++ US-BRIEFING 2/24: “Lieber Gott, halte den Wagen an!”

By Published On: 24/02/2010Categories: Daily Briefing

# Lähmung in Washington drückt auf Wirtschaftserholung: Der plötzliche Sturz im US-Konsumentenvertrauen wird als Botschaft an den blockierten Kongress und das White House verstanden, wo Obamas Agenda festgefahren ist. 86 % haben das Vertrauen in Amerikas Regierungssystem verloren, so eine jüngste Umfrage. Und das wirkt sich auf die Geldbörsen aus, so Experten: Der ökonomische Vertrauensindex stürzte in einem Monat um 11 Punkte auf 46 im Februar, dem niedrigsten Wert seit 1983. Der “Dow” schmierte ebenfalls um 100 Punkte ab. Immer mehr Bürger befürchten offenbar, dass durch den kompletten Stillstand in D.C. keines der drängenden Probleme gelöst werden kann. Stichwort “Health Care”: Während Obama zum großen Gipfel an Donnerstag rüstet, halten Demokraten im Repräsentantenhaus den jüngsten Kompromissvorschlag mangels an Stimmen bereits für gestorben.
+ Afghanistan: US-General McChrystal entschuldigt sich im Afghanen-TV für die toten Zivilisten durch die Luftschläge.
+ Herzanfall: Cheney überlebt den fünften Infarkt in seinem Leben, erholt sich im Spital.

# Kampf um Arnie-Nachfolge: Ex-Ebay-Chefin Meg Whitman eröffnet die Schlacht mit neuer TV-Werbung, kehrt ihre Wirtschaftserfahrung hervor.

# Toyota im Kongress unter Feuer: Einen Tag vor dem für heute geplanten, großen Auftritt von CEO Toyoda verteidigten sich am Dienstag die US-Bosse gegen eine Barrage an Vorwürfen. Sie beteuerten weiter, dass die Beschleunigungsprobleme nicht auf die Autoelektronik zurückzuführen sind – wie immer mehr Experten behaupten. Im Zeugenstand schockte eine Frau mit ihrer Story, deren Wagen sich auf 160 km/h beschleunigte. Zehn Kilometer lang kämpfte sie gegen das Auto: Sie legte den Leergang ein, betätigte die Notbremse. Doch der Wagen blieb nicht stehen, crashte am Ende. Die Frau: “Ich betete zu Gott, er möge endlich einschreiten”. Dann schockte ein Toyota-Manager unter Tränen, als er am Ende zugab: Die laufenden Recalls dürften die Probleme nicht komplett beheben.
+ Banken im Bonusrausch: Nur ein Jahr nach dem Crash stiegen die Boni unter Wall-Street-Bankern um 17 % auf 20,3 Milliarden Dollar, so ein neuer Report des Rechnungshofes.

# Kein Sex am iPhone: In den USA tobt die Debatte um Apples kürzliche Entfernung von 5.000 “anzüglicher” Apps, viele davon jedoch so problematisch wie eine Ausgabe von “Sports Illustrated”, höhnte ABC. Der Konzern habe auf Konsumenten-Beschwerden reagiert, so die Nr. 2 Phil Schiller.

# Brangelina-Show in Paris: Brad geht mit den Töchtern Shopping, Jolie dreht erste Szene des Thrillers “The Tourist”! Brad wurde mit Shiloh (mit Kurzhaarschnitt ganz um Buben-Look) und Zahara in einem Modegeschäft fotografiert. Jolie posierte währenddessen in einem Cafe in einer Filmszene. Die Schmuseoffensive des Paars ging ebenfalls weiter: Innig küssten sie sich in einer Drehpause.

# Charlie Sheen lässt sich in Entzugsklinik behandeln: Sein Publizist nannte es eine “vorbeugende Maßnahme”, teilt mit, dass Sheen Dreharbeiten an der TV-Serie “Two and a Half Men” vorübergehend einstelle. Seine Frau Brooke Mueller, gerade raus aus dem Rehab, soll sich um die Baby-Zwillinge kümmern. Die Fürsorge prüfte bereits deren Lebensumstände .

# SATC-Hype: Sarah Jessica Parker stellt “Sex and the City”-Duft vor.