++ US-BRIEFING 2/16: Bernie spricht!

By Published On: 16/02/2011Categories: Daily Briefing

# Abgemagerter Bernie Madoff gibt “New York Times” erstes Interview: Der Milliarden-Betrüger beteuert in dem zweistündigen Gespräch im North-Carolina-Knast, dass niemand aus seiner Familie über sein Ponzi-System Bescheid wussten. Doch er beschuldigt Banken und Hedgefonds massiv: Sie hätten prächtig mit ihm verdient und sicher etwas gewusst haben.

# Obama fordert Reformen im Nahen Osten: Nach dem Zaudern während der Ägyptenkrise stellte nun Obama seine Unterstützung für die demokratische Reformbewegungen Amerikas strategischen Interessen und dem Wunsch nach Stabilität voran. Jedes Land habe seine Eigenheiten und die USA könne nichts diktieren, sagte Obama, doch es gibt “allgemeine Prinzipien, die wir unterstützen”. Er warnte die Regime vor Gewaltanwendung. Und appellierte an die Herrscher, die “Winde des Wandels” nicht zu ignorieren.
+ CBS-Reporterin von Kairo-Mob möglicherweise vergewaltigt: Ex-Model Lara Lagon wurde am Tag der Siegesfeiern am Tahrir-Platz von Randalieren von ihrer Gruppe getrennt, dann “brutal, sexuell attackiert” und geschlagen, so der Sender CBS. Ein Frauengruppe und Soldaten retteten sie. Lohan flog am nächsten Tag nach Washington, verließ erst gestern, vier Tage nach der Attacke das Spital.
+ Patzer: Obama rutscht bei Versprecher während Pressekonferenz das Wort “Scheiße” raus

# Irak-Informant gibt Lügen über Saddams Massenvernichtungswaffen zu! Der Exil-Iraker Rafid al-Janabi hatte dem deutschen BND im Jahr 1999 furchtbares berichtet: Hussein hätte mobile Labors gebaut für die Herstellung biologischer Waffen. Die US-Geheimdienste jubelten über die Enthüllungen des Informanten, den sie “Curveball” nannten. Seine “Beweise” gegen Saddam wurden von Außenminister Colin Powell bei der UN-Rede genüsslich mit Schautafeln illustriert. Jetzt gestand der Iraker erstmals gegenüber dem “Guardian”: “Sie gaben mir die Chance, etwas zu erfinden, um das Regime zu stürzen”, sagte er. Und: “Ich bin stolz darauf, eine Rolle bei der Demokratisierung des Irak gespielt zu haben”.

# Socialite Paris Hilton wird 30: Die Hotel-Erbin feiert mit einer Riesenparty das Ende ihrer Zwanziger – und blickt zurück auf ein turbulentes Jahrzehnt: Sie stieg auf mit der Reality-TV-Serie “The Simple Life”, schuf ein Geschäfts-“Imperium”, wie sie gegenüber der “NY Post” sagte, mit 17 Produktlinien. Als Partyluder wurde sie jedoch zum Fixstern in den Discos und Tabloids, 2007 landete sie für 23 Tagen im Knast. Verpufft ist ihre Film- und Musik-Karriere. Mit ihrer im Sommer startenden TV-Serie “The World According to Paris” will sie sich nun neu präsentieren: Ihre Skandaltage seien vorbei, am liebsten würde sie mit Boyfriend Cy Waits zu Hause ausspannen, sagt sie. Sogar für Weltpolitik zeigt sie plötzlich Interesse, bezeichnete die Ägypten-Revolution als “historisch”.

# Billy Ray Cyrus: “Hannah Montana hat meine Familie zerstört!” Der Country-Sänger kritisiert vehement das Filmstudio Disney, deren Produzenten und Publizisten zwischen ihm und seine Tochter geraten wären. “Ich wünschte, die Serie wäre nie gedreht worden”, sagte der von seiner Frau getrennte Country-Star: “Wir wären zusammen, sicher, happy und normal”. Er habe “Angst um Miley”, erzählte er GQ, kaum noch Kontakt zu ihr, fürchtet, dass sie in der sich zu schnell drehenden Welt die Kontrolle verlieren könne – wie die verstorbenen Stars Kurt Cobain oder Anna Ncole Smith.