig gebliebenen Kiste aus Thomas-Zügen, lacht schelmisch mit, wenn Max uns einen Streich spielt (wie jüngst das Verbarrikadieren unserer Schlafzimmer-Türe).
Umso glücklicher ist sie, wenn ich dann abgekämpft vom Serien-Deadlines aus dem Büro komme: “..ug” ruft sie, streckt die Arme aus, drückt sie so fest um meinen Hals, dass mir die Tränen kommen.

