Obama unterschreibt Schuldendeal, „Dow“ kippt 265 Punkte


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Die USA hat in dem absurden Drama der letzten Wochen zwar die Zahlungsunfähigkeit in letzter Sekunde verhindert (Obama unterschrieb die Erhöhung des Schuldenrahmens um $2,4 Billionen Dienstagmittag), dennoch grassiert die Angst vor einem dramatischen Wirtschaftsabschwung in den USA. Alle Eckdaten einer nur langsam in Schwung geratenen Erholung enttäuschten, die Industrieproduktion fiel auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren, die Jobkrise eskaliert wieder mit dem Anstieg der Arbeitslosigkeit auf 9,2 %.

Da bei dem Kongress-Debakel keine strukturellen Reformen zur Eindämmung des exzessiven US-Schuldenmachens beschlossen wurden, droht den USA weiter der Verlust der AAA-Bonität. Dazu schockierte Investoren die haarsträubende Dysfunktionalität des US-Politsystems in Washington. Angesichts der ideologischen Kleinkriege hält zur Zeit kaum wer für wahrscheinlich, dass die USA schmerzhafte doch bitter nötige Kurskorrekturen vornimmt – schon gar nicht am Beginn des 2012- Präsidentschaftswahlkampfes.

Die Nervosität in der Weltfinanz steigt deshalb – trotz des Deals: An der Wall Street kippte der Dow Jones Dienstag um 265 Punkte unter der 12.000-Marke, Verluste der Bürger bei ihren Sparreserven könnten das Konsumverhalten drosseln. Obama und der Kongress bekommen die Rechnung für ihren peinlichen Murks präsentiert. Beglichen wird sie freilich wieder von der Mittelklasse und sozial Schwachen.

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