Mit diesem GOP-Kandidatenfeld hat Obama bisher noch gut lachen…


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It´s the economy, stupid, und wenn Bill Clintons Leitspruch weiter Gültigkeit hat, ist Obama eigentlich längst Toast beim Wiederwahlkmapf 2012. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 9,1 %, dürfte auch nächsten Herbst im Wahlkampffinale bei über 8 % liegen, Börsenbeben und Fastpleite demonstrieren, dass Amerikas Schuldenberg gefährliche Dimensionen erreicht. 74 % der Amerikaner sehen ihr Land am falschen Kurs, 60 % die Wirtschaft weiter im Abschwung.

Laut politischem Einmaleins sind Obamas Chancen also praktisch null. Doch für eine Niederlage bedarf es auch Gegner – und hier kann der in Dauerkrisen verssinkende, einstige Höhenflieger derzeit noch Hoffnung schöpfen. Es scheint, als könnte die ultrarechte „Tea Party“ doch einen der Ihren durchboxen – am ehesten den Evangelisten-Cowboy Rick Perry aus Texas.

Der moderatere Mitt Romney, der gegen Obama weit bessere Chancen bei den wahlentscheidenden Wechselwählern hätte, hat bei den Republikaner-Primaries weit höhere Hürden zu überqueren. Der einfache Grund: Während nur 25 % der Amerikaner Sympathien für die Regierungshasser der „Tea Party“ zeigen, sind fast 50 % der GOP-Vorwahlwähler Anhänger. Die besten Chancen hat deshalb Perry. Michele Bachmann (die gerade Elvis Presley an seinem Todestag zum Geburtstag gratulierte…) werden trotz ihrer Iowa-Erfolge von wenigen wirkliche Chancen gegeben.

Perrys Performance bisher kann jedoch in Obamas White House nichts als Erleichterung auslösen: „Fed“ Ben Bernanke nannte Perry, der in Texas kürzlich mit 30.000 um die Rettung Amerikas betete, einen „Landesverräter„, da er zu viel Geld zus Stimulierung der Wirtschaft drucke und damit Amerikas Währung schwäche. In Texas würde der stille Professor Prügel beziehen, deutete der Howdy-Kandidat an. „Schwarze Wolken“ würden über Amerikas Wirtschaft hängen, ließ er dazu jene Codewörter fallen, mit denen die Präsidentschaft des Afroamerikaners Obama gerne von den Rechten beurteilt wird.

Perry kommt sicher gut an in Texas und bei der Tea Party. Ob er die Independents überzeugen kann, gilt bisher als unwahrscheinlich. Und, ach ja: Gab es nicht kürzlich einen Präsidenten. der ebenfalls Texas-Gouverneur war und als kumpelhafter, versöhnlicher und moderater Zupacker im Wahlkampf verkauft wurde? Wir wissen wie dieses Abenteuer ausging…

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