Luxus-Urlaub auf Martha´s Vineyard: Obama kann zur Zeit nichts richtig machen….


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Die linke „Huffungton Post“ war ja einst auch nicht zimperlich mit Bush, aber was der rechte „Drudge Report“ jetzt mit Obama abzieht, ist nur mehr als pure Niedertracht zu bewerten: Gerade als Obama Donnerstag in seinem Urlaubsdomizil Martha´s Vineyard eintraf, zeigte ihn die Website bei einem Radausflug mit einer seiner Töchter. Mit Helm und kurzer Hose sah Obama natürlich eher aus wie eine Dork aus resoluter Führer. Darunter blinkte in Rot: -419. Gemeint war der Dow-Aktienindex natürlich. Und die ist Botschaft klar: Es muss wohl wieder Obamam Schuld sein!

Wie selbstverständlich auch die Schlange der Arbeitslosen, die der ehemalige Souvenierverkäufer Matt Drudge am Folgetag als Aufmacher platzierte (es ist schon komisch, wie Drudge in Obama-Zeiten plötzlich ein Herz für die Unterprivilegierten entwickelt…). Das Ziel ist klar: Man kann die Wirtschaftskrise so lange Obama in die Schuhe schieben, bis es die meisten glauben (ganz ist das jedoch noch nicht gelungen, da die Mehrheit der US-Bürger doch noch Bush für Amerikas Sinkflug verantwortlich macht).

Obama hat sich den Sommer über bemüht, mit den Republikanern einen äußerst moderaten Kompromiss im Kampf gegen Amerikas Schuldenkrise auszuverhandeln – die Tea Party sagte „Njet“, lehnte jegliche Steuererhöhungen ab (selbst für Warren Buffett). Und sie reiben sich die Hände: Am Ende, so das Kalkül, könnte ihr Traum vom Ende der Obama-Amtszeit durch eine neue Rezession und Weltwirtschaftskrise besiegelt werden. Denn am Ende stoppt der „Buck“ immer im Oval Office.

Nicht dass Obama ganz schuldlos ist an seinem Albtraumsommer: Er wirkte beim Pleite-Showdown um die Schuldendecke eher hilflos als resolut. Dann tingelte er mit einem in Kanada gefertigten, 1,1 Millionen Dollar teuren Bus (Greyhound One) durch den Mittleren Westen. Dass das Gefährt das „Secret Service“ ohne Obamas Zutun bestellte und auch Bush einst oft per Bus durchs Land fuhr, ging in der Welle frischer Häme natürlich unter. Dann trat Obama vor zornige Wähler mit der Enthüllung, dass er einen Plan zur Schaffung von Jobs und Ankurbelung der Wirtschaft habe – den jedoch erst im September präsentieren wolle. Natürlich wirkte die Tour eher als Photo-Op als ernsthafter Diskurs mit dem wahlwichtigen Wechselwählervolk des Mittleren Westens.

Und dann Martha´s Vineyard: Natürlich kann er mit seiner Familie und seinen beiden Töchtern Urlaub machen. Doch am Spielplatz weißer Millionäre, viele Wall-Street-Leute, deren Zockerei die Welt in die Rezession stürzte? Come on! Und die 50.000 Dollar, die Obama für die Luxusimmobilie „Blue Herron Farm“ pro Woche bezahlt, verdienen die meisten Amerikaner in einem Jahr nicht. Klar jst, dass seine Kritiker an JEDEM Urlaubsort (und am Urlaub überhaupt!) was auszusetzen hätten. Doch mit den Golfbildern von der Schicki-Insel vergrämt er vor allem seine Basis.

Obama kann nach diesen Debakelwochen nur mehr auf ein starkes Comeback im September hoffen – sonst schlagen ihn selbst die schwächsten Republikaner im nächsten Jahr.

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